{"id":5540,"date":"2012-08-29T00:00:00","date_gmt":"2012-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5540"},"modified":"2012-11-23T13:05:07","modified_gmt":"2012-11-23T11:05:07","slug":"x-b-216-11-betriebsbezogenheit-der-ansparruecklage-nach-par-7g-estg-af-bei-personengesellschaft-anforderungen-an-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-verfassungswidrigkeit-von","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-216-11-betriebsbezogenheit-der-ansparruecklage-nach-par-7g-estg-af-bei-personengesellschaft-anforderungen-an-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-verfassungswidrigkeit-von\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;216\/11 &#8211; Betriebsbezogenheit der Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG a.F. bei Personengesellschaft &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Verfassungswidrigkeit von BFH-Rechtsprechung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, X B 216\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsbezogenheit der Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG a.F. bei Personengesellschaft &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Verfassungswidrigkeit von BFH-Rechtsprechung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) entspricht zum Teil nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrunds i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO. Sie ist insoweit unzul&auml;ssig. Im &Uuml;brigen liegen die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) wurde nicht in ausreichender Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird dieser Zulassungsgrund geltend gemacht, dann ist ausf&uuml;hrlich darzustellen, aus welchen Gr&uuml;nden die aufgeworfene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse der Kl&auml;rung bedarf. Hierzu ist substantiiert darzutun, inwiefern die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und strittig ist. Hat der Bundesfinanzhof (BFH) bereits fr&uuml;her &uuml;ber die Rechtsfrage entschieden, muss begr&uuml;ndet werden, weshalb es gleichwohl einer erneuten Entscheidung des BFH bedarf. Insbesondere muss dargetan werden, welche neuen und gewichtigen, vom BFH noch nicht gepr&uuml;ften Argumente gegen die Rechtsauffassung des BFH vorgebracht worden sind (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;31&nbsp;ff., m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen entspricht die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin macht geltend, es bed&uuml;rfe der grunds&auml;tzlichen Kl&auml;rung, welche Anforderungen im Rahmen der Pr&uuml;fung des &sect;&nbsp;7g des Einkommensteuergesetzes in der bis einschlie&szlig;lich 2006 geltenden Fassung (EStG a.F.) an eine Prognoseentscheidung &uuml;ber ein k&uuml;nftiges Investitionsvorhaben zu stellen seien. Das Finanzgericht (FG) habe n&auml;mlich die zu stellenden Anforderungen &uuml;berspannt. Insbesondere habe das FG nicht in ausreichendem Umfang ber&uuml;cksichtigt, dass sie, die Kl&auml;gerin, damit habe rechnen d&uuml;rfen, dass der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union das in Deutschland geltende apothekenrechtliche Fremd- und Mehrbesitzverbot europarechtlich f&uuml;r nicht zul&auml;ssig erkl&auml;ren werde. Auch habe sie auf eine diese Problematik betreffende Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts des Saarlands und auf die hierzu vertretene Rechtsmeinung eines Landesministeriums vertrauen d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin sind nicht ausreichend. Es fehlt insbesondere jegliche Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des BFH dazu, ob eine Investition i.S. von &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;1 EStG a.F. &quot;beabsichtigt&quot; ist. Danach setzt die Bildung einer Ansparr&uuml;cklage zwar nicht voraus, dass der Steuerpflichtige die Absicht einer Investition nachweist. Allerdings muss nach der gefestigten h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung die geplante Investition nach Art, Umfang und Investitionszeitpunkt ausreichend konkretisiert sein (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Dezember 2001 XI&nbsp;R&nbsp;13\/00, BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385, und vom 15.&nbsp;September 2010 X&nbsp;R&nbsp;21\/08, BFH\/NV 2011, 235). Auch verlangt die BFH-Rechtsprechung bei neuen Betrieben bzw. bei wesentlicher Erweiterung bestehender Betriebe f&uuml;r die hinreichende Konkretisierung des Investitionsvorhabens bei wesentlichen Betriebsgrundlagen eine verbindliche Bestellung (vgl. z.B. Urteile vom 19.&nbsp;April 2007 IV&nbsp;R&nbsp;28\/05, BFHE 218, 75, BStBl II 2007, 704, und vom 11.&nbsp;Juli 2007 I&nbsp;R&nbsp;104\/05, BFHE 218, 323, BStBl II 2007, 957).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob in diesem Sinne die Investition beabsichtigt ist, beurteilt sich nach den Umst&auml;nden des konkreten Einzelfalls. Soweit die Kl&auml;gerin die Entscheidung des FG in diesem Punkt angreift, weist sie nicht auf in grunds&auml;tzlicher Hinsicht noch zu kl&auml;rende Punkte hin. Vielmehr beanstandet sie, das FG habe den Rechtsstreit unzutreffend entschieden. Dies allein rechtfertigt aber nicht die Zulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, die vorstehend geschilderte Rechtsprechung des BFH zum Erfordernis der verbindlichen Bestellung im Falle neu er&ouml;ffneter Betriebe bzw. im Falle einer wesentlichen Betriebserweiterung sei verfassungswidrig, weil der BFH die Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung &uuml;berschritten habe, ist der kl&auml;gerische Vortrag nicht ausreichend. Es fehlt jeglicher Hinweis darauf, ob bzw. in welchem Umfang die von der Kl&auml;gerin angegriffene Rechtsprechung in der Literatur in verfassungsrechtlicher Hinsicht beanstandet wird. Vielmehr ersch&ouml;pfen sich die kl&auml;gerischen Darlegungen in der Wiedergabe des hierzu vertretenen eigenen Rechtstandpunkts und dem pauschalen Hinweis auf die &quot;in einem Parallelverfahren eingelegte Verfassungsbeschwerde&quot;. Dies ist nicht ausreichend, zumal die Kl&auml;gerin weder das Aktenzeichen der Verfassungsbeschwerde angegeben noch dargelegt hat, dass diese Verfassungsbeschwerde aktiv betrieben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin hat auch keinen qualifizierten Rechtsanwendungsfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher ist nur gegeben, wenn die angegriffene Entscheidung in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;August 2007 VII&nbsp;B&nbsp;357\/06, BFH\/NV 2008, 113). Diese Voraussetzung kann etwa vorliegen, wenn das FG eine offensichtlich einschl&auml;gige entscheidungserhebliche Vorschrift &uuml;bersehen hat oder sein Urteil auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Februar 2006 III&nbsp;B&nbsp;128\/04, BFH\/NV 2006, 1116). Hingegen reichen unterhalb dieser Schwelle liegende, auch erhebliche Rechtsfehler nicht aus, um eine greifbare Gesetzeswidrigkeit oder gar eine Willk&uuml;rlichkeit der angefochtenen Entscheidung anzunehmen (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Mai 2011 IX&nbsp;B&nbsp;121\/10, BFH\/NV 2011, 1391).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher qualifizierter Rechtsanwendungsfehler ist im Streitfall ersichtlich nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Klarstellend weist der angerufene Senat darauf hin, dass die Kl&auml;gerin mit ihrem Vorbringen, nur bei Existenzgr&uuml;ndern gelte das (zus&auml;tzliche) Erfordernis einer verbindlichen Bestellung, weshalb es auch denklogisch unzutreffend sei, die Existenzgr&uuml;ndereigenschaft zu verneinen, gleichwohl aber auch vom Nichtbestehen eines Betriebs auszugehen, unterschiedliche Tatbestandsmerkmale des &sect;&nbsp;7g EStG a.F. miteinander vermengt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die besonderen Vorteile des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;7 EStG a.F. kann nur ein Existenzgr&uuml;nder in Anspruch nehmen. Dies setzt im Fall der Bildung einer Ansparr&uuml;cklage f&uuml;r eine (ggf. ausl&auml;ndische) Personenhandelsgesellschaft (im Streitfall die LLP) nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. voraus, dass alle Mitunternehmer i.S. von Nr.&nbsp;1 dieser Vorschrift innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre keine betrieblichen Eink&uuml;nfte erzielt haben. Dies war nach den Feststellungen des FG hinsichtlich der Kl&auml;gerin deshalb nicht der Fall, weil diese Eink&uuml;nfte aus selbstst&auml;ndiger Arbeit und damit betriebliche Eink&uuml;nfte erzielt hat. Hiervon ist indessen wegen der Betriebsbezogenheit der zu bildenden Ansparr&uuml;cklage (vgl. hierzu Schmidt\/Kulosa, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7g Rz&nbsp;8 und 62) die Frage zu unterscheiden, ob der Betrieb f&uuml;r den die R&uuml;cklage gebildet werden soll (hier die LLP), bereits existiert. Dies hat das FG mit vertretbaren Argumenten verneint. Soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, die X Limited (Ltd.) habe einen Betrieb unterhalten, ist dies unerheblich, weil es auf das Unterhalten eines Betriebs durch die Personengesellschaft LLP und nicht auf das Betreiben eines Betriebs durch die an der LLP als Gesellschafterin beteiligte Ltd. ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Verfahrensfehler liegen jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin macht geltend, das FG habe seine Aufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) verletzt und zugleich unter Versto&szlig; gegen das rechtliche Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes und &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) eine unzul&auml;ssige &Uuml;berraschungsentscheidung getroffen. Das FG habe n&auml;mlich seine Prognose, wonach davon auszugehen sei, dass die Kl&auml;gerin nicht voraussichtlich bis zum Jahresende 2008 ihr Investitionsvorhaben der Errichtung einer Pr&auml;senzapotheke realisieren werde, auf die fehlende Finanzierung des Vorhabens, die nicht angestellten &Uuml;berlegungen zu dem zu besch&auml;ftigenden Personal und zu den zu beschaffenden R&auml;umlichkeiten gest&uuml;tzt. Das FG habe nicht gepr&uuml;ft, ob die Kl&auml;gerin angesichts ihrer Einkommens- und Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse die Investition ohne weiteres h&auml;tte finanzieren k&ouml;nnen. Auch h&auml;tte es pr&uuml;fen m&uuml;ssen, ob nach der gegebenen Marktlage jederzeit geeignetes Personal und auch R&auml;umlichkeiten vorhanden gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ger&uuml;gten Verfahrensfehler liegen nicht vor. Bereits der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hat in seiner Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Juni 2009 darauf hingewiesen, es erscheine im Streitfall &auml;u&szlig;erst vage, ob sich eine Verwirklichung des Investitionsvorhabens bis zum Jahresende 2008 realisieren lasse. Hierbei hat das FA ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass nicht nur die bestellten Ausstattungsgegenst&auml;nde noch nicht geliefert worden seien, sondern auch noch keine R&auml;umlichkeiten angemietet worden seien. Die Ansparr&uuml;cklage sei &quot;mithin gleichsam ins Blaue hinein gebildet worden&quot;. Auch hat das FG ausdr&uuml;cklich mit Schreiben vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 der Kl&auml;gerin aufgegeben, die <span style=\"text-decoration:underline\">verbindliche<\/span> Bestellung der fraglichen Apotheken-Einrichtung nachzuweisen und konkrete Nachweise im Hinblick auf die ernsthafte Anmietung von R&auml;umlichkeiten zu erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund betrachtet hat das FG seine Prognoseentscheidung hinsichtlich der Frage der Realisierbarkeit (unabh&auml;ngig davon, ob die Kl&auml;gerin finanziell und auch faktisch in der Lage war, ihr Vorhaben zu finanzieren und Personal und R&auml;umlichkeiten zu beschaffen) darauf gest&uuml;tzt, dass die Kl&auml;gerin jedenfalls keinen Nachweis &uuml;ber hierzu angestellte konkrete Planungen erbracht hatte. Diese W&uuml;rdigung ist angesichts der genannten Einspruchsentscheidung und des gerichtlichen Schreibens vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 keine &Uuml;berraschungsentscheidung und auch keine Aufkl&auml;rungspflichtverletzung. Da die Kl&auml;gerin im Hinblick auf dieses Schreiben und insbesondere auch wegen der genannten Ausf&uuml;hrungen in der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Juni 2009 in ausreichender Weise darauf hingewiesen wurde, dass Zweifel hinsichtlich der Realisierbarkeit des geltend gemachten Vorhabens bestehen k&ouml;nnten, h&auml;tte die Kl&auml;gerin im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) von sich aus weitere substantiierte und nachpr&uuml;fbare Angaben zu den Details der Realisierbarkeit ihres Vorhabens machen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, das FG habe infolge der Verletzung seiner Aufkl&auml;rungspflicht zu Unrecht angenommen, die Kl&auml;gerin habe die Apothekeneinrichtung quasi bei sich selbst bestellt, trifft dieser Vorwurf nicht zu. Wie das oben zitierte Schreiben des FG vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 zeigt, hat das FG die Problematik, ob die Kl&auml;gerin die Einrichtung tats&auml;chlich bei der Ltd. bestellt hat, ausdr&uuml;cklich angesprochen und den kl&auml;gerischen Vortrag in seinem Urteil (vgl. Bl.&nbsp;9&nbsp;f. der Urteilsgr&uuml;nde) ausdr&uuml;cklich gew&uuml;rdigt. Es liegt demgem&auml;&szlig; keine Verletzung der Aufkl&auml;rungspflicht und auch keine &Uuml;berraschungsentscheidung vor. Soweit die Kl&auml;gerin die in diesem Zusammenhang vorgenommene Tatsachenw&uuml;rdigung durch das FG beanstandet, r&uuml;gt sie keinen Verfahrensfehler, sondern einen nicht zur Revisionszulassung f&uuml;hrenden materiell-rechtlichen Mangel (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;August 2011 IX&nbsp;B&nbsp;89\/11, BFH\/NV 2012, 11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, X B 216\/11 Betriebsbezogenheit der Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG a.F. bei Personengesellschaft &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Verfassungswidrigkeit von BFH-Rechtsprechung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) entspricht zum Teil nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-216-11-betriebsbezogenheit-der-ansparruecklage-nach-par-7g-estg-af-bei-personengesellschaft-anforderungen-an-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behaupteter-verfassungswidrigkeit-von\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;216\/11 &#8211; Betriebsbezogenheit der Ansparr&uuml;cklage nach &sect; 7g EStG a.F. bei Personengesellschaft &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde bei behaupteter Verfassungswidrigkeit von BFH-Rechtsprechung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5540","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5540\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}