{"id":5436,"date":"2012-09-27T00:00:00","date_gmt":"2012-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5436"},"modified":"2012-11-23T12:29:02","modified_gmt":"2012-11-23T10:29:02","slug":"iii-r-31-09-investitionszulagenberechtigung-fuer-den-bauherrn-prozessfuehrungsbefugnis-bei-ausscheiden-aller-gesellschafter-bis-auf-einen-aus-einer-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-31-09-investitionszulagenberechtigung-fuer-den-bauherrn-prozessfuehrungsbefugnis-bei-ausscheiden-aller-gesellschafter-bis-auf-einen-aus-einer-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; Investitionszulagenberechtigung f&uuml;r den Bauherrn &#8211; Prozessf&uuml;hrungsbefugnis bei Ausscheiden aller Gesellschafter bis auf einen aus einer Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2012, III R 31\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Investitionszulagenberechtigung f&uuml;r den Bauherrn &#8211; Prozessf&uuml;hrungsbefugnis bei Ausscheiden aller Gesellschafter bis auf einen aus einer Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Zulagenberechtigung f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 setzt nicht voraus, dass der Investor zivilrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer des Geb&auml;udes ist. Erforderlich und gen&uuml;gend ist vielmehr, dass der Betreffende die Sanierung als Bauherr auf eigene Rechnung und Gefahr durchf&uuml;hrt. Dies ist der Fall, wenn er das Baugeschehen beherrscht und das Bauherrenrisiko tr&auml;gt. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Revisionsbeklagte), eine GmbH, ist die fr&uuml;here pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin der K GmbH &#038; Co. KG (KG) und seit dem Ausscheiden der Kommanditisten mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2011 deren Gesamtrechtsnachfolgerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die KG schloss mit X (Verk&auml;ufer &#8211;V&#8211;) am 5.&nbsp;September 2000 einen notariellen Vertrag &uuml;ber den Erwerb von in Wohnungs- und Teileigentum aufzuteilenden und mit einem unsanierten Altbau bebauten Grundbesitz in Y. Den &quot;Kaufgegenstand&quot; regelten die Parteien in &sect;&nbsp;1 wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Der Verk&auml;ufer verkauft und &uuml;bertr&auml;gt hiermit dem K&auml;ufer den vorbeschriebenen Grundbesitz einschlie&szlig;lich aller wesentlichen Bestandteile und allem gesetzlichen Zubeh&ouml;r.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verk&auml;ufer erkl&auml;rt, bereits noch zu bildende Sondereigentumsrechte an dem Grundbesitz an Dritte verkauft zu haben. Ob diese Vertr&auml;ge durchgef&uuml;hrt werden, ist derzeit jedoch offen. Der K&auml;ufer verpflichtet sich insoweit, bei den Vertr&auml;gen &uuml;ber noch zu bildende Sondereigentumsrechte, die zwischen dem derzeitigen Verk&auml;ufer und Dritten abgeschlossen worden sind und die durchgef&uuml;hrt werden, die Sondereigentumseinheiten aus der Haftung seiner Auflassungsvormerkung freizustellen. Der Kaufgegenstand reduziert sich in diesem Falle auf die Sondereigentumseinheiten, die nicht an Dritte zu &uuml;bertragen sind. Hierzu geh&ouml;ren bereits jetzt folgende Sondereigentumsrechte: &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter vereinbarten die Vertragsparteien &quot;als wirtschaftlichen &Uuml;bergang des Kaufgegenstandes (Besitz&uuml;bergang)&quot; den Tag der notariellen Beurkundung (5.&nbsp;September 2000). V bewilligte der KG eine Auflassungsvormerkung, die am 13.&nbsp;Oktober 2000 in das Grundbuch eingetragen wurde. Ferner trat er ihr seine Rechte an der Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft ab und verpflichtete sich, bei der Bestellung von Grundschulden zur Finanzierung des Kaufpreises mitzuwirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit weiterem notariell beurkundeten Vertrag vom 5.&nbsp;September 2000 verpflichtete sich die KG gegen&uuml;ber V, die in zwei Anlagen bezeichneten Sondereigentumseinheiten entsprechend einer bestehenden Baubeschreibung zu sanieren. Bei den in den Anlagen bezeichneten Sondereigentumseinheiten handelte es sich um die Wohnungen in dem Objekt, die V bereits an Dritte verkauft und zu deren Sanierung er sich gegen&uuml;ber den K&auml;ufern verpflichtet hatte. Die Kaufpreisanspr&uuml;che gegen&uuml;ber den Dritterwerbern in H&ouml;he von rd. 7,94&nbsp;Mio.&nbsp;DM wurden an die den V finanzierende Bank und von dieser an die die KG finanzierende Bank abgetreten. V konnte weiterhin Kaufvertr&auml;ge abschlie&szlig;en, jedoch nur unter den Bedingungen des notariell beurkundeten Vertrags und einer Abtretung der Kaufpreise an die KG bzw. die sie finanzierende Bank. Die KG verpflichtete sich ferner dazu, V von allen mit dem Grundst&uuml;ck verbundenen Verpflichtungen freizustellen. F&uuml;r die Abtretung der Kaufpreisanspr&uuml;che hatte sie einen Betrag von rd. 2,3 Mio.&nbsp;DM zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notarieller Urkunde vom 13.&nbsp;November 1998 hatte V bereits eine Teilungserkl&auml;rung abgegeben, wonach der Grundbesitz in urspr&uuml;nglich 43 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten aufgeteilt werden sollte. Die entsprechende Anlegung der Grundbuchbl&auml;tter durch das Grundbuchamt erfolgte am 26.&nbsp;Oktober 2000.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit sanierte die KG das Objekt bis zum 29.&nbsp;Dezember 2000. Im M&auml;rz 2002 beantragte sie f&uuml;r 27&nbsp;Wohnungen die Gew&auml;hrung einer Investitionszulage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 des Investitionszulagengesetzes (InvZulG) 1999 f&uuml;r das Jahr 2000.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &Auml;nderungsbescheid vom 24.&nbsp;Januar 2003 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;), der f&uuml;r das streitige Objekt mit Bescheid vom 26.&nbsp;April 2002 Investitionszulage zun&auml;chst unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) festgesetzt hatte, die Investitionszulage 2000 auf 17.900&nbsp;DM herab. Insoweit handelte es sich um die Investitionszulage f&uuml;r ein nicht streitgegenst&auml;ndliches weiteres Objekt (Z). Der Einspruch blieb erfolglos. Zuvor hatte die KG im Juni 2002 einen Antrag &uuml;ber Investitionszulage f&uuml;r sechs weitere in dem Objekt befindliche Wohnungen gestellt. Zu einer ge&auml;nderten Festsetzung kam es insoweit jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage begehrte die KG die Aufhebung des Bescheids vom 24.&nbsp;Januar 2003 sowie der Einspruchsentscheidung und damit die Gew&auml;hrung von Investitionszulage auch f&uuml;r die 27&nbsp;Wohnungen, die in dem &Auml;nderungsbescheid vom 26.&nbsp;April 2002 ber&uuml;cksichtigt worden waren. Nicht von dem Klagebegehren der KG umfasst war die Gew&auml;hrung von Investitionszulage f&uuml;r die sechs Wohnungen, f&uuml;r welche die KG erst im Juni 2002 einen Antrag gestellt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1669 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt und hob den &Auml;nderungsbescheid vom 24.&nbsp;Januar 2003 sowie die Einspruchsentscheidung auf. Es war der Ansicht, die KG sei aufgrund des Kaufvertrags vom 5.&nbsp;September 2000 wirtschaftliche Eigent&uuml;merin des Objekts i.S. des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO geworden und habe als solche Anspruch auf Investitionszulage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung materiellen Rechts. Der KG sei Investitionszulage nur f&uuml;r drei Wohnungen zu gew&auml;hren, bei denen sie zivilrechtliche Eigent&uuml;merin geworden sei. Hinsichtlich der &uuml;brigen Wohnungen habe das FG zu Unrecht wirtschaftliches Eigentum der KG bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, unter Aufhebung der Vorentscheidung die Klage insoweit als unbegr&uuml;ndet abzuweisen, als sie &uuml;ber die Gew&auml;hrung einer Investitionszulage f&uuml;r das Jahr 2000 in H&ouml;he von 47.930&nbsp;DM (24.506,22&nbsp;EUR) hinausgeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revisionsbeklagte beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Streitsache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Sache ist nicht spruchreif, weil die vom FG festgestellten Tatsachen keine abschlie&szlig;ende Beurteilung erm&ouml;glichen, ob der KG f&uuml;r die streitigen Wohnungen eine Investitionszulage zustand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revisionsbeklagte ist im Revisionsverfahren prozessf&uuml;hrungsbefugt. Die urspr&uuml;ngliche Prozessf&uuml;hrungsbefugnis der KG f&uuml;r eine Klage gegen den Investitionszulagenbescheid ist nach Ergehen des FG-Urteils dadurch auf die Revisionsbeklagte &uuml;bergegangen, dass diese infolge des Ausscheidens s&auml;mtlicher Kommanditisten Gesamtrechtsnachfolgerin der KG geworden ist. Scheiden alle Gesellschafter bis auf einen aus einer Personengesellschaft aus, erlischt die Gesellschaft. Der verbleibende Gesellschafter wird ihr Gesamtrechtsnachfolger (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12.&nbsp;Juni 2008 III&nbsp;ZR&nbsp;38\/07, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 2008, 1033). In einem solchen Fall der Gesamtrechtsnachfolge geht auch die Prozessf&uuml;hrungsbefugnis auf den Rechtsnachfolger &uuml;ber (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Juli 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;32\/99, BFH\/NV 2001, 178; BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;Juli 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/95, nicht amtlich ver&ouml;ffentlicht, juris; Steinhauff in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;48 FGO Rz&nbsp;114). Der dadurch eintretende Beteiligtenwechsel ist keine Klage&auml;nderung i.S. des &sect;&nbsp;67 FGO (Schallmoser in HHSp, &sect;&nbsp;67 FGO Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Revisionsverfahren streiten die Beteiligten noch &uuml;ber die Frage, ob die KG auch hinsichtlich der 24 Wohnungen, deren zivilrechtliches Eigentum sie zu keinem Zeitpunkt erlangt hat, eine Investitionszulage beanspruchen konnte. Nach den Ausf&uuml;hrungen des FA sind hiervon die Wohnungen 5, 13 und 26 nicht betroffen. Insoweit gehen die Beteiligten &uuml;bereinstimmend davon aus, dass der KG f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 &#8211;unter Einbeziehung des von vornherein nicht streitgegenst&auml;ndlichen Objekts Z&#8211; eine Investitionszulage in H&ouml;he von 47.930&nbsp;DM zu gew&auml;hren war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob der KG entgegen der Auffassung des FA jedoch auch in Bezug auf die &uuml;brigen Wohnungen, f&uuml;r die sie in ihrem Antrag aus dem Monat M&auml;rz 2002 Investitionszulage beansprucht hatte und bei denen das Eigentum zivilrechtlich jeweils unmittelbar von V auf die Dritterwerber &uuml;bergegangen war, eine Investitionszulage zustand und das FG den &Auml;nderungsbescheid vom 24.&nbsp;Januar 2003 sowie die Einspruchsentscheidung demzufolge zu Recht aufgehoben hat, kann der Senat an Hand der von dem FG getroffenen Feststellungen nicht abschlie&szlig;end entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InvZulG 1999 haben Steuerpflichtige im Sinne des Einkommensteuergesetzes (EStG), die im F&ouml;rdergebiet beg&uuml;nstigte Investitionen nach den &sect;&sect;&nbsp;2 bis 4 InvZulG 1999 vornehmen, Anspruch auf Investitionszulage. Bei Personengesellschaften, die beg&uuml;nstigte Investitionen i.S. der &sect;&sect;&nbsp;2 und 3 InvZulG 1999 vornehmen, tritt an die Stelle der Steuerpflichtigen die Gesellschaft als Anspruchsberechtigte (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvZulG 1999).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Beg&uuml;nstigte Investitionen nach &sect;&nbsp;3 InvZulG 1999 sind u.a. Modernisierungsma&szlig;nahmen an Mietwohngeb&auml;uden. Hierzu geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten an Geb&auml;uden, die vor dem 1.&nbsp;Januar 1991 fertiggestellt worden sind, soweit die Geb&auml;ude mindestens f&uuml;nf Jahre nach Beendigung der nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten der entgeltlichen &Uuml;berlassung zu Wohnzwecken dienen. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvZulG 1999 in der ab 28.&nbsp;Dezember 2000 geltenden Fassung ist weiter Voraussetzung, dass der Anspruchsberechtigte und im Ver&auml;u&szlig;erungsfall der Erwerber f&uuml;r die Herstellungsarbeiten keine erh&ouml;hten Absetzungen in Anspruch nimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ebenso wie &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 InvZulG 1999 (vgl. Senatsurteile vom 5.&nbsp;September 2002 III&nbsp;R&nbsp;37\/01, BFHE 200, 168, BStBl II 2003, 772, und vom 28.&nbsp;Juli 2005 III&nbsp;R&nbsp;59\/04, BFHE 210, 563, BStBl II 2006, 272) setzt auch der F&ouml;rdertatbestand in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 nicht voraus, dass der Investor zivilrechtlicher oder doch zumindest wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer des Geb&auml;udes ist. Beg&uuml;nstigt im Sinne der Vorschrift ist vielmehr derjenige, der die nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten als Bauherr selbst durchf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Weder &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 noch &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 lassen aufgrund ihres Wortlauts eindeutig erkennen, ob die Investitionszulage auch zu gew&auml;hren ist, wenn ein anderer als der zivilrechtliche oder wirtschaftliche Eigent&uuml;mer die beg&uuml;nstigten Investitionen an Geb&auml;uden vornimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen in &sect;&nbsp;3 InvZulG 1999 setzen &#8211;anders als &sect;&nbsp;4 InvZulG 1999 (&quot;eigen&quot;)&#8211; eine Eigent&uuml;merstellung nicht ausdr&uuml;cklich voraus. Sie verlangen sie aber auch nicht zwingend, wie dies in jenen Tatbest&auml;nden der Fall ist, nach denen das zu beg&uuml;nstigende Wirtschaftsgut zum Anlageverm&ouml;gen eines Betriebes oder einer Betriebsst&auml;tte geh&ouml;ren muss (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999) oder soweit ein Tatbestand an die Anschaffung eines Geb&auml;udes ankn&uuml;pft, wie &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 InvZulG 1999 (vgl. Senatsurteil in BFHE 200, 168, BStBl II 2003, 772, unter II.2.e&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Enth&auml;lt der F&ouml;rdertatbestand keine einschr&auml;nkenden Voraussetzungen und ergeben sich auch keine Beschr&auml;nkungen aus dem Sinngehalt einzelner Tatbestandsmerkmale, ist derjenige anspruchsberechtigt, der die Herstellungskosten bzw. Erhaltungsaufwendungen der beg&uuml;nstigten Investitionen tr&auml;gt (Senatsurteil in BFHE 200, 168, BStBl II 2003, 772, unter II.2.e&nbsp;bb, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Einer in diesem Sinne weiten Auslegung stehen weder Sinn und Zweck des F&ouml;rdertatbestands in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 noch systematische Erw&auml;gungen noch die Entstehungsgeschichte des InvZulG 1999 entgegen. F&uuml;r den im Hinblick auf den gro&szlig;en Sanierungsbedarf in den neuen Bundesl&auml;ndern sowie f&uuml;r den zur Entsch&auml;rfung von Abgrenzungsschwierigkeiten bei der Qualifizierung von Sanierungs- und Modernisierungsma&szlig;nahmen als Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand erst nachtr&auml;glich eingef&uuml;hrten F&ouml;rdertatbestand in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 InvZulG 1999 hat der Senat dies bereits entschieden (vgl. Senatsurteile in BFHE 200, 168, BStBl II 2003, 772, unter II.2.e&nbsp;bb; in BFHE 210, 563, BStBl II 2006, 272).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die insoweit ma&szlig;geblichen &Uuml;berlegungen sind indes nicht auf die F&ouml;rderung von Erhaltungsaufwendungen beschr&auml;nkt, sondern gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r die F&ouml;rderung von nachtr&auml;glichen Herstellungsarbeiten. So stand &sect;&nbsp;3 InvZulG 1999 allgemein unter der Zielsetzung, die im Wohnungs- und St&auml;dtebau notwendige Modernisierung und Sanierung zu unterst&uuml;tzen (vgl. BTDrucks 13\/8059, S.&nbsp;17&nbsp;f.). Es w&auml;re deshalb &#8211;auch im Hinblick auf den vom Gesetzgeber bekundeten Willen, Abgrenzungsschwierigkeiten bei der Qualifizierung zu entsch&auml;rfen&#8211; nicht verst&auml;ndlich, f&uuml;r den F&ouml;rdertatbestand in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 ein engeres, auf den (zivilrechtlichen oder wirtschaftlichen) Eigent&uuml;mer beschr&auml;nktes Verst&auml;ndnis anzunehmen. Zudem ist der Gesetzgeber nach den Gesetzesmaterialien bei der Schaffung des F&ouml;rdertatbestandes f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten selbst nicht davon ausgegangen, dass hierf&uuml;r die Eigent&uuml;merstellung des Anspruchsberechtigten erforderlich sein sollte. Vielmehr wollte er denjenigen f&ouml;rdern, der nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten &quot;als Bauherr&quot; selbst durchf&uuml;hrt (vgl. BTDrucks 13\/7792, S.&nbsp;13). Die Bauherreneigenschaft setzt jedoch eine Eigent&uuml;merstellung nicht zwingend voraus (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1973 IV&nbsp;C&nbsp;49.71, BVerwGE 42, 115). Bauherr ist vielmehr, wer auf eigene Rechnung und Gefahr ein Geb&auml;ude baut oder bauen l&auml;sst und das Baugeschehen beherrscht (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;April 1980 VIII&nbsp;R&nbsp;149\/75, BFHE 130, 391, BStBl II 1980, 441, m.w.N.; Senatsurteil vom 24.&nbsp;Februar 2010 III&nbsp;R&nbsp;69\/07, BFHE 228, 562). Anders als f&uuml;r Erhaltungsarbeiten (vgl. insoweit Senatsurteil in BFHE 210, 563, BStBl II 2006, 272) stand f&uuml;r den F&ouml;rdertatbestand in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InvZulG 1999 auch keine &Auml;nderung durch Einf&uuml;gung des Wortes &quot;eigenen&quot; zur Debatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus diesem Grund braucht der Senat nicht zu entscheiden, ob das FG &#8211;wie das FA geltend macht&#8211; zu Unrecht davon ausgegangen ist, dass die KG wirtschaftliches Eigentum i.S. &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO an den streitgegenst&auml;ndlichen Wohnungen erworben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine Zulagenberechtigung der KG setzt nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen vielmehr voraus, dass diese die Sanierung auf eigene Rechnung und Gefahr durchgef&uuml;hrt und das Baugeschehen beherrscht hat (vgl. hierzu das Senatsurteil in BFHE 228, 562). Sie h&auml;tte das umfassend zu verstehende Bauherrenrisiko tragen und rechtlich und tats&auml;chlich die Planung und Bauausf&uuml;hrung in der Hand haben m&uuml;ssen (vgl. Rosarius, in: Jasper\/S&ouml;nksen\/ Rosarius, Investitionsf&ouml;rderung, Handbuch, Loseblatt &#8211; CD-Rom Archiv, &sect;&nbsp;3 InvZulG 1999 Rz&nbsp;43). Weder d&uuml;rften die Dritterwerber noch V als Bauherr anzusehen gewesen sein. Die hierzu erforderlichen Feststellungen wird das FG im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben. In diesem Zusammenhang weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; auf folgende Aspekte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Dritterwerber w&auml;re dann nicht als Bauherr anzusehen, wenn er die Wohnungen im Rahmen eines einheitlichen Vertragswerks (vgl. hierzu Rosarius, a.a.O., &sect;&nbsp;3 InvZulG 1999 Rz&nbsp;43) von V erworben h&auml;tte. Dies w&auml;re insbesondere der Fall, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;die Sanierung auf Grundlage einer f&uuml;r eine Vielzahl der Wohnungen im Objekt geltenden Baubeschreibung erfolgt w&auml;re, die zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung des Dritterwerbers bereits ausgearbeitet war und dieser somit weder auf die Baubeschreibung noch auf die Baudurchf&uuml;hrung einschlie&szlig;lich der hierzu erforderlichen Vertr&auml;ge wesentlichen Einfluss nehmen konnte;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;V mit dem Dritterwerber f&uuml;r die noch zu sanierende Wohnung einen Gesamt- oder H&ouml;chstpreis vereinbart h&auml;tte und die Sanierungskosten nach Abschluss der Arbeiten nicht detailliert gegen&uuml;ber dem Dritterwerber abrechnen musste;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;V Bautr&auml;ger i.S. des &sect;&nbsp;3 der Verordnung &uuml;ber die Pflichten der Makler, Darlehensvermittler, Bautr&auml;ger und Baubetreuer in der vom 14.&nbsp;Februar 1997 geltenden Fassung (Makler- und Bautr&auml;gerverordnung) gewesen w&auml;re und als solcher die Sanierung des Geb&auml;udes zun&auml;chst auf eigene Rechnung und Gefahr geplant h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dem im Anschluss an den Kaufvertrag abgeschlossenen Sanierungsvertrag &uuml;bernahm die KG die zun&auml;chst von V gegen&uuml;ber den Dritterwerbern eingegangenen Verpflichtungen, die jeweiligen Wohnungen entsprechend einer hinterlegten Baubeschreibung zu sanieren. Hierzu sollten laut II.2. des Vertrages insbesondere die Beschaffung der Finanzierung f&uuml;r die Sanierung sowie die &Uuml;bernahme der gesamten Bauabwicklung mit Banken, Beh&ouml;rden, Handwerkern, Architekten etc. geh&ouml;ren. Im Gegenzug verpflichtete sich V, die Abtretung der an die ihn finanzierende Bank abgetretenen Kaufpreisanspr&uuml;che an die die KG finanzierende Bank zu veranlassen. Dies k&ouml;nnte &#8211;falls nicht bereits die Dritterwerber als Bauherren anzusehen w&auml;ren&#8211; daf&uuml;r sprechen, dass die KG die Sanierung auf eigene Rechnung und Gefahr durchgef&uuml;hrt und das Baugeschehen beherrscht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gewisse Zweifel ergeben sich allerdings durch den engen zeitlichen Rahmen. So datiert die Vereinbarung &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Sanierung durch die KG anstelle von V vom 5.&nbsp;September 2000. Nach der Darstellung im FG-Urteil dauerte die Sanierung bis zum 29.&nbsp;Dezember 2000. Es stellt sich somit die Frage, ob nicht bereits wesentliche Schritte (wie beispielsweise die Einholung evtl. erforderlicher Genehmigungen oder das Aushandeln von Konditionen mit Handwerkern) auf V entfielen oder doch zumindest von diesem in die Wege geleitet wurden. Das FG wird deshalb ggf. die (vertraglichen) Hintergr&uuml;nde der Sanierung zu ermitteln und auf dieser Grundlage zu pr&uuml;fen haben, ob die KG tats&auml;chlich das Bauherrenrisiko getragen und rechtlich und tats&auml;chlich die Planung und Bauausf&uuml;hrung in der Hand hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unsch&auml;dlich f&uuml;r die Anspruchsberechtigung der KG w&auml;re, dass diese die f&uuml;nfj&auml;hrige entgeltliche Nutzungs&uuml;berlassung zu Wohnzwecken nicht selbst durchgef&uuml;hrt hatte (vgl. Senatsurteil in BFHE 228, 562).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Investitionszulage w&uuml;rde bei Bejahung der Anspruchsberechtigung der KG schlie&szlig;lich deshalb nicht am Kumulationsverbot des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 InvZulG 1999 scheitern, weil nach den Feststellungen des FG lediglich die Erwerber der sechs Wohnungen Sonderabschreibungen nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz in Anspruch genommen haben, f&uuml;r welche die KG Investitionszulage im Klageverfahren nicht mehr begehrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Erwerber der streitgegenst&auml;ndlichen Wohnungen eine erh&ouml;hte Abschreibung nach &sect;&nbsp;7i EStG in Anspruch genommen haben, kann dahinstehen. Die Gew&auml;hrung der Investitionszulage w&uuml;rde in diesem Fall nicht an &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 InvZulG 1999 i.d.F. des Art.&nbsp;1 des Gesetzes zur &Auml;nderung des Investitionszulagengesetzes 1999 (InvZul&Auml;ndG) vom 20.&nbsp;Dezember 2000 (BGBl I 2000, 1850) scheitern, weil die KG mit den Arbeiten nach den &#8211;den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden&#8211; Feststellungen des FG vor dem 20.&nbsp;Dezember 2000 &#8211;der endg&uuml;ltigen Beschlussfassung des InvZul&Auml;ndG&#8211; begonnen hat (vgl. Senatsurteile vom 14.&nbsp;Dezember 2006 III&nbsp;R&nbsp;27\/03, BFHE 215, 442, BStBl II 2007, 332; vom 27.&nbsp;Oktober 2011 III&nbsp;R&nbsp;6\/09, BFHE 236, 172, BStBl II 2012, 460).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.9.2012, III R 31\/09 Investitionszulagenberechtigung f&uuml;r den Bauherrn &#8211; Prozessf&uuml;hrungsbefugnis bei Ausscheiden aller Gesellschafter bis auf einen aus einer Personengesellschaft Leits&auml;tze Die Zulagenberechtigung f&uuml;r nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InvZulG 1999 setzt nicht voraus, dass der Investor zivilrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer des Geb&auml;udes ist. 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