{"id":52203,"date":"2013-06-28T16:57:23","date_gmt":"2013-06-28T14:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=52203"},"modified":"2013-06-28T16:57:23","modified_gmt":"2013-06-28T14:57:23","slug":"einkommensteuer-die-anordnung-der-ruckwirkenden-besteuerung-von-abgabenrechtlichen-erstattungszinsen-als-einnahmen-aus-kapitalvermogen-nach-%c2%a7-20-abs-1-nr-7-satz-3-estg-verstost-nicht-gegen-ver","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/einkommensteuer-die-anordnung-der-ruckwirkenden-besteuerung-von-abgabenrechtlichen-erstattungszinsen-als-einnahmen-aus-kapitalvermogen-nach-%c2%a7-20-abs-1-nr-7-satz-3-estg-verstost-nicht-gegen-ver\/","title":{"rendered":"Einkommensteuer: Die Anordnung der r\u00fcckwirkenden Besteuerung von abgabenrechtlichen Erstattungszinsen als Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen nach \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG verst\u00f6\u00dft nicht gegen Verfassungsrecht"},"content":{"rendered":"<p>Urteil des 6. Senats vom 22.3.2013, 6 K 69\/11, Revision eingelegt, Az. des BFH VIII R 30\/13. &#8211; Entscheidung im Volltext<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>FINANZGERICHT HAMBURG<br \/>\nAz.: 6 K 69\/11<br \/>\nUrteil des Senats vom 22.03.2013<br \/>\nRechtskraft: Revision eingelegt, Az. des BFH: VIII R 30\/13<br \/>\nNormen: GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 20 Abs. 3, EStG \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 S. 3, EStG \u00a7<br \/>\n52 a Abs. 8 S. 2, EStG \u00a7 12 Nr. 3, AO \u00a7 233 a<br \/>\nLeitsatz: Die r\u00fcckwirkend angeordnete Besteuerung von Erstattungszinsen als<br \/>\nEinnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen nach \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG verst\u00f6\u00dft nicht<br \/>\ngegen Verfassungsrecht.<br \/>\n\u00dcberschrift: Einkommensteuerrecht: Die Besteuerung von Erstattungszinsen als<br \/>\nEink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen<br \/>\nTatbestand:<br \/>\nZwischen den Beteiligten ist streitig, ob die dem Kl\u00e4ger in 2004 zugeflossenen<br \/>\nErstattungszinsen die Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen erh\u00f6hen und damit der<br \/>\nEinkommensteuer unterliegen.<br \/>\nDer Kl\u00e4ger war bis 31.12.1999 mit einer Unterbeteiligung an einem Kommanditanteil<br \/>\nan der Firma A &#8230; (Fa) beteiligt. Bei einer von dem Finanzamt B-1 durchgef\u00fchrten<br \/>\nBetriebspr\u00fcfung wurden f\u00fcr die Jahre 1996 und 1997 h\u00f6here Gewinne ermittelt und<br \/>\ndem Kl\u00e4ger zugerechnet. Mit Einkommensteuerbescheiden f\u00fcr 1996 und 1997,<br \/>\njeweils vom 04.11.2004, wurde die Einkommensteuer f\u00fcr diese Jahre h\u00f6her<br \/>\nfestgesetzt; zugleich wurden Nachzahlungszinsen um insgesamt 4.912 \u20ac (3.120 \u20ac f\u00fcr<br \/>\n1996 und 1.792 \u20ac f\u00fcr 1997) h\u00f6her festgesetzt und zum 08.12.2004 f\u00e4llig gestellt<br \/>\n(Anlagen K1 und K2 zum Schriftsatz vom 07.03.2007).<br \/>\nF\u00fcr die Jahre 1998 bis 2002 wurde die Einkommensteuer mit Bescheiden vom 04.<br \/>\nund 08.11.2004 herabgesetzt; zugleich wurden Erstattungszinsen um insgesamt<br \/>\n11.649 \u20ac (825 \u20ac f\u00fcr 1998, 1.033 \u20ac f\u00fcr 1999, 4.573 \u20ac f\u00fcr 2000, 4.005 \u20ac f\u00fcr 2001 und<br \/>\n1.213 \u20ac f\u00fcr 2002) h\u00f6her festgesetzt.<br \/>\nDer Beklagte erh\u00f6hte im Einkommensteuerbescheid 2004 vom 20.06.2006 die<br \/>\nerkl\u00e4rten Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen um in 2004 erstattete Zinsen von 11.319<br \/>\n\u20ac (S. 3 des Einkommensteuerbescheides &#8211; Anlage zur Klagschrift vom 08.02.2008)<br \/>\ngem. \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG). Die vom Kl\u00e4ger entrichteten<br \/>\nNachzahlungszinsen von 4.912 \u20ac, die am 04.01.2005 bei dem Beklagten<br \/>\neingegangen sind, wurden steuerlich nicht ber\u00fccksichtigt. Der Gesamtbetrag der<br \/>\nEink\u00fcnfte wurde in H\u00f6he von 20.485 \u20ac ermittelt, und die Einkommen-steuer 2004<br \/>\nwurde nach Ber\u00fccksichtigung eines entsprechenden Verlustvortrags auf 0 \u20ac<br \/>\nfestgesetzt. Mit gleichem Datum erging ein Bescheid \u00fcber die gesonderte<br \/>\nFeststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer zum<br \/>\n31.12.2004; der verbleibende Verlustvortrag wurde um den f\u00fcr 2004 in Abzug<br \/>\ngebrachten Verlust von 20.485 \u20ac niedriger ber\u00fccksichtigt und zum 31.12.2004 auf<br \/>\n30.852 \u20ac festgestellt.<br \/>\nGegen den Einkommensteuer-Bescheid 2004 legte der Kl\u00e4ger am 26.07.2006<br \/>\nEinspruch ein und wies darauf hin, dass die f\u00fcr fr\u00fchere Jahre in 2004 f\u00e4llig gestellten und in 2005 gezahlten Nachzahlungszinsen nicht ber\u00fccksichtigt worden seien. Der<br \/>\nKl\u00e4ger beantragte zun\u00e4chst, die als Eink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen angesetzten<br \/>\nErstattungszinsen in 2004 um die in 2005 gezahlten Nachzahlungszinsen zu<br \/>\nmindern.<br \/>\nDer Beklagte wertete diesen Rechtsbehelf als Einspruch gegen den Bescheid \u00fcber<br \/>\ndie gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer<br \/>\nzum 31.12.2004 vom 20.06.2006 und wies ihn mit Einspruchsentscheidung vom<br \/>\n09.01.2008 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Zur Begr\u00fcndung wurde im Wesentlichen<br \/>\nausgef\u00fchrt, dass Erstattungszinsen als Entgelt f\u00fcr die &#8211; wenn auch nicht freiwillige &#8211;<br \/>\n\u00dcberlassung des Kapitalverm\u00f6gens gew\u00e4hrt w\u00fcrden und sie damit einen Ertrag aus<br \/>\ndem Steuererstattungsanspruch darstellten. Dem gegen\u00fcber seien<br \/>\nNachzahlungszinsen aus Steuernachforderungen als privat veranlasste<br \/>\nSchuldzinsen gem. \u00a7 12 Nr. 3 EStG einkommensteuerrechtlich unerheblich. Die f\u00fcr<br \/>\ndie Veranlagungszeitr\u00e4ume 1990 bis 1998 geltende Rechtslage (\u00a7 10 Abs. 1 Nr. 5<br \/>\nEStG), wonach diese als Sonderausgaben abgezogen werden konnten, habe sich ab<br \/>\n1999 ge\u00e4ndert.<br \/>\nHiergegen erhob der Kl\u00e4ger mit Schreiben vom 08.02.2008, beim Finanzgericht<br \/>\neingegangen am 11.02.2008, Klage, nunmehr mit dem Ziel der<br \/>\nNichtber\u00fccksichtigung der Erstattungszinsen bei den Eink\u00fcnften aus<br \/>\nKapitalverm\u00f6gen f\u00fcr 2004.<br \/>\nMit Beschluss vom 09.10.2008 des Finanzgerichts Hamburg wurde das Ruhen des<br \/>\nVerfahrens bis zur Entscheidung des Bundesfinanzhofs zum Az. VIII R 33\/07<br \/>\nangeordnet. Das Urteil des Bundesfinanzhofs erging am 15.06.2010. Nach dieser<br \/>\nEntscheidung unterliegen Zinsen im Sinne von \u00a7 233a Abgabenordnung (AO), die<br \/>\ndas Finanzamt an den Steuerpflichtigen zahlt, beim Empf\u00e4nger nicht der<br \/>\nBesteuerung, soweit sie auf Steuern entfallen, die gem. \u00a7 12 Nr. 3 EStG nicht<br \/>\nabziehbar sind.<br \/>\nMit dem Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) vom 08.12.2010 wurde \u00a7 20 Abs. 1<br \/>\nNr. 7 EStG um den Satz 3 erg\u00e4nzt, wonach Erstattungszinsen im Sinne des \u00a7 233a<br \/>\nAO Ertr\u00e4ge im Sinne des Satzes 1 sind. Diese Regelung ist gem. \u00a7 52a Abs. 8 Satz<br \/>\n2 EStG in allen F\u00e4llen anzuwenden, in denen die Steuer noch nicht bestandskr\u00e4ftig<br \/>\nfestgesetzt war.<br \/>\nDer Kl\u00e4ger f\u00fchrt zur Begr\u00fcndung seiner Klage aus, dass der Umstand, dass<br \/>\nNachzahlungszinsen steuerlich irrelevant seien, w\u00e4hrend Erstattungszinsen<br \/>\nsteuerpflichtig seien, zu einer Disparit\u00e4t in dem steuerrechtlichen Verh\u00e4ltnis der<br \/>\nVollverzinsung f\u00fchre. Nach \u00a7 233a AO bestehe eine Kongruenz zwischen den<br \/>\nwechselseitigen Verpflichtungen von Finanzamt und Steuerpflichtigem, die von dem<br \/>\nGedanken getragen w\u00fcrden, dass gegenseitige Liquidit\u00e4tsvorteile abgesch\u00f6pft<br \/>\nwerden sollten. Dies gelte wechselseitig, wie schon der identische Zinssatz in beide<br \/>\nRichtungen zeige. Diese vom Grundsatz der Wechselseitigkeit gepr\u00e4gte Regelung<br \/>\nwerde \u00fcberlagert durch \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG, der einseitig nur die<br \/>\nErstattungszinsen zum steuerpflichtigen Einkommen mache. Bei dem<br \/>\nSteuerpflichtigen wirkten sich Nachzahlungs- und Erstattungszinsen, solange und<br \/>\nsoweit sie sich aufrechenbar gegen\u00fcber st\u00e4nden, nicht aus. Er habe dadurch keinen<br \/>\nLiquidit\u00e4tsvorteil. In dem Zeitraum, in dem sich die Erstattung eines<br \/>\nVeranlagungszeitraumes und die Nachzahlung eines anderen Zeitraumes gegen\u00fcber<br \/>\nst\u00fcnden, seien die Nachzahlungszinsen Werbungskosten hinsichtlich der Erstattungszinsen. Andernfalls komme es zu einer Besteuerung fiktiven<br \/>\nEinkommens, die von \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG nicht erfasst werde; zudem stelle sich<br \/>\nhier die Frage der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit einer solchen Regelung.<br \/>\nW\u00e4re das Verfahren unmittelbar nach Verk\u00fcndung des Urteils des Bundesfinanzhofs<br \/>\nvom 15.06.2010 wiederaufgenommen worden, h\u00e4tte es vermutlich vor Erlass des<br \/>\nJahressteuergesetzes 2010 im Sinne des Kl\u00e4gers rechtskr\u00e4ftig abgeschlossen<br \/>\nwerden k\u00f6nnen. Die Regelung des Jahressteuergesetzes 2010 h\u00e4tte den Kl\u00e4ger<br \/>\ndann nicht mehr getroffen. Schon daraus werde deutlich, dass mit der getroffenen<br \/>\nR\u00fcckwirkungsregelung rein willk\u00fcrliche oder zuf\u00e4llige Ergebnisse erzielt w\u00fcrden, die<br \/>\ndem Prinzip der Gleichheit der Besteuerung widersprechen w\u00fcrden. Der Ansicht des<br \/>\nFinanzgerichts M\u00fcnster im Urteil vom 16.12.2010 (Az: 5 K 3626 E), die R\u00fcckwirkung<br \/>\nsei verfassungsgem\u00e4\u00df, weil sie eine Rechtslage herstelle, die gefestigter<br \/>\nRechtsprechung entspreche, k\u00f6nne nicht gefolgt werden. Nach der ge\u00e4nderten<br \/>\nRechtsprechung des Bundesfinanzhofs fehle es an einer Grundlage f\u00fcr die<br \/>\nHeranziehung dieser Zinsen zur Einkommensteuer. Diese fehlende Rechtsgrundlage<br \/>\nk\u00f6nne auch nicht r\u00fcckwirkend durch ein Gesetz geschaffen werden. Im<br \/>\nJahressteuergesetz 2010 liege insoweit ein Versto\u00df gegen die Besteuerung nach der<br \/>\nLeistungsf\u00e4higkeit und gegen das Nettoprinzip vor. Die Reaktion des Gesetzgebers<br \/>\nauf ein ihm missliebiges Urteil stelle einen so gravierenden Eingriff in die<br \/>\nGewaltenteilung dar, dass die Regelung bereits verfassungsfeindliche Qualit\u00e4t<br \/>\nbekomme. Die Gewaltenteilung geh\u00f6re jedoch zu dem von der Ewigkeitsklausel des<br \/>\nArtikel 79 Abs. 3 Grundgesetz (GG) umfassten Kernbereich der Grunds\u00e4tze unseres<br \/>\nGemeinwesens.<br \/>\nDer Kl\u00e4ger beantragt sinngem\u00e4\u00df,<br \/>\nden Bescheid zum 31.12.2004 \u00fcber die Feststellung des verbleibenden<br \/>\nVerlustvortrags zur Einkommensteuer vom 20.06.2006 und in Gestalt der<br \/>\nEinspruchsentscheidung vom 09.01.2008 dahingehend zu \u00e4ndern, dass als<br \/>\nVerlustabzug im Jahr 2004 ein Betrag von 9.166 \u20ac (bisher von 20.485 \u20ac)<br \/>\nber\u00fccksichtigt wird.<br \/>\nDer Beklagte beantragt,<br \/>\ndie Klage abzuweisen.<br \/>\nDer Beklagte h\u00e4lt die Klage f\u00fcr unbegr\u00fcndet. Er bezieht sich im Wesentlichen auf die<br \/>\nBegr\u00fcndung der streitigen Einspruchsentscheidung und verweist im \u00dcbrigen auf das<br \/>\nUrteil des Finanzgerichts K\u00f6ln vom 20.03.2007 &#8211; Az. 14 K 2373\/04. Er, der Beklagte,<br \/>\nteile die verfassungsgem\u00e4\u00dfen Bedenken des Kl\u00e4gers gegen das Jahressteuergesetz<br \/>\n2010 nicht und verweise ferner auf das Urteil des Finanzgerichts M\u00fcnster vom<br \/>\n16.12.2010 (Az. 5 K 3626\/03, EFG 2011, 649).<br \/>\nF\u00fcr den weiteren Sachverhalt wird auf den Inhalt der Protokolle vom 14.02.2013<br \/>\n(Er\u00f6rterungstermin) und vom 22.03.2013 (m\u00fcndliche Verhandlung) verwiesen.<br \/>\nDem Senat haben Einkommensteuerakten 2004 und die Rechtsbehelfsakte zur St.<br \/>\nNr. &#8230;\/&#8230;\/&#8230; vorgelegen.Entscheidungsgr\u00fcnde:<br \/>\nI.<br \/>\nDie zul\u00e4ssige Klage ist unbegr\u00fcndet. Der angefochtene Feststellungsbescheid vom<br \/>\n20.06.2006 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 09.01.2008 ist<br \/>\nrechtm\u00e4\u00dfig und verletzt den Kl\u00e4ger nicht in seinen Rechten (\u00a7 100 Abs. 1<br \/>\nFinanzgerichtsordnung &#8211; FGO -).<br \/>\n1. Zwar hat der Kl\u00e4ger in seinem Schreiben vom 26.07.2006 den<br \/>\nEinkommensteuerbescheid vom 20.06.2006 genannt, gegen den der Einspruch<br \/>\ngerichtet war; dennoch durfte der Beklagte diesen Einspruch als solchen gegen den<br \/>\nBescheid zum 31.12.2004 \u00fcber die gesonderte Feststellung des verbleibenden<br \/>\nVerlustvortrags zur Einkommensteuer auslegen, weil aus den Einwendungen des<br \/>\nKl\u00e4gers hervorging, dass diese sich gegen den Feststellungsbescheid gleichen<br \/>\nDatums richteten.<br \/>\nAuch au\u00dferprozessuale Rechtsbehelfe sind unter Beachtung des<br \/>\nverfassungsrechtlichen Gebots zur Gew\u00e4hrung effektiven Rechtsschutzes<br \/>\nauszulegen, wenn es an einer eindeutigen und zweifelsfreien Erkl\u00e4rung fehlt. Dies<br \/>\ngilt grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr Erkl\u00e4rungen rechtskundiger Personen (vgl. BFH-Urteil vom<br \/>\n31.10.2000 VIII R 47\/98, BFH\/NV 2001, 589). Ein Einspruch, der sich gegen einen<br \/>\nauf 0 \u20ac lautenden Einkommensteuerbescheid richtet, kann entgegen seinem Wortlaut<br \/>\nauch als Einspruch gegen den Bescheid \u00fcber die gesonderte Feststellung des<br \/>\nverbleibenden Verlustvortrags gem\u00e4\u00df \u00a7 10d Abs. 4 EStG verstanden werden (vgl.<br \/>\nBFH-Beschl\u00fcsse vom 06.07.2005 XI B 45\/03, BFH\/NV 2005, 2029 und vom<br \/>\n19.07.2005 XI B 206\/04, BFH\/NV 2006, 68). Dies ist der Un\u00fcbersichtlichkeit und<br \/>\nKomplexit\u00e4t der verfahrensrechtlichen Lage hinsichtlich des Verh\u00e4ltnisses zwischen<br \/>\ndem Einkommensteuerbescheid einerseits und dem Bescheid \u00fcber die gesonderte<br \/>\nFeststellung des verbleibenden Verlustabzugs andererseits geschuldet (vgl. BFHBeschluss vom 24.08.2006 XI B 149\/05, BFH\/NV 2006, 2035).<br \/>\nBei den Einwendungen des Kl\u00e4gers zur Nichtber\u00fccksichtigung der<br \/>\nNachzahlungszinsen f\u00fcr 2004 handelt es sich um solche, die nur gegen den<br \/>\nVerlustfeststellungsbescheid geltend gemacht werden konnten. Die entsprechende<br \/>\nWertung des Beklagten hat deshalb dem tats\u00e4chlichen Willen des Kl\u00e4gers<br \/>\nentsprochen, so dass die unrichtige Bezeichnung &#8222;Einspruch gegen den<br \/>\nEinkommensteuerbescheid&#8220; insoweit unsch\u00e4dlich war.<br \/>\n2. Der Beklagte hat die dem Kl\u00e4ger in 2004 zugeflossenen Erstattungszinsen zu<br \/>\nRecht als Einnahmen bei den Eink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen behandelt.<br \/>\nErstattungszinsen nach \u00a7 233a Abgabenordnung (AO) stellen gem. \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7<br \/>\nSatz 3 Einkommensteuergesetz (EStG) in der durch Artikel 1 Nr. 16 Buchstabe a<br \/>\nDoppelbuchstabe aa) JStG 2010 vom 08.12.2010 (BGBl I 2010, S. 1768) ge\u00e4nderten<br \/>\nFassung Ertr\u00e4ge aus Kapitalforderungen im Sinne von \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 1 EStG<br \/>\ndar. Diese Gesetzes\u00e4nderung ist in allen F\u00e4llen anzuwenden, in denen die Steuer<br \/>\nnoch nicht bestandskr\u00e4ftig festgesetzt ist (\u00a7 52a Abs. 8 Satz 2 EStG in der durch<br \/>\nArtikel 1 Nr. 39 Buchstabe a JStG 2010 ge\u00e4nderten Fassung). Sie ist am Tage nach der Verk\u00fcndung des JStG 2010, also am 14.12.2010, in Kraft getreten (\u00a7 32 Abs. 1<br \/>\nJStG 2010).<br \/>\n3. In der finanzgerichtlichen Rechtsprechung und auch im Schrifttum wird die Frage,<br \/>\nob zugeflossene Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO als Einnahmen bei den<br \/>\nEink\u00fcnften aus Kapitalverm\u00f6gen gem\u00e4\u00df \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG in der<br \/>\nFassung des Jahressteuergesetzes 2010 zu ber\u00fccksichtigen sind, kontrovers<br \/>\ndiskutiert. Die zu dieser Problematik beim BFH anh\u00e4ngigen Revisionsverfahren (Az:<br \/>\nVIII R 1\/11, Vorinstanz FG M\u00fcnster, Urteil vom 16.12.2010 &#8211; 5 K 3626\/03 E, EFG<br \/>\n2011, 649; VIII R 36\/10, Vorinstanz Baden-W\u00fcrttemberg, Urteil vom 29.01.2010 &#8211; 10<br \/>\nK 2720\/09, EFG 2010, 723; VIII R 26\/12, Vorinstanz FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom<br \/>\n29.05.2012 &#8211; 3 K 1954\/11, EFG 2012 1656; VIII R 28\/12, Vorinstanz FG M\u00fcnster,<br \/>\nUrteil vom 10.05.2012 &#8211; 2 K 1947\/00 E, EFG 2012, 1750; VIII R 29\/12 Vorinstanz FG<br \/>\nM\u00fcnster Urteil vom 10.05.2012 &#8211; 2 K 1950\/00 E, BB 2012, 1890) sind noch offen.<br \/>\nAllerdings hat der BFH in zwei Beschwerdeverfahren ernstliche Zweifel an der<br \/>\nErfassung von Erstattungszinsen im Sinne von \u00a7 233a AO nach \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7<br \/>\nSatz 3 EStG in der Fassung des Jahressteuergesetzes des Jahres 2010 bejaht<br \/>\n(BFH-Beschluss vom 22.12.2011 &#8211; VIII B 146\/11, BFH\/NV 2012, 575 und vom<br \/>\n09.01.2012 &#8211; VIII B 95\/11, BFH\/NV 2012, 575 ) ohne eine tiefere inhaltliche, dem<br \/>\nHauptsacheverfahren vorbehaltenen Auseinandersetzung. Gegen die Neufassung<br \/>\ndes Gesetzes werden sowohl einfach-rechtliche als auch verfassungsrechtliche<br \/>\nBedenken, insbesondere wegen eines m\u00f6glichen Versto\u00dfes gegen das<br \/>\nR\u00fcckwirkungsverbot, erhoben (vgl. die Darstellung der kontroversen Meinungen im<br \/>\nUrteil des FG Rheinland-Pfalz vom 29.05.2012 &#8211; 3 K 1954\/11, beim BFH anh\u00e4ngig<br \/>\nunter dem Az. VIII R 26\/12).<br \/>\nDer Senat schlie\u00dft sich der Auffassung des FG M\u00fcnster im Urteil vom 16.12.2010<br \/>\n(Az: 5 K 3626\/03 E, EFG 2011, 649) an, wonach der Gesetzgeber lediglich die alte<br \/>\nGesetzeslage wieder hergestellt hat, sodass kein Vertrauensschutz des Kl\u00e4gers in<br \/>\neine von der Rechtsprechung und der ihr folgenden Rechtspraxis abweichenden<br \/>\nRechtslage besteht. Der Senat folgt auch der Ansicht des Schleswig-Holsteinischen<br \/>\nFG (Beschluss vom 01.06.2011 &#8211; 2 V 35\/11 -, EFG 2011, 1687) sowie des FG<br \/>\nRheinland-Pfalz (Urteil vom 19.05.2012 3 K 1954\/11, beim BFH anh\u00e4ngig unter VIII<br \/>\nR 26\/12), wonach der im JStG 2010 neu geschaffenen Regelung des \u00a7 20 Abs. 1 Nr.<br \/>\n7 EStG ein Anwendungsvorrang vor \u00a7 12 Nr. 3 EStG einger\u00e4umt wird. Dieser<br \/>\nVorrang ergibt sich bereits aus der Entstehungsgeschichte und dem erkl\u00e4rten Zweck<br \/>\ndes \u00a7 233a AO (BT-Drs 17\/3579, S. 17). Danach sollten nach dem Willen des<br \/>\nGesetzgebers Erstattungszinsen im Sinne von \u00a7 233a AO bei den Eink\u00fcnften aus<br \/>\nKapitalverm\u00f6gen erfasst werden, um eine Ungleichbehandlung mit demjenigen zu<br \/>\nvermeiden, der seine vor Beginn des Zinslaufs nach \u00a7 233a AO erhaltene<br \/>\nEinkommensteuerr\u00fcckerstattung zinsbringend bei seiner Bank anlegt. Diese bereits<br \/>\nbei Schaffung des \u00a7 233a AO zum Ausdruck gekommene Absicht sollte nach<br \/>\nErgehen des Urteils des BFH vom 15.06.2010 klarstellend gesetzlich geregelt<br \/>\nwerden. Dieser Zweck ist jedoch nur bei Einr\u00e4umung eines Vorrangs vor \u00a7 12 Abs. 3<br \/>\nEStG erreichbar. Da der Gesetzgeber der Ansicht war, die Steuerbarkeit der<br \/>\nErstattungszinsen sei auch sachlich zutreffend (BT-Drs 17\/3549, S. 17), kann in der<br \/>\nNeuregelung nur eine Ausnahmeregelung zu \u00a7 12 Nr. 3 EStG gesehen werden. Dem<br \/>\nausdr\u00fccklichen Willen des Gesetzgebers kommt insoweit entscheidende Bedeutung<br \/>\nzu (vgl. auch Schleswig-Holsteinisches FG, Beschluss vom 01.06.2011 &#8211; 2 V 35\/11 -,<br \/>\nEFG 2011, 1687). Nach all dem sind die Erstattungszinsen als Einnahmen aus<br \/>\nKapitalverm\u00f6gen zu erfassen.4. Die gesetzlichen Neuregelungen von \u00a7\u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3, 52a Abs. 8 Satz 2<br \/>\nEStG versto\u00dfen nicht gegen Verfassungsrecht, insbesondere liegt kein Versto\u00df<br \/>\ngegen das aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) folgende<br \/>\nR\u00fcckwirkungsverbot vor.<br \/>\nNach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfGBeschluss vom 14.05.1986 2 BvL 2\/83, BB 1986, 1421 und Beschluss vom<br \/>\n22.03.1983 2 BvR 475\/78, BverfGE 63, 343, 353) entfaltet eine Rechtsnorm<br \/>\nR\u00fcckwirkung, wenn der Beginn ihres zeitlichen Anwendungsbereichs normativ auf<br \/>\neinen Zeitpunkt festgelegt ist, der vor dem Zeitpunkt liegt, zu dem die Norm rechtlich<br \/>\nexistent, d. h. g\u00fcltig geworden ist. Der zeitliche Anwendungsbereich einer Norm<br \/>\nbetrifft allein die zeitliche Zuordnung der normativ angeordneten Rechtsfolgen im<br \/>\nHinblick auf den Zeitpunkt der Verk\u00fcndung der Norm. Entscheidend ist dabei, ob<br \/>\ndiese Rechtsfolgen f\u00fcr einen bestimmten, vor dem Zeitpunkt der Verk\u00fcndung der<br \/>\nNorm liegenden Zeitraum eintreten sollen (echte R\u00fcckwirkung), oder ob dies erst f\u00fcr<br \/>\neinen nach oder mit Verk\u00fcndung beginnenden Zeitraum geschehen soll.<br \/>\nVerfassungsrechtlicher Ma\u00dfstab f\u00fcr die Zul\u00e4ssigkeit einer Rechts\u00e4nderung, die an<br \/>\nSachverhalte der Vergangenheit ankn\u00fcpft und zugleich Rechtsfolgen in die<br \/>\nVergangenheit erstreckt, ist vorrangig das Rechtsstaatsprinzip des Artikel 20 Abs. 3<br \/>\nGG. Dieses zieht den Befugnissen des Gesetzgebers, den Eintritt nachteiliger<br \/>\nRechtsfolgen auf einen Zeitraum vor der Verk\u00fcndung des Gesetzes zu erstrecken,<br \/>\nenge Grenzen. So hat das BVerfG in seiner Entscheidung vom 14.05.1986 (a. a. O.)<br \/>\nausgef\u00fchrt, dass aus dem in Artikel 103 Abs. 2 GG aufgestellten R\u00fcckwirkungsverbot<br \/>\nf\u00fcr materielle Strafrechtsnormen nicht gefolgert werden d\u00fcrfe, dass R\u00fcckwirkungen<br \/>\nim \u00dcbrigen verfassungsrechtlich unbedenklich seien, denn die Verl\u00e4sslichkeit der<br \/>\nRechtsordnung sei eine Grundbedingung freiheitlicher Verfassungen. Allein<br \/>\nzwingende Gr\u00fcnde des gemeinen Wohls oder ein nicht &#8211; oder nicht mehr &#8211;<br \/>\nvorhandenes schutzbed\u00fcrftiges Vertrauen des Einzelnen k\u00f6nne eine Durchbrechung<br \/>\ndes rechtsstaatlichen R\u00fcckwirkungsverbots zugunsten der Gestaltungsfreiheit des<br \/>\nGesetzgebers rechtfertigen oder gar erfordern (BVerfGE 72, 200, 258).<br \/>\nEine \u00c4nderung mit R\u00fcckwirkung ist dar\u00fcber hinaus auch dann zul\u00e4ssig, wenn das<br \/>\ngeltende Recht, das durch die Norm mit R\u00fcckwirkung ver\u00e4ndert wurde, unklar oder<br \/>\nverworren war. Demzufolge ist es dem Gesetzgeber unter dem Gesichtspunkt des<br \/>\nVertrauensschutzes nicht verwehrt, eine Rechtslage r\u00fcckwirkend festzuschreiben,<br \/>\ndie vor einer Rechtsprechungs\u00e4nderung einer gefestigten Rechtsprechung und einer<br \/>\neinheitlichen Rechtspraxis entsprach (BVerfGE 81, 228, Beschluss vom 23.01.1990<br \/>\n1 BvL 4, 5, 6 und 7\/87 und vom 15.10.2008 1 BvR 1138, 06, BFH\/NV 2009, 110).<br \/>\nDanach widerspricht es weder dem Gewaltenteilungsgrundsatz noch dem<br \/>\nRechtsstaatsprinzip, wenn der Gesetzgeber eine Rechtsprechungs\u00e4nderung<br \/>\nkorrigiert, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung<br \/>\nbestehenden Gesetzeslage zwar mit gutem Grund erfolgt sein muss, deren Ergebnis<br \/>\ner jedoch nicht f\u00fcr sachgerecht h\u00e4lt (BVerfG Beschluss vom 15.10.2008 1 BvR<br \/>\n1138\/06 a. a. O.).<br \/>\n5. Bei der Gesetzes\u00e4nderung des \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 und \u00a7 52a Abs. 8 Satz 2<br \/>\nEStG im JStG 2010 handelt es sich um eine echte R\u00fcckwirkung, denn diese<br \/>\n\u00c4nderung ist auf alle noch offenen und damit auch &#8211; wie im Fall des Kl\u00e4gers &#8211; auf<br \/>\nbereits abgeschlossene Veranlagungszeitr\u00e4ume anwendbar. Der Senat h\u00e4lt diese<br \/>\nR\u00fcckwirkung jedoch ausnahmsweise f\u00fcr zul\u00e4ssig, weil der Gesetzgeber dadurch<br \/>\nlediglich eine Gesetzeslage geschaffen hat, die vor der Rechtsprechungs\u00e4nderung des BFH im Urteil vom 15.06.2010 (a. a. O.) einer gefestigten Rechtsprechung und<br \/>\nRechtspraxis entsprochen hat.<br \/>\nNach dieser ge\u00e4nderten Rechtsprechung stellen Erstattungszinsen nach der zu<br \/>\ndiesem Zeitpunkt g\u00fcltigen Rechtslage gem. \u00a7 233a AO keine Eink\u00fcnfte aus<br \/>\nKapitalverm\u00f6gen im Sinne von \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG dar, soweit sie auf<br \/>\nEinkommensteuererstattungen entfielen. Aus dem Abzugsverbot f\u00fcr die<br \/>\nEinkommensteuer und die darauf entfallenden Nebenleistungen des \u00a7 12 Nr. 3 EStG<br \/>\nergebe sich eine gesetzgeberische Zuweisung zum nicht steuerbaren Bereich, die<br \/>\nauch auf die Erstattungszinsen ausstrahle (so auch FG M\u00fcnster, Urteil vom<br \/>\n10.05.2012, Az: 2 K 1947\/00 E &#8211; juris). Mit dieser Entscheidung gab der BFH seine<br \/>\nbisherige st\u00e4ndige Rechtsprechung auf, nach der Erstattungszinsen nach \u00a7 233a AO<br \/>\nEink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen darstellten (vgl. BFH-Urteile vom 08.11.2005 VIII R<br \/>\n105\/03, BFH\/NV 2006, 527; vom 08.04.1986 VIII R 260\/82, BFHE 146, 408, BStBl II<br \/>\n1986, 557; vom 18.02.1975 VIII R 104\/70, BFHE 115, 216, BStBl II 1975, 568; sowie<br \/>\nBeschluss vom 14.04.1992 VIII R 114\/91, BFH\/NV 1993, 165).<br \/>\n6. Die unterschiedliche Behandlung von nichtabziehbaren Nachzahlungszinsen<br \/>\nsowie steuerpflichtigen Erstattungszinsen verst\u00f6\u00dft auch nicht gegen das aus dem<br \/>\nGleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG abzuleitenden Folgerichtigkeitsgebot.<br \/>\nErstattungs- und Nachzahlungszinsen nach \u00a7 233a AO oder \u00a7 237 AO betreffen<br \/>\nweder die R\u00fcckabwicklung des n\u00e4mlichen Zahlungsvorgangs noch wirtschaftlich<br \/>\nvergleichbare Sachverhalte. Demgem\u00e4\u00df besteht auch kein tragf\u00e4higer Grund daf\u00fcr,<br \/>\naus dem Folgerichtigkeitsgrundsatz ein Gebot der symmetrischen Behandlung des<br \/>\nInhalts abzuleiten, dass die Nichtabziehbarkeit von Nachzahlungszinsen einem<br \/>\nVerbot der Besteuerung von Erstattungszinsen entsprechen m\u00fcsse (vgl. BFHBeschluss vom 15.02.2012 I B 97\/11, BFHE 236, 458, BStBl II 2012, 697).<br \/>\nII.<br \/>\nDas Verfahren war nicht nach \u00a7 155 FGO i. V. m. \u00a7 251 Zivilprozessordnung (ZPO)<br \/>\nzum Ruhen zu bringen oder nach \u00a7 74 FGO auszusetzen.<br \/>\nEine Verfahrensruhe schied aus, weil der Kl\u00e4ger einem Ruhen des Verfahrens nicht<br \/>\nmehr zugestimmt hat.<br \/>\nDie Voraussetzungen des \u00a7 74 FGO lagen ebenfalls nicht vor. Ein beim BFH<br \/>\nanh\u00e4ngiger Rechtsstreit, der eine vergleichbare Rechtslage wie im Streitfall betrifft,<br \/>\nstellt keinen Aussetzungsgrund nach \u00a7 74 FGO dar. Da der Senat, wie oben<br \/>\nausgef\u00fchrt, die hier anzuwendenden Vorschriften (\u00a7 20 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3 EStG i. V.<br \/>\nm. \u00a7 52a Abs. 8 Satz 3 EStG) nicht f\u00fcr verfassungswidrig h\u00e4lt, kam auch eine<br \/>\nAussetzung des Verfahrens zum Zwecke einer Einholung einer Entscheidung des<br \/>\nBVerfG gem. Artikel 100 Abs. 1 Satz 1 GG nicht in Betracht.<br \/>\nIII.<br \/>\nDie Kostenentscheidung folgt aus \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<br \/>\nDie Revision war gem. \u00a7 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung<br \/>\nzuzulassen. Zudem sind zu der hier streitigen Rechtsfrage zahlreiche Verfahren beim<br \/>\nBFH, wie oben ausgef\u00fchrt, anh\u00e4ngig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urteil des 6. 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