{"id":51309,"date":"2013-03-19T10:47:09","date_gmt":"2013-03-19T08:47:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=51309"},"modified":"2013-06-26T11:02:34","modified_gmt":"2013-06-26T09:02:34","slug":"xi-r-45-10-zur-umsatzsteuerfreiheit-der-von-einem-altenwohnheim-erbrachten-leistungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-45-10-zur-umsatzsteuerfreiheit-der-von-einem-altenwohnheim-erbrachten-leistungen\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;45\/10 &#8211; Zur Umsatzsteuerfreiheit der von einem Altenwohnheim erbrachten Leistungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.3.2013, XI R 45\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Umsatzsteuerfreiheit der von einem Altenwohnheim erbrachten Leistungen<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die mit dem Betrieb eines von einem gewerblichen Unternehmer betriebenen Altenwohnheims eng verbundenen Ums\u00e4tze sind nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. d UStG u.a. dann umsatzsteuerfrei, wenn im vorangegangenen Kalenderjahr mindestens 40 % der Leistungen Kranken und behinderten Menschen zugute gekommen sind, die in einem vom Gesetz n\u00e4her bestimmten Ma\u00df der Hilfe bed\u00fcrfen. Dass diesen Personen eine Pflegestufe zuerkannt wurde, ist nicht erforderlich.<\/p>\n<p>2. Die Steuerbefreiung nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. d UStG darf nicht von einer Bedingung abh\u00e4ngig gemacht werden, die nicht geeignet ist, die Gleichbehandlung s\u00e4mtlicher unter das Privatrecht fallenden Betreiber von Altenwohnheimen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob die Ums\u00e4tze der Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) aus dem Betrieb eines Altenwohnheims von der Umsatzsteuer befreit sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin, eine GmbH, betrieb ein als gemeinn\u00fctzige K\u00f6rperschaft anerkanntes Altenwohnheim (&#8222;Senioren-Wohnstift&#8220;). Sie \u00fcberlie\u00df dem jeweiligen Bewohner auf der Grundlage eines Heimvertrages eine abgeschlossene unm\u00f6blierte Wohnung mit eingebauten K\u00fcchenelementen, die \u00fcber eine eigene Klingel, ein Namensschild, eigenen Telefonanschluss, Briefkasten und Kelleranteil verf\u00fcgte. Zu den ferner von der Kl\u00e4gerin erbrachten sog. Grundleistungen geh\u00f6rte die \u00dcberlassung eines Telefons, eine Notruf- und Pflegebereitschaft rund um die Uhr, die regelm\u00e4\u00dfige Grundreinigung der Wohnung, die Vorhaltung der Gemeinschaftsr\u00e4ume und -anlagen (Bibliothek, Gymnastikraum, Kapelle, Seelsorge, Hallenbad), ein t\u00e4gliches Mittagessen im Speisesaal einschlie\u00dflich Bedienung sowie die Betreuung und Pflege im Krankheits- und Pflegefall bis zu einer Gesamtdauer von 14\u00a0Tagen im Jahr. F\u00fcr dar\u00fcber hinaus in Anspruch genommene Pflegeleistungen war ein gesondertes Entgelt zu entrichten. Die Kl\u00e4gerin rechnete gegen\u00fcber der Pflegekasse ab, soweit von dieser Leistungen gew\u00e4hrt wurden, und im \u00dcbrigen direkt mit den Bewohnern des Senioren-Wohnstifts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr 2001 standen insgesamt 302\u00a0Wohnungen sowie weitere 10\u00a0Zimmer in der Pflegestation zur Verf\u00fcgung. Nach den dem Gesundheitsamt als Heimaufsicht vorgelegten Meldungen wurde regelm\u00e4\u00dfig etwa 10 bis 20 Bewohnern eine Pflegestufe zuerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war der Ansicht, dass die von der Kl\u00e4gerin vorgelegten \u00e4rztlichen Bescheinigungen, in denen jeweils eine Pflegebed\u00fcrftigkeit des betreffenden Heimbewohners i.S. des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 des Bundessozialhilfegesetzes in der im Streitjahr 2001 geltenden Fassung (BSHG) best\u00e4tigt worden war, nicht geeignet seien, die Voraussetzungen des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d des Umsatzsteuergesetzes in der f\u00fcr das Streitjahr 2001 ma\u00dfgebenden Fassung (UStG) nachzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dementsprechend behandelte das FA im Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 2001 nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &#8222;die Pflegeerl\u00f6se einschlie\u00dflich Verpflegung und diverser Nebenums\u00e4tze&#8220; als steuerpflichtig. Es unterwarf die ermittelten steuerpflichtigen Leistungen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a012 Nr.\u00a08 Buchst.\u00a0a UStG dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz und zog anhand der eingereichten Gewinn- und Verlustrechnung gesch\u00e4tzte Vorsteuer ab. Die von der Kl\u00e4gerin vereinnahmten Zinsertr\u00e4ge und die Erl\u00f6se aus der Vermietung der Wohnungen behandelte das FA als steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG wies die nach im Wesentlichen erfolglosen Vorverfahren erhobene Klage der Kl\u00e4gerin als unbegr\u00fcndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es f\u00fchrte zur Begr\u00fcndung aus, die Voraussetzungen f\u00fcr eine Steuerbefreiung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG seien nicht erf\u00fcllt. Die von der Kl\u00e4gerin erbrachten Leistungen seien nicht zu mindestens 40\u00a0% den in \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG oder den in \u00a7\u00a053 Nr.\u00a02 der Abgabenordnung (AO) genannten Personen zugute gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die von der Kl\u00e4gerin vorgelegten \u00e4rztlichen Bescheinigungen enthielten keine Angaben dazu, ob und in welchem Ma\u00dfe Pflegeleistungen f\u00fcr die betreffenden Heimbewohner erforderlich gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar k\u00f6nne als wahr unterstellt werden, dass die Mehrheit der Bewohner des Senioren-Wohnstifts Hilfe bei den Verrichtungen des t\u00e4glichen Lebens in Anspruch nehmen m\u00fcsse. Die von der Kl\u00e4gerin insoweit erbrachten \u00fcblichen Betreuungs- und Versorgungsleistungen lie\u00dfen jedoch keine Schlussfolgerung dahingehend zu, dass die Personen, die diese Leistungen im Streitjahr 2001 in Anspruch genommen h\u00e4tten, pflegebed\u00fcrftig i.S. des \u00a7\u00a015 des Elften Buchs Sozialgesetzbuch (SGB\u00a0XI) gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Vorentscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 1025 ver\u00f6ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie beruft sich f\u00fcr die Steuerfreiheit der streitigen Ums\u00e4tze unmittelbar auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) &#8211;nunmehr Art.\u00a0132 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.\u00a0November 2006 \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL)&#8211;. Die von ihr erbrachten Leistungen seien eng mit der sozialen Sicherheit verbunden und ihrer Art nach von den Krankenkassen oder anderen Einrichtungen der sozialen Sicherheit \u00fcbernehmbar gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Steuerbefreiung nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG k\u00f6nne bei Beachtung des Gebots der steuerlichen Neutralit\u00e4t nicht deswegen versagt werden, weil der nationale Gesetzgeber &#8211;nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG&#8211; verlange, dass im vorangegangenen Kalenderjahr mindestens 40\u00a0% der erbrachten Leistungen den in \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG genannten Personen zugute gekommen sein m\u00fcssten. Mit \u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 Satz\u00a01 UStG habe der nationale Gesetzgeber f\u00fcr die Steuerfreiheit der Leistungen amtlich anerkannter Verb\u00e4nde der freien Wohlfahrtspflege und deren Mitglieder Bedingungen aufgestellt, die von denen des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG ma\u00dfgeblich abwichen. Sie, die Kl\u00e4gerin, sei nach Abschluss der im Streitfall durchgef\u00fchrten Au\u00dfenpr\u00fcfung dem Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband beigetreten und habe dadurch ab 2005 die Steuerbefreiung nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 UStG erreicht, obwohl sich an den von ihr erbrachten Leistungen der Art nach nichts ge\u00e4ndert habe. F\u00fcr die Jahre 2005 und 2006 habe inzwischen eine weitere Au\u00dfenpr\u00fcfung stattgefunden, in der die Steuerfreiheit der Ums\u00e4tze nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 UStG gepr\u00fcft und best\u00e4tigt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die streitigen Ums\u00e4tze seien dar\u00fcber hinaus auch nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG steuerfrei. Die einschr\u00e4nkende Voraussetzung, nach der bei Altenwohnheimen im vorangegangenen Kalenderjahr mindestens 40\u00a0% der Leistungen den in \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG genannten Personen zugute gekommen sein m\u00fcssten, sei vorliegend erf\u00fcllt, weil f\u00fcr die Pflegebed\u00fcrftigkeit nach \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG eine einfache Pflegebed\u00fcrftigkeit der Betroffenen im Sinne der Pflegestufe\u00a00 ausreiche. Auf eine gesteigerte Hilfsbed\u00fcrftigkeit im Sinne der Pflegestufen nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 SGB XI oder der in \u00a7\u00a068 Abs.\u00a03 BSHG nachgewiesenen Krankheiten oder Behinderungen komme es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Ergehen des Urteils des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 15.\u00a0November 2012 C-174\/11 &#8211;Zimmermann&#8211; (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2013, 35, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2013, 84) bringt die Kl\u00e4gerin vor, dass diese Entscheidung ihre Rechtsauffassung best\u00e4tige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr 2001 vom 31.\u00a0M\u00e4rz 2008 dahingehend zu \u00e4ndern, dass die Umsatzsteuer auf 0\u00a0EUR festgesetzt wird, hilfsweise die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur\u00fcckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es tritt dem Revisionsvorbringen entgegen und f\u00fchrt u.a. aus, soweit die Kl\u00e4gerin sich unmittelbar auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG berufe, k\u00f6nnten danach nur diejenigen Leistungen von der Umsatzsteuer befreit sein, die eng mit der Sozialf\u00fcrsorge oder der sozialen Sicherheit verbunden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin habe mit der Vermietung von Wohnraum, Bereitstellung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Hallenbad oder Bibliothek, Gew\u00e4hrung eines t\u00e4glichen Mittagessens in einem Restaurant, Pflegeleistungen im Krankheitsfall etc. unterschiedliche Leistungen erbracht. Das FG habe &#8211;von seinem Rechtsstandpunkt aus zu Recht&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen, ob und ggf. welche der von der Kl\u00e4gerin erbrachten Dienstleistungen und Lieferungen die Voraussetzungen von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG unter Beachtung von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0b der Richtlinie 77\/388\/EWG erf\u00fcllt h\u00e4tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl\u00e4gerin ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Versagung der Steuerbefreiung der streitigen Ums\u00e4tze verletzt \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG. Die Sache ist nicht spruchreif; es sind weitere Feststellungen zu treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG waren von den unter \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 UStG fallenden Ums\u00e4tzen steuerfrei u.a. &#8222;die mit dem Betrieb &#8230; der Altenheime, Altenwohnheime, Pflegeheime &#8230; eng verbundenen Ums\u00e4tze, wenn<br \/>\na) diese Einrichtungen von juristischen Personen des \u00f6ffentlichen Rechts betrieben werden&#8220; &#8211;was im Streitfall ausscheidet&#8211; &#8222;oder<br \/>\n&#8230;<br \/>\nd) &#8230; im vorangegangenen Kalenderjahr mindestens 40 vom Hundert der Leistungen den in \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 des Bundessozialhilfegesetzes oder den in \u00a7\u00a053 Nr.\u00a02 der Abgabenordnung genannten Personen zugute gekommen sind&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG &#8211;nunmehr \u00a7\u00a061 Abs.\u00a01 des Zw\u00f6lften Buchs Sozialgesetzbuch&#8211; ist Personen, die wegen einer k\u00f6rperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung f\u00fcr die gew\u00f6hnlichen und regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des t\u00e4glichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich f\u00fcr mindestens sechs Monate, in erheblichem oder h\u00f6herem Ma\u00dfe der Hilfe bed\u00fcrfen, Hilfe zur Pflege zu gew\u00e4hren (\u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BSHG). Hilfe zur Pflege ist auch Kranken und behinderten Menschen zu gew\u00e4hren, die voraussichtlich f\u00fcr weniger als sechs Monate der Pflege bed\u00fcrfen oder einen geringeren Hilfebedarf als nach \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BSHG haben oder die der Hilfe f\u00fcr andere Verrichtungen als nach \u00a7\u00a068 Abs.\u00a05 BSHG bed\u00fcrfen; f\u00fcr die Hilfe in einer Anstalt, einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung oder in einer Einrichtung zur teilstation\u00e4ren Betreuung gilt dies nur, wenn es nach der Besonderheit des Einzelfalles erforderlich ist, insbesondere ambulante oder teilstation\u00e4re Hilfen nicht zumutbar sind oder nicht ausreichen (\u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Gew\u00f6hnliche und regelm\u00e4\u00dfig wiederkehrende Verrichtungen i.S. des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG sind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a068 Abs.\u00a05 BSHG:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8222;1<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">im Bereich der K\u00f6rperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das K\u00e4mmen, Rasieren, die Darm- und Blasenentleerung,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">im Bereich der Ern\u00e4hrung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">3.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">im Bereich der Mobilit\u00e4t das selbst\u00e4ndige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">4.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Sp\u00fclen, Wechseln und Waschen der W\u00e4sche und Kleidung oder das Beheizen.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die ferner von \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG in Bezug genommene Vorschrift des \u00a7\u00a053 Nr.\u00a02 AO nennt in der im Streitjahr geltenden Fassung Personen, deren Bez\u00fcge nicht h\u00f6her sind als das Vierfache des Regelsatzes der Sozialhilfe i.S. des \u00a7\u00a022 BSHG; beim Alleinstehenden oder Haushaltsvorstand tritt an die Stelle des Vierfachen das F\u00fcnffache des Regelsatzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG beruht auf Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG, der mit den Nachfolgebestimmungen in Art.\u00a0131 und Art.\u00a0132 Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g MwStSystRL identisch ist. Danach befreien unbeschadet sonstiger Vorschriften &#8222;die Mitgliedstaaten unter den Bedingungen, die sie zur Gew\u00e4hrleistung einer korrekten und einfachen Anwendung der nachstehenden Befreiungen sowie zur Verh\u00fctung von Steuerhinterziehungen, Steuerumgehungen und etwaigen Missbr\u00e4uchen festsetzen, von der Steuer:<br \/>\n&#8230;<br \/>\ng) die eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und sozialen Sicherheit verbundenen Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst\u00e4nden, einschlie\u00dflich derjenigen der Altenheime, durch Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts oder andere von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtungen mit sozialem Charakter anerkannte Einrichtungen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Mitgliedstaaten k\u00f6nnen nach Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0a der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.\u00a0133 MwStSystRL&#8211; die Gew\u00e4hrung der u.a. unter Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Befreiung f\u00fcr Einrichtungen, die keine Einrichtungen des \u00f6ffentlichen Rechts sind, von Fall zu Fall von der Erf\u00fcllung einer oder mehrerer n\u00e4her bezeichneter Bedingungen abh\u00e4ngig machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die Verneinung der Voraussetzungen des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG i.V.m. \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG durch das FG h\u00e4lt revisionsrechtlicher Pr\u00fcfung nicht stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat insoweit ausgef\u00fchrt, die Voraussetzungen des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG seien nicht gegeben, weil unstreitig weniger als 40\u00a0% der Bewohner des von der Kl\u00e4gerin betriebenen Seniorenstifts vom Medizinischen Dienst eine Pflegestufe zuerkannt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch die Voraussetzungen des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG l\u00e4gen nicht vor, weil eine Kosten\u00fcbernahme des Sozialversicherungstr\u00e4gers f\u00fcr die Pflege dieses Personenkreises, also von Kranken und behinderten Menschen, die f\u00fcr weniger als sechs Monate der Pflege bed\u00fcrfen oder einen geringeren Hilfebedarf als nach \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 BSHG haben oder die der Hilfe f\u00fcr andere Verrichtungen als nach \u00a7\u00a068 Abs.\u00a05 BSHG bed\u00fcrfen, nicht erfolgt sei. Die Vorschrift des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG setze jedoch voraus, dass eine Kosten\u00fcbernahme des Sozialversicherungstr\u00e4gers stattgefunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Diese Begr\u00fcndung des FG verletzt \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift setzt &#8211;anders als etwa \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG&#8211; gerade keine Kosten\u00fcbernahme des Sozialversicherungstr\u00e4gers voraus (zutreffend FG N\u00fcrnberg, Urteil vom 30.\u00a0M\u00e4rz 2010\u00a0\u00a02\u00a0K\u00a01743\/2008, EFG 2011, 391, rkr., unter 3.b), sondern stellt lediglich auf einen bestimmten Personenkreis ab, dem die Leistungen zugute gekommen sein m\u00fcssen, n\u00e4mlich Personen, die entweder k\u00f6rperlich hilfsbed\u00fcrftig sind (\u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG) oder die &#8211;was im Streitfall ausscheidet&#8211; wirtschaftlich hilfsbed\u00fcrftig sind (\u00a7\u00a053 Nr.\u00a02 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) betrifft die Befreiungsvorschrift des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG Leistungen, die eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und der sozialen Sicherheit verbunden sind. Sie bezweckt die Entlastung der Sozialversicherungstr\u00e4ger als Kostentr\u00e4ger f\u00fcr ihre Versicherten und &#8211;insoweit entsprechend&#8211; aber auch die Entlastung der selbst zahlenden Privatpatienten von der Umsatzsteuer (vgl. BFH-Urteil vom 23.\u00a0Oktober 2003 V\u00a0R\u00a024\/00, BFHE 203, 523, BStBl II 2004, 89, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit diesem (doppelten) Zweck der Vorschrift ist die ausnahmslos auf die Notwendigkeit einer Kosten\u00fcbernahme durch den Sozialversicherungstr\u00e4ger abstellende Auffassung des FG nicht zu vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Der Senat kann aufgrund der bisher vom FG getroffenen Feststellungen nicht beurteilen, ob die Voraussetzungen des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG i.V.m. \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG im Streitfall vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Fraglich ist, ob und in welchem Umfang die Bewohner des Senioren-Wohnstifts der Kl\u00e4gerin k\u00f6rperlich hilfsbed\u00fcrftig i.S. des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat insoweit die von der Kl\u00e4gerin vorgelegten Bescheinigungen der \u00c4rzte nicht ausreichen lassen, weil es der Auffassung war, es m\u00fcsse bei den Bewohnern eine &#8222;Pflegebed\u00fcrftigkeit nach \u00a7\u00a015 SGB XI&#8220; &#8211;also eine der drei dort genannten Pflegestufen&#8211; vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>38<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 SGB XI sind pflegebed\u00fcrftige Personen f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von Leistungen nach diesem Gesetz einer der folgenden drei Pflegestufen zuzuordnen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>39<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left: 36;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;1. Pflegebed\u00fcrftige der Pflegestufe\u00a0I (erheblich Pflegebed\u00fcrftige) sind Personen, die bei der K\u00f6rperpflege, der Ern\u00e4hrung oder der Mobilit\u00e4t f\u00fcr wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal t\u00e4glich der Hilfe bed\u00fcrfen und zus\u00e4tzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung ben\u00f6tigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>40<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left: 36;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Pflegebed\u00fcrftige der Pflegestufe II (Schwerpflegebed\u00fcrftige) sind Personen, die bei der K\u00f6rperpflege, der Ern\u00e4hrung oder der Mobilit\u00e4t mindestens dreimal t\u00e4glich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bed\u00fcrfen und zus\u00e4tzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung ben\u00f6tigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>41<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left: 36;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Pflegebed\u00fcrftige der Pflegestufe III (Schwerstpflegebed\u00fcrftige) sind Personen, die bei der K\u00f6rperpflege, der Ern\u00e4hrung oder der Mobilit\u00e4t t\u00e4glich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bed\u00fcrfen und zus\u00e4tzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung ben\u00f6tigen.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>42<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Diese Auffassung des FG entspricht nicht der Rechtslage, weil weder \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG noch \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG auf \u00a7\u00a015 SGB XI verweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>43<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es reicht f\u00fcr die Anwendbarkeit des \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG vielmehr eine (einfache) Pflegebed\u00fcrftigkeit i.S. von \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG bei dem entsprechenden Personenkreis aus; sie kann auch vorliegen, wenn keine Pflegestufe i.S. von \u00a7\u00a015 SGB XI nachgewiesen wurde (zutreffend FG N\u00fcrnberg, Urteil in EFG 2011, 391, unter 3.d, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>44<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch nach den im Streitjahr 2001 geltenden Umsatzsteuer-Richtlinien (UStR) war f\u00fcr die Annahme einer Pflegebed\u00fcrftigkeit i.S. des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG das Vorliegen einer Pflegestufe nicht erforderlich (vgl. Abschn.\u00a099 Abs.\u00a03 und 4 UStR 2000).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>45<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat kann als Revisionsgericht die entsprechende Pr\u00fcfung der Voraussetzungen des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG nicht selbst vornehmen, weil das FG die \u00e4rztlichen Bescheinigungen nicht in Bezug genommen hat (vgl. dazu Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0118 Rz\u00a037; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, \u00a7\u00a0118 FGO Rz\u00a083; Lange in H\u00fcbschmann\/Hepp\/Spitaler, \u00a7\u00a0118 FGO Rz\u00a0217\u00a0f.) und deren Inhalt nur pauschal wiedergegeben hat (vgl. \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>46<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat zwar ausgef\u00fchrt, &#8222;die Mehrheit der Bewohner&#8220; m\u00fcsse &#8222;sicherlich infolge ihres Alters und Gesundheitszustandes Hilfe bei den Verrichtungen des t\u00e4glichen Lebens, beispielsweise im Bereich der K\u00f6rperpflege und bei Einschr\u00e4nkungen der Mobilit\u00e4t (vgl. \u00a7\u00a068 Abs.\u00a05 BSHG) in Anspruch nehmen.&#8220; Das Gericht habe diesen Vortrag der Kl\u00e4gerin als wahr unterstellen k\u00f6nnen und habe &#8222;deswegen von der Einvernahme der im Schriftsatz vom 3.\u00a0April 2010 angebotenen Zeugen zur Beweiskraft der \u00e4rztlichen Bescheinigungen sowie Art und Umfang der indizierten und ausgef\u00fchrten Pflegeleistungen abgesehen.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>47<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat neigt dazu, diese Wahrunterstellung des FG nicht als Feststellung i.S. von \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO anzusehen, aus der sich mit hinreichender Klarheit ergibt, dass bei mindestens 40\u00a0% der Bewohner des Senioren-Wohnstifts der Kl\u00e4gerin die Voraussetzungen des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG vorgelegen h\u00e4tten. Jedenfalls besteht auch unabh\u00e4ngig davon im Streitfall aus nachfolgenden Gr\u00fcnden weiterer Feststellungsbedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>48<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Sollten &#8211;was dem Senat naheliegend erscheint&#8211; die Voraussetzungen des \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 BSHG bei den Bewohnern des Senioren-Wohnstifts der Kl\u00e4gerin vorgelegen haben und mindestens 40\u00a0% der Leistungen der Kl\u00e4gerin diesem Personenkreis zugute gekommen sein, ist es nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG erforderlich, dass diese Bedingung in dem Kalenderjahr, das dem Streitjahr 2001 vorausging &#8211;also im Jahr 2000&#8211; erf\u00fcllt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>49<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Jedenfalls zu den danach ma\u00dfgebenden Verh\u00e4ltnissen des Vorjahres (vgl. dazu EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a038 bis 41) fehlen Feststellungen des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>50<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Zudem muss das FG pr\u00fcfen, ob s\u00e4mtliche der streitigen Leistungen, f\u00fcr die die Kl\u00e4gerin die Steuerbefreiung begehrt, unter \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>51<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Feststellung des FG hierzu, im Streitfall gehe es um die &#8222;Pflegeerl\u00f6se einschlie\u00dflich Verpflegung und diverser Nebenums\u00e4tze&#8220; ist unklar. Weitere Feststellungen dazu hat das FG nicht getroffen &#8211; entgegen der Ansicht der Kl\u00e4gerin auch nicht durch eine wirksame Bezugnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>52<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bei der vorzunehmenden Pr\u00fcfung ist davon auszugehen, dass &#8222;eng verbunden&#8220; i.S. des Eingangssatzes zu \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 UStG jede Leistung ist, die f\u00fcr die Pflege und Versorgung dieses Personenkreises unerl\u00e4sslich ist (vgl. BFH-Urteil vom 30.\u00a0Juli 2008 XI\u00a0R\u00a061\/07, BFHE 222, 134, BStBl II 2009, 68, unter II.1.b, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>53<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dabei ist vom FG ggf. zu pr\u00fcfen, ob die streitigen Leistungen der Kl\u00e4gerin an die Bewohner des Senioren-Wohnstifts umsatzsteuerrechtlich als eine einheitliche Leistung zu qualifizieren sind (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 20.\u00a0August 2009 V\u00a0R\u00a021\/08, BFH\/NV 2010, 473, unter II.1.a; vom 8.\u00a0Juni 2011 XI\u00a0R\u00a022\/09, BFHE 234, 448, Rz\u00a029\u00a0ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>54<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Soweit danach die streitigen Ums\u00e4tze nicht schon nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG i.V.m. \u00a7\u00a068 Abs.\u00a01 BSHG steuerfrei sind, wird das FG unter Ber\u00fccksichtigung des EuGH-Urteils &#8211;Zimmermann&#8211; (UR 2013, 35, HFR 2013, 84) pr\u00fcfen m\u00fcssen, ob Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG eine Steuerfreiheit rechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>55<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Ein Steuerpflichtiger kann sich auf die in Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehene Steuerbefreiung vor einem nationalen Gericht berufen, um sich einer nationalen Regelung zu widersetzen, die mit dieser Bestimmung unvereinbar ist (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a032, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>56<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ficht ein Steuerpflichtiger &#8211;wie hier die Kl\u00e4gerin&#8211; die Nichtanerkennung der Eigenschaft als Einrichtung mit sozialem Charakter i.S. von Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG an, haben die nationalen Gerichte zu pr\u00fcfen, ob die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden die Grenzen des ihnen in diesem Artikel einger\u00e4umten Ermessens unter Beachtung der Grunds\u00e4tze des Unionsrechts eingehalten haben, einschlie\u00dflich insbesondere des Grundsatzes der Gleichbehandlung, der im Mehrwertsteuerbereich im Grundsatz der steuerlichen Neutralit\u00e4t zum Ausdruck kommt (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a033, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>57<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Wie der EuGH in der Rechtssache &#8211;Zimmermann&#8211; (UR 2013, 35, HFR 2013, 84) zu einem ambulanten Pflegedienst bezogen auf die Steuerbefreiung nach \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG entschieden hat, &#8222;darf die nationale Regelung im Rahmen der Umsetzung der in Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Sechsten Richtlinie vorgesehenen Befreiung keine sachlich unterschiedlichen Bedingungen f\u00fcr Einheiten mit Gewinnerzielungsabsicht einerseits und die unter \u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 UStG fallenden juristischen Personen ohne Gewinnerzielungsabsicht andererseits vorsehen&#8220; (Rz\u00a058). Folglich stehe Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG, lege man ihn im Licht des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit\u00e4t aus, einer Grenze wie der Zwei-Drittel-Grenze (in \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0e UStG) entgegen, &#8222;soweit sie im Zusammenhang mit Leistungen, die im Wesentlichen identisch sind, im Hinblick auf die Anerkennung des &#8217;sozialen Charakters&#8216; im Sinne dieser Vorschrift auf bestimmte unter das Privatrecht fallende Steuerpflichtige angewandt wird, auf andere aber nicht&#8220; (Rz\u00a059).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>58<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Ob dies im Streitjahr 2001 auch auf die Steuerbefreiung f\u00fcr Altenwohnheime in \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG zutraf, weil von der Finanzverwaltung bei gleichen Leistungen unterschiedliche Anerkennungsvoraussetzungen angewendet wurden, muss das FG pr\u00fcfen &#8211; entsprechende Feststellungen sind im Streitfall noch nicht getroffen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>59<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr die Praktizierung unterschiedlicher Anerkennungsvoraussetzungen spricht, dass die Kl\u00e4gerin &#8211;wie sie unwidersprochen vorbringt&#8211; nachdem sie dem Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband beigetreten war, ab 2005 die Steuerbefreiung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Nr.\u00a018 UStG erreicht hat, obwohl sich an den von ihr erbrachten Leistungen der Art nach nichts ge\u00e4ndert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>60<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Das FG muss ferner ggf. pr\u00fcfen, ob die streitigen Leistungen (ganz oder zum Teil) &#8222;eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen [oder] Lieferungen von Gegenst\u00e4nden&#8220; sind (vgl. dazu EuGH-Urteil &#8211;Zimmermann&#8211; in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz\u00a022 bis 24, m.w.N.; Senatsurteil vom 1.\u00a0Dezember 2010 XI\u00a0R\u00a046\/08, BFHE 232, 232, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>61<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>e) Soweit die Kl\u00e4gerin eng mit der Sozialf\u00fcrsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistungen oder Lieferungen von Gegenst\u00e4nden erbracht hat, wird das FG im zweiten Rechtsgang auch Feststellungen zur Anerkennung der Kl\u00e4gerin als soziale Einrichtung i.S. des Art.\u00a013 Teil\u00a0A Abs.\u00a01 Buchst.\u00a0g der Richtlinie 77\/388\/EWG treffen m\u00fcssen &#8211; falls entsprechend den vorstehenden Darlegungen die in \u00a7\u00a04 Nr.\u00a016 Buchst.\u00a0d UStG aufgestellten Anerkennungsvoraussetzungen wegen Versto\u00dfes gegen den Neutralit\u00e4tsgrundsatz nicht anwendbar sein sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>62<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Nach der EuGH-Rechtsprechung sind hierbei mehrere Gesichtspunkte zu ber\u00fccksichtigen. Zu ihnen k\u00f6nnen z\u00e4hlen (vgl. EuGH-Urteil\u00a0\u00a0\u00a0Zimmermann\u00a0\u00a0\u00a0in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz 31, m.w.N.)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">das Bestehen spezifischer Vorschriften\u00a0\u00a0\u00a0seien es nationale oder regionale, Rechts\u00a0\u00a0oder Verwaltungsvorschriften, Steuervorschriften oder Vorschriften im Bereich der sozialen Sicherheit\u00a0\u00a0,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">das mit den T\u00e4tigkeiten des betreffenden Steuerpflichtigen verbundene Gemeinwohlinteresse,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">die Tatsache, dass andere Steuerpflichtige mit den gleichen T\u00e4tigkeiten bereits in den Genuss einer \u00e4hnlichen Anerkennung kommen, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">der Gesichtspunkt, dass die Kosten der fraglichen Leistungen unter Umst\u00e4nden zum gro\u00dfen Teil von Krankenkassen oder anderen Einrichtungen der sozialen Sicherheit \u00fcbernommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>63<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>f) Schlie\u00dflich hat das FG im zweiten Rechtsgang die Anforderungen von Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchst. b der Richtlinie 77\/388\/EWG zu ber\u00fccksichtigen (vgl. EuGH-Urteil\u00a0\u00a0\u00a0Zimmermann\u00a0\u00a0\u00a0in UR 2013, 35, HFR 2013, 84, Rz 60 bis 62).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>64<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Danach ist die in Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. g der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehene Steuerbefreiung ausgeschlossen, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">die betreffenden Lieferungen oder Dienstleistungen zur Aus\u00fcbung der von der Steuer befreiten T\u00e4tigkeiten nicht unerl\u00e4sslich sind (Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchst. b erster Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG) oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: right;\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">sie im Wesentlichen dazu bestimmt sind, der Einrichtung zus\u00e4tzliche Einnahmen durch T\u00e4tigkeiten zu verschaffen, die in unmittelbarem Wettbewerb mit T\u00e4tigkeiten von der Mehrwertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen durchgef\u00fchrt werden (Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchst. b zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.3.2013, XI R 45\/10 Zur Umsatzsteuerfreiheit der von einem Altenwohnheim erbrachten Leistungen Leits\u00e4tze 1. Die mit dem Betrieb eines von einem gewerblichen Unternehmer betriebenen Altenwohnheims eng verbundenen Ums\u00e4tze sind nach \u00a7 4 Nr. 16 Buchst. d UStG u.a. dann umsatzsteuerfrei, wenn im vorangegangenen Kalenderjahr mindestens 40 % der Leistungen Kranken und behinderten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-45-10-zur-umsatzsteuerfreiheit-der-von-einem-altenwohnheim-erbrachten-leistungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;45\/10 &#8211; Zur Umsatzsteuerfreiheit der von einem Altenwohnheim erbrachten Leistungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-51309","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51309\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}