{"id":58097,"date":"2013-08-24T13:26:40","date_gmt":"2013-08-24T11:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=58097"},"modified":"2013-08-24T13:26:40","modified_gmt":"2013-08-24T11:26:40","slug":"widerruf-der-bestellung-zum-steuerberater-wegen-eroffnung-des-insolvenzverfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/widerruf-der-bestellung-zum-steuerberater-wegen-eroffnung-des-insolvenzverfahrens\/","title":{"rendered":"Widerruf der Bestellung zum Steuerberater wegen Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens"},"content":{"rendered":"<dl>\n<dd>Widerruf der Bestellung zum Steuerberater wegen Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>1. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Eintritt des Verm\u00f6gensverfalls sind f\u00fcr die Widerrufsentscheidung unerheblich, da die gesetzliche Regelung in \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG nicht auf ein Verschulden abstellt.<\/p>\n<p>2. Die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens f\u00fchrt nicht zur Wiederherstellung der geordneten finanziellen Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<div>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>vorl\u00e4ufig nicht rechtskr\u00e4ftig<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 6. Senat, Urteil vom 27.06.2013, 6 K 47\/13<\/p>\n<p>\u00a7 46 Abs 2 Nr 4 StBerG<\/p>\n<div>\n<h4>Tatbestand<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_1\"><\/a>1<\/dt>\n<dd>(\u00dcberlassen von Datev)<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_2\"><\/a>2<\/dt>\n<dd>Die Beteiligten streiten um den Widerruf der Bestellung des Kl\u00e4gers als Steuerberater.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_3\"><\/a>3<\/dt>\n<dd>Der im Jahr 1961 geborene Kl\u00e4ger wurde 1997 zum Steuerberater bestellt. Bis Ende 2011 war er selbstst\u00e4ndig als Steuerberater t\u00e4tig, zuletzt als Gesellschafter der &#8230; Seit dem 1.1.2012 ist der Kl\u00e4ger als Angestellter in der Steuerberatungskanzlei &#8230; nichtselbst\u00e4ndig t\u00e4tig.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_4\"><\/a>4<\/dt>\n<dd>Am 28.11.2011 gab der Kl\u00e4ger eine eidesstattliche Versicherung vor dem Notar &#8230; ab. Danach bestanden die folgenden Verbindlichkeiten:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_5\"><\/a>5<\/dt>\n<dd>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">447.317,02 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">573.331,67 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">2.357,66 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">47.445,87 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">603.961,82 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">313.591,38 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">132.616,10 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">234.333,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">545.000,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">427.250,74 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">606.000,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">11.600,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">1.355,71 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">480,16 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">517,02 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">5.200,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">6.026,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">16.667,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">364,93 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">78.596,63 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">12.000,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">21.082,94 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">13.021,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">41.501,12 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">20.541,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">11.326,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">46.500,00 Euro<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_6\"><\/a>6<\/dt>\n<dd>Die Steuerr\u00fcckst\u00e4nde stiegen in der Folgezeit weiter an. Im Juni 2012 beliefen sich die in Vollstreckung befindlichen R\u00fcckst\u00e4nde beim Finanzamt &#8230; auf 127.645,95 Euro. Darin enthalten waren Umsatzsteuerr\u00fcckst\u00e4nde f\u00fcr den Zeitraum 2007 bis Oktober 2010 29.121,85 Euro, die in den Jahren 2011 und 2012 f\u00e4llig waren. Ferner f\u00fchrte der Kl\u00e4ger die Lohnsteuer f\u00fcr 2010 und 2011 erst versp\u00e4tet ab.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_7\"><\/a>7<\/dt>\n<dd>Mit Beschluss vom 1.10.2012 er\u00f6ffnete das Amtsgericht &#8230; auf den Eigenantrag des Kl\u00e4gers das Insolvenzverfahren \u00fcber das Verm\u00f6gen des Kl\u00e4gers (Aktenzeichen 32 IN 53\/12). Das Insolvenzverfahren ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht abgeschlossen. Hinsichtlich der zur Tabelle angemeldeten Forderungen in H\u00f6he von insgesamt 2.738.129,37 Euro wird Bezug genommen auf die Anlage zum Bericht des Insolvenzverwalters vom 19.11.2012.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_8\"><\/a>8<\/dt>\n<dd>Daraufhin h\u00f6rte die Beklagte den Kl\u00e4ger mit Schreiben vom 24.10.2012 zu einem beabsichtigten Widerruf der Bestellung als Steuerberater an. In einer schriftlichen Stellungnahme vom 12.12.2012 wandte der Kl\u00e4ger insbesondere ein, der Widerruf sei nicht berechtigt, da Mandanteninteressen zu keinem Zeitpunkt gef\u00e4hrdet w\u00fcrden. Hinsichtlich der Einwendungen im Einzelnen wird Bezug genommen auf das Schreiben vom 12.12.2012.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_9\"><\/a>9<\/dt>\n<dd>Mit Bescheid vom 10.1.2013 widerrief der Beklagte die Bestellung des Kl\u00e4gers als Steuerberater. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte er aus, aufgrund der Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens bestehe die gesetzliche Vermutung des Verm\u00f6gensverfalls (\u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG). Zudem befinde sich der Kl\u00e4ger auch tats\u00e4chlich in Verm\u00f6gensverfall. Es best\u00fcnden Abgabenr\u00fcckst\u00e4nde gegen\u00fcber dem Finanzamt &#8230; in H\u00f6he von 127.645,95 Euro und aus der eidesstattlichen Versicherung vom 28.11.2011 erg\u00e4ben sich erhebliche Verbindlichkeiten gegen\u00fcber einer Vielzahl von Gl\u00e4ubigern. Der Kl\u00e4ger habe hinsichtlich der bestehenden Verbindlichkeiten keine Vereinbarungen mit allen Gl\u00e4ubigern vorlegen k\u00f6nnen, die vermuten lassen, es werde k\u00fcnftig zu keinen Vollstreckungsma\u00dfnahmen mehr kommen. Zudem habe der Kl\u00e4ger nicht darlegen k\u00f6nnen, dass Auftraggeberinteressen nicht gef\u00e4hrdet seien. Die pauschale Behauptung reiche insoweit nicht aus. Vielmehr m\u00fcsse der Betroffene im Einzelnen genau und nachpr\u00fcfbar darlegen, aus welchen Gr\u00fcnden in seinem konkreten Fall Interessen seiner Auftraggeber durch seinen Verm\u00f6gensverfall nicht gef\u00e4hrdet werden. Die Berufung auf das Angestelltenverh\u00e4ltnis spreche nicht bereits gegen eine Gef\u00e4hrdung von Auftraggeberinteressen. Einem angestellten Steuerberater sei es jederzeit m\u00f6glich, wieder selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig zu Werden. Ferner sei es auch einem Arbeitgeber faktisch nicht m\u00f6glich, den angestellten Steuerberater so anzuleiten und zu kontrollieren, dass dadurch die Auftraggeberinteressen gewahrt w\u00fcrden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_10\"><\/a>10<\/dt>\n<dd>Aufgrund der Nichtzahlung der Umsatzsteuer und versp\u00e4teten Zahlung der Lohnsteuer, die jeweils in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintritt des Verm\u00f6gensverfalls gestanden h\u00e4tten, sei erkennbar, dass der Kl\u00e4ger bereit sei, sich bei finanziellen Schwierigkeiten \u00fcber die vom Gesetz gelogenen Grenzen hinwegzusetzen und f\u00fcr eigene Zwecke ihm nicht zustehende Gelder zu nutzen. Daher k\u00f6nne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Kl\u00e4ger auch gegen\u00fcber den Mandanten pflichtwidrig verhalte.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_11\"><\/a>11<\/dt>\n<dd>Hiergegen richtet sich die vorliegende Klage.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_12\"><\/a>12<\/dt>\n<dd>Im Klageverfahren vertritt der Kl\u00e4ger die Auffassung, aus dem Fehlverhalten in eigenen Angelegenheiten k\u00f6nne nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, dass die Interessen seiner Auftraggeber konkret gef\u00e4hrdet seien. Er sei ein Vertreter seines Berufsstandes mit einer altmodischen Berufsauffassung. Er habe immer versucht, die Steuerbelastung seiner Mandanten gering zu halten, habe jedoch nie &#8222;krumme Touren&#8220; akzeptiert. Er m\u00fcsse sich beruflich nichts vorwerfen lassen, sondern habe lediglich in seiner privaten Verm\u00f6gens-Disposition versagt. Insbesondere habe er sich auf dem Immobilienmarkt verspekuliert, so dass die Gewinne aus der Steuerberatungskanzlei nicht mehr ausgereicht h\u00e4tten, die wachsenden Immobilienverbindlichkeiten zu tilgen. Hinsichtlich der weiteren seitens des Kl\u00e4gers geschilderten privaten Lebensverh\u00e4ltnisse wird Bezug genommen auf das Schreiben des Kl\u00e4gers vom 12.12.2012 (Anlage zur Klagebegr\u00fcndung vom 29.4.2013, BI. 42-45 GA).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_13\"><\/a>13<\/dt>\n<dd>Er tr\u00e4gt vor, er verf\u00fcge \u00fcber kein eigenes Verm\u00f6gen mehr und eigene Ratenzahlungsvereinbarungen mit Gl\u00e4ubigern k\u00f6nne er im laufenden Insolvenzverfahren nicht schlie\u00dfen. Die noch vorliegenden Eintragungen im Schuldnerverzeichnis w\u00fcrden mit Erteilung der Restschuldbefreiung gel\u00f6scht werden. Hinsichtlich der aktuellen Verbindlichkeiten im Insolvenzverfahren nimmt der Kl\u00e4ger Bezug auf die Aufstellung des Insolvenzverwalters (BI. 61 ff GA). Danach sind Forderungen in H\u00f6he von insgesamt 2.738.129,37 Euro zur Tabelle angemeldet, von denen ein Betrag von 253.378 Euro bestritten wurde.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_14\"><\/a>14<\/dt>\n<dd>Er tr\u00e4gt weiterhin vor, das Finanzamt &#8230; habe zun\u00e4chst einen Betrag von 159.313 Euro zur Tabelle angemeldet. Inzwischen bestehe die Steuerschuld nur noch in H\u00f6he von 41.903 Euro. Er sei davon \u00fcberzeugt, dass es ihm gelingen w\u00fcrde, die Zahlungsanspr\u00fcche des Finanzamtes im Rahmen einer Ratenzahlungsvereinbarung zu tilgen. Insoweit regt er eine vergleichsweise Regelung an.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_15\"><\/a>15<\/dt>\n<dd>Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_16\"><\/a>16<\/dt>\n<dd>den Widerrufsbescheid vom 10.1.2013 aufzuheben.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_17\"><\/a>17<\/dt>\n<dd>Die Beklagte beantragt,<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_18\"><\/a>18<\/dt>\n<dd>die Klage abzuweisen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_19\"><\/a>19<\/dt>\n<dd>Er beruft sich zur Begr\u00fcndung im Wesentlichen auf seine Ausf\u00fchrungen im Widerrufsbescheid. Erg\u00e4nzend f\u00fchrt er aus, die Ausf\u00fchrungen des Kl\u00e4gers im Klageverfahren w\u00fcrden den Verm\u00f6gensverfall belegen und vertiefen. Die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens habe nicht zur Folge, dass die Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse als geordnet zu betrachten w\u00e4ren, bis zur Annahme und Best\u00e4tigung eines Insolvenzplanes bzw. &#8211; im Verbraucherinsolvenzverfahren &#8211; bis zur Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes oder der Ersetzung der Zustimmung zu demselben m\u00fcsse weiterhin vom Verm\u00f6gensverfall ausgegangen werden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_20\"><\/a>20<\/dt>\n<dd>Die angef\u00fchrten Gr\u00fcnde f\u00fcr den Verm\u00f6gensverfall seien f\u00fcr die Widerrufsentscheidung unerheblich. Insoweit nimmt die Beklagte Bezug auf Urteile des Nieders\u00e4chsischen Finanzgerichts vom 17.6.2004 (6 K 768\/03) und vom 17.2.2005 (6 K 918\/04).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_21\"><\/a>21<\/dt>\n<dd>Die Beklagte tr\u00e4gt ferner erneut vor, es sei nicht zutreffend, dass der Kl\u00e4ger sich beruflich nichts vorzuwerfen habe. Vielmehr habe er Umsatzsteuer \u00fcberhaupt nicht, und Lohnsteuer versp\u00e4tet abgef\u00fchrt. Nach h\u00f6chstrichterlicher Rechtsprechung lasse ein solches Fehlverhalten erkennen, dass der Steuerberater bereit sei, sich wegen seiner finanziellen Schwierigkeiten \u00fcber die ihm von Gesetzes wegen gezogenen Grenzen hinwegzusetzen und f\u00fcr eigene Zwecke ihm nicht zustehende Gelder zu nutzen (vgl. BFH Urteile vom 4.7.2000 BFH\/NV 2001, 69; vom 12.7.2002, BFH\/NV 2002, 1498).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_22\"><\/a>22<\/dt>\n<dd>Die Klage ist nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_23\"><\/a>23<\/dt>\n<dd>1. Die Beklagte hat die Bestellung des Kl\u00e4gers als Steuerberater zu Recht widerrufen. Aufgrund des ihr seinerzeit bekannt gewesenen Sachverhalts konnte die Beklagte davon ausgehen, zum Widerruf der Bestellung des Kl\u00e4gers als Steuerberater verpflichtet zu sein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_24\"><\/a>24<\/dt>\n<dd>Gem\u00e4\u00df \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG ist die Bestellung als Steuerberater zu widerrufen, wenn dieser in Verm\u00f6gensverfall geraten ist, es sei denn, dass dadurch die Interessen der Auftraggeber nicht gef\u00e4hrdet sind. Die Voraussetzungen f\u00fcr einen Widerruf der Bestellung lagen im Zeitpunkt des Widerrufsbescheides am 10.1.2013 vor.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_25\"><\/a>25<\/dt>\n<dd>a) Der Kl\u00e4ger befand sich zu diesem Zeitpunkt in Verm\u00f6gensverfall. Dieser wird nach \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4, 2, Halbsatz StBerG vermutet, da mit Beschluss des Amtsgerichts &#8230; vom 5.10.2012 das Insolvenzverfahren \u00fcber das Verm\u00f6gen des Kl\u00e4gers er\u00f6ffnet worden war. Diese Vermutung ist zwar widerlegbar; eine Widerlegung ist dem Kl\u00e4ger jedoch nicht gelungen. Hierzu h\u00e4tte es der genauen Angabe von Tatsachen bedurft, aus denen sich ergibt, dass im Einzelfall trotz der bestehenden Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens tats\u00e4chlich kein Verm\u00f6gensverfall gegeben ist. Solche Umst\u00e4nde hat der Kl\u00e4ger jedoch nicht vorgetragen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_26\"><\/a>26<\/dt>\n<dd>Insbesondere steht einem Widerruf nicht entgegen, dass der Kl\u00e4ger von sich aus die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hat (vgl. auch Urteil des Nieders\u00e4chsischen Finanzgerichts vom 17.2.2005 6 K 918\/04, EFG 2005, 1730). Auch die Aussicht auf eine Restschuldbefreiung nach Abschluss des Insolvenzverfahrens &#8211; die im vorliegenden Fall im \u00dcbrigen zeitlich in keiner Weise absehbar ist &#8211; bedeutet letztlich nicht, dass der Kl\u00e4ger die gegen ihn erhobenen Forderungen innerhalb absehbarer Zeit tilgen k\u00f6nnte. Allein durch die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens befindet sich der Kl\u00e4ger noch nicht wieder in geordneten finanziellen Verh\u00e4ltnissen (BFH-Beschluss vom 4. M\u00e4rz 2004 VII R 21\/02, BFH\/NV 2004, 895). Die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens begr\u00fcndet gerade die Vermutung des Verm\u00f6gensverfalls und ist als solche daher nicht geeignet, die Vermutung zu widerlegen. Das Insolvenzverfahren nach der Ins0 kann zwar das Ziel haben, die Gl\u00e4ubiger unter Erhaltung des Unternehmens des Schuldners zu befriedigen und dem Schuldner Gelegenheit zu geben, sich von seinen Verbindlichkeiten zu befreien (vgl. \u00a7 1 InsO). Abgesehen davon, dass \u00a7 1 InsO dieses Ziel alternativ neben die M\u00f6glichkeit einer Verwertung und Verteilung des Verm\u00f6gens des Schuldners stellt, die in der Regel die Zerschlagung seines Unternehmens zur Folge haben, ist zumindest bis zur Annahme und Best\u00e4tigung eines Insolvenzplanes (\u00a7\u00a7 235 ff. InsO), welcher die Fortf\u00fchrung des Unternehmens des Steuerberaters vorsieht (vgl. \u00a7 230 InsO), bzw. &#8211; im Verbraucherinsolvenzverfahren nach \u00a7\u00a7 304 ff. InsO &#8211; bis zur Annahme eines vom Schuldner vorgelegten Schuldenbereinigungsplans oder der Ersetzung der Zustimmung zu demselben (\u00a7\u00a7 308, 309 InsO) ungewiss, ob jenes Ziel im konkreten Fall erreicht werden kann. Solange dies indes nicht mit hinreichender Sicherheit feststeht, sondern wie im Falle des Kl\u00e4gers v\u00f6llig offen ist, ob die Bereinigung seiner desolaten wirtschaftlichen Situation letztlich gelingen wird, kann von geordneten wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen im Sinne des StBerG und mithin von einer Widerlegung der vorgenannten, durch den Verm\u00f6gensverfall des Kl\u00e4gers begr\u00fcndeten Vermutung seiner fehlenden pers\u00f6nlichen Eignung f\u00fcr die Aus\u00fcbung des Berufs des Steuerberaters (vgl. \u00a7 40 Abs. 2 Satz 1 StBerG) nicht ausgegangen werden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_27\"><\/a>27<\/dt>\n<dd>b) Die im Widerrufsverfahren vom Kl\u00e4ger mit Schreiben vom 12.12.2012 dargelegten Gr\u00fcnde, die zum Eintritt des Verm\u00f6gensverfalls gef\u00fchrt haben, rechtfertigen kein anderes Ergebnis. Die Widerrufsregelung in \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG stellt gerade nicht auf ein etwaiges Verschulden im Zusammenhang mit dem Verm\u00f6gensverfall ab, sondern kn\u00fcpft unabh\u00e4ngig von Verschuldensma\u00dfst\u00e4ben allein an die finanzielle Situation des Schuldners an. F\u00fcr die Widerrufsentscheidung ist daher unerheblich, aus welchen privaten und\/oder beruflichen Gr\u00fcnden der Kl\u00e4ger in die finanzielle Notlage geraten ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a title=\"zum Orientierungssatz\" name=\"rd_28\"><\/a>28<\/dt>\n<dd>c) Der Widerruf der Bestellung zum Steuerberater konnte auch nicht im Hinblick auf m\u00f6glicherweise nicht gef\u00e4hrdete Mandanteninteressen unterbleiben. Die Bestellung ist nach \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG nicht zu widerrufen, wenn die Interessen der Auftraggeber durch den Verm\u00f6gensverfall nicht gef\u00e4hrdet sind. F\u00fcr das Vorliegen dieses Ausnahmetatbestandes trifft den Steuerberater die Darlegungs- und Feststellungslast (vgl. BFH-Urteil vom 6. Juni 2000 VII R 86\/99, HFR 86\/99, HFR 2000, 741 m.w.N.). Derartige Umst\u00e4nde hat der Kl\u00e4ger jedoch gegen\u00fcber der Beklagten im Anh\u00f6rungsverfahren nicht dargelegt. Der Vortrag des Kl\u00e4gers, er habe seine Berufspflichten in der Vergangenheit stets ordnungsgem\u00e4\u00df erf\u00fcllt, ist nicht zutreffend. Vielmehr hat der Kl\u00e4ger Umsatzsteuerbetr\u00e4ge, die im August und Oktober 2011 sowie im April 2012 f\u00e4llig waren, nicht abgef\u00fchrt sowie Lohnsteuern im Jahr 2011 versp\u00e4tet entrichtet.&amp;apos; Das Behalten fremder Gelder zu einem Zeitpunkt, als sich der Kl\u00e4ger selber in finanziellen Schwierigkeiten befand, l\u00e4sst den Schluss zu, dass der Kl\u00e4ger bereit ist sich \u00fcber gesetzliche Grenzen hinwegzusetzen, so dass eine konkrete Gef\u00e4hrdung von Mandanteninteressen gerade nicht ausgeschlossen werden kann (vgl. Beschluss des BFH vom 12.7.2002 VII B 257\/01, BFH\/NV 2002, 1498).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_29\"><\/a>29<\/dt>\n<dd>Auch der Hinweis darauf, dass er derzeit nur als Angestellter t\u00e4tig sei und nicht beabsichtigte in naher Zukunft selbst\u00e4ndig t\u00e4tig zu werden, reicht nicht aus, um die Gef\u00e4hrdung von Mandanteninteressen auszuschlie\u00dfen (vgl. BFH-Beschluss 28. August 2003 VII B 79\/02, BFH\/NV 2004, 90). Solange seine Zulassung besteht, h\u00e4tte der Kl\u00e4ger jederzeit die M\u00f6glichkeit, wieder selbst\u00e4ndig t\u00e4tig zu sein. Ferner hat der Kl\u00e4ger in keiner Weise dargelegt, welche Ma\u00dfnahmen sein Arbeitgeber ergriffen hat, um die Gef\u00e4hrdung der Mandanteninteressen zu vermeiden und ob bzw. in welcher Weise derartige Ma\u00dfnahmen \u00fcberwacht w\u00fcrden.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_30\"><\/a>30<\/dt>\n<dd>d) Mit der Entscheidung \u00fcber den Widerruf der Bestellung hat die Beklagte die einzige ihr durch Gesetz gegebene M\u00f6glichkeit zu handeln ergriffen. \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG er\u00f6ffnet der Beklagten weder eine Ermessensaus\u00fcbung noch die M\u00f6glichkeit, zur Einwirkung auf den Schuldner die Bestellung in irgendeiner Form einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_31\"><\/a>31<\/dt>\n<dd>2. Die Aufhebung des Widerrufsbescheids kommt auch nicht aufgrund einer bis zum Zeitpunkt der m\u00fcndlichen Verhandlung am 27. Juni 2013 eingetretenen \u00c4nderung der Sach- oder Rechtslage in Betracht. Zwar kann der Widerruf der Bestellung als Steuerberater nicht aufrecht erhalten werden, wenn im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung eine Rechtspflicht f\u00fcr eine sofortige Wiederbestellung besteht (BFH-Urteil v. 22. August 1995 VII R 63\/94, BStBl. II 1995, 909). Ein solcher Anspruch des Kl\u00e4gers besteht jedoch nicht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_32\"><\/a>32<\/dt>\n<dd>Hinsichtlich des Verm\u00f6gensverfalls hat sich die Sachlage nicht ge\u00e4ndert. Vielmehr hat sich im Laufe des Insolvenzverfahrens \u00fcber das Verm\u00f6gen des Kl\u00e4gers gezeigt, dass sich der Kl\u00e4ger nach wie vor in Verm\u00f6gensverfall befindet. Nach der im Klageverfahren vorgelegten Aufstellung des Insolvenzverwalters bestehen weiterhin festgestellte Verbindlichkeiten in H\u00f6he von \u00fcber 2,5 Mio. Euro. Die Tatsache, dass sich die R\u00fcckst\u00e4nde gegen\u00fcber dem Finanzamt &#8230; nach dem letzten Schriftsatz im Klageverfahren auf rund 42.000 Euro reduziert haben, spielt vor dem Hintergrund der Gesamth\u00f6he der Verbindlichkeiten keine Rolle.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_33\"><\/a>33<\/dt>\n<dd>Schlie\u00dflich hat der Kl\u00e4ger auch nicht darzulegen vermocht, dass durch den Verm\u00f6gensverfall die Interessen seiner Auftraggeber nicht mehr beeintr\u00e4chtigt sind. Auch insoweit hat sich die Sachlage gegen\u00fcber dem Zeitpunkt des Erlasses des Widerrufsbescheides nicht ge\u00e4ndert.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>&nbsp;<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><a name=\"rd_34\"><\/a>34<\/dt>\n<dd>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Widerruf der Bestellung zum Steuerberater wegen Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens 1. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Eintritt des Verm\u00f6gensverfalls sind f\u00fcr die Widerrufsentscheidung unerheblich, da die gesetzliche Regelung in \u00a7 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG nicht auf ein Verschulden abstellt. 2. Die Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens f\u00fchrt nicht zur Wiederherstellung der geordneten finanziellen Verh\u00e4ltnisse. vorl\u00e4ufig nicht rechtskr\u00e4ftig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/widerruf-der-bestellung-zum-steuerberater-wegen-eroffnung-des-insolvenzverfahrens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Widerruf der Bestellung zum Steuerberater wegen Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2215],"class_list":["post-58097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer","tag-steuerberater"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58097"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58097\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}