{"id":55777,"date":"2013-08-07T16:33:59","date_gmt":"2013-08-07T14:33:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55777"},"modified":"2013-08-07T16:33:59","modified_gmt":"2013-08-07T14:33:59","slug":"viii-b-186-11-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-kosten-fuer-begleitperson-als-agb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-186-11-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-kosten-fuer-begleitperson-als-agb\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;186\/11 &#8211; NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Kosten f&uuml;r Begleitperson als agB"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2013, VIII B 186\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Kosten f&uuml;r Begleitperson als agB<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Es handelt sich weder um eine Rechtssache von grunds&auml;tzlicher Bedeutung noch ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich; ebenso wenig beruht die angefochtene Entscheidung auf einem Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) aufgeworfene Rechtsfrage<\/p>\n<p>&quot;Ist die Anerkennung von au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen durch die Kosten f&uuml;r Kuraufenthalte und medizinisch notwendige Reisen sowie die Kosten einer daf&uuml;r erforderlichen Begleitperson auch im Rahmen einer dauerhaften, &uuml;ber viele Jahre bestehenden Erkrankung zwingend von der Darlegung und dem Nachweis der Notwendigkeit jeder einzelnen Ma&szlig;nahme bzw. Reise abh&auml;ngig, auch wenn dies bereits mehrfach in fr&uuml;heren Jahren nachgewiesen war?&quot;<\/p>\n<p>hat bereits mangels Entscheidungserheblichkeit keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Da es nicht Aufgabe des Revisionsgerichts ist, Rechtsfragen abstrakt zu kl&auml;ren, setzt der Revisionszulassungsgrund der &quot;grunds&auml;tzlichen Bedeutung&quot; einer Rechtsfrage voraus, dass die zu kl&auml;rende Rechtsfrage f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls rechtserheblich ist (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;30, m.w.N.). Im hier zu entscheidenden Fall hat der Kl&auml;ger keine vollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rung abgegeben und trotz Hinweises des Finanzgerichts (FG), aus den bisher vorgelegten Unterlagen sei &#8211;nicht zuletzt wegen fehlender Bezifferung&#8211; nicht konkret ersichtlich, worin das eigentliche Klageziel bestehe und trotz Fristsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 FGO vom 5.&nbsp;August 2011 auch die als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend gemachten Kosten f&uuml;r eine Begleitperson nicht hinreichend spezifiziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Aus den vorstehend genannten Gr&uuml;nden ist auch eine Entscheidung des BFH zur Rechtsfortbildung oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nicht erforderlich und zwar unabh&auml;ngig davon, dass dem angefochtenen Urteil der Vorinstanz die in der Beschwerdeschrift angef&uuml;hrten abstrakten Rechtss&auml;tze in der behaupteten Form nicht zu entnehmen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die vom Kl&auml;ger ger&uuml;gten Verfahrensm&auml;ngel liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH ist ein FG zwar grunds&auml;tzlich verpflichtet, einen anberaumten Verhandlungstermin zu verlegen, wenn hierf&uuml;r erhebliche Gr&uuml;nde i.S. des &sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung i.V.m. &sect;&nbsp;155 FGO vorliegen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;November 2001 V&nbsp;B&nbsp;224\/00, BFH\/NV 2002, 520; vom 1.&nbsp;Februar 2002 II&nbsp;B&nbsp;38\/01, BFH\/NV 2002, 938; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2003 I&nbsp;B&nbsp;122\/02, BFH\/NV 2003, 1584). Ein solcher Grund kann u.a. darin liegen, dass ein Beteiligter oder sein Prozessbevollm&auml;chtigter unerwartet erkrankt ist (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2002, 520, 521, m.w.N.). Jedoch ist nicht jegliche Erkrankung ein ausreichender Grund f&uuml;r eine Terminsverlegung; eine solche ist vielmehr nur dann geboten, wenn die Erkrankung so schwer ist, dass die Wahrnehmung des Termins nicht erwartet werden kann (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;April 2002 IX&nbsp;B&nbsp;151\/00, BFH\/NV 2002, 1047, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob im Einzelfall eine Terminsverlegung gerechtfertigt ist, muss das FG anhand der ihm bekannten Umst&auml;nde beurteilen. Dazu muss es in der Lage sein, sich &uuml;ber das Vorliegen eines Verlegungsgrundes ein eigenes Urteil zu bilden. Die Voraussetzungen hierf&uuml;r zu schaffen ist Aufgabe desjenigen, der die Verlegung beantragt (BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;August 2002 V&nbsp;B&nbsp;71\/01, BFH\/NV 2003, 178, m.w.N.); das gilt jedenfalls dann, wenn der Antrag &#8211;wie hier&#8211; erst kurz vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellt wird. Deshalb muss, wenn in dieser Situation der Antrag auf Terminsverlegung mit einer pl&ouml;tzlichen Erkrankung begr&uuml;ndet wird, der ordnungsgem&auml;&szlig; geladene Antragsteller dem Gericht regelm&auml;&szlig;ig n&auml;here Angaben zu Art und Schwere der Krankheit machen. Bei Vorlage eines &auml;rztlichen Attestes muss dieses entweder die Verhandlungsunf&auml;higkeit bescheinigen oder eine so genaue Schilderung enthalten, dass das FG selbst beurteilen kann, ob die Erkrankung ein Erscheinen zum Termin verhindert oder nicht (BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Oktober 2002 III&nbsp;B&nbsp;167\/01, BFH\/NV 2003, 80). Fehlt es daran, so darf das FG den Verlegungsantrag regelm&auml;&szlig;ig ablehnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ergibt sich aus dem Vortrag des Kl&auml;gers nicht, dass bei Anlegung dieser Ma&szlig;st&auml;be das FG den anberaumten Verhandlungstermin h&auml;tte verlegen m&uuml;ssen. Zutreffend weist das FG darauf hin, dass der blo&szlig;e Hinweis auf eine zwei Wochen vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung beendete Kur im Ausland nicht hinreichend ist. Soweit es um die Vertretung des Kl&auml;gers durch den Steuerberater X geht, so hat dieser ein Vertretungsverh&auml;ltnis mit dem Kl&auml;ger bestritten. Ob dieser wegen eigener gesundheitlicher Probleme f&uuml;r den Kl&auml;ger auftreten konnte oder nicht, war daher nicht entscheidungsrelevant.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unbegr&uuml;ndet ist auch die R&uuml;ge, das Gericht habe den Prozessstoff nicht vollst&auml;ndig und einwandfrei gew&uuml;rdigt. Das Gericht hat in den Entscheidungsgr&uuml;nden deutlich darauf hingewiesen, dass eine punktuelle Geltendmachung von Aufwendungen nicht statthaft ist, der Kl&auml;ger keine vollst&auml;ndige Steuererkl&auml;rung eingereicht hat und bei seinen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Werbungskosten nur zum Teil belegt hat. Demgem&auml;&szlig; hat sich das FG der Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen seitens des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt) angeschlossen mit dem Hinweis, eine Verb&ouml;serung zu Lasten des Kl&auml;gers komme nicht in Betracht. Aus revisionsrechtlicher Sicht ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einer weiteren Begr&uuml;ndung bedarf die Entscheidung nicht (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2, 2.&nbsp;Halbsatz FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2013, VIII B 186\/11 NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Kosten f&uuml;r Begleitperson als agB Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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