{"id":55795,"date":"2013-08-07T16:33:39","date_gmt":"2013-08-07T14:33:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=55795"},"modified":"2013-08-07T16:33:39","modified_gmt":"2013-08-07T14:33:39","slug":"i-b-53-12-abzugsfaehigkeit-von-bewirtungsaufwendungen-nach-par-4-abs-5-satz-1-nr-2-estg-revisionszulassung-wegen-einer-rechtsfrage-von-grundsaetzlicher-bedeutung-erlass-eines-grundurteils-beruecksicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-53-12-abzugsfaehigkeit-von-bewirtungsaufwendungen-nach-par-4-abs-5-satz-1-nr-2-estg-revisionszulassung-wegen-einer-rechtsfrage-von-grundsaetzlicher-bedeutung-erlass-eines-grundurteils-beruecksicht\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;53\/12 &#8211; Abzugsf&auml;higkeit von Bewirtungsaufwendungen nach &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG &#8211; Revisionszulassung wegen einer Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Erlass eines Grundurteils &#8211; Ber&uuml;cksichtigung des Inhalts der Akten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.6.2013, I B 53\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzugsf&auml;higkeit von Bewirtungsaufwendungen nach &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG &#8211; Revisionszulassung wegen einer Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Erlass eines Grundurteils &#8211; Ber&uuml;cksichtigung des Inhalts der Akten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine AG, vermittelt Versicherungen und Bankdienstleistungen an Privat- und Gesch&auml;ftskunden. Dazu hat sie als Generalvertreterin mit verschiedenen Produktpartnern (Versicherungen und Banken) Handelsvertretervertr&auml;ge abgeschlossen. F&uuml;r jedes vermittelte Finanzprodukt erh&auml;lt sie eine ausschlie&szlig;lich am Vermittlungserfolg orientierte Provision. F&uuml;r die Vermittlungsleistungen gegen&uuml;ber den Produktpartnern bedient sich die Kl&auml;gerin ihrerseits eines umfangreichen Netzes von selbst&auml;ndigen Verm&ouml;gensberatern, die als ihre Untervertreter t&auml;tig werden. Jeder einzelne Verm&ouml;gensberater hat mit der Kl&auml;gerin einen Handelsvertretervertrag abgeschlossen. Die Verm&ouml;gensberater sind verpflichtet, sich fortlaufend um die Vermittlung, der von der Kl&auml;gerin angebotenen Produkte zu bem&uuml;hen, daf&uuml;r erhalten sie eine vertraglich vereinbarte Provision, deren H&ouml;he sich nach dem jeweiligen abgeschlossenen Gesch&auml;ft und der Karrierestufe des Handelsvertreters richtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter verpflichtet sich die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber ihren Verm&ouml;gensberatern zur Erbringung bestimmter finanzieller Zusatzleistungen, wenn die vorher fixierten Leistungsvorgaben beim Aufbau der Vertriebsstruktur, der Erweiterung der Kundenbasis oder bei der Qualit&auml;t der Vermittlungsleistung erreicht werden. Erg&auml;nzend veranstaltet die Kl&auml;gerin &quot;Wettbewerbe&quot; f&uuml;r vorab bekannt gegebene Wertungszeitr&auml;ume, an denen jeder Verm&ouml;gensberater teilnimmt. Die Verm&ouml;gensberater, die die besten Leistungen erzielen, erhalten dann als zus&auml;tzliche Verg&uuml;tung die bereitgestellten Wettbewerbspreise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bietet ihren Verm&ouml;gensberatern zudem Aus- und Weiterbildung auf verschiedenen Gebieten (z.B. Produktfachwissen) an. Hierf&uuml;r hat sie an elf Standorten in der Bundesrepublik Deutschland eigene Berufsbildungszentren eingerichtet, in denen Bildungsveranstaltungen der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrt werden. Erf&uuml;llt ein Verm&ouml;gensberater die unternehmensinternen Kriterien zur Teilnahme an einer Veranstaltung, so hat er das Recht (ggf. unter Zuzahlung der jeweiligen Teilnahmegeb&uuml;hr) an der entsprechenden Veranstaltung teilzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den jeweiligen Veranstaltungen ist zwischen den Veranstaltungsarten Fachausbildung\/Weiterbildung, Schulungsreisen, Tagungen und Konferenzen, Wettbewerbsreisen und Eigenveranstaltungen der Vertriebsorganisation zu unterscheiden. Bei allen mit den Verm&ouml;gensberatern seitens der Kl&auml;gerin oder auf der Ebene der einzelnen Direktionen oder Regionen durchgef&uuml;hrten Veranstaltungen fallen hinsichtlich Art und H&ouml;he ganz unterschiedliche Verpflegungskosten an. Diese reichen von der Darreichung von Kaffee oder Kaltgetr&auml;nken in Kaffeepausen bis zur Gew&auml;hrung von Verpflegung bei mehrt&auml;gigen Veranstaltungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kosten der jeweiligen Veranstaltungsart wurden auf verschiedene Konten bei der Kl&auml;gerin verbucht. Es handelte sich dabei um Konten, die nicht lediglich Bewirtungsaufwendungen und auch nicht lediglich beschr&auml;nkt abziehbare Betriebsausgaben enthielten. Die verbuchten Rechnungen enthielten &#8211;soweit &uuml;berhaupt einzelne Positionen (z.B. Raumkosten, &Uuml;bernachtungskosten) gesondert ausgewiesen wurden&#8211; in vielen F&auml;llen Tagungspauschalen. Diese Konten wurden dann von der Kl&auml;gerin viertelj&auml;hrlich gepr&uuml;ft und ein Pauschalsatz f&uuml;r Bewirtungsaufwendungen in H&ouml;he von 22,50&nbsp;EUR pro Teilnehmer und Tag in einer als &quot;Nebenbuchhaltung&quot; bezeichneten &quot;&Uuml;bersicht VuB&quot; erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung behandelte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die geltend gemachten Bewirtungsaufwendungen als nichtabziehbare Betriebsausgaben i.S. von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) und erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Bescheide zur K&ouml;rperschaftsteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r das Streitjahr (2004). Die mit Zustimmung des FA erhobene Sprungklage blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) hat durch Zwischenurteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entschieden, dass es sich bei den streitigen Verpflegungsaufwendungen insoweit um Bewirtungsaufwendungen i.S. von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 handele, als f&uuml;r diese Aufwendungen keine Seminar- oder Teilnahmegeb&uuml;hren in Geld gezahlt worden seien. Weiter hat das FG die Bewirtungsaufwendungen wegen fehlender einzelner und getrennter Aufzeichnungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 EStG 2002 in voller H&ouml;he nicht bei der Gewinnermittlung f&uuml;r das Streitjahr ber&uuml;cksichtigt. Die Revision hat das FG nicht zugelassen (Hessisches FG, Urteil vom 25.&nbsp;Januar 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2184\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Beschwerde beantragt die Kl&auml;gerin, die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) sowie von Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen &#8211;soweit sie den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargetan worden sind&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Als Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) m&ouml;chte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst gekl&auml;rt wissen, ob &quot;eine konditionale Verkn&uuml;pfung dergestalt, dass ein Steuerpflichtiger aufgrund einer erhaltenen Leistung rechtlich verpflichtet ist, eine Verpflegungsleistung zu erbringen und\/oder eine kausale Verkn&uuml;pfung zwischen einer durch einen Steuerpflichtigen erbrachten Verpflegungsleistung und einer durch den Empf&auml;nger der Verpflegung erbrachten anderen Leistung dazu (f&uuml;hrt), dass die Verpflegung entgeltlich erfolgt und daher die Verpflegungsaufwendungen trotz der Abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 S.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG vollst&auml;ndig abgezogen werden d&uuml;rfen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die geltend gemachte grunds&auml;tzliche Bedeutung dieser Rechtsfrage tats&auml;chlich vorliegt, bedarf hier indes keiner Entscheidung. Denn die angestrebte Revision k&ouml;nnte auch dann keinen Erfolg haben, wenn die von der Kl&auml;gerin erbrachten Verpflegungsleistungen nicht als unentgeltlich erbracht anzusehen w&auml;ren: Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;2 Satz 1 EStG 2002 (hier i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes 2002) d&uuml;rfen Aufwendungen f&uuml;r die Bewirtung von Personen aus gesch&auml;ftlichem Anlass, soweit sie 70&nbsp;v.H. der Aufwendungen &uuml;bersteigen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als angemessen anzusehen und deren H&ouml;he und betriebliche Veranlassung nachgewiesen sind, den Gewinn nicht mindern. &quot;Bewirtung&quot; im Sinne dieser Regelung ist jede Darreichung von Speisen, Getr&auml;nken oder sonstigen Genussmitteln zum sofortigen Verzehr (Senatsurteil vom 3.&nbsp;Februar 1993 I&nbsp;R&nbsp;57\/92, BFH\/NV 1993, 530). Dem Wortlaut ist zun&auml;chst nicht zu entnehmen, dass es sich dabei um eine unentgeltliche Zuwendung entsprechend dem b&uuml;rgerlich-rechtlichen Begriff der Schenkung handeln muss. Dies l&auml;sst sich auch nicht aus einem R&uuml;ckgriff auf den Begriff des &quot;Geschenks&quot; in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 entnehmen. Beide Normen k&ouml;nnen sich zwar tatbestandlich &uuml;berschneiden und weisen damit eine gewisse N&auml;hebeziehung auf, sind aber tatbestandlich nicht miteinander verkn&uuml;pft. Ein anderes Begriffsverst&auml;ndnis l&auml;sst sich nicht aus dem Sinn und Zweck der Vorschrift des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 ableiten. Ausweislich der Gesetzesbegr&uuml;ndung besteht dieser haupts&auml;chlich darin, dem so genannten &quot;Spesenunwesen&quot; entgegenzuwirken (Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1202; S&ouml;hn, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;H&nbsp;10; Begr&uuml;ndung der Bundesregierung zum Entwurf des Dritten Steuerreformgesetzes, BTDrucks 7\/1470, S.&nbsp;221, 249). Unter &quot;Spesenunwesen&quot; ist dabei in Anlehnung an die Begr&uuml;ndung des Regierungsentwurfs (BTDrucks 3\/1811, S.&nbsp;8) des Gesetzes zur &Auml;nderung des Einkommensteuergesetzes, des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, des Gewerbesteuergesetzes und des Wohnungsbau-Pr&auml;miengesetzes (Steuer&auml;nderungsgesetz 1960) vom 30.&nbsp;Juli 1960 (BGBl I 1960, 616, BStBl I 1960, 514) der Umstand zu verstehen, dass &quot;die zunehmende Steigerung des Lebensstandards [&#8230;] es in den letzten Jahren mit sich gebracht [habe], da&szlig; viele Unternehmer bei ihrer betrieblichen Repr&auml;sentation einen hohen Aufwand trieben (Spesenunwesen). Im Interesse der Steuergerechtigkeit und des sozialen Friedens solle dieser Aufwand nicht l&auml;nger &uuml;ber den Abzug vom steuerpflichtigen Gewinn auf die Allgemeinheit abgew&auml;lzt werden&quot; (Senatsurteil vom 30.&nbsp;Juli 1980 I&nbsp;R&nbsp;111\/77, BFHE 131, 469, BStBl II 1981, 58). Dieser Sinn und Zweck der Regelung besteht unabh&auml;ngig von der Frage, ob die &Uuml;berlassung oder Verschaffung von Speisen, Getr&auml;nken oder sonstigen Genussmitteln zum sofortigen Verzehr unentgeltlich oder entgeltlich erfolgt. Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ergibt sich nichts anderes, wenn man mit Teilen der Literatur den Begriff der &quot;Bewirtung&quot; als Einladung anderer Personen zum Verzehr von Speisen und\/oder Getr&auml;nken und\/oder sonstigen zum sofortigen Verzehr bestimmten Genussmitteln versteht (vgl. S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;H&nbsp;61; fast wortgleich Bode in Kirchhof, EStG, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;202; Schmidt\/Heinicke, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;544). Der Begriff der &quot;Einladung&quot; l&auml;sst sich nicht unmittelbar mit dem Begriff der Unentgeltlichkeit gleichsetzen. Zudem ist dem Wortlaut des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 bereits der Begriff der &quot;Einladung&quot; nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Senatsrechtsprechung zu &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 (Senatsurteile vom 18.&nbsp;September 2007 I&nbsp;R&nbsp;75\/06, BFHE 219, 78, BStBl II 2008, 116, und vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;12\/11, BFHE 235, 225, BStBl II 2012, 194) ergibt sich nichts Gegenteiliges. In den genannten Entscheidungen wird zwar eine &quot;Bewirtung&quot; ausdr&uuml;cklich als eine unentgeltliche &Uuml;berlassung oder Verschaffung von Speisen, Getr&auml;nken oder sonstigen Genussmitteln zum sofortigen Verzehr verstanden. Beiden Entscheidungen des Senats liegt aber die Absicht zugrunde, Bewirtungsaufwendungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 von (Bewirtungs-)Aufwendungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG abzugrenzen, bei denen diese Gegenstand einer mit Gewinnerzielung ausge&uuml;bten Bet&auml;tigung des Steuerpflichtigen sind. Dementsprechend hat der Senat Bewirtungsaufwendungen, bei denen von dem Bewirteten ein unmittelbar auf die Bewirtungsleistung bezogenes Entgelt verlangt wird, aus dem Anwendungsbereich von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 ausgenommen (&auml;hnlich R&nbsp;4.10 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 der Einkommensteuer-Richtlinien 2005). Unabh&auml;ngig von der Frage der Entgeltlichkeit\/Unentgeltlichkeit der von der Kl&auml;gerin erbrachten Verpflegungsleistungen ist damit der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 er&ouml;ffnet, soweit kein unmittelbar auf die Bewirtungsleistung bezogenes Entgelt verlangt worden ist. Insoweit kann sich die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Frage von vornherein nicht stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mithin stellt sich die angefochtene Entscheidung aus anderen Gr&uuml;nden als richtig dar und w&uuml;rde deshalb auch bei Vorliegen einer Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung eine Zulassung der Revision in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO ausscheiden (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1994 V&nbsp;B&nbsp;106\/93, BFH\/NV 1995, 315; Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 13.&nbsp;Juni 1977 IV&nbsp;B&nbsp;13.77, BVerwGE 54, 99; a.M. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;61).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entsprechendes gilt f&uuml;r den geltend gemachten Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) soweit die Kl&auml;gerin eine Abweichung von der Rechtsprechung des BFH sowie anderer Finanzgerichte im Hinblick auf die oben wiedergegebene Rechtsfrage erkennen will. Gleiches gilt f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin im Hinblick auf die Rechtsfrage der Entgeltlichkeit\/Unentgeltlichkeit der Verpflegungsaufwendungen geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Der Senat ist an einer Anwendung von &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO nicht gehindert, da sich die von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r nur auf die Verletzung einzelner Feststellungen bezieht, auf die es f&uuml;r die Entscheidung nicht ankommt (vgl. zur Problematik Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;126 Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO ist die Revision zuzulassen, wenn die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert. Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Abweichung liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem festgestelltem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung dabei einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;53, m.w.N.). Der Kl&auml;gerin ist es vorliegend nicht gelungen im Hinblick auf die Ausf&uuml;hrungen des FG zu den besonderen Aufzeichnungspflichten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 EStG 2002 eine Divergenz darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;gerin auf das BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 1991 XI&nbsp;R&nbsp;21\/89 (BFH\/NV 1991, 743) beruft, dem der Rechtssatz zu entnehmen sei, es bed&uuml;rfe keiner getrennten Einzelaufzeichnungen, wenn beschr&auml;nkt abziehbare Betriebsausgaben, wie Bewirtungsaufwendungen, mit Pauschbetr&auml;gen angesetzt w&uuml;rden, ist es der Kl&auml;gerin nicht gelungen, eine Abweichung des vorinstanzlichen Urteils zur &Uuml;berzeugung des Senats darzulegen. Denn der XI.&nbsp;Senat hat in seinem Urteil lediglich dazu Stellung genommen, ob f&uuml;r den Fall, dass Verpflegungsmehraufwendungen nach den in den Einkommensteuer-Richtlinien festgelegten Pauschbetr&auml;gen geltend gemacht werden, auf die gesonderten Aufzeichnungspflichten (ausnahmsweise) verzichtet werden kann. Eine generelle Aussage dahingehend, dass bei jeder Form von pauschalierten Betriebsausgaben &#8211;auch au&szlig;erhalb der Einkommensteuer-Richtlinien&#8211; die gesonderten Aufzeichnungspflichten nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 EStG 2002 entbehrlich werden, vermag der Senat dem Urteil &#8211;entgegen den Ausf&uuml;hrungen in der Beschwerdeschrift&#8211; nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit sich die Kl&auml;gerin auf das Senatsurteil vom 23.&nbsp;Juni 1993 I&nbsp;R&nbsp;14\/93 (BFHE 171, 521, BStBl II 1993, 806) beruft, dem der Rechtssatz zu entnehmen sei, dass Leistungselemente einer Pauschalreise als Einheit zu beurteilen seien, und im Streitfall im Hinblick auf die Veranstaltungsart Wettbewerbsreise eine Divergenz geltend macht, ist es der Kl&auml;gerin wiederum nicht gelungen, eine Abweichung des vorinstanzlichen Urteils zur &Uuml;berzeugung des Senats darzulegen. Das Senatsurteil I&nbsp;R&nbsp;14\/93 hat sich mit der &Uuml;bernahme von Reisekosten (Flug nach und von Rom, Hotelunterbringung in Rom) auseinandergesetzt. Verpflegungskosten waren gerade nicht Gegenstand der Entscheidung. Zudem ging es um die Abzugsbeschr&auml;nkung von Aufwendungen f&uuml;r Geschenke i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 und nicht um Bewirtungsaufwendungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO sind nur Verst&ouml;&szlig;e gegen das Gerichtsverfahrensrecht, die das FG bei der Handhabung seines Verfahrens begeht und die zur Folge haben, dass eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Grundlage f&uuml;r die Entscheidung im Urteil fehlt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Oktober 2006 X&nbsp;S&nbsp;5\/06 (PKH), BFH\/NV 2007, 94; vom 9.&nbsp;Januar 2006 XI&nbsp;B&nbsp;25\/05, BFH\/NV 2006, 1106; vgl. auch Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;76 und 82, m.w.N.). Derartige Verst&ouml;&szlig;e hat die Kl&auml;gerin nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;gerin in dem Erlass eines Grundurteils nach &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 FGO einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens und damit einen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO erkennen will, folgt der Senat dem nicht. In der Rechtsprechung ist gekl&auml;rt, dass ein Grundurteil dann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 FGO erlassen werden darf, wenn sich im konkreten Einzelfall der Streit &uuml;ber den Grund eines Anspruchs von demjenigen &uuml;ber die H&ouml;he des Anspruchs trennen l&auml;sst (vgl. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1989 IV&nbsp;R&nbsp;71\/88, BFH\/NV 1990, 228; vom 17.&nbsp;Dezember 2008 III&nbsp;R&nbsp;22\/06, BFH\/NV 2009, 1087; Senatsurteil vom 11.&nbsp;Februar 1998 I&nbsp;R&nbsp;67\/97, BFH\/NV 1998, 1197). Voraussetzung f&uuml;r den Erlass eines Grundurteils ist ferner die Feststellung, dass nach hoher Wahrscheinlichkeit der Klageanspruch in irgendeiner H&ouml;he besteht (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 5.&nbsp;Dezember 1978 VI&nbsp;ZR&nbsp;185\/77, Versicherungsrecht 1979, 281; vom 23.&nbsp;Oktober 1969 VII&nbsp;ZR&nbsp;85\/67, BGHZ 53, 17; Brandis in Tipke\/Kruse, &sect;&nbsp;99 FGO Rz&nbsp;2; Gr&auml;ber\/von Groll, a.a.O., &sect;&nbsp;99 Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG konnte im Streitfall ein Zwischenurteil dar&uuml;ber erlassen, ob Verpflegungsaufwendungen dem Grunde nach als beschr&auml;nkt abziehbare Bewirtungsaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 anzusehen sind. Ausgehend vom materiell-rechtlichen Standpunkt des FG war allerdings die Frage der H&ouml;he der Bewirtungsaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 noch nicht entscheidungsreif. Der Senat kann insoweit die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin nicht nachvollziehen, das FG habe noch keine abschlie&szlig;ende Entscheidung &uuml;ber den Grund des Steueranspruchs getroffen, da noch nicht gekl&auml;rt sei, bei welchen Veranstaltungen und in welcher H&ouml;he die Teilnahmegeb&uuml;hren auch f&uuml;r die Bewirtungsleistungen gezahlt worden seien. Denn diese Argumentation der Kl&auml;gerin betrifft gerade nicht die Abzugsf&auml;higkeit der Verpflegungsaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG 2002 dem Grunde nach, sondern lediglich die H&ouml;he der dem Grunde nach feststehenden Bewirtungsaufwendungen. Nichts anderes ergibt sich aus dem von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juli 1982 II&nbsp;R&nbsp;1\/81 (BFHE 136, 506, BStBl II 1983, 25). Darin hat der II.&nbsp;Senat f&uuml;r die Grunderwerbsteuer als eine Einzelsteuer entschieden, unter welchen Voraussetzungen &uuml;berhaupt ein Zwischenurteil &uuml;ber den Grund ergehen darf. Er hat dies dahingehend beantwortet, dass ein Grundurteil z.B. ergehen kann, wenn das FG entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers die Steuerpflicht des Erwerbsvorganges bejaht und wenn dar&uuml;ber hinaus strittig ist, wie hoch die Gegenleistung im Einzelfall ist. Der Entscheidung ist jedenfalls nicht zu entnehmen, dass im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;1 FGO nicht vorliegen, wie von der Kl&auml;gerin behauptet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;gerin einen Verfahrensmangel darin erkennen will, dass das FG sich nicht ausreichend mit den Rechtsausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin zu einer Verletzung der Aufzeichnungspflichten nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 EStG 2002 auseinandergesetzt hat, ist eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO hat das Gericht insbesondere den Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Prozessbeteiligten (quantitativ) vollst&auml;ndig und (qualitativ) einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;7\/11, BFH\/NV 2011, 1005; vom 7.&nbsp;April 2005 IX&nbsp;B&nbsp;194\/03, BFH\/NV 2005, 1354, m.w.N.). &sect;&nbsp;96 FGO gebietet aber nicht, alle im Einzelfall gegebenen Umst&auml;nde im Urteil zu er&ouml;rtern; vielmehr ist im Allgemeinen davon auszugehen, dass ein Gericht auch denjenigen Akteninhalt und Vortrag in Erw&auml;gung gezogen hat, mit dem es sich in den schriftlichen Entscheidungsgr&uuml;nden nicht ausdr&uuml;cklich auseinandergesetzt hat (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Dezember 2007 X&nbsp;B&nbsp;89\/07, BFH\/NV 2008, 599; vom 15.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;B&nbsp;159\/07, BFH\/NV 2008, 1341). Allerdings ist &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO verletzt, wenn das FG bei seiner Entscheidung von einem Sachverhalt ausgeht, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder wenn eine nach den Akten klar feststehende Tatsache oder sonst Teile des Gesamtergebnisses des Verfahrens unber&uuml;cksichtigt geblieben sind (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.&nbsp;April 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;251\/05, BFH\/NV 2007, 1521; vom 30.&nbsp;Mai 2007 X&nbsp;B&nbsp;176\/06, BFH\/NV 2007, 1698, und in BFH\/NV 2011, 1005).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das ist im Streitfall aber entgegen dem Vortrag der Kl&auml;gerin geschehen. Denn das FG hat erkennbar darauf abgestellt, dass &quot;zumindest der mit der fr&uuml;heren Au&szlig;enpr&uuml;fung vereinbarte Pauschalsatz den Anforderungen des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;7 EStG entsprechend zeitnah auf einem gesonderten Konto (h&auml;tte) verbucht werden k&ouml;nnen&quot;. Im Rahmen seiner Gesamtw&uuml;rdigung hat das FG damit den vereinbarten Pauschalsatz von 22,50&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt. Im Ergebnis wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrem Vorbringen gegen die Beweisw&uuml;rdigung durch das FG. Darin liegt jedoch kein die Zulassung der Revision rechtfertigender Grund. Denn die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb der Pr&uuml;fung im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. hierzu Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;82, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.6.2013, I B 53\/12 Abzugsf&auml;higkeit von Bewirtungsaufwendungen nach &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG &#8211; Revisionszulassung wegen einer Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung &#8211; Erlass eines Grundurteils &#8211; Ber&uuml;cksichtigung des Inhalts der Akten Tatbestand 1&nbsp; I. 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