{"id":56823,"date":"2013-08-14T18:48:46","date_gmt":"2013-08-14T16:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=56823"},"modified":"2013-08-14T18:48:46","modified_gmt":"2013-08-14T16:48:46","slug":"vi-r-60-11-vorlage-gemaess-par-11-fgo-pflicht-zur-anrufung-des-grossen-senats-bei-beabsichtigter-abweichung-von-der-entscheidung-eines-anderen-bfh-senats-aufwendungen-fuer-eine-adoption-als-aussergewo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-60-11-vorlage-gemaess-par-11-fgo-pflicht-zur-anrufung-des-grossen-senats-bei-beabsichtigter-abweichung-von-der-entscheidung-eines-anderen-bfh-senats-aufwendungen-fuer-eine-adoption-als-aussergewo\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;60\/11 &#8211; Vorlage gem&auml;&szlig; &sect; 11 FGO &#8211; Pflicht zur Anrufung des Gro&szlig;en Senats bei beabsichtigter Abweichung von der Entscheidung eines anderen BFH-Senats &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 18.4.2013, VI R 60\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorlage gem&auml;&szlig; &sect; 11 FGO &#8211; Pflicht zur Anrufung des Gro&szlig;en Senats bei beabsichtigter Abweichung von der Entscheidung eines anderen BFH-Senats &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem Gro&szlig;en Senat wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 4 FGO folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>Ist ein Senat, der von einer Entscheidung eines anderen Senats des BFH abweichen will, auch dann verpflichtet, gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 3 Satz 1 FGO bei diesem anzufragen, ob er an seiner bisherigen Rechtsprechung festh&auml;lt, und f&uuml;r den Fall, dass der angefragte Senat der &Auml;nderung der Rechtsprechung nicht zustimmt, die streitige Rechtsfrage dem Gro&szlig;en Senat des BFH gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 FGO vorzulegen, wenn der erkennende Senat aufgrund einer &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans f&uuml;r die streitige Rechtsfrage &#8211;hier au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen&#8211; zust&auml;ndig geworden ist, wenn &quot;nur diese streitig&quot; ist, der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, jedoch weiterhin mit einer derartigen Rechtsfrage befasst werden kann.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der VI.&nbsp;Senat ist seit 2009 gem&auml;&szlig; A.&nbsp;VI.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des Bundesfinanzhofs (BFH) f&uuml;r das Jahr 2013 und der entsprechenden Regelungen f&uuml;r die Vorjahre f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen i.S. der &sect;&sect;&nbsp;33&nbsp;ff. des Einkommensteuergesetzes (EStG) zust&auml;ndig, wenn nur diese streitig sind. Bis zum Jahr 2008 war hierf&uuml;r der III.&nbsp;Senat des BFH zust&auml;ndig. Der III.&nbsp;Senat hat mit Urteilen vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1987 III&nbsp;R&nbsp;301\/84 (BFHE 149, 245, BStBl II 1987, 495) und vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1987 III&nbsp;R&nbsp;150\/86 (BFHE 149, 539, BStBl II 1987, 596) entschieden, dass Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 EStG abgezogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der derzeitigen Gesch&auml;ftsverteilung des BFH ist der III.&nbsp;Senat u.a. f&uuml;r Einkommensteuer zust&auml;ndig (vgl. A.&nbsp;III.&nbsp;Senat Nrn.&nbsp;1 und 2 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans f&uuml;r 2013). Er kann damit mit Fragen der Anwendung der &sect;&sect;&nbsp;33&nbsp;ff. EStG befasst werden, wenn nicht nur diese streitig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Anrufung des Gro&szlig;en Senats liegt folgender Sachverhalt zugrunde:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 2008 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Sie erzielten u.a. Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten sie Aufwendungen f&uuml;r die Adoption eines in &Auml;thiopien geborenen Kindes, die erst in den Folgejahren vollzogen werden konnte, in H&ouml;he von 8.560,68&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG geltend. Die Kosten setzen sich aus einer Vermittlungsgeb&uuml;hr in H&ouml;he von insgesamt 7.000&nbsp;EUR sowie aus Aufwendungen f&uuml;r Fahrten und Literatur zusammen. Wegen Zeugungsunf&auml;higkeit des Kl&auml;gers haben die Kl&auml;ger keine eigenen Kinder. K&uuml;nstliche Befruchtungsmethoden lehnen sie aus ethischen und gesundheitlichen Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die f&uuml;r das Streitjahr geltend gemachten Aufwendungen nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung, weil sie nicht zwangsl&auml;ufig entstanden seien. Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhoben die Kl&auml;ger Klage, die das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 414 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden als unbegr&uuml;ndet abwies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision machen die Kl&auml;ger geltend, die streitigen Aufwendungen seien einer heterologen Insemination gleichzustellen und daher als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung anzuerkennen. Der Ehemann sei im Sinne eines pathologischen Zustands erkrankt. S&auml;hen sich Steuerpflichtige aus ethisch-religi&ouml;sen Gr&uuml;nden nicht zu einer heterologen Insemination in der Lage, sei die Adoption die einzige M&ouml;glichkeit der Familiengr&uuml;ndung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 10.&nbsp;Oktober 2011&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;1880\/10 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2008 vom 24.&nbsp;Juni 2009 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;April 2010 dahingehend zu &auml;ndern, dass nach Abzug der zumutbaren Belastung au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen in H&ouml;he von 393&nbsp;EUR anerkannt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es vertritt die Auffassung, der Entschluss zu einer Adoption beruhe auf einer freien Willensentscheidung des Steuerpflichtigen. Die Kl&auml;ger h&auml;tten sich zur Adoption entschlossen, obwohl sie auch zwischen einer k&uuml;nstlichen Befruchtung und einem Leben ohne Kinder h&auml;tten w&auml;hlen k&ouml;nnen. Zwar k&ouml;nne Kinderlosigkeit ihre Ursache in einer Krankheit haben. Die Adoption sei jedoch keine notwendige Folge dieser Krankheit und daher auch nicht als medizinisch notwendige auf den Betroffenen abgestimmte Heilbehandlung anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vorlegende Senat m&ouml;chte unter Aufgabe der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (BFH-Urteile in BFHE 149, 245, BStBl II 1987, 495, und in BFHE 149, 539, BStBl II 1987, 596) Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 EStG anerkennen. Er hat durch Beschluss vom 13.&nbsp;November 2012 beim III.&nbsp;Senat des BFH &#8211;vorbehaltlich der Frage, ob dies &uuml;berhaupt gesetzlich geboten ist&#8211; angefragt, ob er an seiner Rechtsauffassung in den genannten Urteilen festh&auml;lt. Der III.&nbsp;Senat hat am 31.&nbsp;Januar 2013 beschlossen, einer &Auml;nderung der Rechtsprechung nicht zuzustimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat wird zur Kl&auml;rung der im Leitsatz bezeichneten Frage angerufen, weil diese im Streitfall entscheidungserheblich ist und zugleich grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) hat. Hilfsweise erfolgt die Anrufung des Gro&szlig;en Senats zur erneuten Kl&auml;rung der genannten Rechtsfrage, weil der Senat aus den unter V. dargelegten Gr&uuml;nden beabsichtigt, von den Entscheidungen des Gro&szlig;en Senats vom 28.&nbsp;November 1988 GrS&nbsp;1\/87 (BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164), vom 21.&nbsp;Oktober 1985 GrS&nbsp;2\/84 (BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207) und vom 15.&nbsp;November 1971 GrS&nbsp;1\/71 (BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68) abzuweichen (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorlagefrage ist entscheidungserheblich. Der Senat teilt die Auffassung der Kl&auml;ger, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Aufwendungen f&uuml;r die Adoption des Kindes als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung abziehbar sind. Die Revision der Kl&auml;ger w&auml;re danach begr&uuml;ndet, das Urteil des FG aufzuheben und der Klage stattzugeben. W&auml;re dagegen trotz &Uuml;bergangs der Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen auf den vorlegenden Senat eine &Auml;nderung der Rechtsprechung nur mit Zustimmung des bisher f&uuml;r die Materie zust&auml;ndigen III.&nbsp;Senats m&ouml;glich, k&ouml;nnte der Senat nicht durcherkennen. Er m&uuml;sste vielmehr, da der III.&nbsp;Senat der &Auml;nderung seiner Rechtsprechung nicht zugestimmt hat, dem Gro&szlig;en Senat des BFH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO zun&auml;chst die Frage vorlegen, ob Kosten f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der sonach entscheidungserheblichen Frage misst der vorlegende Senat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 FGO bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Frage, ob eine Pflicht zur Anfrage bei dem Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, f&uuml;r den nunmehr prim&auml;r zust&auml;ndigen Senat auch dann besteht, wenn der erkennende Senat &#8211;wie hier&#8211; f&uuml;r die streitige Rechtsfrage zust&auml;ndig geworden ist, &quot;wenn nur diese streitig&quot; ist, stellt sich nicht nur bei den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen, sondern auch bei anderen Materien des Ertragsteuerrechts. So ist z.B. nach A.&nbsp;III.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;4 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 2013 der III.&nbsp;Senat des BFH f&uuml;r Einkommensteuer betreffend Tariffragen, Entlastungsbetrag und Kinderbetreuungskosten zust&auml;ndig, wenn &quot;nur diese Fragen streitig sind&quot;. Der X.&nbsp;Senat ist u.a. gem&auml;&szlig; A.&nbsp;X.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 2013 f&uuml;r Sonderausgaben zust&auml;ndig. Auch wenn hier der Zusatz fehlt, dass diese Zust&auml;ndigkeit begr&uuml;ndet ist, wenn &quot;nur diese Fragen streitig sind&quot;, k&ouml;nnen sich Fragen des Sonderausgabenabzugs auch bei anderen f&uuml;r Ertragsteuern zust&auml;ndigen Senaten des BFH stellen, wenn daneben weitere Punkte streitig sind oder der Sonderausgabenabzug nur hilfsweise anstelle des Abzugs als Betriebsausgaben oder Werbungskosten begehrt wird. Auch hier ist zweifelhaft, ob in F&auml;llen, in denen ein anderer Senat des BFH eine Rechtsfrage des Sonderausgabenabzugs in bestimmter Weise entschieden hat (vgl. z.B. das Urteil vom 20.&nbsp;November 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/10, BFHE 239, 417, BStBl II 2013, 344), der X.&nbsp;Senat, wenn er von diesem Urteil abweichen will, bei dem Senat anfragen muss, der als erster mit der streitigen Frage befasst war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Rechtsfrage ist kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Sie ist insbesondere noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gro&szlig;e Senat des BFH hat allerdings mit Beschluss in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164 u.a. entschieden, dass eine Abweichung i.S. von &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 FGO auch dann vorliege, wenn zwar eine &Auml;nderung in der Gesch&auml;ftsverteilung eingetreten sei, der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden solle, aber trotz des Wechsels in der Zust&auml;ndigkeit jederzeit in die Lage kommen k&ouml;nne, &uuml;ber die Rechtsfrage erneut entscheiden zu m&uuml;ssen (so schon BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207, Rz&nbsp;29&nbsp;f.; in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im damaligen Streitfall hatte der vorlegende III.&nbsp;Senat des BFH, der aufgrund einer &Auml;nderung der Gesch&auml;ftsverteilung f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zust&auml;ndig geworden war, wenn nur diese streitig waren, beim Gro&szlig;en Senat des BFH angefragt, ob Unterhaltsleistungen eines Ehegatten an den von ihm nicht dauernd getrennt lebenden, nicht unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtigen anderen Ehegatten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG abziehbar seien. Der III.&nbsp;Senat hatte die Anfrage auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Frage gest&uuml;tzt, obwohl der VI.&nbsp;Senat hierzu in einem fr&uuml;heren Urteil eine andere Auffassung vertreten hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen dieser Auffassung kam der Gro&szlig;e Senat des BFH in seiner Entscheidung in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164 zu der &Uuml;berzeugung, dass eine Abweichung bestehe, weil der VI.&nbsp;Senat trotz der seit 1985 eingetretenen &Auml;nderung in der Gesch&auml;ftsverteilung jederzeit in die Lage kommen k&ouml;nne, &uuml;ber die hier streitbefangene Rechtsfrage erneut entscheiden zu m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Gro&szlig;e Senat hat mit dieser Entscheidung und den BFH-Beschl&uuml;ssen in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68 die hier vorgelegte Rechtsfrage noch nicht abschlie&szlig;end entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Dies folgt zum einen daraus, dass sich diese Entscheidung in erster Linie mit der Frage besch&auml;ftigt, welchem Senat des BFH ein Entsendungsrecht an den Gro&szlig;en Senat zusteht (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO in der Fassung vom 6.&nbsp;Oktober 1965 &#8211;FGO a.F.&#8211;). Zum anderen hatte der zum Zeitpunkt der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats noch g&uuml;ltige &sect;&nbsp;11 FGO a.F. einen von dem derzeit g&uuml;ltigen &sect;&nbsp;11 FGO in der Fassung des Rechtspflege-Vereinfachungsgesetzes vom 17.&nbsp;Dezember 1990 (BGBl I 1990, 2847, BStBl I 1991, 3) abweichenden Wortlaut. So bestimmte &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 FGO a.F. nur:<\/p>\n<p>&quot;Will in einer Rechtsfrage ein Senat des Bundesfinanzhofs von der Entscheidung eines anderen Senats oder des Gro&szlig;en Senats abweichen, so entscheidet der Gro&szlig;e Senat.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weiteren heute in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 FGO enthaltenen S&auml;tze fehlten. Die Pflicht zur Anfrage bei dem Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden sollte, ergab sich nur aus &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz 1 der Gesch&auml;ftsordnung des BFH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Gest&uuml;tzt wird diese Sicht des vorlegenden Senats durch Entscheidungen anderer Senate des BFH im Anschluss an die BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164, in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68, in denen in vergleichbaren F&auml;llen ebenfalls der Gro&szlig;e Senat nicht angerufen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Mit Urteil vom 19.&nbsp;Mai 1999 XI&nbsp;R&nbsp;87\/95 (BFH\/NV 2000, 942) entschied der XI.&nbsp;Senat zu der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;5 EStG 1990 erhobenen Nachsteuer abweichend von der Entscheidung des X.&nbsp;Senats vom 1.&nbsp;Juni 1994 X&nbsp;R&nbsp;90\/91 (BFHE 175, 64, BStBl II 1994, 849). Der XI.&nbsp;Senat sah eine Anfrage beim X.&nbsp;Senat nicht als erforderlich an, weil der XI.&nbsp;Senat seit dem 1.&nbsp;Januar 1999 f&uuml;r Einkommensteuer betreffend Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 EStG &#8211;von nicht einschl&auml;gigen Ausnahmen abgesehen&#8211; zust&auml;ndig sei (vgl. Rz&nbsp;13 des Urteils in BFH\/NV 2000, 942).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ergab sich aus A. XI.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;2 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 1999 eine Zust&auml;ndigkeit des XI.&nbsp;Senats f&uuml;r Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;10, 10b, 10c EStG, mit Ausnahme von Streitigkeiten, die nur &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a oder Nr.&nbsp;7 EStG oder nur Tarifvorschriften der &sect;&sect;&nbsp;32 bis 32b EStG betreffen. Jedoch konnte der X.&nbsp;Senat nach den Regelungen des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 1999 im Falle einer Streitigkeit mit mehreren Streitpunkten erneut in die Lage kommen, &uuml;ber die Streitfrage entscheiden zu m&uuml;ssen, n&auml;mlich dann, wenn in einem Rechtsstreit auch Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb einer nat&uuml;rlichen Person mit den Anfangsbuchstaben A bis K streitig waren (Erg&auml;nzende Regelungen, II. Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c i.V.m. A.&nbsp;X.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;1 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 1999).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese Ausf&uuml;hrungen gelten f&uuml;r das Urteil des XI.&nbsp;Senats vom 15.&nbsp;Dezember 1999 XI&nbsp;R&nbsp;53\/99 (BFHE 190, 481, BStBl II 2000, 292) entsprechend (zur Abweichung vom Urteil des X.&nbsp;Senats in BFHE 175, 64, BStBl II 1994, 849, vgl. Rz&nbsp;14 des Urteils in BFHE 190, 481, BStBl II 2000, 292).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Mit Urteil vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2004 X&nbsp;R&nbsp;18\/03 (BFHE 206, 68, BStBl II 2004, 1047) entschied der X.&nbsp;Senat &uuml;ber die Steuerbarkeit von Unterhaltsleistungen nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG abweichend vom Urteil des VIII.&nbsp;Senats vom 27.&nbsp;September 1973 VIII&nbsp;R&nbsp;77\/69 (BFHE 111, 37, BStBl II 1974, 103). Der X.&nbsp;Senat begr&uuml;ndete seine Auffassung, einer Anfrage beim VIII.&nbsp;Senat bed&uuml;rfe es nicht, zum einen damit, dass der Gesetzgeber durch Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1a EStG eine neue Rechtslage geschaffen habe und die Entscheidung des Senats darauf beruhe. Zudem f&uuml;hrte der X.&nbsp;Senat aus, der VIII.&nbsp;Senat k&ouml;nne wegen der zwischenzeitlichen &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des BFH grunds&auml;tzlich nicht mehr mit der im Streitfall zu entscheidenden Rechtsfrage befasst werden. Denn der X.&nbsp;Senat sei nach A.&nbsp;X.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;2 des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 2004 nunmehr f&uuml;r Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG zust&auml;ndig (vgl. Rz&nbsp;40, 41 des Urteils in BFHE 206, 68, BStBl II 2004, 1047). Auch f&uuml;r Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1a EStG sei nicht der VIII., sondern der XI.&nbsp;Senat zust&auml;ndig (A.&nbsp;XI.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;e des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist der X.&nbsp;Senat mit &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans nach A.&nbsp;X.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;2 f&uuml;r Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG zust&auml;ndig geworden. Jedoch k&ouml;nnte der VIII.&nbsp;Senat nach den Regelungen des Gesch&auml;ftsverteilungsplans 2004 dann in die Lage kommen, &uuml;ber Fragen der Anwendung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG entscheiden zu m&uuml;ssen, wenn eine Streitigkeit mit mehreren Streitpunkten vorliegt und einer von mehreren Streitpunkten die Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen oder die Steuerbeg&uuml;nstigung des nicht entnommenen Gewinns betrifft (Erg&auml;nzende Regelungen, II. Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d i.V.m. A. VIII.&nbsp;Senat Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b und c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesen Entscheidungen ist ersichtlich, dass offenbar auch andere Senate des BFH der Auffassung sind, dass denjenigen Senat, der prim&auml;r f&uuml;r ein Rechtsgebiet zust&auml;ndig ist, keine Pflicht zur Anfrage wegen Divergenz an den Gro&szlig;en Senat trifft, wenn er von einer Entscheidung eines anderen Senats abweichen will, der nach wie vor im Zusammenhang mit anderen Streitpunkten mit der streitgegenst&auml;ndlichen Rechtsfrage befasst werden kann. Den Entscheidungen des Gro&szlig;en Senats in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164, in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68 wird demnach f&uuml;r die heute geltende Fassung des &sect;&nbsp;11 FGO keine Bedeutung beigemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Hilfsweise erneute Anrufung des Gro&szlig;en Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte demgegen&uuml;ber der Gro&szlig;e Senat der Auffassung sein, durch die Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164, in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68 sei auch f&uuml;r die jetzige Fassung des &sect;&nbsp;11 FGO entschieden, dass eine Divergenz zur Entscheidung eines anderen Senats des BFH auch dann vorliege, wenn ein Senat zwar f&uuml;r ein Rechtsgebiet zust&auml;ndig geworden sei, der andere Senat aber nach wie vor mit der Frage befasst werden k&ouml;nne, legt der Senat die im Leitsatz bezeichnete Frage dem Gro&szlig;en Senat zur erneuten Kl&auml;rung vor. Denn der vorlegende Senat m&ouml;chte aus den unter V. dargelegten Gr&uuml;nden von den Beschl&uuml;ssen des Gro&szlig;en Senats in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164, in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68 abweichen (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO) und die im Ausgangsverfahren streitige Frage, ob Kosten f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung abziehbar sind, nicht dem Gro&szlig;en Senat des BFH vorlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorlage &#8211;unterstellt, die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO l&auml;gen vor&#8211; ist nicht deshalb unzul&auml;ssig, weil der Gro&szlig;e Senat bereits &uuml;ber die aufgeworfene Rechtsfrage entschieden hat. Zwar ist nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats eine erneute Vorlage derselben Rechtsfrage an ihn nur zul&auml;ssig, falls in der Zwischenzeit neue rechtliche Gesichtspunkte aufgetreten sind, die bei der urspr&uuml;nglichen Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt werden konnten, und\/oder neue Rechtserkenntnisse eine andere Beurteilung der entschiedenen Rechtsfrage rechtfertigen k&ouml;nnten (BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Januar 1971 GrS&nbsp;4\/70, BFHE 101, 13, BStBl II 1971, 207; vom 24.&nbsp;Juni 1985 GrS&nbsp;1\/84, BFHE 144, 124, BStBl II 1985, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ungeachtet der gegen diese Auffassung vorgebrachten Einw&auml;nde (vgl. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Februar 2013 GrS&nbsp;1\/12, BStBl II 2013, 441), die der Senat f&uuml;r durchgreifend h&auml;lt, ist eine erneute Entscheidung des Gro&szlig;en Senats deshalb erforderlich, weil sich seither &sect;&nbsp;11 FGO seinem Wortlaut nach ge&auml;ndert hat, erhebliche Zeit verstrichen ist und &#8211;wie aufgezeigt&#8211; andere Senate des BFH offenbar der Auffassung sind, dass die Gr&uuml;nde der Entscheidungen des BFH in BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164, in BFHE 145, 147, BStBl II 1986, 207 und in BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68 nicht auf die derzeit g&uuml;ltige Fassung des &sect;&nbsp;11 FGO &uuml;bertragbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>V.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des vorlegenden Senats ist die Vorlagefrage zu verneinen. Der Senat, der aufgrund einer &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans prim&auml;r f&uuml;r ein bestimmtes Rechtsgebiet zust&auml;ndig geworden ist, kann ohne vorherige Anfrage beim zuvor zust&auml;ndigen Senat oder einem anderen Senat des BFH von deren bisheriger Rechtsprechung abweichen. Eine Pflicht zur Vorlage an den Gro&szlig;en Senat besteht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Gro&szlig;e Senat dient neben der Rechtsfortbildung (so insbesondere in F&auml;llen des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 FGO) der Einheitlichkeit der Rechtsprechung innerhalb des BFH. Es sollen einander widersprechende Entscheidungen verhindert werden. Daher entscheidet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 FGO der Gro&szlig;e Senat, wenn ein Senat in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Senats oder des Gro&szlig;en Senats abweichen will. Eine Vorlage an den Gro&szlig;en Senat ist jedoch nur zul&auml;ssig, wenn der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, auf Anfrage des erkennenden Senats erkl&auml;rt hat, dass er an seiner Rechtsauffassung festh&auml;lt (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO). Schlie&szlig;t sich der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, der Meinung des anfragenden Senats an, erfordert die Einheitlichkeit der Rechtsprechung eine Entscheidung des Gro&szlig;en Senats des BFH nicht mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Pflicht, den Gro&szlig;en Senat im Fall einer Abweichung von der Entscheidung eines anderen Senats des BFH anzurufen, entf&auml;llt auch dann, wenn der erkennende Senat aufgrund einer &Auml;nderung in der Gesch&auml;ftsverteilung ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die streitige Rechtsfrage zust&auml;ndig geworden ist (allgemeine Auffassung, z.B. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Juni 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/09, BFHE 230, 47, BStBl II 2010, 906, Rz&nbsp;34; vom 19.&nbsp;Dezember 2002 IV&nbsp;R&nbsp;47\/01, BFHE 201, 241, BStBl II 2003, 507; vom 9.&nbsp;Oktober 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;77\/98, BFHE 197, 43, BStBl II 2002, 460, Rz&nbsp;28; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 13.&nbsp;Februar 1968 GrS&nbsp;5\/67, BFHE 91, 351, BStBl II 1968, 365, Rz&nbsp;11). Die Gefahr einander widerstreitender Urteile besteht dann k&uuml;nftig nicht mehr. Dies gilt auch dann, wenn der bisherige Senat oder andere Senate durch die &Auml;nderung der Gesch&auml;ftsverteilung k&uuml;nftig nur noch gelegentlich in die Lage kommen k&ouml;nnen, &uuml;ber die Rechtsfrage entscheiden zu m&uuml;ssen, weil die Zust&auml;ndigkeit, soweit nur diese Rechtsfrage streitig ist, auf einen anderen Senat &uuml;bergegangen ist (gl. A. BFH-Urteile in BFHE 190, 481, BStBl II 2000, 292, Rz&nbsp;14; in BFH\/NV 2000, 942, Rz&nbsp;13; wohl auch BFH-Urteil in BFHE 206, 68, BStBl II 2004, 1047, Rz&nbsp;41; a.A. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1995 XI&nbsp;R&nbsp;85\/93, BFHE 177, 377, BStBl II 1995, 732, Rz&nbsp;30; BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2000 I&nbsp;R&nbsp;76\/99, BFHE 191, 353, BStBl II 2000, 622; Sunder-Plassmann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;42, 60&nbsp;ff., 66&nbsp;ff.; Brandis in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;5; M&uuml;ller-Horn in Beermann\/Gosch, FGO, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;10; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;9; Pust, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2001, 1084; Steinhauff, jurisPR-SteuerR 33\/2011, unter C.&nbsp;VIII., wohl auch Kempermann, Finanz-Rundschau 2002, 154 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Durch die Zuweisung eines Rechtsgebiets an einen bestimmten Senat wird diesem Senat die Rechtsfortbildung hierf&uuml;r &uuml;bertragen. Auch wenn der bislang zust&auml;ndige Senat in seltenen F&auml;llen weiterhin mit Rechtsfragen aus diesem Rechtsgebiet befasst werden kann, wird er sich nach dem Zust&auml;ndigkeitswechsel mit fortschreitender Zeit von der Rechtsmaterie entfernen. Dies spricht daf&uuml;r, die Entscheidung &uuml;ber Streitfragen demjenigen Senat zuzuweisen, der vornehmlich f&uuml;r dieses Rechtsgebiet zust&auml;ndig geworden ist. Die Gefahr widerstreitender Urteile ist gering, weil ein Senat, der sich nur gelegentlich mit der Materie eines anderen Senats befassen muss, in aller Regel der Rechtsprechung dieses Senats folgen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der seit 2009 geltenden Gesch&auml;ftsverteilung liegt die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen schwerpunktm&auml;&szlig;ig beim vorlegenden Senat. Er ist damit in erster Linie f&uuml;r die Auslegung der &sect;&sect;&nbsp;33&nbsp;ff. EStG und damit f&uuml;r die Fortbildung des Rechts auf diesem Gebiet und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung berufen. Die dem (vorlegenden) Senat f&uuml;r das Rechtsgebiet der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen zugewiesene Aufgabe der Rechtsfortbildung und das Interesse an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung, das durch die Verpflichtung zur Vorlage an den Gro&szlig;en Senat in den gesetzlich vorgesehenen F&auml;llen gewahrt werden soll (vgl. unter V.1.), stehen insoweit in einem Spannungsverh&auml;ltnis. M&uuml;sste der VI.&nbsp;Senat in jedem Fall, in dem er von der Rechtsprechung der anderen Ertragsteuersenate des BFH auf dem Gebiet der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastung abweichen will, bei dem vormals zust&auml;ndigen III.&nbsp;Senat oder einem anderen Ertragsteuersenat des BFH anfragen, ob dieser der Rechtsprechungs&auml;nderung zustimmt, so w&uuml;rde dies dem Interesse an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung auch in den F&auml;llen den Vorrang einr&auml;umen, in denen der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, eine fr&uuml;her bestehende schwerpunktm&auml;&szlig;ige Zust&auml;ndigkeit verloren hat. Dem f&uuml;r die betreffenden Rechtsfragen nunmehr in erster Linie zust&auml;ndigen Senat hingegen w&uuml;rde die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Bereich der Rechtsentwicklung und Fortbildung des Rechts deutlich erschwert (vgl. auch Sunder-Plassmann in HHSp, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;60a). In den F&auml;llen des &Uuml;bergangs der prim&auml;ren Zust&auml;ndigkeit erscheint dies unangemessen, so dass keine Pflicht zur Anfrage und auch keine Verpflichtung zur Vorlage an den Gro&szlig;en Senat anzunehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO steht diesem Regelungsverst&auml;ndnis nicht entgegen, denn er ist mehrdeutig. Die Formulierung &quot;Kann der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, wegen einer &Auml;nderung des Gesch&auml;ftsverteilungsplans mit der Rechtsfrage nicht mehr befasst werden,&#8230;&quot; in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO k&ouml;nnte zwar daf&uuml;r sprechen, dass eine Anfrage nur dann zu unterbleiben hat, wenn der Senat, von dessen Entscheidung abgewichen werden soll, &uuml;berhaupt nicht mehr mit der Frage befasst werden kann. Der weitere Wortlaut des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO, nach dem bei dem Senat angefragt werden muss, der nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan f&uuml;r den Fall, in dem abweichend entschieden wurde, nunmehr zust&auml;ndig w&auml;re, l&auml;sst jedoch auch die gegenteilige Deutung zu. W&auml;re f&uuml;r die Entscheidung des Falles, von dem abgewichen werden soll, nunmehr ein anderer Senat zust&auml;ndig, ist bei diesem anzufragen. Da in F&auml;llen, in denen nur au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen streitig sind, seit 2009 ausschlie&szlig;lich der VI.&nbsp;Senat zust&auml;ndig ist, m&uuml;ssten demnach in allen Entscheidungen, in denen der III.&nbsp;Senat &uuml;ber au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen entschieden hat und nur diese Fragen streitig waren, andere Senate des BFH, die von Entscheidungen des III.&nbsp;Senats zu au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen abweichen wollen, beim VI.&nbsp;Senat anfragen, ob dieser der Abweichung zustimmt. Der vorlegende Senat w&auml;re demnach auch f&uuml;r die Sachverhalte, die den Urteilen des III.&nbsp;Senats in BFHE 149, 245, BStBl II 1987, 495 und in BFHE 149, 539, BStBl II 1987, 596 zugrunde lagen und die nur au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen betrafen, der Senat geworden, der nach der gegenw&auml;rtigen Gesch&auml;ftsverteilung f&uuml;r die F&auml;lle zust&auml;ndig w&auml;re und bei dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO anzufragen ist. Eine Zustimmung des III.&nbsp;Senats ist damit nicht mehr erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 18.4.2013, VI R 60\/11 Vorlage gem&auml;&szlig; &sect; 11 FGO &#8211; Pflicht zur Anrufung des Gro&szlig;en Senats bei beabsichtigter Abweichung von der Entscheidung eines anderen BFH-Senats &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung Leits&auml;tze Dem Gro&szlig;en Senat wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 4 FGO folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt: Ist ein Senat, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-60-11-vorlage-gemaess-par-11-fgo-pflicht-zur-anrufung-des-grossen-senats-bei-beabsichtigter-abweichung-von-der-entscheidung-eines-anderen-bfh-senats-aufwendungen-fuer-eine-adoption-als-aussergewo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;60\/11 &#8211; Vorlage gem&auml;&szlig; &sect; 11 FGO &#8211; Pflicht zur Anrufung des Gro&szlig;en Senats bei beabsichtigter Abweichung von der Entscheidung eines anderen BFH-Senats &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine Adoption als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-56823","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56823","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56823"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56823\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}