{"id":52187,"date":"2013-06-28T16:52:09","date_gmt":"2013-06-28T14:52:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=52187"},"modified":"2013-06-28T16:52:09","modified_gmt":"2013-06-28T14:52:09","slug":"betriebsaufspaltung-bei-zwischenschaltung-einer-von-der-beherrschenden-person-ebenfalls-beherrschten-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/betriebsaufspaltung-bei-zwischenschaltung-einer-von-der-beherrschenden-person-ebenfalls-beherrschten-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Betriebsaufspaltung bei Zwischenschaltung einer von der beherrschenden Person ebenfalls beherrschten Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Die Kl\u00e4gerin des Streitfalls war eine GbR und Eigent\u00fcmerin eines Grundst\u00fccks. An ihr wa- ren A zu 90 % und seine Ehefrau zu 10 % beteiligt. Der Abschluss von Miet- und Erbbau- rechtsvertr\u00e4gen und der Verkauf und die Beleihung von Grundst\u00fccken bedurften nach dem Gesellschaftsvertrag eines einstimmigen Beschlusses; im \u00dcbrigen galt das Mehrheitsprin zip. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung oblag im Innenverh\u00e4ltnis allein A. Die Kl\u00e4gerin bestellte zuguns- ten der A-GmbH, deren Alleingesellschafter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ebenfalls A war, ein Erb- baurecht f\u00fcr die Dauer von 49 Jahren. Die A-GmbH errichtete auf dem Grundst\u00fcck ein Ge- b\u00e4ude und vermietete es an die B-GmbH, die dort einen Einzelhandel betrieb. Alleingesell- schafter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der B-GmbH war wiederum A. Nach Auffassung des 3. Senats liegt die f\u00fcr eine Betriebsaufspaltung notwendige Beherr- schung der Besitz-GbR durch den Alleingesellschafter der Betriebs-GmbH trotz Beteiligung eines Nur-Besitzgesellschafters vor, wenn der Alleingesellschafter der Betriebsgesellschaft Mehrheitsgesellschafter und alleiniger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Besitz-GbR ist und wenn zwar die Bestellung des Erbbaurechts an dem die wesentliche Betriebsgrundlage bildenden Grundst\u00fcck eines einstimmigen Beschlusses bedarf, nicht hingegen dessen Aufhebung. Bestellt die Besitz-GbR ein Erbbaurecht zugunsten einer Zwischengesellschaft, die auf dem Grundst\u00fcck ein Geb\u00e4ude errichtet und dieses an eine Betriebsgesellschaft vermietet, beste- he eine Betriebsaufspaltung unmittelbar zwischen der Besitz-GbR und der Mieterin als Be- triebsgesellschaft, wenn die beide Gesellschaften beherrschende Person auch die Zwi- schengesellschaft beherrsche und das Grundst\u00fcck eine wesentliche Betriebsgrundlage f\u00fcr die Betriebsgesellschaft bilde. Der 3. Senat hat die Revision gegen sein Urteil vom 5.2.2013 (3 K 190\/11) wegen grund- s\u00e4tzlicher Bedeutung zugelassen (Az. des BFH IV R 9\/13).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>FINANZGERICHT HAMBURG<br \/>\nAz.: 3 K 190\/11<br \/>\nUrteil des Senats vom 05.02.2013<br \/>\nRechtskraft: Revision eingelegt, Az. des BFH: IV R 9\/13<br \/>\nNormen: EStG \u00a7 15 Abs. 2 Satz 1, GewStG \u00a7 2 Abs. 1 Satz 2, GewStG \u00a7 9 Nr. 1<br \/>\nSatz 2<br \/>\nLeitsatz: 1. Die f\u00fcr eine Betriebsaufspaltung notwendige Beherrschung der BesitzGbR durch den Alleingesellschafter der Betriebs-GmbH liegt trotz Beteiligung eines<br \/>\nNur-Besitzgesellschafters vor, wenn lediglich die Bestellung des Erbbaurechts an<br \/>\ndem die wesentliche Betriebsgrundlage bildenden Grundst\u00fcck, nicht aber dessen<br \/>\nAufhebung, eines einstimmigen Beschlusses bedarf und der Alleingesellschafter der<br \/>\nBetriebsgesellschaft Mehrheitsgesellschafter und alleiniger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der<br \/>\nBesitz-GbR ist.<br \/>\n2. Bestellt die Besitz-GbR ein Erbbaurecht zugunsten einer Zwischengesellschaft,<br \/>\ndie auf dem Grundst\u00fcck ein Geb\u00e4ude errichtet und dieses an eine<br \/>\nBetriebsgesellschaft vermietet, besteht eine Betriebsaufspaltung unmittelbar<br \/>\nzwischen der Besitz-GbR und der Betriebsgesellschaft, wenn die beide<br \/>\nGesellschaften beherrschende Person auch die Zwischengesellschaft beherrscht<br \/>\nund das Grundst\u00fcck eine wesentliche Betriebsgrundlage f\u00fcr die Betriebsgesellschaft<br \/>\nist.<br \/>\n\u00dcberschrift: Einkommen- und Gewerbesteuer: Betriebsaufspaltung bei<br \/>\nZwischenschaltung einer von der beherrschenden Person ebenfalls beherrschten<br \/>\nGesellschaft<br \/>\nTatbestand:<br \/>\nZwischen den Beteiligten ist streitig, ob in den Streitjahren 2005 bis 2009 die<br \/>\nVoraussetzungen einer Betriebsaufspaltung vorlagen mit der Folge, dass die<br \/>\nKl\u00e4gerin gewerbliche Eink\u00fcnfte erzielte.<br \/>\nI.<br \/>\n1. Die klagende GbR wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom &#8230; 2003 (Anlage<br \/>\nK 4, Finanzgerichtsakten -FGA- Anlagenband) gegr\u00fcndet. Gesellschafter waren Herr<br \/>\nAA (im Folgenden: Herr A.), der zu 90 % am Gesellschaftsverm\u00f6gen beteiligt war,<br \/>\nund seine Ehefrau BA (im Folgenden: Frau A.) mit einer Beteiligung von 10 %.<br \/>\nGesellschaftszweck war gem\u00e4\u00df \u00a7 2 des Vertrages die Verwaltung eigener<br \/>\nGrundst\u00fccke. Des Weiteren enth\u00e4lt der Vertrag folgende Bestimmungen:<br \/>\n&#8222;\u00a7 7 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Vertretung:<br \/>\n1. (&#8230;)<br \/>\n2. (&#8230;)<br \/>\n3. F\u00fcr die erste Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Vertretung der Gesellschaft gilt folgendes:<br \/>\nDie Gesellschafter AA und BA sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von \u00a7<br \/>\n181 BGB befreit.<br \/>\nIm Innenverh\u00e4ltnis darf hierbei die Gesellschafterin BA handeln bei Verhinderung<br \/>\ndes Gesellschafters AA.\u00a7 12 Gesellschafterbeschl\u00fcsse:<br \/>\n1. Gesellschafterbeschl\u00fcsse \u00fcber<br \/>\n&#8211; den Abschlu\u00df von Mietvertr\u00e4gen<br \/>\n&#8211; den Abschlu\u00df von Erbbaurechtsvertr\u00e4gen<br \/>\n&#8211; den Verkauf von Grundst\u00fccken<br \/>\n&#8211; die Beleihung von Grundverm\u00f6gen<br \/>\nbed\u00fcrfen eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses, wobei<br \/>\nStimmenthaltungen als Nein-Stimmen gelten.<br \/>\nAnsonsten werden Gesellschafterbeschl\u00fcsse, sofern das Gesetz oder dieser<br \/>\nVertrag nicht etwas anderes zwingend vorschreiben, mit einfacher Mehrheit der<br \/>\nabgegebenen Stimmen gefasst und gelten Stimmenenthaltungen als nicht<br \/>\nabgegebene Stimmen.<br \/>\n2. Die Stimmen stehen den Gesellschaftern im Verh\u00e4ltnis ihrer Beteiligung am<br \/>\nGesellschaftsverm\u00f6gen gem\u00e4\u00df \u00a7 5 Abs. 2 zu. (&#8230;)<br \/>\n(&#8230;)<br \/>\n7. Der Beschlu\u00dffassung durch die Gesellschafterversammlung unterliegen neben<br \/>\nden Gegenst\u00e4nden gem. \u00a7 12 Abs. 1 insbesondere:<br \/>\na) die Genehmigung der von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung aufgestellten<br \/>\n\u00dcberschussrechnung;<br \/>\nb) die Entlastung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung;<br \/>\nc) die \u00c4nderung des Gesellschaftsvertrages;<br \/>\nd) die Aufl\u00f6sung der Gesellschaft;<br \/>\ne) alle sonstigen Fragen, welche die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der<br \/>\nGesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorlegt.&#8220;<br \/>\n\u00a7 19 Schlussbestimmungen:<br \/>\n1. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages nichtig, anfechtbar oder unwirksam<br \/>\nsein, so soll die Wirksamkeit der \u00fcbrigen Bestimmungen hiervon nicht ber\u00fchrt<br \/>\nwerden, die angreifbare Bestimmung ist vielmehr so auszulegen, dass der mit ihr<br \/>\nerstrebte wirtschaftliche und\/oder ideelle Zweck nach M\u00f6glichkeit erreicht wird.<br \/>\nDasselbe gilt sinngem\u00e4\u00df f\u00fcr die Ausf\u00fcllung von Vertragsl\u00fccken.&#8220;<br \/>\nAuf den weiteren Vertragsinhalt wird Bezug genommen.<br \/>\n2. Herr A war Eigent\u00fcmer mehrerer in B belegener Grundst\u00fccke (sog. C), die er in<br \/>\ndie Kl\u00e4gerin einbrachte. Die Einbringung wurde ebenfalls am &#8230; 2003 in derselben<br \/>\nnotariellen Urkunde vereinbart wie der Gesellschaftsvertrag.<br \/>\n3. Mit notariell beurkundetem Vertrag vom &#8230; 2005 (Anlage K 6, FGA Anlagenband)<br \/>\nbestellte die Kl\u00e4gerin zugunsten der C GmbH (im Folgenden: C-GmbH) ein<br \/>\nErbbaurecht an den eingebrachten Grundst\u00fccken f\u00fcr die Dauer von 49 Jahren (&#8230;<br \/>\n2005 bis &#8230; 2054). Das Erbbaurecht wurde f\u00fcr die Errichtung von<br \/>\nEinzelhandelsh\u00e4usern und Gewerbebauten nebst den dazu erforderlichen Anlagen<br \/>\nwie Parkpl\u00e4tze, Stra\u00dfen etc. bestellt (Abschnitt III \u00a7 1 Abs. 1). Der Erbbauzins betrug<br \/>\n\u20ac 150.000,00 pro Jahr (Abschnitt IV Ziff. 1 des Vertrages mit Anpassungsklausel<br \/>\ngem\u00e4\u00df Abschnitt V). Bei Beendigung des Erbbaurechtes durch Zeitablauf oder durch<br \/>\nHeimfall sollte das Erbbaurecht einschlie\u00dflich etwaiger Bauwerke ohne Verg\u00fctung oder Entsch\u00e4digung an die Kl\u00e4gerin zur\u00fcckfallen (Abschnitt III \u00a7\u00a7 6 und 9 des<br \/>\nVertrages). Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Inhalt des Vertrages<br \/>\nBezug genommen.<br \/>\n4. Die C-GmbH war durch Vertrag vom &#8230; 2002 (Anlage zum Schriftsatz der Kl\u00e4gerin<br \/>\nvom 28.11.2012, FGA Anlagenband) gegr\u00fcndet worden. Alleiniger Gesellschafter der<br \/>\nC-GmbH war Herr A. Gegenstand der Gesellschaft war &#8222;der Erwerb, die Bebauung,<br \/>\ndie Erschlie\u00dfung und die Verwaltung eigenen Grund- und Anlageverm\u00f6gens,<br \/>\ninsbesondere Erwerb, Bebauung, Erschlie\u00dfung und Verwaltung von Grundst\u00fccken,<br \/>\nbelegen in B, &#8230;&#8220; (\u00a7 3 Abs. 1 des Vertrages).<br \/>\n5. Die C-GmbH errichtete auf den Grundst\u00fccken ein kombiniertes Verwaltungs-,<br \/>\nLager- und Einzelhandelsverkaufsgeb\u00e4ude und vermietete die Grundst\u00fccke mit dem<br \/>\n&#8211; nach den Vorgaben der Mieterin geplanten &#8211; Geb\u00e4ude mit Vertrag vom &#8230; 2004<br \/>\n(Anlage zum Schriftsatz der Kl\u00e4gerin vom 28.11.2012, FGA Anlagenband) an die D<br \/>\nGmbH (im Folgenden: D-GmbH), deren alleiniger Gesellschafter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<br \/>\nebenfalls Herr A war, zur Nutzung als Verkaufsraum, Lager, B\u00fcro, Restauration und<br \/>\nParkfl\u00e4che.<br \/>\nII.<br \/>\n1. In den Bescheiden \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung von<br \/>\nBesteuerungsgrundlagen f\u00fcr 2005 vom 01.06.2007 und f\u00fcr 2006 vom 18.04.2008<br \/>\nwurden zun\u00e4chst erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00df, aber unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung,<br \/>\nEink\u00fcnfte der Kl\u00e4gerin aus Vermietung und Verpachtung festgestellt (in H\u00f6he von \u20ac<br \/>\n124.934,00 f\u00fcr 2005 und in H\u00f6he von \u20ac 149.402,00 f\u00fcr 2006).<br \/>\n2. Die Gro\u00df- und Konzernpr\u00fcfungsstelle des Finanzamts E-1 f\u00fchrte f\u00fcr die Jahre<br \/>\n2004 bis 2006 eine Au\u00dfenpr\u00fcfung bei der D-GmbH durch sowie im Auftrag des<br \/>\nBeklagten auch eine Au\u00dfenpr\u00fcfung bei der Kl\u00e4gerin. Das Finanzamt E-1 und der<br \/>\nBeklagte kamen dabei zu dem Ergebnis, dass zwischen der Kl\u00e4gerin und der DGmbH eine Betriebsaufspaltung bestehe (Betriebspr\u00fcfungsbericht vom 14.07.2009,<br \/>\nBetriebspr\u00fcfungsakten -BpA- Bl. 63 ff., Tz. 23 f.). Auf eine Betriebsaufspaltung<br \/>\nzwischen der Kl\u00e4gerin und der C-GmbH wurde hingegen nicht abgestellt. Eine<br \/>\nBetriebsaufspaltung zwischen der C-GmbH und der D-GmbH wurde nicht<br \/>\nangenommen und der C-GmbH daher auf ihren Antrag hin die erweiterte K\u00fcrzung<br \/>\ndes Gewerbeertrages bei Grundst\u00fccksunternehmen gew\u00e4hrt (s. Auszug aus dem<br \/>\nBericht \u00fcber die Au\u00dfenpr\u00fcfung bei der C-GmbH, Tz. 41, Anlage zum Schriftsatz der<br \/>\nKl\u00e4gerin vom 31.01.2013, FGA Anlagenband).<br \/>\n3. Der Beklagte erlie\u00df daraufhin am 04.12.2009 ge\u00e4nderte Feststellungsbescheide<br \/>\nf\u00fcr 2005 und 2006, in denen er die als Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung<br \/>\nerkl\u00e4rten Eink\u00fcnfte nunmehr als Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb feststellte (2005: \u20ac<br \/>\n124.934,00; 2006: \u20ac 138.461,30), sowie Gewerbesteuermessbescheide f\u00fcr 2005<br \/>\n(Messbetrag: \u20ac 3.090,00) und 2006 (Messbetrag: \u20ac 4.495,00).<br \/>\n4. Ebenfalls am 04.12.2009 ergingen der Gewerbesteuermessbescheid f\u00fcr 2007<br \/>\n(Messbetrag: \u20ac 5.040,00) und am 02.12.2010 die Bescheide f\u00fcr 2008 (Messbetrag: \u20ac<br \/>\n4.368,00) und 2009 (Messbetrag: \u20ac 4.368,00). In den Feststellungsbescheiden vom<br \/>\nselben Tag wurden die jeweils erkl\u00e4rten Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung<br \/>\nin der erkl\u00e4rten H\u00f6he stattdessen als Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb festgestellt<br \/>\n(2007: \u20ac 149.403,00; 2008: \u20ac 149.388,00; 2009: \u20ac 149.387,00).III.<br \/>\n1. Die Kl\u00e4gerin legte gegen die Bescheide f\u00fcr 2005 bis 2007 mit Schreiben vom<br \/>\n30.12.2009 Einspruch ein und gegen die Bescheide f\u00fcr 2008 und 2009 mit Schreiben<br \/>\nvom 23.12.2010. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte sie aus, dass zwischen ihr und der D-GmbH<br \/>\nkeine personelle Verflechtung bestehe, da Herr A seinen Willen bzgl. der<br \/>\nwesentlichen Betriebsgrundlage nicht durchsetzen k\u00f6nne, weil diesbez\u00fcgliche<br \/>\nBeschl\u00fcsse einstimmig zu fassen seien. Eine sachliche Verflechtung bestehe ebenso<br \/>\nwenig, denn sie, die Kl\u00e4gerin, verf\u00fcge lediglich \u00fcber ein unbebautes Grundst\u00fcck, an<br \/>\ndem die D-GmbH nicht interessiert sei.<br \/>\n2. Der Beklagte wies die Einspr\u00fcche mit Einspruchsentscheidung vom 13.09.2011<br \/>\nals unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Die f\u00fcr eine Betriebsaufspaltung erforderliche personelle<br \/>\nVerflechtung zwischen der Kl\u00e4gerin und der D-GmbH liege vor. Hierf\u00fcr gen\u00fcge es,<br \/>\ndass Herr A, der die D-GmbH beherrsche, bei der Kl\u00e4gerin die alleinige Befugnis zur<br \/>\nF\u00fchrung der laufenden Gesch\u00e4fte des t\u00e4glichen Lebens innehabe. Die notwendige<br \/>\nsachliche Verflechtung k\u00f6nne auch durch die Bestellung eines Erbbaurechtes an<br \/>\neinem unbebauten Grundst\u00fcck begr\u00fcndet werden. Ein unbebautes Grundst\u00fcck bilde<br \/>\njedenfalls dann eine wesentliche Betriebsgrundlage, wenn es von der<br \/>\nBetriebsgesellschaft mit Geb\u00e4uden bebaut werden solle, die f\u00fcr das<br \/>\nBetriebsunternehmen eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellten. Dass das<br \/>\nGrundst\u00fcck der D-GmbH nicht direkt, sondern \u00fcber eine Zwischengesellschaft, die CGmbH, \u00fcberlassen worden sei, sei unsch\u00e4dlich, da Herr A die C-GmbH ebenfalls<br \/>\nbeherrsche.<br \/>\nIV.<br \/>\nDie Kl\u00e4gerin hat am 13.10.2011 Klage erhoben. Sie tr\u00e4gt vor, dass es bereits an der<br \/>\nf\u00fcr eine Betriebsaufspaltung zwischen ihr und der D-GmbH erforderlichen<br \/>\npersonellen Verflechtung fehle. Nach der Rechtsprechung des BFH bestehe keine<br \/>\nderartige Verflechtung, wenn an der Besitzpersonengesellschaft Personen beteiligt<br \/>\nseien, die nicht auch hinter dem Betriebsunternehmen st\u00fcnden, und in der<br \/>\nBesitzpersonengesellschaft das Einstimmigkeitsprinzip gelte. An ihr, der Kl\u00e4gerin, sei<br \/>\nneben Herrn A auch Frau A beteiligt. U. a. der Abschluss von Erbbaurechtsvertr\u00e4gen<br \/>\nbed\u00fcrfe nach dem Gesellschaftsvertrag eines einstimmigen Beschlusses. Da das<br \/>\nErbbaurecht f\u00fcr die Dauer von 49 Jahren zu einem festen Erbbauzins bestellt worden<br \/>\nsei, gebe es w\u00e4hrend dieser Zeit bzgl. des Erbbaurechts nichts zu bestimmen und zu<br \/>\nregeln, also keine &#8222;Gesch\u00e4fte des t\u00e4glichen Lebens&#8220;. Nach Vertragsablauf falle das<br \/>\nErbbaurecht automatisch an sie, die Kl\u00e4gerin, zur\u00fcck. An einer anschlie\u00dfenden<br \/>\neventuellen Neubestellung habe Frau A wiederum mitzuwirken. Wegen der<br \/>\nfehlenden Vereinbarung einer vorzeitigen K\u00fcndigungsm\u00f6glichkeit im<br \/>\nErbbaurechtsvertrag bestehe f\u00fcr Herrn A weder in seiner Eigenschaft als<br \/>\nGesellschafter der Kl\u00e4gerin noch in seiner Eigenschaft als GesellschafterGesch\u00e4ftsf\u00fchrer der C-GmbH die M\u00f6glichkeit, den Erbbaurechtsvertrag vorzeitig<br \/>\naufzuheben oder zu \u00e4ndern; es k\u00f6nne allenfalls bei einem vertragswidrigen<br \/>\nVerhalten der C-GmbH zu einem Heimfall kommen. Dies w\u00e4re f\u00fcr die C-GmbH<br \/>\njedoch wirtschaftlich sehr nachteilig und werde von ihr daher vermieden werden.<br \/>\nS\u00e4he man gleichwohl die M\u00f6glichkeit einer \u00c4nderung oder Aufhebung des<br \/>\nErbbaurechtsvertrages, komme jedenfalls die salvatorische Klausel in \u00a7 19 des GbRVertrages zum Tragen, wonach das Einstimmigkeitsprinzip auch hierf\u00fcr gelte und es<br \/>\nfolglich der Zustimmung von Frau A bed\u00fcrfe.Dar\u00fcber hinaus stehe sie, die Kl\u00e4gerin, in keinerlei Gesch\u00e4ftsverbindung zu der DGmbH und \u00fcberlasse ihr insbesondere keine wesentliche Betriebsgrundlage, so dass<br \/>\nes auch an einer sachlichen Verflechtung fehle. Wesentliche Betriebsgrundlage der<br \/>\nD-GmbH sei das von ihr genutzte Verwaltungs-, Lager- und<br \/>\nEinzelhandelsverkaufsgeb\u00e4ude, das aber von der C-GmbH auf eigenes<br \/>\nwirtschaftliches Risiko errichtet und f\u00fcr 15 Jahre an die D-GmbH vermietet worden<br \/>\nsei. An der unbebauten Grundst\u00fccksfl\u00e4che habe die D-GmbH kein Interesse. Es sei<br \/>\nauf dem allgemeinen Grundst\u00fccksmarkt, insbesondere im Einzelhandel, \u00fcblich, dass<br \/>\nein Eigent\u00fcmer oder Erbbauberechtigter auf eigene Kosten und eigenes Risiko f\u00fcr<br \/>\neinen fremden Dritten ein Geb\u00e4ude nach dessen W\u00fcnschen errichte und langfristig<br \/>\nan ihn vermiete.<br \/>\nWegen einer fehlenden personellen Verflechtung sei es ebenso wenig zu einer<br \/>\nBetriebsaufspaltung zwischen ihr, der Kl\u00e4gerin, und der C-GmbH gekommen.<br \/>\nZwar habe die C-GmbH der D-GmbH eine wesentliche Betriebsgrundlage<br \/>\n\u00fcberlassen, doch bestehe zwischen ihnen wegen der Abschirmwirkung einer<br \/>\nKapitalgesellschaft ebenfalls keine personelle Verflechtung und damit keine<br \/>\nBetriebsaufspaltung.<br \/>\nDie von der Rechtsprechung zu einer Zwischenvermietung \u00fcber eine<br \/>\nZwischengesellschaft entwickelten Grunds\u00e4tze seien auf den Streitfall nicht<br \/>\n\u00fcbertragbar. Die C-GmbH habe die Grundst\u00fccke nicht lediglich gemietet und<br \/>\nweitervermietet, sondern ein Erbbaurecht erworben, auf eigenes wirtschaftliches<br \/>\nRisiko ein Geb\u00e4ude errichtet und dieses vermietet. Die geschlossenen Vertr\u00e4ge<br \/>\nseien allesamt zivilrechtlich wirksam und entspr\u00e4chen fremd\u00fcblichen Bedingungen.<br \/>\nWeder l\u00e4gen Scheingesch\u00e4fte vor noch ein Missbrauch von<br \/>\nGestaltungsm\u00f6glichkeiten; auch ein Gesamtplan habe nicht bestanden.<br \/>\nVorsorglich und hilfsweise werde f\u00fcr den Fall, dass (nur) zwischen ihr, der Kl\u00e4gerin,<br \/>\nund der C-GmbH eine Betriebsaufspaltung angenommen werde, der Antrag auf<br \/>\nerweiterte K\u00fcrzung des Gewerbeertrages gem\u00e4\u00df \u00a7 9 Nr. 1 Satz 2<br \/>\nGewerbesteuergesetz (GewStG) gestellt. Eine derartige gewerbesteuerliche<br \/>\nBeg\u00fcnstigung des Betriebsunternehmens erstrecke sich n\u00e4mlich auch auf das<br \/>\nBesitzunternehmen. Der C-GmbH sei die erweiterte K\u00fcrzung bereits gew\u00e4hrt worden.<br \/>\nDie Ausschlussregelung des \u00a7 9 Nr. 1 Satz 5 Nr. 1 GewStG sei nicht einschl\u00e4gig,<br \/>\nweil die C-GmbH kein Gewerbebetrieb des Herrn A sei.<br \/>\nDer Beklagte hat mit Schriftsatz vom 17.01.2013 (FGA Bl. 63) zugesichert, die<br \/>\nFeststellungsbescheide f\u00fcr 2005 bis 2007 dahin zu \u00e4ndern, dass die Eink\u00fcnfte aus<br \/>\nGewerbebetrieb unter Ber\u00fccksichtigung einer Gewerbesteuerr\u00fcckstellung in<br \/>\nfolgender H\u00f6he &#8211; niedriger &#8211; festgestellt werden: f\u00fcr 2005 in H\u00f6he von \u20ac 110.384,00,<br \/>\nf\u00fcr 2006 (versehentlich als 2007 bezeichnet) in H\u00f6he von \u20ac 130.203,00 und f\u00fcr 2007<br \/>\nin H\u00f6he von \u20ac 130.144,00.<br \/>\nDie Kl\u00e4gerin beantragt,<br \/>\n1. die ge\u00e4nderten Bescheide \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung<br \/>\nvon Besteuerungsgrundlagen f\u00fcr 2005 und 2006 vom 04.12.2009 in Gestalt der<br \/>\nEinspruchsentscheidung vom 13.09.2011 und der Zusage vom 17.01.2013<br \/>\naufzuheben;2. den Bescheid \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung von<br \/>\nBesteuerungsgrundlagen f\u00fcr 2007 vom 02.12.2009 in Gestalt der<br \/>\nEinspruchsentscheidung vom 13.09.2011 und der Zusage vom 17.01.2013 dahin<br \/>\nzu \u00e4ndern, dass anstelle der Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb Eink\u00fcnfte aus<br \/>\nVermietung und Verpachtung in H\u00f6he von \u20ac 149.403,00 festgestellt werden;<br \/>\n3. die Bescheide \u00fcber die gesonderte und einheitliche Feststellung von<br \/>\nBesteuerungsgrundlagen f\u00fcr 2008 und 2009 vom 02.12.2010, jeweils in Gestalt<br \/>\nder Einspruchsentscheidung vom 13.09.2011, dahin zu \u00e4ndern, dass anstelle der<br \/>\nEink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung in<br \/>\nH\u00f6he von \u20ac 149.388,00 f\u00fcr 2008 und in H\u00f6he von \u20ac 149.387,00 f\u00fcr 2009<br \/>\nfestgestellt werden;<br \/>\n4. die Gewerbesteuermessbescheide f\u00fcr 2005 bis 2007 vom 04.12.2009 und f\u00fcr<br \/>\n2008 und 2009 vom 02.12.2010, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung<br \/>\nvom 13.09.2011, aufzuheben.<br \/>\nDer Beklagte beantragt,<br \/>\ndie Klage abzuweisen.<br \/>\nDer Beklagte nimmt zur Begr\u00fcndung auf die Einspruchsentscheidung Bezug und<br \/>\ntr\u00e4gt erg\u00e4nzend vor, dass die vom BFH entwickelten Grunds\u00e4tze zur Begr\u00fcndung<br \/>\neiner Betriebsaufspaltung bei mittelbarer Verflechtung durch Zwischenvermietung<br \/>\n\u00fcber eine Zwischengesellschaft erst recht gelten m\u00fcssten, wenn, wie hier, der<br \/>\nalleinige Gesellschafter-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der &#8222;Zwischengesellschaft&#8220; sowohl an der<br \/>\nBetriebsgesellschaft als auch an der Besitzgesellschaft beteiligt sei. Dem stehe nicht<br \/>\nder Umstand entgegen, dass das Grundst\u00fcck von der Zwischengesellschaft nicht<br \/>\nlediglich weitervermietet, sondern der C-GmbH zun\u00e4chst ein Erbbaurecht bestellt<br \/>\nund das Geb\u00e4ude durch die C-GmbH auf eigenes wirtschaftliches Risiko errichtet<br \/>\nund vermietet worden sei. Herr A habe das gesamte Geschehen von der Einbringung<br \/>\nder Grundst\u00fccke in die Kl\u00e4gerin bis zur Vermietung an die D-GmbH allein beherrscht<br \/>\nund eine entgegenstehende Stimmrechtsaus\u00fcbung durch Frau A offenbar nicht<br \/>\nbef\u00fcrchten m\u00fcssen.<br \/>\nAuf die Sitzungsniederschriften des Er\u00f6rterungstermins vom 15.10.2012 (FGA Bl. 38<br \/>\nff.) und der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 05.02.2013 (FGA Bl. 69 ff.) wird Bezug<br \/>\ngenommen.<br \/>\nDem Gericht haben Band I der Gewinnfeststellungs- und Gewerbesteuerakten, ein<br \/>\nBand Betriebspr\u00fcfungsakten und Band I der Rechtsbehelfsakten (St.-Nr. &#8230;\/&#8230;\/&#8230;)<br \/>\nvorgelegen.<br \/>\nEntscheidungsgr\u00fcnde:<br \/>\nDie Klage ist zul\u00e4ssig, aber unbegr\u00fcndet.<br \/>\nI.<br \/>\nDie Klage ist zul\u00e4ssig.1. Die Kl\u00e4gerin ist bzgl. der Gewerbesteuermessbescheide als Adressatin dieser<br \/>\nBescheide und Inhaberin des etwaigen Gewerbebetriebes klagebefugt und bzgl. der<br \/>\nFeststellungsbescheide gem\u00e4\u00df \u00a7 48 Abs. 1 Nr. 1 Finanzgerichtsordnung (FGO)<br \/>\nbefugt, als Prozessstandschafterin f\u00fcr ihre Gesellschafter Klage zu erheben.<br \/>\n2. Die Kl\u00e4gerin kann geltend machen, dass die Gesellschafter bzgl. der<br \/>\nangefochtenen Feststellungsbescheide dadurch in ihren Rechten verletzt seien (\u00a7 40<br \/>\nAbs. 2 FGO), dass die Eink\u00fcnfte f\u00e4lschlicherweise als Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb<br \/>\nstatt als Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung festgestellt worden seien.<br \/>\nEin Gewinnfeststellungsbescheid kann mehrere einzelne Feststellungen von<br \/>\nBesteuerungsgrundlagen umfassen, die, soweit sie eine rechtlich selbst\u00e4ndige<br \/>\nW\u00fcrdigung enthalten und eines rechtlich selbst\u00e4ndigen Schicksals f\u00e4hig sind, als<br \/>\neigenst\u00e4ndiger Gegenstand eines Klagebegehrens i. S. von \u00a7 65 Abs. 1 Satz 1 FGO<br \/>\nin Betracht kommen. Da selbst\u00e4ndiger Teil eines Gewinnfeststellungsbescheides in<br \/>\ndiesem Sinne auch die Feststellung der Art der Eink\u00fcnfte ist, stellt die Feststellung<br \/>\neiner unzutreffenden Einkunftsart eine Rechtsverletzung i. S. des \u00a7 40 Abs. 2 FGO<br \/>\ndar, ohne dass es darauf ank\u00e4me, wie sich die Einkommensteuer der Gesellschafter<br \/>\nder GbR durch die begehrte \u00c4nderung der Einkunftsart gestalten w\u00fcrde (BFH-Urteil<br \/>\nvom 04.07.2007 VIII R 77\/05, BFH\/NV 2008, 53; BFH-Beschluss vom 30.09.2004 IV<br \/>\nB 42\/03, BFH\/NV 2005, 365).<br \/>\nII.<br \/>\nDie Klage hat in der Sache jedoch keinen Erfolg. Die angefochtenen Bescheide sind<br \/>\nrechtm\u00e4\u00dfig und verletzen die Kl\u00e4gerin bzw. ihre Gesellschafter nicht in ihren Rechten<br \/>\n(\u00a7 100 Abs. 1 Satz 1 FGO). Der Beklagte ist zu Recht davon ausgegangen, dass<br \/>\nzwischen der Kl\u00e4gerin als Besitz- und der D-GmbH als Betriebsgesellschaft die<br \/>\nVoraussetzungen einer Betriebsaufspaltung vorlagen (1. bis 4.). Die Kl\u00e4gerin kann<br \/>\ndie erweiterte K\u00fcrzung des Gewerbeertrages nicht in Anspruch nehmen (5. und 6.).<br \/>\n1. Eink\u00fcnfte aus der Vermietung unbeweglichen Verm\u00f6gens i. S. des \u00a7 21 Abs. 1 Nr.<br \/>\n1 Einkommensteuergesetz (EStG) sind gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 3 EStG Eink\u00fcnften aus<br \/>\nanderen Einkunftsarten zuzurechnen, soweit sie zu diesen geh\u00f6ren. Die<br \/>\nstreitgegenst\u00e4ndlichen Erbbauzinseinnahmen der Kl\u00e4gerin sind ihren gewerblichen<br \/>\nEink\u00fcnften nach \u00a7 15 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Satz 1 EStG (i. V. m. \u00a7 2 Abs. 1 Satz 2<br \/>\nGewStG) zuzuordnen. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung ist eine Person oder<br \/>\nPersonengruppe, die ihr Verm\u00f6gen, insbesondere Geb\u00e4ude und Maschinen, einer<br \/>\nKapitalgesellschaft (Betriebsgesellschaft) z. B. durch Vermietung \u00fcberl\u00e4sst, nicht<br \/>\nverm\u00f6gensverwaltend, sondern gewerblich t\u00e4tig, wenn sie durch die Vermietungsoder Verpachtungst\u00e4tigkeit \u00fcber das Betriebsunternehmen am allgemeinen<br \/>\nwirtschaftlichen Verkehr teilnimmt. Das setzt voraus, dass die \u00fcberlassenen<br \/>\nWirtschaftsg\u00fcter zu den wesentlichen Betriebsgrundlagen der Betriebsgesellschaft<br \/>\ngeh\u00f6ren (sachliche Verflechtung) und die Person oder Personengruppe sowohl das<br \/>\nBesitz- als auch das Betriebsunternehmen in der Weise beherrscht, dass sie in der<br \/>\nLage ist, in beiden Unternehmen einen einheitlichen Gesch\u00e4fts- und<br \/>\nBet\u00e4tigungswillen durchzusetzen (personelle Verflechtung; BFH-Urteile vom<br \/>\n08.09.2011 IV R 44\/07, BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136; vom 23.03.2011 X R<br \/>\n45\/09, BFHE 233, 416, BStBl II 2011, 778; vom 30.11.2005 X R 56\/04, BFHE 212,<br \/>\n100, BStBl II 2006, 415; vom 01.07.2003 VIII R 24\/01, BFHE 202, 535, BStBl II 2003,<br \/>\n757).2. Zwischen der Kl\u00e4gerin und der D-GmbH besteht eine personelle Verflechtung.<br \/>\na. aa. Eine personelle Verflechtung setzt voraus, dass entweder eine Person oder<br \/>\neine Personengruppe sowohl das Besitz- als auch das Betriebsunternehmen in der<br \/>\nWeise beherrscht, dass sie in der Lage ist, in beiden Unternehmen einen<br \/>\neinheitlichen Gesch\u00e4fts- und Bet\u00e4tigungswillen durchzusetzen. Der<br \/>\nBeherrschungswille muss sich insbesondere auf das Nutzungsverh\u00e4ltnis hinsichtlich<br \/>\nder wesentlichen Betriebsgrundlage beziehen. Dieses soll vor allem nicht gegen den<br \/>\nWillen der Person oder der Personengruppe, die das Besitzunternehmen beherrscht,<br \/>\naufgel\u00f6st werden k\u00f6nnen (BFH-Urteile vom 08.09.2011 IV R 44\/07, BFHE 235, 231,<br \/>\nBStBl II 2012, 136; vom 21.08.1996 X R 25\/93, BFHE 181, 284, BStBl II 1997, 44).<br \/>\nbb. Keine personelle Verflechtung mit dem Betriebsunternehmen liegt vor, wenn an<br \/>\nder Besitzgesellschaft neben der mehrheitlich bei der Betriebsgesellschaft beteiligten<br \/>\nPerson oder Personengruppe mindestens ein weiterer Gesellschafter beteiligt ist<br \/>\n(sog. Nur-Besitzgesellschafter) und im Besitzunternehmen das<br \/>\nEinstimmigkeitsprinzip gilt. Der Nur-Besitzgesellschafter bildet mit dem anderen<br \/>\nGesellschafter der Besitzgesellschaft auch dann keine Personengruppe im<br \/>\ngenannten Sinne, wenn es sich um Eheleute handelt (BFH-Beschluss vom<br \/>\n15.06.2011 X B 255\/10, BFH\/NV 2011, 1859; BFH-Urteil vom 28.06.2006 XI R 31\/05,<br \/>\nBFHE 214, 302, BStBl II 2007, 378; Urteil des FG M\u00fcnchen vom 24.11.2009 12 K<br \/>\n1094\/09, DStRE 2011, 1053).<br \/>\ncc. Dass die Beteiligung eines Nur-Besitzgesellschafters bei Geltung des<br \/>\nEinstimmigkeitsprinzips eine personelle Verflechtung ausschlie\u00dft, gilt jedenfalls<br \/>\ndann, wenn das Einstimmigkeitsprinzip auch die laufende Verwaltung der<br \/>\n\u00fcberlassenen Wirtschaftsg\u00fcter, die sogenannten Gesch\u00e4fte des t\u00e4glichen Lebens,<br \/>\neinschlie\u00dft und der Nur-Besitzgesellschafter deshalb die rechtliche M\u00f6glichkeit hat<br \/>\nzu verhindern, dass die beherrschende Person oder Personengruppe ihren Willen in<br \/>\nBezug auf die laufende Verwaltung des an die Betriebsgesellschaft \u00fcberlassenen<br \/>\nWirtschaftsguts durchsetzt (BFH-Urteil vom 21.01.1999 IV R 96\/96, BFHE 187, 570,<br \/>\nBStBl II 2002, 771).<br \/>\ndd. Gilt f\u00fcr diese Gesch\u00e4fte dagegen das Mehrheitsprinzip, ist der<br \/>\nMehrheitsgesellschafter aufgrund seiner Stimmrechtsmacht in der Lage, auch gegen<br \/>\nden Willen des Nur-Besitzgesellschafters die seinem Gesch\u00e4ftswillen<br \/>\nentsprechenden Beschl\u00fcsse herbeizuf\u00fchren, um den Abschluss der Miet- oder<br \/>\nPachtvertr\u00e4ge mit dem Betriebsunternehmen zu bewirken oder deren einseitige<br \/>\nBeendigung gegen seinen Willen zu verhindern (BFH-Urteil vom 08.09.2011 IV R<br \/>\n44\/07, BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136).<br \/>\nee. Gleiches gilt, wenn Beschl\u00fcsse zwar einstimmig zu fassen sind, dem<br \/>\nGesellschafter, der hinter dem Betriebsunternehmen steht, in der Besitz-GbR aber<br \/>\ndie alleinige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungs- und Vertretungsbefugnis \u00fcbertragen wurde (\u00a7 710<br \/>\nB\u00fcrgerliches Gesetzbuch -BGB-). Denn zu den hiervon umfassten<br \/>\nVerwaltungsgesch\u00e4ften, die keines Gesellschafterbeschlusses bed\u00fcrfen, geh\u00f6ren bei<br \/>\neiner GbR &#8211; anders als bei Personenhandelsgesellschaften &#8211; nicht nur solche<br \/>\nGesch\u00e4fte, die der gew\u00f6hnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt, sondern alle<br \/>\nrechtlichen und tats\u00e4chlichen Ma\u00dfnahmen auch ungew\u00f6hnlicher Art und damit auch<br \/>\ndie f\u00fcr die Annahme einer Betriebsaufspaltung wesentlichen Ma\u00dfnahmen im<br \/>\nRahmen der Vermietung und Verpachtung der wesentlichen Betriebsgrundlage (BFH-Urteile vom 08.09.2011 IV R 44\/07, BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136; vom<br \/>\n01.07.2003 VIII R 24\/01, BFHE 202, 535, BStBl II 2003, 757).<br \/>\nff. Soweit (nur) die Begr\u00fcndung der Betriebsaufspaltung dem<br \/>\nEinstimmigkeitserfordernis unterliegt, hindert dies die Annahme einer personellen<br \/>\nVerflechtung schlie\u00dflich nicht, da die Situation nach Begr\u00fcndung der<br \/>\nBetriebsaufspaltung zu beurteilen ist (BFH-Beschluss vom 24.11.2004 IV B 15\/03,<br \/>\nBFH\/NV 2005, 545; BFH-Urteil vom 21.08.1996 X R 25\/93, BFHE 181, 284, BStBl II<br \/>\n1997, 44; Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 11.05.2011 1 K 138\/09, EFG<br \/>\n2011, 1433; Kempermann, GmbHR 2005, 317). Entscheidend ist, dass das<br \/>\nNutzungsverh\u00e4ltnis nicht gegen den Willen der Person oder der Personengruppe, die<br \/>\ndas Besitzunternehmen beherrscht, aufgel\u00f6st werden kann (BFH-Urteile vom<br \/>\n08.09.2011 IV R 44\/07, BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136; vom 21.08.1996 X R<br \/>\n25\/93, BFHE 181, 284, BStBl II 1997, 44).<br \/>\nb. Die Anwendung dieser Grunds\u00e4tze auf den Streitfall ergibt, dass Herr A, der als<br \/>\nAlleingesellschafter hinter der D-GmbH steht, auch in der Kl\u00e4gerin seinen<br \/>\ngesch\u00e4ftlichen Bet\u00e4tigungswillen in Bezug auf das Erbbaurecht durchsetzen konnte,<br \/>\nso dass eine Beherrschungsidentit\u00e4t vorlag. Zwar war an der Kl\u00e4gerin neben Herrn A<br \/>\nauch Frau A als &#8222;Nur-Besitzgesellschafterin&#8220; beteiligt. Dieser Umstand hindert die<br \/>\npersonelle Verflechtung jedoch nicht, weil Herr A \u00fcber die Verwaltung und die<br \/>\nBeendigung des Erbbaurechtes allein bestimmen konnte, w\u00e4hrend Frau A keine<br \/>\nM\u00f6glichkeit hatte, das Erbbaurechtsverh\u00e4ltnis gegen den Willen ihres Ehemannes zu<br \/>\nbeenden.<br \/>\naa. Dass f\u00fcr die Bestellung des Erbbaurechtes an den der Kl\u00e4gerin geh\u00f6renden<br \/>\nGrundst\u00fccken ein einstimmiger Beschluss erforderlich war (\u00a7 12 Abs. 1 des<br \/>\nGesellschaftsvertrages, oben A.I.1.), steht der Annahme einer personellen<br \/>\nVerflechtung nicht entgegen. Wie dargelegt (oben a.ff.), ist die Situation nach<br \/>\nBegr\u00fcndung der Betriebsaufspaltung zu beurteilen.<br \/>\nbb. Gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 1 und 2 des Gesellschaftsvertrages der Kl\u00e4gerin (oben A.I.1.)<br \/>\nwaren Gesellschafterbeschl\u00fcsse grunds\u00e4tzlich mit einfacher Mehrheit zu fassen,<br \/>\nwobei Herr A die Stimmrechtsmehrheit (90 %) besa\u00df. Dar\u00fcber hinaus oblag ihm im<br \/>\nInnenverh\u00e4ltnis allein die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und Vertretung der Kl\u00e4gerin (\u00a7 7 Abs. 3<br \/>\nSatz 2 des Vertrages). Damit konnte Herr A die laufende Verwaltung des<br \/>\nErbbaurechts allein bestimmen. Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin bedeutet die<br \/>\nLaufzeit des Erbbaurechtes von 49 Jahren nicht, dass w\u00e4hrend dieser Zeit keine<br \/>\nVerwaltungsma\u00dfnahmen erforderlich w\u00e4ren. Die laufende Verwaltung umfasste u. a.<br \/>\ndie Vereinnahmung des Erbbauzinses, die Anpassung des Erbbauzinses an die<br \/>\nLebenshaltungskosten (Abschnitt V des Erbbaurechtsvertrages, oben A.I.2.) und die<br \/>\n\u00dcberwachung der weiteren Vertragsbedingungen, z. B. bzgl. der Bebauung<br \/>\n(Abschnitt III \u00a7 1 des Vertrages) und der Einhaltung der Unterhaltungs- und<br \/>\nVersicherungspflicht (Abschnitt III \u00a7\u00a7 2 und 4 des Vertrages).<br \/>\ncc. Vor allem aber hatte Herr A als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mehrheitsgesellschafter der<br \/>\nKl\u00e4gerin und Alleingesellschafter der C-GmbH die M\u00f6glichkeit, den<br \/>\nErbbaurechtsvertrag jederzeit durch Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder<br \/>\nSchaffung der Voraussetzungen f\u00fcr einen Heimfall und Aus\u00fcbung des Heimfallrechts<br \/>\nzu beenden. Darauf, ob diese Ma\u00dfnahmen wirtschaftlich sinnvoll gewesen w\u00e4ren<br \/>\noder nicht, kommt es nicht an. Der Gesellschaftsvertrag der Kl\u00e4gerin sah nur f\u00fcr den<br \/>\nAbschluss, nicht aber f\u00fcr die Beendigung des Erbbaurechtsvertrages einen einstimmigen Beschluss vor (\u00a7 12 Abs. 1, oben A.I.1.). Diese Regelung ist auch nicht<br \/>\nin entsprechender Weise auf die Aufhebung der dort genannten Rechtsverh\u00e4ltnisse<br \/>\nanzuwenden. Sie ist vielmehr der gesetzlichen Beschr\u00e4nkung der Prokura gem\u00e4\u00df \u00a7<br \/>\n49 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) nachgebildet. Danach ist der Prokurist zur<br \/>\nVer\u00e4u\u00dferung und Belastung von Grundst\u00fccken nur erm\u00e4chtigt, wenn ihm diese<br \/>\nBefugnis besonders erteilt ist. Da die Ver\u00e4u\u00dferung und Belastung von Grundst\u00fccken<br \/>\nwegen deren eingeschr\u00e4nkter Verkehrsf\u00e4higkeit und ihres regelm\u00e4\u00dfig hohen Wertes<br \/>\nf\u00fcr den Betrieb von wesentlicher Bedeutung sind, soll insoweit ein<br \/>\nZustimmungsvorbehalt gelten (Krebs in M\u00fcnchener Kommentar zum HGB, 2. Aufl., \u00a7<br \/>\n49 Rz. 37). Die Aufhebung von Grundst\u00fccksbelastungen ist dagegen nicht<br \/>\nzustimmungsbed\u00fcrftig (Hopt in Baumbach\/Hopt, HGB, 35. Aufl., \u00a7 49 Rz. 4). In<br \/>\nvergleichbarer Weise wurde im Gesellschaftsvertrag der Kl\u00e4gerin f\u00fcr die<br \/>\nVer\u00e4u\u00dferung, die Beleihung und die Belastung des Grundst\u00fccks mit einem<br \/>\nErbbaurecht sowie &#8211; erweiternd &#8211; auch f\u00fcr den Abschluss von Mietvertr\u00e4gen ein<br \/>\nZustimmungsvorbehalt geregelt; die Aufhebung dieser Belastungen sollte hingegen<br \/>\nnicht zustimmungsbed\u00fcrftig sein. Da die Aufz\u00e4hlung der Rechtsgesch\u00e4fte, die eines<br \/>\neinstimmigen Beschlusses bedurften, in \u00a7 12 Ziff. 1 Satz 1 des<br \/>\nGesellschaftsvertrages somit abschlie\u00dfend sein sollte, kann die salvatorische<br \/>\nKlausel in \u00a7 19 des Gesellschaftsvertrages in Ermangelung einer Regelungsl\u00fccke<br \/>\nentgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin nicht zur Anwendung kommen.<br \/>\ndd. W\u00e4hrend der vereinbarten Vertragslaufzeit hatte Frau A als nicht zur<br \/>\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrung befugte Minderheitsgesellschafterin ihrerseits keine rechtliche<br \/>\nM\u00f6glichkeit, die Beendigung des Erbbaurechtsverh\u00e4ltnisses gegen den Willen ihres<br \/>\nEhemannes durchzusetzen. H\u00e4tte Frau A die Gesellschaft gek\u00fcndigt oder w\u00e4re in<br \/>\nihrer Person ein Ereignis eingetreten, an das das Gesetz die Aufl\u00f6sung der<br \/>\nGesellschaft kn\u00fcpft, w\u00e4re sie, Frau A, aus der Kl\u00e4gerin ausgeschieden (\u00a7 4 i. V. m. \u00a7<br \/>\n15 Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages). Im Falle einer Scheidung der Eheleute w\u00e4re<br \/>\nHerr A berechtigt gewesen, die \u00dcbertragung des Anteils seiner Ehefrau auf sich zu<br \/>\nverlangen (\u00a7 15 Ziff. 2 des Vertrages). Aber auch im Falle einer einvernehmlich<br \/>\nbeschlossenen Aufl\u00f6sung der Kl\u00e4gerin ohne \u00dcbernahme des Gesellschaftsanteils<br \/>\nvon Frau A durch ihren Ehemann h\u00e4tte das Erbbaurecht fortbestanden (\u00a7 730 Abs. 2<br \/>\nSatz 1 BGB).<br \/>\nee. Der gesellschaftsrechtliche Einfluss von Frau A beschr\u00e4nkte sich, nachdem das<br \/>\nErbbaurecht einmal bestellt war, darauf, dessen Verl\u00e4ngerung oder Neubestellung<br \/>\nverhindern zu k\u00f6nnen. Da das Erbbaurecht aber f\u00fcr die Dauer von 49 Jahren bestellt<br \/>\nwar, Frau A keine M\u00f6glichkeit hatte, gegen den Willen ihres Ehemannes eine<br \/>\nvorzeitige Beendigung herbeizuf\u00fchren, und die Voraussetzungen f\u00fcr eine personelle<br \/>\nVerflechtung nach 49 Jahren aus anderen Gr\u00fcnden voraussichtlich ohnehin nicht<br \/>\nmehr vorliegen d\u00fcrften, ist allein diese gesellschaftsrechtliche<br \/>\nEinflussnahmem\u00f6glichkeit nicht geeignet, die Annahme einer personellen<br \/>\nVerflechtung w\u00e4hrend der Streitjahre auszuschlie\u00dfen.<br \/>\n3. Die Voraussetzungen einer sachlichen Verflechtung durch \u00dcberlassung einer<br \/>\nwesentlichen Betriebsgrundlage an die D-GmbH als Betriebsgesellschaft sind im<br \/>\nStreitfall ebenfalls erf\u00fcllt.<br \/>\na. Ein Grundst\u00fcck ist eine wesentliche Betriebsgrundlage, wenn es f\u00fcr die<br \/>\nBetriebsf\u00fchrung der Betriebsgesellschaft von nicht nur geringer Bedeutung ist. Das<br \/>\nist stets anzunehmen, wenn es der r\u00e4umliche und funktionale Mittelpunkt der<br \/>\nGesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit des Betriebsunternehmens ist (BFH-Urteile vom 01.07.2003 VIII R 24\/01, BFHE 202, 535, BStBl II 2003, 757; vom 23.05.2000 VIII R 11\/99, BFHE 192,<br \/>\n474, BStBl II 2000, 621). Es kommt darauf an, ob das Betriebsunternehmen aus<br \/>\ninnerbetrieblichen Gr\u00fcnden ohne ein Grundst\u00fcck dieser Art den Betrieb nicht f\u00fchren<br \/>\nk\u00f6nnte (BFH-Beschluss vom 16.02.2012 X B 99\/10, BFH\/NV 2012, 1110).<br \/>\nb. Auch die Einr\u00e4umung eines Erbbaurechts an einem unbebauten Grundst\u00fcck kann<br \/>\neine sachliche Verflechtung zwischen Eigent\u00fcmer (Besitzunternehmen) und<br \/>\nErbbaurechtsberechtigtem (Betriebsgesellschaft) begr\u00fcnden. Wird das Erbbaurecht<br \/>\nan einem unbebauten Grundst\u00fcck bestellt, ist es eine wesentliche Betriebsgrundlage,<br \/>\nwenn das Grundst\u00fcck von der Betriebsgesellschaft mit Zustimmung des<br \/>\nBesitzunternehmens mit Geb\u00e4uden oder Vorrichtungen bebaut werden soll, die f\u00fcr<br \/>\ndas Betriebsunternehmen eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen (BFH-Urteil<br \/>\nvom 19.03.2002 VIII R 57\/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662).<br \/>\nc. Das der C-GmbH von der Kl\u00e4gerin in Erf\u00fcllung des Erbbaurechtsvertrages<br \/>\n\u00fcberlassene Grundst\u00fcck ist f\u00fcr die D-GmbH danach eine wesentliche<br \/>\nBetriebsgrundlage. Das Grundst\u00fcck sollte von der C-GmbH in Aus\u00fcbung des<br \/>\nErbbaurechtes mit Zustimmung der Kl\u00e4gerin und nach den Vorgaben der D-GmbH<br \/>\nmit einem Geb\u00e4ude bebaut werden (oben A.I.3.), das anschlie\u00dfend als kombiniertes<br \/>\nVerwaltungs-, Lager- und Einzelhandelsverkaufsgeb\u00e4ude an die D-GmbH vermietet<br \/>\nwerden sollte. Das Grundst\u00fcck bildete den r\u00e4umlichen und funktionalen Mittelpunkt<br \/>\nder Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit der D-GmbH.<br \/>\n4. Dass die Kl\u00e4gerin der D-GmbH das Grundst\u00fcck nicht unmittelbar \u00fcberlassen,<br \/>\nsondern der C-GmbH ein Erbbaurecht bestellt und diese das Grundst\u00fcck bebaut und<br \/>\nder D-GmbH vermietet hat, steht der Annahme einer Betriebsaufspaltung zwischen<br \/>\nder Kl\u00e4gerin und der D-GmbH nach Auffassung des erkennenden Senats nicht<br \/>\nentgegen.<br \/>\na. Nach der Rechtsprechung des BFH, der der erkennende Senat folgt, liegt eine<br \/>\nBeherrschungsidentit\u00e4t auch dann vor, wenn die Personen, die das<br \/>\nBesitzunternehmen beherrschen, ihren Willen im Betriebsunternehmen \u00fcber eine<br \/>\nzwischengeschaltete K\u00f6rperschaft durchsetzen k\u00f6nnen oder wenn sich ihre<br \/>\nHerrschaft mittelbar \u00fcber einen Zwischenvermieter auswirkt, der vertraglich<br \/>\nverpflichtet ist, seinerseits die wesentliche Betriebsgrundlage an das<br \/>\nBetriebsunternehmen weiterzuvermieten (BFH-Urteil vom 28.11.2001 X R 49\/97,<br \/>\nBFH\/NV 2002, 631). Denn dann kann die das Besitzunternehmen beherrschende<br \/>\nPerson oder Personengruppe im Falle einer &#8211; vertragswidrigen &#8211; Beendigung des<br \/>\nNutzungsverh\u00e4ltnisses durch den Zwischenvermieter ihrerseits das<br \/>\nNutzungsverh\u00e4ltnis mit dem Zwischenvermieter beenden und den Mietvertrag<br \/>\nunmittelbar mit der Betriebsgesellschaft abschlie\u00dfen. Diese subjektive Zurechnung<br \/>\nder Nutzungs\u00fcberlassung an die Betriebsgesellschaft folgt aus den allgemeinen<br \/>\nGrunds\u00e4tzen steuerrechtlicher Tatbestandsverwirklichung und nicht aus einer<br \/>\nAnwendung des \u00a7 42 Abgabenordnung (-AO-; BFH-Urteil vom 28.11.2001 X R 49\/97,<br \/>\nBFH\/NV 2002, 631).<br \/>\nb. Nach Auffassung des erkennenden Senats muss dasselbe gelten, wenn, wie im<br \/>\nStreitfall, die Zwischengesellschaft vertraglich zwar nicht ausdr\u00fccklich zur<br \/>\nWeitervermietung verpflichtet ist, die das Besitzunternehmen beherrschende Person<br \/>\naber Alleingesellschafterin sowohl der Zwischenvermieterin als auch der<br \/>\nBetriebsgesellschaft ist. Denn zu einer Beendigung des Mietverh\u00e4ltnisses zwischen<br \/>\nder Zwischengesellschaft und dem Betriebsunternehmen gegen den Willen der beherrschenden Person kann es dann nicht kommen. Die beherrschende Person<br \/>\nkann erst recht sicherstellen, dass, f\u00fcr welchen Zeitraum und zu welchen<br \/>\nBedingungen die Betriebsgesellschaft die wesentliche Betriebsgrundlage zur<br \/>\nNutzung erh\u00e4lt, und verhindern, dass das Nutzungsverh\u00e4ltnis nach dem Willen des<br \/>\nNur-Besitzgesellschafters beendet wird.<br \/>\nc. Dass die C-GmbH eine eigene wirtschaftliche Funktion erf\u00fcllt, weil sie das<br \/>\nGrundst\u00fcck nicht lediglich mietet und weitervermietet, sondern ein Erbbaurecht<br \/>\nerh\u00e4lt, das Grundst\u00fcck auf eigenes wirtschaftliches Risiko bebaut und das bebaute<br \/>\nGrundst\u00fcck vermietet, f\u00fchrt entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin zu keinem<br \/>\nanderen Ergebnis. Auch wenn in dem der o. g. Entscheidung des BFH (Urteil vom<br \/>\n28.11.2001 X R 49\/97, BFH\/NV 2002, 631) zugrunde liegenden Sachverhalt die<br \/>\nZwischenschaltung der Zwischenvermieterin keinen wirtschaftlichen Hintergrund<br \/>\ngehabt und allein der Steuerersparnis gedient haben mag, war dies, wie dargelegt,<br \/>\nnicht entscheidungserheblich, weil es auf das Vorliegen eines<br \/>\nGestaltungsmissbrauchs i. S. des \u00a7 42 AO nicht ankam. Im Streitfall ist entscheidend,<br \/>\ndass die C-GmbH aufgrund des Erbbaurechtsvertrages zur Nutzung des<br \/>\nGrundst\u00fccks berechtigt war und das Grundst\u00fcck der D-GmbH ihrerseits zur Nutzung<br \/>\n\u00fcberlassen hat.<br \/>\n5. Die in den angefochtenen Gewerbesteuermessbescheiden zugrunde gelegten<br \/>\nGewinne aus Gewerbebetrieb waren schlie\u00dflich nicht gem\u00e4\u00df \u00a7 9 Nr. 1 Satz 2<br \/>\nGewStG zu k\u00fcrzen, weil die Kl\u00e4gerin aufgrund der Betriebsaufspaltung gewerbliche<br \/>\nEink\u00fcnfte erzielte.<br \/>\nNach dieser Vorschrift k\u00f6nnen Unternehmen, die ausschlie\u00dflich eigenen Grundbesitz<br \/>\nverwalten, auf Antrag den Gewerbeertrag statt um einen bestimmten Prozentsatz<br \/>\ndes Einheitswerts des Grundbesitzes um den Teil des Gewerbeertrages k\u00fcrzen, der<br \/>\nauf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf\u00e4llt. Zweck dieser<br \/>\nerweiterten K\u00fcrzung ist es, die von einem kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtigen<br \/>\nUnternehmen erzielten Ertr\u00e4ge aus der blo\u00dfen Verwaltung und Nutzung eigenen<br \/>\nGrundbesitzes von der Gewerbesteuer aus Gr\u00fcnden der Gleichbehandlung mit<br \/>\nSteuerpflichtigen freizustellen, die (gewerbesteuerfrei) nur Grundst\u00fccksverwaltung<br \/>\nbetreiben. Daher ist \u00a7 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG grunds\u00e4tzlich nicht anzuwenden, wenn<br \/>\ndie Verwaltung oder Nutzung des eigenen Grundbesitzes die Grenzen der<br \/>\nGewerblichkeit \u00fcberschreitet. Dies ist auch dann der Fall, wenn das<br \/>\nGrundst\u00fccksunternehmen infolge einer Betriebsaufspaltung als Besitzunternehmen<br \/>\ngewerbliche Eink\u00fcnfte erzielt. Die \u00dcberlassung eines Grundst\u00fccks im Rahmen einer<br \/>\nBetriebsaufspaltung wird als gewerbliche T\u00e4tigkeit angesehen und schlie\u00dft eine<br \/>\nerweiterte K\u00fcrzung nach \u00a7 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG aus (BFH-Beschluss 24.01.2012 I<br \/>\nB 136\/11, BFH\/NV 2012, 1176; BFH-Urteil vom 22.01.2009 IV R 80\/06, BFH\/NV<br \/>\n2009, 1279).<br \/>\n6. Der Senat weist der Vollst\u00e4ndigkeit halber darauf hin, dass die Voraussetzungen<br \/>\neiner Betriebsaufspaltung zwischen der Kl\u00e4gerin als Besitz- und der C-GmbH als<br \/>\nBetriebsgesellschaft zwar auch vorliegen. Hinsichtlich des Klageantrags zu 3. bzgl.<br \/>\nder Gewerbesteuermessbescheide w\u00e4re die Klage, wenn man allein auf diese<br \/>\nBetriebsaufspaltung abstellte, allerdings begr\u00fcndet, weil die Kl\u00e4gerin dann auf ihren<br \/>\nim hiesigen Verfahren gestellten Antrag hin die erweiterte K\u00fcrzung ihres<br \/>\nGewerbeertrages gem\u00e4\u00df \u00a7 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ebenso in Anspruch nehmen<br \/>\nk\u00f6nnte wie die C-GmbH.Der C-GmbH ist die erweiterte K\u00fcrzung zu Recht gew\u00e4hrt worden (oben A.II.2.), weil<br \/>\nim Verh\u00e4ltnis zwischen ihr und der D-GmbH keine Betriebsaufspaltung vorlag und<br \/>\ndie C-GmbH daher keine origin\u00e4r gewerblichen, sondern Vermietungseink\u00fcnfte<br \/>\nerzielte. Eine sog. kapitalistische Betriebsaufspaltung zwischen zwei<br \/>\nKapitalgesellschaften setzt voraus, dass die Besitzgesellschaft entweder selbst oder<br \/>\nwenigstens mittelbar zu mehr als 50 % an der Betriebsgesellschaft beteiligt ist. Sie<br \/>\nbesteht nicht, wenn &#8211; wie hier &#8211; nur derselbe Gesellschafter an beiden Gesellschaften<br \/>\nbeteiligt ist (BFH-Urteil vom 20.05.2010 III R 28\/08, BFHE 229, 566, BFH\/NV 2010,<br \/>\n1946; BFH-Beschluss vom 09.08.2002 III B 34\/02, BFH\/NV 2002, 1616).<br \/>\nDa die Regelung \u00fcber die erweiterte K\u00fcrzung des Gewerbeertrages den Charakter<br \/>\neiner Steuerbefreiung hat (Roser in Lenski\/Steinberg, GewStG, \u00a7 9 Nr. 1 Rz. 93) und<br \/>\neine Gewerbesteuerbefreiung der Betriebsgesellschaft bei einer Betriebsaufspaltung<br \/>\nauf die Besitzgesellschaft zu \u00fcbertragen ist (BFH-Urteile vom 19.10.2006 IV R 22\/02,<br \/>\nBFHE 215, 268, DStR 2006, 2207, f\u00fcr \u00a7 3 Nr. 6 GewStG; vom 29.03.2006 X R 59\/00,<br \/>\nBFHE 213, 50, BStbl II 2006, 661, f\u00fcr \u00a7 3 Nr. 20 Buchst. c GewStG), folgt der Senat<br \/>\nder Kl\u00e4gerin darin, dass sie diese der C-GmbH gew\u00e4hrte Steuerbefreiung ebenfalls<br \/>\nin Anspruch nehmen k\u00f6nnte, wenn die Betriebsaufspaltung nur im Verh\u00e4ltnis zur CGmbH vorl\u00e4ge.<br \/>\nIII.<br \/>\n1. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<br \/>\n2. Die Revision wird gem\u00e4\u00df \u00a7 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO wegen grunds\u00e4tzlicher<br \/>\nBedeutung zugelassen, weil h\u00f6chstrichterlich noch nicht gekl\u00e4rt ist, ob die<br \/>\nVoraussetzungen einer Betriebsaufspaltung vorliegen, wenn die Besitzgesellschaft<br \/>\ndie wesentliche Betriebsgrundlage der Betriebsgesellschaft nicht unmittelbar<br \/>\n\u00fcberl\u00e4sst, sondern \u00fcber eine von der die Besitzgesellschaft beherrschenden Person<br \/>\nebenfalls beherrschten Zwischengesellschaft, die das Grundst\u00fcck in Aus\u00fcbung eines<br \/>\nErbbaurechts bebaut und an die Betriebsgesellschaft vermietet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kl\u00e4gerin des Streitfalls war eine GbR und Eigent\u00fcmerin eines Grundst\u00fccks. An ihr wa- ren A zu 90 % und seine Ehefrau zu 10 % beteiligt. 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