{"id":5535,"date":"2012-08-29T00:00:00","date_gmt":"2012-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5535"},"modified":"2012-11-23T13:09:14","modified_gmt":"2012-11-23T11:09:14","slug":"i-r-65-11-verrechenbare-verluste-der-organgesellschaft-kein-passiver-ausgleichsposten-fuer-mehrabfuehrungen-kein-ek-charakter-des-aktiven-ausgleichspostens-bilanzierungshilfe-anfechtbarkeit-kein-vertr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-65-11-verrechenbare-verluste-der-organgesellschaft-kein-passiver-ausgleichsposten-fuer-mehrabfuehrungen-kein-ek-charakter-des-aktiven-ausgleichspostens-bilanzierungshilfe-anfechtbarkeit-kein-vertr\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;65\/11 &#8211; Verrechenbare Verluste der Organgesellschaft: kein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen &#8211; kein EK-Charakter des aktiven Ausgleichspostens &#8211; Bilanzierungshilfe &#8211; Anfechtbarkeit &#8211; Kein Vertrauensschutz nach &sect; 176 Abs. 2 AO durch allgemeine Verwaltungs&uuml;bung &#8211; K&ouml;rperschaftsteuererstattung durch aussch&uuml;ttungsbedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, I R 65\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Verrechenbare Verluste der Organgesellschaft: kein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen &#8211; kein EK-Charakter des aktiven Ausgleichspostens &#8211; Bilanzierungshilfe &#8211; Anfechtbarkeit &#8211; Kein Vertrauensschutz nach &sect; 176 Abs. 2 AO durch allgemeine Verwaltungs&uuml;bung &#8211; K&ouml;rperschaftsteuererstattung durch aussch&uuml;ttungsbedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen ist nicht zu bilden, wenn die auf die Organgesellschaft entfallenden Beteiligungsverluste (hier: KG-Anteil) aufgrund au&szlig;erbilanzieller Zurechnung (hier: &sect; 15a EStG) neutralisiert werden und damit das dem Organtr&auml;ger zuzurechnende Einkommen nicht mindern. Hieran hat sich durch &sect; 14 Abs. 4 KStG 2002 i.d.F. des JStG 2008 nichts ge&auml;ndert.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Das Eigenkapital des Organtr&auml;gers erh&ouml;ht sich nicht dadurch, dass in dessen Steuerbilanz ein aktiver Ausgleichsposten f&uuml;r Minderabf&uuml;hrungen gem&auml;&szlig; &sect; 14 Abs. 4 KStG 2002 n.F. gebildet wird. Es handelt sich hierbei lediglich um einen steuerrechtlichen Merkposten (Bilanzierungshilfe).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob in der Steuerbilanz der Organtr&auml;gerin ein passiver Ausgleichsposten zu bilden ist, wenn die von der Organgesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einer KG erzielten Verluste nur verrechenbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine KG, ist aufgrund des Verschmelzungsvertrags vom 8.&nbsp;Juli 2004 mit steuerlicher Wirkung zum 31.&nbsp;Dezember 2003 (&sect;&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes 2002 &#8211;UmwStG 2002&#8211;) Gesamtrechtsnachfolgerin der E-GmbH (Organtr&auml;gerin) geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen der E-GmbH und ihrer 100&nbsp;%-igen Tochtergesellschaft, der B-GmbH, bestand seit 1994 eine k&ouml;rperschaftsteuerliche Organschaft. Die B-GmbH (Organgesellschaft) war Kommanditistin der H-KG; zum 31.&nbsp;Dezember 2003 wurden f&uuml;r die B-GmbH verrechenbare Verluste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 1.605.793&nbsp;EUR festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die Beteiligung an der H-KG in der Steuerbilanz der B-GmbH nach der sog. Spiegelbildmethode entsprechend dem Stand des jeweiligen (hier: negativen) Kapitalkontos auszuweisen sei. Die Abweichung gegen&uuml;ber dem Restwertansatz der Kommanditbeteiligung in der Handelsbilanz der B-GmbH (1&nbsp;EUR) habe im Verh&auml;ltnis zur E-GmbH (Organtr&auml;gerin) eine organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung in H&ouml;he der festgestellten verrechenbaren Verluste zur Folge gehabt, f&uuml;r die in n&auml;mlicher H&ouml;he in der Steuerbilanz der Organtr&auml;gerin ein passiver Ausgleichsposten auszuweisen sei. Nach Saldierung mit den &#8211;zwischen den Beteiligten nicht umstrittenen&#8211; organschaftlichen Minderabf&uuml;hrungen (93.386&nbsp;EUR) sei deshalb das steuerliche Eigenkapital der E-GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2003 (Verschmelzungsstichtag) um einen passiven Ausgleichsposten in H&ouml;he von 1.512.407&nbsp;EUR (=&nbsp;1.605.793&nbsp;EUR abzgl. 93.386&nbsp;EUR) auf 418.221&nbsp;EUR gemindert gewesen und auf dieser Grundlage auch die durch die Verschmelzung bedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung nach &sect;&nbsp;10 UmwStG 2002 zu berechnen. Demgem&auml;&szlig; hat das FA die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r das Streitjahr (2003) auf .\/.&nbsp;52.661&nbsp;EUR (=&nbsp;1\/6 x 418.221&nbsp;EUR) festgesetzt. Mit weiterem Bescheid ist &#8211;jeweils auf den 31.&nbsp;Dezember 2003&#8211; zum einen der Bestand des steuerlichen Einlagekontos nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 (KStG 2002) aufgrund der fiktiven Nennkapitalherabsetzung nach &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 auf 102.258&nbsp;EUR sowie zum anderen das verbleibende K&ouml;rperschaftsteuerguthaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG 2002 &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit dem zum Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres (2002) ermittelten Wert&#8211; auf 570.780&nbsp;EUR festgestellt worden. Der Einspruch blieb ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage hatte die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/><\/br>1. den Bescheid zum 31.&nbsp;Dezember 2003 &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3, &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2007 dergestalt zu &auml;ndern, dass<br \/><\/br>a) ein h&ouml;herer aussch&uuml;ttbarer Gewinn festgestellt und <br \/><\/br>b) das Eigenkapital laut Steuerbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2003 zur Ermittlung der K&ouml;rperschaftsteuerminderung nach &sect;&nbsp;10 UmwStG 2002 auf 2.024.014&nbsp;EUR festgesetzt wird,<br \/><\/br>2. den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2003 dahin zu &auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer auf .\/.&nbsp;320.293&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage stattgegeben (Urteil des FG Hamburg vom 1.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;188\/09, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2012, 77). Entgegen der Ansicht des FA sei im Streitfall kein passiver Ausgleichsposten zu bilden; der steuerbilanzielle Ausweis der Beteiligungsverluste der B-GmbH habe keine organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung zur Folge gehabt. Demgem&auml;&szlig; sei das Eigenkapital der E-GmbH &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung des aktiven Ausgleichspostens (93.386&nbsp;EUR)&#8211; zum 31.&nbsp;Dezember 2003 in der von der Kl&auml;gerin begehrten H&ouml;he (2.024.014&nbsp;EUR) auszuweisen gewesen. Auf der Grundlage dieser rechtlichen Beurteilung wurde dem FA nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) &uuml;bertragen, die K&ouml;rperschaftsteuer 2003 sowie die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3, &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 KStG 2002 neu zu berechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision h&auml;lt das FA an seiner bisherigen Auffassung fest und beantragt sinngem&auml;&szlig;, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist teilweise begr&uuml;ndet. Zu Unrecht hat das FG die Klage gegen die Bescheide zur Feststellung des steuerlichen Einlagekontos sowie des verbleibenden K&ouml;rperschaftsteuerguthabens als zul&auml;ssig angesehen. Das Urteil der Vorinstanz ist insoweit aufzuheben und die Klage abzuweisen (s. nachfolgend zu 2.). Soweit das FG dem auf die &Auml;nderung der K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung gerichteten Klageantrag entsprochen hat, ist die Revision hingegen &uuml;berwiegend unbegr&uuml;ndet; dies f&uuml;hrt aber auch insoweit zur Aufhebung der Vorentscheidung; die K&ouml;rperschaftsteuer ist anderweitig festzusetzen (s. nachfolgend zu 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Geht &#8211;wie z.B. im Streitfall aufgrund einer Verschmelzung&#8211; das Verm&ouml;gen einer &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft (hier: E-GmbH) auf eine Personengesellschaft &uuml;ber (hier: Kl&auml;gerin), so mindert oder erh&ouml;ht sich nach &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 die K&ouml;rperschaftsteuerschuld der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft f&uuml;r den Veranlagungszeitraum der Umwandlung um den Betrag, der sich nach den &sect;&sect;&nbsp;37 und 38 KStG 2002 ergeben w&uuml;rde, wenn das in der Steuerbilanz ausgewiesene Eigenkapital abz&uuml;glich des Betrags, der nach &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 dem steuerlichen Einlagekonto gutzuschreiben ist, als am &Uuml;bertragungsstichtag f&uuml;r eine Aussch&uuml;ttung verwendet gelten w&uuml;rde. Diese Aussch&uuml;ttungsfiktion steht &#8211;soweit nach den Feststellungen des FG im anh&auml;ngigen Verfahren von Bedeutung&#8211; zum einen im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;37 KStG 2002, nach dem das aufgrund des &Uuml;bergangs vom Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren aus dem fr&uuml;heren mit 40&nbsp;v.H. (bzw. mit 45&nbsp;v.H.) K&ouml;rperschaftsteuer belasteten verwendbaren Eigenkapital &#8211;vgl. &sect;&nbsp;36 KStG 2002 sowie &sect;&nbsp;36 KStG 2008 i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394 &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211;; hierzu Senatsurteil vom 20.&nbsp;April 2011 I&nbsp;R&nbsp;65\/05, BFHE 234, 385, BStBl II 2011, 983)&#8211; abgeleitete K&ouml;rperschaftsteuerguthaben (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;36 KStG 2002 a.F.\/n.F.) bis zu seinem Verbrauch die K&ouml;rperschaftsteuer in H&ouml;he von 1\/6 (bzw. 15\/55) der auf den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften beruhenden Gewinnaussch&uuml;ttungen veranlagungszeitraumbezogen mindert (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 KStG 2002) und das hiernach verbleibende Restguthaben auf den Schluss des jeweiligen Wirtschaftsjahres gesondert festzustellen ist (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG 2002). Zum anderen ergibt sich aus dem Verweis von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 auf &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 KStG 2002, dass das &#8211;als ausgesch&uuml;ttet fingierte&#8211; steuerliche Eigenkapital um den Teil des Nennkapitals der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft zu k&uuml;rzen ist, der &#8211;aufgrund der Umwandlung&#8211; nach &sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 als herabgesetzt gilt und dem steuerlichen Einlagenkonto (&sect;&nbsp;27 KStG 2002) gutzuschreiben ist. Im Streitfall, dem &#8211;wie zwischen den Beteiligten nicht umstritten&#8211; eine auf den 31.&nbsp;Dezember 2003 steuerlich zur&uuml;ckbezogene Umwandlung zugrunde liegt (&sect;&nbsp;2 UmwStG 2002), ist des Weiteren zu beachten, dass nach &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002 die mit Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz vom 16.&nbsp;Mai 2003 (BGBl I 2003, 660, BStBl I 2003, 321) in &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2a Nr.&nbsp;1 KStG 2002 aufgenommene Regelung, nach der f&uuml;r Gewinnaussch&uuml;ttungen, die nach dem 11.&nbsp;April 2003 und vor dem 1.&nbsp;Januar 2006 erfolgen, die K&ouml;rperschaftsteuerminderung jeweils 0&nbsp;EUR betr&auml;gt (sog. K&ouml;rperschaftsteuer-Moratorium), in F&auml;llen des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs nach den &sect;&sect;&nbsp;3&nbsp;ff. UmwStG 2002 nicht anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz ist die Klage nur insoweit zul&auml;ssig, als sie gegen die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 2003 gerichtet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Antrag, das Eigenkapital von bisher 418.221&nbsp;EUR auf 2.024.014&nbsp;EUR &quot;festzusetzen&quot; bzw. &#8211;so der Tatbestand des vorinstanzlichen Urteils&#8211; &quot;festzustellen&quot;, ist unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin hat insoweit nicht ber&uuml;cksichtigt, dass das steuerbilanzielle Eigenkapital zwar der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zugrunde zu legen ist, jedoch selbst weder Gegenstand einer Steuerfestsetzung noch einer gesonderten Feststellung ist. Vielmehr geh&ouml;rt es zu den f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung relevanten Besteuerungsgrundlagen, die nach &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&nbsp;40 FGO nicht selbst&auml;ndig anfechtbar sind. Mangels einer gesetzlichen Grundlage (vgl. dazu allgemein Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;April 2005 GrS&nbsp;2\/02, BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679) ist das in der Steuerbilanz ausgewiesene Eigenkapital (&sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002) auch nicht gesondert festzustellen. Letzteres wird weder in &sect;&nbsp;10 UmwStG 2002 noch in &sect;&nbsp;37 KStG 2002 angeordnet; Gegenstand der Feststellung nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 KStG 2002 ist lediglich die H&ouml;he des nach Ber&uuml;cksichtigung der Gewinnaussch&uuml;ttungen verbleibenden K&ouml;rperschaftsteuerguthabens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Ansicht der Vorinstanz kann der Antrag der Kl&auml;gerin auch nicht dahin ausgelegt werden, dass er darauf gerichtet gewesen w&auml;re, die auf den 31.&nbsp;Dezember 2003 getroffene Feststellung zur H&ouml;he des K&ouml;rperschaftsteuerguthabens zu &auml;ndern. Abgesehen davon, dass die K&ouml;rperschaftsteuerminderung (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002) aus dem Bestand des K&ouml;rperschaftsteuerguthabens zu errechnen ist, das sich nach Ber&uuml;cksichtigung der noch der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft zuzurechnenden Aussch&uuml;ttungen ergibt (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 16.&nbsp;Dezember 2003, BStBl I 2003, 786 Rz&nbsp;12; Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 UmwStG Rz&nbsp;3, mit umfangreichen Nachweisen), ist im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen, dass das K&ouml;rperschaftsteuerguthaben sowohl zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag (31.&nbsp;Dezember 2003) als auch zum Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres (31.&nbsp;Dezember 2002) auf 570.780&nbsp;EUR festgestellt wurde. Da aber die H&ouml;he der K&ouml;rperschaftsteuerminderung im Wirtschaftsjahr der Aussch&uuml;ttung (hier: Aussch&uuml;ttungsfiktion gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002) nicht auf die &#8211;gegen&uuml;ber dem Vorjahr&#8211; festgestellte Minderung des K&ouml;rperschaftsteuerguthabens begrenzt wird, sondern &#8211;umgekehrt&#8211; die Feststellung eines verbleibenden K&ouml;rperschaftsteuerguthabens aus dem aussch&uuml;ttungsbedingten Verbrauch des Guthabens abzuleiten ist, ergibt sich hieraus zugleich, dass die Kl&auml;gerin durch die Feststellung des K&ouml;rperschaftsteuerguthabens in H&ouml;he von (unver&auml;ndert) 570.780&nbsp;EUR nicht beschwert war. Vielmehr h&auml;tte sich &#8211;worauf allerdings vorliegend nicht einzugehen ist&#8211; zu Lasten der Kl&auml;gerin allenfalls die Frage stellen k&ouml;nnen, ob lediglich das nach der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 UmwStG 2002 verbleibende Restguthaben festzustellen ist oder ob nicht &#8211;mit R&uuml;cksicht auf den eingetretenen Rechtstr&auml;gerwechsel&#8211; auf eine solche abschlie&szlig;ende Feststellung verzichtet werden kann (s. dazu D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/ Patt\/Pung\/Jost, Umwandlungssteuerrecht, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;37; Birkemeier in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Klage ist des Weiteren insoweit unzul&auml;ssig, als die Kl&auml;gerin beantragt hatte, den Bescheid vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2007, mit dem das steuerliche Einlagekonto auf 102.258&nbsp;EUR festgestellt wurde, dahin zu &auml;ndern, dass ein h&ouml;herer aussch&uuml;ttbarer Gewinn festgestellt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in diesem Zusammenhang hat die Kl&auml;gerin nicht beachtet, dass der aussch&uuml;ttbare Gewinn nicht Gegenstand der gesonderten Feststellung nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 ist. Zwar wird die H&ouml;he des Einlagekontos durch die Leistungen der Kapitalgesellschaft und damit durch den in &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 KStG 2002 legal definierten aussch&uuml;ttbaren Gewinn bestimmt. Da es sich hierbei jedoch um eine f&uuml;r die Ermittlung und Fortschreibung des steuerlichen Einlagekontos unselbst&auml;ndige Besteuerungsgrundlage handelt, kann die H&ouml;he des aussch&uuml;ttbaren Gewinns i.S. von &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 aus den vorstehend dargelegten Erw&auml;gungen weder isoliert angefochten noch &#8211;ohne gesetzliche Grundlage&#8211; selbst zum Gegenstand eines Feststellungsausspruchs werden. Der Antrag kann ferner nicht dahin ausgelegt werden, dass er sich gegen die Feststellung des Bestands des steuerlichen Einlagekontos gerichtet h&auml;tte. Auch insoweit ist weder dargetan (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO) noch ist ersichtlich, dass die H&ouml;he des Einlagekontos (102.258&nbsp;EUR), die sich ausschlie&szlig;lich aus der fingierten Nennkapitalherabsetzung ergeben hatte (&sect;&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 KStG 2002), durch die von der Kl&auml;gerin begehrte Ermittlung des aussch&uuml;ttbaren Gewinns ge&auml;ndert und hierdurch der Umfang der Aussch&uuml;ttungsfiktion nach &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 beeinflusst w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Rahmen seiner Entscheidung zur Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 2003 ist das FG zu Recht davon ausgegangen, dass das steuerliche Eigenkapital i.S. von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 der E-GmbH (Organtr&auml;gerin) nicht um einen passiven Ausgleichsposten in H&ouml;he der auf die B-GmbH (Organgesellschaft) entfallenden und nach &sect;&nbsp;15a EStG nur verrechenbaren Verluste aus der Kommanditbeteiligung der Organgesellschaft an der vormaligen H-KG (1.605.793&nbsp;EUR) zu mindern war (nachfolgend zu a). Nicht beipflichten kann der Senat der Vorinstanz jedoch darin, dass &#8211;wie bisher auch vom FA angenommen&#8211; in das steuerbilanzielle Eigenkapital der aufgrund handelsrechtlicher Minderabf&uuml;hrungen gebildete aktive Ausgleichsposten (93.386&nbsp;EUR) einzubeziehen sei (nachfolgend zu b). Demgem&auml;&szlig; ist die K&ouml;rperschaftsteuerminderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002 auf der Grundlage eines um 1.512.407&nbsp;EUR (=&nbsp;1.605.793&nbsp;EUR abzgl. 93.386&nbsp;EUR) erh&ouml;hten Eigenkapitals zu berechnen. Dies hat im Streitfall die Festsetzung einer der Kl&auml;gerin zu erstattenden K&ouml;rperschaftsteuer zur Folge (nachfolgend zu c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 dem Organtr&auml;ger das nach steuerlichen Vorschriften ermittelte Einkommen der Organgesellschaft als fremdes Einkommen zuzurechnen ist (sog. Zurechnungstheorie), diese aber nach dem Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag i.S. von &sect;&nbsp;291 des Aktiengesetzes (AktG), der auch mit einer GmbH geschlossen werden kann (M&uuml;nchKommAktG\/Altmeppen, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;293 Rz&nbsp;33; vgl. auch &sect;&nbsp;17 KStG 2002), nur verpflichtet ist, ihren handelsrechtlichen Gewinn abzuf&uuml;hren, und der Organtr&auml;ger auch nur den handelsrechtlich erlittenen Verlust auszugleichen hat (&sect;&nbsp;302 AktG i.V.m. &sect;&nbsp;17 KStG 2002), k&ouml;nnen das steuerlich zugerechnete und das tats&auml;chlich abgef&uuml;hrte Einkommen differieren. F&uuml;r die hieraus resultierenden handelsrechtlichen Minderabf&uuml;hrungen ist ein aktiver Ausgleichsposten zu bilden, um die zweifache Besteuerung des n&auml;mlichen Gewinns zu vermeiden; umgekehrt ist f&uuml;r die handelsrechtlichen Mehrabf&uuml;hrungen ein passiver Ausgleichsposten anzusetzen, um einer zweifachen Verlustber&uuml;cksichtigung zu begegnen. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des erkennenden Senats handelt es sich hierbei jedoch nicht um in der Steuerbilanz auszuweisende Posten. Vielmehr sind die Ausgleichsposten au&szlig;erhalb der Steuerbilanz des Organtr&auml;gers erfolgsneutral als (technische) Korrekturposten zu erfassen, die den organschaftsrechtlichen Besonderheiten Rechnung tragen und &#8211;z.B. f&uuml;r den Fall der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils an der Organgesellschaft&#8211; eine ansonsten eintretende Doppel- oder Keinmalbesteuerung verhindern sollen (Senatsurteile vom 7.&nbsp;Februar 2007 I&nbsp;R&nbsp;5\/05, BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796 zu Mehrabf&uuml;hrungen; vom 29.&nbsp;Oktober 2008 I&nbsp;R&nbsp;31\/08, BFH\/NV 2009, 790 zu Minderabf&uuml;hrungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hiernach kann nicht fraglich sein, dass das steuerbilanzielle Eigenkapital der E-GmbH (Organtr&auml;gerin) i.S. von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 durch einen vom FA bef&uuml;rworteten passiven Ausgleichsposten bereits deshalb nicht gemindert wurde, weil dieser au&szlig;erhalb der Bilanz zu bilden w&auml;re. Hiervon abgesehen kann es zudem keinem Zweifel unterliegen, dass die auf die B-GmbH aus ihrer Beteiligung an der H-KG entfallenden verrechenbaren Verluste auch keine Veranlassung gegeben haben, bei der E-GmbH (Organtr&auml;gerin) einen Korrekturposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen zu bilden. Letzterem steht entgegen, dass &#8211;selbst dann, wenn man von einem steuerbilanziellen Ausweis des Kommanditanteils nach der sog. Spiegelbildmethode (s. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2009 I&nbsp;R&nbsp;58\/07, BFH\/NV 2009, 1953; Schmidt\/Wacker, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;690) und mithin einem Steuerbilanzansatz in H&ouml;he des f&uuml;r die Kommanditisten gef&uuml;hrten negativen Kapitalkontos ausgeht (s. dazu FG K&ouml;ln, Urteil vom 16.&nbsp;April 2008&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3868\/06, EFG 2008, 1230; Hebeler, Betriebs-Berater 1998, 206, 209; Oberfinanzdirektion Chemnitz, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1998, 289)&#8211; sich hieraus keine handelsrechtliche Mehrabf&uuml;hrung erg&auml;be. Das der E-GmbH nach &sect;&nbsp;14 KStG 2002 (steuerrechtlich) zuzurechnende Einkommen der B-GmbH w&auml;re au&szlig;erbilanziell um die nach &sect;&nbsp;15a EStG nur verrechenbaren Verluste zu erh&ouml;hen (vgl. z.B. D&ouml;tsch\/Witt in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;271; Abschn.&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien 1995 &#8211;KStR 1995&#8211;; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 20.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;7145\/02&nbsp;K,F, EFG 2010, 2106); die handelsrechtliche Gewinnabf&uuml;hrung w&uuml;rde damit steuerlich nicht unterschritten, da die Beteiligung in der Handelsbilanz der B-GmbH mit einem Erinnerungswert ausgewiesen war. Demgem&auml;&szlig; kann auch nicht nachvollzogen werden, weshalb es &#8211;aus Sicht der Finanzverwaltung (vgl. hierzu Senatsurteil in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796)&#8211; h&auml;tte gerechtfertigt sein k&ouml;nnen, im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der B-GmbH einen von der E-GmbH erzielten Verlust durch Aufl&ouml;sung eines negativen Ausgleichspostens zu neutralisieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anderes ergibt sich nicht daraus, dass der Gesetzgeber in Reaktion auf das Senatsurteil in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796 mit dem JStG 2008 vom 20.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3150, BStBl I 2008, 218) &sect;&nbsp;14 KStG 2002 um einen neuen Abs.&nbsp;4 erg&auml;nzt hat, nach welchem &#8211;mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;9 Nr.&nbsp;5 KStG 2002 n.F.)&#8211; f&uuml;r Minder- und Mehrabf&uuml;hrungen, die ihre Ursache in organschaftlicher Zeit haben, in der Steuerbilanz des Organtr&auml;gers ein besonderer aktiver oder passiver Ausgleichsposten zu bilden (Satz&nbsp;1) und dieser z.B. bei Ver&auml;u&szlig;erung der Organbeteiligung (Satz&nbsp;2) oder Umwandlung der Organgesellschaft (Satz&nbsp;5) aufzul&ouml;sen ist. Wenngleich nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;6 KStG 2002 n.F. solche Minder- oder Mehrabf&uuml;hrungen &quot;insbesondere&quot; vorliegen, wenn der an den Organtr&auml;ger abgef&uuml;hrte Gewinn von dem Steuerbilanzgewinn der Organgesellschaft abweicht und diese Abweichung in organschaftlicher Zeit verursacht ist, wird im Schrifttum die Ansicht vertreten, dass diese bilanzielle Betrachtung dann zu durchbrechen und der Ausweis einer Mehrabf&uuml;hrung ausgeschlossen ist, wenn die Abweichung zwischen der handelsrechtlichen Gewinnabf&uuml;hrung und dem Steuerbilanzgewinn (hier: negatives Kapitalkonto im Falle der Bilanzierung nach der Spiegelbildmethode) durch die au&szlig;erbilanzielle Zurechnung nicht abziehbarer Verluste (z.B. nach &sect;&nbsp;15a EStG) neutralisiert wird (D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/ Witt, a.a.O., &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;500; Trossen, EFG 2012, 79, 80; Trautmann\/Faller, Deutsches Steuerrecht 2012, 890). Zum Teil wird hierbei auch darauf hingewiesen, dass Abweichungen zur Handelsbilanz, die lediglich in der Technik der Einkommensermittlung gr&uuml;nden (hier: Anerkennung des negativen Kapitalkontos in Verbindung mit au&szlig;erbilanziellem Ausgleich), nicht die Annahme einer Mehr- oder Minderabf&uuml;hrung rechtfertigen (Erle\/ Heurung in Erle\/Sauter, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;446 i.V.m. Rz&nbsp;461; Frotscher in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/ UmwStG, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;812). Der Senat schlie&szlig;t sich dem an. In &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;6 KStG 2002 n.F. werden die (gesetzlichen) Voraussetzungen einer Minder- oder Mehrabf&uuml;hrung nicht im Sinne einer Legaldefinition abschlie&szlig;end bestimmt, sondern &#8211;wie das Adverb &quot;insbesondere&quot; verdeutlicht (vgl. hierzu allgemein auch BFH-Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 X&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 237, 14, BStBl II 2012, 536, zu II.2.e&nbsp;gg)&#8211; lediglich deren Regelcharakteristika (im Sinne eines Typusbegriffs) umschrieben. Die Entscheidung dar&uuml;ber, ob von einer handelsrechtlichen Mehrabf&uuml;hrung auszugehen ist, ist deshalb an dem Grundanliegen des Gesetzgebers auszurichten, der mit den Regelungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 KStG 2002 n.F. dem &#8211;nach seiner Einsch&auml;tzung&#8211; systemwidrigen Senatsurteil in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796 zur erfolgsneutralen Aufl&ouml;sung passiver Ausgleichsposten begegnen und &#8211;entsprechend dem Grundgedanken der Organschaft&#8211; die Einmalbesteuerung der organschaftlichen Ertr&auml;ge beim Organtr&auml;ger sicherstellen sowie zu diesem Zweck die f&uuml;r handelsrechtliche Mehrabf&uuml;hrungen gebildeten Ausgleichsposten im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung der Organbeteiligung einkommenserh&ouml;hend aufl&ouml;sen wollte (BTDrucks 16\/7036, S.&nbsp;20). Dieses Anliegen wird aber nicht ber&uuml;hrt, wenn aufgrund der au&szlig;erbilanziellen Verlusthinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a EStG die steuerliche Einkommenszurechnung nicht von der handelsrechtlichen Gewinnabf&uuml;hrung abweicht; der Senat erkennt deshalb bei Vorliegen eines solchen Sachverhalts auch keinen aus dem Rechtsinstitut der Organschaft abzuleitenden Grund daf&uuml;r, das Einkommen des Organtr&auml;gers im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung der Organbeteiligung durch Aufl&ouml;sung eines passiven Ausgleichspostens zu erh&ouml;hen. Demgem&auml;&szlig; stellt sich im Zusammenhang mit der &#8211;vom FA zu Unrecht bef&uuml;rworteten&#8211; Mehrabf&uuml;hrung (1.605.793&nbsp;EUR) weder die Frage, ob solche Ausgleichsposten &uuml;berhaupt geeignet sind, die H&ouml;he des steuerbilanziellen Eigenkapitals i.S. von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zu mindern (s. dazu nachfolgend zu b), noch bedarf es einer Stellungnahme dazu, ob der r&uuml;ckwirkenden Neuregelung die Grunds&auml;tze des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes entgegenstehen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nicht zu folgen ist dem FG aber darin, dass es &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der Handhabung des angefochtenen K&ouml;rperschaftsteuerbescheids&#8211; in die Gewinnaussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 den f&uuml;r die handelsrechtliche Minderabf&uuml;hrungen in der Steuerbilanz gebildeten aktiven Ausgleichsposten (93.386&nbsp;EUR) einbezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie aufgezeigt, sind auch solche Ausgleichsposten nach der Rechtsprechung des Senats au&szlig;erbilanziell festzuhalten und damit nicht geeignet, das steuerbilanzielle Eigenkapital zu erh&ouml;hen. Auch insoweit ergibt sich keine abweichende Beurteilung daraus, dass nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. f&uuml;r Minderabf&uuml;hrungen in der Steuerbilanz des Organtr&auml;gers &quot;ein besonderer aktiver &#8230; Ausgleichsposten&quot; zu bilden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Zwar w&uuml;rde der verfassungsrechtliche Vertrauensschutz der r&uuml;ckwirkenden Anwendung dieser Vorschrift nicht entgegenstehen, wenn sie mit Blick auf die H&ouml;he des steuerbilanziellen Eigenkapitals i.S. von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zu einer Besserstellung der Kl&auml;gerin f&uuml;hren w&uuml;rde. Eine solche Wirkung kommt der Bestimmung jedoch nicht zu, da sie die bisherige Verwaltungsauffassung kodifizieren will, nach der u.a. f&uuml;r Minderabf&uuml;hrungen ein besonderer aktiver Ausgleichsposten einkommensneutral zu bilden ist, der den Wert der Beteiligung des Organtr&auml;gers an der Organgesellschaft nicht ber&uuml;hrt und im Falle der Beteiligungsver&auml;u&szlig;erung gewinnwirksam aufzul&ouml;sen ist (Abschn.&nbsp;59 Abs.&nbsp;1 und 5 KStR 1995 = Abschn.&nbsp;61 Abs.&nbsp;1 und 3 KStR 2004\/2008). Hiernach ist der Ausgleichsposten nach &uuml;berwiegender Ansicht, der sich der Senat anschlie&szlig;t, weder als eigenst&auml;ndiges Wirtschaftsgut noch als Korrekturposten zum Beteiligungsansatz, sondern als steuerliche Bilanzierungshilfe zu qualifizieren, die in Form eines steuerbilanziellen Merkpostens ausschlie&szlig;lich darauf gerichtet ist, eine zweifache Besteuerung des n&auml;mlichen &#8211;dem Organtr&auml;ger steuerlich bereits zugerechneten&#8211; Einkommens zu vermeiden (gl.A. Neumann, Die Unternehmensbesteuerung 2010, 673, 674&nbsp;f.; Breier, Der Konzern 2011, 11, 19&nbsp;f.; Walter in Ernst &#038; Young, KStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;891; a.A. D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, a.a.O., &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;485, 486; Erle\/Heurung in Erle\/Sauter, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;512; Bareis, FR 2008, 649, 651&nbsp;f.). Der aktive Ausgleichsposten ist demgem&auml;&szlig; keiner Teilwertabschreibung zug&auml;nglich (Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;845&nbsp;ff.) und erh&ouml;ht auch nicht das steuerbilanzielle Eigenkapital i.S. von &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002. Der Senat braucht nicht zu entscheiden, ob die Einordnung eines Postens als blo&szlig;e steuerliche Bilanzierungshilfe durchg&auml;ngig dessen Zuordnung zum steuerbilanziellen Eigenkapital ausschlie&szlig;t (vgl. zu handelsrechtlichen Bilanzierungshilfen BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;August 2000 GrS&nbsp;2\/99, BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632, zu C.II.2. und 8.). Jedenfalls kann einem aktiven Ausgleichsposten eine solche Qualifikation im Zusammenhang mit der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 nicht zukommen, weil das diesem Posten zugrunde liegende Einkommen an den Organtr&auml;ger nicht abgef&uuml;hrt wurde und damit auch nicht Gegenstand einer gesellschaftsrechtlichen Vorgaben entsprechenden Gewinnaussch&uuml;ttung des Organtr&auml;gers sein kann (&sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 KStG 2002).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Abweichendes ergibt sich nicht daraus, dass Minderabf&uuml;hrungen nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG 2002 das Einlagekonto erh&ouml;hen. Wie der Senat bereits mit Urteil in BFHE 216, 530, BStBl II 2007, 796 erl&auml;utert hat, soll diese Bestimmung gew&auml;hrleisten, dass der durch eine Minderabf&uuml;hrung entstandene Teil des Eigenkapitals bei der Organgesellschaft wie durch Einlagen entstandenes Eigenkapital behandelt wird, das im Falle seiner Abf&uuml;hrung nicht erneut der K&ouml;rperschaftsteuer zu unterwerfen ist. Hieraus l&auml;sst sich jedoch weder nach dem Wortlaut noch nach dem Zweck der Vorschrift ableiten, dass Mehrabf&uuml;hrungen (oder Minderabf&uuml;hrungen) beim Organtr&auml;ger Einlagegrunds&auml;tzen unterworfen und demgem&auml;&szlig; die Ausgleichsposten als Korrekturposten zum Beteiligungsansatz zu qualifizieren sind. Angesichts dessen, dass mit der durch das JStG 2008 eingef&uuml;gten Bestimmung des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 KStG 2002 lediglich die bisherige Verwaltungspraxis zur Bildung der Ausgleichsposten gesetzlich festgeschrieben wurde und hiernach diese Posten den Wertansatz der Beteiligung an der Organgesellschaft nicht ber&uuml;hren sollten, ist &#8211;auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Regelungszusammenhangs zu &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 KStG 2002&#8211; nichts daf&uuml;r ersichtlich, dass die Gesetzeskorrektur des JStG 2008 (&sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 KStG 2002 n.F.) Anlass geben k&ouml;nnte, die steuerbilanzielle Qualifikation des Ausgleichspostens beim Organtr&auml;ger in Frage zu stellen (gl.A. Frotscher in Frotscher\/Maas, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;845 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die dem aktiven Ausgleichsposten zugrunde liegende handelsrechtliche Minderabf&uuml;hrung ist schlie&szlig;lich nicht deshalb der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 zu unterstellen, weil nach &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO bei der &Auml;nderung eines Steuerbescheids u.a. nicht ber&uuml;cksichtigt werden darf, dass eine allgemeine Verwaltungsvorschrift einer obersten Bundes- oder Landesbeh&ouml;rde von einem obersten Gerichtshof des Bundes als mit dem geltenden Recht nicht in Einklang stehend bezeichnet worden ist. Zwar wird im Schrifttum vertreten, dass nach den Anweisungen zu Rz&nbsp;43 des BMF-Schreibens vom 26.&nbsp;August 2003 (BStBl I 2003, 437) der Ausgleichsposten ein Korrekturposten zum Beteiligungsbuchwert sei und dies allgemein der vor Inkrafttreten des JStG 2008 von der Finanzverwaltung vertretenen Auffassung entsprochen habe (D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/ Witt, a.a.O., &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;485, m.w.N.). Abgesehen davon, dass eine allgemeine Verwaltungs&uuml;bung keinen Vertrauensschutz nach &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO vermittelt (Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;176 AO Rz&nbsp;20) und das genannte Schreiben &#8211;nach seinem Wortlaut&#8211; insoweit von den Regelungen zu Abschn.&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 KStR 2004 sowie zu Abschn.&nbsp;59 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 KStR 1995 abweicht, stand das BMF-Schreiben vom 26.&nbsp;August 2003 schon im Zeitpunkt seines Erlasses in einem offenkundigen und nicht &uuml;berbr&uuml;ckbaren Widerspruch zu dem am 24.&nbsp;Juli 1996 ergangenen Senatsurteil I&nbsp;R&nbsp;41\/93 (BFHE 181, 53, BStBl II 1996, 614). Da nach dieser Entscheidung der aktive Ausgleichsposten den Beteiligungsansatz nicht erh&ouml;ht und die Minderabf&uuml;hrung insbesondere nicht mit dem Ansatz von nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten der Beteiligung verbunden ist, konnte das diesem Gesetzesverst&auml;ndnis widerstreitende BMF-Schreiben in BStBl I 2003, 437 kein nach &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;2 AO sch&uuml;tzenswertes Vertrauen entfalten (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;April 2005 III&nbsp;B&nbsp;40\/04, BFH\/NV 2005, 1480; Loose in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;176 AO Rz&nbsp;23; Klein\/R&uuml;sken, AO, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;176 Rz 26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zuzustimmen ist dem FG darin, dass als Folge der Aussch&uuml;ttungsfiktion des &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 im Streitfall &#8211;so das FA&#8211; eine negative K&ouml;rperschaftsteuer, d.h. als Umkehrung des Steueranspruchs (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Juni 1986 II&nbsp;R&nbsp;38\/84, BFHE 146, 519, BStBl II 1986, 704, zu II.2.a), ein i.S. von &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1, letzter Halbsatz AO einzelsteuergesetzlich geregelter (dazu allgemein Schwarz in Schwarz, AO, &sect;&nbsp;37 Rz&nbsp;8) K&ouml;rperschaftsteuererstattungsanspruch festzusetzen ist. Dem steht nicht entgegen, dass &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 von der Minderung der &quot;K&ouml;rperschaftsteuerschuld&quot; spricht. Ma&szlig;geblich ist vielmehr, dass die Vorschrift auf &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002 verweist und deshalb die in dieser Bestimmung angeordnete aussch&uuml;ttungsbedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung auch zu einer K&ouml;rperschaftsteuererstattung f&uuml;hren kann (vgl. BMF-Schreiben vom 6.&nbsp;November 2003, BStBl I 2003, 575 Rz&nbsp;31; Bauschatz in Gosch, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;37 Rz&nbsp;61; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/ Pung\/Witt, a.a.O., &sect;&nbsp;37 KStG Rz&nbsp;40; Thurmayr in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;37 KStG Rz&nbsp;27, jeweils m.w.N.). Letzteres ergibt sich nicht nur daraus, dass die Minderung der K&ouml;rperschaftsteuer (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002) nicht nach der H&ouml;he des Einkommens der K&ouml;rperschaft (&sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 KStG 2002), sondern ausschlie&szlig;lich nach der H&ouml;he der den gesellschaftsrechtlichen Vorgaben entsprechenden Gewinnaussch&uuml;ttungen sowie des hierdurch bedingten Verbrauchs des K&ouml;rperschaftsteuerguthabens bestimmt wird (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002); deshalb kann nur die einkommensunabh&auml;ngige Minderung und ggf. Erstattung der K&ouml;rperschaftsteuer &#8211;in systematischer Hinsicht&#8211; gew&auml;hrleisten, dass das K&ouml;rperschaftsteuerguthaben, das nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 KStG 2002 durchg&auml;ngig in H&ouml;he von 1\/6 der den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Gewinnaussch&uuml;ttungen verbraucht wird, nicht ganz oder teilweise verloren geht. Nur dieses Gesetzesverst&auml;ndnis entspricht dem offenkundigen Willen des Gesetzgebers. So wurde in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs zum Steuersenkungsgesetz vom 23.&nbsp;Oktober 2000 (BGBl I 2000, 1433, BStBl I 2000, 1428) erl&auml;utert, dass die im Falle der Fortgeltung des (fr&uuml;heren) Anrechnungsverfahrens entstehenden K&ouml;rperschaftsteuerminderungen (vgl. zu &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 KStG 1999 Abschn.&nbsp;77 Abs.&nbsp;5 KStR 1995; F&ouml;rster\/van Lishaut, FR 2000, 1189, 1191, Fn.&nbsp;12) in der Weise im Ergebnis erhalten bleiben sollen, dass &quot;ab dem Zeitpunkt der Systemumstellung automatisch mit jeder ordentlichen Gewinnaussch&uuml;ttung eine K&ouml;rperschaftsteuerminderung bis zum Verbrauch des Guthabens verbunden ist&quot; (BRDrucks 90\/00, S.&nbsp;174). Nur so ist auch zu erkl&auml;ren, dass mit dem Entwurf zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz zun&auml;chst vorgeschlagen worden war, die K&ouml;rperschaftsteuerminderung, die bisher in Abh&auml;ngigkeit von der Aussch&uuml;ttung unbegrenzt in Anspruch habe genommen werden k&ouml;nnen, auf die H&auml;lfte der festgesetzten K&ouml;rperschaftsteuer zu begrenzen (vgl. BTDrucks 15\/481, S.&nbsp;15). Dass dieser Vorschlag nicht umgesetzt und an seiner Stelle das sog. K&ouml;rperschaftsteuer-Moratorium beschlossen wurde (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2a KStG 2002 n.F.), stellt die Grundkonzeption des Minderungsanspruchs nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002 nicht in Frage. Demgem&auml;&szlig; kann auch der in den F&auml;llen der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft nach &sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;1 UmwStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002 anzusetzende Minderungsbetrag selbst dann eine Erstattung von K&ouml;rperschaftsteuer zur Folge haben, wenn er &#8211;wie vorliegend&#8211; in den zeitlichen Anwendungsbereich des K&ouml;rperschaftsteuer-Moratoriums f&auml;llt (&sect;&nbsp;10 Satz&nbsp;2 UmwStG 2002; vgl. z.B. BMF-Schreiben in BStBl I 2003, 575 Rz&nbsp;31; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;10 UmwStG (gr&uuml;ne Bl&auml;tter) Rz&nbsp;10; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/Jost, a.a.O., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;29; F&ouml;rster\/van Lishaut, FR 2000, 1189, 1190).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Hinblick auf die Anfechtung des K&ouml;rperschaftsteuerbescheids 2003 ist die spruchreife Revision hiernach nur teilweise begr&uuml;ndet. Die Berechnung des K&ouml;rperschaftsteuererstattungsanspruchs wird dem FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 FGO mit der Ma&szlig;gabe &uuml;bertragen, dass von einem um 1.512.407&nbsp;EUR erh&ouml;hten steuerbilanziellen Eigenkapital der E-GmbH auszugehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, I R 65\/11 Verrechenbare Verluste der Organgesellschaft: kein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen &#8211; kein EK-Charakter des aktiven Ausgleichspostens &#8211; Bilanzierungshilfe &#8211; Anfechtbarkeit &#8211; Kein Vertrauensschutz nach &sect; 176 Abs. 2 AO durch allgemeine Verwaltungs&uuml;bung &#8211; K&ouml;rperschaftsteuererstattung durch aussch&uuml;ttungsbedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung Leits&auml;tze 1. Ein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen ist nicht zu bilden, wenn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-65-11-verrechenbare-verluste-der-organgesellschaft-kein-passiver-ausgleichsposten-fuer-mehrabfuehrungen-kein-ek-charakter-des-aktiven-ausgleichspostens-bilanzierungshilfe-anfechtbarkeit-kein-vertr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;65\/11 &#8211; Verrechenbare Verluste der Organgesellschaft: kein passiver Ausgleichsposten f&uuml;r Mehrabf&uuml;hrungen &#8211; kein EK-Charakter des aktiven Ausgleichspostens &#8211; Bilanzierungshilfe &#8211; Anfechtbarkeit &#8211; Kein Vertrauensschutz nach &sect; 176 Abs. 2 AO durch allgemeine Verwaltungs&uuml;bung &#8211; K&ouml;rperschaftsteuererstattung durch aussch&uuml;ttungsbedingte K&ouml;rperschaftsteuerminderung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5535","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5535"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5535\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}