{"id":59958,"date":"2013-09-18T15:59:17","date_gmt":"2013-09-18T13:59:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=59958"},"modified":"2013-09-18T15:59:17","modified_gmt":"2013-09-18T13:59:17","slug":"vii-r-66-11-sicherstellung-eines-strahlenschutzcontainers-der-nach-ausfuhr-eines-bestrahlungsgeraets-in-den-iran-wieder-eingefuehrt-werden-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-66-11-sicherstellung-eines-strahlenschutzcontainers-der-nach-ausfuhr-eines-bestrahlungsgeraets-in-den-iran-wieder-eingefuehrt-werden-sollte\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;66\/11 &#8211; Sicherstellung eines Strahlenschutzcontainers, der nach Ausfuhr eines Bestrahlungsger&auml;ts in den Iran wieder eingef&uuml;hrt werden sollte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2012, VII R 66\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Sicherstellung eines Strahlenschutzcontainers, der nach Ausfuhr eines Bestrahlungsger&auml;ts in den Iran wieder eingef&uuml;hrt werden sollte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) hatte zur Jahreswende 2008\/2009 ein Bestrahlungsger&auml;t f&uuml;r &#8230;, das eine Strahlenquelle darstellt, in den Iran ausgef&uuml;hrt. Daf&uuml;r wurde ein Transportcontainer verwendet, der zur Abschirmung der radioaktiven Strahlung rd. 160&nbsp;kg abgereichertes Uran enth&auml;lt. Im September 2009 gelangte dieser Container zur&uuml;ck in die Union und wurde dem Zollamt X Flughafen des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) zur Abfertigung in den freien Verkehr gestellt. Die Zollanmeldung wurde zun&auml;chst angenommen, jedoch wenige Tage sp&auml;ter f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt und der Container sichergestellt, da er nach den gegen&uuml;ber dem Iran bestehenden Embargobestimmungen (Verordnung (EG) Nr.&nbsp;423\/2007 &#8211;VO Nr.&nbsp;423\/2007&#8211; des Rates vom 19.&nbsp;April 2007 &uuml;ber restriktive Ma&szlig;nahmen gegen Iran, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.&nbsp;L&nbsp;103\/1, in der Fassung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1110\/2008 des Rates vom 10.&nbsp;November 2008, ABlEU Nr.&nbsp;L&nbsp;300\/1) nicht eingef&uuml;hrt werden d&uuml;rfe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Klage der Kl&auml;gerin hat das Finanzgericht (FG) die Sicherstellungsverf&uuml;gung und die dazu ergangene Einspruchsentscheidung aufgehoben. Es urteilte, die Einfuhr des Containers sei weder aufgrund des Anhangs&nbsp;I zur VO&nbsp;Nr.&nbsp;423\/2007 noch des &#8211;durch eben genannte &Auml;nderungsverordnung eingef&uuml;gten&#8211; Anhanges&nbsp;IA verboten. In der Unterpos.&nbsp;AO.013 dieses Anhangs werde zwar abgereichertes Uran sowie jedes andere Material, das solches enthalte, aufgef&uuml;hrt. Es unterliege jedoch nach dem Wortlaut dieser Vorschrift dem Embargo nur, soweit es nicht in Nr.&nbsp;0C001 der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1334\/2000 des Rates vom 22.&nbsp;Juni 2000 &uuml;ber eine Gemeinschaftsregelung f&uuml;r die Kontrolle der Ausfuhr von G&uuml;tern und Technologien mit doppeltem Verwendungszweck (VO Nr.&nbsp;1334\/2000 &#8211;sog. Dual-Use-VO&#8211;; Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften Nr.&nbsp;L&nbsp;159\/1) in der Fassung der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1183\/2007 des Rates vom 18.&nbsp;September 2007 (ABlEU Nr.&nbsp;L&nbsp;278\/1) erfasst sei (heute: Verordnung (EG) Nr.&nbsp;428\/2009 des Rates vom 5.&nbsp;Mai 2009 &uuml;ber eine Gemeinschaftsregelung f&uuml;r die Kontrolle der Ausfuhr, der Verbringung, der Vermittlung und der Durchfuhr von G&uuml;tern mit doppeltem Verwendungszweck, ABlEU Nr.&nbsp;L&nbsp;134\/1). Diese Bestimmung erfasse zwar abgereichertes Uran, in einer Anmerkung werde selbiges jedoch ausgenommen, wenn es f&uuml;r nicht nukleare, zivile Verwendungszwecke (z.B. Abschirmungen und Verpackungen) besonders hergestellt ist. Insofern unterliege es nicht der von der Dual-Use-VO aufgestellten Ausfuhrgenehmigungspflicht und auch nicht dem Embargo. Ein anderes Verst&auml;ndnis widerspr&auml;che dem Sinn und Zweck der Embargoregelung, die sich nicht auf den friedlichen Zweck des Nuklearprogramms Irans beziehe, wobei es keinen Anhaltspunkt daf&uuml;r gebe, dass das abgereicherte Uran im Streitfall zu einem anderen Zweck h&auml;tte hergestellt worden sein k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision des HZA, das unter Bezugnahme auf die Stellungnahme des Bundesamtes f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geltend macht, diese Auslegung der Nr.&nbsp;IA.AO.013 der Embargoverordnung sei nicht haltbar. Nach der Deutung des FG solle diese Verordnung nur solche Waren erfassen, die in der Nr.&nbsp;0C001 der Dual-Use-VO in keiner, auch nicht in ausweisender Hinsicht angesprochen werden. W&auml;re diese Auslegung richtig, h&auml;tte die betreffende Nummer der Embargoverordnung allerdings keinerlei Anwendungsbereich, weil in der Nr.&nbsp;0C001 der Dual-Use-VO s&auml;mtliche Waren, die abgereichertes Uran enthalten, entweder in zu- oder ausweisender Hinsicht angesprochen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Auslegung des FG spreche auch nicht der Zweck der Embargoverordnung, den Iran von Waren fernzuhalten, die zu proliferationsrelevanten Zwecken beitragen k&ouml;nnten. Denn auch wenn der strittige Container f&uuml;r zivile Transporte konzipiert worden sei, sei seine missbr&auml;uchliche Nutzung im proliferationsrelevanten Bereich nicht ausgeschlossen, ohne dass die europ&auml;ischen Beh&ouml;rden &uuml;ber eine solche Verwendung Feststellungen treffen k&ouml;nnten. Im Streitfall habe insofern eine nicht nur theoretische M&ouml;glichkeit bestanden, nachdem sich der Container etwa acht Monate im Iran befunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt, unter Aufhebung des Urteils des FG die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Sicherstellungsbescheids sowie der diesbez&uuml;glichen Einspruchsentscheidung festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision des HZA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie macht sich die Auslegung des FG zu eigen und tr&auml;gt erg&auml;nzend vor, es bestehe kein Bed&uuml;rfnis, die R&uuml;ckfuhr des Containers nach Deutschland zu verbieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des HZA ist begr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Das Urteil des FG verletzt Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Der angefochtene Bescheid ist rechtm&auml;&szlig;ig (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie bereits in dem angefochtenen Urteil zutreffend dargestellt, hat das HZA gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;75 Buchst.&nbsp;a Anstrich 4 des Zollkodex, &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Zollverwaltungsgesetzes Waren sicher zu stellen, sofern diese von der vorgenannten Embargoverordnung Nr.&nbsp;423\/2007 erfasst sind. Nach deren Artikel&nbsp;4 ist es verboten, die in den Anh&auml;ngen&nbsp;I und IA aufgef&uuml;hrten G&uuml;ter und Technologien aus Iran einzuf&uuml;hren, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob es sich um Ursprungserzeugnisse Irans handelt oder &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht. In dem Anhang&nbsp;IA ist bei der Unterpos.&nbsp;AO.013 u.a. &quot;abgereichertes Uran&quot; aufgef&uuml;hrt, &quot;soweit nicht in Nr.&nbsp;0C001&quot; erfasst. Wie in den einleitenden Anmerkungen zu dem Anhang&nbsp;IA unter Nr.&nbsp;1 angegeben ist, bezieht sich diese Referenznummer auf die Dual-Use-VO&nbsp;Nr.&nbsp;1334\/2000. An der entsprechenden Stelle des Anhangs&nbsp;I &#8211;Anhang&nbsp;I enth&auml;lt die Liste der Dual-Use-G&uuml;ter und -Technologien&#8211; ist zur Nr.&nbsp;0C001 abgereichertes Uran sowie jedes andere Material aufgef&uuml;hrt, das einen der vorstehend genannten Stoffe (n&auml;mlich u.a. abgereichertes Uran) enth&auml;lt. Dem ist jedoch folgende Anmerkung hinzugef&uuml;gt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Nr.&nbsp;0C001 erfasst nicht:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">abgereichertes Uran, besonders hergestellt f&uuml;r folgende, nicht nukleare zivile Verwendungszwecke:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Abschirmungen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table style=\"margin-left:18\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verpackungen &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat vermag nicht die Auffassung des FG zu teilen, diese Anmerkung sei bei der Anwendung der Embargovorschriften dahin zu ber&uuml;cksichtigen, dass abgereichertes Uran &#8211;weil es, unbeschadet vorgenannter Ausweisung an sich von der Dual-Use-VO erfasst wird und solche Materialien durch den vorgenannten Soweit-Satz von der Anwendung des Embargos ausgenommen sind&#8211; dem Embargo nicht unterliegt. Zum einen erschlie&szlig;t sich dem Senat nicht, warum die in der Embargoverordnung Nr.&nbsp;423\/2007 enthaltene Beschr&auml;nkung auf die von der Dual-Use-VO nicht erfassten G&uuml;ter auch G&uuml;ter erfassen sollte, die zwar grunds&auml;tzlich in der Dual-Use-VO angesprochen, von ihrem Anwendungsbereich durch oben zitierte Anweisung jedoch ausgenommen werden. Zudem &uuml;berzeugt der Hinweis des HZA, dass bei einem solchen Verst&auml;ndnis der Vorschriften der Soweit-Satz in der Embargovorschrift alle von der vorhergehenden Warenbeschreibung erfassten G&uuml;ter von dem Embargo ausnehmen w&uuml;rde, sich also die Nr.&nbsp;I.AO.013 selbst aufheben w&uuml;rde. Dass das nicht Sinn der Verordnung sein kann, liegt auf der Hand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der &Uuml;berlegung des FG, es gebe keinen Anlass, f&uuml;r zivile Verwendungszwecke bestimmte G&uuml;ter einem Embargo zu unterwerfen, ist das HZA im &Uuml;brigen mit der f&uuml;r den Senat &uuml;berzeugenden Erw&auml;gung entgegengetreten, die Zollbeh&ouml;rde k&ouml;nne nicht feststellen, ob eine Ware tats&auml;chlich im Iran f&uuml;r einen solchen Zweck verwendet werden soll bzw. &#8211;im Falle der Einfuhr in die Union&#8211; verwendet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies erscheint es plausibel, dass der Gesetzgeber durch den ausweisenden Hinweis der Embargoverordnung auf die Dual-Use-VO Waren, die nach deren Regelungen ohnehin bei der Ausfuhr unter Genehmigungspflicht stehen, von der Anwendung des Embargos ausgenommen hat. Denn bei der Erteilung dieser Genehmigung k&ouml;nnen und m&uuml;ssen die Erw&auml;gungen ber&uuml;cksichtigt werden, die auch daf&uuml;r ma&szlig;geblich sind, ob eine Ware in das Embargo einzubeziehen ist (vgl. insbesondere Art.&nbsp;12 der Dual-Use-VO). Die hier streitigen Waren unterliegen jedoch aufgrund des ausweisenden Hinweises in der Dual-Use-VO einer solchen Genehmigungspflicht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG, das die Rechtslage anders gedeutet hat, ist folglich aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2012, VII R 66\/11 Sicherstellung eines Strahlenschutzcontainers, der nach Ausfuhr eines Bestrahlungsger&auml;ts in den Iran wieder eingef&uuml;hrt werden sollte Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) hatte zur Jahreswende 2008\/2009 ein Bestrahlungsger&auml;t f&uuml;r &#8230;, das eine Strahlenquelle darstellt, in den Iran ausgef&uuml;hrt. Daf&uuml;r wurde ein Transportcontainer verwendet, der zur Abschirmung der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-66-11-sicherstellung-eines-strahlenschutzcontainers-der-nach-ausfuhr-eines-bestrahlungsgeraets-in-den-iran-wieder-eingefuehrt-werden-sollte\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;66\/11 &#8211; Sicherstellung eines Strahlenschutzcontainers, der nach Ausfuhr eines Bestrahlungsger&auml;ts in den Iran wieder eingef&uuml;hrt werden sollte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-59958","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59958"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59958\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}