{"id":54568,"date":"2013-07-24T16:15:38","date_gmt":"2013-07-24T14:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=54568"},"modified":"2013-07-24T16:15:38","modified_gmt":"2013-07-24T14:15:38","slug":"ii-r-4-12-unmittelbare-beteiligung-an-einer-kapitalgesellschaft-is-des-par-13a-abs-4-nr-3-erbstg-af-nur-bei-zivilrechtlicher-gesellschafterstellung-gegeben-anwendungsbereich-von-par-10-abs-1-satz-3-er","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-4-12-unmittelbare-beteiligung-an-einer-kapitalgesellschaft-is-des-par-13a-abs-4-nr-3-erbstg-af-nur-bei-zivilrechtlicher-gesellschafterstellung-gegeben-anwendungsbereich-von-par-10-abs-1-satz-3-er\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;4\/12 &#8211; Unmittelbare Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect; 13a Abs. 4 Nr. 3 ErbStG a.F. nur bei zivilrechtlicher Gesellschafterstellung gegeben &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 ErbStG und &sect; 10 Abs. 1 Satz 4 ErbStG n.F."},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.6.2013, II R 4\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Unmittelbare Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect; 13a Abs. 4 Nr. 3 ErbStG a.F. nur bei zivilrechtlicher Gesellschafterstellung gegeben &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 ErbStG und &sect; 10 Abs. 1 Satz 4 ErbStG n.F.<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Erblasser oder Schenker war nur dann i.S. des &sect; 13a Abs. 4 Nr. 3 ErbStG a.F. unmittelbar am Nennkapital einer Kapitalgesellschaft beteiligt, wenn er zivilrechtlich deren Gesellschafter war.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war im Jahr 2005 alleiniger Gesellschafter der &#8230; -GmbH (GmbH&nbsp;1) und der &#8230; GmbH (GmbH&nbsp;2). Zudem war er Komplement&auml;r der im Handelsregister eingetragenen &#8230; GmbH &#038; Co. KG (KG). An der KG waren ferner beteiligt als Komplement&auml;rin ohne Einlage die &#8230; GmbH (GmbH&nbsp;3) und als Kommanditist mit einer Einlage von 5.000&nbsp;EUR &#8230; (S), ein Sohn des Kl&auml;gers. Die KG, die ihrerseits die alleinige Gesellschafterin der GmbH 3 war, war lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Dezember 2005 wurde die Beteiligung des Kl&auml;gers am Festkapital der KG von bisher 100.000&nbsp;EUR auf 3.472.268,04&nbsp;EUR erh&ouml;ht. Zur Belegung dieser erh&ouml;hten Komplement&auml;reinlage trat der Kl&auml;ger seine Gesch&auml;ftsanteile an der GmbH&nbsp;1 mit sofortiger Wirkung an die KG ab. Zugleich ver&auml;u&szlig;erte er seine Anteile an der GmbH&nbsp;2 an die KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Schenkungs- und Nie&szlig;brauchsvertrag vom 28.&nbsp;Dezember 2005 &uuml;bertrug der Kl&auml;ger mit Wirkung zum 31.&nbsp;Dezember 2005 unter Vorbehalt des lebensl&auml;nglichen unentgeltlichen Nie&szlig;brauchs von seiner Beteiligung am Festkapital der KG einen Anteil von 307.954,12&nbsp;EUR auf S und Anteile von jeweils 312.954,12&nbsp;EUR auf seine Ehefrau (E) und seine &uuml;brigen sechs Kinder und &uuml;bernahm die damit verbundenen Steuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Schenkungsteuer gegen den Kl&auml;ger ohne Ber&uuml;cksichtigung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der im Jahr 2005 geltenden Fassung (ErbStG) fest und stundete die festgesetzten Steuerbetr&auml;ge wegen des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG in voller H&ouml;he. In den zuletzt gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger ergangenen Schenkungsteuerbescheiden vom 17.&nbsp;Dezember 2010 setzte das FA f&uuml;r die im Verm&ouml;gen der KG befindlichen Anteile an den Kapitalgesellschaften je Erwerber einen Wert von 698.337&nbsp;EUR (f&uuml;r S 687.473&nbsp;EUR) an. Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 1079 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung statt, die angefochtenen Schenkungsteuerbescheide seien insoweit rechtswidrig, als es das FA abgelehnt habe, dem Kl&auml;ger f&uuml;r die Schenkung der Anteile an der KG an E und seine Kinder im Hinblick auf die im Verm&ouml;gen der KG befindlichen Anteile an den Kapitalgesellschaften die Verg&uuml;nstigungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG zu gew&auml;hren. Die nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG erforderliche unmittelbare Beteiligung des Erblassers oder Schenkers am Nennkapital einer Kapitalgesellschaft setze nicht voraus, dass dieser bei der Entstehung der Steuer (&sect;&nbsp;9 ErbStG) zivilrechtlich Gesellschafter der Kapitalgesellschaft gewesen sein m&uuml;sse. Es gen&uuml;ge vielmehr eine durch eine verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft vermittelte Beteiligung des Erblassers oder Schenkers an der Kapitalgesellschaft. Dies ergebe sich aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG. Danach gelte der unmittelbare oder mittelbare Erwerb einer Beteiligung an einer Personengesellschaft, die kein Betriebsverm&ouml;gen habe, als Erwerb der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter. Gegenstand des Erwerbs seien in solchen F&auml;llen die anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesellschaftsverm&ouml;gens. Dieser Rechtsgedanke sei auch im Rahmen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG anwendbar. Zum selben Ergebnis f&uuml;hre &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO). Verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaften w&uuml;rden danach steuerrechtlich als Bruchteilsgemeinschaft behandelt. Im Gesamthandsverm&ouml;gen einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft befindliche Anteile an einer Kapitalgesellschaft w&uuml;rden demgem&auml;&szlig; f&uuml;r Zwecke der Besteuerung nach &sect;&nbsp;17 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ihren Gesellschaftern anteilig wie Bruchteilseigent&uuml;mern zugerechnet. Der Kl&auml;ger sei somit als Gesellschafter der KG i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG unmittelbar am Nennkapital der Kapitalgesellschaften beteiligt gewesen, deren Gesellschafterin die KG gewesen sei, und zwar zu mehr als einem Viertel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA Verletzung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG. Der Kl&auml;ger sei nicht im Sinne dieser Vorschrift unmittelbar an den im Verm&ouml;gen der KG befindlichen Anteilen an Kapitalgesellschaften beteiligt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass die Steuerverg&uuml;nstigungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG zu gew&auml;hren seien. Gegenstand des Erwerbs der E und der Kinder des Kl&auml;gers durch freigebige Zuwendungen unter Lebenden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG sind die auf sie &uuml;bertragenen Anteile an der KG. Dieser Erwerb ist nicht nach diesen Vorschriften beg&uuml;nstigt. Dass die KG Gesellschafterin von Kapitalgesellschaften war, f&uuml;hrt nicht dazu, dass die Steuerverg&uuml;nstigungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG f&uuml;r die im Verm&ouml;gen der KG befindlichen Anteile an den Kapitalgesellschaften zu gew&auml;hren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei der KG handelte es sich nicht wie von &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG vorausgesetzt um eine Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 oder &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 EStG. Die KG war lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig und erf&uuml;llte daher nicht die Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG) oder einer selbst&auml;ndigen Arbeit (&sect;&nbsp;18 EStG). Sie war auch nicht nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewerblich gepr&auml;gt; denn bei ihr waren nicht ausschlie&szlig;lich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter. Vielmehr war auch der Kl&auml;ger pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter der KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG sind entgegen der Ansicht des FG hinsichtlich der im Verm&ouml;gen der KG befindlichen Anteile an den Kapitalgesellschaften nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Freibetrag (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG) und der verminderte Wertansatz (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG) gelten nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG f&uuml;r den Erwerb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wenn neben weiteren Voraussetzungen der Erblasser oder Schenker am Nennkapital dieser Gesellschaft zu mehr als einem Viertel unmittelbar beteiligt war. Es gen&uuml;gt nicht, wenn ein Anteil an einer Personengesellschaft erworben wird, die ihrerseits Gesellschafterin einer Kapitalgesellschaft ist, und zwar ohne R&uuml;cksicht darauf, ob die Personengesellschaft ertragsteuerrechtlich Privatverm&ouml;gen oder Betriebsverm&ouml;gen hat. Dies ergibt sich aus dem Wortlaut, dem Sinn und Zweck und der Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG. Die hiermit &uuml;bereinstimmende Auffassung der Finanzverwaltung (R&nbsp;53 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 der Erbschaftsteuer-Richtlinien &#8211;ErbStR&#8211; 2003, BStBl II 2003, Sondernummer 1, 2; R&nbsp;E&nbsp;13b.6 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStR 2011, BStBl II 2011, Sondernummer 1, 2; H&nbsp;E&nbsp;10.4 &quot;Entlastungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a, 19a ErbStG f&uuml;r Anteile an Kapitalgesellschaften im Gesellschaftsverm&ouml;gen&quot; der Hinweise zu den ErbStR 2011, BStBl II 2011, Sondernummer 1, 117) ist zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG muss Gegenstand des Erwerbs ein Anteil an einer Kapitalgesellschaft sein. Bereits dies spricht dagegen, dass es auch gen&uuml;gt, wenn Gegenstand des Erwerbs ein Anteil an einer Personengesellschaft ist, die ihrerseits Gesellschafterin einer Kapitalgesellschaft ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG muss dar&uuml;ber hinaus der Erblasser oder Schenker am Nennkapital der Kapitalgesellschaft unmittelbar beteiligt gewesen sein. Die Vorschrift kn&uuml;pft anders als &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG nicht an ertragsteuerliche, sondern an zivilrechtliche Merkmale an. Der Erblasser oder Schenker muss selbst Gesellschafter der Kapitalgesellschaft gewesen sein. Der Gesellschafter einer Personengesellschaft ist nicht allein deshalb unmittelbar an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, weil die Personengesellschaft ihrerseits Gesellschafterin der Kapitalgesellschaft ist (Weinmann in Moench\/Weinmann, &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;53; Esskandari in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;50; ders., Praktiker-Kommentar Erbschaftsteuer, 2013, &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;58; Riedel in Daragan\/Halaczinsky\/Riedel, ErbStG, BewG, 2.&nbsp;Aufl. 2012, &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;104; Zipfel in Riedel, Praxishandbuch Unternehmensnachfolge, 1.&nbsp;Aufl. 2012, S.&nbsp;143 Rz&nbsp;76; Prei&szlig;er in R&ouml;dl\/Prei&szlig;er u.a., Erbschaft- und Schenkungsteuer, Kompakt-Kommentar, Stuttgart 2009, &sect;&nbsp;13a, &sect;&nbsp;13b, Kap.&nbsp;4.1.4.4; Br&uuml;ggemann\/Stirnberg, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, 9.&nbsp;Aufl.&nbsp;2012, S. 763; Eisele, Erbschaftsteuerreform 2009, 2.&nbsp;Aufl. 2009, S. 52; Scholten\/Korezkij, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2009, 73, 76; f&uuml;r zwischengeschaltete Personengesellschaften ohne Betriebsverm&ouml;gen a.A. J&uuml;licher in Troll\/Gebel\/ J&uuml;licher, ErbStG, &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;217; Geck in Kapp\/Ebeling, &sect;&nbsp;13b ErbStG, Rz&nbsp;54; S.&nbsp;Viskorf in Viskorf\/Knobel\/Schuck, Erbschaft-steuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;110&nbsp;f.; V&ouml;lkers\/Weinmann\/Jordan, Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht, 3.&nbsp;Aufl. 2009, S. 58 Rz 17; G&ouml;tz, Der Erbschaftsteuer-Berater 2004, 84; S.&nbsp;Viskorf\/Philipp\/ Kempny, Zeitschrift f&uuml;r die Steuer- und Erbrechtspraxis 2007, 246, 249; H&uuml;bner, Erbschaftsteuerreform 2009, 2009, S.&nbsp;421; Pauli in H&ouml;rger\/Stephan\/Pohl, Unternehmens- und Verm&ouml;gensnach-folge, 2.&nbsp;Aufl. 2002, Rz&nbsp;377; Oenings\/K&auml;mper, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2012, 362; Felten, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge &#8211;ZEV&#8211; 2010, 627, 629&nbsp;f.; ders., DStR 2012, 1218; im Ergebnis auch Tiedtke\/W&auml;lzholz in Tiedtke, ErbStG, 2009, &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;43; f&uuml;r zwischengeschaltete Personen-gesellschaften unabh&auml;ngig vom Vorhandensein von ertragsteuer-rechtlichem Betriebsverm&ouml;gen a.A. Gebel, Betriebsverm&ouml;gens-nachfolge, 2.&nbsp;Aufl. 2002, Rz&nbsp;1044).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zivilrechtlich besitzt eine Personenhandelsgesellschaft (OHG oder KG) als Tr&auml;ger von Rechten und Pflichten (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;) eigene Rechtssubjektivit&auml;t und kann durch eigene Organe handeln. Sie kann daher auch Gesellschafterin einer anderen Personenhandelsgesellschaft oder einer Kapitalgesellschaft sein. In diesem Fall ist nur die Personenhandelsgesellschaft, nicht deren Gesellschafter Mitglied und damit Gesellschafter der Untergesellschaft (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691, unter C.III.1., m.w.N.; M&uuml;nchKommHGB\/Karsten Schmidt, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;124 Rz&nbsp;6). Gleiches gilt f&uuml;r die GbR (Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 16.&nbsp;Juli 2001 II&nbsp;ZB&nbsp;23\/00, BGHZ 148, 291, unter II.2.b bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das gilt auch f&uuml;r Beteiligungen an Personengesellschaften, die im ertragsteuerrechtlichen Sinn kein Betriebsverm&ouml;gen, sondern Privatverm&ouml;gen haben. Aus &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG l&auml;sst sich ausgehend von Wortlaut, systematischer Stellung, Entstehungsgeschichte sowie Sinn und Zweck der Vorschrift nichts anderes ableiten. Die Vorschrift trifft keine Regelung zu den im Rahmen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG entscheidenden Fragen, was zivilrechtlich Gegenstand des Erwerbs ist und unter welchen Voraussetzungen ein Erblasser oder Schenker unmittelbar am Nennkapital einer Kapitalgesellschaft beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG gilt der unmittelbare oder mittelbare Erwerb einer Beteiligung an einer Personengesellschaft, die nicht nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;5 ErbStG zu bewerten ist, also kein Betriebsverm&ouml;gen hat, als Erwerb der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter. Die Vorschrift ist Teil des mit &quot;Steuerpflichtiger Erwerb&quot; &uuml;berschriebenen &sect;&nbsp;10 ErbStG und betrifft somit nach ihrem Wortlaut und ihrer systematischen Stellung nicht die in &sect;&nbsp;13a ErbStG geregelten Steuerverg&uuml;nstigungen. Aus ihr lassen sich demgem&auml;&szlig; auch keine Kriterien f&uuml;r die Auslegung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dies wird durch den Sinn und Zweck best&auml;tigt, den der Gesetzgeber mit der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 in das ErbStG durch Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb des Jahressteuergesetzes (JStG) 1997 verfolgt hat. Eine vergleichbare Vorschrift war im ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;24 JStG 1996 und im urspr&uuml;nglichen Entwurf des JStG 1997 (BTDrucks&nbsp;13\/4839) noch nicht vorgesehen. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG wurde erst durch den Finanzausschuss des Deutschen Bundestags in den Gesetzentwurf eingef&uuml;gt (Zweite Beschlussempfehlung des Finanzausschusses zum Entwurf eines JStG&nbsp;1997, BTDrucks&nbsp;13\/5951, S.&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Finanzausschuss f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Zweiten Bericht zum Entwurf eines JStG&nbsp;1997 (BTDrucks&nbsp;13\/5952, S.&nbsp;42) aus, die vorgeschlagene Gesetzes&auml;nderung betreffe die Zuwendung einer Beteiligung an einer verm&ouml;gensverwaltenden (nicht gewerblichen) Personengesellschaft. Sie sei im Hinblick auf das BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 1995 II&nbsp;R&nbsp;79\/94 (BFHE 179, 166, BStBl II 1996, 546) best&auml;tigt durch BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Februar 1999 II&nbsp;R&nbsp;65\/97 (BFHE 188, 439, BStBl II 1999, 476) notwendig geworden. Der BFH habe entschieden, bei der Schenkung eines Anteils an einer verm&ouml;gensverwaltenden BGB-Gesellschaft sei Erwerbsgegenstand der Gesellschaftsanteil als solcher. Dieser sei mit dem anteiligen Gesamtsteuerwert des Gesellschaftsverm&ouml;gens als Saldo aus den Steuerwerten der Besitzposten und der Gesellschaftsschulden zu bewerten. Nach bisheriger Verwaltungsauffassung sei der Erwerb von Beteiligungen an verm&ouml;gensverwaltenden BGB-Gesellschaften als Erwerb der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter zu beurteilen. Die gesetzliche &Auml;nderung stelle die bisherige Behandlung sicher.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom Finanzausschuss vorgeschlagenen und vom Gesetzgeber &uuml;bernommenen Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG sollte demgem&auml;&szlig; erreicht werden, dass die auf den Erwerber &uuml;bergehenden gesellschaftsrechtlichen Verpflichtungen des Ver&auml;u&szlig;erers einschlie&szlig;lich der anteiligen Gesellschaftsschulden bei lediglich verm&ouml;gensverwaltenden, insbesondere grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaften nicht mit dem Wert des anteilig auf den Erwerber &uuml;bergehenden Aktivverm&ouml;gens der Gesellschaft saldiert werden, sondern als Entgelt f&uuml;r die anteilige &Uuml;bertragung des Aktivverm&ouml;gens anzusehen sind und somit eine gemischte Schenkung vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da dieses Regelungsziel im Wortlaut des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG nicht unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck kam (Gebel, DStR 1997, 801, 807), hat der Gesetzgeber &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3&nbsp;ErbStG durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;cc des Erbschaftsteuerreformgesetzes vom 24.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 3018) neu gefasst (jetzt &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG&nbsp;n.F.). Er hat klargestellt, dass der unmittelbare oder mittelbare Erwerb einer Beteiligung an einer Personengesellschaft oder einer anderen Gesamthandsgemeinschaft, die kein gewerbliches oder freiberufliches Betriebsverm&ouml;gen hat, als Erwerb der anteiligen Wirtschaftsg&uuml;ter gilt und dass die dabei im Innenverh&auml;ltnis anteilig auf den Erwerber &uuml;bergehenden Schulden und Lasten der Gesellschaft bei der Ermittlung der Bereicherung des Erwerbers wie eine Gegenleistung zu behandeln sind (vgl. dazu Gesetzesbegr&uuml;ndung der Bundesregierung, BTDrucks&nbsp;16\/7918, S.&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Bei einem Erwerb von Todes wegen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG) sind diese Grunds&auml;tze nicht anwendbar. Vielmehr sind die Nachlassverbindlichkeiten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;5 ErbStG unabh&auml;ngig vom Verh&auml;ltnis des Steuerwerts zum Verkehrswert der Besitzposten mit ihrem vollen Steuerwert abzugsf&auml;hig, soweit nicht Sonderregeln (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;6 bis 9 ErbStG) eingreifen (Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;32, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;20a; Weinmann, a.a.O., &sect;&nbsp;7 ErbStG Rz&nbsp;65).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG und &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG&nbsp;n.F. spielen somit bei einem Erwerb von Todes wegen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG) jedenfalls im Ergebnis keine Rolle (Gebel in Troll\/Gebel\/J&uuml;licher, a.a.O., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;59; Geck, a.a.O., &sect;&nbsp;10 ErbStG, Rz&nbsp;15.1; J&uuml;ptner in Fischer\/ J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, ErbStG, 4.&nbsp;Auflage &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;52; Schuck in Viskorf\/Knobel\/Schuck, a.a.O., &sect;&nbsp;10 ErbStG Rz&nbsp;31; H&ouml;gl in G&uuml;rsching\/Stenger, a.a.O., &sect;&nbsp;10 ErbStG Rz&nbsp;44; Weinmann, a.a.O., &sect;&nbsp;10 ErbStG Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Aufgrund dieser eng begrenzten, lediglich auf freigebige Zuwendungen unter Lebenden (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;7 ErbStG) und verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaften mit Schulden und Besitzposten, deren Verkehrswerte h&ouml;her als die Steuerwerte sind, bezogenen Zielsetzung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG kann diese Vorschrift nicht dahingehend verstanden werden, dass die Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft, die Gesellschafterin einer Kapitalgesellschaft ist, i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG unmittelbar an der Kapitalgesellschaft beteiligt sind. Ein solches Verst&auml;ndnis des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG, das sowohl f&uuml;r Schenkungen unter Lebenden als auch f&uuml;r Erwerbe von Todes wegen und f&uuml;r Personengesellschaften unabh&auml;ngig vom Vorhandensein von Gesellschaftsschulden und vom Verh&auml;ltnis des Verkehrswerts der Besitzposten zum Steuerwert ma&szlig;gebend sein m&uuml;sste, w&auml;re mit Wortlaut, Sinn und Zweck und systematischer Stellung der Vorschrift unvereinbar. F&uuml;r die Beurteilung, ob ein Erblasser oder Schenker i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG unmittelbar an der Kapitalgesellschaft beteiligt war, kann demgem&auml;&szlig; nicht auf &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG zur&uuml;ckgegriffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Die gegenteilige Auffassung h&auml;tte im &Uuml;brigen in F&auml;llen, in denen der Erblasser oder Schenker sowohl als zivilrechtlicher Gesellschafter, also unmittelbar, als auch &uuml;ber eine Personengesellschaft mittelbar an einer Kapitalgesellschaft beteiligt war und lediglich bei einer Zusammenrechnung der Beteiligungen die in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG bestimmte Voraussetzung, n&auml;mlich eine Beteiligung des Erblassers oder Schenkers zu mehr als einem Viertel am Nennkapital der Kapitalgesellschaft, erf&uuml;llt ist, sinnwidrige Ergebnisse zur Folge. Der Erwerb der zivilrechtlichen Beteiligung des Erblassers oder Schenkers an der Kapitalgesellschaft (oder eines Anteils davon) w&auml;re bei Heranziehung des Rechtsgedankens des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG n&auml;mlich nur dann beg&uuml;nstigt, wenn die zwischengeschaltete Personengesellschaft ertragsteuerrechtlich Privatverm&ouml;gen hat, nicht aber, wenn sie Betriebsverm&ouml;gen hat; denn auf Personengesellschaften mit Betriebsverm&ouml;gen ist &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStG nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ein anderes Ergebnis l&auml;sst sich auch nicht aus &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO ableiten (a.A. Kamps, Finanz-Rundschau 2009, 353, 356; H&ouml;rger\/Pauli, GmbHR 1999, 945, 946).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Vorschrift werden Wirtschaftsg&uuml;ter, die mehreren zur gesamten Hand zustehen, den Beteiligten anteilig zugerechnet, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich ist. Wann diese Voraussetzung erf&uuml;llt ist, ergibt sich nicht aus &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO. Vielmehr ist dies den f&uuml;r die Einzelsteuern geltenden Vorschriften und Sachgesetzlichkeiten zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG ist es f&uuml;r die Besteuerung nicht erforderlich, die Anteile von Kapitalgesellschaften, die sich im Gesamthandsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft befinden, den Gesellschaftern anteilig zuzurechnen; denn diese Vorschrift ist, wie bereits dargelegt, nur dann anwendbar, wenn der Erblasser oder Schenker am Nennkapital der Kapitalgesellschaft unmittelbar und nicht lediglich mittelbar &uuml;ber eine andere Gesellschaft beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Hinweis des FG auf &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 EStG kann seine Ansicht wegen des abweichenden Wortlauts ebenfalls nicht begr&uuml;nden. Anders als &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG setzt &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 EStG keine unmittelbare Beteiligung am Nennkapital der Kapitalgesellschaft voraus. Vielmehr geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG u.a. auch Anwartschaften auf eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft und Genussscheine zu den Anteilen an einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG. F&uuml;r die Beurteilung, ob die nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG erforderliche Mindestbeteiligung von 1&nbsp;% am Kapital der Gesellschaft erreicht ist, stellt diese Vorschrift unmittelbare und mittelbare Beteiligungen ausdr&uuml;cklich gleich. F&uuml;r die Zurechnung einer Beteiligung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 EStG kommt es zudem nicht auf das zivilrechtliche, sondern das wirtschaftliche Eigentum an dem Gesellschaftsanteil an (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Februar 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;26\/01, BFHE 205, 204, BStBl II 2004, 651, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen solchen weiten Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG wollte der Gesetzgeber durch das Erfordernis einer unmittelbaren Beteiligung des Erblassers oder Schenkers am Nennkapital der Kapitalgesellschaft ersichtlich vermeiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Beschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG auf F&auml;lle, in denen der Erblasser oder Schenker als Gesellschafter am Nennkapital der Kapitalgesellschaft unmittelbar beteiligt war, ist auch nicht sinnwidrig. Sie entspricht vielmehr ersichtlich dem Ziel des Gesetzgebers, den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG sowohl im Hinblick auf die Auswirkungen auf das Steueraufkommen als auch zur Vereinfachung des Verwaltungsvollzugs einzuschr&auml;nken. Sie er&uuml;brigt die Feststellung mittelbarer Beteiligungen und die Zusammenrechnung unmittelbarer und mittelbarer Beteiligungen des Erblassers oder Schenkers an Kapitalgesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) F&uuml;r die Richtigkeit der Auslegung des Tatbestandsmerkmals einer unmittelbaren Beteiligung am Nennkapital einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG durch die Finanzverwaltung spricht auch die Entstehungsgeschichte der Vorschrift. Das Erfordernis der unmittelbaren Beteiligung des Erblassers oder Schenkers am Nennkapital einer Kapitalgesellschaft, an der ein Anteil erworben wird, war von Anfang an als Voraussetzung f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG vorgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG geht auf &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b JStG&nbsp;1996 vom 11.&nbsp;Oktober 1995 (BGBl I 1995, 1250) zur&uuml;ck. Nach dieser Vorschrift sollte neben dem Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen auch der Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften beg&uuml;nstigt sein, und zwar u.a. unter der Voraussetzung, dass der Erblasser oder Schenker am Nennkapital dieser Gesellschaft mindestens zu einem Viertel unmittelbar beteiligt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Neuregelung wurde nicht wirksam, da die Gew&auml;hrung von Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r den Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften durch &sect;&nbsp;13a ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;5 JStG&nbsp;1997 vom 20.&nbsp;Dezember 1996 (BGBl I 1996, 2049) neu geregelt wurde, und zwar gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;14 JStG&nbsp;1997 mit Wirkung auf Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 1995 entstanden ist. Die damals eingef&uuml;hrte Fassung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG galt auch noch im Jahr 2005. Eine Sonderregelung traf &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;14 JStG&nbsp;1997 lediglich f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 1995 und vor dem 1.&nbsp;Januar 1997 entstanden ist. Insoweit gen&uuml;gte es, wenn der Erblasser oder Schenker am Nennkapital der Kapitalgesellschaft mindestens zu einem Viertel unmittelbar beteiligt war. Das Erfordernis der unmittelbaren Beteiligung am Nennkapital der Kapitalgesellschaft galt auch f&uuml;r Erwerbe in diesem Zeitraum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>hh) An die Beschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG auf F&auml;lle, in denen der Erblasser oder Schenker unmittelbar und somit als Gesellschafter am Nennkapital der Kapitalgesellschaft beteiligt war, sind die Finanzverwaltung und die Rechtsprechung nach Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes gebunden (aus rechtspolitischer Sicht kritisch Wachter in Fischer\/J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;46; Stobbe\/Br&uuml;ninghaus, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1998, 1611, 1612; Schulz\/Althof\/Markl, BB 2008, 528, 533; R&ouml;dder, DStR 2008, 997, 999; Hannes\/Onderka, ZEV 2008, 16, 19). Wie der BFH bereits entschieden hat (Urteil vom 16.&nbsp;Februar 2005 II&nbsp;R&nbsp;6\/02, BFHE 208, 444, BStBl II 2005, 411), ist eine Auslegung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG gegen den eindeutigen Wortlaut des Gesetzes zumindest insoweit nicht zul&auml;ssig, als es um das Erfordernis der unmittelbaren Beteiligung des Schenkers am Nennkapital der Kapitalgesellschaft geht. Eine Auslegung gegen den Wortlaut eines Gesetzes ist zwar nicht schlechthin ausgeschlossen; sie kommt aber nur in Betracht, wenn die wortgetreue Gesetzesanwendung zu einem sinnwidrigen Ergebnis f&uuml;hren w&uuml;rde, das durch die beabsichtigte Auslegung zu vermeiden oder doch entscheidend zu mindern w&auml;re, ohne andere Wertungswiderspr&uuml;che hervorzurufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind nicht erf&uuml;llt. Die vom Gesetzgeber durch das Erfordernis einer unmittelbaren Beteiligung des Erblassers oder Schenkers an der Kapitalgesellschaft ersichtlich gewollte Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG ist, wie bereits dargelegt, nicht sinnwidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG sind somit im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gegenstand des Erwerbs der E und der Kinder des Kl&auml;gers waren Anteile an der KG und nicht an den Kapitalgesellschaften, an denen die KG als Gesellschafterin beteiligt war. Der Kl&auml;ger war an den im Gesamthandsverm&ouml;gen der KG befindlichen Anteilen an den Kapitalgesellschaften zu dem Zeitpunkt, an dem die Schenkungsteuer f&uuml;r den Erwerb der Anteile an der KG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 ErbStG durch Ausf&uuml;hrung der freigebigen Zuwendungen entstanden ist, nicht unmittelbar beteiligt. Dieser Zeitpunkt ist f&uuml;r die Pr&uuml;fung ma&szlig;gebend, ob die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 ErbStG erf&uuml;llt sind (BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;August 2005 II&nbsp;B&nbsp;90\/04, BFH\/NV 2006, 62). Ausgef&uuml;hrt wurden die freigebigen Zuwendungen an dem Tag, an dem die &Uuml;bertragung der Anteile an der KG auf E und die Kinder des Kl&auml;gers wirksam wurde, also am 31.&nbsp;Dezember 2005; denn an diesem Tag haben die Erwerber das erhalten, was ihnen nach der Schenkungsabrede verschafft werden sollte (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;November 2009 II&nbsp;R&nbsp;70\/06, BFH\/NV 2010, 900). An diesem Tag war der Kl&auml;ger nicht mehr Gesellschafter der Kapitalgesellschaften. Vielmehr war die KG selbst deren Gesellschafterin. Das ist entscheidend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass die KG lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig war. Dies &auml;ndert nichts daran, dass die KG rechtsf&auml;hig und selbst Gesellschafterin der Kapitalgesellschaften war. Eine in das Handelsregister eingetragene KG ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 HGB auch dann rechtsf&auml;hig, wenn ihr Gewerbebetrieb zwar nicht schon nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 HGB Handelsgewerbe ist oder wenn sie nur eigenes Verm&ouml;gen verwaltet, aber in das Handelsregister eingetragen ist (&sect;&nbsp;161 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;2 HGB). Das trifft im Streitfall zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.6.2013, II R 4\/12 Unmittelbare Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect; 13a Abs. 4 Nr. 3 ErbStG a.F. nur bei zivilrechtlicher Gesellschafterstellung gegeben &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 ErbStG und &sect; 10 Abs. 1 Satz 4 ErbStG n.F. Leits&auml;tze Ein Erblasser oder Schenker war nur dann i.S. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-4-12-unmittelbare-beteiligung-an-einer-kapitalgesellschaft-is-des-par-13a-abs-4-nr-3-erbstg-af-nur-bei-zivilrechtlicher-gesellschafterstellung-gegeben-anwendungsbereich-von-par-10-abs-1-satz-3-er\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;4\/12 &#8211; Unmittelbare Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft i.S. des &sect; 13a Abs. 4 Nr. 3 ErbStG a.F. nur bei zivilrechtlicher Gesellschafterstellung gegeben &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 10 Abs. 1 Satz 3 ErbStG und &sect; 10 Abs. 1 Satz 4 ErbStG n.F.<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-54568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54568\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}