{"id":5574,"date":"2012-08-01T00:00:00","date_gmt":"2012-07-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5574"},"modified":"2012-11-23T13:11:01","modified_gmt":"2012-11-23T11:11:01","slug":"ix-r-8-12-gescheiterte-grundstuecksveraeusserung-und-dadurch-veranlasste-aufwendungen-steuerlich-grundsaetzlich-unbeachtlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-8-12-gescheiterte-grundstuecksveraeusserung-und-dadurch-veranlasste-aufwendungen-steuerlich-grundsaetzlich-unbeachtlich\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;8\/12 &#8211; Gescheiterte Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung und dadurch veranlasste Aufwendungen steuerlich grunds&auml;tzlich unbeachtlich"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.8.2012, IX R 8\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Gescheiterte Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung und dadurch veranlasste Aufwendungen steuerlich grunds&auml;tzlich unbeachtlich<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen (z.B. Notar- und Gerichtskosten), die anfallen, weil der Steuerpflichtige sein vermietetes Grundst&uuml;ck ver&auml;u&szlig;ern will, sind nicht als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar und k&ouml;nnen auch nicht bei den privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften ber&uuml;cksichtigt werden, wenn das Grundst&uuml;ck zwar innerhalb der ma&szlig;gebenden Ver&auml;u&szlig;erungsfrist h&auml;tte ver&auml;u&szlig;ert werden sollen, es aber &#8211;aus welchen Gr&uuml;nden auch immer&#8211; nicht zu der Ver&auml;u&szlig;erung kommt. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) vermietete mehrere Objekte und erzielte daraus im Streitjahr (2007) Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung. Eines dieser Objekte, das der Kl&auml;ger nach seinem Vortrag &quot;weniger als 10 Jahre im Bestand gehabt&quot; hatte, wollte er ver&auml;u&szlig;ern. Im Zusammenhang mit der wegen Finanzierungsproblemen des Erwerbers fehlgeschlagenen Ver&auml;u&szlig;erung machte der Kl&auml;ger Notar- und Gerichtskosten von 5.149,83&nbsp;EUR sowie Bewirtungskosten von 60,51&nbsp;EUR als Werbungskosten geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte das auch im Einspruchsverfahren ab und setzte die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr dementsprechend fest, ohne die geltend gemachten Aufwendungen als Werbungskosten abzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb erfolglos. Nach Auffassung des Finanzgerichts (FG) seien die Aufwendungen keine Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung: Das &quot;R&uuml;ckholen&quot; des Grundst&uuml;cks k&ouml;nne nicht wie eine erneute Anschaffung gewertet werden. Die Aufwendungen seien auch nicht als Werbungskosten bei dem privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft zu ber&uuml;cksichtigen (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;), da eine Ver&auml;u&szlig;erung und damit ein steuerbarer Tatbestand nicht vorliege. Die R&uuml;ckabwicklung erf&uuml;lle die Voraussetzungen des Steuertatbestands nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 27.&nbsp;Juni 2006 IX&nbsp;R&nbsp;47\/04 (BFHE 214, 267, BStBl II 2007, 162) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die auf Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision des Kl&auml;gers. Es sei gerade nicht die Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht gewesen, welche die Aufwendungen veranlasst habe, um die es hier gehe; denn diese h&auml;tten vom K&auml;ufer getragen werden m&uuml;ssen. Die Entscheidung des Kl&auml;gers zur R&uuml;ckabwicklung sei ausschlie&szlig;lich vom K&auml;ufer verursacht worden, der sich nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags au&szlig;erstande gesehen habe, den Kaufpreis zu entrichten. Es sei kein sachlich rechtfertigender Grund ersichtlich, Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zu besteuern, es aber unbeachtlich zu belassen, wie und mit welchen Kosten der Kl&auml;ger zu dem Wirtschaftsgut vor dem ma&szlig;geblichen Besteuerungszeitraum &uuml;berhaupt gelangt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 20.&nbsp;Oktober 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2009\/11.&nbsp;Dezember 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Bewirtungskosten in H&ouml;he von 60,51&nbsp;EUR sowie die Notar- und Gerichtskosten von 5.149,83&nbsp;EUR als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung ber&uuml;cksichtigt werden und die Einkommensteuer entsprechend herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung zur&uuml;ckzuweisen. Zutreffend hat das FG die Abziehbarkeit der Aufwendungen im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Ver&auml;u&szlig;erung als Werbungskosten verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Aufwendungen sind nicht bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung abzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Werbungskosten i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des Streitjahres sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie bei ihr erwachsen, und das hei&szlig;t, durch die sie veranlasst sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. das BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 2010 IX&nbsp;R&nbsp;42\/09, BFHE 230, 567, BStBl II 2011, 271). Daran fehlt es, soweit die Aufwendungen durch die Ver&auml;u&szlig;erung des Mietwohnobjekts veranlasst sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 31.&nbsp;Juli 2007 IX&nbsp;R&nbsp;51\/05, BFH\/NV 2008, 933, und vom 24.&nbsp;Januar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;16\/11, BFH\/NV 2012, 1108).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise den f&uuml;r die Aufwendungen &quot;ausl&ouml;senden Moment&quot; ausschlie&szlig;lich im Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang gesehen. Sie sind angefallen, weil der Kl&auml;ger das Mietwohngrundst&uuml;ck ver&auml;u&szlig;ern, also gerade nicht mehr vermieten wollte. Zwar mag es sein, dass der K&auml;ufer letztlich den Aufwand des Kl&auml;gers verursacht hatte, weil er sich au&szlig;erstande sah, den Kaufpreis zu finanzieren. Das &auml;ndert aber an der steuerrechtlichen Veranlassung dieses Vorgangs durch die (geplante) Ver&auml;u&szlig;erung nichts. Denn die Kosten entstanden dem Kl&auml;ger nur, weil er sein Grundst&uuml;ck verkaufen wollte. Allein dieses (zivilrechtliche) Rechtsverh&auml;ltnis zwischen dem Kl&auml;ger und seinem K&auml;ufer ist der Grund f&uuml;r die entstandenen Aufwendungen. Sie stehen in keinerlei Zusammenhang mit der Vermietungst&auml;tigkeit, die &#8211;nach dem gescheiterten Ver&auml;u&szlig;erungsversuch&#8211; offenbar weiterlief (vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 1995 IX&nbsp;R&nbsp;48\/92, BFHE 179, 386, BStBl II 1996, 198).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei mag unentschieden bleiben, ob und inwieweit dem Kl&auml;ger aus dem Kaufrechtsverh&auml;ltnis Anspr&uuml;che gegen den K&auml;ufer zustehen, weil dieser die Kosten an sich zu tragen hatte. Selbst wenn der Kl&auml;ger diese Anspr&uuml;che &#8211;aus welchen Gr&uuml;nden auch immer&#8211; nicht geltend gemacht hat oder sie nicht hat durchsetzen k&ouml;nnen, w&auml;re der entsprechende Aufwand des Kl&auml;gers allein durch den gescheiterten Verkaufsversuch und nicht durch seine Vermietungst&auml;tigkeit verursacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Aufwendungen, um die es hier geht, sind auch nicht als Werbungskosten im Rahmen eines privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG absetzbar. Zutreffend hat das FG die R&uuml;ckabwicklung des Anschaffungsgesch&auml;ftes nicht als Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft beurteilt (vgl. dazu das BFH-Urteil in BFHE 214, 267, BStBl II 2007, 162).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger kann seinen Aufwand auch nicht als (vergebliche) Werbungskosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG geltend machen. Zwar k&ouml;nnen Aufwendungen ber&uuml;cksichtigt werden, wenn sie anfallen, bevor mit dem Aufwand zusammenh&auml;ngende Einnahmen erzielt werden (vgl. st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 4.&nbsp;Juli 1990 GrS&nbsp;1\/89, BFHE 160, 466, BStBl II 1990, 830). Wenn es sich bei &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 EStG um einen sogenannten gestreckten Steuertatbestand handelt, dessen Verwirklichen mit der Anschaffung des Wirtschaftsguts beginnt (BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Dezember 2003 IX&nbsp;R&nbsp;46\/02, BFHE 204, 228, BStBl II 2004, 284, unter B.&nbsp;III.&nbsp;1.&nbsp;b, m.w.N.), k&ouml;nnen Aufwendungen, die w&auml;hrend des ma&szlig;gebenden Zeitraums angefallen sind, grunds&auml;tzlich Werbungskosten sein (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Juni 2004 X&nbsp;R&nbsp;22\/00, BFHE 206, 406, BStBl II 2005, 91). Daraus folgt aber nicht, dass Ver&auml;u&szlig;erungskosten als Werbungskosten abziehbar w&auml;ren, wenn es nicht zu einem &#8211;die Steuerbarkeit konstituierenden&#8211; Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft kommt, der Steuertatbestand mithin nicht verwirklicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der wirtschaftliche Zusammenhang wird nicht durch die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht hergestellt (vgl. zu deren Bedeutung bei vorab entstandenen Werbungskosten BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Januar 2005 IX&nbsp;R&nbsp;15\/03, BFHE 209, 77, BStBl II 2005, 477). Das alle Einkunftsarten kennzeichnende Merkmal der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht wird f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus privaten Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften durch die ma&szlig;gebenden Zeitr&auml;ume in typisierender Weise objektiviert (vgl. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Juni 2004 IX&nbsp;R&nbsp;35\/01, BFHE 206, 273, BStBl II 2005, 26, unter II.&nbsp;2.&nbsp;c&nbsp;bb&nbsp;(1), und vom 17.&nbsp;April 2007 IX&nbsp;R&nbsp;23\/06, BFHE 217, 562, BStBl II 2007, 606, unter II.&nbsp;3.; so auch Wernsmann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;23 Rz&nbsp;B&nbsp;175 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das bedeutet: Ver&auml;u&szlig;ert der Steuerpflichtige innerhalb der Frist, ist das Ergebnis steuerbar; subjektive Merkmale sind nicht zu pr&uuml;fen (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;29\/06, BFHE 221, 97, BStBl II 2009, 296, und vom 31.&nbsp;August 1994 X&nbsp;R&nbsp;66\/92, BFH\/NV 1995, 391). Kommt es innerhalb dieses Zeitraumes andererseits nicht zu einem Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft, so f&auml;llt umgekehrt die T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen insgesamt in die nicht steuerbare Verm&ouml;genssph&auml;re. Mithin sind der blo&szlig;e Ver&auml;u&szlig;erungsversuch und die damit verbundenen Aufwendungen steuerrechtlich ohne Bedeutung, wenn es nicht zu einer Ver&auml;u&szlig;erung kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.8.2012, IX R 8\/12 Gescheiterte Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung und dadurch veranlasste Aufwendungen steuerlich grunds&auml;tzlich unbeachtlich Leits&auml;tze Aufwendungen (z.B. 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