{"id":5562,"date":"2012-08-24T00:00:00","date_gmt":"2012-08-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5562"},"modified":"2012-11-23T13:01:17","modified_gmt":"2012-11-23T11:01:17","slug":"iii-b-21-12-aufteilung-von-reisekosten-bei-sowohl-privater-als-auch-beruflicher-veranlassung-gewinnerzielungsabsicht-bei-einer-im-nebenberuf-betriebenen-schriftstellerischen-taetigkeit-einlegung-der-n","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-21-12-aufteilung-von-reisekosten-bei-sowohl-privater-als-auch-beruflicher-veranlassung-gewinnerzielungsabsicht-bei-einer-im-nebenberuf-betriebenen-schriftstellerischen-taetigkeit-einlegung-der-n\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;21\/12 &#8211; Aufteilung von Reisekosten bei sowohl privater als auch beruflicher Veranlassung &#8211; Gewinnerzielungsabsicht bei einer im Nebenberuf betriebenen schriftstellerischen T&auml;tigkeit &#8211; Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde durch beide Beteiligte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.8.2012, III B 21\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufteilung von Reisekosten bei sowohl privater als auch beruflicher Veranlassung &#8211; Gewinnerzielungsabsicht bei einer im Nebenberuf betriebenen schriftstellerischen T&auml;tigkeit &#8211; Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde durch beide Beteiligte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin, Beschwerdef&uuml;hrerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) ist hauptberuflich als Sozialp&auml;dagogin nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Etwa seit dem Jahr 2001 ist sie damit befasst, einen Roman zu schreiben, dessen Handlung auf dem Buch &quot;Titel XY&quot; von Autor Z und der entsprechenden Verfilmung aus dem Jahr 19.. basiert. Ebenso wie in den Vorlagen spielt auch die Geschichte der Kl&auml;gerin zum Teil an Bord eines Schiffs auf dem &#8230; Ozean und im &Uuml;brigen in Neuseeland, Australien und Chile. Als Schriftstellerin hat die Kl&auml;gerin bislang noch keine Einnahmen erzielt, auch Kontakte zu Verlagen hat sie noch nicht aufgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2004 und 2006 machte die Kl&auml;gerin Kosten f&uuml;r Reisen nach Chile, die sie zusammen mit ihrem Lebensgef&auml;hrten unternommen hatte, als Betriebsausgaben im Rahmen von &sect;&nbsp;18 des Einkommensteuergesetzes geltend. Der Beklagte, Beschwerdegegner und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;gerin insoweit erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;, aber vorl&auml;ufig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr 2007 unternahm die Kl&auml;gerin &#8211;wiederum mit ihrem Lebensgef&auml;hrten&#8211; zwei weitere Reisen: Zum einen einen 12-t&auml;gigen Segelt&ouml;rn auf einem Segelschulschiff von A nach B (Schweden), zum anderen eine 23-t&auml;gige Reise nach Australien und Neuseeland, wo sie ausweislich ihres selbst erstellten Reiseplans u.a. vier Tage mit Recherchen im Stadtarchiv von Auckland befasst war. Ansonsten unternahm die Kl&auml;gerin sowohl in Australien als auch in Neuseeland verschiedene Stadtbesichtigungen, Ausfl&uuml;ge in bekannte Nationalparks wie z.B. das Great Barrier Reef, und eine &#8211;ebenfalls&#8211; bekannte K&uuml;stenwanderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die als Betriebsausgaben geltend gemachten Reisekosten in H&ouml;he von 4.551,62&nbsp;EUR erkannte das FA nicht an. Die Klage hatte teilweise Erfolg. Das Finanzgericht (FG) ging von einer Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin aus. Die unternommenen Reisen beurteilte es aber nicht als (nahezu) ausschlie&szlig;lich durch den Roman, sondern auch in erheblichem Umfang als privat veranlasst. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Recherchen im Stadtarchiv von Auckland sah das FG als voll abziehbar, die Kosten der Hin- und R&uuml;ckreise nach Australien und Neuseeland als nach Zeitanteilen aufteilbar an. Auf diese Weise lie&szlig; das FG insgesamt einen Betrag in H&ouml;he von 1.178,81&nbsp;EUR als Betriebsausgaben zum Abzug zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen diese Entscheidung wenden sich sowohl die Kl&auml;gerin als auch das FA mit ihren Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision. Zur Begr&uuml;ndung berufen sich beide Beteiligte jeweils auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), das Erfordernis einer Entscheidung durch den Bundesfinanzhof (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) und das Vorliegen von Verfahrensfehlern (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerden sind jedenfalls unbegr&uuml;ndet und deshalb durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Sofern Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Form geltend gemacht wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werden wie im vorliegenden Fall beide Beteiligte durch ein Urteil des FG beschwert, so d&uuml;rfen beide im Rahmen ihrer Beschwer Beschwerde wegen der Nichtzulassung der Revision einlegen, soweit sie geltend machen, dass in diesem Rahmen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO vorliegen. Jede Beschwerde ist gesondert auf ihre Zul&auml;ssigkeit und ihre Begr&uuml;ndetheit hin zu &uuml;berpr&uuml;fen (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;September 1987 II&nbsp;B&nbsp;103\/87, BFHE 150, 445, BStBl II 1987, 785).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nichtzulassungsbeschwerde der <span style=\"text-decoration:underline\">Kl&auml;gerin<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Den geltend gemachten Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) hat die Kl&auml;gerin nicht in der durch &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO vorgeschriebenen Art und Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache ist es erforderlich, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine konkrete Rechtsfrage formuliert und substantiiert auf ihre Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, ihre &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung sowie darauf eingeht, weshalb von der Beantwortung der Rechtsfrage die Entscheidung &uuml;ber die Rechtssache abh&auml;ngt (z.B. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Mai 2008 VII&nbsp;B&nbsp;118\/07, BFH\/NV 2008, 1440).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit bereits vorliegender Rechtsprechung des BFH und Literatur setzt die Kl&auml;gerin sich nicht auseinander und legt auch nicht dar, welche Fragen bislang ungekl&auml;rt geblieben sind oder welche Gesichtspunkte eine neuerliche &Uuml;berpr&uuml;fung der bestehenden Rechtsgrunds&auml;tze gebieten k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus den vorgenannten Gr&uuml;nden ist die Revision nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO zuzulassen, da es sich bei dem Erfordernis einer Revisionsentscheidung zur Rechtsfortbildung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) um einen Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung handelt (vgl. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;192\/10, BFH\/NV 2011, 2043).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (z.B. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2010 IV&nbsp;B&nbsp;131\/08, BFH\/NV 2010, 1487). Ein Abweichen in der W&uuml;rdigung von Tatsachen oder eine fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalls oder blo&szlig;e Subsumtionsfehler des FG geltend zu machen, gen&uuml;gt nicht (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;Oktober 2004 III&nbsp;B&nbsp;131\/03, BFH\/NV 2005, 339).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG K&ouml;ln hat in seinem Urteil vom 19.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;4126\/09 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2011, 1410) nicht &#8211;wie von der Kl&auml;gerin behauptet&#8211; einen Rechtssatz aufgestellt, nach dem der vom VI.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil vom 24.&nbsp;Februar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;12\/10 (BFHE 233, 123, BStBl II 2011, 796) erw&auml;hnte h&auml;lftige Aufteilungsma&szlig;stab &quot;allgemeing&uuml;ltig&quot; sei. Vielmehr ist das FG K&ouml;ln in seiner Entscheidung zur Ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higkeit von Aufwendungen f&uuml;r ein nicht nahezu ausschlie&szlig;lich beruflich genutztes Arbeitszimmer unter W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des dortigen Falles zu dem Ergebnis gelangt, dass eine h&auml;lftige Aufteilung sachgerecht sei, da diese den tats&auml;chlichen Gegebenheiten der betrieblichen Nutzung entspreche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der BFH hat in seinem Urteil in BFHE 233, 123, BStBl II 2011, 796 mit dem &#8211;an die dortigen Beteiligten und die Vorinstanz gerichteten&#8211; Hinweis, dass &#8211;sollte keiner der Beteiligten einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab substantiell vortragen und nachweisen&#8211; keine Bedenken best&uuml;nden, von einer h&auml;lftigen Aufteilung s&auml;mtlicher mit der Reise verbundenen Kosten auszugehen, gleichfalls keinen &quot;Rechtssatz&quot; aufgestellt, nach dem auch die Reisekosten der Kl&auml;gerin im Sch&auml;tzungswege zu 50&nbsp;% anzuerkennen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist das FG unter Verweisung auf die Ausf&uuml;hrungen in BFHE 233, 123, BStBl II 2011, 796 davon ausgegangen, dass bei gleichzeitig verwirklichten Veranlassungsbeitr&auml;gen einer doppelmotivierten Reise auch eine andere Aufteilung als nach Zeitanteilen m&ouml;glich sei. Im Einklang mit den Ausf&uuml;hrungen des Gro&szlig;en Senats in seinem Beschluss vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06 (BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.4.c) ist das FG aber ebenfalls davon ausgegangen, dass jede Aufteilung zun&auml;chst eine anhand objektivierbarer Kriterien m&ouml;gliche Trennung der privaten und beruflichen Veranlassungsbeitr&auml;ge voraussetze und ein Abzug der Aufwendungen damit insgesamt nicht in Betracht komme, wenn die &#8211;f&uuml;r sich gesehen jeweils nicht unbedeutenden&#8211; beruflichen und privaten Veranlassungsbeitr&auml;ge so ineinander griffen, dass eine Trennung nicht m&ouml;glich sei. Letzteres hat das FG f&uuml;r den Segelt&ouml;rn sowie f&uuml;r einen wesentlichen Teil der Aufwendungen f&uuml;r die Reise nach Australien und Neuseeland bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem fehlt es an einem &#8211;mit der der Entscheidung in BFHE 233, 123, BStBl II 2011, 796 zugrundeliegenden Situation&#8211; vergleichbaren Sachverhalt. So ging es nach den Ausf&uuml;hrungen des VI.&nbsp;Senats dort um die Aufteilung von &#8211;verursacht durch die Wahl des Kursorts&#8211; doppelmotivierten Reisekosten im Zusammenhang mit einem Intensivsprachkurs in S&uuml;dafrika, der dem Steuerpflichtigen unter der Woche wenig Zeit f&uuml;r touristische Aktivit&auml;ten belie&szlig; und diese im Wesentlichen auf das Wochenende beschr&auml;nkt waren. Dagegen war die Kl&auml;gerin nach den Feststellungen des FG bei 19&nbsp;Aufenthaltstagen in Australien und Neuseeland nur an vier Tagen in Auckland nahezu ausschlie&szlig;lich mit Recherchen f&uuml;r ihren Roman befasst. Unter Einrechnung der zweit&auml;gigen Anreise nach Auckland von Wellington aus verblieben der Kl&auml;gerin somit 13&nbsp;Tage, die sie nach den Feststellungen des FG mit typischen Freizeitaktivit&auml;ten wie Ausfl&uuml;gen, Stadtbesichtigungen und Wanderungen verbrachte. Auch die Situation der Kl&auml;gerin w&auml;hrend ihres Segelt&ouml;rns ist mit der eines Teilnehmers an einem Intensivsprachkurs nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Vortrag, das Urteil des FG beruhe auf einer Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht, gen&uuml;gt nicht den hierbei zu beachtenden Darlegungserfordernissen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wird ein Versto&szlig; gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) geltend gemacht, so sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, aus welchen Gr&uuml;nden sich die Notwendigkeit einer Beweiserhebung dem FG auch ohne Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwiefern die Beweiserhebung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Ferner muss dargelegt werden, weshalb in der m&uuml;ndlichen Verhandlung keine entsprechenden Beweisantr&auml;ge gestellt wurden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;Januar 2003 VI&nbsp;B&nbsp;161\/00, BFH\/NV 2003, 793; vom 3.&nbsp;November 2010 I&nbsp;B&nbsp;102\/10, BFH\/NV 2011, 808).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Vorbringen der Kl&auml;gerin gen&uuml;gt diesen Anforderungen nicht. Sie macht lediglich geltend, das FG habe den Sachverhalt nicht ausreichend erforscht, sondern unter Berufung auf neu kreierte angebliche Erfahrungss&auml;tze eigene Feststellungen au&szlig;er Acht gelassen und einen Beweisantritt &uuml;bergangen. Welche entscheidungserheblichen Tatsachen das FG noch h&auml;tte ermitteln m&uuml;ssen, tr&auml;gt die Kl&auml;gerin indessen nicht vor. Dies ergibt sich auch nicht aus ihrem Hinweis, das FG w&auml;re von Amts wegen gehalten gewesen, die anderen Reiseteilnehmer zu befragen. Daran &auml;ndert auch nichts, dass die Kl&auml;gerin dies in ihren weiteren Ausf&uuml;hrungen dahin pr&auml;zisiert, dass FG h&auml;tte z.B. einen anderen Teilnehmer an dem Segelt&ouml;rn wie ihren Lebensgef&auml;hrten zu der Frage vernehmen m&uuml;ssen, wie anstrengend die Teilnahme an dieser Reise gewesen sei und deshalb nicht der Erholung habe dienen k&ouml;nnen. Das FG hat indes keine Zweifel daran gehabt, dass der Segelt&ouml;rn &#8211;wie jede sportliche Bet&auml;tigung&#8211; k&ouml;rperlich fordernd gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dessen ungeachtet hat die Kl&auml;gerin nicht dargelegt, weshalb sie &#8211;obwohl fachkundig vertreten&#8211; in der m&uuml;ndlichen Verhandlung keine substantiierten Beweisantr&auml;ge gestellt hat, zumal der Berichterstatter seine Auffassung bereits ausf&uuml;hrlich in einem Vorschlag zur tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung dargelegt hatte. Ausweislich des Protokolls der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat der Prozessbevollm&auml;chtigte dort lediglich pauschal ger&uuml;gt, das FG habe die private Mitveranlassung festzustellen, insoweit erhebe er Aufkl&auml;rungsr&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit die Kl&auml;gerin einen &quot;Ermittlungsfehler&quot; in der &quot;freih&auml;ndige[n] Verwerfung s&auml;mtlicher Aufwendungen&quot; sieht, ist dies im Zusammenhang mit der Reise nach Australien und Neuseeland bereits deshalb nicht nachvollziehbar, weil das FG insoweit rd. ein Drittel der geltend gemachten Kosten anerkannt hat. Im &Uuml;brigen hat das FG die Aufwendungen nicht &quot;freih&auml;ndig verworfen&quot;, sondern dargelegt, warum ein (weiterer) Abzug nach seiner Rechtsauffassung ausscheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Mit ihrem Vorbringen wendet sich die Kl&auml;gerin inhaltlich im Kern gegen die W&uuml;rdigung des FG, das die Reisen als nicht nahezu ausschlie&szlig;lich durch den Roman, sondern nach den Umst&auml;nden des Falles in erheblichem Umfang als privat mitveranlasst ansah. Damit macht sie jedoch keinen Verfahrensfehler, sondern die unzutreffende Anwendung materiellen Rechts geltend, die grunds&auml;tzlich nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hrt. Denn die Sachverhalts- und Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;B&nbsp;137\/08, BFH\/NV 2010, 1850).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Ein schwerwiegender Rechtsanwendungsfehler, der ausnahmsweise nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann, ist &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; nicht gegeben. Ein derartiger Fehler liegt nur dann vor, wenn die angefochtene FG-Entscheidung objektiv willk&uuml;rlich und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (z.B. BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;176\/08, BFH\/NV 2010, 1455, m.w.N.), der Fehler also geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 V&nbsp;B&nbsp;89\/11, BFH\/NV 2012, 1157). Daf&uuml;r bietet der Streitfall keinen Anhalt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nichtzulassungsbeschwerde des <span style=\"text-decoration:underline\">FA<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA h&auml;lt die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), ob infolge der ge&auml;nderten Rechtsprechung durch den Gro&szlig;en Senat in seinem Beschluss in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672 nicht die Teilnahme des Partners in die Gewichtung der abzugsf&auml;higen Aufwendungen einflie&szlig;en m&uuml;sse, so dass die Kosten f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise ungeachtet einer im &Uuml;brigen zeitanteiligen Aufteilung dem Abzugsverbot unterl&auml;gen oder nur in geringerem Umfang ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig seien, um dem privaten Charakter der Reise Rechnung zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672 k&ouml;nnen Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen grunds&auml;tzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und in nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile aufgeteilt werden, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeitr&auml;ge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab heranzuziehen oder ganz von einer Aufteilung abzusehen (vgl. Entscheidungsgr&uuml;nde unter IV.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aus den Ausf&uuml;hrungen des FA ist nicht ersichtlich, warum eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung des BFH zu den Kosten der Hin- und R&uuml;ckreise bei einer gemischt veranlassten Reise erforderlich sein soll. Das FG ist &#8211;wegen den Recherchen der Kl&auml;gerin im Stadtarchiv von Auckland&#8211; von sechs (nahezu) ausschlie&szlig;lich beruflich veranlassten Aufenthaltstagen ausgegangen und ist auf dieser Grundlage zu einer &#8211;nach Zeitanteilen bemessenen&#8211; anteiligen Abzugsf&auml;higkeit der An- und Abreisekosten gelangt. Es ist nicht erkennbar, warum der Aspekt, dass ein FG die private Mitveranlassung einer Reise &#8211;neben dem Aufsuchen von Orten von allgemeinem touristischen Interesse und der Durchf&uuml;hrung von typischen Freizeitaktivit&auml;ten&#8211; auch mit der Teilnahme des Ehegatten oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; des Lebensgef&auml;hrten begr&uuml;ndet, zu einem generellen Abzugsverbot oder einer &#8211;gemessen an zeitlich feststehenden und deshalb trennbaren beruflichen und privaten Reiseteilen&#8211; geringeren Ber&uuml;cksichtigung der Kosten der Hin- und R&uuml;ckreise f&uuml;hren soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FA macht weiter geltend, das FG bejahe die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin trotz einer bereits abgelaufenen sechsj&auml;hrigen Anlaufphase ohne wirtschaftliche Bet&auml;tigung sowie ohne konkrete Aussichten auf eine gewinnbringende Vermarktung. Insoweit habe es den Rechtssatz aufgestellt, die Nebenberuflichkeit einer schriftstellerischen T&auml;tigkeit begr&uuml;nde stets eine Anlaufphase, da die Nebenberuflichkeit f&uuml;r eine Gewinnerzielungsabsicht spreche. Insoweit weiche es von Entscheidungen des FG M&uuml;nchen (Urteil vom 26.&nbsp;November 2010&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;1108\/09, juris), des Nieders&auml;chsischen FG (Urteil vom 3.&nbsp;November 2011&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;361\/10, EFG 2012, 837) sowie des BFH (Beschluss vom 14.&nbsp;April 2000 X&nbsp;B&nbsp;118\/99, BFH\/NV 2000, 1333; Urteil vom 11.&nbsp;April 1990 I&nbsp;R&nbsp;22\/88, BFH\/NV 1990, 768) ab (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die behaupteten Abweichungen liegen indes nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat nicht den vom FA formulierten Rechtssatz aufgestellt. Es ist vielmehr durch W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des konkreten Falles zu dem Ergebnis gelangt, im Streitfall spreche der Zeitraum von sechs Jahren nicht gegen die Gewinnerzielungsabsicht. Insbesondere sei erkennbar, dass die Kl&auml;gerin eine gewinnbringende Vermarktung ihres Werkes anstrebe und nicht nur an der Verbreitung eigener &Uuml;berlegungen interessiert sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies steht im Einklang mit den vom BFH im Urteil vom 23.&nbsp;Mai 1985 IV&nbsp;R&nbsp;84\/82 (BFHE 144, 49, BStBl II 1985, 515) aufgestellten Grunds&auml;tzen, auf die sich das FG ausdr&uuml;cklich bezogen hat. Danach fehlt es in den F&auml;llen, in denen eine schriftstellerische T&auml;tigkeit von vornherein nicht um des Erwerbes willen, sondern allein zwecks Ver&ouml;ffentlichung von Erkenntnissen, Ideen oder Auffassungen betrieben wird, zwar an einer Gewinnerzielungsabsicht im steuerrechtlichen Sinn von Anfang an. Ansonsten ist aber auch Schriftstellern eine nicht zu kurz bemessene Anlaufzeit zuzugestehen, da sich bei diesen positive Eink&uuml;nfte vielfach erst nach einer l&auml;ngeren Anlaufzeit erzielen lassen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 144, 49, BStBl II 1985, 515).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hieraus ergibt sich zugleich, dass die von dem FA als grunds&auml;tzlich bedeutsam angesehenen Rechtsfragen, ob bei einer im Nebenberuf ausge&uuml;bten k&uuml;nstlerischen oder schriftstellerischen T&auml;tigkeit generell eine Anlaufphase zu gew&auml;hren sei, da bei derartigen T&auml;tigkeiten kraft &quot;Natur der Sache&quot; der Beweis des ersten Anscheins in den Hintergrund trete sowie ob durch die Nebenberuflichkeit dieser T&auml;tigkeiten die W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde bei der Pr&uuml;fung der Gewinnerzielungsabsicht derart in den Hintergrund trete, dass bereits die Aufnahme einer solchen T&auml;tigkeit steuerlich ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hige Eink&uuml;nfte ausl&ouml;se, sich anhand der vorhandenen Rechtsprechung beantworten lassen. Insbesondere ist die Nebenberuflichkeit nur eine von mehreren Umst&auml;nden, die bei der W&uuml;rdigung, ob ein Schriftsteller von Anfang an ohne Gewinnerzielungsabsicht handelt oder ob diese evtl. erst nach Ablauf einer gewissen Anlaufphase entf&auml;llt, zu beachten sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit das FA den Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung mit Abweichungen des FG von den unter II.3.b)aa) zitierten Entscheidungen zu begr&uuml;nden versucht, hat es bereits keine abstrakten, diese Entscheidungen tragenden Rechtss&auml;tze herausgearbeitet. Es beruft sich mit den zitierten Passagen vielmehr jeweils allein auf eine andere rechtliche W&uuml;rdigung der Frage der Gewinnerzielungsabsicht bei einer im Nebenberuf ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit durch das FG M&uuml;nchen, das Nieders&auml;chsische FG und den BFH. Das FA legt auch nicht dar, dass die diesen Entscheidungen zugrundeliegenden Sachverhalte mit dem des Streitfalls vergleichbar seien. Allein der Umstand der Nebenberuflichkeit vermag eine Vergleichbarkeit nicht zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit das FA eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) als (verzichtbaren) Verfahrensmangel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO in Gestalt des Unterlassens einer Amtsermittlung r&uuml;gt (zu den Darlegungsanforderungen siehe oben unter II.2.c&nbsp;aa), ist dieser Versto&szlig; nicht gegeben. Das FA bem&auml;ngelt insoweit, das FG habe seiner Berechnung der anteilig abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben allein die Darstellung der Kl&auml;gerin zugrunde gelegt, nach der sie die vier Tage in Auckland mit Recherchen in der Stadtbibliothek verbracht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich des Sitzungsprotokolls hat das FA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 28.&nbsp;Dezember 2011 weder einen Beweisantrag gestellt noch sonst auf weiter gehende Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen hingewirkt, sondern vielmehr r&uuml;gelos zur Sache verhandelt. Damit hat das FA sein R&uuml;gerecht durch blo&szlig;es Unterlassen einer rechtzeitigen R&uuml;ge verloren (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung; st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;Oktober 2010 V&nbsp;B&nbsp;10\/10, BFH\/NV 2011, 276; vom 27.&nbsp;August 2008 IX&nbsp;B&nbsp;207\/07, BFH\/NV 2008, 2022). Es kann im Nachhinein nicht mehr geltend machen, es sei fraglich, ob die vier Aufenthaltstage tats&auml;chlich von der behaupteten Recherchet&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin gepr&auml;gt gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.8.2012, III B 21\/12 Aufteilung von Reisekosten bei sowohl privater als auch beruflicher Veranlassung &#8211; Gewinnerzielungsabsicht bei einer im Nebenberuf betriebenen schriftstellerischen T&auml;tigkeit &#8211; Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde durch beide Beteiligte Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin, Beschwerdef&uuml;hrerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) ist hauptberuflich als Sozialp&auml;dagogin nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Etwa seit dem Jahr 2001 ist sie &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-21-12-aufteilung-von-reisekosten-bei-sowohl-privater-als-auch-beruflicher-veranlassung-gewinnerzielungsabsicht-bei-einer-im-nebenberuf-betriebenen-schriftstellerischen-taetigkeit-einlegung-der-n\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;21\/12 &#8211; Aufteilung von Reisekosten bei sowohl privater als auch beruflicher Veranlassung &#8211; Gewinnerzielungsabsicht bei einer im Nebenberuf betriebenen schriftstellerischen T&auml;tigkeit &#8211; Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde durch beide Beteiligte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}