{"id":50161,"date":"2012-04-25T13:14:42","date_gmt":"2012-04-25T11:14:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=50161"},"modified":"2013-06-23T13:17:46","modified_gmt":"2013-06-23T11:17:46","slug":"i-r-76-10-beruecksichtigung-von-ausgaben-beim-steuerabzug-gemaess-par-50a-abs-4-nr-3-estg-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-76-10-beruecksichtigung-von-ausgaben-beim-steuerabzug-gemaess-par-50a-abs-4-nr-3-estg-5\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;76\/10 &#8211; (Ber&uuml;cksichtigung von Ausgaben beim Steuerabzug gem&auml;&szlig; &sect; 50a Abs 4 Nr. 3 EStG)&nbsp;&nbsp;"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2012, I R 76\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">(Ber\u00fccksichtigung von Ausgaben beim Steuerabzug gem\u00e4\u00df \u00a7 50a Abs 4 Nr. 3 EStG)<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Ermittlung der Bemessungsgrundlage f\u00fcr einen Abzug von K\u00f6rperschaftsteuer gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) i.V.m. \u00a7\u00a031 Abs.\u00a01 des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002). Streitgegenst\u00e4ndliche Zeitr\u00e4ume sind das 3.\u00a0und 4.\u00a0Quartal 2004, das 2.\u00a0Quartal 2005 und das 1.\u00a0Quartal 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin), eine inl\u00e4ndische GmbH &amp;\u00a0Co. KG, betreibt einen Fernsehsender. Sie nutzte einzelne Rechte f\u00fcr die Ausstrahlung von Fernsehsendungen (Filmrechte) gegen Entgelt; diese Rechte waren ihr von der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin, der X S.A. mit Sitz in Luxemburg, einger\u00e4umt worden. Grundlage dieser Rechte\u00fcberlassung ist ein Rahmenvertrag vom \u2026 1999 (Vertragslaufzeit: zehn Jahre), der w\u00e4hrend seiner Laufzeit ausgef\u00fcllt wird durch sog. Nominierungsvereinbarungen \u00fcber die im jeweiligen Jahr zur Verf\u00fcgung gestellten Filme, wobei sich die Verg\u00fctungsh\u00f6he an dem jeweiligen Kinokassenerfolg der Filme orientiert. Eine weiter gehende Lizenzierung dieser Filme an andere Verwerter durch die X S.A. erfolgte nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Verg\u00fctungen, die in den Streitzeitr\u00e4umen f\u00fcr die Rechte\u00fcberlassung gezahlt worden waren, gab die Kl\u00e4gerin beim Beklagten und Revisionsbeklagten (dem Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Anmeldungen \u00fcber den Steuerabzug nach \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 EStG 2002 ab. Dabei ber\u00fccksichtigte sie aufgrund eines ihr vorliegenden Freistellungsbescheids des (seinerzeitigen) Bundesamts f\u00fcr Finanzen (BfF) auf der Grundlage des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Gro\u00dfherzogtum Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und \u00fcber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm\u00f6gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern (DBA Luxemburg 1958) vom 23.\u00a0August 1958 (BGBl II 1959, 1270) &#8211;hier: Art.\u00a015 Abs.\u00a03 Satz\u00a02 DBA Luxemburg 1958&#8211; einen Steuersatz von 5\u00a0v.H. (auf die &#8222;Brutto&#8220;-Lizenzgeb\u00fchren).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 9.\u00a0Mai 2007 beantragte die Kl\u00e4gerin beim FA die \u00c4nderung der Steueranmeldungen 3. und 4.\u00a0Quartal 2004, 2.\u00a0Quartal 2005 und 1.\u00a0Quartal 2007. Unter Hinweis auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 5.\u00a0April 2007 (BStBl I 2007, 449) machte sie geltend, sie sei berechtigt, Betriebsausgaben, die der X S.A. als Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin im unmittelbaren Zusammenhang mit den inl\u00e4ndischen Einnahmen entstanden seien und die 50\u00a0v.H. der Einnahmen \u00fcberstiegen, bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage des Steuerabzugs in Abzug zu bringen. Die X S.A. sei nicht selbst die Inhaberin der \u00fcberlassenen Filmrechte, vielmehr seien ihr die an die Kl\u00e4gerin weiterlizenzierten Rechte von den jeweiligen (inl\u00e4ndischen) Lizenzinhabern Y GmbH und Z GmbH &#8211;beide Gesellschaften geh\u00f6ren ebenfalls zur &#8211; Unternehmensgruppe&#8211; entgeltlich einger\u00e4umt worden. Die X S.A. habe damals im Generalvertrieb Pay-TV-Rechte angeboten, wobei f\u00fcr die Kl\u00e4gerin nicht absehbar gewesen sei, von welchen Gesellschaften der &#8211; Unternehmensgruppe die X S.A. als Obergesellschaft ihrerseits wiederum die Rechte an den bei Abschluss des Rahmenvertrages noch nicht produzierten Kinofilmen erwerben w\u00fcrde. Die von der X S.A. (an die Y GmbH und die Z GmbH) gezahlten Lizenzgeb\u00fchren, die ihr mitgeteilt worden seien, seien als Betriebsausgaben bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Abzugsteuer abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA lehnte mit Bescheid vom 14.\u00a0Juni 2007 die \u00c4nderung der Steueranmeldungen ab, da gem\u00e4\u00df dem BMF-Schreiben in BStBl I 2007, 449 ein Betriebsausgabenabzug nur bei den in \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nrn.\u00a01 und 2 EStG 2002 genannten Eink\u00fcnften, nicht aber bei den im Streitfall vorliegenden Eink\u00fcnften i.S. von \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 EStG 2002 zul\u00e4ssig sei. Die dagegen erhobene Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; M\u00fcnchen, Urteil vom 19.\u00a0Juli 2010\u00a0\u00a07\u00a0K\u00a01154\/09, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1891).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin r\u00fcgt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt mit der Revision, unter Aufhebung des angefochtenen Urteils und der Bescheide \u00fcber die Ablehnung der Antr\u00e4ge auf \u00c4nderung der Steueranmeldungen vom 14.\u00a0Juni 2007 und der hierzu erlassenen Einspruchsentscheidung vom 23.\u00a0M\u00e4rz 2009, die Abzugsteuern nach \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 EStG f\u00fcr das 3.\u00a0Quartal 2004 um \u2026 EUR, f\u00fcr das 4.\u00a0Quartal 2004 um \u2026 EUR, f\u00fcr das 2.\u00a0Quartal 2005 um \u2026 EUR und f\u00fcr das 1.\u00a0Quartal 2007 um \u2026 EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das BMF ist dem Verfahren beigetreten (\u00a7\u00a0122 Abs.\u00a02 S\u00e4tze\u00a01, 4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;); ein Antrag wurde nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr\u00fcndet; das angefochtene Urteil wird aufgehoben und der Klage stattgegeben (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 FGO). Bei der Berechnung der Abzugsteuer ist die von der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin offengelegte Abf\u00fchrungsverpflichtung gegen\u00fcber ihren Lizenzgebern mindernd zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Kl\u00e4gerin ist als Verg\u00fctungsschuldnerin dazu berechtigt, eine \u00c4nderung der von ihr selbst abgegebenen Steueranmeldungen (\u00a7\u00a050a Abs.\u00a05 Satz\u00a03 EStG 2002, \u00a7\u00a073e Satz\u00a02 der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung &#8211;EStDV&#8211;2000), die gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0168 Satz\u00a01 der Abgabenordnung als Steuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung gelten, zu verlangen und eine Weigerung des FA, dem Antrag zu folgen, \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Gegenstand des Verfahrens ist das Bestehen bzw. der Umfang ihrer Steuerentrichtungspflicht (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 5.\u00a0Mai 2010 I\u00a0R\u00a0105\/08, BFH\/NV 2010, 2043; vom 27.\u00a0Juli 2011 I\u00a0R\u00a032\/10, BFHE 234, 292, BFH\/NV 2012, 118).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Eink\u00fcnfte der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin (X S.A.) unterliegen dem Steuerabzug f\u00fcr beschr\u00e4nkt Steuerpflichtige gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 i.V.m. \u00a7\u00a049 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG 2002, die nach \u00a7\u00a031 Abs.\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a02 Nr.\u00a01, \u00a7\u00a08 Abs.\u00a01 KStG 2002 auch f\u00fcr K\u00f6rperschaften gelten, die &#8211;wie die X S.A.&#8211; weder ihre Gesch\u00e4ftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben. Die Kl\u00e4gerin war als Verg\u00fctungsschuldnerin verpflichtet, den Steuerabzug f\u00fcr Rechnung der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin vorzunehmen und die einbehaltene Steuer an das FA abzuf\u00fchren (\u00a7\u00a050a Abs.\u00a05 S\u00e4tze\u00a02\u00a0f. EStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Inl\u00e4ndische Eink\u00fcnfte im Sinne der beschr\u00e4nkten Steuerpflicht sind nach \u00a7\u00a049 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG 2002 Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung i.S. des \u00a7\u00a021 EStG 2002, wenn das unbewegliche Verm\u00f6gen, die Sachinbegriffe oder Rechte im Inland belegen oder in ein inl\u00e4ndisches \u00f6ffentliches Buch oder Register eingetragen sind oder in einer inl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tte oder in einer anderen Einrichtung verwertet werden. Diese Voraussetzungen sind im Streitfall erf\u00fcllt. Die Kl\u00e4gerin hat entsprechende Rechte in einer inl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tte &#8211;dem Unternehmen der Kl\u00e4gerin&#8211; verwertet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Ein Steuerabzug ist nach \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 EStG 2002 mit Bezug auf \u00a7\u00a049 Abs.\u00a01 Nr.\u00a06 EStG 2002 nur bei Eink\u00fcnften vorgesehen, die aus Verg\u00fctungen f\u00fcr die Nutzung beweglicher Sachen oder f\u00fcr die \u00dcberlassung der Nutzung oder des Rechts auf Nutzung von Rechten, insbesondere von Urheberrechten, herr\u00fchren. Auch diese Voraussetzungen sind erf\u00fcllt, insbesondere ist das lizenzierte Recht als Urheberrecht i.S. des \u00a7\u00a073a Abs.\u00a02 EStDV 2000 anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Schlie\u00dflich besteht die Verpflichtung zum Steuerabzug zwar unabh\u00e4ngig davon, ob die betreffenden Eink\u00fcnfte (u.a.) nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung nicht oder nur nach einem niedrigeren Steuersatz besteuert werden k\u00f6nnen (\u00a7\u00a050d Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG 2002). Der Verg\u00fctungsschuldner kann den Steuerabzug aber nach Ma\u00dfgabe des Abkommens unterlassen oder nach einem niedrigeren Steuersatz vornehmen, wenn das BfF dem Gl\u00e4ubiger aufgrund eines von ihm gestellten Antrags bescheinigt, dass die Voraussetzungen daf\u00fcr vorliegen (\u00a7\u00a050d Abs.\u00a02 Satz\u00a01 EStG 2002). Dar\u00fcber besteht unter den Beteiligten auch kein Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat rechtsfehlerhaft davon abgesehen, die Bemessungsgrundlage der Abzugsteuer um die der Eink\u00fcnfteerzielung durch die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin zugrunde liegenden Zahlungsverpflichtungen gegen\u00fcber ihren Lizenzgeb\u00fchren-Gl\u00e4ubigern zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Dem Steuerabzug nach \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 EStG 2002 unterliegen die Einnahmen der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubiger (s. \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG 2002). Abz\u00fcge f\u00fcr Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben und Steuern sind nicht zul\u00e4ssig (\u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a03 EStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) F\u00fcr unmittelbar im Zusammenhang mit den Einnahmen stehende (Betriebs-)Ausgaben gilt diese Beschr\u00e4nkung indessen nicht, soweit der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubiger in einem Mitgliedstaat der Europ\u00e4ischen Union (EU) ans\u00e4ssig ist. Solche Ausgaben sind entgegen dem Regelungswortlaut des \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a03 EStG 2002 im Steuerabzugsverfahren zu ber\u00fccksichtigen. Das folgt aus dem Anwendungsvorrang des Unionsrechts gegen\u00fcber nationalem Recht und ergibt sich insoweit aus der einschl\u00e4gigen Spruchpraxis des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften, jetzt Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH), in dessen Urteil vom 3.\u00a0Oktober 2006 C-290\/04 &#8222;Scorpio&#8220; (Slg.\u00a02006, I-9461, BFH\/NV 2007, Beilage\u00a01, 36; best\u00e4tigt durch Urteile vom 15.\u00a0Februar 2007 C-345\/04 &#8222;Centro Equestre da Lez\u00edria Grande&#8220;, Slg. 2007, I-1425, BFH\/NV 2007, Beilage\u00a03, 277; vom 31.\u00a0M\u00e4rz 2011 C-450\/09 &#8222;Schr\u00f6der&#8220;, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2011, 301). Danach steht das Abzugsverfahren als solches zwar in Einklang mit unionsrechtlichen Anforderungen. Doch erfordern diese Anforderungen im Stadium des Steuerabzugs die Ber\u00fccksichtigung der besagten Ausgaben. Um dem Rechnung zu tragen, hat der Senat ein entsprechendes Abzugsgebot in \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a06 EStG 1990\/\u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a04 EStG 1997 &#8222;geltungserhaltend&#8220; hineingelesen (vgl. Senatsurteile vom 24.\u00a0April 2007 I\u00a0R\u00a039\/04, BFHE 218, 89, BStBl II 2008, 95; in BFHE 234, 292). Das Inkrafttreten der EG-Beitreibungsrichtlinie 2001\/44\/EG vom 15.\u00a0Juni 2001 (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften Nr.\u00a0L\u00a0175, 17) \u00e4ndert an dieser Rechtslage nichts (s. Senatsbeschluss vom 29.\u00a0November 2007 I\u00a0B\u00a0181\/07, BFHE 219, 214, BStBl II 2008, 195; Gosch in Kirchhof, EStG, 11.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a050a Rz\u00a02; s.a. die Schlussantr\u00e4ge der Generalanw\u00e4ltin im EuGH-Verfahren C-498\/10 &#8222;X\u00a0NV&#8220; [Vorlagebeschluss des niederl\u00e4ndischen Hoge Raad vom 24.\u00a0September 2010\u00a0\u00a009\/00296, 09\/00400, IStR 2010, 881]).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Diese Ausgangslage ist prinzipiell f\u00fcr den Streitfall einschl\u00e4gig. Auch hier ber\u00fchrt das Steuerabzugsverfahren den Schutzbereich der Dienstleistungs-, ggf. auch der Kapitalverkehrsfreiheit nach Ma\u00dfgabe von Art.\u00a049 des Vertrags zur Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft &#8211;EG&#8211; (jetzt Art.\u00a056 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union i.d.F. des Vertrags von Lissabon zur \u00c4nderung des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union und des Vertrags zur Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft &#8211;AEUV&#8211;) sowie Art.\u00a056 EG (jetzt Art.\u00a063 AEUV), und auch hier ist der Schutzbereich dieser Grundfreiheiten prinzipiell er\u00f6ffnet. Denn bei der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin (der X S.A.) als Lizenzinhaberin einerseits und der Verg\u00fctungsschuldnerin (der Kl\u00e4gerin) als Lizenznehmerin andererseits handelt es sich um Personen, die sich grenz\u00fcberschreitend als jeweils Gebietsfremde gegen\u00fcberstehen. Ausschlaggebend ist, dass beide Gesellschaften in unterschiedlichen Mitgliedstaaten der EU ans\u00e4ssig sind. Dass die urspr\u00fcnglich Berechtigten &#8211;die Y GmbH und die Z GmbH&#8211; ebenso wie die Kl\u00e4gerin in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ans\u00e4ssig sind, \u00e4ndert daran nichts (s. zu einer vergleichbaren Sachverhaltskonstellation das Senatsurteil in BFHE 234, 292). Der vom FG festgestellte Sachverhalt bietet keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine missbr\u00e4uchliche Zwischenschaltung der X S.A.; sie wird auch nicht geltend gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Die Anwendung der besagten Grundfreiheiten scheitert nicht daran, dass der dem Steuerabzug unterworfene beschr\u00e4nkt Steuerpflichtige sich gegen\u00fcber einem im Inland zu veranlagenden unbeschr\u00e4nkt Steuerpflichtigen mit entsprechenden Eink\u00fcnften nicht in einer vergleichbaren Situation bef\u00e4nde. Zwar sind die Eink\u00fcnfte hier wie dort gleicherma\u00dfen steuerpflichtig, und ist es prinzipiell &#8211;wie dargestellt&#8211; unbeachtlich, dass der beschr\u00e4nkt Steuerpflichtige mit dem Quellensteuerabzug einer vom Steuerinl\u00e4nder abweichenden &#8222;Besteuerungstechnik&#8220; unterworfen wird (EuGH-Urteile vom 22.\u00a0Dezember 2008 C-282\/07 &#8222;Truck Center&#8220;, Slg.\u00a02008, I-10767, IStR 2009, 135; vom 3.\u00a0Juni 2010 C-487\/08 &#8222;Kommission\/Spanien&#8220;, Slg.\u00a02010, I-4843, IStR 2010, 483). Doch geht es im Streitfall nicht um diese unterschiedliche &#8222;Besteuerungstechnik&#8220; &#8211;n\u00e4mlich den Quellensteuerabzug&#8211;, sondern um deren Ausgestaltung vor dem Hintergrund des Leistungsf\u00e4higkeits- und konkret des objektiven Nettoprinzips. Dazu ist &#8211;um Wiederholungen zu vermeiden&#8211; auf das Senatsurteil in BFHE 234, 292 zu verweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>e) Aus dem Umstand, dass das einschl\u00e4gige Doppelbesteuerungsabkommen den Quellensteuerabzug auf 5\u00a0v.H. der Lizenzgeb\u00fchren begrenzt (Art.\u00a015 Abs.\u00a03 Satz\u00a02 DBA\u00a0Luxemburg 1958), l\u00e4sst sich nichts Abweichendes ableiten. Weder diese abkommensrechtliche Regelung noch der weitere Umstand, dass die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin im Rahmen ihrer Steuerveranlagung im Ans\u00e4ssigkeitsstaat die deutsche Abzugsteuer steuermindernd ber\u00fccksichtigen kann, ber\u00fchrt die unionsrechtlich gepr\u00e4gte Ausgestaltung des (inl\u00e4ndischen) Quellensteuerabzugs f\u00fcr den Angeh\u00f6rigen des anderen Mitgliedstaats. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass ein Ausgleich im Sitzstaat einschr\u00e4nkungslos f\u00fcr alle Fallgruppen bei der im Streitfall einschl\u00e4gigen Steueranrechnung (Art.\u00a020 Abs.\u00a03 DBA Luxemburg 1958) sichergestellt w\u00e4re; nur ein solches Ergebnis k\u00f6nnte den unionsrechtlichen Ma\u00dfgaben entsprechen (s. z.B. EuGH-Urteil vom 20.\u00a0Oktober 2011 C-284\/09 &#8222;Kommission\/Deutschland&#8220;, IStR 2011, 840 Rz\u00a062\u00a0ff.; Senatsurteil vom 11.\u00a0Januar 2012 I\u00a0R\u00a025\/10, IStR 2012, 340, zur amtlichen Ver\u00f6ffentlichung bestimmt; s.a. EuGH-Urteil vom 8.\u00a0November 2007 C-379\/05 &#8222;Amurta&#8220;, Slg. 2007, I-9569, und im Anschluss daran Senatsurteil vom 22.\u00a0April 2009 I\u00a0R\u00a053\/07, BFHE 224, 556, BFH\/NV 2009, 1543, sowie insb. Rainer, IStR 2007, 860 zu 4. und 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>f) Die in Rede stehenden Lizenzgeb\u00fchren (Zahlungen der X S.A. an die jeweiligen Lizenzgl\u00e4ubigerinnen) stehen in dem geltend gemachten Umfang in dem notwendigen unmittelbaren Zusammenhang zu den daraus erzielten inl\u00e4ndischen Einnahmen der X S.A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Von einem unmittelbaren Zusammenhang in diesem Sinne ist auszugehen, wenn eine untrennbare Verbindung zwischen der Aufwendung und der T\u00e4tigkeit zur Erzielung dieser Eink\u00fcnfte besteht. Die Ausgaben m\u00fcssen durch die T\u00e4tigkeit verursacht werden und damit f\u00fcr deren Aus\u00fcbung erforderlich sein. Das ist der Fall, wenn die Verpflichtung zur Zahlung dieser Aufwendungen notwendige Voraussetzung daf\u00fcr war, dass der Steuerpflichtige die in Deutschland zu versteuernden Eink\u00fcnfte erzielen konnte (vgl. EuGH-Urteil in IStR 2011, 301 Rz\u00a045; Senatsurteil in BFHE 234, 292; Gosch in Kirchhof, a.a.O., \u00a7\u00a050a Rz\u00a023; ders., BFH\/PR 2012, 50, 51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Die Abf\u00fchrungsverpflichtung der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin mindert danach die Bemessungsgrundlage der Abzugsteuer. Denn soweit die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, im eigenen Namen im Inland die streitgegenst\u00e4ndlichen Einnahmen zu erzielen, Aufwendungen leisten musste, sind diese Aufwendungen gerade durch die konkrete inl\u00e4ndische steuerpflichtige T\u00e4tigkeit ausgel\u00f6st worden. Es handelt sich nicht um Erwerbsaufwand allgemeiner Art zur &#8222;Anschaffung&#8220; des Gestattungsrechts. Insbesondere hatte die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin keine Verg\u00fctungen daf\u00fcr zu leisten, dass sie durch die Rahmenvereinbarung mit der Kl\u00e4gerin eine \u00dcberlassungsleistung in das Inland erm\u00f6glichte. Vielmehr versetzen erst die konkrete Lizenzierung der einzelnen Filme auf der Grundlage der sog. Nominierungsvereinbarung und die daf\u00fcr entstandenen Aufwendungen die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin in die Lage, die konkrete \u00dcberlassungsleistung gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin zu erbringen. Das FG hat nicht festgestellt, dass die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin mit Blick auf die konkreten Filme weitere Lizenzen vergeben hat. Insoweit handelt es sich damit nicht um &#8222;Gemeinkosten&#8220;, welche jedenfalls im Grundsatz keinen ausreichend engen Zusammenhang zur konkreten Leistung aufweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Die Lizenzaufwendungen und deren unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit den daraus generierten Einnahmen hat die Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin der Kl\u00e4gerin mitgeteilt und durch die Vorlage des jeweiligen Lizenzvertrages bzw. der Nominierungsvereinbarung, die eine entsprechende Zahlungsverpflichtung vorsieht, in hinl\u00e4nglicher und nachvollziehbarer Weise dargetan. Es besteht zwischen den Beteiligten auch kein Streit dar\u00fcber, dass die entsprechenden Zahlungen von der Verg\u00fctungsgl\u00e4ubigerin tats\u00e4chlich geleistet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Die Berechnung der Bemessungsgrundlage der Abzugsteuer, die dem Revisionsantrag zugrunde liegt, l\u00e4sst keine Rechtsfehler erkennen. Unter Anwendung des allgemeinen K\u00f6rperschaftsteuersatzes in den Streitjahren von 25\u00a0v.H. (zuz\u00fcglich Solidarit\u00e4tszuschlag in H\u00f6he von 5,5\u00a0v.H. auf die K\u00f6rperschaftsteuer) auf die Nettoeink\u00fcnfte ergibt sich der von der Kl\u00e4gerin beantragte Herabsetzungsbetrag. Auch die im Freistellungsbescheid des BfF angef\u00fchrte Obergrenze von 5\u00a0v.H. der Einnahmen wird nicht \u00fcberschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Der Senat sieht keinen Anlass, das Verfahren auszusetzen und abermals eine Vorabentscheidung des EuGH einzuholen. Es gilt das dazu im Senatsurteil in BFHE 234, 292 Ausgef\u00fchrte entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6. Die Vorinstanz hat eine abweichende Rechtsauffassung vertreten. Ihr Urteil war aufzuheben, und der Klage ist zu entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7\u00a0135 Abs.\u00a01 FGO. Eine Kostenbelastung der Kl\u00e4gerin kommt nicht in Betracht; der im Revisionsverfahren geltend gemachte Herabsetzungsbetrag entspricht dem (gegen\u00fcber dem urspr\u00fcnglichen Begehren in den ge\u00e4nderten Steueranmeldungen geminderten) Herabsetzungsbegehren, das Gegenstand der angefochtenen Entscheidung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2012, I R 76\/10 (Ber\u00fccksichtigung von Ausgaben beim Steuerabzug gem\u00e4\u00df \u00a7 50a Abs 4 Nr. 3 EStG) Tatbestand 1 I. Streitig ist die Ermittlung der Bemessungsgrundlage f\u00fcr einen Abzug von K\u00f6rperschaftsteuer gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a050a Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a03 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) i.V.m. \u00a7\u00a031 Abs.\u00a01 des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002). 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