{"id":5693,"date":"2012-07-17T00:00:00","date_gmt":"2012-07-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=5693"},"modified":"2012-11-23T13:24:25","modified_gmt":"2012-11-23T11:24:25","slug":"x-s-24-12-unterbrechung-des-klageverfahrens-durch-insolvenzeroeffnung-keine-fortsetzung-wegen-widerspruchsloser-eintragung-der-angefochtenen-steuerforderung-in-die-insolvenztabelle-zustaendigkeit-de-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-24-12-unterbrechung-des-klageverfahrens-durch-insolvenzeroeffnung-keine-fortsetzung-wegen-widerspruchsloser-eintragung-der-angefochtenen-steuerforderung-in-die-insolvenztabelle-zustaendigkeit-de-2\/","title":{"rendered":"X&nbsp;S&nbsp;24\/12 &#8211; Unterbrechung des Klageverfahrens durch Insolvenzer&ouml;ffnung: keine Fortsetzung wegen widerspruchsloser Eintragung der angefochtenen Steuerforderung in die Insolvenztabelle, Zust&auml;ndigkeit des BFH f&uuml;r Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen FG-Entscheidung &uuml;ber eine Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung trotz Unterbrechung, Zul&auml;ssigkeit der Festsetzung der Verfahrensgeb&uuml;hr in voller H&ouml;he, keine Kostenentscheidung im Verfahren der Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2012, X S 24\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Unterbrechung des Klageverfahrens durch Insolvenzer&ouml;ffnung: keine Fortsetzung wegen widerspruchsloser Eintragung der angefochtenen Steuerforderung in die Insolvenztabelle, Zust&auml;ndigkeit des BFH f&uuml;r Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen FG-Entscheidung &uuml;ber eine Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung trotz Unterbrechung, Zul&auml;ssigkeit der Festsetzung der Verfahrensgeb&uuml;hr in voller H&ouml;he, keine Kostenentscheidung im Verfahren der Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen Entscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Beim Finanzgericht (FG) ist seit dem Jahr 2009 ein Verfahren anh&auml;ngig, in dem sich der Steuerpflichtige und Insolvenzschuldner (S) gegen die Zusch&auml;tzung von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb im Anschluss an eine Au&szlig;en- bzw. Fahndungspr&uuml;fung wandte. Am 14.&nbsp;April 2010 wurde das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen des S er&ouml;ffnet und der Antragsteller zum Treuh&auml;nder bestellt, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;313 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Insolvenzordnung (InsO) im vereinfachten Insolvenzverfahren die Aufgaben des Insolvenzverwalters wahrnimmt. Dies f&uuml;hrte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;240 Satz&nbsp;1 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. &sect;&nbsp;155 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Unterbrechung des finanzgerichtlichen Verfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das im Klageverfahren beklagte Finanzamt (FA) meldete die Steuerforderungen zur Insolvenztabelle an. Die angemeldeten Betr&auml;ge wurden mangels eines Widerspruchs des Antragstellers zur Insolvenztabelle festgestellt. Daraufhin hat das FA den Rechtsstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt. Der Antragsteller gab im finanzgerichtlichen Verfahren hingegen keine verfahrensaufnehmende oder -beendende Erkl&auml;rung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 19.&nbsp;Juni 2012, eingegangen beim Antragsteller am selben Tage, lud das FG den Antragsteller zu einer auf den 19.&nbsp;Juli 2012 terminierten m&uuml;ndlichen Verhandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen hat der Antragsteller am 29.&nbsp;Juni 2012 Beschwerde erhoben und zugleich den im vorliegenden Verfahren streitgegenst&auml;ndlichen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) der angefochtenen finanzgerichtlichen Entscheidung gestellt. Er h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r zul&auml;ssig, weil die ergangene Ladung hier nicht lediglich als prozessleitende Verf&uuml;gung anzusehen sei, sondern zugleich die Entscheidung des FG enthalte, das unterbrochene Verfahren fortzusetzen. Er behauptet, Hintergrund der vom FG beabsichtigten m&uuml;ndlichen Verhandlung sei es, eine Kostenentscheidung zu seinen Lasten zu treffen, die die Insolvenzmasse belasten w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat am 9.&nbsp;Juli 2012 entschieden, der Beschwerde &#8211;die es f&uuml;r nicht statthaft h&auml;lt&#8211; nicht abzuhelfen und den Antrag abgelehnt, die Vollziehung der Fortf&uuml;hrung des Verfahrens einstweilig auszusetzen. Es hat die Beschwerde am 11.&nbsp;Juli 2012 dem Bundesfinanzhof (BFH) vorgelegt, zugleich aber erkl&auml;rt, die Verfahrensakten wegen der unmittelbar bevorstehenden m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht &uuml;bersenden zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen der fehlenden Verf&uuml;gbarkeit der finanzgerichtlichen Akten und der Eilbed&uuml;rftigkeit einer Entscheidung hat der Senat sich seine Kenntnis des entscheidungserheblichen Sachverhalts durch telefonische Anh&ouml;rung des Prozessbevollm&auml;chtigten des Antragstellers, des Vertreters der Sachgebietsleiterin der Rechtsbehelfsstelle des FA sowie des Berichterstatters und des Vorsitzenden des beim FG zust&auml;ndigen Senats verschafft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/><\/br>die Vollziehung der Entscheidung des FG K&ouml;ln, das unterbrochene Verfahren 6&nbsp;K&nbsp;2055\/09 fortzusetzen, aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der BFH kann trotz der Unterbrechung des Verfahrens &uuml;ber ein Rechtsmittel entscheiden, das &#8211;wie die noch beim Senat anh&auml;ngige Beschwerde&#8211; auf die Nichtbeachtung der Unterbrechung durch das FG gest&uuml;tzt wird (vgl. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;September 2004 IV&nbsp;B&nbsp;42\/03, BFH\/NV 2005, 365). Gleiches gilt dann f&uuml;r den mit einem solchen Rechtsmittel verbundenen Eilantrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;131 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO lediglich das FG, der Vorsitzende oder der Berichterstatter, dessen Entscheidung angefochten wird, &uuml;ber die AdV der angefochtenen Entscheidung bestimmen kann, geht das Recht zur Entscheidung &uuml;ber einen solchen Eilantrag nach dem Zweck des Beschwerdeverfahrens in analoger Anwendung des &sect;&nbsp;570 Abs.&nbsp;3 ZPO (i.V.m. &sect;&nbsp;155 FGO) auf den BFH &uuml;ber, sobald das FG diesem die Beschwerde mitsamt dem Eilantrag vorlegt (ausf&uuml;hrlich hierzu BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;Dezember 1984 VII&nbsp;S&nbsp;25\/84, BFHE 142, 427, BStBl II 1985, 221, unter 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;131 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;570 Abs.&nbsp;3 ZPO statthafte Antrag ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Zul&auml;ssigkeit des Antrags steht nicht entgegen, dass sich die parallel erhobene Beschwerde &#8211;jedenfalls vordergr&uuml;ndig&#8211; gegen die Anberaumung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung richtet, die als prozessleitende Verf&uuml;gung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO nicht anfechtbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der im vorliegenden Eilverfahren gebotenen, aber auch ausreichenden summarischen Betrachtung ist in der Anberaumung der m&uuml;ndlichen Verhandlung konkludent zugleich die Entscheidung enthalten, das bisher unterbrochene Klageverfahren fortzusetzen. Denn in der Rechtsprechung ist &#8211;soweit ersichtlich&#8211; unbestritten, dass das Gericht in einem unterbrochenen Verfahren w&auml;hrend der Fortdauer des Unterbrechungszustands keinen Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung anberaumen darf (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 19.&nbsp;Dezember 1989 VI&nbsp;ZR&nbsp;32\/89, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht &#8211;NJW-RR&#8211; 1990, 342, unter II.A.2.). Da nicht erkennbar ist, dass das FG von dieser einhelligen Auffassung abweichen wollte, ist die Ladung aus Sicht eines verst&auml;ndigen Prozessbeteiligten so auszulegen, dass das Gericht damit zugleich die Fortsetzung des unterbrochenen Verfahrens angeordnet hat. Eine solche Anordnung ist aber nach &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;1 FGO beschwerdef&auml;hig, da sie nicht in &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO genannt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch im Zivilprozess, in dem gew&ouml;hnliche Ladungen und Terminsbestimmungen gleichfalls nicht mit der Beschwerde (dort sofortige Beschwerde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;567 ZPO) anfechtbar sind (Z&ouml;ller\/ He&szlig;ler, ZPO, 29.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;567 Rz&nbsp;31; Baumbach\/Lauterbach\/ Albers\/Hartmann, Zivilprozessordnung, 70.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;567 Rz&nbsp;8 &quot;Prozessleitung&quot;), wird eine Ladung, die in einem unterbrochenen Verfahren ergeht, als beschwerdef&auml;hige Entscheidung angesehen (vgl. Oberlandesgericht &#8211;OLG&#8211; M&uuml;nchen, Beschluss vom 6.&nbsp;Oktober 2005&nbsp;&nbsp;7&nbsp;W&nbsp;2516\/05, Betriebs-Berater 2005, 2436; Z&ouml;ller\/Greger, a.a.O., &sect;&nbsp;252 Rz&nbsp;1; Baumbach\/Lauterbach\/Albers\/ Hartmann, a.a.O., &sect;&nbsp;252 Rz&nbsp;9 &quot;Termin&quot;; ebenso OLG M&uuml;nchen, Beschluss vom 30.&nbsp;Dezember 1987&nbsp;&nbsp;5&nbsp;W&nbsp;3563, 3596\/87, zur Beschwerdef&auml;higkeit des Beschlusses &uuml;ber die Ablehnung eines Terminsverlegungsantrags, wenn darin zugleich die konkludente Ablehnung eines Antrags auf Ruhen des Verfahrens enthalten ist).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Antrag ist auch begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung im vorliegenden Eilverfahren ergeht in erster Linie aufgrund einer Rechtm&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung, nicht lediglich aufgrund einer Folgenabw&auml;gung (dazu noch unter 3.). Denn bei summarischer Betrachtung ist die in der Terminsbestimmung und Ladung enthaltene Entscheidung des FG, das unterbrochene Verfahren fortzusetzen, rechtswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG darf w&auml;hrend der Fortdauer der Unterbrechung keine Verfahrenshandlungen vornehmen. Denn die Vorschrift des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;2 ZPO, nach der die w&auml;hrend der Verfahrensunterbrechung von einer Partei (einem Beteiligten) in Ansehung der Hauptsache vorgenommenen Prozesshandlungen ohne rechtliche Wirkung sind, gilt auch f&uuml;r Entscheidungen des Gerichts (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;April 2004 XI&nbsp;B&nbsp;17\/01, BFH\/NV 2004, 1285). Dies folgt bereits aus der Existenz des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;3 ZPO, der eine Ausnahme von dem Grundsatz der Unwirksamkeit auch gerichtlicher Handlungen w&auml;hrend einer Verfahrensunterbrechung enth&auml;lt (vgl. BGH-Urteil in NJW-RR 1990, 342, unter II.A.2., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens bleibt ein finanzgerichtliches Verfahren unterbrochen, bis es nach den f&uuml;r das Insolvenzverfahren geltenden Vorschriften aufgenommen oder das Insolvenzverfahren beendet wird (&sect;&nbsp;240 Satz&nbsp;1 ZPO). Eine verfahrensabschlie&szlig;ende Einstellung des unterbrochenen Verfahrens durch das FG ist nicht zul&auml;ssig (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Februar 2004 IV&nbsp;B&nbsp;209\/03, BFH\/NV 2004, 966, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn dem Beschwerdegericht der im vorliegenden Verfahren prozessual erhebliche Sachverhalt derzeit nicht vollst&auml;ndig bekannt ist, sind jedenfalls keine Anhaltspunkte daf&uuml;r erkennbar, dass einer der Beteiligten des unterbrochenen Klageverfahrens dieses nach den f&uuml;r das Insolvenzverfahren geltenden Vorschriften (&sect;&sect;&nbsp;85, 86, 180, 184 InsO) aufgenommen h&auml;tte oder das Insolvenzverfahren beendet w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine weitere Sachaufkl&auml;rung durch das Beschwerdegericht scheidet in vorliegenden Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes aus, da der vom FG anberaumte Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung unmittelbar bevorsteht. Das FG hat erkl&auml;rt, es k&ouml;nne die Akten &#8211;aus denen sich der vollst&auml;ndige Sachverhalt ergeben w&uuml;rde&#8211; wegen der bevorstehenden m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht dem Beschwerdegericht &uuml;bersenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat kann sich bei summarischer Betrachtung nicht der Auffassung des VIII.&nbsp;Senats des BFH anschlie&szlig;en, nach der die Unterbrechung des Insolvenzverfahrens ende, wenn der Insolvenzverwalter die Aufnahme des Verfahrens ablehne, was auch durch Anerkennung der urspr&uuml;nglich streitigen Forderung geschehen k&ouml;nne (so BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Juni 2008 VIII&nbsp;B&nbsp;12\/08, BFH\/NV 2008, 1691, unter I.a; zustimmend Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;74 FGO Rz&nbsp;27; Th&uuml;rmer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;74 FGO Rz&nbsp;135; a.A. FG K&ouml;ln, Beschluss vom 25.&nbsp;Juni 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;10\/08, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2010, 1909, unter II.b., rkr.; B&uuml;chter-Hole, EFG 2010, 1910).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der VIII.&nbsp;Senat hat sich zur Begr&uuml;ndung seiner &#8211;&uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;240 ZPO hinausgehenden&#8211; Auffassung ausschlie&szlig;lich auf den BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;B&nbsp;67\/03 (BFH\/NV 2004, 349) und das BGH-Urteil vom 24.&nbsp;Juli 2003 IX&nbsp;ZR&nbsp;333\/00 (NJW-RR 2004, 48) berufen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der V.&nbsp;Senat hat im Beschluss in BFH\/NV 2004, 349 aber lediglich den Gesetzeswortlaut wiedergegeben, wonach die Unterbrechung eines gerichtlichen Verfahrens durch ein Insolvenzverfahren solange dauere, bis es nach den f&uuml;r das Insolvenzverfahren geltenden Vorschriften aufgenommen oder das Insolvenzverfahren beendet werde. Im dortigen Streitfall hatte der Insolvenzverwalter die Aufnahme des Rechtsstreits abgelehnt, worauf der Schuldner &#8211;was durch &sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;2 InsO erm&ouml;glicht wird&#8211; den Rechtsstreit aufgenommen hatte. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch dem BGH-Urteil in NJW-RR 2004, 48 (unter I.2.b) lag ein Sachverhalt zugrunde, in dem nach Ablehnung der Aufnahme durch den Insolvenzverwalter der Schuldner selbst das Verfahren aufgenommen hatte. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Auffassung des VIII.&nbsp;Senats, wonach die Unterbrechung des Insolvenzverfahrens auch ohne Aufnahme durch den Schuldner bereits dann ende, wenn der Insolvenzverwalter die Aufnahme ablehne oder die Forderung &quot;anerkenne&quot;, lassen sich beide Entscheidungen nicht heranziehen. Da diese Auffassung zudem vom Wortlaut des &sect;&nbsp;240 ZPO nicht gedeckt ist und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, die eine teleologische Extension dieser Vorschrift notwendig erscheinen lassen, kann der Senat sie jedenfalls im summarischen Verfahren seiner Beurteilung nicht zugrunde legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Anfrage nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 FGO scheidet im Verfahren der AdV aus, weil dies mit dem Eilcharakter dieser Verfahrensart unvereinbar w&auml;re (BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;B&nbsp;105\/09, BFHE 229, 199, BStBl II 2010, 971, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch das &#8211;im Ausgangspunkt berechtigte&#8211; Interesse des FG, die Gerichtskosten ansetzen zu k&ouml;nnen, rechtfertigt es nicht, allein deshalb in Abweichung von den insolvenzrechtlichen Regelungen das unterbrochene Verfahren fortzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rde das Verfahren fortgesetzt und tr&auml;te der Antragsteller in die Position eines Beteiligten ein, best&uuml;nde das erhebliche Risiko, dass ihm die Kosten des finanzgerichtlichen Verfahrens auferlegt w&uuml;rden. Denn dem FA, dessen Steuerfestsetzung sich &#8211;wenn auch nicht aufgrund einer Pr&uuml;fung im finanzgerichtlichen Verfahren, sondern aufgrund der insolvenzverfahrensrechtlichen Pr&uuml;fung&#8211; letztlich als rechtm&auml;&szlig;ig erwiesen hat, k&ouml;nnten in einem derartigen Fall kaum unter dem Gesichtspunkt des billigen Ermessens Kosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 FGO auferlegt werden. Wenn die Kosten infolgedessen dem Antragsteller als Treuh&auml;nder (Insolvenzverwalter) auferlegt w&uuml;rden, best&uuml;nde das weitere Risiko, dass es sich um Masseverbindlichkeiten nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO handeln w&uuml;rde. Damit w&auml;re der Geb&uuml;hrenfiskus bessergestellt als alle anderen Gl&auml;ubiger, obwohl die dem Rechtsstreit zugrunde liegende Steuerforderung nicht innerhalb des finanzgerichtlichen Verfahrens, sondern auf dem in &sect;&sect;&nbsp;174&nbsp;ff. InsO vorgesehenen insolvenzrechtlichen Wege festgestellt worden ist. Indes l&auml;sst sich weder den Vorschriften der InsO noch den &sect;&sect;&nbsp;240, 249 ZPO entnehmen, dass der Geb&uuml;hrenfiskus in einem anh&auml;ngigen, aber unterbrochenen Gerichtsverfahren bessergestellt werden soll als die anderen Gl&auml;ubiger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl ist das FG nicht daran gehindert, die Gerichtskosten anzusetzen. Bereits nach der &#8211;f&uuml;r jeden prozessualen Unterbrechungstatbestand geltenden&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Gerichtskostengesetzes werden die Geb&uuml;hren und Auslagen auch dann f&auml;llig, wenn das Verfahren sechs Monate unterbrochen war. Im Insolvenzverfahren kommt hinzu, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 InsO nicht f&auml;llige Forderungen mit Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens als f&auml;llig gelten. Das FG ist daher nicht daran gehindert, seine Geb&uuml;hrenforderung zur Insolvenztabelle anzumelden. Damit steht es allen &uuml;brigen Insolvenzgl&auml;ubigern gleich, ist aber nicht als Massegl&auml;ubiger bevorrechtigt. Dieses Ergebnis erscheint sachgerecht, weil die Erhebung der &#8211;offenbar von Anfang an unbegr&uuml;ndeten&#8211; Klage auf einer Handlung des Schuldners, nicht aber auf einer Handlung des Antragstellers beruht und daher kein Grund f&uuml;r eine Einordnung der Geb&uuml;hrenforderung als vorrangige Masseforderung ersichtlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Unabh&auml;ngig von der vorstehenden Rechtm&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung f&uuml;hrt auch eine Folgenabw&auml;gung zu dem Ergebnis, dass dem Antrag auf AdV der Entscheidung des FG &uuml;ber die Fortsetzung des Verfahrens stattzugeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere kann der Antragsteller nicht darauf verwiesen werden, die &#8211;mutma&szlig;lich rechtswidrige&#8211; Ladung zun&auml;chst hinzunehmen und stattdessen Rechtsschutz gegen die aufgrund der m&uuml;ndlichen Verhandlung ergehende Endentscheidung zu suchen. Denn aufgrund der Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung w&uuml;rden f&uuml;r den Antragsteller &#8211;und damit letztlich die Insolvenzmasse&#8211; weitere Kosten entstehen, die durch eine Kl&auml;rung der Sach- und Rechtslage, die bereits im Vorfeld der m&uuml;ndlichen Verhandlung stattfindet, vermeidbar sind. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht nicht entgegen, dass durch die grunds&auml;tzliche Konzentration m&ouml;glicher Rechtsmittel auf die Endentscheidung eine Verfahrensverz&ouml;gerung vermieden w&uuml;rde, die im Falle der Zulassung der Anfechtung von Vorab-Entscheidungen &uuml;ber die Fortsetzung des Verfahrens eintr&auml;te. Im Streitfall w&auml;re auch im Rahmen der Endentscheidung materiell-rechtlich nur noch zu kl&auml;ren, ob die Unterbrechung des Verfahrens fortdauert oder nicht. Diese Frage kann aber in vollem Umfang bereits im Beschwerdeverfahren gegen die &#8211;vorliegend angegriffene&#8211; Entscheidung des FG &uuml;ber die Fortsetzung des Klageverfahrens gekl&auml;rt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Gerichtskosten werden f&uuml;r das vorliegende Eilverfahren in Ermangelung eines Geb&uuml;hrentatbestands nicht erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Kostenentscheidung hinsichtlich der au&szlig;ergerichtlichen Kosten ist ebenfalls nicht zu treffen, da nicht nur das noch beim Senat anh&auml;ngige Beschwerdeverfahren (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFH\/NV 2004, 966, unter 3.), sondern auch das vorliegende Eilverfahren ein unselbst&auml;ndiges Zwischenverfahren zu dem &#8211;weiterhin beim FG anh&auml;ngigen&#8211; Hauptsacheverfahren ist (ebenso R&uuml;sken in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;131 Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2012, X S 24\/12 Unterbrechung des Klageverfahrens durch Insolvenzer&ouml;ffnung: keine Fortsetzung wegen widerspruchsloser Eintragung der angefochtenen Steuerforderung in die Insolvenztabelle, Zust&auml;ndigkeit des BFH f&uuml;r Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen FG-Entscheidung &uuml;ber eine Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung trotz Unterbrechung, Zul&auml;ssigkeit der Festsetzung der Verfahrensgeb&uuml;hr in voller H&ouml;he, keine &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-24-12-unterbrechung-des-klageverfahrens-durch-insolvenzeroeffnung-keine-fortsetzung-wegen-widerspruchsloser-eintragung-der-angefochtenen-steuerforderung-in-die-insolvenztabelle-zustaendigkeit-de-2\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;S&nbsp;24\/12 &#8211; Unterbrechung des Klageverfahrens durch Insolvenzer&ouml;ffnung: keine Fortsetzung wegen widerspruchsloser Eintragung der angefochtenen Steuerforderung in die Insolvenztabelle, Zust&auml;ndigkeit des BFH f&uuml;r Antrag auf Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen FG-Entscheidung &uuml;ber eine Ladung zur m&uuml;ndlichen Verhandlung trotz Unterbrechung, Zul&auml;ssigkeit der Festsetzung der Verfahrensgeb&uuml;hr in voller H&ouml;he, keine Kostenentscheidung im Verfahren der Aussetzung der Vollziehung einer mit der Beschwerde angefochtenen Entscheidung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-5693","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5693\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}