{"id":54550,"date":"2013-07-24T16:16:55","date_gmt":"2013-07-24T14:16:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=54550"},"modified":"2013-07-24T16:16:55","modified_gmt":"2013-07-24T14:16:55","slug":"i-b-26-12-aufhebung-eines-unter-dem-vorbehalt-der-nachpruefung-stehenden-verlustfeststellungsbescheids-keine-nichtigkeit-bei-fehlender-unterschrift-des-behoerdenleiters-auslegung-von-verwaltungsakte-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-26-12-aufhebung-eines-unter-dem-vorbehalt-der-nachpruefung-stehenden-verlustfeststellungsbescheids-keine-nichtigkeit-bei-fehlender-unterschrift-des-behoerdenleiters-auslegung-von-verwaltungsakte-9\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;26\/12 &#8211; Aufhebung eines unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Verlustfeststellungsbescheids &#8211; Keine Nichtigkeit bei fehlender Unterschrift des Beh&ouml;rdenleiters &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Keine allgemeine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einzelfallabh&auml;ngiger Fragen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.3.2013, I B 26\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufhebung eines unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Verlustfeststellungsbescheids &#8211; Keine Nichtigkeit bei fehlender Unterschrift des Beh&ouml;rdenleiters &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Keine allgemeine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einzelfallabh&auml;ngiger Fragen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist Rechtsnachfolgerin der ehemaligen X eG. Mit Bescheid vom 13.&nbsp;Dezember 1993 stellte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen verbleibenden Verlustabzug zum 31.&nbsp;Dezember 1990 in H&ouml;he von 799.065&nbsp;DM fest; die Feststellungen standen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 5.&nbsp;Januar 1998 erlie&szlig; das FA einen mit einem Dienstsiegel, nicht jedoch mit einer Unterschrift versehenen Bescheid mit folgendem Tenor: &quot;Der Bescheid vom 13.12.1993 Verbleibender Verlustabzug zum Schluss des Veranlagungszeitraum(s) 1990 wird nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 aufgehoben&quot;. In den Erl&auml;uterungen des Bescheids hei&szlig;t es: &quot;Gem&auml;&szlig; Verf&uuml;gung der OFD Chemnitz vom 26.9.1996 besteht f&uuml;r Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, die sich bis zum 30.6.1991 umstrukturiert haben und einen anderen Umwandlungsstichtag als den 1.7.1990 gew&auml;hlt haben, keine M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen R&uuml;ckbezug mit Umwandlungswirkung auf den 1.7.1990. Der Verlustabzug ist zu versagen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Berufung auf eine Verf&uuml;gung der Oberfinanzdirektion (OFD) Chemnitz vom 4.&nbsp;August 1998, nach der unter bestimmten Voraussetzungen doch ein Verlustabzug in Betracht komme, legte die Kl&auml;gerin unter dem 20.&nbsp;August 1999 Einspruch gegen den Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 ein und beantragte wegen des Ablaufs der Einspruchsfrist die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Das FA verwarf den Einspruch als unzul&auml;ssig; Klage hat die Kl&auml;gerin deswegen nicht erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 16.&nbsp;April 2003 beantragte die Kl&auml;gerin beim FA, den Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO dahin zu &auml;ndern &quot;dass auf den 31.12.1990 ein Verlust von 799.065&nbsp;DM f&uuml;r Zwecke der K&ouml;rperschaftsteuer und Gewerbesteuer entsprechend dem urspr&uuml;nglichen Bescheid vom 13.12.1993 festgestellt wird&quot;. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie aus, mit dem Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 sei der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nicht ausdr&uuml;cklich aufgehoben worden (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;3 AO) und bestehe somit weiterhin. Ihr &quot;Einspruch&quot; vom 20.&nbsp;August 1999 sei als Antrag nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO umzudeuten, &uuml;ber den noch nicht entschieden sei. Im &Uuml;brigen greife auch &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO. Das FA lehnte die beantragte &Auml;nderung ab. Die deswegen erhobene Klage blieb ohne Erfolg; das S&auml;chsische Finanzgericht (FG) hat sie mit Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2011 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt die Zulassung der Revision gegen das FG-Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen &#8211;soweit sie von der Kl&auml;gerin hinreichend dargetan worden sind&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat unter den von der Kl&auml;gerin hervorgehobenen Aspekten weder grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Streitfall zur Fortbildung des Rechts erforderlich (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin m&ouml;chte gekl&auml;rt wissen, ob die Auffassung des FG zutrifft, der zufolge die Aufhebung eines gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 AO unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheids auch ohne ausdr&uuml;ckliche Aufhebung des Vorbehalts &quot;aus der Natur der Sache&quot; dazu f&uuml;hre, dass dieser entfalle oder ob in diesem Fall der Aufhebungsbescheid (&quot;weiterhin&quot;) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage ist indes eindeutig so zu beantworten, wie es das FG getan hat. Soweit sich aus dem Bescheidinhalt oder den Umst&auml;nden nichts anderes ergibt, ist ein Bescheid, der die &quot;Aufhebung&quot; eines Steuerbescheids anordnet, dahin zu verstehen, dass der Steuerbescheid in G&auml;nze und mit all seinen Rechtswirkungen beseitigt werden soll; damit entf&auml;llt auch ein im Steuerbescheid enthaltener Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung, bei dem es sich um eine unselbst&auml;ndige Nebenbestimmung des Steuerbescheids nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;1 AO handelt (dazu BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;Juni 1983 III&nbsp;B&nbsp;40\/82, BFHE 138, 422, BStBl II 1983, 622). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Aufhebungsbescheid unterscheidet sich somit grundlegend von einem &Auml;nderungsbescheid, mit dem der Inhalt des Ursprungsbescheids modifiziert, dieser im &Uuml;brigen aber bestehen bleiben soll, und der deshalb einen im Ursprungsbescheid enthaltenen Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nur in Fortfall bringt, wenn der Vorbehalt ausdr&uuml;cklich aufgehoben wird (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2009 X&nbsp;R&nbsp;8\/09, BFH\/NV 2010, 161). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, fehlt es an der f&uuml;r die Revisionszulassung erforderlichen Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Mai 2004 V&nbsp;B&nbsp;101\/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748; Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;April 2008 I&nbsp;B&nbsp;77\/07, BFH\/NV 2008, 1445). Dass im Streitfall zun&auml;chst auch das FA und die OFD Chemnitz der Auffassung gewesen sein m&ouml;gen, der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gelte nunmehr f&uuml;r den streitbefangenen Aufhebungsbescheid, &auml;ndert daran nichts. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Des Weiteren stellt die Kl&auml;gerin zur Pr&uuml;fung, ob ein Bescheid, mit dem ein Verlustfeststellungsbescheid aufgehoben wird, ein Aufhebungsbescheid sei oder aber ein &Auml;nderungsbescheid (kombinierter Aufhebungs- und Ablehnungsbescheid) und ob im letzteren Fall ein Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung aufgrund fehlender ausdr&uuml;cklicher Aufhebung weiter gelte. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage ist in dieser Form nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil die Auslegung von Verwaltungsakten sich nach den jeweiligen Umst&auml;nden des Einzelfalls richtet. Ma&szlig;geblich ist, wie der Betroffene den Verwaltungsakt nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (z.B. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;November 2009 III&nbsp;R&nbsp;67\/07, BFHE 228, 42, BStBl II 2010, 476, m.w.N.). Fragen, deren Beantwortung wesentlich von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngig sind, sind nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 oder Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO (BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;September 2012 IX&nbsp;B&nbsp;125\/11, BFH\/NV 2012, 2001). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sodann wirft die Kl&auml;gerin die Frage auf, ob ein nicht unterzeichneter Steuerbescheid (Verlustfeststellungsbescheid, Versagungsbescheid), der nicht automatisiert ergangen ist, aufgrund fehlender Unterschrift nichtig sei. Diese Frage ist indes durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt. Danach f&uuml;hrt das Fehlen einer Unterschrift des Beh&ouml;rdenleiters, seines Vertreters oder seines Beauftragten unter einen nicht formularm&auml;&szlig;igen oder mit Hilfe automatischer Einrichtungen erlassenen Steuerbescheid (Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO) nicht zur Nichtigkeit des Bescheids (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Juli 1989 X&nbsp;R&nbsp;42\/86, BFH\/NV 1990, 345; BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;Januar 1992 II&nbsp;B&nbsp;139\/91, BFH\/NV 1993, 399, und II&nbsp;B&nbsp;132\/91, BFH\/NV 1992, 788; ebenso v. Wedelst&auml;dt in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;125 Rz&nbsp;20; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;119 AO Rz&nbsp;21; Klein\/Brockmeyer\/Ratschow, AO, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;28). Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegr&uuml;ndung bezieht sich diese Beurteilung durchaus auch auf Steuerbescheide i.S. von &sect;&nbsp;157 AO und nicht nur auf Steuerverwaltungsakte i.S. von &sect;&nbsp;119 AO, die nicht auch Steuerbescheide sind. Aus den von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten Literaturstellen (Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;157 AO Rz&nbsp;4; G&uuml;roff in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;125 Rz&nbsp;6) ergibt sich keine gegenteilige Sichtweise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Gekl&auml;rt ist auch die des Weiteren von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage, ob zur Ermittlung des Regelungsgehalts eines Verlustfeststellungsbescheids bzw. Versagungsbescheids &uuml;ber die Feststellung eines vortragsf&auml;higen Verlusts auch auf die Erl&auml;uterungen des Bescheids zur&uuml;ckgegriffen werden k&ouml;nne und ob eine Regelung ausschlie&szlig;lich in den Beschlusserl&auml;uterungen getroffen werden k&ouml;nne, wenn sie im Bescheidtenor (Verf&uuml;gungssatz) unterblieben sei; entsprechendes gilt f&uuml;r die ebenfalls aufgeworfene spiegelbildliche Frage, ob ein versagender Verlustfeststellungsbescheid nur dann angenommen werden k&ouml;nne, wenn die Ablehnung der Verlustfeststellung ausdr&uuml;cklich im Bescheidtenor genannt ist. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der BFH-Rechtsprechung ist bei der Auslegung von Verwaltungsakten nicht allein auf den Tenor abzustellen, sondern auch auf den materiellen Regelungsgehalt einschlie&szlig;lich der Begr&uuml;ndung (BFH-Urteile in BFHE 228, 42, BStBl II 2010, 476; vom 22.&nbsp;August 2007 II&nbsp;R&nbsp;44\/05, BFHE 218, 494, BStBl II 2009, 754; vom 26.&nbsp;November 2009 III&nbsp;R&nbsp;87\/07, BFHE 227, 466; BStBl II 2010, 429). Dieser Grundsatz gilt auch f&uuml;r die im Streitfall vorzunehmende Auslegung eines Aufhebungsbescheids betreffend einen Feststellungsbescheid (vgl. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;M&auml;rz 1995 X&nbsp;B&nbsp;242\/94, BFH\/NV 1995, 858). Soweit die Finanzbeh&ouml;rden durch R&nbsp;10d Abs.&nbsp;7 S&auml;tze&nbsp;6 und 7 der Einkommensteuer-Richtlinien 2008 und dessen Vorg&auml;ngerregelungen gehalten sind, in den dort benannten F&auml;llen den verbleibenden Verlustvortrag (ausdr&uuml;cklich) auf 0&nbsp;EUR festzustellen, sollen und k&ouml;nnen derartige Verwaltungsanweisungen die dargestellten Auslegungsgrunds&auml;tze nicht beeinflussen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Inwiefern f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin hervorgehobenen Steuerbescheide mit vollstreckungsf&auml;higem Inhalt andere Ma&szlig;st&auml;be gelten, muss im Streitfall nicht er&ouml;rtert werden. Denn die vom FG in dem Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 (auch) gesehene Versagung eines Verlustabzugs bedarf keiner Vollstreckung durch Vollstreckungsbeamte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG-Urteil weicht nicht von der BFH-Rechtsprechung ab (Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung, &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Auffassung der Kl&auml;gerin divergiert das angefochtene Urteil zu der BFH-Rechtsprechung, nach der nur dann auf die Begr&uuml;ndung eines Bescheids abzustellen ist, wenn der Verf&uuml;gungssatz Anlass zu Zweifeln gibt (z.B. BFH-Urteil vom 8.&nbsp;November 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;11\/02, BFHE 211, 277, BStBl II 2006, 253). Die Vorinstanz sei hiervon abgewichen, indem sie zur Ermittlung des Regelungsgehalts ohne Pr&uuml;fung des Verf&uuml;gungssatzes &quot;schrankenlos&quot; auf die Begr&uuml;ndung des Bescheids abgestellt habe. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist indes nicht ersichtlich, dass das angefochtene Urteil auf einem von der BFH-Rechtsprechung abweichendem Rechtssatz beruht (die Kl&auml;gerin legt einen solchen auch nicht dar). Vielmehr hat die Vorinstanz offenbar angenommen, die Reichweite des Verf&uuml;gungssatzes des Bescheids vom 5.&nbsp;Januar 1998 sei insoweit zweifelhaft, als er keine ausdr&uuml;ckliche Aussage dazu enth&auml;lt, inwiefern nach Aufhebung des bisherigen Feststellungsbescheids nunmehr ein verbleibender Verlustabzug festzustellen ist. Dass das FG in dieser Situation unter Ber&uuml;cksichtigung der Bescheidbegr&uuml;ndung zu dem Ergebnis gekommen ist, mit der Aufhebung des bisherigen Feststellungsbescheids habe zugleich die Feststellung jeglichen Verlustvortrags versagt werden sollen, kollidiert nicht mit der zitierten BFH-Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der vom FG aufgestellte Rechtssatz, die Aufhebung eines Bescheids ohne gleichzeitige Aufhebung der in dem Bescheid enthaltenen Nebenbestimmungen sei nicht m&ouml;glich, steht nicht in Widerspruch zu der BFH-Rechtsprechung, nach der ein Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach Erlass eines &Auml;nderungsbescheids fortbesteht, wenn er nicht ausdr&uuml;cklich aufgehoben wird. Die Rechtsprechung bezieht sich auf &Auml;nderungsbescheide, nicht aber auf den wesentlich anders gelagerten Fall eines Aufhebungsbescheids (oben II.1.a). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dass das FG in Abweichung von dem BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Juni 2011 IV&nbsp;R&nbsp;11\/08 (BFHE 234, 353, BStBl II 2011, 903) den Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 nur aus Sicht der Beh&ouml;rde ausgelegt und die Sicht des Empf&auml;ngers &quot;negiert&quot; haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Die vom FG als f&uuml;r die Auslegung wesentlich angesehene Begr&uuml;ndung des Bescheids war f&uuml;r die Kl&auml;gerin als Bescheidempf&auml;ngerin im Zugangszeitpunkt unmittelbar wahrnehmbar. Auf die Erkennbarkeit f&uuml;r die Kl&auml;gerin hat das FG auch ausdr&uuml;cklich abgestellt (Urteilsumdruck S.&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;gerin Divergenzen zu den BFH-Urteilen vom 16.&nbsp;Oktober 1984 VIII&nbsp;R&nbsp;162\/80 (BFHE 143, 299, BStBl II 1985, 448) und vom 14.&nbsp;September 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;9\/93 (BFHE 175, 391, BStBl II 1995, 2) geltend macht, hat sie in der Beschwerdebegr&uuml;ndung zwar Rechtss&auml;tze aus den BFH-Urteilen wiedergegeben. Sie legt aber nicht dar, welche divergierenden Rechtss&auml;tze aus ihrer Sicht dem angefochtenen Urteil zugrunde liegen. Dieses Vorbringen entspricht nicht den Begr&uuml;ndungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO (Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;April 2007 I&nbsp;B&nbsp;117\/06, BFH\/NV 2007, 1619, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die R&uuml;ge des qualifizierten Rechtsanwendungsfehlers des FG f&uuml;hrt ebenfalls nicht zur Revisionszulassung. Allerdings k&ouml;nnen besonders schwerwiegende Fehler des FG bei der Anwendung materiellen Rechts, die geeignet sind, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen, die Zulassung der Revision nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO erm&ouml;glichen. In diesem Sinne greifbar gesetzwidrig ist eine Entscheidung dann, wenn sie objektiv willk&uuml;rlich und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (z.B. Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;B&nbsp;108\/10, BFH\/NV 2011, 1924, m.w.N.). Solches ist hier nicht ersichtlich. Die von der Kl&auml;gerin herangezogenen angeblichen Verst&ouml;&szlig;e der Vorinstanz gegen &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (Schriftformerfordernis f&uuml;r Steuerbescheide), gegen die Auslegungsregel des &sect;&nbsp;133 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (Ma&szlig;geblichkeit des Empf&auml;ngerhorizonts) und gegen &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;2 AO (Wirksamkeit von Verwaltungsakten) liegen aus den geschilderten Gr&uuml;nden nicht vor; im &Uuml;brigen ist nicht anzunehmen, dass derartige Rechtsanwendungsfehler auf eine objektiv willk&uuml;rliche Handhabung des FG schlie&szlig;en lassen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) sind unbegr&uuml;ndet. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es bestand f&uuml;r das FG kein zwingendes Gebot, in dem Urteil zu erw&auml;hnen, dass die OFD Chemnitz mit dem vom FA in den Rechtsstreit eingef&uuml;hrtem Schreiben vom 11.&nbsp;Februar 2008 die von der Kl&auml;gerin hier vertretene Auffassung geteilt hat, der zufolge der Bescheid des FA vom 5.&nbsp;Januar 1998 unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gestanden habe. Es handelt sich hierbei um die &Auml;u&szlig;erung einer Rechtsauffassung, an die das FG selbst dann, wenn beide Beteiligte sie im Rechtsstreit &uuml;bereinstimmend vertreten h&auml;tten, nicht gebunden gewesen w&auml;re. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit ihrer R&uuml;ge betreffend die Nichteinholung einer Auskunft des S&auml;chsischen Staatsministeriums der Finanzen hinsichtlich der &Uuml;bernahme der Verf&uuml;gung der OFD Frankfurt\/Main vom 4.&nbsp;September 1997 S&nbsp;2225A-9&#8211;St&nbsp;II&nbsp;22 (Deutsches Steuerrecht 1997, 2024) f&uuml;r die s&auml;chsische Finanzverwaltung kann die Kl&auml;gerin schon deshalb keinen Erfolg haben, weil aus ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht hervorgeht, dass sie das &Uuml;bergehen ihres Beweisantrags in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG ger&uuml;gt hat oder aus welchen Gr&uuml;nden eine solche R&uuml;ge ggf. entbehrlich gewesen ist (vgl. zu diesem Darlegungserfordernis z.B. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;August 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;322\/04, BFH\/NV 2006, 2280; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;49, m.w.N.). Im &Uuml;brigen erschlie&szlig;t sich nicht, inwiefern es auf der Grundlage der materiellen Rechtsauffassung des FG entscheidungserheblich auf eine derartige verwaltungsinterne Ma&szlig;nahme ankommen sollte. Das FG ist davon ausgegangen, dass f&uuml;r die Auslegung des Bescheids der Wille der Beh&ouml;rde nur insoweit ma&szlig;geblich ist, als er f&uuml;r den Empf&auml;nger aus dem Bescheid ersichtlich ist (vgl. Urteilsumdruck S.&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das angefochtene Urteil ist nicht deshalb unzureichend begr&uuml;ndet, weil das FG den Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 anders ausgelegt hat als die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG war nicht gehalten, die Kl&auml;gerin vorab darauf hinzuweisen, dass es dem Einspruchsschreiben der Kl&auml;gerin vom 20.&nbsp;August 1999 einen Hinweis darauf entnimmt, auch die Kl&auml;gerin habe den Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 im Sinne eines Versagungsbescheids betreffend den Verlustabzug verstanden. Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verlangt nicht, dass das Gericht die ma&szlig;geblichen rechtlichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten umfassend er&ouml;rtert; das Gericht ist grunds&auml;tzlich weder zu einem Rechtsgespr&auml;ch noch zu einem Hinweis auf seine Rechtsauffassung verpflichtet (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 1.&nbsp;Dezember 2011 I&nbsp;B&nbsp;80\/11, BFH\/NV 2012, 954; Gr&auml;ber\/ Stapperfend, a.a.O., &sect;&nbsp;96 Rz&nbsp;67, jeweils m.w.N.). Soweit die Kl&auml;gerin in diesem Zusammenhang darauf verweist, sie h&auml;tte das FG auf fehlende juristische Kenntnisse des Verfassers des Schreibens hingewiesen, ist im &Uuml;brigen nicht zu ersehen, dass dies an der Einsch&auml;tzung des FG etwas h&auml;tte &auml;ndern k&ouml;nnen. Den Schlussfolgerungen des FG ist kein Anhalt daf&uuml;r zu entnehmen, dass es von spezifischen juristischen Kenntnissen des Verfassers ausgegangen ist. Auch die &Auml;u&szlig;erungen eines juristischen Laien k&ouml;nnen daraufhin gepr&uuml;ft werden, welche Wirkungen er einem Steuerbescheid beimisst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Nach allem liegen keine Zulassungsgr&uuml;nde in Bezug auf die Annahmen des FG vor, der Bescheid vom 5.&nbsp;Januar 1998 sei auch als Versagungsbescheid bez&uuml;glich der Feststellung eines Verlustvortrags auszulegen und habe nicht unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gestanden. Auf s&auml;mtliche Zulassungsgr&uuml;nde, die die Kl&auml;gerin im Hinblick auf die Hilfsargumentation des FG geltend gemacht hat &#8211;nach der bei unterstelltem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung das Einspruchsschreiben der Kl&auml;gerin vom 20.&nbsp;August 1999 nicht als &Auml;nderungsantrag i.S. von &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO auszulegen w&auml;re&#8211; kommt es mithin f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.3.2013, I B 26\/12 Aufhebung eines unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Verlustfeststellungsbescheids &#8211; Keine Nichtigkeit bei fehlender Unterschrift des Beh&ouml;rdenleiters &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Keine allgemeine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einzelfallabh&auml;ngiger Fragen Tatbestand 1&nbsp; I. 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Mit Bescheid vom 13.&nbsp;Dezember 1993 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-26-12-aufhebung-eines-unter-dem-vorbehalt-der-nachpruefung-stehenden-verlustfeststellungsbescheids-keine-nichtigkeit-bei-fehlender-unterschrift-des-behoerdenleiters-auslegung-von-verwaltungsakte-9\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;26\/12 &#8211; Aufhebung eines unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Verlustfeststellungsbescheids &#8211; Keine Nichtigkeit bei fehlender Unterschrift des Beh&ouml;rdenleiters &#8211; Auslegung von Verwaltungsakten &#8211; Keine allgemeine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einzelfallabh&auml;ngiger Fragen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-54550","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54550"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54550\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}