{"id":5435,"date":"2012-09-27T00:00:00","date_gmt":"2012-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5435"},"modified":"2012-11-23T12:41:39","modified_gmt":"2012-11-23T10:41:39","slug":"iii-r-70-11-beruecksichtigung-eines-zivildienstleistenden-als-ausbildungsplatz-suchendes-kind-richtigstellung-der-kostenentscheidung-des-fg-kostenentscheidung-bei-revisionseinlegung-durch-beide-beteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-70-11-beruecksichtigung-eines-zivildienstleistenden-als-ausbildungsplatz-suchendes-kind-richtigstellung-der-kostenentscheidung-des-fg-kostenentscheidung-bei-revisionseinlegung-durch-beide-beteil\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;70\/11 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung eines Zivildienstleistenden als Ausbildungsplatz suchendes Kind &#8211; Richtigstellung der Kostenentscheidung des FG &#8211; Kostenentscheidung bei Revisionseinlegung durch beide Beteiligten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2012, III R 70\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Ber&uuml;cksichtigung eines Zivildienstleistenden als Ausbildungsplatz suchendes Kind &#8211; Richtigstellung der Kostenentscheidung des FG &#8211; Kostenentscheidung bei Revisionseinlegung durch beide Beteiligten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Ber&uuml;cksichtigungstatbestand nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG wird nicht allein deshalb ausgeschlossen, weil das Kind w&auml;hrend seiner Bem&uuml;hungen um einen Ausbildungsplatz den gesetzlichen Zivildienst ableistet. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist die Mutter ihres im April 1988 geborenen Sohnes (S).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S beendete seine Schulausbildung im Juli 2007. In der Zeit vom 2.&nbsp;Januar bis 30.&nbsp;September 2008 leistete er den gesetzlichen Zivildienst. Hierf&uuml;r erhielt er einen Sold in H&ouml;he von 4.599,72&nbsp;EUR und ein Entlassungsgeld in H&ouml;he von 690,24&nbsp;EUR. Sp&auml;testens im M&auml;rz 2008 bewarb sich S um einen Studienplatz.&nbsp;Im Juni 2008 bestand er die hierf&uuml;r vorgeschriebene Aufnahmepr&uuml;fung. Im Oktober 2008 nahm er sein Studium auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) hob die Kindergeldfestsetzung f&uuml;r S ab August 2007 auf und forderte gew&auml;hrtes Kindergeld in H&ouml;he von 616&nbsp;EUR zur&uuml;ck. Ab Oktober 2008 bezog die Kl&auml;gerin wieder Kindergeld. Die Familienkasse wies den gegen den Aufhebungsbescheid eingelegten Rechtsbehelf mit Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2008 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen erhobene Klage war f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 erfolgreich, f&uuml;r den Zeitraum von August 2007 bis Februar 2008 hingegen erfolglos. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, der Klage sei f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 stattzugeben, weil sich S sp&auml;testens in diesem Monat um einen Studienplatz beworben habe. Einer Ber&uuml;cksichtigung des S als Ausbildungsplatz suchendes Kind nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung (EStG) stehe nicht entgegen, dass er sein Studium aus studienorganisatorischen Gr&uuml;nden erst im Oktober 2008 habe aufnehmen k&ouml;nnen. Unerheblich sei auch der Umstand, dass S ab Januar 2008 Zivildienst geleistet habe. Die Ableistung des Zivildienstes f&uuml;hre nicht dazu, dass ein an sich erf&uuml;llter Ber&uuml;cksichtigungstatbestand wieder ausgeschlossen werde. Schlie&szlig;lich liege das von S w&auml;hrend seiner Dienstzeit erhaltene Entgelt unter dem ma&szlig;geblichen Jahresgrenzbetrag. F&uuml;r den Zeitraum August 2007 bis Februar 2008 scheide hingegen eine Ber&uuml;cksichtigung des S aus. Insbesondere greife &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG nicht ein, weil die &Uuml;bergangszeit zwischen Beendigung der Schulausbildung und Beginn des Zivildienstes mehr als vier Monate betragen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG legte die Kosten des Verfahrens der Kl&auml;gerin zu 6\/7 und der Familienkasse zu 1\/7 auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil haben beide Beteiligten Revision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt eine fehlerhafte Anwendung des materiellen Rechts, soweit das FG den S wegen &Uuml;berschreitens der Viermonatsfrist in dem Zeitraum von August 2007 bis Februar 2008 nicht als Kind ber&uuml;cksichtigt habe. Nicht beeinflussbare Verz&ouml;gerungen bei der Einberufung zum Zivildienst d&uuml;rften sich im Rahmen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG nicht zu Lasten des Kindergeldberechtigten auswirken. Abgesehen davon m&uuml;sse das Kind bei einem schuldlosen &Uuml;berschreiten der Viermonatsfrist jedenfalls nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil, den Aufhebungsbescheid und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung insoweit aufzuheben, als die Kindergeldfestsetzung f&uuml;r den Zeitraum von August 2007 bis Februar 2008 aufgehoben wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse r&uuml;gt mit ihrer Revision eine unzutreffende Auslegung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG durch das FG, soweit es S ab M&auml;rz 2008 als Ausbildungsplatz suchendes Kind ber&uuml;cksichtigt habe. Hierdurch habe es gegen die gesetzgeberische Wertung versto&szlig;en, nach der w&auml;hrend eines Wehr- oder Zivildienstes mangels typischer Unterhaltssituation kein Anspruch auf Kindergeld bestehe. Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;61\/01 (BFHE 199, 210, BStBl II 2002, 807), nach dem sich ein Kind w&auml;hrend des Zivildienstes in einer Berufsausbildung i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG befinden k&ouml;nne. Bei dieser Entscheidung sei ma&szlig;geblich gewesen, dass den Eltern wegen der Berufsausbildung des Kindes tats&auml;chlich ein zus&auml;tzlicher Aufwand entstanden sei. Solche besonderen Umst&auml;nde seien im Streitfall nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil insoweit aufzuheben, als es den Aufhebungsbescheid und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 aufhebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten beantragen im &Uuml;brigen, die Revision des jeweils anderen zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revisionen sind unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;gerin f&uuml;r den Streitzeitraum (August 2007 bis M&auml;rz 2008) ein Kindergeldanspruch (nur) f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das FG hat das Klagebegehren der Kl&auml;gerin zutreffend dahingehend ausgelegt, dass sie mit ihrer Klage die Aufhebung des Aufhebungsbescheids f&uuml;r den Zeitraum von August 2007 bis M&auml;rz 2008 begehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Senats kann das FG den Anspruch auf Kindergeld grunds&auml;tzlich nur in dem zeitlichen Umfang in zul&auml;ssiger Weise zum Gegenstand einer Inhaltskontrolle machen, in dem die Familienkasse den Kindergeldanspruch geregelt hat. Im Falle eines zul&auml;ssigen, in der Sache aber unbegr&uuml;ndeten Einspruchs gegen einen Aufhebungsbescheid ist der Familienkasse l&auml;ngstens eine Regelung bis zum Ende des Monats der Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung m&ouml;glich. W&uuml;rde ein Kl&auml;ger mit seiner Klage &uuml;ber diesen Zeitraum hinaus Kindergeld begehren, w&auml;re sie insoweit unzul&auml;ssig (Senatsurteil vom 22.&nbsp;Dezember 2011 III&nbsp;R&nbsp;41\/07, BFHE 236, 144, BStBl II 2012, 681). Es entspricht daher der recht verstandenen Interessenlage der Kl&auml;gerin, dass sie mit ihrer Klage &#8211;zumal sie im finanzgerichtlichen Verfahren nicht ausdr&uuml;cklich etwas Abweichendes beantragt hat&#8211; die Aufhebung des Aufhebungsbescheids f&uuml;r den Zeitraum von August 2007 bis M&auml;rz 2008 erreichen will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Revision der Kl&auml;gerin<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat S f&uuml;r den Zeitraum von August 2007 bis Februar 2008 zu Recht nicht als Kind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. S kann w&auml;hrend des genannten Zeitraums nicht nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG als Ausbildungsplatz suchendes Kind ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Vorschrift wird ein Kind ber&uuml;cksichtigt, das &#8211;wie S im Streitfall&#8211; das 18., aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH ist hierf&uuml;r erforderlich, dass ein Ausbildungsplatz fehlt und sich das Kind ernsthaft um einen solchen bem&uuml;ht (Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2009 III&nbsp;R&nbsp;84\/07, BFH\/NV 2010, 853; Schmidt\/Loschelder, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;32 Rz&nbsp;31&nbsp;f.). Nach den Feststellungen des FG hat sich S sp&auml;testens im Monat M&auml;rz 2008 um einen Studienplatz beworben. Diese von der Kl&auml;gerin nicht mit einer zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;ge angegriffene Feststellung ist f&uuml;r den Senat bindend (s. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Danach hat sich S zwar jedenfalls im Monat M&auml;rz 2008, nicht aber zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt um einen Studienplatz beworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ebenso scheidet eine Ber&uuml;cksichtigung des S in der Zeit von August 2007 bis Dezember 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG als ein Kind in einer &Uuml;bergangszeit aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift wird ein Kind, das das 18., aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat, ber&uuml;cksichtigt, wenn es sich in einer &Uuml;bergangszeit von h&ouml;chstens vier Monaten befindet, die zwischen zwei Ausbildungsabschnitten oder zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung des gesetzlichen Wehr- oder Zivildienstes, einer vom Wehr- oder Zivildienst befreienden T&auml;tigkeit als Entwicklungshelfer oder als Dienstleistender im Ausland nach &sect;&nbsp;14b des Zivildienstgesetzes oder der Ableistung eines freiwilligen Dienstes i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat S die &Uuml;bergangszeit von vier Monaten zwischen Schulabschluss und Beginn des gesetzlichen Zivildienstes &uuml;berschritten. Es liegt eine &Uuml;bergangszeit &#8211;beginnend mit dem Monat August 2007 und endend mit dem Monat Dezember 2007&#8211; von f&uuml;nf Monaten vor (zur Berechnung der Viermonatsfrist s. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juli 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;105\/01, BFHE 203, 102, BStBl II 2003, 847). Nach dem klaren Wortlaut der Vorschrift kommt bei einem &Uuml;berschreiten der &Uuml;bergangszeit eine Beg&uuml;nstigung auch nicht f&uuml;r die ersten vier Monate in Betracht (Senatsurteil in BFHE 236, 144, BStBl II 2012, 681, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Kindergeldanspruch l&auml;sst sich f&uuml;r die f&uuml;nfmonatige &Uuml;bergangszeit auch nicht auf eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b oder c EStG st&uuml;tzen. Nach gefestigter Rechtsprechung des Senats ist die gesetzliche Ausgestaltung der Tatbest&auml;nde in &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG, wonach ein Kind, das nach Beendigung der Schulzeit &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob absehbar oder nicht&#8211; l&auml;nger als vier Monate auf den Beginn des Pflichtdienstes (gesetzlicher Wehr- oder Zivildienst) wartet, w&auml;hrend dieser &Uuml;bergangszeit nicht ber&uuml;cksichtigt wird, weder l&uuml;ckenhaft noch verst&ouml;&szlig;t sie gegen das Grundgesetz. Zur Begr&uuml;ndung wird auf die j&uuml;ngsten Senatsurteile vom 22.&nbsp;Dezember 2011 III&nbsp;R&nbsp;5\/07 (BFHE 236, 137, BStBl 2012, 678) und in BFHE 236, 144, BStBl II 2012, 681, vom 9.&nbsp;Februar 2012 III&nbsp;R&nbsp;68\/10 (BFHE 236, 421, BStBl II 2012, 686) und vom 24.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;R&nbsp;25\/09 (BFH\/NV 2012, 1437) verwiesen, mit welchen die bisherige Rechtsprechung best&auml;tigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich kann S f&uuml;r die Monate Januar und Februar 2008 auch nicht nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG ber&uuml;cksichtigt werden. Nach dieser Vorschrift wird ein Kind, das das 18., aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat, ber&uuml;cksichtigt, wenn es f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird. Durch die Rechtsprechung des BFH ist bereits gekl&auml;rt, dass der Zivildienst grunds&auml;tzlich keine Berufsausbildung darstellt (s. dazu BFH-Urteil vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;86\/02, BFH\/NV 2004, 1242).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Revision der Familienkasse<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 einen Kindergeldanspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Ber&uuml;cksichtigung eines Kindes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG setzt &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt (s.&nbsp;B.II.1.)&#8211; voraus, dass ein Ausbildungsplatz fehlt und sich das Kind ernsthaft um einen solchen bem&uuml;ht (Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 853). Dabei ist im Grundsatz jeder Ausbildungswunsch des Kindes zu ber&uuml;cksichtigen. Ein ernsthaftes Bem&uuml;hen erfordert aber zudem, dass der Ausbildungsplatz im Erfolgsfall angetreten werden kann. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG liegen demnach nicht vor, wenn das Kind &#8211;die Verf&uuml;gbarkeit des Ausbildungsplatzes unterstellt&#8211; diesen ohnehin nicht antreten k&ouml;nnte, weil es die objektiven Anforderungen daf&uuml;r nicht erf&uuml;llt oder es aus anderen Gr&uuml;nden am Antritt gehindert w&auml;re (z.B. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juli 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;79\/99, BFHE 203, 94, BStBl II 2003, 843). Zudem liegt ein ernsthaftes Bem&uuml;hen in F&auml;llen, in denen eine Ausbildung &#8211;wie z.B. ein Studium&#8211; nur zu bestimmten Zeitpunkten begonnen werden kann, nur dann vor, wenn sich das Kind f&uuml;r den n&auml;chstm&ouml;glichen Ausbildungsbeginn bewirbt (Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 853). Im &Uuml;brigen ist &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG nicht nur dann erf&uuml;llt, wenn das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sondern auch dann, wenn ihm ein Ausbildungsplatz bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gr&uuml;nden erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt antreten kann (Senatsurteil vom 17.&nbsp;Juni 2010 III&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982, m.w.N.). Danach ist ein Kind, dem der begehrte Studienplatz aufgrund ernsthafter Bem&uuml;hungen bereits zur Verf&uuml;gung steht, auch w&auml;hrend der Wartezeit bis zum Semesterbeginn zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sind die vorstehend aufgezeigten Voraussetzungen gegeben, wird der Tatbestand des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG nicht dadurch ausgeschlossen, dass das Kind daneben den gesetzlichen Zivildienst ableistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der BFH hat zuletzt in seinen Entscheidungen zur Ber&uuml;cksichtigung von Kindern w&auml;hrend einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt, dass eine typische Unterhaltssituation kein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal der einzelnen Ber&uuml;cksichtigungstatbest&auml;nde ist. Ob ein Kind wegen eigener Eink&uuml;nfte typischerweise nicht auf Unterhaltsleistungen der Eltern angewiesen und deshalb nicht als Kind zu ber&uuml;cksichtigen ist, ist nach der gesetzlichen Regelung nicht bei der Pr&uuml;fung der Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 2 EStG zu ermitteln, sondern erst auf einer zweiten Stufe bei der Pr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG, ob die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des Kindes den ma&szlig;gebenden Grenzbetrag &uuml;berschreiten (z.B. Senatsurteile in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982; vom 7.&nbsp;April 2011 III&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFH\/NV 2011, 1329).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dabei ist es nach dem Gesetzeswortlaut und der Gesetzessystematik unerheblich, aus welchen Gr&uuml;nden bei den Eltern keine typische Unterhaltssituation gegeben ist. Danach kann weder eine Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit noch die Ableistung eines gesetzlichen Pflichtdienstes den Ber&uuml;cksichtigungstatbestand nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG ausschlie&szlig;en. Abweichendes l&auml;sst sich insbesondere weder aus dem Umstand, dass der Zivildienst nicht in den Katalog der Ber&uuml;cksichtigungstatbest&auml;nde (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG) aufgenommen wurde, noch aus der Vorschrift des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ableiten, nach der Kinder, die den gesetzlichen Grundwehrdienst oder den Zivildienst leisten, u.a. in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG (Berufsausbildung) &uuml;ber die ma&szlig;gebliche Altersgrenze hinaus f&uuml;r einen der Dauer dieser Dienste entsprechenden Zeitraum ber&uuml;cksichtigt werden (sog. Verl&auml;ngerungstatbestand). Zwar beruhen beide Regelungen auf der typisierenden Annahme des Gesetzgebers, dass Eltern von Kindern, die den gesetzlichen Grundwehrdienst oder den Zivildienst leisten, wirtschaftlich nicht belastet sind und deshalb &#8211;mangels typischer Unterhaltssituation&#8211; auch keinen Anspruch auf Kindergeld haben (BFH-Urteil in BFHE 199, 210, BStBl II 2002, 807; s. auch Senatsurteil in BFHE 236, 144, BStBl 2012, 681). Hieraus ergibt sich jedoch nicht, dass die Ber&uuml;cksichtigung eines Kindes f&uuml;r Zeiten des Zivildienstes auch dann ausgeschlossen ist, wenn es sich &#8211;neben dem Zivildienst&#8211; ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bem&uuml;ht. Auch in diesem Fall ist &#8211;wie beim Zusammentreffen ernsthafter Ausbildungsplatzbem&uuml;hungen mit einer Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit&#8211; die Unterhaltsbed&uuml;rftigkeit des Kindes und damit die wirtschaftliche Belastung der Eltern nicht durch eine einschr&auml;nkende Auslegung des Ber&uuml;cksichtigungstatbestandes, sondern &#8211;entsprechend der gesetzlichen Regelungskonzeption&#8211; durch die H&ouml;he der Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des Kindes typisierend zu bestimmen. Demnach k&ouml;nnen Kinder, die den gesetzlichen Zivildienst ableisten, nicht nur als Kinder in Berufsausbildung (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG; so bereits BFH-Urteil in BFHE 199, 210, BStBl II 2002, 807), sondern auch als Ausbildungsplatz suchende Kinder (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG) ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat die vorstehend dargestellten Grunds&auml;tze zutreffend auf den Streitfall angewendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S hat sich nach den den Senat bindenden Feststellungen im Monat M&auml;rz 2008 um die Aufnahme des Studiums im Oktober 2008 beworben (s. dazu bereits B.II.1.). Mangels abweichender Anhaltspunkte ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um den n&auml;chstm&ouml;glichen Studienbeginn gehandelt hat. Im &Uuml;brigen ist S die Aufnahme des Studiums zu diesem Zeitpunkt auch nicht wegen der Ableistung des Zivildienstes unm&ouml;glich gewesen; sein Zivildienst endete vor dem Semesterbeginn. Dass sich S w&auml;hrend seines Zivildienstes beworben hat, ist &#8211;wie ausgef&uuml;hrt (B.III.2.)&#8211; unsch&auml;dlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach war S f&uuml;r den Monat M&auml;rz 2008 infolge seiner Bewerbung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Schlie&szlig;lich haben die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des S nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (s. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) den ma&szlig;geblichen anteiligen Jahresgrenzbetrag (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;2&nbsp;ff. EStG) nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Die Entscheidung des FG &uuml;ber die Verfahrenskosten ist unrichtig und deshalb unabh&auml;ngig vom Ausgang des Revisionsverfahrens von dem erkennenden Senat richtig zu stellen (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;September 1989 I&nbsp;R&nbsp;76\/84, juris, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenverteilung ergibt sich nach dem Ma&szlig;e des Obsiegens bzw. Unterliegens, somit danach, in welchem Umfang der Klageantrag erfolgreich ist. Es ist auf den Unterschied zwischen der begehrten und der erreichten &Auml;nderung des angefochtenen Verwaltungsaktes abzustellen (Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;136 Rz&nbsp;1; Schwarz in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;136 FGO Rz&nbsp;6). Das FG hat die Verfahrenskosten der Kl&auml;gerin zu 6\/7 und der Familienkasse zu 1\/7 auferlegt (&sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO). Die Kl&auml;gerin hat jedoch mit ihrer Klage Kindergeld f&uuml;r acht (August 2007 bis M&auml;rz 2008), nicht f&uuml;r sieben Monate begehrt. Danach hat die Kosten des finanzgerichtlichen Verfahrens die Kl&auml;gerin zu 7\/8 und die Familienkasse zu 1\/8 zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der Kosten des Revisionsverfahrens gilt Folgendes: Legen &#8211;wie hier&#8211; beide Beteiligten Revision ein, ist die Kostenentscheidung nach dem Grundsatz der einheitlichen Kostenverteilung nach Quoten der Gesamtkosten (&sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) zu treffen (z.B. Senatsurteil vom 7.&nbsp;November 2000 III&nbsp;R&nbsp;79\/97, BFHE 193, 536, BStBl II 2001, 702).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach tr&auml;gt die Kl&auml;gerin die Kosten zu 7\/8 und die Familienkasse zu 1\/8.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2012, III R 70\/11 Ber&uuml;cksichtigung eines Zivildienstleistenden als Ausbildungsplatz suchendes Kind &#8211; Richtigstellung der Kostenentscheidung des FG &#8211; Kostenentscheidung bei Revisionseinlegung durch beide Beteiligten Leits&auml;tze Der Ber&uuml;cksichtigungstatbestand nach &sect; 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c EStG wird nicht allein deshalb ausgeschlossen, weil das Kind w&auml;hrend seiner Bem&uuml;hungen um einen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-70-11-beruecksichtigung-eines-zivildienstleistenden-als-ausbildungsplatz-suchendes-kind-richtigstellung-der-kostenentscheidung-des-fg-kostenentscheidung-bei-revisionseinlegung-durch-beide-beteil\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;70\/11 &#8211; Ber&uuml;cksichtigung eines Zivildienstleistenden als Ausbildungsplatz suchendes Kind &#8211; Richtigstellung der Kostenentscheidung des FG &#8211; Kostenentscheidung bei Revisionseinlegung durch beide Beteiligten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5435","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5435\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}