{"id":52407,"date":"2013-04-17T12:03:40","date_gmt":"2013-04-17T10:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=52407"},"modified":"2013-07-03T12:14:00","modified_gmt":"2013-07-03T10:14:00","slug":"viii-b-161-11-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-prozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastung-hinweispflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-161-11-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-prozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastung-hinweispflicht\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;161\/11 &#8211; NZB, grunds&auml;tzliche Bedeutung, Prozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung, Hinweispflicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.4.2013, VIII B 161\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">NZB, grunds\u00e4tzliche Bedeutung, Prozesskosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung, Hinweispflicht<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Der Senat kann offenlassen, ob die Beschwerdebegr\u00fcndung den Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr\u00fcnden i.S. von \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht, denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nicht erforderlich. Das Finanzgericht (FG) ist bei seiner Entscheidung hinsichtlich der steuerrechtlichen Qualifikation der von den Kl\u00e4gern geltend gemachten Prozesskosten ausdr\u00fccklich von der st\u00e4ndigen h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung zu dieser Problematik ausgegangen und hat diese seiner Entscheidung zu Grunde gelegt. Demgem\u00e4\u00df k\u00f6nnte allenfalls eine fehlerhafte Anwendung der Rechtsprechungsgrunds\u00e4tze auf die Besonderheiten des Streitfalles vorliegen. Das reicht aber grunds\u00e4tzlich f\u00fcr die Zulassung der Revision gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 FGO nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine unrichtige Rechtsanwendung im Einzelfall k\u00f6nnte allenfalls dann zur Zulassung der Revision f\u00fchren, wenn dieser Fehler von erheblichem Gewicht und zudem geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch\u00e4digen oder aber, wenn die Entscheidung des FG objektiv willk\u00fcrlich ist (vgl. Lange in H\u00fcbschmann\/Hepp\/Spitaler, \u00a7\u00a0115 FGO Rz\u00a0202, 204\u00a0f.; Gr\u00e4ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0115 Rz\u00a068). Daf\u00fcr bestehen jedoch keine Anhaltspunkte. Die mit der Beschwerdebegr\u00fcndung vorgebrachten R\u00fcgen richten sich im Ergebnis gegen die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung. Die Zulassung der Revision kann damit nicht erreicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache wird mit der Beschwerdeschrift nicht ausreichend dargelegt. Grunds\u00e4tzliche Bedeutung hat eine Rechtssache nur, wenn eine Frage zu entscheiden ist, an deren Beantwortung ein allgemeines Interesse besteht, weil ihre Kl\u00e4rung das Interesse der Allgemeinheit an der Entwicklung und Handhabung des Rechts betrifft (st\u00e4ndige Rechtsprechung zu \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO a.F., vgl. die Nachweise bei Gr\u00e4ber\/Ruban, a.a.O., \u00a7\u00a0115 Rz\u00a023\u00a0ff., m.w.N.; BFH-Beschluss vom 31.\u00a0Mai 2000 IV\u00a0B\u00a055\/99, juris). Es muss sich um eine aus rechtssystematischen Gr\u00fcnden bedeutsame und auch f\u00fcr die einheitliche Rechtsanwendung wichtige Frage handeln. Diese Voraussetzungen m\u00fcssen in der Beschwerdeschrift dargelegt werden (\u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO). Hierzu gen\u00fcgt die blo\u00dfe Behauptung, die Streitsache habe grunds\u00e4tzliche Bedeutung, nicht. Vielmehr muss die Beschwerde konkret auf die Rechtsfrage, ihre Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit und ihre \u00fcber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung eingehen (vgl. Senatsbeschluss vom 31.\u00a0Januar 2005 VIII\u00a0B\u00a018\/02, BFH\/NV 2005, 1212, m.w.N., st\u00e4ndige Rechtsprechung). Insbesondere sind Ausf\u00fchrungen erforderlich, aus welchen Gr\u00fcnden, in welchem Umfang und von welcher Seite die Rechtsfrage umstritten ist (st\u00e4ndige Rechtsprechung, s. z.B. BFH-Beschluss vom 30.\u00a0August 2001 IV\u00a0B\u00a079, 80\/01, BFHE 196, 30, BStBl II 2001, 837).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen gen\u00fcgt die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Hinweis der Kl\u00e4ger auf die neue Rechtsprechung des BFH zum generellen steuerlichen Abzug von Prozesskosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung ist ebenfalls nicht geeignet, die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Sache zu belegen. Wie vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt) unwidersprochen vorgetragen, fehlt es bereits deshalb an der Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit, weil &#8211;die Anerkennung s\u00e4mtlicher Prozesskosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung unterstellt&#8211; angesichts der zumutbaren Eigenbelastung der Kl\u00e4ger sich keine steuerliche Auswirkung ergeben w\u00fcrde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Hinsichtlich der R\u00fcge, das FG habe seine Hinweispflicht verletzt, nimmt der Senat auf die st\u00e4ndige Rechtsprechung des BFH Bezug, nach der \u00a7\u00a076 Abs.\u00a02 FGO das FG nicht verpflichtet, die Beteiligten zu einer Substantiierung ihres Sachvortrags zu veranlassen, wenn die rechtliche Bedeutung der vorzutragenden Tatsachen f\u00fcr den Ausgang des Klageverfahrens auf der Hand liegt (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 4.\u00a0August 1999 VIII\u00a0B\u00a051\/98, BFH\/NV 2000, 204). Das gilt im Streitfall insbesondere auch deshalb, weil der Kl\u00e4ger selbst Rechtsanwalt ist und sich selbst sowie die Kl\u00e4gerin im Prozess vertritt (vgl. BFH-Beschluss vom 4.\u00a0August 1999 VIII\u00a0B\u00a051\/98, BFH\/NV 2000, 204).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Von einer weiteren Begr\u00fcndung sieht der Senat ab (\u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.4.2013, VIII B 161\/11 NZB, grunds\u00e4tzliche Bedeutung, Prozesskosten als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung, Hinweispflicht Gr\u00fcnde 1 1. Der Senat kann offenlassen, ob die Beschwerdebegr\u00fcndung den Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr\u00fcnden i.S. von \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht, denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegr\u00fcndet. 2 a) Entgegen der Auffassung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-161-11-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-prozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastung-hinweispflicht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;161\/11 &#8211; NZB, grunds&auml;tzliche Bedeutung, Prozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung, Hinweispflicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-52407","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52407"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52407\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}