{"id":59616,"date":"2013-09-12T10:55:13","date_gmt":"2013-09-12T08:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=59616"},"modified":"2020-03-13T09:10:15","modified_gmt":"2020-03-13T07:10:15","slug":"x-r-17-11-anwendung-des-halbabzugsverbots-auf-laufende-aufwendungen-in-faellen-des-voruebergehenden-pachtverzichts-bei-betriebsaufspaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-17-11-anwendung-des-halbabzugsverbots-auf-laufende-aufwendungen-in-faellen-des-voruebergehenden-pachtverzichts-bei-betriebsaufspaltung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;17\/11 &#8211; Anwendung des Halbabzugsverbots auf laufende Aufwendungen in F&auml;llen des vor&uuml;bergehenden Pachtverzichts bei Betriebsaufspaltung"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 17\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung des Halbabzugsverbots auf laufende Aufwendungen in F\u00e4llen des vor\u00fcbergehenden Pachtverzichts bei Betriebsaufspaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aufwendungen, die dem Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft durch die Nutzungs\u00fcberlassung eines Wirtschaftsguts an die Gesellschaft entstehen, sind nicht vorrangig durch die Beteiligungs-, sondern durch die Miet- oder Pachteink\u00fcnfte veranlasst und daher ungeachtet des \u00a7 3c Abs. 2 EStG in vollem Umfang abziehbar, wenn die Nutzungs\u00fcberlassung zu Konditionen erfolgt, die einem Fremdvergleich standhalten.<\/p>\n<p>2. Bei einem Verzicht auf vertraglich vereinbarte Pachtzahlungen steht \u00a7 3c Abs. 2 EStG der Abziehbarkeit der durch die Nutzungs\u00fcberlassung entstehenden Aufwendungen nur entgegen, wenn der Verzicht durch das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis veranlasst ist und daher einem Fremdvergleich nicht standh\u00e4lt (Anschluss an BFH-Urteil vom 28. Februar 2013 IV R 49\/11, BFHE 240, 333).<\/p>\n<p>3. Auch wenn grunds\u00e4tzlich das FA die Feststellungslast f\u00fcr das Vorliegen der Voraussetzungen des \u00a7 3c Abs. 2 EStG tr\u00e4gt, ist der Steuerpflichtige unter dem Gesichtspunkt des Fremdvergleichs jedenfalls bei einem Pachtverzicht, der endg\u00fcltig und nicht lediglich f\u00fcr einen ganz kurzen Zeitraum ausgesprochen wird, gehalten, dem FA ein Mindestma\u00df an substantiierten Darlegungen sowohl zur regionalen Marktlage im Bereich der Gewerbeimmobilien als auch zu seiner Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Zukunftsaussichten der P\u00e4chterin zu unterbreiten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 2002 und 2003 zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Der Kl\u00e4ger verpachtet bereits seit 1983 bzw. 1984 zwei Grundst\u00fccke an eine GmbH, an der er zu 2\/3 und die Kl\u00e4gerin zu 1\/3 beteiligt ist. Die Beteiligten vertreten \u00fcbereinstimmend die Auffassung, dass die Grundst\u00fccks\u00fcberlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung erfolgt und der Kl\u00e4ger damit ein gewerbliches Einzelunternehmen betreibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die monatliche Pacht ist nach Begr\u00fcndung der Pachtverh\u00e4ltnisse mehrfach erh\u00f6ht worden. Sie h\u00e4tte sich nach den bestehenden Vereinbarungen f\u00fcr die Streitjahre 2002 und 2003 auf 6.686,68\u00a0EUR belaufen. Die Vertragsparteien schlossen indes am 30.\u00a0Dezember 2001 eine &#8222;Erg\u00e4nzungsvereinbarung&#8220;, in der es u.a. hei\u00dft: &#8222;Die wirtschaftliche Situation der Mieterin hat sich seit dem Jahr 2000 dramatisch verschlechtert. Die schlechten Rahmenbedingungen im Baugewerbe lassen z.Zt. keine Besserung erwarten. Der Vermieter erkl\u00e4rt sich zur Vermeidung einer Existenzgef\u00e4hrdung der Mieterin bereit, den Mietzins f\u00fcr das Jahr 2002 auf mtl. EUR\u00a03.343,34 zu reduzieren. Die Reduzierung ist auf ein Jahr befristet.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Am 13.\u00a0September 2002 fassten der Kl\u00e4ger und die Kl\u00e4gerin einstimmig den folgenden Gesellschafterbeschluss in der GmbH: &#8222;Die Ertragssituation der Firma ist durch Umsatzeinbruch bei schlechteren Verkaufspreisen und durch Kostensteigerungen dramatisch schlechter geworden. Die Gehalts- und Pachtzahlungen an Herrn &lt;Kl\u00e4ger&gt; werden deshalb f\u00fcr die Zeit vom 01.09. &#8211; 31.12.2002 ausgesetzt.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entsprechend zahlte die GmbH an den Kl\u00e4ger f\u00fcr die Monate Januar bis August 2002 eine reduzierte Pacht von jeweils 3.343,34\u00a0EUR (insgesamt 26.746,72\u00a0EUR); f\u00fcr die Monate September bis Dezember 2002 zahlte sie keine Pacht. Die reduzierten bzw. &#8222;ausgesetzten&#8220; Betr\u00e4ge wurden sp\u00e4ter weder nachgezahlt noch in den Bilanzen des Kl\u00e4gers als Forderung aktiviert. Ab Januar 2003 zahlte die GmbH wieder das volle Entgelt an den Kl\u00e4ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Am 26.\u00a0September 2003 kam es erneut zu einer Vereinbarung zwischen der GmbH und dem Kl\u00e4ger, in der es hei\u00dft: &#8222;Der Vermieter erkl\u00e4rt sich in Anbetracht der anhaltenden Verlustsituation der Mieterin bereit, auf die Pachtzahlungen ab 01.10.2003 zu verzichten. Der Verzicht ist befristet bis zum 31.12.2003.&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2003 zahlte die GmbH insgesamt 60.180,12\u00a0EUR (9 x 6.686,68\u00a0EUR) an den Kl\u00e4ger. Ab Januar 2004 erbrachte sie wieder die vollen Pachtzahlungen. Die Grundst\u00fccksaufwendungen des Kl\u00e4gers betrugen in beiden Streitjahren jeweils 19.400\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au\u00dfenpr\u00fcfung vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, die Nutzungs\u00fcberlassung sei als teilweise unentgeltlich anzusehen. Damit falle der im Besitzunternehmen entstandene Grundst\u00fccksaufwand hinsichtlich des unentgeltlichen Teils der Nutzungs\u00fcberlassung unter das teilweise Abzugsverbot des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Das FA behandelte in den ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheiden vom 24.\u00a0Januar 2007 f\u00fcr das Streitjahr 2002 Betriebsausgaben in H\u00f6he von 6.466\u00a0EUR (50\u00a0% von 66,67\u00a0% von 19.400\u00a0EUR) und f\u00fcr das Streitjahr 2003 Betriebsausgaben in H\u00f6he von 2.425 EUR (50\u00a0% von 25\u00a0% von 19.400\u00a0EUR) als nicht abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Demgegen\u00fcber brachten die Kl\u00e4ger vor, die Verminderung des Entgelts sei nur f\u00fcr eine begrenzte Zeit angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der GmbH vereinbart worden und daher fremd\u00fcblich. Eine Verpachtung an einen Dritten sei wegen des hohen Leerstands bei Gewerbeimmobilien kaum m\u00f6glich gewesen. Da der Kl\u00e4ger allein in den Jahren 1996 bis 2003 aus der Nutzungs\u00fcberlassung \u00dcbersch\u00fcsse von ca. 325.000\u00a0EUR erzielt habe, w\u00e4re auch ein fremder Dritter bereit gewesen, der GmbH f\u00fcr eine begrenzte Zeit wirtschaftlich entgegenzukommen, um das Pachtverh\u00e4ltnis auf Dauer fortsetzen zu k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f\u00fchrte in seinem Urteil (Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1135) aus, f\u00fcr die Anwendung des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG gen\u00fcge bereits ein mittelbarer (objektiv kausaler oder finaler) Zusammenhang zwischen Betriebsausgaben und nach \u00a7\u00a03 Nr.\u00a040 EStG teilweise steuerbefreiten Einnahmen. Ein solcher Zusammenhang sei hier gegeben, da auch eine lediglich vor\u00fcbergehende Minderung des vereinbarten Entgelts f\u00fcr die Nutzungs\u00fcberlassung bzw. ein vor\u00fcbergehender Verzicht auf das Entgelt zu einer Erh\u00f6hung des Gewinns der GmbH f\u00fchre, an dem der Gesellschafter durch Gewinnaussch\u00fcttungen teilnehme. Die in der Literatur vertretene Auffassung, wonach die Einkunftsquelle &#8222;Nutzungs\u00fcberlassung&#8220; eine Sperrwirkung entfalte, \u00fcberzeuge nicht, da sowohl die Pacht- als auch die Dividendeneinnahmen im Rahmen eines einheitlichen gewerblichen Besitzunternehmens erzielt w\u00fcrden und es daher an der Existenz zweier getrennter Einkunftsquellen fehle. Eine Ausnahme komme nur dann in Betracht, wenn auch das gek\u00fcrzte Entgelt noch als angemessen angesehen werden k\u00f6nne. Daran fehle es vorliegend aber, weil der urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Streitjahre vereinbarte Betrag sowohl in den Vor- als auch in den Folgejahren tats\u00e4chlich gezahlt worden und daher als angemessen anzusehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Reduzierung des Entgelts bzw. der Verzicht halte einem Fremdvergleich nicht stand. Der Kl\u00e4ger k\u00f6nne hier nicht im Interesse der Aufrechterhaltung des Pachtverh\u00e4ltnisses zum Zwecke der Sanierung der GmbH gehandelt haben, weil sein Sanierungsbeitrag seine Beteiligungsquote \u00fcberschritten habe. Denn nur er, nicht aber die Kl\u00e4gerin habe einen Beitrag zur Sanierung der GmbH geleistet. Der Gesellschafterbeschluss vom 13.\u00a0September 2002 sei nicht fremd\u00fcblich, weil es sich um eine einseitige Aussetzung der Zahlungen gehandelt habe, an der der Verp\u00e4chter nicht beteiligt gewesen sei. Zudem w\u00e4re ein fremder Dritter allenfalls mit einer Stundung der Zahlbetr\u00e4ge einverstanden gewesen, h\u00e4tte aber keinen endg\u00fcltigen Verzicht erkl\u00e4rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision vertreten die Kl\u00e4ger weiterhin die Auffassung, die vor\u00fcbergehende Herabsetzung der Pachtzahlungen sei fremd\u00fcblich gewesen, zumal Pachtverzichte ein h\u00e4ufiges Mittel im Rahmen von Sanierungen seien. Zudem bedeute allein der unterbliebene Ausweis einer Forderung gegen die GmbH nicht, dass der Kl\u00e4ger endg\u00fcltig auf die Nachzahlung verzichtet habe. Vielmehr k\u00f6nne der Kl\u00e4ger auch aufgrund der finanziellen Situation der GmbH vom Ausweis einer Forderung abgesehen haben. Ferner verweisen die Kl\u00e4ger darauf, dass der Kl\u00e4ger an dem Gesellschafterbeschluss vom 13.\u00a0September 2002 beteiligt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger beantragen sinngem\u00e4\u00df,<br \/>\ndas angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 13.\u00a0Juni 2007 aufzuheben und die Einkommensteuer 2002 und 2003 unter \u00c4nderung der Bescheide vom 24.\u00a0Januar 2007 in der Weise festzusetzen, dass die Eink\u00fcnfte des Kl\u00e4gers aus Gewerbebetrieb um 6.467\u00a0EUR (2002) bzw. 2.425\u00a0EUR (2003) gemindert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>\ndie Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat bei seiner Entscheidung die neuere Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Auslegung des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG noch nicht ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen und demzufolge auch nicht die f\u00fcr eine abschlie\u00dfende Beurteilung des Streitfalls erforderlichen Feststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 Satz\u00a01 Halbsatz\u00a01 EStG in der in den Streitjahren 2002 und 2003 geltenden Fassung d\u00fcrfen Betriebsverm\u00f6gensminderungen, Betriebsausgaben, Ver\u00e4u\u00dferungskosten oder Werbungskosten, die mit den dem \u00a7\u00a03 Nr.\u00a040 EStG zugrunde liegenden Betriebsverm\u00f6gensmehrungen oder Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, unabh\u00e4ngig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsverm\u00f6gensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Eink\u00fcnfte nur zur H\u00e4lfte (ab dem Veranlagungszeitraum 2009: zu 60\u00a0%) abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Der IV. Senat des BFH hat &#8211;unter Heranziehung der in den Entscheidungen des erkennenden Senats vom 18.\u00a0April 2012 X\u00a0R\u00a05\/10 (BFHE 237, 106) und X\u00a0R\u00a07\/10 (BFHE 237, 119) f\u00fcr die Beurteilung substanzbezogener Wertminderungen entwickelten Grunds\u00e4tze&#8211; zur Behandlung laufender Aufwendungen auf Wirtschaftsg\u00fcter, die einer Kapitalgesellschaft von einem Gesellschafter zur Nutzung \u00fcberlassen werden, die folgenden Leitlinien aufgestellt (Urteile vom 28.\u00a0Februar 2013 IV\u00a0R\u00a049\/11, BFHE 240, 333, und IV\u00a0R\u00a04\/11, BFH\/NV 2013, 1081):<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch f\u00fcr die Abgrenzung von Aufwendungen, die durch voll steuerpflichtige Einnahmen veranlasst seien, zu solchen, die durch teilweise steuerfreie Einnahmen veranlasst seien, sei ma\u00dfgebend, aus welchen Gr\u00fcnden (&#8222;ausl\u00f6sendes Moment&#8220;) der Steuerpflichtige die Aufwendungen t\u00e4tige. Daher seien auch innerhalb einer Einkunftsart Aufwendungen derjenigen &#8211;voll steuerpflichtigen oder teilweise steuerfreien&#8211; Einnahmenart zuzuordnen, die im Vordergrund stehe und die Beziehungen zu anderen Einnahmenarten verdr\u00e4nge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aufwendungen, die dem Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft durch die Nutzungs\u00fcberlassung eines Wirtschaftsguts an die Gesellschaft entst\u00fcnden, seien voll abziehbar, wenn die Nutzungs\u00fcberlassung zu Konditionen erfolge, die einem Fremdvergleich standhielten. In einem solchen Fall seien die Aufwendungen vorrangig durch die Erzielung voll steuerpflichtiger Einnahmen aus der Nutzungs\u00fcberlassung veranlasst. Demgegen\u00fcber sei bei einer unentgeltlichen &#8211;und daher nicht fremd\u00fcblichen&#8211; Nutzungs\u00fcberlassung ein Zusammenhang mit k\u00fcnftigen Ertr\u00e4gen aus der Beteiligung gegeben. Dieser Zusammenhang erm\u00f6gliche zwar trotz der Unentgeltlichkeit der Nutzungs\u00fcberlassung den Abzug der entsprechenden Aufwendungen, f\u00fchre aber zur Anwendung des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG. Davon ausgenommen seien indes substanzbezogene Aufwendungen wie Absetzungen f\u00fcr Abnutzung (AfA) und Erhaltungsaufwendungen; diese seien in Fortentwicklung der Senatsurteile in BFHE 237, 106 und BFHE 237, 119 unabh\u00e4ngig von den Gr\u00fcnden des Pachtverzichts stets in vollem Umfang abziehbar. Im Fall einer verbilligten (teilentgeltlichen) \u00dcberlassung seien die Aufwendungen nach Ma\u00dfgabe des Verh\u00e4ltnisses zwischen dem tats\u00e4chlich gezahlten und dem fremd\u00fcblichen Pachtentgelt aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Veranlassungszusammenhang k\u00f6nne sich im Laufe der Zeit \u00e4ndern. Bei einem Verzicht auf vertraglich vereinbarte Pachteinnahmen komme es darauf an, ob der Verzicht durch das Pachtverh\u00e4ltnis oder aber das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis veranlasst sei. Die auf Seiten des Verp\u00e4chters vorhandenen Gr\u00fcnde f\u00fcr den Verzicht seien durch die Tatsacheninstanz zu ermitteln und unter dem Gesichtspunkt des Fremdvergleichs zu w\u00fcrdigen. Ein Pachtverzicht aufgrund eines generellen Absinkens der markt\u00fcblichen Pachtentgelte oder im Rahmen einer fremd\u00fcblichen Sanierungsma\u00dfnahme spreche f\u00fcr eine Veranlassung durch das Pachtverh\u00e4ltnis. Demgegen\u00fcber deute es auf eine Veranlassung durch das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis hin, wenn ein fremder Dritter den Verzicht in der konkreten Situation weder in zeitlicher Hinsicht noch der H\u00f6he nach akzeptiert, sondern weiterhin auf der Zahlung des vereinbarten Entgelts bestanden oder aber das Pachtverh\u00e4ltnis beendet h\u00e4tte. Im Rahmen dieser W\u00fcrdigung liege die Feststellungslast beim FA, weil \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG die Abzugsf\u00e4higkeit von grunds\u00e4tzlich eink\u00fcnftemindernd zu ber\u00fccksichtigenden Aufwendungen einschr\u00e4nke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat schlie\u00dft sich diesen Grunds\u00e4tzen an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Auf dieser Grundlage hat der IV. Senat die von der dortigen Vorinstanz getroffene W\u00fcrdigung best\u00e4tigt, an der Fremd\u00fcblichkeit fehle es &#8211;mit der Folge der grunds\u00e4tzlichen Anwendbarkeit des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG&#8211;, wenn ein Besitzunternehmer die vereinbarte Pacht gegen\u00fcber einer in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Betriebs-Kapitalgesellschaft \u00fcber mehrere Jahre hinweg nicht geltend mache, ohne von seinem Recht zur K\u00fcndigung des Pachtvertrags Gebrauch zu machen (Urteil in BFHE 240, 333, unter B.II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In einem weiteren Verfahren hat der IV. Senat die Feststellung des dortigen Tatrichters, der Steuerpflichtige habe unwidersprochen und in nachvollziehbarer Weise vorgetragen, der vor\u00fcbergehende Verzicht auf Pachtzins habe dem Bestand und der Erhaltung des Mietverh\u00e4ltnisses gedient, allein nicht ausreichen lassen, um die Fremd\u00fcblichkeit eines erheblichen Pachtverzichts (vollst\u00e4ndiger Verzicht f\u00fcr ein Jahr, danach dauerhafte Herabsetzung von zuvor 4.800\u00a0DM auf 1.000\u00a0EUR monatlich) bejahen zu k\u00f6nnen (Urteil in BFH\/NV 2013, 1081).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Grunds\u00e4tzen kann die Vorentscheidung keinen Bestand haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zum einen beruht das angefochtene Urteil auf der &#8211;vom IV.\u00a0Senat zu Recht abgelehnten&#8211; Vorstellung, im Rahmen eines einheitlichen gewerblichen Besitzunternehmens k\u00f6nne nicht zwischen den Einkunftsquellen &#8222;Nutzungs\u00fcberlassung&#8220; einerseits und &#8222;Beteiligungsertr\u00e4ge&#8220; andererseits differenziert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Dar\u00fcber hinaus kann die Fremd\u00fcblichkeit des im Streitfall ausgesprochenen, lediglich vor\u00fcbergehenden Pachtverzichts nicht mit den vom FG angestellten Erw\u00e4gungen verneint werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit das FG anf\u00fchrt, der Gesellschafterbeschluss vom 13.\u00a0September 2002, mit dem die Pachtzahlungen f\u00fcr September bis Dezember 2002 ausgesetzt worden sind, sei mangels Beteiligung des Verp\u00e4chters nicht fremd\u00fcblich, \u00fcbersieht es, dass dieser Beschluss auch vom Kl\u00e4ger unterzeichnet worden ist. Da der Kl\u00e4ger sowohl Gesellschafter als auch Verp\u00e4chter war, ist nicht anzunehmen, dass er zwar in seiner Funktion als Gesellschafter mit dem Pachtverzicht einverstanden war, sich in seiner Funktion als Verp\u00e4chter aber trotz seiner Unterschriftsleistung als nicht an diesem Beschluss beteiligt angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ferner verneint das FG ein Handeln des Kl\u00e4gers in Sanierungsabsicht mit der Begr\u00fcndung, nur er, nicht aber die Kl\u00e4gerin als Minderheitsgesellschafterin habe einen Sanierungsbeitrag geleistet. Indes ist in Sanierungsf\u00e4llen nach der dargestellten h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung nicht die gleichm\u00e4\u00dfige Beteiligung aller Gesellschafter, sondern die Fremd\u00fcblichkeit der Sanierungshandlung desjenigen Gl\u00e4ubigers, der zugleich Gesellschafter ist &#8211;insbesondere die Beteiligung auch gesellschaftsfremder Personen&#8211; ma\u00dfgebend (vgl. BFH-Urteil in BFHE 240, 333, unter B.II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dass ein fremder Dritter keinen endg\u00fcltigen Verzicht erkl\u00e4rt h\u00e4tte, sondern allenfalls mit einer Stundung einverstanden gewesen w\u00e4re, wird vom FG nicht n\u00e4her begr\u00fcndet und kann den erkennenden Senat daher nicht binden (zu den Anforderungen an bindende Tatsachenfeststellungen vgl. Senatsurteil vom 19.\u00a0Oktober 2011 X\u00a0R\u00a065\/09, BFHE 235, 304, BStBl II 2012, 345, unter II.1. vor a). Ein entsprechender Erfahrungssatz ist dem Senat jedenfalls nicht bekannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Zudem hat das FG keine Feststellungen dazu getroffen, in welchem Umfang die Aufwendungen f\u00fcr die Nutzungs\u00fcberlassung als substanzbezogen (AfA, Erhaltungsaufwand) anzusehen und daher stets in vollem Umfang abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. F\u00fcr das weitere Verfahren weist der Senat &#8211;ohne die Bindungswirkung des \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a05 FGO&#8211; darauf hin, dass der Streitfall im Vergleich zu den vom IV. Senat entschiedenen F\u00e4llen, in denen eine Fremd\u00fcblichkeit des Pachtverzichts entweder zu verneinen war oder jedenfalls nicht abschlie\u00dfend festgestellt werden konnte, einige Besonderheiten aufweist, die zugunsten der Kl\u00e4ger sprechen k\u00f6nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>So lag die H\u00f6he des vertraglich vereinbarten Pachtzinses (j\u00e4hrlich 80.240\u00a0EUR) so erheblich \u00fcber den anfallenden Aufwendungen (j\u00e4hrlich 19.400\u00a0EUR), dass der Kl\u00e4ger nicht nur in der Vergangenheit beachtliche \u00dcbersch\u00fcsse aus der Verpachtung erzielen konnte, sondern selbst in den von Pachtverzichten gepr\u00e4gten Streitjahren jeweils noch nennenswerte \u00dcbersch\u00fcsse aus der Verpachtung erwirtschaftete. Ob diese \u00dcbersch\u00fcsse auch im Fall einer K\u00fcndigung des Pachtverh\u00e4ltnisses und der Suche nach einem neuen P\u00e4chter h\u00e4tten erzielt werden k\u00f6nnen, d\u00fcrfte zumindest zweifelhaft sein, zumal das FG f\u00fcr die Folgejahre keine weiteren Pachtausf\u00e4lle festgestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zudem waren die Entgeltminderung (acht Monate) bzw. die Pachtverzichte (vier bzw. drei Monate) auf relativ kurze Zeitr\u00e4ume befristet. Nach Auslaufen dieser Sondervereinbarungen hat die GmbH sogleich wieder den vollen vereinbarten Betrag entrichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auf der anderen Seite reicht allein die Behauptung der Kl\u00e4ger, ein Wechsel der P\u00e4chterin sei wegen des hohen Leerstands bei Gewerbeimmobilien kaum m\u00f6glich gewesen, nicht aus, um die Fremd\u00fcblichkeit des vor\u00fcbergehenden Pachtverzichts zu bejahen. Zwar tr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich das FA die Feststellungslast f\u00fcr das Vorliegen der Voraussetzungen des \u00a7\u00a03c Abs.\u00a02 EStG; gleichwohl bleibt es auch in diesem Bereich bei der Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen. Dieser ist daher jedenfalls dann, wenn der Pachtverzicht sich nicht lediglich auf einen ganz kurzen Zeitraum beschr\u00e4nkt und &#8211;wie hier&#8211; nicht in Form einer Stundung, sondern endg\u00fcltig ausgesprochen wird, unter dem Gesichtspunkt des Fremdvergleichs gehalten, dem FA ein Mindestma\u00df an substantiierten Darlegungen sowohl zur regionalen Marktlage im Bereich der Gewerbeimmobilien als auch zu seiner Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Zukunftsaussichten der P\u00e4chterin zu unterbreiten. Solche Angaben sind dem Steuerpflichtigen schon deshalb zumutbar, weil er &#8211;sofern seine Handlungsweise vorrangig durch das Pachtverh\u00e4ltnis, nicht aber durch das Gesellschaftsverh\u00e4ltnis veranlasst gewesen ist&#8211; entsprechende \u00dcberlegungen bereits zur Vorbereitung seiner kaufm\u00e4nnischen Entscheidung angestellt haben muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Erg\u00e4nzend kann der vom IV.\u00a0Senat benannte Gesichtspunkt zu ber\u00fccksichtigen sein, ob auch fremde Vertragspartner der Betriebs-Kapitalgesellschaft w\u00e4hrend deren Liquidit\u00e4tskrise auf Forderungen bzw. vertragliche Anspr\u00fcche endg\u00fcltig verzichtet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Bereich des fremd\u00fcblichen Verhaltens wird zudem verlassen, wenn der Vollzug des Nutzungs\u00fcberlassungsvertrags durch willk\u00fcrliche Aussetzung und anschlie\u00dfende Wiederaufnahme der Zahlungen sowie durch Schwankungen in der H\u00f6he des Zahlbetrags gekennzeichnet ist, die nicht durch solche \u00c4nderungen der Verh\u00e4ltnisse gerechtfertigt sind, die auch ein fremder Vertragspartner zum Anlass einer Vertrags\u00e4nderung genommen h\u00e4tte (vgl. Senatsurteil vom 3.\u00a0M\u00e4rz 2004 X\u00a0R\u00a014\/01, BFHE 205, 261, BStBl II 2004, 826, unter II.6.a). Allein der Umstand, dass die Pacht vor den Streitjahren mehrfach erh\u00f6ht worden ist, stellt jedoch keine &#8222;Schwankung des Zahlbetrags&#8220; in diesem Sinne dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 17\/11 Anwendung des Halbabzugsverbots auf laufende Aufwendungen in F\u00e4llen des vor\u00fcbergehenden Pachtverzichts bei Betriebsaufspaltung Leits\u00e4tze 1. Aufwendungen, die dem Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft durch die Nutzungs\u00fcberlassung eines Wirtschaftsguts an die Gesellschaft entstehen, sind nicht vorrangig durch die Beteiligungs-, sondern durch die Miet- oder Pachteink\u00fcnfte veranlasst und daher ungeachtet des \u00a7 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-17-11-anwendung-des-halbabzugsverbots-auf-laufende-aufwendungen-in-faellen-des-voruebergehenden-pachtverzichts-bei-betriebsaufspaltung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;17\/11 &#8211; Anwendung des Halbabzugsverbots auf laufende Aufwendungen in F&auml;llen des vor&uuml;bergehenden Pachtverzichts bei Betriebsaufspaltung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[2264],"class_list":["post-59616","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-betriebsaufspaltung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59616","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59616\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}