{"id":55785,"date":"2013-08-07T16:33:49","date_gmt":"2013-08-07T14:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55785"},"modified":"2013-08-07T16:33:49","modified_gmt":"2013-08-07T14:33:49","slug":"viii-b-162-12-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-investitionsabzugsbetrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-162-12-nzb-grundsaetzliche-bedeutung-investitionsabzugsbetrag\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;162\/12 &#8211; NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Investitionsabzugsbetrag"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.5.2013, VIII B 162\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Investitionsabzugsbetrag<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist weder aus Gr&uuml;nden der Fortbildung des Rechts noch zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts ist vornehmlich in F&auml;llen erforderlich, in denen &uuml;ber bisher ungekl&auml;rte Rechtsfragen zu entscheiden ist, so beispielsweise, wenn der Einzelfall Veranlassung gibt, Grunds&auml;tze f&uuml;r die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen oder des Verfahrensrechts aufzustellen oder Gesetzesl&uuml;cken rechtssch&ouml;pferisch auszuf&uuml;llen (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;August 2001 XI&nbsp;B&nbsp;57\/01, BFH\/NV 2002, 51), oder wenn gegen eine bestehende h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung gewichtige Argumente vorgetragen werden, die der BFH noch nicht erwogen hat (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;41, m.w.N.). Die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung ist geboten, wenn das Finanzgericht (FG) seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt hat, der mit der Rechtsprechung des Revisionsgerichts nicht &uuml;bereinstimmt, oder wenn der BFH in einem Fall, dessen Sachverhalt mit demjenigen des Streitfalls vergleichbar ist, eine andere Entscheidung getroffen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Voraussetzungen sind indes nicht gegeben. Es ist h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt, dass im zeitlichen Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;7g des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.&nbsp;August 2007 (BGBl I 2007, 1912) der Nachweis der Investitionsabsicht auch bei noch in Gr&uuml;ndung befindlichen Betrieben nicht zwingend eine verbindliche Bestellung des anzuschaffenden Wirtschaftsguts noch im Wirtschaftsjahr der Geltendmachung des Investitionsabzugsbetrags erfordert. Gekl&auml;rt ist auch, dass die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds&auml;tze &uuml;ber den Finanzierungszusammenhang der Gew&auml;hrung eines Investitionsabzugsbetrags auch dann nicht entgegenstehen, wenn der Steuerpflichtige ihn nicht bereits in der urspr&uuml;nglichen Steuererkl&auml;rung, sondern erst in einem Nachtrag zur Steuererkl&auml;rung geltend macht (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Juni 2012 X&nbsp;R&nbsp;42\/11, BFHE 237, 377). Der BFH hat auch entschieden, dass das Wahlrecht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7g EStG noch nach Einlegung des Einspruchs ausge&uuml;bt werden kann und dass in F&auml;llen, in denen der Steuerpflichtige ein Wirtschaftsgut anschafft, bevor er daf&uuml;r mit seiner Steuererkl&auml;rung oder mit einem nachfolgenden Einspruch einen Investitionsabzugsbetrag geltend macht, es nicht erforderlich ist, dass er im Zeitpunkt der Anschaffung die Absicht hatte, den Investitionsabzugsbetrag in Anspruch zu nehmen (Senatsurteil vom 17.&nbsp;Januar 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;48\/10, BFHE 236, 341).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Von diesen Grunds&auml;tzen ist das FG bei seiner Entscheidung nicht abgewichen. Das FG geht davon aus, dass &sect;&nbsp;7g EStG auch zu Gunsten noch in Gr&uuml;ndung befindlicher Betriebe anwendbar ist. Im Einzelnen hat es seine klageabweisende Entscheidung aber vornehmlich darauf gest&uuml;tzt, die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) h&auml;tten nicht dargelegt, den Investitionsabzugsbetrag f&uuml;r eine im Jahr 2007 zumindest bereits in Gr&uuml;ndung befindliche Einzelkanzlei des Kl&auml;gers geltend gemacht zu haben. Ende 2007 habe der Kl&auml;ger noch keine konkreten Schritte zur Gr&uuml;ndung einer Einzelkanzlei unternommen, zu jenem Zeitpunkt habe auch noch keine Einzelkanzlei des Kl&auml;gers existiert. Daf&uuml;r spreche auch, dass die Einkommensteuererkl&auml;rung des Kl&auml;gers 2007 keine Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit aus einer Einzelkanzlei ausweise. Vielmehr habe der Kl&auml;ger s&auml;mtliche Eink&uuml;nfte, die er im Streitjahr 2007 aus seiner Anwaltst&auml;tigkeit erzielt habe, im Rahmen der Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r die Soziet&auml;t, deren Mitglied er damals gewesen sei, deklariert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung des FG ist nicht zu beanstanden. Denn die tatrichterliche &Uuml;berzeugungsbildung der Vorinstanz (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) ist nur insoweit revisibel, als Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfahrensordnung, gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze vorliegen (st&auml;ndige Rechtsprechung; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;30; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;87, m.w.N.). Solche Verst&ouml;&szlig;e sind jedoch im Streitfall nicht erkennbar. Aus revisionsrechtlicher Sicht ist es nicht zu beanstanden, wenn das FG aus den ihm vorliegenden Umst&auml;nden abgeleitet hat, der Kl&auml;ger h&auml;tte im Streitjahr 2007 noch keine konkreten Vorkehrungen f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer eigenen Rechtsanwaltskanzlei getroffen. Denn die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen binden den BFH als Revisionsgericht schon dann, wenn sie nur m&ouml;glich, d.h. vertretbar sind; sie m&uuml;ssen nicht zwingend sein (st&auml;ndige Rechtsprechung; vgl. z.B. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Februar 1995 IX&nbsp;R&nbsp;95\/93, BFHE 177, 95, BStBl II 1995, 462; BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Februar 2005 VI&nbsp;B&nbsp;113\/04, BFHE 209, 211, BStBl II 2005, 488).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.5.2013, VIII B 162\/12 NZB: grunds&auml;tzliche Bedeutung, Investitionsabzugsbetrag Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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