{"id":55767,"date":"2013-08-07T16:35:36","date_gmt":"2013-08-07T14:35:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55767"},"modified":"2013-08-07T16:35:36","modified_gmt":"2013-08-07T14:35:36","slug":"v-r-10-12-keine-vermietung-oder-verpachtung-bei-dauerhafter-ueberlassung-eines-grundstuecks-als-gruenausgleichsflaeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-10-12-keine-vermietung-oder-verpachtung-bei-dauerhafter-ueberlassung-eines-grundstuecks-als-gruenausgleichsflaeche\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;10\/12 &#8211; Keine Vermietung oder Verpachtung bei dauerhafter &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks als Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2013, V R 10\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Vermietung oder Verpachtung bei dauerhafter &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks als Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Land- und Forstwirt. Er versteuerte seine landwirtschaftlichen Ums&auml;tze bis zur Verpachtung des Betriebes ab 1.&nbsp;Juli 2003 pauschal gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG). Mit Vertrag vom 24.&nbsp;Oktober 2002 verkaufte er an die Gesellschaft X (X) zwei Teilfl&auml;chen des Grundst&uuml;cks Flurst&uuml;ck 13\/5 mit ca. 104&nbsp;202&nbsp;qm f&uuml;r 1.865.215,80&nbsp;EUR. Zugleich enthielt der Vertrag unter Punkt&nbsp;II. &quot;Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen&quot; folgende Regelungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Der Eigent&uuml;mer r&auml;umt hiermit der Gemeinde A. das Recht ein, die &#8230; Teile des Flurst&uuml;cks 13\/5 zur Gr&ouml;&szlig;e von 29.012&nbsp;qm auf Dauer nach Ma&szlig;gabe der Festlegungen des Umweltberichtes der Planungsgruppe Landwirtschaft vom September 2002 zu nutzen. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zur dinglichen Absicherung dieses Rechts bestellt der Eigent&uuml;mer f&uuml;r die Gemeinde A. eine beschr&auml;nkt pers&ouml;nliche Dienstbarkeit des Inhalts, dass der mit dem Recht belastete Teil des Flurst&uuml;cks 13\/4 [gemeint ist offensichtlich 13\/5] auf Dauer nur f&uuml;r Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege bzw. der Forstwirtschaft genutzt werden darf. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Als Gegenleistung f&uuml;r die Einr&auml;umung des Rechtes zahlt die X an den Eigent&uuml;mer einen Betrag von 2,56&nbsp;EUR\/qm, mithin voraussichtlich 74.270,72&nbsp;EUR, wobei sich der endg&uuml;ltige Betrag nach Vorliegen des Vermessungsergebnisses bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Er- und Unterhaltung der Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen, deren erstmalige Herstellung durch die X erfolgt, ist Sache des jeweiligen Eigent&uuml;mers der Fl&auml;chen. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine steuerliche Au&szlig;enpr&uuml;fung unterwarf der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Bruttobetrag in H&ouml;he von 74.393,76&nbsp;EUR der Regelbesteuerung und &auml;nderte die Umsatzsteuerfestsetzung 2003 mit Bescheid vom 23.&nbsp;September 2009 entsprechend. Dabei ging das FA davon aus, dass es sich hierbei um ein steuerpflichtiges Entgelt gehandelt habe, das die X an den Kl&auml;ger daf&uuml;r gezahlt habe, dass dieser der Gemeinde A. das Recht einr&auml;umte, Fl&auml;chen als Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen nach Ma&szlig;gabe des Nieders&auml;chsischen Naturschutzgesetzes (NdsNSchG) nutzen zu d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) legte der Kl&auml;ger einen &quot;St&auml;dtebaulichen Vertrag&quot; vom 26.&nbsp;Februar 2001 zwischen der X und der Gemeinde A. vor, in dem u.a. die Fl&auml;chen des Kl&auml;gers benannt sind, die einer gewerblichen Nutzung zugef&uuml;hrt werden sollten. Die Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung der hierzu erforderlichen st&auml;dtebaulichen Ma&szlig;nahmen i.S. der &sect;&sect;&nbsp;11 und 124 des Baugesetzbuches war der X von der Gemeinde &uuml;bertragen worden. Hierzu geh&ouml;rte ausweislich der Pr&auml;ambel auch die Planung und Durchf&uuml;hrung der &ouml;kologischen Ausgleichsma&szlig;nahmen nach dem Naturschutzrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage hatte Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG begr&uuml;ndete sein in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2012, 1100 ver&ouml;ffentlichtes Urteil im Wesentlichen wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hauptleistung des Kl&auml;gers aus dem notariellen Vertrag vom 24.&nbsp;Oktober 2002 sei die Verpflichtung zur Bestellung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit zugunsten der Gemeinde des Inhalts, dass ein bestimmter Teil des Flurst&uuml;cks 13\/5 zur Gr&ouml;&szlig;e von ca. 29&nbsp;012&nbsp;qm auf Dauer nur f&uuml;r Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege bzw. der Forstwirtschaft (Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen) genutzt werden d&uuml;rfe. Die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit an dem Flurst&uuml;ck 13\/5 zugunsten der Gemeinde f&uuml;r Zwecke des Naturschutzes (Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen) sei eine steuerfreie Leistung i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;c UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das der Gemeinde einger&auml;umte Recht, einen bestimmten Teil des Flurst&uuml;cks 13\/5 auf Dauer nur nach Ma&szlig;gabe der Festlegungen des Umweltberichts der Planungsgruppe Landschaft vom September 2002 zu nutzen, sei ebenso wie die Verpflichtung des Kl&auml;gers zu Er- und Unterhaltung der Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen nur Nebenleistung zur Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem der Gemeinde vom Kl&auml;ger einger&auml;umten Nutzungsrecht komme kein eigener Zweck zu. Vielmehr werde die schuldrechtliche Verpflichtung des Kl&auml;gers, die Nutzung seiner Fl&auml;chen als Ausgleichsfl&auml;chen hinzunehmen (Duldung der Nutzungsbeschr&auml;nkung), umfasst von der von ihm als Eigent&uuml;mer abgegebenen Verpflichtung zur Bestellung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit gleichen Inhalts. Der Gemeinde sei es darauf angekommen, die Fl&auml;chen des Kl&auml;gers dauerhaft als Gr&uuml;nfl&auml;chen nutzen zu k&ouml;nnen, um so den raumordnungsrechtlichen Auflagen und Vorgaben des NdsNSchG nachkommen zu k&ouml;nnen. Zu diesem Zweck sei es erforderlich gewesen, dass der Kl&auml;ger sein Grundst&uuml;ck mit einer entsprechenden beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit belaste. Nur so sei sichergestellt gewesen, dass die Nutzungsbeschr&auml;nkung tats&auml;chlich und rechtlich dauerhaft gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger und nachfolgenden Eigent&uuml;mer wirke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger eingegangene Verpflichtung zur Er- und Unterhaltung der Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;chen sei gegen&uuml;ber der Verpflichtung zur Bestellung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit ebenfalls derart nebens&auml;chlich, dass ein Durchschnittsverbraucher sie lediglich als Abrundung der Hauptleistung ansehen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem &quot;St&auml;dtebaulichen Vertrag&quot; vom 26.&nbsp;Februar 2002 ergebe sich, dass die X berechtigt sei, die Gemeinde bei der Durchf&uuml;hrung st&auml;dtebaulicher Ma&szlig;nahmen, insbesondere bei der &quot;Planung und Durchf&uuml;hrung der &ouml;kologischen Ausgleichsma&szlig;nahmen nach dem Naturschutzrecht&quot;, zu vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, die es auf Verletzung materiellen Rechts sowie auf Verfahrensfehler st&uuml;tzt. Schon aus Wortlaut und Aufbau des Vertrages zwischen dem Kl&auml;ger und der X vom 24.&nbsp;Oktober 2002 ergebe sich, dass das Nutzungsrecht im Vordergrund gestanden habe. Da die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit lediglich der rechtlichen und tats&auml;chlichen Sicherung der Duldungsleistung gedient und der Kl&auml;ger daf&uuml;r keine Gegenleistung erhalten habe, komme ihr keine eigene umsatzsteuerliche Bedeutung zu. Die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit habe keinen eigenen Zweck, sondern stelle nur das Mittel dar, die Duldungsleistung unter optimalen Bedingungen in Anspruch nehmen zu k&ouml;nnen. Sie sei daher Nebenleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Duldungsleistung (Hauptleistung) sei steuerpflichtig; sie werde nicht von der Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG umfasst, weil der Kl&auml;ger durch die Nutzungsbeschr&auml;nkung dauerhaft das Recht verliere, das Grundst&uuml;ck wie ein Eigent&uuml;mer zu nutzen bzw. Dritten eine solche Nutzungsm&ouml;glichkeit einr&auml;umen zu k&ouml;nnen. Der Verlust der wirtschaftlichen Herrschaftsmacht &uuml;ber das Grundst&uuml;ck aber sei mit dem Wesen der Vermietung und Verpachtung als zeitlich beschr&auml;nkter Gebrauchs&uuml;berlassung nicht vereinbar. Die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit teile als Nebenleistung das Schicksal der Hauptleistung und sei folglich steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem leide das Urteil des FG unter einem Verfahrensmangel, weil das FG aus dem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG vorgelegten unvollst&auml;ndigen Anlagenkonvolut keine Schl&uuml;sse habe ziehen d&uuml;rfen; insbesondere habe es nicht folgern d&uuml;rfen, dass die X berechtigt gewesen sei, die Gemeinde A. zu vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG vom 26.&nbsp;Januar 2012 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung seines Antrags tr&auml;gt er im Wesentlichen vor, die hier streitige grundst&uuml;cksbezogene naturschutzrechtliche Ausgleichsma&szlig;nahme sei in einem Grundst&uuml;ckskaufvertrag vereinbart worden, d.h. Teil dieses Vertrages. Er, der Kl&auml;ger, habe landwirtschaftlich genutzte Grundst&uuml;cke, die bis dahin auch im Fl&auml;chennutzungsplan f&uuml;r diese Nutzung vorgesehen gewesen seien, zu einem Kaufpreis von ca. 1.865.000&nbsp;EUR an einen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert, der die Grundst&uuml;cke im Auftrage der f&uuml;r die Bauleitplanung zust&auml;ndigen Kommune einer gewerblichen Nutzung habe zuf&uuml;hren sollen. Auch der Kaufpreis sei nur vor dem Hintergrund der geplanten gewerblichen Nutzung verst&auml;ndlich. Die &Uuml;berlassung der Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che, die Voraussetzung f&uuml;r die gewerbliche Nutzung gewesen sei, stelle sich deshalb als Nebenleistung zur Grundst&uuml;ckslieferung dar. Das folge schon aus dem Verh&auml;ltnis des Kaufpreises von ca. 1.865.000&nbsp;EUR zur Entsch&auml;digung f&uuml;r die Ausgleichsma&szlig;nahme von ca. 74.000&nbsp;EUR. Die &Uuml;berlassung der Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che werde deshalb von der Steuerbefreiung der Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn die Ausgleichsma&szlig;nahme umsatzsteuerrechtlich als eigenst&auml;ndige Leistung zu beurteilen sei, stelle sie sich aus grunderwerbsteuerrechtlicher Sicht als &Uuml;bergang der Verwertungsbefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) dar, weil im Ergebnis auch der Substanzwert des Grundst&uuml;cks auf die nutzungsberechtigte Gemeinde A. &uuml;bergegangen sei. Deshalb sei der Vorgang auch unter diesem Gesichtspunkt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG wird die Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung an die Gemeinde A. nicht von der Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;c UStG umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;c UStG ist u.a. die Bestellung von dinglichen Nutzungsrechten, zu denen auch die entgeltliche Einr&auml;umung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit (&sect;&nbsp;1090 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) geh&ouml;rt, steuerfrei. Aus der Entstehungsgeschichte des durch Art.&nbsp;17 Nr.&nbsp;3 des Steuerbereinigungsgesetzes 1985 (BGBl I 1984, 1493, BStBl I 1984, 659) in das Gesetz aufgenommenen &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;c UStG ergibt sich, dass hierdurch &quot;eine gleiche Behandlung aller Grundst&uuml;cks&uuml;berlassungen zur Nutzung erreicht&quot; werden sollte (so die Gesetzesbegr&uuml;ndung in BRDrucks 140\/84 zu Art.&nbsp;19 Nr.&nbsp;2 des Gesetzentwurfs); die Befreiung sonstiger bislang steuerpflichtiger Ums&auml;tze war nicht beabsichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift beruht auf Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;b Satz&nbsp;1 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG), nach der die Vermietung und Verpachtung von Grundst&uuml;cken steuerfrei ist. Aus der gebotenen richtlinienkonformen Auslegung folgt, dass nur die Bestellung solcher dinglicher Nutzungsrechte unter &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;c UStG f&auml;llt, die auch von dem Begriff &quot;Vermietung und Verpachtung&quot; in Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 77\/388\/EWG umfasst werden. Mit der Eintragung einer beschr&auml;nkten pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit sollte aber vorliegend das Recht zur Durchf&uuml;hrung einer Ausgleichsma&szlig;nahme gesichert werden, das nicht das Merkmal &quot;Vermietung und Verpachtung&quot; erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ob eine Vermietung oder Verpachtung vorliegt, richtet sich umsatzsteuerrechtlich nicht nach den Vorschriften des nationalen Zivilrechts (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7.&nbsp;Juli 2011 V&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 234, 513, Rdnr.&nbsp;19). Das grundlegende Merkmal des Begriffs der &quot;Vermietung von Grundst&uuml;cken&quot; i.S. von Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 77\/388\/EWG (seit 1.&nbsp;Januar 2007 Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;l der Richtlinie des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem 2006\/112\/EG) besteht darin, dass dem Vertragspartner auf bestimmte Zeit gegen eine Verg&uuml;tung das Recht einger&auml;umt wird, ein Grundst&uuml;ck so in Besitz zu nehmen, als w&auml;re er dessen Eigent&uuml;mer, und jede andere Person von diesem Recht auszuschlie&szlig;en (vgl. in diesem Sinne u.a. Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 16.&nbsp;Dezember 2010 C-270\/09, MacDonald Resorts Ltd., Slg.&nbsp;2010, I-13179 Rdnr.&nbsp;46; vom 6.&nbsp;Dezember 2007 C-451\/06, Walderdorff, Slg.&nbsp;2007, I-10637 Rdnr.&nbsp;17; vom 12.&nbsp;Juni 2003 C-275\/01, Sinclair Collis, Slg.&nbsp;2003, I-5965 Rdnr.&nbsp;25; vom 4.&nbsp;Oktober 2001 C-326\/99, Goed Wonen, Slg.&nbsp;2001, I-6831 Rdnr.&nbsp;55; vom 9.&nbsp;Oktober 2001 C-108\/99, Cantor Fitzgerald International, Slg.&nbsp;2001, I-7257 Rdnr.&nbsp;21; vom 9.&nbsp;Oktober 2001 C-409\/98, Mirror Group, Slg.&nbsp;2001, I-7175 Rdnr.&nbsp;31; Senatsurteile vom 24.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;R&nbsp;12\/05, BFHE 221, 310, BStBl II 2009, 60, unter II.1.; vom 12.&nbsp;Mai 2011 V&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFH\/NV 2011, 1407). F&uuml;r die Beurteilung, ob eine bestimmte Vereinbarung dieser Definition entspricht, sind alle Merkmale des Vorgangs sowie die Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, unter denen er erfolgt. Ma&szlig;gebend ist insoweit der objektive Inhalt des Vorgangs, unabh&auml;ngig von der Bezeichnung, die die Parteien ihm gegeben haben (EuGH-Urteil MacDonalds Ressort Ltd. in Slg.&nbsp;2010, I-13179 Rdnr.&nbsp;46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Danach liegt keine Vermietung vor. Zwar hat der Kl&auml;ger der Gemeinde das Recht zur Inbesitznahme einger&auml;umt, um die Ausgleichsma&szlig;nahme auf dem Grundst&uuml;ck vornehmen zu k&ouml;nnen. Dabei ist es den Vertragsparteien aber nicht um eine Inbesitznahme der Grundst&uuml;cke durch die Gemeinde gegangen, um ihr die M&ouml;glichkeit zu verschaffen, Dritte wie ein Eigent&uuml;mer von der Nutzung ausschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Entscheidend war f&uuml;r die Gemeinde, die Grundst&uuml;cke durch Umgestaltung in einen bestimmten Zustand zu versetzen, um damit ihren naturschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Vermietung scheidet dar&uuml;ber hinaus auch deshalb aus, weil der Kl&auml;ger der Gemeinde das Nutzungsrecht nicht f&uuml;r eine bestimmte Zeit &uuml;berlassen hat. Das w&uuml;rde einen in irgendeiner Form, entweder durch konkrete Bezeichnung oder durch ein K&uuml;ndigungsrecht, begrenzten Zeitraum voraussetzen. Der Kl&auml;ger hat der Gemeinde das Nutzungsrecht aber &quot;auf Dauer&quot; einger&auml;umt und sich damit einverstanden erkl&auml;rt, dass das Grundst&uuml;ck &quot;auf Dauer nur f&uuml;r Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege bzw. der Forstwirtschaft genutzt werden darf&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des Senats vom 11.&nbsp;November 2004 V&nbsp;R&nbsp;30\/04 (BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802) steht dem nicht entgegen. Der Senat hat darin entschieden, dass die Einr&auml;umung der Berechtigung zur &Uuml;berspannung eines Grundst&uuml;cks jedenfalls dann eine als Vermietung und Verpachtung zu beurteilende Nutzungs&uuml;berlassung auf Zeit ist, wenn damit nicht der endg&uuml;ltige und vollst&auml;ndige Verlust der wirtschaftlichen Herrschaftsmacht verbunden ist. Bei Grundst&uuml;cken f&uuml;hre weder die &Uuml;berlassung einer verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringf&uuml;gigen Grundfl&auml;che f&uuml;r die Aufstellung von Strommasten noch die &Uuml;berspannung zu einem endg&uuml;ltigen und vollst&auml;ndigen Verlust der Herrschaftsmacht. Im vorliegenden Fall kommt es aber durch die unwiderrufliche und dauerhafte &Uuml;berlassung des Nutzungsrechts, die Durchf&uuml;hrung von Ausgleichsma&szlig;nahmen und den umfassenden Entzug der Nutzung als Ackerland zu einem endg&uuml;ltigen und dauerhaften Verlust der wirtschaftlichen Herrschaftsmacht des Kl&auml;gers &uuml;ber das Grundst&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da die Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung keine Vermietung und Verpachtung von Grundst&uuml;cken ist, kommt auch eine Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;12 Buchst.&nbsp;a UStG nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Grundst&uuml;cks&uuml;berlassung ist auch nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG steuerfrei. Danach sind die Ums&auml;tze, die unter das GrEStG fallen, steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des GrEStG u.a. &quot;die folgenden Rechtsvorg&auml;nge, soweit sie sich auf inl&auml;ndische Grundst&uuml;cke beziehen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndet;<br \/>2. die Auflassung, wenn kein Rechtsgesch&auml;ft vorausgegangen ist, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndet;<br \/>3. der &Uuml;bergang des Eigentums, wenn kein den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndendes Rechtsgesch&auml;ft vorausgegangen ist und es auch keiner Auflassung bedarf. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind nicht erf&uuml;llt. Die Merkmale des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3 GrEStG liegen nicht vor, weil weder ein den Anspruch der Gemeinde auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndendes Rechtsgesch&auml;ft noch eine Auflassung oder der &Uuml;bergang des Eigentums an die Gemeinde vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 GrEStG unterliegen dar&uuml;ber hinaus der Grunderwerbsteuer &quot;auch Rechtsvorg&auml;nge, die es ohne Begr&uuml;ndung eines Anspruchs auf &Uuml;bereignung einem anderen rechtlich oder wirtschaftlich erm&ouml;glichen, ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck auf eigene Rechnung zu verwerten&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verwertungsbefugnis kann sich dabei &#8211;ebenso wie beim Eigent&uuml;mer&#8211; aus zwei M&ouml;glichkeiten der Verwertung ergeben, n&auml;mlich aus dem Recht zur Nutzung und aus dem Recht, das Grundst&uuml;ck wie ein Zwischenerwerber auf eigene Rechnung zu ver&auml;u&szlig;ern (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Juli 2009 II&nbsp;R&nbsp;2\/08, BFH\/NV 2009, 1833; vom 17.&nbsp;Oktober 1990 II&nbsp;R&nbsp;55\/88, BFH\/NV 1991, 556, 557, sowie vom 10.&nbsp;M&auml;rz 1999 II&nbsp;R&nbsp;35\/97, BFHE 188, 444, BStBl II 1999, 491). Da die Verwertung auf eigene Rechnung zu erfolgen hat, verlangen beide M&ouml;glichkeiten der Verwertung eine Beteiligung an der Substanz des Grundst&uuml;cks. Bei der vorwiegend rechtlichen Verwertungsm&ouml;glichkeit durch Ver&auml;u&szlig;erung erfolgt die Beteiligung an der Substanz des Grundst&uuml;cks durch Teilhabe am Erl&ouml;s (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Juni 1975 II&nbsp;R&nbsp;86\/67, BFHE 117, 89, BStBl II 1976, 27), bei wirtschaftlicher Verwertungsbefugnis durch Nutzung &#8211;wie im Streitfall&#8211; muss die Substanzbeteiligung durch Wertbeteiligung in anderer Weise erfolgen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2009, 1833; vom 27.&nbsp;August 1975 II&nbsp;R&nbsp;52\/70, BFHE 117, 96, BStBl II 1976, 30). Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht schon deshalb erf&uuml;llt, weil eine anderweitige als die vereinbarte Nutzung &quot;f&uuml;r Zwecke des Naturschutzes und der Landschaftspflege bzw. der Forstwirtschaft&quot; durch den Kl&auml;ger nicht mehr m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Einr&auml;umung des Nutzungsrechts f&uuml;r die Gemeinde A. und die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit f&uuml;r die Gemeinde ist auch keine Nebenleistung zu dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 Buchst.&nbsp;a UStG steuerfreien Verkauf der Grundst&uuml;cke an die X und werden von der Steuerbefreiung dieses Grundst&uuml;cksumsatzes daher nicht umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei einem Umsatz, der ein Leistungsb&uuml;ndel darstellt, ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des EuGH, der sich der BFH angeschlossen hat, in der Regel davon auszugehen, dass jede Leistung als eine selbst&auml;ndige Leistung anzusehen ist. Eine einheitliche Leistung liegt dagegen vor, wenn zwei oder mehr Handlungen oder Einzelleistungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r den Kunden so eng miteinander verbunden sind, dass sie objektiv einen einzigen untrennbaren wirtschaftlichen Vorgang bilden, dessen Aufspaltung wirklichkeitsfremd w&auml;re, sowie wenn ein oder mehrere Teile die Hauptleistung bilden, andere Teile dagegen als eine oder mehrere Nebenleistungen anzusehen sind, die das steuerrechtliche Schicksal der Hauptleistung teilen. Dabei ist der dominierende Bestandteil auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aus der Sicht eines Durchschnittsverbrauchers zu bestimmen (zuletzt EuGH-Urteil vom 21.&nbsp;Februar 2013 C-18\/12, Stadt Zamberk\/Senftenberg, Deutsches Steuerrecht 2013, 407). Diese Gesamtbetrachtung ist im Wesentlichen das Ergebnis einer tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung durch das FG, die den BFH grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindet (z.B. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;63\/09, BFHE 233, 64, BStBl II 2011, 461, m.w.N.). Das FG hat vorliegend aber &#8211;nach seiner Rechtsauffassung folgerichtig&#8211; den Sachverhalt nicht im Hinblick auf die Frage gew&uuml;rdigt, ob die Einr&auml;umung eines Nutzungsrechts und die Bestellung der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit f&uuml;r die Gemeinde A. nur Nebenleistungen zu der Grundst&uuml;ckslieferung an die X waren. Da das FG aber die hierf&uuml;r erforderlichen Feststellungen getroffen hat, kann der Senat diese W&uuml;rdigung selbst vornehmen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2007 III&nbsp;R&nbsp;89\/06, BFH\/NV 2008, 351).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies f&uuml;hrt im Streitfall zur Annahme selbst&auml;ndiger Leistungen. Die Nutzungs&uuml;berlassung und die Einr&auml;umung einer beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit verfolgten einen gegen&uuml;ber der Grundst&uuml;ckslieferung eigenst&auml;ndigen Zweck. W&auml;hrend der Grundst&uuml;ckserwerb durch die X der Errichtung eines Gewerbegebietes diente, wollte die Gemeinde A. durch den Bezug des Nutzungsrechts und den Erwerb der beschr&auml;nkt pers&ouml;nlichen Dienstbarkeit die ihr nach dem NdsNSchG obliegenden raumordnungsrechtlichen Auflagen und Vorgaben erf&uuml;llen. Die einzige Verkn&uuml;pfung zwischen dem Grundst&uuml;ckserwerb durch die X und der Nutzungs&uuml;berlassung und Einr&auml;umung einer Dienstbarkeit an bzw. f&uuml;r die Gemeinde besteht in einer &uuml;bergeordneten wirtschaftlichen Gesamtzielsetzung mit dem Inhalt, Grundst&uuml;cke zur Errichtung eines Gewerbeparks zu erwerben bzw. erwerben zu lassen und die damit erforderlich werdenden naturschutzrechtlichen Verpflichtungen zu erf&uuml;llen. Das reicht f&uuml;r die Annahme einer einheitlichen Leistung nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Da die Revision aus den zu II.1. bis 4. genannten Gr&uuml;nden Erfolg hat, kommt es auf das Vorliegen des vom FA ebenfalls ger&uuml;gten Verfahrensversto&szlig;es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2013, V R 10\/12 Keine Vermietung oder Verpachtung bei dauerhafter &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks als Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Land- und Forstwirt. Er versteuerte seine landwirtschaftlichen Ums&auml;tze bis zur Verpachtung des Betriebes ab 1.&nbsp;Juli 2003 pauschal gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG). Mit Vertrag vom 24.&nbsp;Oktober &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-10-12-keine-vermietung-oder-verpachtung-bei-dauerhafter-ueberlassung-eines-grundstuecks-als-gruenausgleichsflaeche\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;10\/12 &#8211; Keine Vermietung oder Verpachtung bei dauerhafter &Uuml;berlassung eines Grundst&uuml;cks als Gr&uuml;nausgleichsfl&auml;che<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-55767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55767\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}