{"id":5550,"date":"2012-08-22T00:00:00","date_gmt":"2012-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5550"},"modified":"2012-11-23T13:02:01","modified_gmt":"2012-11-23T11:02:01","slug":"x-r-24-11-gewerblicher-grundstueckshandel-allein-durch-zurechnung-der-verkaeufe-von-personengesellschaften-oder-gemeinschaften-grundstuecke-im-privatvermoegen-eines-grundstueckshaendlers-entkraeftung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-11-gewerblicher-grundstueckshandel-allein-durch-zurechnung-der-verkaeufe-von-personengesellschaften-oder-gemeinschaften-grundstuecke-im-privatvermoegen-eines-grundstueckshaendlers-entkraeftung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;24\/11 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel allein durch Zurechnung der Verk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen eines Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers &#8211; Entkr&auml;ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 24\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel allein durch Zurechnung der Verk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen eines Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers &#8211; Entkr&auml;ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Auch wenn ein Steuerpflichtiger in eigener Person kein einziges Objekt ver&auml;u&szlig;ert, kann er allein durch die Zurechnung der Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreiben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) sowie Herr&nbsp;X waren zu je 50&nbsp;% Gesellschafter einer OHG, die einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieb und im Zeitraum von 1991 bis 1995 insgesamt 14&nbsp;Objekte ver&auml;u&szlig;erte. Ferner war die Kl&auml;gerin &#8211;ebenfalls mit&nbsp;X&#8211; zu Bruchteilen zu je 50&nbsp;% an insgesamt mindestens sechs weiteren Objekten beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eines dieser Objekte (Objekt&nbsp;R) wurde nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &quot;Ende 1990&quot; erworben. Durch anschlie&szlig;ende Neu- und Umbauma&szlig;nahmen entstand ein Gewerbeobjekt mit Arztpraxen, B&uuml;ror&auml;umen und Ladenlokalen, das im Jahr 1992 fertiggestellt wurde. Im &quot;April 1995&quot; wurde dieses Objekt ver&auml;u&szlig;ert. Die &uuml;brigen Objekte der Grundst&uuml;cksgemeinschaft wurden langfristig gehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat zun&auml;chst die Auffassung, die Grundst&uuml;cksgemeinschaft als solche habe hinsichtlich des Objekts&nbsp;R einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieben, und erlie&szlig; einen entsprechenden Gewinnfeststellungsbescheid. Der f&uuml;r die Kl&auml;gerin festgestellte Gewinnanteil wurde im angefochtenen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 1995 vom 1.&nbsp;Oktober 1997 angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das von der Grundst&uuml;cksgemeinschaft gegen den Gewinnfeststellungsbescheid betriebene Rechtsmittelverfahren hatte Erfolg. Der IV.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hob die Feststellung gewerblicher Eink&uuml;nfte auf, weil bei der Beurteilung der T&auml;tigkeit der Grundst&uuml;cksgemeinschaft die auf dem Grundst&uuml;cksmarkt entfalteten Aktivit&auml;ten der personenidentischen OHG nicht einzubeziehen seien (Urteil vom 17.&nbsp;Dezember 2008 IV&nbsp;R&nbsp;72\/07, BFHE 224, 96, BStBl II 2009, 529).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraufhin f&uuml;hrte das FA das zuvor ruhende Einspruchsverfahren gegen den Einkommensteuerbescheid 1995 fort und setzte in der Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;September 2009 statt des bisherigen Gewinnanteils aus der Grundst&uuml;cksgemeinschaft nunmehr Eink&uuml;nfte aus einem in eigener Person unterhaltenen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel in H&ouml;he von 747.608&nbsp;DM an. Zwar sei die Grundst&uuml;cksgemeinschaft lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig geworden. Auf der Ebene der Beteiligten, die &uuml;ber die OHG und die Grundst&uuml;cksgemeinschaft insgesamt 15&nbsp;Objekte innerhalb von f&uuml;nf Jahren ver&auml;u&szlig;ert h&auml;tten, seien die Eink&uuml;nfte jedoch umzuqualifizieren. Der H&ouml;he nach entspricht der angesetzte Eink&uuml;nftebetrag dem im aufgehobenen Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r die Kl&auml;gerin zuletzt festgestellten Gewinnanteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1995). Es f&uuml;hrte aus, nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH (Beschluss vom 3.&nbsp;Juli 1995 GrS&nbsp;1\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617) k&ouml;nnten einem Gesellschafter oder Gemeinschafter, der auch eigene Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ere, die Ver&auml;u&szlig;erungen einer Gesellschaft oder Grundst&uuml;cksgemeinschaft zugerechnet werden, auch wenn diese als solche nicht gewerblich t&auml;tig sei. Dies m&uuml;sse im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters auch dann gelten, wenn dieser &#8211;wie hier&#8211; keine eigenen Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte get&auml;tigt habe, aber an mehreren grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;ernden Gesellschaften oder Gemeinschaften beteiligt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision bringt die Kl&auml;gerin vor, sie und X h&auml;tten eine klare Trennung zwischen der betrieblichen und der privaten Sph&auml;re vollzogen: Die OHG sei f&uuml;r den gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel zust&auml;ndig gewesen, die Grundst&uuml;cksgemeinschaft f&uuml;r die private Verm&ouml;gensverwaltung. Bei Zugrundelegung der Auffassung des FG bleibe unklar, wie ein gewerblicher Grundst&uuml;cksh&auml;ndler die Verwaltung privater Immobilien rechtssicher gestalten solle. Letztlich habe das FG die Branchenn&auml;he der Kl&auml;gerin als Umstand herangezogen, der f&uuml;r die Gewerblichkeit ihres Handelns auch im Bereich der privaten Grundst&uuml;cksverwaltung spreche; dies sei nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung aber unzul&auml;ssig. Da sie in eigener Person kein einziges Objekt ver&auml;u&szlig;ert habe und daher nicht &uuml;ber Betriebsverm&ouml;gen verf&uuml;ge, k&ouml;nne sie keinen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel in Form eines Einzelunternehmens betrieben haben. Zudem d&uuml;rfe ein Steuerpflichtiger, der Grundst&uuml;cke nur in Form von Bruchteils- oder Gesamthandseigentum halte, nicht durch einen lediglich mit der Mehrheit anderer Gesellschafter oder Gemeinschafter beschlossenen Verkauf zum Grundst&uuml;cksh&auml;ndler wider Willen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 1995 vom 6.&nbsp;Februar 2004 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;September 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass keine gewerblichen Eink&uuml;nfte aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Objekts&nbsp;R angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht erkannt, dass die anteilige Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung durch die Grundst&uuml;cksgemeinschaft in einen von der Kl&auml;gerin unterhaltenen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel einzubeziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Seit der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617 erfasst die st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters oder Gemeinschafters (im Folgenden einheitlich: Gesellschafter) alle T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet des Grundst&uuml;ckshandels, die dem Gesellschafter zuzurechnen sind, in einer Gesamtw&uuml;rdigung nach Ma&szlig;gabe des jeweils einschl&auml;gigen Steuertatbestands (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;, ggf. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes). Wegen der Begr&uuml;ndung im Einzelnen nimmt der erkennende Senat auf die umfangreichen Ausf&uuml;hrungen in der vorgenannten Entscheidung des Gro&szlig;en Senats Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin weist allerdings im Ausgangspunkt zu Recht darauf hin, dass die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung bisher keine Gelegenheit hatte, sich in entscheidungserheblicher Weise zu der vorliegenden Sachverhaltskonstellation zu &auml;u&szlig;ern. Der Streitfall ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kl&auml;gerin in eigener Person kein einziges Objekt ver&auml;u&szlig;ert hat, sondern Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte ausschlie&szlig;lich &uuml;ber eine &#8211;unstreitig einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreibende&#8211; Mitunternehmerschaft einerseits und eine als solche verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige Grundst&uuml;cksgemeinschaft andererseits durchf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Indes l&auml;sst sich aus den bisher entschiedenen Fallgruppen der Schluss ziehen, dass auch im Streitfall in der Person der Kl&auml;gerin eine Zusammenrechnung der dieser zuzurechnenden Aktivit&auml;ten der OHG und der Grundst&uuml;cksgemeinschaft vorzunehmen ist. Eine solche Zusammenrechnung ist in der bisherigen Rechtsprechung u.a. in den folgenden Fallgruppen bejaht worden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">-Der Gesellschafter t&auml;tigt Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte in eigener Person, zus&auml;tzlich sind ihm Ver&auml;u&szlig;erungen einer als solcher verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft oder Gemeinschaft (im Folgenden einheitlich: Personengesellschaft) zuzurechnen (obiter dictum im Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.1.; tragend entschieden im BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Dezember 1997 III&nbsp;R&nbsp;14\/96, BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">-der Gesellschafter t&auml;tigt Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte in eigener Person, zus&auml;tzlich sind ihm Ver&auml;u&szlig;erungen einer Mitunternehmerschaft, die als solche bereits einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreibt, zuzurechnen (tragend entschieden im Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.1.). In diesem Zusammenhang ist insbesondere hervorzuheben, dass die Mitunternehmerschaft trotz des Grundsatzes der ertragsteuerrechtlichen Einheit der Personengesellschaft keine Abschirmwirkung gegen eine Zurechnung der von ihr get&auml;tigten Gesch&auml;fte an den Gesellschafter entfaltet;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">-der Gesellschafter ist an mehreren jeweils verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaften beteiligt, t&auml;tigt aber in eigener Person keine Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte (als obiter dicta bereits in den BFH-Entscheidungen vom 20.&nbsp;November 1990 VIII&nbsp;R&nbsp;15\/87, BFHE 163, 66, BStBl II 1991, 345, unter&nbsp;3., und in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.a genannt; tragend dann im BFH-Urteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 1996 IV&nbsp;R&nbsp;2\/92, BFHE 180, 121, BStBl II 1996, 369);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">-der Gesellschafter ver&auml;u&szlig;ert mehr als drei Anteile an gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaften, t&auml;tigt aber in eigener Person keine Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2008 IV&nbsp;R&nbsp;81\/06, BFHE 222, 295, BStBl II 2010, 974, unter II.1.a bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner ist entschieden, dass im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtw&uuml;rdigung weder zwischen verm&ouml;gensverwaltenden und gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaften (BFH-Entscheidungen in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c; vom 28.&nbsp;November 2002 III&nbsp;R&nbsp;1\/01, BFHE 201, 133, BStBl II 2003, 250, unter II.1.c, und in BFHE 222, 295, BStBl II 2010, 974, unter II.1.a&nbsp;ee) noch zwischen Gesamthands-Personengesellschaften und Bruchteilsgemeinschaften zu differenzieren ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.2.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte einer Personengesellschaft sind nur dann nicht in die beim Gesellschafter vorzunehmende zusammenfassende Beurteilung einzubeziehen, wenn eine zu einem anderen Zweck gegr&uuml;ndete und diesen Zweck verfolgende Gesellschaft im Rahmen ihres gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetriebs aus spezifisch betriebsbezogenen Gr&uuml;nden Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ert (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die im vorliegenden Verfahren entscheidungserhebliche Frage, ob Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte einer als solcher verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft auf der Ebene des Gesellschafters auch dann im Wege der Umqualifizierung als Teil eines gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels anzusehen sein k&ouml;nnen, wenn der Gesellschafter in eigener Person keine Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte t&auml;tigt, jedoch an einer den gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreibenden Mitunternehmerschaft beteiligt ist, ist &#8211;wie dargestellt&#8211; in der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nur in obiter dicta behandelt worden (vgl. &#8211;jeweils mit der Tendenz, eine Zusammenrechnung vorzunehmen&#8211; BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Dezember 1998 III&nbsp;R&nbsp;61\/97, BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390, unter II.1.b; in BFHE 224, 96, BStBl II 2009, 529, unter II.a&nbsp;ff, und vom 17.&nbsp;Dezember 2008 IV&nbsp;R&nbsp;85\/06, BFHE 224, 84, BStBl II 2009, 795, unter II.2.a&nbsp;gg). Der erkennende Senat bejaht diese Frage nunmehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn einerseits Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte, die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaften t&auml;tigen, bei der Besteuerung des Gesellschafters auch in solchen F&auml;llen als zu einem gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel geh&ouml;rig umqualifiziert werden k&ouml;nnen, in denen der Gesellschafter selbst keine Objekte ver&auml;u&szlig;ert, und andererseits keine Unterscheidung zwischen verm&ouml;gensverwaltenden und gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaften vorzunehmen ist (vgl. hierzu jeweils die Nachweise unter 1.), dann ist eine zusammenfassende W&uuml;rdigung auch dann m&ouml;glich und geboten, wenn der Gesellschafter sowohl an verm&ouml;gensverwaltenden als auch an mitunternehmerischen Personengesellschaften beteiligt ist. Andernfalls w&auml;re die vom Gro&szlig;en Senat des BFH hervorgehobene &quot;sachlich zutreffende Besteuerung des Gesellschafters&quot; nicht zu erreichen. Die eigene T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen, auf die im Rahmen der hier vorzunehmenden Beurteilung am Ma&szlig;stab des Steuertatbestands des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG abzustellen ist, ist unabh&auml;ngig davon, ob er Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte durch eine gewerbliche oder eine verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft t&auml;tigen l&auml;sst, &quot;steuerrechtlich gleichwertig&quot; (so Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c); grunds&auml;tzlich sind alle Ver&auml;u&szlig;erungen der Gesellschaft auf der Ebene des Gesellschafters zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht werden bereits in den vom Gro&szlig;en Senat des BFH gew&auml;hlten Formulierungen T&auml;tigkeiten &quot;im Rahmen einer verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft&quot; den eigenen T&auml;tigkeiten des Steuerpflichtigen gleichgestellt (vgl. z.B. Beschluss in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.a). Vor dem Hintergrund dieser Betrachtungsweise verliert der Einwand der Kl&auml;gerin, sie selbst sei nie am Grundst&uuml;cksmarkt t&auml;tig geworden, an Bedeutung. Denn es kann auf den verschiedensten &#8211;au&szlig;ersteuerlichen&#8211; Gr&uuml;nden beruhen, ob jemand ein Objekt zu Alleineigentum erwirbt oder ob er &#8211;etwa zum Zwecke der besseren Finanzierbarkeit oder als Ausfluss einer ehelichen Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft&#8211; Bruchteilseigentum zusammen mit einem Dritten erwirbt. Derartige Gestaltungsfaktoren sind aber f&uuml;r die W&uuml;rdigung der eigenen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen am Ma&szlig;stab des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG ohne Belang. Zudem ist kein Grund ersichtlich, dem Steuerpflichtigen ein Gesch&auml;ft, das er als Bruchteilseigent&uuml;mer t&auml;tigt, nur deshalb nicht zuzurechnen, weil auch noch ein Dritter &#8211;mit einem m&ouml;glicherweise nur geringf&uuml;gigen Anteil&#8211; daran beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Literatur wird die hier zu entscheidende Frage &#8211;soweit sie &uuml;berhaupt diskutiert wird&#8211; einhellig bejaht (Schmidt\/ Wacker, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;73, insbesondere im Beispiel unter (3) Variante 1; Bl&uuml;mich\/Stuhrmann, &sect;&nbsp;15 EStG Rz&nbsp;185, a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die von der Kl&auml;gerin vorgebrachten Erw&auml;gungen stehen dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dies gilt zum einen f&uuml;r ihr Vorbringen, die &#8211;vom erkennenden Senat nunmehr best&auml;tigte&#8211; Entscheidung des FG f&uuml;hre dazu, dass ein Gesellschafter nur aufgrund von Mehrheitsentscheidungen anderer Gesellschafter zum &quot;Grundst&uuml;cksh&auml;ndler wider Willen&quot; werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf den Streitfall ist dieser Einwand schon deshalb fernliegend, weil die Teilhaber einer Grundst&uuml;cksgemeinschaft &uuml;ber den gemeinschaftlichen Gegenstand im Ganzen nur gemeinschaftlich verf&uuml;gen k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;747 Satz&nbsp;2 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Die Kl&auml;gerin hat zu keinem Zeitpunkt vorgetragen, dass diese Vorschrift in der zwischen ihr und Herrn&nbsp;X bestehenden Grundst&uuml;cksgemeinschaft abbedungen worden w&auml;re und allein X den Verkauf h&auml;tte beschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Ein Verkauf des Grundst&uuml;cks gegen den Willen der Kl&auml;gerin war damit ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus hat der Gro&szlig;e Senat des BFH bereits klargestellt, dass ein Gesellschafter, der einer grundst&uuml;ckshandelnden Gesellschaft beitritt, in der das Mehrheitsprinzip gilt, sich diesem Mehrheitsprinzip damit auch insoweit unterwirft, als er sich nicht mit Erfolg darauf berufen kann, er habe eine Mehrheitsentscheidung der &uuml;brigen Gesellschafter nicht mitgetragen (Beschluss in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die von der Kl&auml;gerin beklagte Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Frage, ob ein Grundst&uuml;cksh&auml;ndler neben seinem Gewerbe auch Grundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen halten und verwalten k&ouml;nne, besteht nicht. Die Frage ist vielmehr auf der Grundlage der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu bejahen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 201, 133, BStBl II 2003, 250, unter II.2.a dd, am Ende). Sofern der mit bestimmten Objekten auf dem Gebiet des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels in zumindest bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht t&auml;tige Steuerpflichtige <em>andere<\/em> Objekte &#8211;sei es in eigener Person, sei es in Gestalt von Beteiligungen an Gesellschaften\/Gemeinschaften&#8211; ohne bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht h&auml;lt, wof&uuml;r vor allem die Langfristigkeit der tats&auml;chlichen Haltedauer als wesentliches objektives Indiz herangezogen werden kann, geh&ouml;ren diese zum Privatverm&ouml;gen. Hiervon ist im Streitfall auch das FA ausgegangen, das nur den Miteigentumsanteil an dem ver&auml;u&szlig;erten Objekt R, nicht aber die Miteigentumsanteile an den f&uuml;nf weiteren Grundst&uuml;cken der Grundst&uuml;cksgemeinschaft als Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin begehrt in Wirklichkeit aber nicht die Kl&auml;rung der Frage, ob ein Grundst&uuml;cksh&auml;ndler neben seinem Gewerbe auch Objekte im Privatverm&ouml;gen &quot;halten und verwalten&quot; k&ouml;nne. Vielmehr erstrebt sie, neben einem bestehenden Grundst&uuml;ckshandel weitere Objekte &#8211;ohne Einbeziehung in den Grundst&uuml;ckshandel&#8211; im Privatverm&ouml;gen in engem zeitlichen Zusammenhang zum jeweiligen Erwerb ohne Ausl&ouml;sung einer Einkommensteuerbelastung ver&auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen. Insoweit kommt indes die Vermutungswirkung zum Tragen, die auf der tats&auml;chlichen Ver&auml;u&szlig;erung einer unter Zugrundelegung der Ma&szlig;st&auml;be des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 EStG erheblichen Zahl von Objekten beruht. In diese W&uuml;rdigung sind &#8211;wie dargelegt&#8211; auch Objekte einzubeziehen, an denen der Steuerpflichtige &uuml;ber eine Personengesellschaft oder Gemeinschaft beteiligt ist. Diese Vermutungswirkung wird nur beim Vorliegen besonderer Umst&auml;nde &#8211;etwa bei einer auf Dauer angelegten Selbstnutzung (vgl. Senatsurteil vom 16.&nbsp;Oktober 2002 X&nbsp;R&nbsp;74\/99, BFHE 200, 380, BStBl II 2003, 245, unter II.2.b)&#8211; entkr&auml;ftet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus einwendet, sie besitze kein Betriebsverm&ouml;gen, ist zu erwidern, dass die zusammenfassende W&uuml;rdigung der von ihr auf dem Grundst&uuml;cksmarkt entfalteten Aktivit&auml;ten dazu f&uuml;hrt, &#8211;zumindest&#8211; den Anteil am Objekt&nbsp;R als ihr Betriebsverm&ouml;gen zu qualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Anteil ist kein Sonderbetriebsverm&ouml;gen, das im Rahmen der Gewinnermittlung der OHG &#8211;mit der Folge eines Vorrangs der steuerlichen Erfassung in der einheitlichen und gesonderten Feststellung des Gewinns der OHG&#8211; zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re. Denn es ist nicht ersichtlich, inwieweit der Grundst&uuml;cksbruchteil der OHG oder der Beteiligung der Kl&auml;gerin an der OHG dienen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 24\/11 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel allein durch Zurechnung der Verk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen eines Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers &#8211; Entkr&auml;ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze Leits&auml;tze Auch wenn ein Steuerpflichtiger in eigener Person kein einziges Objekt ver&auml;u&szlig;ert, kann er allein durch die Zurechnung der Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften einen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-11-gewerblicher-grundstueckshandel-allein-durch-zurechnung-der-verkaeufe-von-personengesellschaften-oder-gemeinschaften-grundstuecke-im-privatvermoegen-eines-grundstueckshaendlers-entkraeftung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;24\/11 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel allein durch Zurechnung der Verk&auml;ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst&uuml;cke im Privatverm&ouml;gen eines Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers &#8211; Entkr&auml;ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5550","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5550"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5550\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}