{"id":50150,"date":"2012-11-20T13:14:25","date_gmt":"2012-11-20T11:14:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=50150"},"modified":"2013-06-23T13:21:48","modified_gmt":"2013-06-23T11:21:48","slug":"viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirts-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirts-6\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr&auml;gen zum Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2012, VIII R 31\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr\u00e4gen zum Betriebsverm\u00f6gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von \u00a7 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagten (Kl\u00e4ger) sind zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Ehegatten. Der Kl\u00e4ger ist selbst\u00e4ndiger Zahnarzt, der seinen Gewinn durch Einnahmen\u00fcberschussrechnung (\u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) ermittelt. Im Streit ist, ob Aufwendungen f\u00fcr nacheinander geleaste, sowohl betrieblich als auch privat genutzte Kfz in vollem Umfang Betriebsausgaben sind und der Entnahmewert f\u00fcr den privaten Nutzungsanteil nach der sog. 1\u00a0%-Regelung des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG angesetzt und abgegolten werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei einer Au\u00dfenpr\u00fcfung gelangte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu der Auffassung, dass die Kfz nicht als betrieblich anzusehen seien und deshalb lediglich die der betrieblichen Nutzung von &#8211;unstreitig&#8211; 30\u00a0% entsprechenden anteiligen Kosten als Betriebsausgaben abzugsf\u00e4hig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Einspruch gegen die dementsprechend erteilten \u00c4nderungsbescheide blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) gab der daraufhin erhobenen Klage statt. In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 1441 ver\u00f6ffentlichten Urteil f\u00fchrte es im Wesentlichen aus: Das obligatorische Nutzungsrecht aus dem Leasingvertrag sei ein selbst\u00e4ndiges immaterielles Wirtschaftsgut. Aufgrund der konkreten Nutzungsverh\u00e4ltnisse sei es weder notwendiges Betriebsverm\u00f6gen noch notwendiges Privatverm\u00f6gen. Jedoch habe der Kl\u00e4ger das Nutzungsrecht eindeutig dem Betrieb zugeordnet und damit gewillk\u00fcrtes Betriebsverm\u00f6gen gebildet, was auch bei der Gewinnermittlung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG m\u00f6glich sei. Da der Kl\u00e4ger im Streitfall weder zivilrechtlicher noch &#8211;nach Ma\u00dfgabe der Vertragsbedingungen&#8211; wirtschaftlicher Eigent\u00fcmer der Kfz geworden sei, habe er das nicht bilanzierungsf\u00e4hige Nutzungsrecht aus einem schwebenden Gesch\u00e4ft nicht in ein Anlageverzeichnis aufnehmen m\u00fcssen, ebenso wenig in ein Abschreibungsverzeichnis. Es m\u00fcsse deshalb f\u00fcr die Zuordnung des Nutzungsrechts zum gewillk\u00fcrten Betriebsverm\u00f6gen ausreichen, wenn der Leasingvertrag nach au\u00dfen erkennbar f\u00fcr das Unternehmen abgeschlossen worden sei und die gesamten Kfz-Aufwendungen einschlie\u00dflich der Zahlungen aus dem Leasingvertrag von Anfang an zeitnah als betrieblicher Aufwand verbucht worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht das FA die Verletzung materiellen Rechts (\u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz 2 EStG) geltend, au\u00dferdem Divergenz zu h\u00f6chstrichterlicher Rechtsprechung (insbesondere zu dem Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.\u00a0April 2008 VIII\u00a0R\u00a067\/06, BFH\/NV 2008, 1662).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>\ndas Urteil des FG K\u00f6ln vom 20.\u00a0Mai 2009 14\u00a0K\u00a04223\/06 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger beantragen,<br \/>\ndie Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es sei eine sachlich nicht gerechtfertigte und auch sonst nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung, wenn einerseits nach der Rechtsprechung \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz 2 EStG auch auf Leasingfahrzeuge Anwendung finde, aber nur f\u00fcr solche mit mehr als 50\u00a0% betrieblicher Nutzung gelten solle, w\u00e4hrend bei im Anlageverm\u00f6gen des Unternehmens erfassten Fahrzeugen mit einem betrieblichen Nutzungsanteil von 30 bis 50\u00a0% diese Regelung nicht gelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und zur Abweisung der Klage (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil h\u00e4lt einer revisionsrechtlichen Pr\u00fcfung nicht stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist von einer vollst\u00e4ndigen Ber\u00fccksichtigung der Kfz-Aufwendungen als Betriebsausgaben ausgegangen und hat im Gegenzug eine den Gewinn erh\u00f6hende Entnahme in Gestalt der privaten Nutzung der Kfz angenommen, die nach \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG zu bewerten sei. Der Kl\u00e4ger hat jedoch in den Streitjahren durch die Nutzung der geleasten Kfz f\u00fcr private Zwecke keinen Entnahmetatbestand verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Entnahmen sind alle Wirtschaftsg\u00fcter einschlie\u00dflich Nutzungen und Leistungen, die der Steuerpflichtige f\u00fcr sich, f\u00fcr seinen Haushalt oder f\u00fcr andere betriebsfremde Zwecke im Lauf des Wirtschaftsjahres aus dem Eink\u00fcnfte generierenden Betrieb herausgel\u00f6st hat (vgl. \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 EStG). Die auf die betriebsfremde Verwendung betrieblicher Wirtschaftsg\u00fcter entfallende Wertabgabe darf den betrieblichen Gewinn nicht mindern. Bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm\u00f6gensvergleich hat deshalb eine Hinzurechnung der Entnahmen zum Gewinn zu erfolgen (\u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG). Ihre Bewertung erfolgt nach den Regelungen in \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 EStG. Auch bei der \u00dcberschussrechnung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG muss wegen des Postulats der Totalgewinngleichheit (vgl. Schmidt\/Heinicke, EStG, 31.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a04 Rz\u00a010, m.w.N.) im Ergebnis eine ausgewiesene Gewinnminderung aufgehoben werden, soweit sie auf eine Entnahme entf\u00e4llt (vgl. des N\u00e4heren Schmidt\/Heinicke, a.a.O., \u00a7\u00a04 Rz\u00a0340\u00a0f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Grundvoraussetzung der (Nutzungs-)Entnahme eines Wirtschaftsguts ist dessen Zugeh\u00f6rigkeit zum Betriebsverm\u00f6gen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 1662; vom 13.\u00a0Februar 2003 X\u00a0R\u00a023\/01, BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472; vom 2.\u00a0M\u00e4rz 2006 IV\u00a0R\u00a036\/04, BFH\/NV 2006, 1277; ablehnend FG K\u00f6ln, Beschluss vom 29.\u00a0Januar 2007\u00a0\u00a014\u00a0V\u00a04485\/06, EFG 2007, 578). Die Zugeh\u00f6rigkeit zum Betriebsverm\u00f6gen erfordert, dass das Wirtschaftsgut dem Betriebsinhaber zuzurechnen ist, d.h. bei materiellen Wirtschaftsg\u00fctern, dass er dar\u00fcber als zivilrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigent\u00fcmer verf\u00fcgen kann (vgl. Schmidt\/ Heinicke, a.a.O., \u00a7\u00a04 Rz\u00a0128; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., \u00a7\u00a05 Rz\u00a0151\u00a0f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ohne die Grundvoraussetzung einer Entnahme ist \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 EStG &#8211;sowohl in der Grundregelung des Satzes\u00a01 wie auch in der Ausnahmevorschrift des Satzes\u00a02&#8211; nicht anwendbar. Die Vorschrift regelt (nur) die Bewertung der Entnahmen; sie schafft keinen eigenen, gesonderten Entnahmetatbestand (BFH-Urteil vom 19.\u00a0M\u00e4rz 2009 IV\u00a0R\u00a059\/06, BFH\/NV 2009, 1617).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall geh\u00f6rten die Kfz nicht zum Betriebsverm\u00f6gen des Kl\u00e4gers, weil er weder zivilrechtlicher noch wirtschaftlicher Eigent\u00fcmer war. Im Zusammenhang mit der Pr\u00fcfung des wirtschaftlichen Eigentums hat das FG festgestellt, dass die Grundmietzeit erheblich k\u00fcrzer war als die betriebsgew\u00f6hnliche Nutzungsdauer, weder ein Recht auf Vertragsverl\u00e4ngerung noch ein Kaufoptionsrecht bestand und schlie\u00dflich die Beteiligung des Kl\u00e4gers an einem etwaigen Verkaufserl\u00f6s \u00fcber dem zugrunde gelegten Marktpreis regelm\u00e4\u00dfig nicht zu einem nennenswerten Ertrag gef\u00fchrt h\u00e4tte. Auf der Grundlage dieser den BFH nach \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO bindenden Tatsachenfeststellungen hat das FG wirtschaftliches Eigentum des Kl\u00e4gers zutreffend verneint. Dar\u00fcber besteht zwischen den Beteiligten auch kein Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG f\u00fchrt auch das jeweilige obligatorische Nutzungsrecht des Kl\u00e4gers aus den Leasingvertr\u00e4gen &#8211;aus mehreren Gr\u00fcnden&#8211; nicht zur Anwendung des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Abschluss eines zivilrechtlichen Vertrags, der ein obligatorisches Nutzungsrecht an einem fremden Wirtschaftsgut begr\u00fcndet, kann dem Betrieb des Nutzungsberechtigten nur bei betrieblicher Veranlassung zugeordnet werden. Dient der Vertragsabschluss &#8211;wie im Streitfall&#8211; sowohl betrieblichen wie auch au\u00dferbetrieblichen Zwecken, ist eine aus dem Veranlassungszusammenhang folgende Zuordnung des Vertrags zum Betrieb oder aber zur au\u00dferbetrieblichen Sph\u00e4re davon abh\u00e4ngig, ob der Zweck der betrieblichen oder aber der au\u00dferbetrieblichen Nutzung des Nutzungsgegenstands \u00fcberwiegt. \u00dcberwiegt wie hier &#8211;ungeachtet der Bezeichnung der geleasten Kfz als &#8222;Gesch\u00e4ftsfahrzeuge&#8220;&#8211; der private Nutzungszweck, k\u00f6nnen Rechte aus dem Vertrag jedenfalls nicht notwendiges Betriebsverm\u00f6gen sein, da dies erst bei einem betrieblichen Nutzungsanteil von mehr als 50\u00a0% angenommen wird (Bode in Kirchhof, EStG, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a04 Rz\u00a042, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Das Nutzungsrecht aus dem Leasingvertrag geh\u00f6rt auch nicht zum gewillk\u00fcrten Betriebsverm\u00f6gen. Zwar kann das Nutzungsrecht als immaterielles Wirtschaftsgut (Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., \u00a7\u00a05 Rz\u00a0176; Schmidt\/Heinicke, a.a.O., \u00a7\u00a04 Rz\u00a0102) grunds\u00e4tzlich m\u00f6glicher Gegenstand einer Sacheinlage wie auch eines origin\u00e4ren Erwerbs sein. Dies setzt jedoch voraus, dass es sich um ein Wirtschaftsgut handelt, das bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm\u00f6gensvergleich nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 EStG nach den handelsrechtlichen Grunds\u00e4tzen ordnungsm\u00e4\u00dfiger Bilanzierung in der Bilanz angesetzt werden darf (BFH-Urteil vom 22.\u00a0Januar 1980 VIII\u00a0R\u00a074\/77, BFHE 129, 485, BStBl II 1980, 244, m.w.N.); dazu muss ein fassbarer Wert des immateriellen Wirtschaftsguts feststellbar sein (BFH-Urteil vom 20.\u00a0August 1986 I\u00a0R\u00a0150\/82, BFHE 149, 25, BStBl II 1987, 455). Hiervon ausgehend ist ein obligatorisches Nutzungsrecht grunds\u00e4tzlich nicht bilanzierbar, wenn dem ein schwebendes Gesch\u00e4ft zugrunde liegt (vgl. BFH-Urteile vom 19.\u00a0Juni 1997 IV\u00a0R\u00a016\/95, BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808; vom 25.\u00a0Oktober 1994 VIII\u00a0R\u00a065\/91, BFHE 176, 359, BStBl II 1995, 312, m.w.N.; vom 1.\u00a0September 2011 II\u00a0R\u00a067\/09, BFH\/NV 2011, 2066, m.w.N.; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., \u00a7\u00a05 Rz\u00a0176). Dies gilt insbesondere bei fortlaufend zeitraumbezogen verwirklichten Dauerschuldverh\u00e4ltnissen (vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., \u00a7\u00a05 Rz\u00a0618), solange das bestehende Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten nicht durch Vorleistungen oder Zahlungsr\u00fcckst\u00e4nde gest\u00f6rt ist (BFH-Urteil in BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808, m.w.N.). Ein fortlaufend gezahltes Leistungsentgelt kann folglich nicht als Anschaffungskosten eines immateriellen Wirtschaftsguts &#8222;Nutzungsrecht&#8220; aktiviert werden (BFH-Urteil in BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808). Das nicht bewertungsf\u00e4hige Nutzungsrecht als solches ist dann auch nicht als Gegenstand einer Entnahme anzusehen und zu bewerten. Das gilt gleicherma\u00dfen bei Betrieben, deren Gewinn &#8211;wie im Streitfall&#8211; nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG ermittelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch im Streitfall ist nicht ersichtlich, dass das Nutzungsrecht einen \u00fcber die fortlaufend erm\u00f6glichte und vom Kl\u00e4ger fortlaufend entgoltene Nutzung des jeweiligen Kfz hinausgehenden eigenen, fassbaren Wert gehabt h\u00e4tte. Nach alledem kommt ihm f\u00fcr die Gewinnermittlung keine Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG regelt die Bewertung der Privatnutzung eines betrieblichen Kfz. Die Vorschrift regelt nach Wortlaut und systematischem Zusammenhang weder die private Nutzung eines Kfz, das nicht Betriebsverm\u00f6gen ist, noch die Privatnutzung von Wirtschaftsg\u00fctern, die keine Kfz sind, wie etwa ein Recht zur Nutzung eines (fremden, \u00fcberwiegend nicht betrieblich genutzten) Kfz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Eine analoge Anwendung des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG in der Fassung, die f\u00fcr bis 31.\u00a0Dezember 2005 endende Wirtschaftsjahre galt (EStG a.F.), auf F\u00e4lle der vorliegenden Art (Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50\u00a0% eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren) scheidet aus (a.A. Wacker, Neue Wirtschafts-Briefe, Fach\u00a03, S.\u00a010119, 10129). Eine Regelungsl\u00fccke, die Voraussetzung einer gesetzesanalogen Rechtsanwendung w\u00e4re, besteht nicht. Soweit Rechtsprechung und Verwaltung \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG a.F. auch auf Leasingfahrzeuge angewandt haben, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Leasingnehmers standen, betraf dies ausdr\u00fccklich nur Sachverhalte mit einer mehr als 50\u00a0%igen betrieblichen Nutzung (BFH-Urteil in BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472; Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 3.\u00a0November 1999 V\u00a088\/99, EFG 2000, 165; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 12.\u00a0Mai 1997 IV\u00a0B\u00a02\u00a0-S\u00a02177-\u00a029\/97, BStBl I 1997, 562, und vom 21.\u00a0Januar 2002 IV\u00a0A\u00a06\u00a0-S\u00a02177-\u00a01\/02, BStBl I 2002, 148, jeweils Tz.\u00a01). \u00dcber die Frage, ob der vorgenannten Auffassung zur Erstreckung der 1\u00a0%-Regelung auf Leasingfahrzeuge bei einer mehr als 50\u00a0%igen betrieblichen Nutzung zu folgen ist (zweifelnd BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 1277), ist im Streitfall nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es ist auch kein Gesetzeszweck ersichtlich, der &#8211;\u00fcber den Wortlaut des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG a.F. hinausgehend&#8211; die Einbeziehung von Nutzungsrechten an \u00fcberwiegend privat genutzten Kfz in den Regelungsbereich der Vorschrift gebieten k\u00f6nnte. Die grob typisierende Vorschrift dient zur Vereinfachung der Bewertung (vgl. Ausschussempfehlung an den Bundesrat zum Jahressteuergesetz 1996, BTDrucks 13\/1686, S.\u00a08; BFH-Urteil vom 9.\u00a0M\u00e4rz 2010 VIII\u00a0R\u00a024\/08, BFHE 228, 499, BStBl II 2010, 903) der Nutzungsentnahme von betrieblichen Kfz f\u00fcr private Zwecke. Es geht darum, &#8222;komplizierte Lebenssachverhalte im Zusammenhang mit der Erfassung der (&#8230;) betrieblichen bzw. privaten Kfz-Nutzung \u00fcbersichtlicher und verst\u00e4ndlicher zu machen&#8220; (BFH-Urteil vom 3.\u00a0August 2000 III\u00a0R\u00a02\/00, BFHE 193, 101, BStBl II 2001, 332). Dieser Vereinfachungszweck erfordert kein extensives Normverst\u00e4ndnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG ist vielmehr eine Ausnahmevorschrift, die bei einer eng umgrenzten &#8211;wenn auch praktisch bedeutsamen&#8211; Fallgruppe von der allgemeinen Regel der Bewertung von Entnahmen mit dem Teilwert (\u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a01 EStG), bei Nutzungsentnahmen mit den anteiligen Selbstkosten (vgl. nur BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 1617; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., \u00a7\u00a06 Rz\u00a0506, m.w.N.), abweicht. Gegen eine Ausweitung des Regelungsbereichs des Satzes\u00a02 auf einen Sachverhalt wie im Streitfall spricht nicht zuletzt die Gesetzgebungsgeschichte. Dem Entwurf der Bundesregierung zu einem Gesetz zur Eind\u00e4mmung missbr\u00e4uchlicher Steuergestaltungen (BRDrucks 937\/05, S.\u00a09) ist zu entnehmen, dass der Gesetzgeber des Jahressteuergesetzes 1996 nicht davon ausgegangen ist, dass Kfz mit einer geringeren betrieblichen Nutzung als 50\u00a0% als gewillk\u00fcrtes Betriebsverm\u00f6gen auch im Rahmen der \u00dcberschussrechnung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG zu ber\u00fccksichtigen sind. Erst infolge der Anerkennung von gewillk\u00fcrtem Betriebsverm\u00f6gen auch bei der Gewinnermittlung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG durch das BFH-Urteil vom 2.\u00a0Oktober 2003 IV\u00a0R\u00a013\/03 (BFHE 203, 373, BStBl II 2004, 985) hat der Gesetzgeber sich gezwungen gesehen, f\u00fcr Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.\u00a0Dezember 2005 beginnen (\u00a7\u00a052 Abs.\u00a016 Satz\u00a011 EStG), eine mehr als 50\u00a0%ige betriebliche Nutzung des betreffenden Kfz zur Tatbestandsvoraussetzung zu machen, da sich andernfalls zahlreiche Fallgestaltungen ergeben w\u00fcrden, &#8222;bei denen die 1\u00a0%-Regelung zu einem ungerechtfertigten Vorteil f\u00fcr den Steuerpflichtigen f\u00fchrt, weil der Gesetzgeber bei der Schaffung der Regelung von einer durchschnittlichen privaten Nutzung von 30 bis 35\u00a0v.H. ausgegangen ist&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund verbietet sich auch schon f\u00fcr die Streitjahre eine Gesetzesauslegung, die \u00fcber den Wortlaut hinausginge und im Hinblick auf die relativ geringe betriebliche Nutzung einen vom Gesetzgeber ersichtlich nicht bezweckten, der Sache nach ungerechtfertigten Vorteil f\u00fcr den Steuerpflichtigen herbeif\u00fchren w\u00fcrde, da bei niedrigem betrieblichen Nutzungsanteil die Vorschrift des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 Satz\u00a02 EStG tendenziell Subventionswirkung hat (vgl. Schmidt\/Kulosa, a.a.O., \u00a7\u00a06 Rz\u00a0513, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Kl\u00e4ger haben eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu denjenigen ger\u00fcgt, die eigene Kfz im gewillk\u00fcrten Betriebsverm\u00f6gen halten, oder zu Steuerpflichtigen mit nicht eigenen, aber zu mehr als 50\u00a0% betrieblich genutzten Leasingfahrzeugen. Dieser Einwand kann jedoch keine andere Entscheidung herbeif\u00fchren:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Eine gegen\u00fcber dem Streitfall abweichende Behandlung eigener &#8211;auch wirtschaftlich eigener&#8211; Kfz des Steuerpflichtigen ist deshalb gerechtfertigt, weil solche Kfz gewillk\u00fcrtes Betriebsverm\u00f6gen sein k\u00f6nnen mit damit verbundenen weiteren m\u00f6glichen Auswirkungen auf die Gewinnermittlung, etwa bei der Erfassung stiller Reserven, die auch zulasten des Steuerpflichtigen ausschlagen k\u00f6nnen. Nur eigene Kfz k\u00f6nnen als solche dem Betriebsverm\u00f6gen zur Nutzung entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Leasingfahrzeuge, die kein wirtschaftliches Eigentum des Leasingnehmers sind, unterfallen nicht dem Wortlaut des \u00a7\u00a06 Abs.\u00a01 Nr.\u00a04 EStG a.F. (s. unter II.1.a\u00a0aa und bb dieses Urteils). Soweit nach der Verwaltungsauffassung Leasingfahrzeuge gleichwohl einzubeziehen sind, soll dies nur f\u00fcr Fahrzeuge mit mehr als einer 50\u00a0%igen betrieblichen Nutzung gelten (BMF-Schreiben in BStBl I 1997, 562, und in BStBl I 2002, 148, jeweils Tz.\u00a01). An diese norminterpretierenden Verwaltungsanweisungen sind die Gerichte nicht gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen kann die Verwaltungsauffassung indes als sachlichen Rechtfertigungsgrund f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, dass die 1\u00a0%-Regelung jedenfalls typischerweise weniger subventionierend wirkt, je h\u00f6her der betriebliche Nutzungsanteil eines Fahrzeugs ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Im Ergebnis bleibt es deshalb bei der Steuerfestsetzung durch das FA, wonach nur die auf die vor\u00fcbergehende betriebliche Nutzung der geleasten Kfz entfallenden Selbstkosten (vgl. Schmidt\/Heinicke, a.a.O., \u00a7\u00a04 Rz\u00a0360 &#8222;Nutzung&#8220;; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., \u00a7\u00a06 Rz\u00a0507) als Betriebsausgaben zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2012, VIII R 31\/09 Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr\u00e4gen zum Betriebsverm\u00f6gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von \u00a7 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirts-6\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; Keine Anwendung der sog. 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