{"id":55779,"date":"2013-08-07T16:34:01","date_gmt":"2013-08-07T14:34:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55779"},"modified":"2013-08-07T16:34:01","modified_gmt":"2013-08-07T14:34:01","slug":"ii-r-44-11-bezugsfertigkeit-eines-zur-vermietung-vorgesehenen-buerogebaeudes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-44-11-bezugsfertigkeit-eines-zur-vermietung-vorgesehenen-buerogebaeudes\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;44\/11 &#8211; Bezugsfertigkeit eines zur Vermietung vorgesehenen B&uuml;rogeb&auml;udes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2013, II R 44\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Bezugsfertigkeit eines zur Vermietung vorgesehenen B&uuml;rogeb&auml;udes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Eigent&uuml;merin eines Grundst&uuml;cks, das sie im Wege der Sacheinlage erlangt hat. Im Jahr 2000 wurden alle auf dem Grundst&uuml;ck befindlichen Geb&auml;ude und Au&szlig;enanlagen abgerissen und ein neues Verkaufsgeb&auml;ude f&uuml;r Pkw (Autocenter) mit Werkstattgeb&auml;ude errichtet. Dieses Geb&auml;ude enthielt gem&auml;&szlig; Erkl&auml;rung zur Feststellung des Einheitswerts auf den 1.&nbsp;Januar 2003 vom 29.&nbsp;Juli 2003 ein Hauptgeb&auml;ude, dessen untere Etagen f&uuml;r Pkw-Handel und Werkstatt genutzt wurden. Das dritte bis f&uuml;nfte Obergeschoss sollte der B&uuml;ronutzung dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; am 19.&nbsp;Mai 2005 einen Einheitswertbescheid auf den 1.&nbsp;Januar 2003 (Wert-, Art- und Zurechnungsfortschreibung). Das zuvor unbebaute Grundst&uuml;ck wurde als bebautes Gesch&auml;ftsgrundst&uuml;ck dem Betrieb der Kl&auml;gerin zugerechnet. Die Feststellung des Einheitswerts umfasste auch das dritte bis f&uuml;nfte Obergeschoss des Hauptgeb&auml;udes. Zum Bewertungsstichtag fehlte in diesen Etagen der Innenausbau, d.h. Heizungen und Fenster waren vorhanden, die Errichtung von Trennw&auml;nden, die Installation sanit&auml;rer Einrichtungen und die bedarfsgerechte Verlegung der Elektroleitungen sollten nach den W&uuml;nschen der zuk&uuml;nftigen Mieter zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt erfolgen. Das FA bewertete diesen Geb&auml;udeteil mit dem Raummeterpreis der Geb&auml;udeklasse 2.58 (Lagerraum).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin wandte sich gegen die Einbeziehung des nicht ausgebauten Geb&auml;udeteils mit dem Einspruch. Zur Begr&uuml;ndung trug sie vor, die R&auml;ume des dritten bis f&uuml;nften Obergeschosses seien zum Stichtag noch nicht nutzbar gewesen. Sie d&uuml;rften folglich &uuml;berhaupt nicht, auch nicht als Lagerr&auml;ume in die Bewertung einbezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte Erfolg. Nach Auffassung des Finanzgerichts (FG) befand sich der streitbefangene Geb&auml;udeteil in einem rohbau&auml;hnlichen Zustand, der ohne weitere Fertigstellungsarbeiten nicht h&auml;tte genutzt werden k&ouml;nnen. Es seien nicht nur geringf&uuml;gige Bauma&szlig;nahmen erforderlich gewesen, um die Benutzbarkeit des Geb&auml;udes herzustellen. Zu Unrecht habe das FA diesen Teil des Geb&auml;udes in die Bewertung einbezogen. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1858 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA. Seiner Ansicht nach ist ein Geb&auml;ude als bezugsfertig anzusehen, wenn den zuk&uuml;nftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden k&ouml;nne, es zu benutzen. Gesch&auml;ftsgrundst&uuml;cke w&uuml;rden fast immer in der Weise errichtet, dass den zuk&uuml;nftigen Mietern &#8211;ohne dass es bei Baubeginn bereits zu einer Mietvertragsabrede gekommen sei&#8211; die Innenausstattung nach ihren eigenen Bed&uuml;rfnissen offen gehalten werde. Daher fehlten h&auml;ufig insbesondere innere Trennw&auml;nde, die zur B&uuml;rofl&auml;cheneinteilung erforderlich seien. Zwangsl&auml;ufig seien auch Dachabh&auml;ngungen und Wandverkleidungen noch nicht eingebaut, da diese vom Aufstellen der inneren Trennw&auml;nde abh&auml;ngig seien. Gleichwohl sei ein solches Geb&auml;ude als fertig gestellt zu beurteilen. Denn aus Sicht der Gesch&auml;ftsmieter handele es sich bei der Innenausgestaltung um geringf&uuml;gige Bauma&szlig;nahmen, die am gewerblichen Vermietungsmarkt als &uuml;blich anerkannt w&uuml;rden und der Benutzbarkeit nicht entgegenst&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, der streitbefangene Geb&auml;udeteil sei nicht zu bewerten, denn das Geb&auml;ude war zum Bewertungsstichtag 1.&nbsp;Januar 2003 insgesamt bereits bezugsfertig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. In dem Bescheid &uuml;ber die Feststellung des Einheitswerts sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a des Bewertungsgesetzes in der f&uuml;r den streitigen Stichtag ma&szlig;gebenden Fassung (BewG) auch Feststellungen dar&uuml;ber zu treffen, ob es sich bei dem Grundst&uuml;ck um ein unbebautes Grundst&uuml;ck (&sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 BewG) oder bebautes Grundst&uuml;ck (&sect;&nbsp;74 BewG) handelt. Unbebaute Grundst&uuml;cke sind Grundst&uuml;cke, auf denen sich kein benutzbares Geb&auml;ude befindet (&sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BewG). Die Benutzbarkeit beginnt mit der Bezugsfertigkeit (&sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Geb&auml;ude sind als bezugsfertig anzusehen, wenn den zuk&uuml;nftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden kann, sie zu benutzen; die Abnahme durch die Bauaufsichtsbeh&ouml;rde ist nicht entscheidend (&sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 BewG). Die Frage der Bezugsfertigkeit ist nach objektiven Kriterien unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung zu entscheiden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Juli 1980 III&nbsp;R&nbsp;46\/78, BFHE 132, 99, BStBl II 1981, 152; vom 2.&nbsp;August 1989 II&nbsp;R&nbsp;148\/86, BFH\/NV 1990, 523, und vom 18.&nbsp;April 2012 II&nbsp;R&nbsp;58\/10, BFHE 237, 165, BStBl II 2012, 874). Ein Geb&auml;ude ist bezugsfertig, wenn die wesentlichen Bauarbeiten ausgef&uuml;hrt sind und nur noch unwesentliche Restarbeiten verbleiben (BFH-Urteile in BFHE 132, 99, BStBl II 1981, 152, und vom 29.&nbsp;April 1987 II&nbsp;R&nbsp;262\/83, BFHE 150, 67, BStBl II 1987, 594; BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Dezember 1997 X&nbsp;B&nbsp;213\/96, BFH\/NV 1998, 698). Die Bezugsfertigkeit setzt grunds&auml;tzlich voraus, dass Fenster und T&uuml;ren eingebaut, Anschl&uuml;sse f&uuml;r Strom- und Wasserversorgung, Heizung sowie sanit&auml;re Einrichtungen vorhanden sind (vgl. BFH-Urteile in BFHE 132, 99, BStBl II 1981, 152, und in BFHE 150, 67, BStBl II 1987, 594, betreffend Wohngeb&auml;ude). Bei einem betrieblich genutzten Geb&auml;ude ist von einer Bezugsfertigkeit auszugehen, wenn das Geb&auml;ude in seinen wesentlichen Bereichen bestimmungsgem&auml;&szlig; f&uuml;r den vorgesehenen Betrieb nutzbar ist (vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 1988 III&nbsp;R&nbsp;186\/83, BFHE 155, 450, BStBl II 1989, 203).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein neu errichtetes B&uuml;ro- und Gesch&auml;ftsgeb&auml;ude, das nach seiner Funktion der Vermietung einzelner, entsprechend den individuellen Bed&uuml;rfnissen der Mieter gestalteter R&auml;umlichkeiten dienen soll, ist bezugsfertig i.S. von &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 BewG, wenn es potentiellen Mietern m&ouml;glich ist, die B&uuml;ro- oder Gesch&auml;ftsr&auml;ume zu nutzen. Dies setzt neben der Fertigstellung der f&uuml;r das Geb&auml;ude wesentlichen Bestandteile (z.B. Au&szlig;enw&auml;nde, Fenster, tragende Innenw&auml;nde, Estrichb&ouml;den, Dach, Treppenhaus) voraus, dass zumindest ein Teil des Geb&auml;udes benutzbar ist. Eine Benutzbarkeit liegt vor, wenn die B&uuml;ro- oder Gesch&auml;ftseinheit durch W&auml;nde bzw. eingebaute T&uuml;ren gegen&uuml;ber dem noch nicht vermieteten Bereich abgegrenzt ist, die Innenw&auml;nde eingebaut und Heizung, Sanit&auml;reinrichtungen sowie alle notwendigen Grundleitungen f&uuml;r Wasser, Strom, Be- und Entl&uuml;ftung, Kommunikationsanlagen usw. installiert sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r die Benutzbarkeit ist nicht erforderlich, dass in einem neu errichteten, zur Vermietung vorgesehenen B&uuml;ro- und Gesch&auml;ftsgeb&auml;ude bereits alle R&auml;umlichkeiten mietergerecht ausgebaut und benutzbar sind (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;August 1989 X&nbsp;R&nbsp;77\/87, BFHE 158, 51, BStBl II 1991, 132, betreffend Absetzung f&uuml;r Abnutzung nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes f&uuml;r ein Wohn- und Gesch&auml;ftshaus, und in BFHE 237, 165, BStBl II 2012, 874 zur Alterswertminderung i.S. des &sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BewG). Ein B&uuml;ro- und Gesch&auml;ftsgeb&auml;ude, bei dem der Innenausbau der jeweiligen B&uuml;roeinheiten wegen der Anpassung an die W&uuml;nsche der zuk&uuml;nftigen Mieter zur&uuml;ckgestellt wird, gilt nach der Verkehrsanschauung als bezugsfertig und wird am Markt &uuml;blicherweise bereits in diesem Zustand zur Vermietung angeboten. Ist in einem solcherma&szlig;en fertig gestellten und f&uuml;r den Innenausbau vorbereiteten Geb&auml;ude zumindest ein Teil benutzbar, steht damit zugleich fest, dass auch das Geb&auml;ude insgesamt als solches genutzt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Senat folgt damit seiner Entscheidung zum Beginn der Alterswertminderung bei zur Vermietung vorgesehenen B&uuml;rogeb&auml;uden (BFH-Urteil in BFHE 237, 165, BStBl II 2012, 874). Er weicht nicht von dem BFH-Urteil in BFHE 155, 450, BStBl II 1989, 203 ab. Danach reichte zwar f&uuml;r die Gew&auml;hrung der sog. Konjunkturzulage nach &sect;&nbsp;4b des Investitionszulagengesetzes 1975 die Fertigstellung nur eines Teils des Geb&auml;udes nicht aus. In der Entscheidung blieb aber ausdr&uuml;cklich offen, ob bewertungsrechtlich ein bezugsfertiges Geb&auml;ude vorlag (BFH-Urteil in BFHE 155, 450, BStBl II 1989, 203, unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ausgehend von diesen Ausf&uuml;hrungen hat das FG im Streitfall zu Unrecht angenommen, die dritte bis f&uuml;nfte Etage des Geb&auml;udes seien am Bewertungsstichtag nicht bezugsfertig gewesen. Die Entscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist spruchreif. Nach den nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG wurde ein Teil des Geb&auml;udes, n&auml;mlich das Erdgeschoss sowie das erste und zweite Obergeschoss, zum Bewertungsstichtag bereits genutzt. Die dritte bis f&uuml;nfte Etage waren bis auf den Innenausbau fertig gestellt. Fenster, Heizk&ouml;rper, Estrichboden, Treppenh&auml;user und Aufzugsanlagen waren bereits vorhanden. Flurw&auml;nde, T&uuml;ren, B&uuml;rotrennw&auml;nde mussten noch errichtet, Malerarbeiten durchgef&uuml;hrt und Bodenbel&auml;ge verlegt werden. Letzteres steht einer Bezugsfertigkeit und damit einer Benutzbarkeit f&uuml;r B&uuml;rozwecke nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2013, II R 44\/11 Bezugsfertigkeit eines zur Vermietung vorgesehenen B&uuml;rogeb&auml;udes Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Eigent&uuml;merin eines Grundst&uuml;cks, das sie im Wege der Sacheinlage erlangt hat. 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