{"id":56840,"date":"2013-08-14T18:48:28","date_gmt":"2013-08-14T16:48:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=56840"},"modified":"2013-08-14T18:48:28","modified_gmt":"2013-08-14T16:48:28","slug":"viii-b-173-12-keine-klaerungsfaehigkeit-einer-unbestimmten-abstrakten-frage-in-einem-revisionsverfahren-anforderungen-an-die-ruege-mangelhafter-sachaufklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-173-12-keine-klaerungsfaehigkeit-einer-unbestimmten-abstrakten-frage-in-einem-revisionsverfahren-anforderungen-an-die-ruege-mangelhafter-sachaufklaerung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;173\/12 &#8211; Keine Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer unbestimmten abstrakten Frage in einem Revisionsverfahren &#8211; Anforderungen an die R&uuml;ge mangelhafter Sachaufkl&auml;rung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.6.2013, VIII B 173\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer unbestimmten abstrakten Frage in einem Revisionsverfahren &#8211; Anforderungen an die R&uuml;ge mangelhafter Sachaufkl&auml;rung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. In der Rechtssache geht es darum, wie hoch der Gewinn des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Rechtsanwaltssoziet&auml;t war. Ein mit dem Ausscheiden des Kl&auml;gers aus der Soziet&auml;t zum &#8230; November 2005 zusammenh&auml;ngender Rechtsstreit endete mit einem Vergleich, wonach die beiden anderen Sozien &#8211;die Beigeladenen im vorliegenden Verfahren&#8211; dem Kl&auml;ger &#8230; EUR zu zahlen hatten und damit s&auml;mtliche wechselseitigen Anspr&uuml;che aus dem Soziet&auml;tsvertrag und dem Anteilskaufvertrag erledigt sein sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Beigeladenen &auml;nderte daraufhin der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den zuvor ergangenen Bescheid &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte der Soziet&auml;t f&uuml;r das Streitjahr (2005) nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung und minderte die anteiligen Eink&uuml;nfte der Beigeladenen, w&auml;hrend es den Gewinnanteil des Kl&auml;gers h&ouml;her feststellte und dabei neben laufenden Eink&uuml;nften einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von &#8230; EUR ansetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage, mit denen der Kl&auml;ger anstelle des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnes die Feststellung eines Ver&auml;u&szlig;erungsverlustes in H&ouml;he von &#8230; EUR begehrte, hatten keinen Erfolg. Mit seiner Beschwerde macht der Kl&auml;ger die Verletzung von materiellem Recht und von Verfahrensrecht geltend. In Ansehung des zivilrechtlichen Vergleichs h&auml;lt er die Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsergebnisses durch FA und Finanzgericht (FG) f&uuml;r unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Der Senat kann offenlassen, ob die Beschwerdebegr&uuml;ndung zumindest hinsichtlich eines Teils der geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde den Anforderungen an deren Darlegung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspricht, denn insoweit ist die Beschwerde jedenfalls nicht begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit der Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) und das Erfordernis der Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) geltend macht, fehlt allerdings schon eine hinreichende Darlegung der Zulassungsgr&uuml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dazu h&auml;tte die Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert ausf&uuml;hren m&uuml;ssen, weshalb eine vom Kl&auml;ger f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Die vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage, &quot;inwiefern ein&nbsp;&#8230; Vergleich mit Abgeltungsklausel Auswirkungen auf die H&ouml;he des Kapitalkontos hat&quot;, l&auml;sst in ihrer Unbestimmtheit weder eine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit im Allgemeininteresse erkennen noch w&auml;re sie in dieser Unbestimmtheit im Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig. Insoweit w&auml;re eine Zulassung der Revision auch nicht geeignet, der Rechtsfortbildung zu dienen. Letzteres gilt auch, soweit der Kl&auml;ger ohne jede Benennung einer anderen Rechtsfrage meint, die Revisionszulassung erm&ouml;gliche es, den Begriff des Betriebsverm&ouml;gens in &sect;&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2, 18 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &quot;n&auml;her zu definieren&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit der Kl&auml;ger Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des angefochtenen Urteils geltend macht, f&uuml;hren diese grunds&auml;tzlich nicht zur Zulassung der Revision (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs vom 28.&nbsp;April 2003 VIII&nbsp;B&nbsp;260\/02, BFH\/NV 2003, 1336; vom 23.&nbsp;Juni 2003 IX&nbsp;B&nbsp;119\/02, BFH\/NV 2003, 1289; vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;152\/05, BFH\/NV 2007, 1335, m.w.N.). Das gilt im vorliegenden Fall im Besonderen hinsichtlich der vom FG in die Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnes einbezogenen Einzelpositionen und die damit verbundenen Rechenschritte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht zuzulassen wegen Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Die R&uuml;ge, das FG habe seiner Pflicht zur Erforschung des Sachverhalts (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) nicht gen&uuml;gt, greift nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese R&uuml;ge bezieht sich zum einen auf die in die Gewinnermittlung einbezogenen Positionen &quot;Mitnahme zuvor eingebrachter Mandanten&quot; und &quot;Neubewertung von Bilanzpositionen&quot;, ohne zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Neubewertung von Bilanzpositionen den Kl&auml;ger nicht beschwert, sondern sich zu seinen Gunsten ausgewirkt hat. Es ist zudem nicht ersichtlich, dass sich dem FG ein Erfordernis weiterer Sachaufkl&auml;rung zu diesen Positionen h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen; das FA weist in seiner Erwiderung auf die Beschwerdebegr&uuml;ndung zu Recht darauf hin, dass diese beiden Positionen dem Grunde nach im Soziet&auml;tsvertrag angelegt waren und der Kl&auml;ger keine substantiierten Einwendungen gegen die insoweit vom Steuerberater der Soziet&auml;t angesetzten Werte erhoben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn man dem FG insoweit gleichwohl ein Vers&auml;umnis vorhalten wollte, kann sich der Kl&auml;ger im Beschwerdeverfahren nicht mit Erfolg hierauf berufen, weil er in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die Verletzung der Aufkl&auml;rungspflicht nicht ger&uuml;gt hat, obwohl er dort fachkundig vertreten war (vgl. Gr&auml;ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;100, 101 und 103, m.w.N.). Das gilt in gleicher Weise hinsichtlich der behaupteten vollst&auml;ndigen Entrichtung des Kaufpreises f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Erwerb des Soziet&auml;tsanteils.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies enth&auml;lt die Beschwerdebegr&uuml;ndung auch keine hinreichenden Ausf&uuml;hrungen dazu, welche Erfolg versprechenden M&ouml;glichkeiten der Sachaufkl&auml;rung dem FG in Bezug auf die zuvor genannten Positionen offengestanden h&auml;tten und welche Beweise es insbesondere zur Behauptung vollst&auml;ndiger Kaufpreisentrichtung (s.o.) h&auml;tte erheben m&uuml;ssen (vgl. dazu Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;120 Rz&nbsp;70).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.6.2013, VIII B 173\/12 Keine Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer unbestimmten abstrakten Frage in einem Revisionsverfahren &#8211; Anforderungen an die R&uuml;ge mangelhafter Sachaufkl&auml;rung Tatbestand 1&nbsp; I. In der Rechtssache geht es darum, wie hoch der Gewinn des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Rechtsanwaltssoziet&auml;t war. 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