{"id":59625,"date":"2013-09-12T10:55:15","date_gmt":"2013-09-12T08:55:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=59625"},"modified":"2013-09-12T10:55:15","modified_gmt":"2013-09-12T08:55:15","slug":"ix-s-14-13-keine-gehoersverletzung-bei-nichtberuecksichtigung-von-im-vorausgegangenen-beschwerdeverfahren-nicht-vorgebrachter-ueberlegungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-s-14-13-keine-gehoersverletzung-bei-nichtberuecksichtigung-von-im-vorausgegangenen-beschwerdeverfahren-nicht-vorgebrachter-ueberlegungen\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;S&nbsp;14\/13 &#8211; Keine Geh&ouml;rsverletzung bei Nichtber&uuml;cksichtigung von im vorausgegangenen Beschwerdeverfahren nicht vorgebrachter &Uuml;berlegungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.7.2013, IX S 14\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Geh&ouml;rsverletzung bei Nichtber&uuml;cksichtigung von im vorausgegangenen Beschwerdeverfahren nicht vorgebrachter &Uuml;berlegungen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;133a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist auf R&uuml;ge eines durch eine gerichtliche Entscheidung beschwerten Beteiligten das Verfahren fortzuf&uuml;hren, wenn das Gericht den Anspruch dieses Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat. Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r kann nur dann i.S. von &sect;&nbsp;133a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO in entscheidungserheblicher Weise verletzt sein, wenn der Bundesfinanzhof (BFH) bei seiner Beschwerdeentscheidung ein Vorbringen im Zusammenhang mit der Darlegung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 bis 3 FGO nicht zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen hat und die Revision bei Ber&uuml;cksichtigung dieses Vorbringens h&auml;tte zugelassen werden m&uuml;ssen. Grunds&auml;tzlich ist davon auszugehen, dass das Gericht das von ihm entgegengenommene Vorbringen eines Beteiligten auch zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen hat, zumal es nach Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes nicht verpflichtet ist, sich mit jedem Vorbringen in der Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung ausdr&uuml;cklich zu befassen. Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r ist daher erst dann verletzt, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des einzelnen Falles deutlich ergibt, dass das Gericht ein tats&auml;chliches Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (vgl. die st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, z.B. Beschluss vom 28.&nbsp;November 2011 III&nbsp;S&nbsp;9\/11, BFH\/NV 2012, 433, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen dem Vortrag des Kl&auml;gers, Beschwerdef&uuml;hrers und R&uuml;gef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat der erkennende Senat das entscheidungserhebliche Vorbringen in der Beschwerdebegr&uuml;ndung erwogen, daraus aber nicht den Schluss gezogen, die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO. Im Beschluss vom 14.&nbsp;Mai 2013 (IX&nbsp;B&nbsp;6\/13) hat der Senat dazu ausgef&uuml;hrt, nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) st&uuml;nden in den Veranlagungszeitr&auml;umen 1991 bis 1994 den (behaupteten) negativen Eink&uuml;nften der Jahre 1985 bis 1992 ausreichende positive Gesamtbetr&auml;ge der Eink&uuml;nfte gegen&uuml;ber. Das bedeutet zugleich, dass eine (begehrte) Verlustfeststellung jenseits der f&uuml;r die Verlustentstehungsjahre bereits abgelaufenen Feststellungsfristen nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 der Abgabenordnung f&uuml;r weitere Steuerfestsetzungen ohne Bedeutung ist. Wenn der Kl&auml;ger nun diese Feststellungen in Frage stellt und behauptet, es h&auml;tten vorrangig andere Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen, so dass ein nach 2002 vorzutragender Verlust von 15.563&nbsp;DM verblieben w&auml;re, handelt es sich um gegen&uuml;ber der Beschwerdebegr&uuml;ndung im Verfahren IX&nbsp;B&nbsp;6\/13 neuen Vortrag, den der erkennende Senat nicht hat erw&auml;gen k&ouml;nnen. Konnte der Senat zu diesem Vorbringen weder Stellung nehmen noch es &uuml;bergehen, scheidet eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r insofern aus (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 433).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jenseits dessen bemerkt der Senat noch Folgendes: Der Vortrag ist zwar m&ouml;glicherweise &#8211;seine Richtigkeit unterstellt&#8211; f&uuml;r die Rechtsanwendung beachtlich; denn es kommt nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (1990 bis 1992) &#8211;EStG&#8211; auf den Abzug nicht ausgeglichener Verluste &quot;wie&quot; Sonderausgaben an (vgl. zur alten Rechtslage und der Rechtsauffassung eines Abzugs nach dem Prinzip der &quot;Meistbeg&uuml;nstigung&quot; Heuermann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10d Rz&nbsp;B&nbsp;76&nbsp;f., m.w.N.). Indes f&uuml;hrt der Kl&auml;ger in seiner R&uuml;geschrift nicht aus, welcher Zulassungsgrund erf&uuml;llt w&auml;re, wenn das FG diesen Umstand etwa &uuml;bersehen und deshalb gegen &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 EStG versto&szlig;en h&auml;tte (vgl. zu qualifizierten Rechtsanwendungsfehlern, z.B. die BFH-Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2011 IX&nbsp;B&nbsp;144\/10, BFH\/NV 2011, 1367, und &#8211;in Bezug auf &sect;&nbsp;133a FGO&#8211; in BFH\/NV 2012, 433). Au&szlig;erdem hat das FG f&uuml;r den BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend keine vorrangig abziehbaren Sonderausgaben festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge wird eine Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 50&nbsp;EUR erhoben (vgl. Nr.&nbsp;6400 der Anlage&nbsp;1 zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes &#8211; Kostenverzeichnis).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.7.2013, IX S 14\/13 Keine Geh&ouml;rsverletzung bei Nichtber&uuml;cksichtigung von im vorausgegangenen Beschwerdeverfahren nicht vorgebrachter &Uuml;berlegungen Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Anh&ouml;rungsr&uuml;ge ist unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;133a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist auf R&uuml;ge eines durch eine gerichtliche Entscheidung beschwerten Beteiligten das Verfahren fortzuf&uuml;hren, wenn das Gericht den Anspruch dieses Beteiligten auf rechtliches &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-s-14-13-keine-gehoersverletzung-bei-nichtberuecksichtigung-von-im-vorausgegangenen-beschwerdeverfahren-nicht-vorgebrachter-ueberlegungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;S&nbsp;14\/13 &#8211; Keine Geh&ouml;rsverletzung bei Nichtber&uuml;cksichtigung von im vorausgegangenen Beschwerdeverfahren nicht vorgebrachter &Uuml;berlegungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-59625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59625\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}