{"id":52999,"date":"2013-07-10T18:44:14","date_gmt":"2013-07-10T16:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=52999"},"modified":"2013-07-10T18:44:14","modified_gmt":"2013-07-10T16:44:14","slug":"iii-b-2-13-kein-anspruch-auf-anwendung-eines-splittingverfahrens-auf-verwitwete-alleinerziehende-familiensplitting-ruhen-des-verfahrens-hinsichtlich-einer-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-2-13-kein-anspruch-auf-anwendung-eines-splittingverfahrens-auf-verwitwete-alleinerziehende-familiensplitting-ruhen-des-verfahrens-hinsichtlich-einer-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;2\/13 &#8211; Kein Anspruch auf Anwendung eines Splittingverfahrens auf (verwitwete) Alleinerziehende &#8211; Familiensplitting &#8211; Ruhen des Verfahrens hinsichtlich einer Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2013, III B 2\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Anspruch auf Anwendung eines Splittingverfahrens auf (verwitwete) Alleinerziehende &#8211; Familiensplitting &#8211; Ruhen des Verfahrens hinsichtlich einer Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist seit 2009 verwitwet. Er hat zwei Kinder, die im Februar 1999 und im April 2001 geboren und in die Lohnsteuerkarte des Kl&auml;gers f&uuml;r 2010 eingetragen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte den Antrag des Kl&auml;gers, auf seiner Lohnsteuerkarte 2011 die Lohnsteuerklasse III einzutragen, ab. Der dagegen gerichtete Einspruch blieb ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage, mit der der Kl&auml;ger von seinem urspr&uuml;nglichen Verpflichtungsantrag zu einem Feststellungsantrag (Feststellung, dass das FA zu Unrecht die Eintragung der Lohnsteuerklasse III abgelehnt hat) &uuml;bergegangen war, als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und wegen Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat sieht davon ab, gem&auml;&szlig; der Anregung des Kl&auml;gers das Ruhen des Verfahrens zu beschlie&szlig;en bzw. das Verfahren auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Aussetzung des Verfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO ist nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen dann geboten, wenn vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bereits ein nicht als aussichtslos erscheinendes Musterverfahren gegen eine im Streitfall anzuwendende Norm anh&auml;ngig ist (z.B. Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Februar 1992 III&nbsp;B&nbsp;24, 25\/91, BFHE 166, 418, BStBl II 1992, 408). Dabei darf es nicht um immer wieder andere Sachverhalte gehen, sondern die F&auml;lle m&uuml;ssen hinsichtlich der verfassungsrechtlichen Streitfrage im Wesentlichen gleichgelagert sein (vgl. Senatsbeschluss in BFHE 166, 418, BStBl II 1992, 408, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger benannten, beim BVerfG anh&auml;ngigen Verfahren 2&nbsp;BvR&nbsp;909\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;1981\/06 und 2&nbsp;BvR&nbsp;288\/07 stellen indessen keine Musterverfahren f&uuml;r die vorliegende Sachverhaltskonstellation dar. Sie betreffen die Ausdehnung der Zusammenveranlagung und des Splittingtarifs auf eingetragene Lebenspartnerschaften. Demgegen&uuml;ber erstrebt der Kl&auml;ger eine Ausdehnung des Splittingtarifs bzw. ein dar&uuml;ber hinausgehendes Familiensplitting auf (verwitwete) Alleinerziehende mit Kindern. Insoweit handelt es sich nicht um im Wesentlichen gleichgelagerte Sachverhaltskonstellationen (s. hierzu im Einzelnen unten II.2.c&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Ruhen des Verfahrens, das nicht an die einschr&auml;nkenden Voraussetzungen einer Verfahrensaussetzung gebunden ist, kann auch hinsichtlich einer Nichtzulassungsbeschwerde angeordnet werden (vgl. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Juni 1998 V&nbsp;B&nbsp;160\/96, BFH\/NV 1999, 83). Voraussetzung hierf&uuml;r ist au&szlig;er der Zustimmung der Beteiligten, dass diese Anordnung aus wichtigen Gr&uuml;nden zweckm&auml;&szlig;ig ist (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;251 der Zivilprozessordnung). Im Streitfall kommt die Anordnung der Verfahrensruhe allerdings bereits deshalb nicht in Betracht, weil das FA sich der entsprechenden Anregung des Kl&auml;gers nicht angeschlossen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtsfrage hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn ihre Beantwortung durch den BFH aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei soll es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein muss. Eine Rechtsfrage ist nicht mehr kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie bereits durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen (z.B. BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;B&nbsp;75\/05, BFH\/NV 2006, 2243).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von dem Kl&auml;ger aufgeworfenen Rechtsfragen lassen sich anhand der bisherigen Rechtsprechung des BFH &#8211;im Sinne der vom FG vertretenen Rechtsauffassung&#8211; beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger h&auml;lt die Fragen f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam,<br \/><\/br>&#8211; ob es mit Art.&nbsp;3 und Art.&nbsp;6 des Grundgesetzes (GG) vereinbar ist, dass ein verwitweter Steuerpflichtiger mit zwei einkommenslosen Kindern signifikant mehr (Lohn-)Steuer zu bezahlen hat als ein alleinverdienender verheirateter Steuerpflichtiger mit identischem Einkommen, der nur ein einkommensloses&nbsp;&nbsp;Kind hat oder kinderlos ist<br \/><\/br>und<br \/><\/br>&#8211; ob es im Hinblick auf die Chancengleichheit der Kinder mit Art.&nbsp;3 und Art.&nbsp;6 GG vereinbar ist, dass einem Kind nach dem Tod eines Elternteils aufgrund der steuerlichen Behandlung des verbliebenen Elternteils weniger anteiliges Familieneinkommen (u.a. zu seiner Ausbildung) verbleibt als einem Kind verheirateter Eltern, die &uuml;ber ein identisches Einkommen verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) aa) Das BVerfG und ihm folgend der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung haben die Vereinbarkeit des Splittingverfahrens mit dem Prinzip der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit best&auml;tigt (BVerfG-Urteil vom 3.&nbsp;November 1982&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;363\/80, BVerfGE 61, 319, BStBl II 1982, 717; BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juni 1996 IV&nbsp;R&nbsp;4\/84, BFHE 181, 31; Senatsurteil vom 31.&nbsp;Juli 1997 III&nbsp;R&nbsp;31\/90, BFH\/NV 1998, 439; Senatsbeschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;September 2002 III&nbsp;B&nbsp;40\/02, BFH\/NV 2003, 157; vom 17.&nbsp;August 2004 III&nbsp;B&nbsp;121\/03, BFH\/NV 2005, 46; vom 28.&nbsp;Januar 2005 III&nbsp;B&nbsp;97\/04, BFH\/NV 2005, 1050; vom 5.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;158\/10, BFH\/NV 2011, 1870, und vom 17.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;68\/12, BFH\/NV 2013, 362). Auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Schutzbereichs des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG hat das BVerfG keine Ansatzpunkte f&uuml;r eine Ausdehnung des Splittingvorteils auf die Gruppe der Alleinerziehenden gefunden (BVerfG-Urteil in BVerfGE 61, 319, BStBl II 1982, 717; s. hierzu auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 362). Im &Uuml;brigen hat es das BVerfG dem Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers &uuml;berlassen, in welchem Regelungsbereich er einer verminderten Leistungsf&auml;higkeit von Alleinerziehenden, die insbesondere durch zwangsl&auml;ufige Betreuungsaufwendungen ausgel&ouml;st werden kann, Rechnung tr&auml;gt, und dabei die verschiedenen Varianten des Splittings nur als eine unter mehreren m&ouml;glichen Formen einer steuerrechtlichen Regelung in den Raum gestellt (BVerfG-Urteil in BVerfGE 61, 319, BStBl II 1982, 717). Hat danach der Gesetzgeber eine Leistungsf&auml;higkeitsminderung bei Alleinerziehenden in anderer Form in ausreichender Weise ber&uuml;cksichtigt, folgt daraus, dass sich aus verfassungsrechtlichen Erw&auml;gungen kein Zwang ergibt, den aus anderen Gr&uuml;nden gew&auml;hrten Splittingvorteil auf Alleinerziehende auszudehnen (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren hat das BVerfG auch gegen das gesetzliche Konzept, das s&auml;chliche Existenzminimum und den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Kindergeld oder Kinderfreibetr&auml;gen zu ber&uuml;cksichtigen, keine verfassungsrechtlichen Bedenken erkennen lassen (Beschluss vom 10.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;980\/91, BVerfGE 99, 216, BStBl II 1999, 182, unter C.I.). Entsprechend hat es das BVerfG auch abgelehnt, die Wirkung der unterschiedlichen Tarifvorschriften f&uuml;r zusammenveranlagte und einzeln veranlagte Eltern als Kompensationsm&ouml;glichkeit f&uuml;r eine unzureichende steuerliche Erfassung kindbedingter Aufwendungen heranzuziehen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 99, 216, BStBl II 1999, 182, unter B.II.3.). Weder aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG noch aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG wurde eine Verpflichtung des Gesetzgebers abgeleitet, Unterhaltsleistungen f&uuml;r Kinder in der vollen H&ouml;he des b&uuml;rgerlich-rechtlichen Unterhaltsanspruchs, der sich regelm&auml;&szlig;ig nach der Lebensstellung der Eltern bestimmt, zu ber&uuml;cksichtigen (BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 1990&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;4\/86, BVerfGE 82, 60, BStBl II 1990, 653, unter C.III.3.d). Hieraus hat der BFH gefolgert, dass mit dieser Aussage zugleich die Entscheidung getroffen wurde, dass ein Familiensplitting im Sinne der grunds&auml;tzlichen Ber&uuml;cksichtigung der Unterhaltslasten in tats&auml;chlicher H&ouml;he verfassungsrechtlich nicht geboten ist (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 1997 VI&nbsp;R&nbsp;114\/96, BFHE 183, 549, BStBl II 1997, 697).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keine Bedenken hat das BVerfG schlie&szlig;lich auch dagegen erkennen lassen, dass der Gesetzgeber der besonderen Belastungssituation Alleinerziehender durch den in &sect;&nbsp;24b EStG geregelten Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende Rechnung tr&auml;gt (s. hierzu im Einzelnen Nichtannahmebeschluss vom 22.&nbsp;Mai 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;310\/07, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2009, 1027; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vom Kl&auml;ger dargelegten Gr&uuml;nde lassen keine neuen Gesichtspunkte erkennen, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger darauf hinweist, das BVerfG habe in dem Beschluss vom 21.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;611\/07, 1&nbsp;BvR&nbsp;2464\/07 (BVerfGE 126, 400) ein Verbot statuiert, wonach die F&ouml;rderung der Ehe nicht mit der Benachteiligung anderer Lebensformen einhergehen d&uuml;rfe, die nach dem geregelten Lebenssachverhalt und den mit der Normierung verfolgten Zielen der Ehe vergleichbar seien, ist bereits nicht erkennbar, dass das BVerfG als der Ehe vergleichbare Lebensform auch ein Zusammenleben von (alleinstehenden) Elternteilen mit ihren Kindern angesehen haben k&ouml;nnte. Die Entscheidung befasste sich vielmehr allein mit der Gleichbehandlung von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt f&uuml;r die vom Kl&auml;ger zitierten Beschl&uuml;sse des Finanzgerichts Niedersachsen vom 9.&nbsp;November 2010&nbsp;&nbsp;10&nbsp;V&nbsp;309\/10 (Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2011, 675) und vom 1.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;V 239\/10 (juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keine Vergleichbarkeit zwischen Ehegatten und einer Alleinerzieherfamilie vermag der Senat dabei im Hinblick auf das vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrte Kriterium einer &quot;Gemeinschaft des Erwerbs&quot; zu erkennen. &sect;&nbsp;1360 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) verpflichtet beide Ehegatten in umfassender Weise, durch ihre Arbeit und mit ihrem Verm&ouml;gen die Familie angemessen zu unterhalten, wobei der angemessene Unterhalt der Familie nach &sect;&nbsp;1360a BGB alles umfasst, was nach den Verh&auml;ltnissen der Ehegatten erforderlich ist, um die Kosten des Haushalts zu bestreiten und die pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnisse der Ehegatten und den Lebensbedarf der gemeinsamen unterhaltsberechtigten Kinder zu befriedigen. Demgegen&uuml;ber statuiert &sect;&nbsp;1619 BGB f&uuml;r haushaltsangeh&ouml;rige Kinder, die entweder von den Eltern noch erzogen oder zumindest unterhalten werden, eine blo&szlig;e Mithilfepflicht im Hauswesen oder Gesch&auml;ft der Eltern. Diese unterliegt zudem erheblichen Einschr&auml;nkungen, welche sich insbesondere aus dem Alter, den k&ouml;rperlichen und geistigen F&auml;higkeiten, dem Vorrang der eigenen Ausbildung des Kindes oder generell aus dem Kindeswohl ergeben k&ouml;nnen (vgl. etwa v.&nbsp;Sachsen Gessaphe in M&uuml;nchener Kommentar &#8211;M&uuml;nchKomm&#8211; zum BGB, &sect;&nbsp;1619 BGB Rz&nbsp;19&nbsp;ff.; zum danach entsprechend eingeschr&auml;nkten zeitlichen Umfang der Mithilfepflicht vgl. etwa Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 14.&nbsp;August 2009&nbsp;&nbsp;6&nbsp;U&nbsp;118\/09, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verkehrsrecht 2010, 156, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig l&auml;sst sich f&uuml;r den Senat aus dem vom Kl&auml;ger geltend gemachten Kriterium der &quot;partnerschaftlichen Entscheidungsfindung&quot; eine Vergleichbarkeit der Lebensformen der Ehe und der Alleinerzieherfamilie entnehmen. Bei der partnerschaftlichen Entscheidungsfindung in der Ehe geht es um die Aufgaben- und Rollenverteilung in der Ehe, sprich die Entscheidung dar&uuml;ber, wie Haushaltsf&uuml;hrung und Erwerbst&auml;tigkeit zwischen den Ehegatten verteilt werden (s. hierzu &sect;&nbsp;1356 BGB). Demgegen&uuml;ber betrifft &sect;&nbsp;1626 Abs.&nbsp;2 BGB die g&auml;nzlich andere Frage, welchem Leitbild die elterliche Erziehung folgen soll und zielt insoweit darauf ab, das Kind schrittweise auf jene Selbst&auml;ndigkeit und jenes Verantwortungsbewusstsein vorzubereiten, die es bei Vollj&auml;hrigkeitseintritt erreicht haben soll (Huber in M&uuml;nchKomm zum BGB, &sect;&nbsp;1626 BGB Rz&nbsp;61).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Tatsache, dass dar&uuml;ber hinaus Eltern und ihre Kinder &uuml;ber einen gemeinsamen Wohnsitz verf&uuml;gen k&ouml;nnen und zwischen beiden gegenseitige Unterhaltspflichten und Erbanspr&uuml;che bestehen k&ouml;nnen, spricht zwar f&uuml;r die vom Kl&auml;ger angenommene Verbundenheit zwischen Eltern und Kindern, gibt dieser Verbundenheit aber keinen ehe&auml;hnlichen Charakter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ergibt sich auch aus der vom Kl&auml;ger dargelegten Schlechterstellung von Halbwaisen gegen&uuml;ber den Kindern, deren Eltern noch leben, kein Bed&uuml;rfnis f&uuml;r eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der aufgeworfenen Rechtsfragen durch den BFH. Der vom Kl&auml;ger angestellte Vergleich zwischen einer Alleinerzieherfamilie mit zwei Kindern und einer Alleinverdienerehe mit einem Kind vernachl&auml;ssigt den Umstand, dass zwischen dem Alleinerzieher und seinen Kindern typischerweise nicht die Gemeinschaft im Erwerb und Verbrauch und die partnerschaftliche Entscheidungsfindung wie in einer Ehe besteht. Anderenfalls m&uuml;sste &#8211;entgegen der geltenden Rechtslage&#8211; auch das Kind der Alleinverdienerehegatten in das Splitting miteinbezogen werden. Insoweit ergibt sich aber aus der Tatsache, dass das BVerfG es dem gesetzgeberischen Gestaltungsspielraum &uuml;berlassen hat, die Besteuerung Alleinerziehender alternativ durch eine der verschiedenen denkbaren Formen eines Familiensplittings zu regeln, zugleich, dass kein verfassungsrechtlicher Anspruch darauf besteht, die Besteuerung der Alleinerziehenden nur in (einer bestimmten) Form des Familiensplittings durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich kann der Senat auch nicht erkennen, dass f&uuml;r die vom BVerfG angef&uuml;hrten Gr&uuml;nde f&uuml;r die mangelnde Vergleichbarkeit zwischen Alleinerziehenden und Ehegatten mitentscheidend gewesen sein k&ouml;nnte, wie hoch der Anteil der Alleinerziehenden in der Gesellschaft ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht wegen eines Verfahrensfehlers zuzulassen, auf dem das FG-Urteil beruhen k&ouml;nnte (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Vortrag, das angefochtene Urteil gehe nicht darauf ein, dass das BVerfG im Beschluss in BVerfGE 126, 400 nicht nur die Diskriminierung anderer &quot;Lebenspartnerschaften&quot;, sondern ausdr&uuml;cklich die Beg&uuml;nstigung der Ehe gegen&uuml;ber anderer &quot;Lebensformen&quot; als verfassungswidrig angesehen habe, r&uuml;gt der Kl&auml;ger ein Fehlen von Entscheidungsgr&uuml;nden i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO und damit eine Verletzung der Pflicht des Gerichts, sein Urteil mit Gr&uuml;nden zu versehen, sowie einen Versto&szlig; gegen die sog. Beachtungspflicht. Diese R&uuml;gen greifen indessen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG-Urteil ist nicht ohne (hinreichende) Begr&uuml;ndung ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die von &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;5 FGO geforderte Begr&uuml;ndung eines Urteils dient vor allem der Unterrichtung der Verfahrensbeteiligten dar&uuml;ber, auf welchen Feststellungen und &Uuml;berlegungen die richterliche Entscheidung beruht (vgl. Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;113\/11, BFH\/NV 2013, 726, m.w.N.). Dazu muss das Gericht aber nicht auf jede Einzelheit des Sachverhalts und des Beteiligtenvortrags ausf&uuml;hrlich eingehen. Ein Versto&szlig; gegen das Begr&uuml;ndungsgebot liegt zwar vor, wenn das Gericht einen wesentlichen Streitpunkt &uuml;berhaupt nicht er&ouml;rtert (BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 46). Eine lediglich l&uuml;ckenhafte Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt aber nur dann zu einem Mangel i.S. von &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;5 FGO, wenn die vom FG fixierten Entscheidungsgr&uuml;nde zum Nachweis der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Urteilsspruchs schlechterdings ungeeignet erscheinen und den Beteiligten keine hinl&auml;ngliche Kenntnis dar&uuml;ber vermitteln, auf welchen Feststellungen, Erkenntnissen und rechtlichen Erw&auml;gungen das Urteil beruht (vgl. die Nachweise bei Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG ist in der angegriffenen Entscheidung auf die Frage der &Uuml;bertragbarkeit der Erw&auml;gungen des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 126, 400 auf die Besteuerung von Verwitweten mit Kindern eingegangen und hat diese &Uuml;bertragbarkeit mit der Begr&uuml;ndung verneint, dass zwischen Verwitweten mit Kindern keine Gemeinschaft des Erwerbs und Verbrauchs bestehe. Damit erhielten die Beteiligten hinl&auml;ngliche Kenntnis dar&uuml;ber, auf welchen rechtlichen Erw&auml;gungen das Urteil insoweit beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG-Urteil enth&auml;lt keine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO in Gestalt eines Versto&szlig;es gegen die sogenannte Beachtungspflicht (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beachtungspflicht ist verletzt, wenn das FG &Auml;u&szlig;erungen eines Verfahrensbeteiligten zu entscheidungserheblichen Fragen nicht zur Kenntnis nimmt bzw. bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung zieht. Das Gericht ist nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgr&uuml;nden ausdr&uuml;cklich auseinanderzusetzen (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 726, m.w.N.). Eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs liegt jedoch dann vor, wenn das Gericht Sachverhalt und Sachvortrag, auf den es ankommen kann, nicht nur nicht ausdr&uuml;cklich bescheidet, sondern &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies trifft indessen im vorliegenden Fall nicht zu. Das Gericht hat &#8211;wie dargelegt wurde&#8211; den Vortrag des Kl&auml;gers zur Kenntnis genommen und sich mit ihm auseinandergesetzt. Aus dem Umstand, dass sich das FG der Auffassung des Kl&auml;gers nicht angeschlossen und damit seinen Vortrag nicht &quot;erh&ouml;rt&quot; hat, ergibt sich dagegen keine Verletzung des Rechts auf Gew&auml;hrung des rechtlichen Geh&ouml;rs (z.B. BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;April 2007 V&nbsp;B&nbsp;122\/05, BFH\/NV 2007, 1517).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2013, III B 2\/13 Kein Anspruch auf Anwendung eines Splittingverfahrens auf (verwitwete) Alleinerziehende &#8211; Familiensplitting &#8211; Ruhen des Verfahrens hinsichtlich einer Nichtzulassungsbeschwerde Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist seit 2009 verwitwet. Er hat zwei Kinder, die im Februar 1999 und im April 2001 geboren und in die Lohnsteuerkarte des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-2-13-kein-anspruch-auf-anwendung-eines-splittingverfahrens-auf-verwitwete-alleinerziehende-familiensplitting-ruhen-des-verfahrens-hinsichtlich-einer-nichtzulassungsbeschwerde\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;2\/13 &#8211; Kein Anspruch auf Anwendung eines Splittingverfahrens auf (verwitwete) Alleinerziehende &#8211; Familiensplitting &#8211; Ruhen des Verfahrens hinsichtlich einer Nichtzulassungsbeschwerde<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-52999","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52999\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}