{"id":5459,"date":"2012-09-26T00:00:00","date_gmt":"2012-09-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5459"},"modified":"2012-11-23T12:41:19","modified_gmt":"2012-11-23T10:41:19","slug":"ix-r-50-09-praemien-wertlos-gewordener-optionen-als-werbungskosten-bei-einem-termingeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-50-09-praemien-wertlos-gewordener-optionen-als-werbungskosten-bei-einem-termingeschaeft\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;50\/09 &#8211; Pr&auml;mien wertlos gewordener Optionen als Werbungskosten bei einem Termingesch&auml;ft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2012, IX R 50\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Pr&auml;mien wertlos gewordener Optionen als Werbungskosten bei einem Termingesch&auml;ft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das Recht auf einen Differenzausgleich, Geldbetrag oder Vorteil wird auch dann i.S. von &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG beendet, wenn ein durch das Basisgesch&auml;ft indizierter negativer Differenzausgleich durch Nichtaus&uuml;ben der (wertlosen) Forderung aus dem Termingesch&auml;ft vermieden wird (Erg&auml;nzung zu den BFH-Urteilen vom 17. April 2007 IX R 40\/06, BFHE 217, 566, BStBl II 2007, 608, und vom 13. Februar 2008 IX R 68\/07, BFHE 220, 436, BStBl II 2008, 522). <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren (1999 und 2000) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger unternahm im Streitjahr 2000 B&ouml;rsengesch&auml;fte und erkl&auml;rte im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung Gewinne aus Aktienverk&auml;ufen sowie aus der Verwertung von Kauf- (sog. calls) und Verkaufsoptionen (sog. puts) in H&ouml;he von insgesamt 1.113.042,20&nbsp;DM. Diesen Gewinnen stellte er Verluste aus W&auml;hrungsgesch&auml;ften (248.360,08&nbsp;DM), aus der Verwertung von Verkaufsoptionen (80.576,32&nbsp;DM) sowie aus wertlos gewordenen (nicht ausge&uuml;bten) Kauf- (1.306.866,35&nbsp;DM) und Verkaufsoptionen (200.042,54&nbsp;DM) gegen&uuml;ber. Den Verlustsaldo von 722.802&nbsp;DM ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mangels Verrechenbarkeit im Streitjahr 2000 zun&auml;chst in unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheiden, indem es einen Betrag von 439.785&nbsp;DM in das Streitjahr 1999 zur&uuml;cktrug und den Rest als Verlustvortrag gesondert feststellte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Zuge einer betriebsnahen Veranlagung gelangte das FA zu der Auffassung, die Aufwendungen aus den nicht ausge&uuml;bten Optionen von insgesamt 1.506.908&nbsp;DM k&ouml;nnten nicht steuerrechtlich abgezogen werden. Es korrigierte f&uuml;r das Streitjahr 2000 den erkl&auml;rten Saldo von .\/. 722.802&nbsp;DM um die nicht mehr anzusetzenden Verluste aus nicht ausge&uuml;bten Optionen und gelangte so zu positiven Eink&uuml;nften aus B&ouml;rsengesch&auml;ften im Streitjahr 2000 in H&ouml;he von 784.106&nbsp;DM. Dementsprechend &auml;nderte es die Steuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr 2000. &Uuml;berdies hob es den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags auf und &auml;nderte auch den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 1999, indem es keinen Verlustr&uuml;cktrag mehr ber&uuml;cksichtigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosen Einspr&uuml;chen hatte die Klage Erfolg. In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 222 ver&ouml;ffentlichten Urteil f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) zur Begr&uuml;ndung aus, der Kl&auml;ger k&ouml;nne die aus dem Wertverlust der Optionen herr&uuml;hrenden Aufwendungen als Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der Fassung der Streitjahre (EStG) geltend machen. Es handele sich um vergebliche und fehlgeschlagene Aufwendungen. Der Kl&auml;ger habe die Kauf- und Verkaufsoptionen erworben, um daraus in Erwartung der von ihm prognostizierten Preis- oder Kursentwicklung der Basiswerte Gewinne zu erzielen. Er habe mit Eink&uuml;nfteerzielung gehandelt. Deshalb seien die Verluste aus den nicht ausge&uuml;bten Optionen bis zur H&ouml;he des Gewinns als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. Das FG ber&uuml;cksichtigte auf diese Weise im Streitjahr 2000 Aufwendungen in H&ouml;he von 784.106&nbsp;DM, im Streitjahr 1999 im Wege des Verlustr&uuml;cktrags 439.785&nbsp;DM und stellte den verbleibenden Verlustvortrag zum 31.&nbsp;Dezember 2000 auf 283.017&nbsp;DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, die es auf Verletzung materiellen Rechts st&uuml;tzt. K&ouml;nnten als Werbungskosten nur solche Aufwendungen abgezogen werden, bei denen ein unmittelbarer Zusammenhang mit einer bestimmten Einkunftsart feststehe, so k&ouml;nnten die Aufwendungen bei einem Verfall der Optionen keiner Einkunftsart zugeordnet werden. Im Zeitpunkt des Optionserwerbs habe der Kl&auml;ger &uuml;berdies nur eine Verm&ouml;gensumschichtung vorgenommen, so dass es an einer erwerbsbedingten Verm&ouml;gensminderung fehle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/><\/br>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorentscheidung entspreche den Grunds&auml;tzen der Belastungsgleichheit und Folgerichtigkeit. K&ouml;nne der Kl&auml;ger im Erfolgsfall seine Erwerbsaufwendungen geltend machen, so m&uuml;sse er dies auch k&ouml;nnen, wenn ein Aus&uuml;ben der Option bei ung&uuml;nstiger Kurs- und Preisentwicklung nicht m&ouml;glich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Im Ergebnis zutreffend hat das FG die Aufwendungen des Kl&auml;gers, die ihm entstanden sind, soweit Kauf- und Verkaufsoptionen wertlos wurden, als Werbungskosten zum Abzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1. Nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 5 EStG sind bei der Ermittlung des Gewinns oder des Verlusts aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften Werbungskosten abzuziehen. Das setzt voraus, dass ein Ergebnis einer nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 EStG steuerbaren T&auml;tigkeit zu ermitteln ist. Der Revision ist insoweit beizupflichten, als die Abziehbarkeit von Werbungskosten nur in Betracht kommt, als es<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">zu einer Aus&uuml;bung der Option (bei der Aus&uuml;bung der Option sind die Anschaffungskosten des Optionsrechts abziehbar, vgl. Bundesministerium der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 27.&nbsp;November 2001, BStBl I 2001, 986 Rz&nbsp;15, 16, f&uuml;r Kaufoption und Rz&nbsp;20, 21, f&uuml;r Verkaufsoption) oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">zu einer Ver&auml;u&szlig;erung (in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) oder zu einem anderen steuerrechtlich bedeutsamen Beendigungstatbestand (in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">kommt (vgl. dazu Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;April 2012 IX&nbsp;B&nbsp;154\/10, BFHE 236, 557, BStBl II 2012, 454; BFH-Urteil vom 1.&nbsp;August 2012 IX&nbsp;R&nbsp;8\/12, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, Der Betrieb 2012, 2137).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Aufwendungen f&uuml;r die wertlos gewordenen Optionen, um die es hier geht, sind aber als Werbungskosten bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus Termingesch&auml;ften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG zu ber&uuml;cksichtigen (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG). Die Entscheidung des FG stellt sich aus diesen Gr&uuml;nden als richtig dar (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Termingesch&auml;fte sind private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2 EStG), durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer ver&auml;nderlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt, sofern der Zeitraum zwischen Erwerb und Beendigung des Rechts auf einen Differenzausgleich, Geldbetrag oder Vorteil nicht mehr als ein Jahr betr&auml;gt. Nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG ist der Gewinn oder Verlust bei einem Termingesch&auml;ft der Differenzausgleich oder der durch den Wert einer ver&auml;nderlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e bestimmte Geldbetrag oder Vorteil abz&uuml;glich der Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der steuerrechtliche Begriff des Termingesch&auml;fts folgt zun&auml;chst dem des Zivilrechts. Der Gesetzgeber orientierte sich, indem er den Begriff des Differenzgesch&auml;fts durch den Begriff des Termingesch&auml;fts ersetzte (vgl. BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;28 zu Nr.&nbsp;31), an den Regelungen in &sect;&nbsp;2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9.&nbsp;September 1998 (BGBl I 1998, 2708; zuletzt ge&auml;ndert durch Art.&nbsp;2 des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2010\/73\/EU und zur &Auml;nderung des B&ouml;rsengesetzes vom 26.&nbsp;Juni 2012, BGBl I 2012, 1375) und an &sect;&nbsp;1 des Kreditwesengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung von 9.&nbsp;September 1998 (BGBl I 1998, 2776) &#8211;KWG&#8211; (grundlegend BFH-Urteil vom 17.&nbsp;April 2007 IX&nbsp;R&nbsp;40\/06, BFHE 217, 566, BStBl II 2007, 608).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Termingesch&auml;fte sind nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;11 Satz&nbsp;2 KWG Festgesch&auml;fte oder Optionsgesch&auml;fte, deren Preis unmittelbar oder mittelbar von einem bestimmten Basispreis abh&auml;ngt. Zu den Termingesch&auml;ften in diesem Sinne z&auml;hlt mithin auch das Optionsgesch&auml;ft (als bedingtes Termingesch&auml;ft). Damit &uuml;bereinstimmend behandelt &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2a WpHG alle Optionen (also Optionsgesch&auml;fte als Derivate und Optionsscheine als Wertpapiere) als Finanztermingesch&auml;fte und damit gleich. Auch in der aktuellen Fassung des Wertpapierhandelsgesetzes sind Termingesch&auml;fte Festgesch&auml;fte oder Optionsgesch&auml;fte, die zeitlich verz&ouml;gert zu erf&uuml;llen sind und deren Wert sich unmittelbar oder mittelbar vom Preis oder Ma&szlig; eines Basiswerts ableitet (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 WpHG in der aktuellen Fassung; zum Termingesch&auml;ft eingehend Assmann in Assmann\/Uwe H. Schneider, Wertpapierhandelsgesetz, 6.&nbsp;Aufl. 2012, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;47; Fuchs in Fuchs (Hrsg.), Wertpapierhandelsgesetz, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;43&nbsp;f.). Damit &uuml;bereinstimmend sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) B&ouml;rsentermingesch&auml;fte standardisierte Vertr&auml;ge, die von beiden Seiten erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt, dem Ende der Laufzeit, zu erf&uuml;llen sind und einen Bezug zu einem Terminmarkt haben (grundlegend BGH-Urteil vom 13.&nbsp;Juli 2004 XI&nbsp;ZR&nbsp;178\/03, BGHZ 160, 58&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Intention, alle Optionen gleich zu behandeln, liegt auch &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG zugrunde: Optionen, die &#8211;als Derivate&#8211; keine Wertpapiere sind, fallen unter &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG und solche, die als Optionsscheine Wertpapiere sind, unter &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFHE 236, 557, BStBl II 2012, 454). Die dar&uuml;ber hinaus gehende Bedeutung dieser Vorschrift liegt im Verzicht auf die Tatbestandsmerkmale &quot;Wirtschaftsgut&quot; und &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; sowie in der Konstituierung der Beendigung des Rechts als Realisierungsmoment. Nach wie vor erforderlich ist jedoch auch der Erwerb des Rechts (BFH-Urteil in BFHE 217, 566, BStBl II 2007, 608).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das Recht wird beendigt, wenn es zu einem Differenzausgleich f&uuml;hrt. Denn den Tatbestand des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG erf&uuml;llt nur, wer durch die Beendigung des erworbenen Rechts tats&auml;chlich einen Differenzausgleich erlangt; die Vorschrift erfasst nur Vorteile, die auf dem Basisgesch&auml;ft beruhen (st&auml;ndige Rechtsprechung, zuletzt BFH-Beschluss in BFHE 236, 557, BStBl II 2012, 454). Dies kann geschehen, indem das Basisgesch&auml;ft durchgef&uuml;hrt wird und der aus dem Termingesch&auml;ft Verpflichtete die entsprechenden Basiswerte liefert. Kommt es aber &#8211;wie bei Derivatgesch&auml;ften &uuml;blicherweise (siehe Versteegen in K&ouml;lner Kommentar zum WpHG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;47)&#8211; nicht zu einem Basisgesch&auml;ft, wird das Termingesch&auml;ft (z.B.) durch einen Barausgleich beendet, wie dies z.B. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a WpHG (n.F.) explizit regelt. Dieser Barausgleich ist der Differenzausgleich i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG. Das Gesetz erfasst indes &#8211;mit dem Barausgleich&#8211; nicht nur eine positive Differenz, sondern folgerichtig auch eine negative Differenz als Verlust (vgl. dazu bereits BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Februar 2008 IX&nbsp;R&nbsp;68\/07, BFHE 220, 436, BStBl II 2008, 522). Vorteil ist danach auch der Nachteil, soweit er auf dem Basisgesch&auml;ft beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So verh&auml;lt es sich im Kontext des Streitfalles, wenn eine Option wertlos wird, weil der Wert eines Bezugsobjekts oder einer sonstigen Referenzgr&ouml;&szlig;e zum F&auml;lligkeitszeitpunkt vom festgelegten Betrag (dem Basiswert) negativ abweicht. Dieser Nachteil (negative Differenzausgleich) beruht ebenso wie der entsprechende Vorteil (positive Differenzausgleich) allein auf den Wertverh&auml;ltnissen des Basisgesch&auml;fts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">aa) Im Einzelnen gilt Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erh&auml;lt der K&auml;ufer einer Option gegen Zahlung eines Entgelts das Recht, an einem bestimmten Tag vom Verk&auml;ufer der Option den Verkauf einer bestimmten Menge eines Bezugsobjekts zu einem beim Kauf festgelegten Preis (Basiswert) zu verlangen (sog. Call-Option, vgl. zur Begrifflichkeit Versteegen in K&ouml;lner Kommentar zum WpHG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;47) und liegt der Preis des Bezugsobjekts &uuml;ber dem festgelegten Basiswert, so wird ein Barbetrag (Barausgleich) als Differenzausgleich gezahlt. Denn in der Regel ist der Anleger nicht am Bezugsobjekt interessiert, sondern an der Differenz als konstituierendes Element des Termingesch&auml;fts. Umgekehrt: Liegt der Basiswert unter dem Preis des Bezugsobjekts im F&auml;lligkeitszeitpunkt, ist die Option wertlos. Niemand wird sie aus&uuml;ben, weil sich jeder und damit auch der Optionsinhaber am Markt g&uuml;nstiger bedienen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erh&auml;lt der K&auml;ufer einer Option gegen Zahlung eines Entgelts das Recht, an einem bestimmten Tag vom Verk&auml;ufer der Option den Kauf einer bestimmten Menge eines Bezugsobjekts zu einem beim Kauf festgelegten Preis (Basiswert) zu verlangen (sog. Put-Option, vgl. zur Begrifflichkeit Versteegen in K&ouml;lner Kommentar zum WpHG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;47) und liegt der Preis des Bezugsobjekts unter dem festgelegten Basiswert, so wird ein Barbetrag (Barausgleich) als Differenzausgleich gezahlt. Umgekehrt: Liegt der Basiswert &uuml;ber dem Preis des Bezugsobjekts im F&auml;lligkeitszeitpunkt, ist die Option wertlos. Niemand wird sie aus&uuml;ben, weil jeder und damit auch der Optionsinhaber am Markt g&uuml;nstiger kaufen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bb) Zur Erl&auml;uterung der Zusammenh&auml;nge folgendes <strong>Beispiel<\/strong>:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">K erwirbt im Rahmen eines Termingesch&auml;fts (als Option) f&uuml;r 20.000 Euro (Optionspr&auml;mie) gegen die Bank&nbsp;B eine bedingte Forderung auf Lieferung von 4&nbsp;Mio. einer W&auml;hrung&nbsp;X f&uuml;r 100.000&nbsp;Euro. K spekuliert auf einen fallenden Eurokurs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">(1)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erf&uuml;llt sich seine Hoffnung und k&ouml;nnte er zum F&auml;lligkeitszeitpunkt nach den tats&auml;chlichen Wertverh&auml;ltnissen 3&nbsp;Mio. der W&auml;hrung&nbsp;X verlangen, kann er aufgrund des Termingesch&auml;fts indes 4&nbsp;Mio. der W&auml;hrung&nbsp;X beanspruchen, befriedigt ihn die Bank&nbsp;B regelm&auml;&szlig;ig durch Barausgleich, den K dann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG als Gewinn nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG zu versteuern hat. Die Optionspr&auml;mien sind als Werbungkosten nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG absetzbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">(2)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erf&uuml;llt sich seine Hoffnung aber nicht und der Eurokurs steigt gegen&uuml;ber der W&auml;hrung&nbsp;X, so dass man f&uuml;r 100.000&nbsp;Euro insgesamt 5&nbsp;Mio. der W&auml;hrung&nbsp;X bekommt, f&uuml;hrte das Basisgesch&auml;ft zu einer negativen Differenz. W&uuml;rde es durchgef&uuml;hrt, k&ouml;nnte K diesen Verlust geltend machen und &uuml;berdies die Werbungskosten in Gestalt der Pr&auml;mie absetzen. Indes ist die Option wertlos und kein wirtschaftlich Denkender w&uuml;rde sie aus&uuml;ben. Deshalb bucht sie die Bank als wertlos aus. Die Kosten f&uuml;r den Erwerb der Forderung im Rahmen des Termingesch&auml;fts in H&ouml;he von 20.000&nbsp;Euro sind als Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus dem Vorstehenden ergibt sich:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG steuerbar ist zun&auml;chst der (positive) Differenzausgleich oder der durch den Wert einer ver&auml;nderlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e bestimmte Geldbetrag oder Vorteil als Gewinn. Steuerbar ist folgerichtig aber auch eine negative Differenz oder ein Nachteil, so wie das Gesetz mit &quot;Einnahmen&quot; auch negative Einnahmen oder mit &quot;Gewinn&quot; den Verlust umfasst und wovon auch &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG ausgeht, wenn er den Verlust aus einem Termingesch&auml;ft im Kontext mit einem Differenzausgleich ausdr&uuml;cklich hervorhebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) W&uuml;rde im Beispiel (2) der Steuerpflichtige&nbsp;K seine Option aus&uuml;ben, bek&auml;me er f&uuml;r 100.000&nbsp;Euro lediglich 4&nbsp;Mio. der W&auml;hrung&nbsp;X, obschon er auf dem Devisenmarkt 5&nbsp;Mio. bekommen w&uuml;rde. Er erzielte aus dem Basisgesch&auml;ft eine negative Differenz, die nach &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG steuerbar w&auml;re; er k&ouml;nnte &uuml;berdies die Optionspr&auml;mie als Werbungskosten geltend machen. Wird die Option indes nicht ausge&uuml;bt und &#8211;weil wertlos&#8211; von der Bank&nbsp;B ausgebucht, bleibt das Termingesch&auml;ft zwar ohne Differenzausgleich im Basisgesch&auml;ft. Da aber auch eine negative Differenz steuerbar w&auml;re, muss es das Weniger &#8211;das Nichtaus&uuml;ben einer wirtschaftlich wertlosen Option&#8211; schon wegen des Gebots der Gleichbehandlung des Gleichartigen (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes) ebenso sein, mit der Folge der Abziehbarkeit der Optionspr&auml;mien als Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesetz verlangt vom Steuerpflichtigen kein wirtschaftlich sinnloses Verhalten, sondern besteuert ihn nach dem Grundsatz der Leistungsf&auml;higkeit. Die Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen ist aber um die aufgewandten Optionspr&auml;mien gemindert, einerlei, ob es tats&auml;chlich zu einem steuerbaren negativen Differenzausgleich kommt oder ob ein solcher von vornherein vermieden wird, indem &#8211;als wirtschaftlich einzig sinnvolles Verhalten&#8211; die Option nicht ausge&uuml;bt wird. Dieser Nachteil beruht ebenso wie der entsprechende Vorteil auf dem Basisgesch&auml;ft, denn er ist ausgel&ouml;st durch die Wertentwicklung des Bezugsobjekts im Zeitpunkt der F&auml;lligkeit gegen&uuml;ber dem Basiswert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mithin wird das Recht auf einen Differenzausgleich, Geldbetrag oder Vorteil auch dann i.S. von &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG beendet, wenn ein durch das Basisgesch&auml;ft indizierter negativer Differenzausgleich durch Nichtaus&uuml;ben der Forderung aus dem Termingesch&auml;ft vermieden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Senat entwickelt seine Rechtsprechung (vgl. insbesondere Urteile in BFHE 220, 436, BStBl II 2008, 522, und in BFHE 217, 566, BStBl II 2007, 608) in diesem Sinne fort. Sollte das BMF in seinem Schreiben vom 27.&nbsp;November 2001 (BStBl I 2001, 986&nbsp;ff., Tz.&nbsp;18, 23) abweichend zu verstehen sein, k&ouml;nnte der erkennende Senat dem nicht folgen. Eine Aufforderung zum Beitritt nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 FGO h&auml;lt er indes insbesondere wegen des ausgelaufenen Rechts nicht f&uuml;r angemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r den Erwerb der Optionen zutreffend als Erwerbsaufwand bei den Eink&uuml;nften aus Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften ber&uuml;cksichtigt. Nach den Feststellungen des FG sind die vom Kl&auml;ger erworbenen Optionen, um deren Anschaffungskosten es hier geht, wertlos geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2012, IX R 50\/09 Pr&auml;mien wertlos gewordener Optionen als Werbungskosten bei einem Termingesch&auml;ft Leits&auml;tze Das Recht auf einen Differenzausgleich, Geldbetrag oder Vorteil wird auch dann i.S. von &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG beendet, wenn ein durch das Basisgesch&auml;ft indizierter negativer Differenzausgleich durch Nichtaus&uuml;ben der (wertlosen) Forderung aus dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-50-09-praemien-wertlos-gewordener-optionen-als-werbungskosten-bei-einem-termingeschaeft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;50\/09 &#8211; Pr&auml;mien wertlos gewordener Optionen als Werbungskosten bei einem Termingesch&auml;ft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5459\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}