{"id":55784,"date":"2013-08-07T16:33:52","date_gmt":"2013-08-07T14:33:52","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55784"},"modified":"2013-08-07T16:33:52","modified_gmt":"2013-08-07T14:33:52","slug":"iv-r-6-10-ermittlung-des-klagebegehrens-wirtschaftliches-ergebnis-eines-unwirksamen-rechtsgeschaefts-wirksame-prozessvollmacht-der-beigeladenen-auch-bei-verstoss-gegen-das-verbot-der-wahrnehmung-wider","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-6-10-ermittlung-des-klagebegehrens-wirtschaftliches-ergebnis-eines-unwirksamen-rechtsgeschaefts-wirksame-prozessvollmacht-der-beigeladenen-auch-bei-verstoss-gegen-das-verbot-der-wahrnehmung-wider\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;6\/10 &#8211; Ermittlung des Klagebegehrens; wirtschaftliches Ergebnis eines unwirksamen Rechtsgesch&auml;fts; wirksame Prozessvollmacht der Beigeladenen auch bei Versto&szlig; gegen das Verbot der Wahrnehmung widerstreitender Interessen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.5.2013, IV R 6\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Ermittlung des Klagebegehrens; wirtschaftliches Ergebnis eines unwirksamen Rechtsgesch&auml;fts; wirksame Prozessvollmacht der Beigeladenen auch bei Versto&szlig; gegen das Verbot der Wahrnehmung widerstreitender Interessen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war Kommanditistin der Grundst&uuml;cksgesellschaft X-GmbH &#038; Co. KG (Beigeladene zu 1.; im Folgenden: KG). Komplement&auml;rin der KG ist die Grundst&uuml;cksgesellschaft X-GmbH (Beigeladene zu 2.). Die KG war durch Umwandlung der Grundst&uuml;cksgemeinschaft X-GbR entstanden, deren Gesellschafter die Kl&auml;gerin und ihr Bruder Z (Beigeladener zu 3.; im Folgenden: Bruder) waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2000 verkaufte die Kl&auml;gerin ihre KG-Beteiligung an den Bruder und dessen Kinder (Beigeladene zu&nbsp;4. und 5.) f&uuml;r 4&nbsp;Mio.&nbsp;DM. Seither wird die Kl&auml;gerin &#8211;auch zivilrechtlich&#8211; nicht mehr als Gesellschafterin der KG behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einige Zeit nach Abschluss des Kauf- und Abtretungsvertrags machte die Kl&auml;gerin Einwendungen gegen dessen Wirksamkeit geltend, die sie insbesondere mit einer nach ihrer Ansicht unangemessenen H&ouml;he des Kaufpreises f&uuml;r den KG-Anteil begr&uuml;ndete. Eine zivilrechtliche Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags hat sie allerdings nicht erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schrifts&auml;tzen vom 3.&nbsp;April 2007 wies die Kl&auml;gerin den Beklagten und Revisionsbeklagten (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wegen der Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2001 bis 2006 (Streitjahre) darauf hin, dass sie den Kauf- und Abtretungsvertrag f&uuml;r unwirksam halte. Des Weiteren beantragte sie &quot;als Gesellschafterin und Komplement&auml;rin&quot; der KG &quot;den Erlass eines Bescheides f&uuml;r 2001 (bzw. 2002 bis 2006) &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 23.&nbsp;April 2007 lehnte das FA den &quot;Antrag auf Zustellung der Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen &#8230; f&uuml;r die Kalenderjahre 2001 bis 2006&quot; ab. Den dagegen erhobenen Einspruch wies das FA am 19.&nbsp;Juli 2007 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, da die Kl&auml;gerin als an der Feststellung nicht beteiligte Person weder Anspruch auf Erlass noch auf Zustellung der Feststellungsbescheide habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im darauf folgenden Klageverfahren beantragte die Kl&auml;gerin ausweislich des Protokolls &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 26.&nbsp;Juni 2008 und des Tatbestandes des angefochtenen Urteils, &quot;unter Aufhebung des negativen Feststellungsbescheides vom 23.&nbsp;April 2007 in Form der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Juli 2007 den Beklagten zu verpflichten, die Kl&auml;gerin &#8211;&nbsp;auch nach Abschluss des Vertrages vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2000&nbsp;&#8211; in den einheitlichen und gesonderten Einkunftsfeststellungen der Grundst&uuml;cksgemeinschaft X-GbR f&uuml;r 2001 bis 2006 nach wie vor als Gesellschafterin (Mitunternehmerin) zu ber&uuml;cksichtigen&quot;. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1802 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin, die sie mit Verfahrensm&auml;ngeln und einer unzutreffenden W&uuml;rdigung des materiell-rechtlichen Gehalts der Klage begr&uuml;ndet hat. Au&szlig;erdem hat sie Einwendungen dagegen erhoben, dass ihr das FG die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen auferlegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil sowie den Bescheid vom 23.&nbsp;April 2007 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Juli 2007 aufzuheben und das FA zu verpflichten, f&uuml;r das Jahr 2001 einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die KG zu erlassen, in dem sie ohne Ber&uuml;cksichtigung des Kauf- und Abtretungsvertrags vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2000 als Mitunternehmerin ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA und die Beigeladenen sind der Revision entgegengetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Beigeladenen beantragen, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, das FA und die Beigeladenen haben mitgeteilt, dass sie mit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung einverstanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist nicht begr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Entscheidung des FG, dass die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf Ber&uuml;cksichtigung bei den gesonderten und einheitlichen Feststellungen der KG f&uuml;r die Streitjahre hat, ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht hat das FG auch die Jahre 2002 bis 2006 in die Entscheidung einbezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO darf das Gericht &uuml;ber das Klagebegehren nicht hinausgehen, ist aber an die Fassung der Antr&auml;ge nicht gebunden. Beachtet es diese Vorschrift nicht, verst&ouml;&szlig;t es gegen die Grundordnung des Verfahrens (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;R&nbsp;1\/07, BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335, unter II.3.a, m.w.N.). Dabei ist &#8211;wie sich der Vorschrift entnehmen l&auml;sst&#8211; zwischen Klagebegehren und Klageantrag zu unterscheiden. Das Gericht hat das wirkliche Klagebegehren anhand des gesamten Parteivorbringens einschlie&szlig;lich des Klageantrags zu ermitteln (vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;181, m.w.N.). Weicht der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Klageantrag von einem zuvor schrifts&auml;tzlich formulierten Klageantrag ab, kommt es auf den in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Antrag an (BFH-Urteil in BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335, unter Hinweis auf Lange in HHSp, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;182, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach ist es nicht zu beanstanden, dass das FG davon ausgegangen ist, die Kl&auml;gerin habe eine Entscheidung &uuml;ber ihre Einbeziehung in die die KG betreffenden gesonderten und einheitlichen Feststellungen f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2006 begehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin hat w&auml;hrend des gesamten Verfahrens &#8211;einschlie&szlig;lich des vorliegenden Revisionsverfahrens&#8211; geltend gemacht, sie sei bei den gesonderten und einheitlichen Feststellungen f&uuml;r die KG weiterhin zu ber&uuml;cksichtigen, weil der Verkauf ihres KG-Anteils unwirksam sei. Ihr Antrag an das FA, der Ausgangspunkt f&uuml;r das vorliegende Verfahren ist, war zwar m&ouml;glicherweise nicht eindeutig formuliert; ausdr&uuml;cklich waren darin jedoch auch die Jahre 2002 bis 2006 aufgef&uuml;hrt. Nachdem das FA diesen Antrag auf die Jahre 2001 bis 2006 bezogen und abgelehnt und an dieser Auffassung auch in der Einspruchsentscheidung festgehalten hatte, hat die Kl&auml;gerin dagegen Klage erhoben. Eine Klager&uuml;cknahme f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2006 hat sie weder ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt, noch hat sie in anderer Form zum Ausdruck gebracht, dass sie insoweit an ihren Einwendungen nicht festhalten wollte. Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, dass das FG von einem in vollem Umfang gegen die ablehnende Entscheidung des FA gerichteten Klagebegehren ausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesem Klagebegehren entspricht der sowohl im Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung als auch im Tatbestand des angefochtenen Urteils &uuml;bereinstimmend wiedergegebene Klageantrag. Weder hat die Kl&auml;gerin insoweit eine Berichtigung des Protokolls (&sect;&nbsp;94 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;164 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;) noch eine Tatbestandsberichtigung (&sect;&nbsp;108 FGO) beantragt, obschon sie andere Einwendungen gegen das Protokoll geltend gemacht hat, so gegen die Bezeichnung ihres Vertreters in der m&uuml;ndlichen Verhandlung als &quot;Lebensgef&auml;hrte&quot;, gegen die Wiedergabe des Vornamens des Beigeladenen zu&nbsp;3. und gegen dessen Antrag (Schreiben vom 21.&nbsp;Juli 2008). Der BFH ist deshalb an die Feststellungen des FG zum Klageantrag gebunden (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Januar 2009 II&nbsp;B&nbsp;79\/08, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R480, zur Protokollberichtigung, sowie vom 5.&nbsp;Juni 2008 IX&nbsp;B&nbsp;249\/07, BFH\/NV 2008, 1512, zur Tatbestandsberichtigung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die gegen diese Feststellung gerichteten Einwendungen der Kl&auml;gerin rechtfertigen keine andere Beurteilung. Ihre Behauptung, ihr Vertreter in der m&uuml;ndlichen Verhandlung habe das Klagebegehren auf das Jahr 2001 beschr&auml;nkt, ist bereits nicht schl&uuml;ssig (s. oben unter II.1.b&nbsp;aa). Auf den im Schriftsatz vom 26.&nbsp;Juni 2008 formulierten Klageantrag kommt es dabei nicht an; ma&szlig;geblich ist der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Antrag. Soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, die Formvorschriften des &sect;&nbsp;162 ZPO seien nach dem Inhalt des Protokolls nicht eingehalten worden, trifft dies zwar zu. Das f&uuml;hrt jedoch nicht dazu, dass ihrer Behauptung entsprechend von einem eingeschr&auml;nkten Klageantrag auszugehen w&auml;re, zumal der Antrag auch im Tatbestand des angefochtenen Urteils wiedergegeben ist, gegen den die Kl&auml;gerin Einwendungen nicht innerhalb der Frist des &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;1 FGO geltend gemacht hat (s. oben unter II.1.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die R&uuml;gen weiterer Verfahrensm&auml;ngel h&auml;lt der Senat nicht f&uuml;r durchgreifend. Insoweit sieht er von einer Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat in der Sache zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf Ber&uuml;cksichtigung bei den gesonderten und einheitlichen Feststellungen der KG f&uuml;r die Streitjahre hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &Uuml;ber die Frage, ob der Kauf- und Abtretungsvertrag &uuml;ber die KG-Beteiligung der Kl&auml;gerin wirksam, anfechtbar oder nichtig war, ist nicht im vorliegenden finanzgerichtlichen Verfahren, sondern erforderlichenfalls durch die Zivilgerichte zu entscheiden. Denn f&uuml;r das vorliegend streitige Besteuerungsverfahren kommt es darauf wegen der Regelung des &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) nicht an (vgl. BFH-Urteile vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012 IV&nbsp;R&nbsp;18\/08, BFH\/NV 2012, 1095, Rz&nbsp;26; vom 10.&nbsp;August 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;44\/07, BFH\/NV 2011, 20, Rz&nbsp;21&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ist es f&uuml;r die Besteuerung unerheblich, wenn ein Rechtsgesch&auml;ft unwirksam ist oder wird, soweit und solange die Beteiligten das wirtschaftliche Ergebnis dieses Rechtsgesch&auml;fts gleichwohl eintreten und bestehen lassen. Die Regelung ist Ausdruck der wirtschaftlichen Betrachtungsweise und besagt, dass es f&uuml;r Zwecke der Besteuerung auf den tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt und nicht auf die zivilrechtliche Wirksamkeit der zugrunde liegenden Vereinbarung ankommt, solange und soweit die Beteiligten deren Vollzug nicht r&uuml;ckg&auml;ngig machen (BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1095, Rz&nbsp;28; vom 17.&nbsp;Februar 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;28\/02, BFHE 205, 426, BStBl II 2005, 46, unter II.2.b&nbsp;aa, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das wirtschaftliche Ergebnis eines zun&auml;chst nach &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO der Besteuerung zugrunde zu legenden Rechtsgesch&auml;fts, dessen Wirksamkeit zwischen den Beteiligten streitig (geworden) ist, bleibt nicht (mehr) bestehen, wenn und soweit die Unwirksamkeit des Rechtsgesch&auml;fts durch rechtskr&auml;ftiges Urteil oder durch Vergleich festgestellt und der Vollzug r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1095, Rz&nbsp;31; in BFHE 205, 426, BStBl II 2005, 46, unter II.2.; vom 18.&nbsp;Januar 1990 IV&nbsp;R&nbsp;97\/88, BFH\/NV 1991, 21, unter 1.; BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;September 1999 IV&nbsp;B&nbsp;18\/99, BFH\/NV 2000, 313, unter 1.). Die R&uuml;ckabwicklung ist ein Ereignis mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung i.S. von &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO (BFH-Urteile in BFHE\/NV 2012, 1095, Rz&nbsp;31; in BFHE 205, 426, BStBl II 2005, 46, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Diesen Grunds&auml;tzen entspricht das angefochtene Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwar ist die Wirksamkeit des Kauf- und Abtretungsvertrags &uuml;ber die KG-Anteile zwischen den Beteiligten streitig. Das wirtschaftliche Ergebnis dieses Vertrags ist nach den Feststellungen des FG jedoch tats&auml;chlich eingetreten; die Kl&auml;gerin hat das vertraglich vereinbarte Entgelt erhalten und wird nicht mehr als Gesellschafterin der KG behandelt. Die in diesem Punkt gegen das angefochtene Urteil erhobenen Einwendungen der Kl&auml;gerin betreffen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Vereinbarung, nicht die Feststellungen zu ihrem Vollzug; sie k&ouml;nnen deshalb zu keiner anderen Beurteilung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von der Kl&auml;gerin behauptete (zivilrechtliche) Unwirksamkeit des Kauf- und Abtretungsvertrags wurde, wie insoweit unstreitig ist, weder durch Gerichtsurteil noch durch Vergleich festgestellt. Unerheblich ist, dass die Kl&auml;gerin zahlreiche Klagen erhoben hat, mit denen sie inzidenter die Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags erreichen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Kauf- und Abtretungsvertrag wurde auch nicht r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Weder hat die Kl&auml;gerin das erhaltene Entgelt zur&uuml;ckgezahlt, noch wird sie wieder als Kommanditistin behandelt. Dass die Kl&auml;gerin ihrerseits den Vertrag f&uuml;r nichtig h&auml;lt und zus&auml;tzlich die Anfechtung sowie den R&uuml;cktritt erkl&auml;rt hat, gen&uuml;gt nicht. Ebenso wenig kommt es darauf an, aus welchen Gr&uuml;nden sie nicht in der Lage ist, eine R&uuml;ckabwicklung durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Umstand, dass die Kl&auml;gerin und der Beigeladene zu&nbsp;3. als Geschwister nahe Angeh&ouml;rige sind, &auml;ndert an dieser Beurteilung nichts. Denn sie verfolgen, wie das FG festgestellt hat und (auch) im vorliegenden Rechtsstreit offensichtlich ist, bez&uuml;glich der (Un-)Wirksamkeit und der R&uuml;ckabwicklung des Vertrags gegens&auml;tzliche Interessen. Die Kl&auml;gerin und ihr Bruder verhalten sich dabei nicht wie nahe Angeh&ouml;rige, sondern treten sich wie fremde Dritte gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch die Kostenentscheidung im angefochtenen Urteil ist nicht zu beanstanden. Das gilt auch, soweit sich die im Klageverfahren unterlegene Kl&auml;gerin dagegen wendet, dass ihr das FG die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO auferlegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Entscheidung &uuml;ber die Erstattung der au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen ist Teil der gerichtlichen Kostenentscheidung (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;November 1987 VIII&nbsp;R&nbsp;346\/83, BFHE 152, 5, BStBl II 1988, 287, unter I.1., m.w.N.). Insoweit steht der &Uuml;berpr&uuml;fung der angefochtenen Entscheidung &sect;&nbsp;145 FGO nicht entgegen, da die Kl&auml;gerin das angefochtene Urteil mit ihrer Revision (auch) in der Hauptsache angegriffen hat (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Mai 1979 VIII&nbsp;R&nbsp;218\/78, BFHE 128, 314, BStBl II 1979, 741, unter I.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Beigeladenen haben das erstinstanzliche Verfahren durch Ausf&uuml;hrungen zur Sache und einen eigenen Sachantrag gef&ouml;rdert, wie das FG festgestellt hat und durch die vorliegenden Akten best&auml;tigt wird. Unerheblich ist das Vorbringen der Kl&auml;gerin, der Vertreter der Beigeladenen habe in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rt, er stelle keinen eigenen Antrag, sondern schlie&szlig;e sich dem Antrag des FA an. Weder entspricht diese Behauptung den Angaben im Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung und im angefochtenen Urteil (s. dazu oben unter II.1.b&nbsp;bb), noch l&auml;sst sich daraus entnehmen, dass die Beigeladenen auf einen Sachantrag verzichtet haben bzw. darauf verzichten wollten, noch hat die Kl&auml;gerin, die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung weder selbst anwesend noch durch ihre jetzige Prozessbevollm&auml;chtigte vertreten war, dargelegt, worauf sie ihre Behauptung st&uuml;tzt. Die Entscheidung des FG, die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen der unterlegenen Kl&auml;gerin aufzuerlegen, entsprach bei dieser Sach- und Verfahrenslage der Billigkeit (u.a. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;10\/92, BFHE 184, 212, BStBl II 1998, 63, unter II.C.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Einwendungen der Kl&auml;gerin gegen die Wirksamkeit der den Prozessbevollm&auml;chtigten der Beigeladenen erteilten Vollmacht greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Unsch&auml;dlich ist, dass die Prozessbevollm&auml;chtigten im erstinstanzlichen Verfahren die Bevollm&auml;chtigung durch die Beigeladenen zu&nbsp;4. und 5. nicht bereits durch schriftliche Vollmacht nachgewiesen haben. Zum einen konnte das FG darauf verzichten, einen derartigen Mangel von Amts wegen zu ber&uuml;cksichtigen, da die Beigeladenen in der m&uuml;ndlichen Verhandlung durch einen Rechtsanwalt vertreten wurden (&sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;6 FGO in der damals ma&szlig;geblichen Fassung, jetzt &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;4 FGO), zum anderen wurde die zun&auml;chst wegen der K&uuml;rze der Zeit unterbliebene Vorlage im vorliegenden Verfahren nachgeholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unbeachtlich sind des Weiteren die mit einem behaupteten Interessenkonflikt der Bevollm&auml;chtigten der Beigeladenen begr&uuml;ndeten Einwendungen gegen die Wirksamkeit ihrer Bevollm&auml;chtigung. Denn selbst wenn die Prozessbevollm&auml;chtigten der Beigeladenen, wie die Kl&auml;gerin behauptet, entgegen der Auffassung sowohl des FG als auch der Beigeladenen selbst gegen das Verbot der Wahrnehmung widerstreitender Interessen (&sect;&nbsp;43a Abs.&nbsp;4 der Bundesrechtsanwaltsordnung) versto&szlig;en h&auml;tten, und wenn dar&uuml;ber hinaus ein solcher Versto&szlig; nach &sect;&nbsp;134 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs zur Unwirksamkeit des Anwaltsvertrags f&uuml;hren w&uuml;rde, ber&uuml;hrt das nicht die Wirksamkeit der erteilten Prozessvollmacht und der namens der Vollmachtgeber &#8211;hier der Beigeladenen&#8211; vorgenommenen Prozesshandlungen (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 14.&nbsp;Mai 2009 IX&nbsp;ZR&nbsp;60\/08, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungsreport Zivilrecht 2010, 67).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO erstattungsf&auml;hig. Denn sie haben das Verfahren schrifts&auml;tzlich gef&ouml;rdert und durch einen eigenen Sachantrag ein Kostenrisiko getragen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 184, 212, BStBl II 1998, 63, unter II.C.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.5.2013, IV R 6\/10 Ermittlung des Klagebegehrens; wirtschaftliches Ergebnis eines unwirksamen Rechtsgesch&auml;fts; wirksame Prozessvollmacht der Beigeladenen auch bei Versto&szlig; gegen das Verbot der Wahrnehmung widerstreitender Interessen Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war Kommanditistin der Grundst&uuml;cksgesellschaft X-GmbH &#038; Co. KG (Beigeladene zu 1.; im Folgenden: KG). 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