{"id":53997,"date":"2013-07-17T15:53:27","date_gmt":"2013-07-17T13:53:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=53997"},"modified":"2013-07-17T15:53:27","modified_gmt":"2013-07-17T13:53:27","slug":"v-r-48-11-abzweigungsberechtigung-beim-kindergeld-beruecksichtigung-von-unterhaltsleistungen-des-kindergeldberechtigten-bei-leistungen-der-grundsicherung-nach-parpar-41-ff-sgb-xii-fuer-ein-kind-mit-sc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-48-11-abzweigungsberechtigung-beim-kindergeld-beruecksichtigung-von-unterhaltsleistungen-des-kindergeldberechtigten-bei-leistungen-der-grundsicherung-nach-parpar-41-ff-sgb-xii-fuer-ein-kind-mit-sc\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;48\/11 &#8211; Abzweigungsberechtigung beim Kindergeld &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten bei Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. SGB XII f&uuml;r ein Kind mit Schwerbehinderung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.4.2013, V R 48\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzweigungsberechtigung beim Kindergeld &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten bei Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. SGB XII f&uuml;r ein Kind mit Schwerbehinderung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Sozialhilfetr&auml;ger ist grunds&auml;tzlich nicht abzweigungsberechtigt, wenn er Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. SGB XII f&uuml;r ein Kind mit Schwerbehinderung zahlt, das im Haushalt des Kindergeldberechtigten untergebracht ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob und ggf. in welcher H&ouml;he dem Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), einem Landkreis, ein Anspruch auf Abzweigung des Kindergelds f&uuml;r den Sohn der Beigeladenen aus deren Anspruch auf Kindergeld zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene bezog Kindergeld f&uuml;r ihren Sohn, der schwerbehindert ist und im Haushalt der Beigeladenen lebt. Im Schwerbehindertenausweis ist f&uuml;r den Sohn ein Grad der Behinderung von 80&nbsp;v.H. eingetragen. Au&szlig;erdem sind dort die Merkzeichen&nbsp;B (Notwendigkeit st&auml;ndiger Begleitung), G (erhebliche Beeintr&auml;chtigung der Bewegungsf&auml;higkeit im Stra&szlig;enverkehr) und H (Hilflosigkeit) angebracht. Der Sohn der Beigeladenen besuchte eine F&ouml;rderschule f&uuml;r Kinder mit Behinderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 13.&nbsp;September 2010 beantragte der Kl&auml;ger bei der Beklagten und Revisionsbeklagten (Familienkasse) die Abzweigung des Kindergelds aus dem Anspruch der Beigeladenen unter Hinweis auf die von ihm gew&auml;hrte Grundsicherung bei Erwerbsminderung in H&ouml;he von damals 402,45&nbsp;EUR monatlich. Hilfsweise meldete er einen Erstattungsanspruch nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;104 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch an. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte er an, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;2 des Zw&ouml;lften Buches Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;XII) Unterhaltsanspr&uuml;che des Kindes gegen seine Eltern bei der Leistungsgew&auml;hrung unber&uuml;cksichtigt bleiben m&uuml;ssten, sofern die Eltern j&auml;hrlich ein Gesamteinkommen von unter 100.000&nbsp;EUR erzielten. Deshalb sei auch dann eine Abzweigung m&ouml;glich, wenn der Kindergeldberechtigte nicht zum Unterhalt seines vollj&auml;hrigen Kindes verpflichtet sei, weil das Kind Grundsicherungsleistungen nach den &sect;&sect;&nbsp;41&nbsp;ff. SGB&nbsp;XII erhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene teilte der Familienkasse hierzu mit, dass die Betreuung ihres Sohnes f&uuml;r sie mit einem erheblichen behinderungsbedingten zus&auml;tzlichen Aufwand verbunden sei. Sie wende f&uuml;r ihren Sohn monatlich 50&nbsp;EUR Taschengeld, 400&nbsp;EUR f&uuml;r Bekleidung und behinderungsbedingte &Auml;nderungen an der Kleidung, 759&nbsp;EUR f&uuml;r Fahrtkosten (z.B. zu therapeutischen oder medizinischen Ma&szlig;nahmen) und 120&nbsp;EUR f&uuml;r &auml;rztliche und therapeutische Behandlungen auf. Hinzu k&auml;men j&auml;hrlich 143,96&nbsp;EUR f&uuml;r Medikamente, 456,60&nbsp;EUR f&uuml;r Ferien- und Freizeitunternehmungen sowie 2.597,06&nbsp;EUR f&uuml;r die Teilnahme an einer n&auml;her bezeichneten Therapie. Zur Begleichung dieser Kosten verwende sie das Pflegegeld von 430&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse lehnte den Antrag des Kl&auml;gers auf Abzweigung mit Bescheid vom 21.&nbsp;Dezember 2010 ab und f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung an, dass der Beigeladenen f&uuml;r ihr Kind Aufwendungen in H&ouml;he von 4.520&nbsp;EUR entst&uuml;nden, so dass sich im Durchschnitt eine monatliche Belastung von 376,66&nbsp;EUR ergebe. Dieser Betrag &uuml;bersteige das monatliche Kindergeld erheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse wies den Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 zur&uuml;ck. Auch die Klage zum Finanzgericht (FG) hatte keinen Erfolg. Mit seinem in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2012, 629 ver&ouml;ffentlichten Urteil entschied das FG, dass die Abzweigung von Kindergeld an den Tr&auml;ger der Sozialhilfe, der gegen&uuml;ber einem vollj&auml;hrigen behinderten Menschen im Haushalt der Eltern lebenden Kind Grundsicherungsleistungen erbringe, grunds&auml;tzlich ausgeschlossen sei. Im Regelfall sei zu unterstellen, dass die &#8211;selbst keine Sozialhilfe beziehenden&#8211; Kindergeldberechtigten mindestens den Kindergeldbetrag f&uuml;r den Unterhalt ihres Kindes aufwendeten. Da bei der Zahlung von Grundsicherungsleistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;2 SGB&nbsp;XII keine Pr&uuml;fung der Leistungsf&auml;higkeit der unterhaltsverpflichteten Eltern erfolge, sei diese Einschr&auml;nkung des Untersuchungsgrundsatzes auch im Verfahren der Abzweigung des Kindergelds an den Tr&auml;ger der Sozialhilfe zu beachten und f&uuml;hre dazu, dass die tats&auml;chlich vom Kindergeldberechtigten erbrachten Unterhaltsleistungen nicht aufzukl&auml;ren seien. Aus der Sicherstellung des notwendigen Unterhalts des Kindes durch die Erbringung der Grundsicherungsleistungen lasse sich nicht schlie&szlig;en, dass beim Kindergeldberechtigten keine Unterhaltsleistungen anfallen. &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG differenziere nicht zwischen notwendigem und weiterem Lebensbedarf des Kindes. Der Kindergeldberechtigte k&ouml;nne im Verfahren wegen der Abzweigung von Kindergeld nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG nicht zur F&uuml;hrung eines Haushaltsbuches verpflichtet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit der Revision. Das Urteil des FG sei nicht vereinbar mit &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG. Das FG erwecke den Anschein, dass aufgrund des schweren Schicksals der betroffenen Familien nicht unter &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG subsumiert werde. Auch ihm falle es nicht leicht, Recht durchsetzen zu m&uuml;ssen. Er unterliege aber dem verfassungsrechtlichen Gebot der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung. Das FG habe eine unzutreffende teleologische Reduktion vorgenommen. Es entst&uuml;nden Anspr&uuml;che erster und zweiter Klasse. Er k&ouml;nne Abzweigung beanspruchen. Dass die Beigeladene keine Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch oder nach dem SGB&nbsp;XII bezogen habe, f&uuml;hre nicht dazu, dass eine Abzweigung bereits dem Grunde nach ausscheide. Die Grundsicherungsleistungen h&auml;tten auch nicht den Charakter einer aufgedr&auml;ngten Bereicherung. Das FG habe sich zu Unrecht auf unterhaltsrechtliche Leitlinien bezogen. Fraglich sei, warum nur der Regelsatz mit den Grenzbetr&auml;gen verglichen werden solle. Die Auffassung des FG, dass eine l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung aller Ausgaben nur mit einem Haushaltsbuch m&ouml;glich und deshalb unzumutbar w&auml;re, sei unhaltbar. Im Rahmen der Kindergeldzahlung sei der Anspruchsberechtigte nachweispflichtig. Das FG sei vorschnell von einer Ermessensreduzierung auf Null ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/><\/br>das Urteil des FG aufzuheben und die Zur&uuml;ckverweisung an das FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Lebe das Kind im Haushalt des Kindergeldberechtigten wie im Streitfall, sei nach den f&uuml;r sie bindenden Dienstanweisungen regelm&auml;&szlig;ig davon auszugehen, dass der Berechtigte Unterhaltsleistungen erbringe, die den Betrag des Kindergelds &uuml;berstiegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Dem Kl&auml;ger steht kein Anspruch auf Abzweigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG kann das f&uuml;r ein Kind festgesetzte Kindergeld an das Kind ausgezahlt werden, wenn der Kindergeldberechtigte gegen&uuml;ber dem Kind seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Die Auszahlung kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG auch an die Person oder Stelle erfolgen, die dem Kind Unterhalt gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG zu Recht entschieden, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Abzweigung nicht vorliegen, da jede andere Entscheidung als die Ablehnung der Abzweigung ermessenswidrig w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sind bei der Aus&uuml;bung des Ermessens, ob und in welcher H&ouml;he das Kindergeld an Sozialleistungstr&auml;ger abzuzweigen ist, auch geringe Unterhaltsleistungen der Eltern zu ber&uuml;cksichtigen. Sind die Leistungen mindestens so hoch wie das Kindergeld, ist eine Abzweigung nicht ermessensgerecht (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Februar 2006 III&nbsp;R&nbsp;65\/04, BFHE 212, 481, BStBl II 2008, 753, unter II.2.; vom 9.&nbsp;Februar 2009 III&nbsp;R&nbsp;37\/07, BFHE 224, 290, BStBl II 2009, 928, unter II.3.b, und BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;August 2012 III&nbsp;B&nbsp;26\/12, BFH\/NV 2012, 1963, unter II.3.c&nbsp;aa). Nach dem BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1963, scheidet eine Abzweigung aus, wenn der kindergeldberechtigte Elternteil durch &Uuml;bernahme eines Kostenbeitrags und durch Gew&auml;hrung von Unterkunft Unterhaltsleistungen mindestens in der H&ouml;he des gesetzlichen Kindergeldbetrags f&uuml;r ein vollj&auml;hriges behindertes Kind erbringt, das nicht vollstation&auml;r untergebracht ist, sondern sich &uuml;ber Nacht und an freien Tagen im Haushalt des Kindergeldberechtigten befindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In &Uuml;bereinstimmung mit dieser Rechtsprechung steht die Dienstanweisung zur Durchf&uuml;hrung des Familienleistungsausgleichs nach dem X.&nbsp;Abschnitt des Einkommensteuergesetzes (DA-FamEStG) zu &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG, bei der es sich um eine Verwaltungsvorschrift handelt, die das der Verwaltung durch &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG einger&auml;umte Ermessen lenken soll. Die im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung zu ber&uuml;cksichtigende XII. DA-FamEStG&nbsp;2009 zu &sect;&nbsp;74 EStG in der Fassung vom 21.&nbsp;Dezember 2010 ordnete an, dass grunds&auml;tzlich keine Abzweigung erfolgen kann, wenn ein Kind in den Haushalt des Berechtigten aufgenommen ist (&sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 EStG); ebenso kommt keine Abzweigung in Betracht, wenn der Berechtigte regelm&auml;&szlig;ig Unterhaltsleistungen erbringt, die den Betrag des anteiligen Kindergeldes &uuml;bersteigen (DA&nbsp;74.1.2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und 3). Hieran hat die Verwaltung auch in der Folgezeit festgehalten (vgl. DA&nbsp;74.1.2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und 3 der DA-FamEStG&nbsp;2012, wonach eine Abzweigung nicht in Betracht kommt, wenn der Berechtigte regelm&auml;&szlig;ig Unterhaltsleistungen erbringt, die den Betrag des anteiligen Kindergelds &uuml;bersteigen, wovon grunds&auml;tzlich auszugehen ist, wenn das Kind in den Haushalt des Berechtigten aufgenommen worden ist).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ist eine Beh&ouml;rde erm&auml;chtigt, nach ihrem Ermessen zu handeln, hat sie ihr Ermessen entsprechend dem Zweck der Erm&auml;chtigung auszu&uuml;ben und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einzuhalten (&sect;&nbsp;5 der Abgabenordnung). Ermessenslenkende Verwaltungsvorschriften k&ouml;nnen nach der Rechtsprechung des BFH unter dem Gesichtspunkt der Selbstbindung der Verwaltung und damit der Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) von Bedeutung sein; das gilt aber nur, wenn sich die in ihnen getroffenen Regelungen innerhalb der Grenzen halten, die das GG und die Gesetze der Aus&uuml;bung des Ermessens setzen (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juli 2011 I&nbsp;R&nbsp;44\/10, BFH\/NV 2011, 2005). Ermessenslenkende Verwaltungsvorschriften, die unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) zur Selbstbindung der Verwaltung f&uuml;hren, sind daher bei der gerichtlichen Pr&uuml;fung, ob die Finanzverwaltung ihre Ermessensentscheidung fehlerfrei, insbesondere willk&uuml;rfrei getroffen hat, von den Finanzgerichten zu beachten (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;43\/09, BFHE 233, 58, BStBl II 2011, 610, unter II.2.a; ebenso zuvor vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 V&nbsp;R&nbsp;48\/07, BFHE 225, 215, BStBl II 2010, 92, unter II.4.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) lebte der schwerbehinderte Sohn der Beigeladenen im Haushalt der Beigeladenen. Zudem hat die Beigeladene selbst keine Grundsicherungsleistungen nach &sect;&sect;&nbsp;41&nbsp;ff. SGB&nbsp;XII erhalten, die nach dem BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Dezember 2008 III&nbsp;R&nbsp;6\/07 (BFHE 224, 228, BStBl II 2009, 926, unter II.2.) dem Kindergeldanspruch entgegenstehen. Die im Streitfall nach &sect;&nbsp;102 FGO nur im Hinblick auf Ermessensfehler zu &uuml;berpr&uuml;fende Verwaltungsentscheidung erweist sich danach unter Ber&uuml;cksichtigung der ermessenslenkenden Verwaltungsvorschriften zu &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG als rechtm&auml;&szlig;ig. Nicht entscheidungserheblich ist daher, ob die Familienkasse bei der Ablehnung der Abzweigung zu Recht und ohne Versto&szlig; gegen die Verpflichtung zur einwandfreien und ersch&ouml;pfenden Sachverhaltsermittlung (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 19.&nbsp;April 2012 III&nbsp;R&nbsp;85\/09, BFHE 237, 145, BFH\/NV 2012, 1369, unter II.4.b) davon ausgegangen ist, dass der Beigeladenen f&uuml;r den Unterhalt ihres Sohnes &#8211;neben der Haushaltsaufnahme&#8211; monatliche Aufwendungen von mehr als dem Kindergeldbetrag von monatlich 184&nbsp;EUR entstanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die hiergegen gerichteten Einwendungen des Kl&auml;gers greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beantwortung der Frage, ob unterhaltsbezogene Aufwendungen der Beigeladenen durch die Unterbringung ihres Sohnes in ihrem Haushalt vorliegen, ist im Hinblick auf den ma&szlig;geblichen b&uuml;rgerlich-rechtlichen Unterhaltsbegriff entscheidend, ob es sich hierbei um Aufwendungen handelt, die als Erf&uuml;llung der Unterhaltspflicht nach &sect;&nbsp;1610 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) anzusehen sind. Das &quot;Ma&szlig;&quot; des b&uuml;rgerlich-rechtlich zu gew&auml;hrenden Unterhalts bestimmt sich &quot;nach der Lebensstellung des Bed&uuml;rftigen&quot; als sog. &quot;angemessener Unterhalt&quot; (&sect;&nbsp;1610 Abs.&nbsp;1 BGB), wobei der Unterhalt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1610 Abs.&nbsp;2 BGB &quot;den gesamten Lebensbedarf einschlie&szlig;lich der Kosten einer angemessenen Vorbildung zu einem Beruf, bei einer der Erziehung bed&uuml;rftigen Person auch die Kosten der Erziehung&quot; umfasst. Dies ist im Streitfall im Hinblick auf die Kosten f&uuml;r die Unterbringung des Sohnes der Beigeladenen in ihrem Haushalt ohne weiteres zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers wird durch das Abstellen auf die unterhaltsbezogenen Aufwendungen des Kindergeldberechtigten nicht &quot;pauschal unterstellt, dass sie [die Kindergeldberechtigten] zus&auml;tzlich zu den Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Aufwendungen in H&ouml;he des Kindergelds haben&quot;. Da die Unterhaltspflicht nach &sect;&nbsp;1610 BGB wegen der Ankn&uuml;pfung an die Lebensstellung des Berechtigten weiter reicht als die Leistungen zur Grundsicherung, die sich nur auf den &quot;notwendigen Lebensunterhalt&quot; (&sect;&nbsp;41 SGB&nbsp;XII) beziehen, steht der Ber&uuml;cksichtigung unterhaltsbezogener Aufwendungen der Beigeladenen nach &sect;&nbsp;1610 BGB nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger Mittel f&uuml;r den notwendigen Lebensunterhalt bereit gestellt hat. Unerheblich ist daher &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; auch, dass &quot;die Grundsicherungsleistungen [seiner Ansicht nach] ausreichend bemessen sind, um den notwendigen Lebensbedarf sicherzustellen&quot;. Soweit dies dahingehend zu verstehen sein sollte, dass der Kl&auml;ger davon ausgeht, dass Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect;&nbsp;41&nbsp;ff. SGB&nbsp;XII dazu f&uuml;hren sollen, dass Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten nicht zu ber&uuml;cksichtigen sind, ist dies im Hinblick auf den zivilrechtlich zu bestimmenden Unterhaltsbegriff des &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 EStG nicht zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger kann sich auch nicht auf &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 und 4 EStG berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG besteht eine Abzweigungsberechtigung zugunsten des Kindes auch, wenn der Kindergeldberechtigte mangels Leistungsf&auml;higkeit nicht unterhaltspflichtig ist oder nur Unterhalt in H&ouml;he eines Betrags zu leisten braucht, der geringer ist als das f&uuml;r die Auszahlung in Betracht kommende Kindergeld. Auch diese Auszahlung kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG an die Person oder Stelle erfolgen, die dem Kind Unterhalt gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn zugunsten des Kl&auml;gers davon auszugehen w&auml;re, dass sich aus der Gew&auml;hrung von Grundsicherungsleistungen nach &sect;&sect;&nbsp;41&nbsp;ff. SGB&nbsp;XII ergibt, dass die Beigeladene im Umfang dieser Grundsicherung &quot;mangels Leistungsf&auml;higkeit nicht unterhaltspflichtig&quot; gewesen sein sollte, kommt nach der BFH-Rechtsprechung eine Abzweigung auch nicht in Betracht, soweit der Kindergeldberechtigte trotz dieser Grundsicherungsleistungen eigene Unterhaltsleistungen erbringt, die der H&ouml;he nach mindestens dem Kindergeld entsprechen. So ist es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &Uuml;ber Erstattungsanspr&uuml;che nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;2 EStG ist im Streitfall nicht zu entscheiden, da der Kl&auml;ger im Verfahren vor dem FG keinen diesbez&uuml;glichen Antrag gestellt hat und einen derartigen Anspruch auch nicht mit seiner Revision verfolgt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit der Kl&auml;ger mangelhafte Sachverhaltsaufkl&auml;rung (&sect;&nbsp;76 FGO) geltend macht und dies als Verfahrensr&uuml;ge zu verstehen sein sollte, hat diese R&uuml;ge schon deshalb keinen Erfolg, weil er nicht dargelegt hat, dass er in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG einen Beweisantrag gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.4.2013, V R 48\/11 Abzweigungsberechtigung beim Kindergeld &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten bei Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. SGB XII f&uuml;r ein Kind mit Schwerbehinderung Leits&auml;tze Der Sozialhilfetr&auml;ger ist grunds&auml;tzlich nicht abzweigungsberechtigt, wenn er Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. SGB XII f&uuml;r ein Kind mit Schwerbehinderung zahlt, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-48-11-abzweigungsberechtigung-beim-kindergeld-beruecksichtigung-von-unterhaltsleistungen-des-kindergeldberechtigten-bei-leistungen-der-grundsicherung-nach-parpar-41-ff-sgb-xii-fuer-ein-kind-mit-sc\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;48\/11 &#8211; Abzweigungsberechtigung beim Kindergeld &#8211; Ber&uuml;cksichtigung von Unterhaltsleistungen des Kindergeldberechtigten bei Leistungen der Grundsicherung nach &sect;&sect; 41 ff. 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