{"id":56841,"date":"2013-08-14T18:48:31","date_gmt":"2013-08-14T16:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=56841"},"modified":"2013-08-14T18:48:31","modified_gmt":"2013-08-14T16:48:31","slug":"ii-r-30-11-behandlung-des-erbbauzinsanspruchs-bei-gleichzeitigem-erwerb-von-erbbaurecht-und-erbbaurechtsbelastetem-grundstueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-30-11-behandlung-des-erbbauzinsanspruchs-bei-gleichzeitigem-erwerb-von-erbbaurecht-und-erbbaurechtsbelastetem-grundstueck\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;30\/11 &#8211; Behandlung des Erbbauzinsanspruchs bei gleichzeitigem Erwerb von Erbbaurecht und erbbaurechtsbelastetem Grundst&uuml;ck"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.6.2013, II R 30\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Behandlung des Erbbauzinsanspruchs bei gleichzeitigem Erwerb von Erbbaurecht und erbbaurechtsbelastetem Grundst&uuml;ck<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Stadt F war Eigent&uuml;merin eines Grundst&uuml;cks, das mit einem Erbbaurecht zugunsten der Grundst&uuml;cksverwaltung Stadt F-GmbH (F-GmbH) belastet war. Der j&auml;hrliche Erbbauzins betrug zuletzt 399.580&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) erwarb mit einem am 10.&nbsp;Dezember 2009 mit F sowie der F-GmbH geschlossenen notariell beurkundeten Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrag von F das Erbbaugrundst&uuml;ck und von der F-GmbH das Erbbaurecht. Der Gesamtkaufpreis betrug 20.500.000&nbsp;EUR, wobei f&uuml;r den Kauf des Erbbaugrundst&uuml;cks ein Kaufpreis von 6.820.000&nbsp;EUR und f&uuml;r den Kauf des Erbbaurechts ein Kaufpreis von 13.680.000&nbsp;EUR vereinbart war. In der Pr&auml;ambel des Vertrags war ausgef&uuml;hrt, dass die Kl&auml;gerin nach Durchf&uuml;hrung des Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrags die Aufhebung des Erbbaurechts beabsichtige. Dazu erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin unter der aufschiebenden Bedingung ihrer Eintragung als Grundst&uuml;ckseigent&uuml;merin und als Berechtigte in das Grundbuch die Aufgabe des Erbbaurechts und die Zustimmung zur Aufhebung des Erbbaurechts; zugleich beantragte und bewilligte die Kl&auml;gerin die L&ouml;schung des Erbbaurechts aus dem Erbbaugrundbuch (&sect;&nbsp;11 des Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrags).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte gegen die Kl&auml;gerin f&uuml;r den Erwerb des erbbaurechtsbelasteten Grundst&uuml;cks zuletzt durch Bescheid vom 19.&nbsp;April 2010 Grunderwerbsteuer in H&ouml;he von 238.700&nbsp;EUR fest. Bemessungsgrundlage war der insoweit vereinbarte Kaufpreis von 6.820.000&nbsp;EUR. Der hiergegen erhobene Einspruch, mit dem die Kl&auml;gerin die K&uuml;rzung der Bemessungsgrundlage um den kapitalisierten Erbbauzinsanspruch in H&ouml;he von 4.906.442,82&nbsp;EUR und damit die Herabsetzung der Grunderwerbsteuer auf 66.974&nbsp;EUR begehrte, hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1643 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Die Bemessungsgrundlage f&uuml;r den Erwerb des erbbaurechtsbelasteten Grundst&uuml;cks sei nicht um den Kapitalwert des Erbbaurechts zu k&uuml;rzen. Die Kl&auml;gerin habe nach dem Sinn und Zweck des Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrags die Vollherrschaft an dem unbelasteten Grundst&uuml;ck erlangen sollen. Dem Erbbauzinsanspruch sei daher kein eigenst&auml;ndiger Wert zuzumessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3, &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG). Das von F erworbene Grundst&uuml;ck sei aufgrund des bestehenden Erbbaurechts wertgemindert gewesen; demgem&auml;&szlig; habe F im Wesentlichen den ihr gegen die F-GmbH zustehenden Erbbauzinsanspruch an die Kl&auml;gerin ver&auml;u&szlig;ert. Auch bei einer Zusammenfassung von Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrag in einer Urkunde bleibe es dabei, dass der Erbbauzinsanspruch als reine Geldforderung nicht der Grunderwerbsteuer unterliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und den Grunderwerbsteuer&auml;nderungsbescheid vom 19.&nbsp;April 2010 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;September 2010 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Grunderwerbsteuer auf 66.974&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend erkannt, dass die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer nicht um einen kapitalisierten Erbbauzinsanspruch zu k&uuml;rzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung eines mit einem Erbbaurecht belasteten Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet, unterliegt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG der Grunderwerbsteuer. Die Steuer ist vom Wert der Gegenleistung zu berechnen (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;9 GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beim Erwerb eines mit einem Erbbaurecht belasteten Grundst&uuml;cks ist der mit dem Erbbaugrundst&uuml;ck verbundene Erbbauzinsanspruch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 GrEStG grunderwerbsteuerrechtlich nicht Teil dieses Grundst&uuml;cks.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Regelung entspricht der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (Entscheidungen vom 30.&nbsp;Januar 1991 II&nbsp;R&nbsp;89\/87, BFHE 163, 251, BStBl II 1991, 271; vom 12.&nbsp;April 2000 II&nbsp;B&nbsp;133\/99, BFHE 191, 423, BStBl II 2000, 433), wonach es sich bei dem Erbbauzinsanspruch, obgleich er b&uuml;rgerlich-rechtlich (vgl. &sect;&nbsp;96 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) Bestandteil des Grundst&uuml;cks ist, um eine blo&szlig;e Geldforderung handelt. Der Erwerb des Erbbauzinsanspruchs stellt daher keinen Grundst&uuml;cksumsatz dar und unterliegt auch nach dem Sinn und Zweck des Grunderwerbsteuergesetzes nicht der Grunderwerbsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entf&auml;llt daher beim Erwerb des mit einem Erbbaurecht belasteten Grundst&uuml;cks ein Teil der Gegenleistung auf den Erbbauzins, ist dieser grunds&auml;tzlich nach der sog. Boruttau&#8217;schen Formel zu berechnende Teil der Gesamtgegenleistung nicht als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Beschluss in BFHE 191, 423, BStBl II 2000, 433).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine entsprechende K&uuml;rzung der grunderwerbsteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage kommt jedoch nur in Betracht, wenn dem Erbbauzinsanspruch ein Wert zugemessen werden kann. Daran fehlt es, wenn der Grundst&uuml;ckserwerber gleichzeitig das erbbaurechtsbelastete Grundst&uuml;ck und das Erbbaurecht erwirbt und bereits im Erwerbszeitpunkt die Aufhebung des Erbbaurechts beabsichtigt. In diesem Fall ist der Wert des Erbbauzinsanspruchs mit Null anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein solcher Fall ist vorliegend gegeben. Wie sich aus der Pr&auml;ambel sowie &sect;&nbsp;11 des Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrags ergibt, beabsichtigte die Kl&auml;gerin bereits bei Abschluss dieses Vertrags, das Erbbaurecht nach Durchf&uuml;hrung des Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrags aufzuheben. Der Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrag enthielt auch bereits die daf&uuml;r erforderliche Erkl&auml;rung der Kl&auml;gerin zur L&ouml;schung des Erbbaurechts aus dem Erbbaugrundbuch. F&uuml;r die Kl&auml;gerin stand demgem&auml;&szlig; bei Abschluss dieses Vertrags objektiv fest, dass sie mangels eines fortbestehenden Erbbauzinsanspruchs nicht mit entsprechenden Zahlungen rechnen konnte. Der Wert des Erbbauzinsanspruchs war daher mit Null anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit dieser Bewertung des Erbbauzinsanspruchs korrespondiert auch die Ermittlung der grunderwerbsteuerrechtlichen Bemessungsgrundlage f&uuml;r den Erwerb des Erbbaurechts von der F-GmbH. Insoweit hat das FA &#8211;zutreffend&#8211; lediglich den im Grundst&uuml;cks- und Erbbaurechtskaufvertrag vereinbarten Kaufpreis als Bemessungsgrundlage ber&uuml;cksichtigt. Dies entspricht der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 14.&nbsp;November 2007 II&nbsp;R&nbsp;64\/06, BFHE 220, 534, BStBl II 2008, 486), wonach beim Erwerb des Erbbaurechts durch den Eigent&uuml;mer des erbbaurechtsbelasteten Grundst&uuml;cks die Erbbauzinsreallast nicht zur grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung z&auml;hlt. Die in diesem Fall bestehen bleibende Verpflichtung zur Zahlung des Erbbauzinses stellt keine Belastung f&uuml;r den das Erbbaurecht erwerbenden Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer dar, weil keine Leistungspflicht einer anderen Person gegen&uuml;ber besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rde man daher dem Erbbauzinsanspruch beim Erwerb des erbbaurechtsbelasteten Grundst&uuml;cks einen Wert beimessen und demgem&auml;&szlig; die Bemessungsgrundlage um den entsprechenden Kapitalwert k&uuml;rzen, so m&uuml;sste dieser Wert des Erbbauzinsanspruchs der Bemessungsgrundlage f&uuml;r den Erwerb des Erbbaurechts hinzugerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vorliegend ist eine vom vereinbarten Kaufpreis abweichende niedrigere Bemessungsgrundlage auch nicht etwa deshalb anzusetzen, weil das Grundst&uuml;ck aufgrund seiner Belastung mit einem Erbbaurecht nach Einsch&auml;tzung der Kl&auml;gerin wertgemindert war. F&uuml;r die Bemessung der Grunderwerbsteuer nach der Gegenleistung (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;9 GrEStG) sind das Wertverh&auml;ltnis zwischen Leistung und Gegenleistung sowie die f&uuml;r die Bemessung der Gegenleistung ma&szlig;gebenden Motive und Erwartungen der Parteien ohne Bedeutung (BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 II&nbsp;R&nbsp;23\/10, BFHE 232, 358, BStBl II 2011, 932, Rz&nbsp;18, m.w.N.). Unerheblich ist auch, welche Wertvorstellungen und Motive der Bemessung des hier vereinbarten Kaufpreises f&uuml;r das erbbaurechtsbelastete Grundst&uuml;ck zugrunde lagen und welche wirtschaftliche Bedeutung insoweit dem Umstand zukam, dass f&uuml;r F mit dem Verkauf des Erbbaugrundst&uuml;cks die Aufgabe ihres Erbbauzinsanspruchs gegen&uuml;ber der F-GmbH verbunden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.6.2013, II R 30\/11 Behandlung des Erbbauzinsanspruchs bei gleichzeitigem Erwerb von Erbbaurecht und erbbaurechtsbelastetem Grundst&uuml;ck Tatbestand 1&nbsp; I. Die Stadt F war Eigent&uuml;merin eines Grundst&uuml;cks, das mit einem Erbbaurecht zugunsten der Grundst&uuml;cksverwaltung Stadt F-GmbH (F-GmbH) belastet war. Der j&auml;hrliche Erbbauzins betrug zuletzt 399.580&nbsp;EUR. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) erwarb mit einem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-30-11-behandlung-des-erbbauzinsanspruchs-bei-gleichzeitigem-erwerb-von-erbbaurecht-und-erbbaurechtsbelastetem-grundstueck\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;30\/11 &#8211; Behandlung des Erbbauzinsanspruchs bei gleichzeitigem Erwerb von Erbbaurecht und erbbaurechtsbelastetem Grundst&uuml;ck<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-56841","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56841\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}