{"id":59959,"date":"2013-09-18T15:59:14","date_gmt":"2013-09-18T13:59:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=59959"},"modified":"2013-09-18T15:59:14","modified_gmt":"2013-09-18T13:59:14","slug":"vi-r-56-11-geldwerter-vorteil-beim-erwerb-einer-verguenstigten-jahresnetzkarte-jobticket-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-56-11-geldwerter-vorteil-beim-erwerb-einer-verguenstigten-jahresnetzkarte-jobticket-7\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;56\/11 &#8211; Geldwerter Vorteil beim Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2012, VI R 56\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Geldwerter Vorteil beim Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Sachbezug i.S. des &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG liegt auch dann vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer durch Vereinbarung mit einem Verkehrsbetrieb das Recht zum Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket) einr&auml;umt, soweit sich dies f&uuml;r den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit f&uuml;r den Arbeitgeber darstellt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Dieser geldwerte Vorteil flie&szlig;t den Arbeitnehmern mit Aus&uuml;bung des Bezugsrechts, also dem Erwerb der Jahresnetzkarten, zu.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Auf diesen Zeitpunkt ist der Vorteil aus der Verwertung des Bezugsrechts nach &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob monatliche Zahlungen, die die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) im Rahmen eines sog. Jobticketprogramms an zwei Verkehrsbetriebe geleistet hat, unter die 44&nbsp;EUR-Freigrenze des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) fallen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin schloss mit dem A-Verkehrsverbund &#8211;und der B-Gesellschaft&#8211; im September 2002 eine (sich ohne K&uuml;ndigung jeweils um ein weiteres Jahr verl&auml;ngernde) Vereinbarung &uuml;ber die Ausgabe sog. Jobtickets. Danach k&ouml;nnen alle Mitarbeiter der Kl&auml;gerin ein solches Ticket erwerben (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 der Vereinbarung). Bei den Jobtickets handelt es sich um erm&auml;&szlig;igte, auf den Namen der Mitarbeiter ausgestellte, nicht &uuml;bertragbare Jahreskarten f&uuml;r das Verbundnetz des A-Verkehrsverbunds bzw. der B-Gesellschaft (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 der Vereinbarung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r alle Mitarbeiter mit Wohnort in bestimmten Postleitzahlbezirken, die mit den Tarifgebieten des A-Verkehrsverbunds und der B-Gesellschaft &uuml;bereinstimmen (im Jahr 2005: 5&nbsp;547), entrichtet die Kl&auml;gerin monatlich einen der H&ouml;he nach bestimmten Grundbetrag (im Jahr 2005: im Durchschnitt 6,135&nbsp;EUR je Mitarbeiter) an die beiden Verkehrsbetriebe (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 der Vereinbarung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Zahlung des Grundbetrags erhielt jeder Mitarbeiter der Kl&auml;gerin das Recht, ein sog. Jobticket als erm&auml;&szlig;igte Jahreskarte zu erwerben (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 der Vereinbarung). Hierf&uuml;r war von dem Mitarbeiter ein monatlicher Eigenanteil (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 der Vereinbarung) durch zwingend vorgeschriebenen Lastschrifteinzug (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5 der Vereinbarung) an den A-Verkehrsverbund bzw. die B-Gesellschaft zu entrichten. Ausgabe und Zahlung der Jobtickets wurden &uuml;ber das DB-Abo-Center abgewickelt. Nach Erteilung einer Einzugserm&auml;chtigung durch die Mitarbeiter, die ein Jobticket bezogen, wurde der Eigenanteil f&uuml;r das Jobticket vom Girokonto des Mitarbeiters monatlich abgebucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung stellte der Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fer fest, dass die Kl&auml;gerin im Jahr 2005 f&uuml;r 5&nbsp;547 Mitarbeiter Grundbetr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 408.370&nbsp;EUR (5&nbsp;547 Mitarbeiter x 6,135&nbsp;EUR x 12 Monate = 408.370&nbsp;EUR) an die Verkehrsbetriebe A und B entrichtet, aber nicht dem Lohnsteuerabzug unterworfen hatte. Der Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fer beurteilte diese Betr&auml;ge als steuerbaren geldwerten Vorteil, der im Streitfall 73,62&nbsp;EUR (12 x 6,135&nbsp;EUR) je Arbeitnehmer betrage und nicht monatlich, sondern sofort und in vollem Umfang zugeflossen sei. Die monatliche 44&nbsp;EUR-Freigrenze f&uuml;r Sachbez&uuml;ge sei deshalb &uuml;berschritten. Denn bei den von den einzelnen Arbeitnehmern erworbenen Jobtickets handele es sich ausnahmslos um Jahreskarten. Der geldwerte Vorteil aus der unentgeltlichen oder verbilligten &Uuml;berlassung solcher Karten flie&szlig;e nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) insgesamt im Zeitpunkt der &Uuml;berlassung zu. Die Inanspruchnahme des Arbeitgebers erfolge aus Vereinfachungsgr&uuml;nden, weil gleiche Berechnungsfehler bei einer gr&ouml;&szlig;eren Anzahl von Arbeitnehmern gemacht worden seien. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem und erlie&szlig; unter dem Datum 18.&nbsp;Dezember 2007 einen entsprechenden Haftungsbescheid. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 180 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab. Der angefochtene Haftungsbescheid sei rechtm&auml;&szlig;ig. Denn die den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin einger&auml;umte M&ouml;glichkeit, eine verbilligte Jahreskarte der Verkehrsbetriebe, die den &ouml;ffentlichen Nahverkehr im Umland der Kl&auml;gerin betreiben, zu erwerben, stelle einen geldwerten Vorteil dar. Hier&uuml;ber bestehe zwischen den Beteiligten zu Recht kein Streit. Auch &uuml;ber die H&ouml;he des gesamten geldwerten Vorteils bestehe &Uuml;bereinstimmung. Diesen habe der Pr&uuml;fer nach dem von der Kl&auml;gerin an die Verkehrsbetriebe entsprechend den Vereinbarungen &uuml;ber die Ausgabe von A-\/B-Jobtickets vom 16. bzw. 23.&nbsp;September 2002 im Jahr 2005 gezahlten Grundbetrag in H&ouml;he von 408.370&nbsp;EUR (5&nbsp;547 Mitarbeiter x 12 Monate x 6,135&nbsp;EUR = 408.370&nbsp;EUR) angesetzt. Dies sei nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin komme vorliegend auch nicht die 44&nbsp;EUR-Freigrenze gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG, H&nbsp;31 (1-4) der Lohnsteuer-Hinweise 2005 zur Anwendung. Denn der geldwerte Vorteil sei den Arbeitnehmern mit Aush&auml;ndigung der Jahreskarte einmalig (sofort) f&uuml;r das gesamte Jahr und nicht monatlich zugeflossen. Der Umstand, dass die Arbeitnehmer die Gegenleistung f&uuml;r das Jobticket bzw. die Kl&auml;gerin die Zusch&uuml;sse monatlich an die Verkehrsbetriebe entrichteten, sei insoweit ohne Belang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG). Das FG habe vorliegend die in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG geregelte 44&nbsp;EUR-Freigrenze zu Unrecht nicht angewandt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 30.&nbsp;August 2011&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;2579\/09 und die Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;November 2009 sowie den Haftungsbescheid wegen Lohnsteuer f&uuml;r das Jahr 2005 vom 18.&nbsp;Dezember 2007 insoweit abzu&auml;ndern, als Zuwendungen f&uuml;r den Erwerb eines sog. Jobtickets in H&ouml;he von 408.370&nbsp;EUR lohnversteuert worden sind,<br \/>hilfsweise das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG Rheinland-Pfalz zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;42d Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG haftet der Arbeitgeber f&uuml;r die Lohnsteuer, die er nach &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG bei jeder Lohnzahlung vom Arbeitslohn f&uuml;r Rechnung des Arbeitnehmers einzubehalten und nach &sect;&nbsp;41a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG abzuf&uuml;hren hat. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverh&auml;ltnis f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen seiner individuellen Arbeitskraft zuflie&szlig;en. Hierzu z&auml;hlen neben Geh&auml;ltern, L&ouml;hnen, Gratifikationen und Tantiemen auch andere &quot;Bez&uuml;ge und Vorteile&quot;, die &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden. Dabei ist gleichg&uuml;ltig, ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG) oder unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie gew&auml;hrt werden (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Lohnsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung in der im Streitjahr geltenden Fassung). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu diesen Einnahmen z&auml;hlen auch Sachbez&uuml;ge, wie sie in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG im Klammerzusatz als Regelbeispiel aufgef&uuml;hrt sind &quot;Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbez&uuml;ge&quot;. Ein Sachbezug liegt auch vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Anspruch, eine Sach- und Dienstleistung beziehen zu k&ouml;nnen, einr&auml;umt (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2010 VI&nbsp;R&nbsp;41\/10, BFHE 232, 63, BStBl II 2011, 389). Allerdings muss die Zuwendung einen wirklichen Wert haben und darf nicht blo&szlig; einen ideellen Vorteil darstellen (vgl. bereits BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Juni 1966 VI 261\/64, BFHE 86, 642, BStBl III 1966, 607). Entscheidend f&uuml;r die Bejahung eines geldwerten Vorteils durch den verbilligten oder unentgeltlichen Sachbezug ist, dass ein objektiver Betrachter aus der Sicht des Empf&auml;ngers einen geldwerten Vorteil im Sinne einer objektiven Bereicherung bejahen w&uuml;rde (vgl. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Mai 2001 VI&nbsp;R&nbsp;123\/00, BFHE 195, 376, BStBl II 2002, 230; vom 28.&nbsp;Juni 2007 VI&nbsp;R&nbsp;45\/02, BFH\/NV 2007, 1871, und vom 21.&nbsp;April 2010 X&nbsp;R&nbsp;43\/08, BFH\/NV 2010, 1436).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Bereicherung muss den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin auch &quot;f&uuml;r&quot; ihre Arbeitsleistung gew&auml;hrt worden sein. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (z.B. BFH-Urteile vom 30.&nbsp;Mai 2001 VI&nbsp;R&nbsp;159\/99, BFHE 195, 364, BStBl II 2001, 815; vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1985 VI&nbsp;R&nbsp;170\/82, BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; vom 11.&nbsp;Dezember 2008 VI&nbsp;R&nbsp;9\/05, BFHE 224, 70, BStBl II 2009, 385; vom 30.&nbsp;Juli 2009 VI&nbsp;R&nbsp;54\/08, BFH\/NV 2010, 30, und vom 20.&nbsp;Mai 2010 VI&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 229, 346, BStBl II 2010, 1022) werden Bez&uuml;ge oder Vorteile f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis veranlasst sind. Erforderlich ist nicht, dass sie eine Gegenleistung f&uuml;r eine konkrete (einzelne) Dienstleistung des Arbeitnehmers sind. Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empf&auml;nger mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis zuflie&szlig;en und sich als Ertrag der nichtselbst&auml;ndigen Arbeit darstellen, d.h. wenn die Leistung des Arbeitgebers im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers zuflie&szlig;t (vgl. H&nbsp;70 des Lohnsteuer-Handbuchs 2005 unter &quot;Allgemeines zum Arbeitslohnbegriff&quot;; Schmidt\/ Kr&uuml;ger, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;24, m.w.N.). Auch Preisvorteile und Rabatte, die Arbeitnehmer von Dritten erhalten, sind nur dann Lohn, wenn sie sich f&uuml;r den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit f&uuml;r den Arbeitgeber darstellen und im Zusammenhang mit dem Dienstverh&auml;ltnis stehen (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Oktober 2012 VI&nbsp;R&nbsp;64\/11, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, BFH\/NV 2013, 131).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Zugeflossen ist eine Einnahme dann, wenn der Empf&auml;nger die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die in Geld oder Geldeswert bestehenden G&uuml;ter erlangt hat (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, zuletzt Urteile vom 4.&nbsp;Mai 2006 VI&nbsp;R&nbsp;19\/03, BFHE 213, 381, BStBl II 2006, 832; vom 14.&nbsp;Juni 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/03, BFH\/NV 2005, 2181; vom 18.&nbsp;Dezember 2001 IX&nbsp;R&nbsp;74\/98, BFH\/NV 2002, 643; jeweils m.w.N.). Der &Uuml;bergang der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht richtet sich nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls (BFH-Urteile vom 9.&nbsp;M&auml;rz 1990 VI&nbsp;R&nbsp;48\/87, BFHE 160, 447, BStBl II 1990, 711, unter 2.d; vom 14.&nbsp;Mai 1982 VI&nbsp;R&nbsp;124\/77, BFHE 135, 542, BStBl II 1982, 469, unter III.2.b). Bei einer Sachzuwendung ist der Zufluss eines geldwerten Vorteils zu bejahen, wenn der Arbeitnehmer den Vorteil tats&auml;chlich in Anspruch genommen hat. Es kommt nicht darauf an, ob er ihn an einen Dritten abtreten oder in Geld umsetzen kann (BFH-Urteil in BFHE 160, 447, BStBl II 1990, 711, m.w.N.). Ist Gegenstand der Sachzuwendung ein Recht, (bei einem Dritten) eine (verg&uuml;nstigte) Sach- oder Dienstleistung zu beziehen, ist der Vorteil und damit der Arbeitslohn nicht bereits mit Einr&auml;umung des Bezugsrechts durch den Arbeitgeber, sondern erst mit Aus&uuml;bung des Rechts, d.h. der Inanspruchnahme der Sach- oder Dienstleistung durch den Arbeitnehmer zugeflossen (vgl. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2008 VI&nbsp;R&nbsp;25\/05, BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382, m.w.N. zum Zuflusszeitpunkt von Arbeitslohn bei handelbaren Optionsrechten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind Sachbez&uuml;ge mit dem um &uuml;bliche Preisnachl&auml;sse geminderten &uuml;blichen Endpreis am Abgabeort anzusetzen. Sie bleiben jedoch nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG au&szlig;er Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44&nbsp;EUR (ab 2004) im Kalendermonat nicht &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gemessen an diesen Grunds&auml;tzen hat das FG das von der Kl&auml;gerin ihren Arbeitnehmern einger&auml;umte Recht, eine verg&uuml;nstigte Jahresnetzkarte der Verkehrsbetriebe, die den &ouml;ffentlichen Nahverkehr im Umland der Kl&auml;gerin betreiben, zu erwerben, zutreffend als einen geldwerten Vorteil beurteilt (a), der den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Arbeitsleistung gew&auml;hrt wurde (b). Es hat jedoch den darin innewohnenden Vorteil unzutreffend bewertet und deshalb die Bemessungsgrundlage der Lohnsteuerhaftungsschuld fehlerhaft bestimmt (c und d).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Auch die Beteiligten gehen zu Recht davon aus, dass im Streitfall kein Bar-, sondern Sachlohn i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG dadurch zugewendet worden ist, dass die Kl&auml;gerin ihren Arbeitnehmern das Recht zum Bezug verg&uuml;nstigter Jahresnetzkarten der Verkehrsbetriebe A und B einger&auml;umt hat. Durch die Zuwendung dieses Bezugsrechts waren die Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin auch bereichert. Denn sie hatten f&uuml;r die Anschaffung von Jahresnetzkarten der Verkehrsbetriebe A und B im Rahmen des Jobticketprogramms einen geringeren als den Normalpreis zu entrichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das Recht zum Bezug verg&uuml;nstigter Jahresnetzkarten des A-Verkehrsverbunds und der B-Gesellschaft (Bezugsrecht) ist den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin nach den unangefochtenen und bindenden Feststellungen des FG auch aufgrund ihrer Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt worden und daher zu Recht vom FG als Arbeitslohn beurteilt worden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der streitgegenst&auml;ndliche geldwerte Vorteil ist den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin mit Aus&uuml;bung des Bezugsrechts, also dem (einmaligen) Erwerb der Jahresnetzkarten sofort zugeflossen. Damit ist der Vorteil in ihr wirtschaftliches Eigentum gelangt. Bei Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin, die das Bezugsrecht nicht ausge&uuml;bt und keine Jahresnetzkarten erworben haben, ist hingegen kein Zufluss zu verzeichnen. Denn allein das Einr&auml;umen von Anspr&uuml;chen vermag den Zufluss von Arbeitslohn noch nicht zu bewirken (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;124\/99, BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766; VI&nbsp;R&nbsp;10\/03, BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770; vom 20.&nbsp;Juni 2001 VI&nbsp;R&nbsp;105\/99, BFHE 195, 395, BStBl II 2001, 689). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r den Zufluss des in dem Bezugsrecht verk&ouml;rperten geldwerten Vorteils ist unerheblich, ob das Jobticket(-Abonnement) von Arbeitnehmern oder Verkehrsbetrieben gek&uuml;ndigt werden kann. Denn der durch den Arbeitgeber vermittelte Preisnachlass ist mit dem Erwerb des erm&auml;&szlig;igten Jobtickets zugeflossen. Dieser tats&auml;chliche Vorgang wird durch eine K&uuml;ndigung und die damit einhergehende R&uuml;ckgew&auml;hr von Leistungen nicht ber&uuml;hrt. Auch der Umstand, ob die am Jobticketprogramm teilnehmenden Arbeitnehmer ihren Eigenanteil an die Verkehrsbetriebe einmalig oder monatlich entrichten, ist f&uuml;r den Zufluss des arbeitgeberseitig gew&auml;hrten Vorteils ohne Belang. Denn f&uuml;r den Zufluss der Leistung ist unerheblich, ob der Leistungsempf&auml;nger eine Gegenleistung schuldet und erbringt. Weiter ohne Bedeutung f&uuml;r den Zufluss des Bezugsrechts sind die Einzelheiten der Zahlung, die der Arbeitgeber f&uuml;r den &quot;Erwerb&quot; des an seine Arbeitnehmer vermittelten Vorteils aufzuwenden hat. Auch hier k&ouml;nnen etwa &#8211;wie im Streitfall&#8211; monatliche Zahlungen an den vorteilsgew&auml;hrenden Dritten keinen anteiligen monatlichen Zufluss des Bezugsrechts bewirken. Denn der Vorteil aus diesem Recht ist den Arbeitnehmern im Streitfall mit Aus&uuml;bung des Rechts sofort und nicht aufgrund arbeitgeberseitiger Zahlungen an einen Dritten zugeflossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Damit ist im Streitfall schlie&szlig;lich f&uuml;r die Frage des Zuflusses auch bedeutungslos, ob das Recht der Arbeitnehmer zum Erwerb des Jobtickets ausdr&uuml;cklich von der Zahlung des monatlichen Grundbetrags durch den Arbeitgeber abh&auml;ngt. Mit ihrer gegenteiligen Auffassung verkennt die Kl&auml;gerin, dass weder die Bedingung, unter der das Bezugsrecht steht, noch der Umstand der monatlichen Zahlung des Grundbetrags durch die Kl&auml;gerin vom bezugsberechtigten Arbeitnehmer verlangt, das Bezugsrecht jeden Monat &#8211;etwa durch den Erwerb einer Monatskarte&#8211; neu auszu&uuml;ben. &Auml;hnlich wie Sperr- und Haltefristen beim Erwerb von Aktien (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Juni 2011 VI&nbsp;R&nbsp;37\/09, BFHE 234, 187, BStBl II 2011, 923) stehen Bedingung und Zahlungsmodalit&auml;ten dem Zufluss im vorgenannten Sinne nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auf den Zeitpunkt des Zuflusses ist der Vorteil aus der Verwertung des Bezugsrechts zu bewerten (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 EStG). Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind Einnahmen, die nicht in Geld bestehen, mit den um &uuml;bliche Preisnachl&auml;sse geminderten &uuml;blichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen. Deshalb besteht der geldwerte Vorteil im Streitfall nicht bereits in der Differenz zwischen dem &uuml;blichen Endpreis (Verkaufspreis) einer mit den von den Arbeitnehmern bezogenen vergleichbaren Jahreskarte am Abgabeort und den diesbez&uuml;glichen Aufwendungen der Arbeitnehmer. Hiervon sind vielmehr noch die &uuml;blichen Preisnachl&auml;sse, die der Verkehrsbetrieb im Rahmen eines Jobticketprogramms den Arbeitnehmern gew&auml;hrt, und damit in der Regel der &uuml;ber Zuzahlungen des Arbeitgebers an den Verkehrsbetrieb hinausgehende Nachlass auf den &uuml;blichen Endpreis vorteilsmindernd zu ber&uuml;cksichtigen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorentscheidung beruht teilweise auf einer anderen Rechtsauffassung und ist daher aufzuheben. Die Sache ist jedoch nicht spruchreif. Denn das FG hat zur Frage der Bewertung des Vorteils aus der Aus&uuml;bung des Bezugsrechts keine Feststellungen getroffen, da es der Auffassung des FA gefolgt ist, die Zahlungen der Kl&auml;gerin an die Verkehrsbetriebe A und B f&uuml;hrten zu entsprechenden geldwerten Vorteilen bei den Arbeitnehmern der Kl&auml;gerin. Diese Vorteile bemessen sich jedoch unabh&auml;ngig von den Aufwendungen des Arbeitgebers allein nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Das FG wird daher im zweiten Rechtsgang zu pr&uuml;fen haben, in welchem Umfang der dem vorliegenden Jobticketprogramm innewohnende Vorteil, d.h. der Nachlass auf den Normalpreis einer entsprechenden Jahresnetzkarte, den teilnehmenden Arbeitnehmern durch den Arbeitgeber vermittelt worden ist. Dazu ist festzustellen, ob und gegebenenfalls in welcher H&ouml;he sich der Nachlass auf den Normalpreis im Streitfall als nichtsteuerbarer &quot;Mengenrabatt&quot; der Verkehrsbetriebe, mithin als &uuml;blicher Preisnachlass i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG, darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2012, VI R 56\/11 Geldwerter Vorteil beim Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket) Leits&auml;tze 1. Ein Sachbezug i.S. des &sect; 8 Abs. 2 Satz 1 EStG liegt auch dann vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer durch Vereinbarung mit einem Verkehrsbetrieb das Recht zum Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket) einr&auml;umt, soweit sich dies f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-56-11-geldwerter-vorteil-beim-erwerb-einer-verguenstigten-jahresnetzkarte-jobticket-7\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;56\/11 &#8211; Geldwerter Vorteil beim Erwerb einer verg&uuml;nstigten Jahresnetzkarte (Jobticket)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-59959","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59959"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59959\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}