{"id":60004,"date":"2013-09-18T16:02:25","date_gmt":"2013-09-18T14:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60004"},"modified":"2013-09-18T16:02:25","modified_gmt":"2013-09-18T14:02:25","slug":"x-r-40-10-im-anwendungsbereich-des-par-18-abs-4-umwstg-1995-gewerbesteuerpflicht-auch-bei-betriebsveraeusserung-gegen-leibrente-zeitpunkt-der-besteuerung-eines-veraeusserungsgewinns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-40-10-im-anwendungsbereich-des-par-18-abs-4-umwstg-1995-gewerbesteuerpflicht-auch-bei-betriebsveraeusserung-gegen-leibrente-zeitpunkt-der-besteuerung-eines-veraeusserungsgewinns\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;40\/10 &#8211; Im Anwendungsbereich des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente &#8211; Zeitpunkt der Besteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 40\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Anwendungsbereich des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente &#8211; Zeitpunkt der Besteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird der Betrieb einer Personengesellschaft oder nat&uuml;rlichen Person ver&auml;u&szlig;ert, der innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor der Ver&auml;u&szlig;erung aus der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft hervorgegangen war, unterliegt der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn auch dann gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 (&sect; 18 Abs. 3 UmwStG 2006) im Zeitpunkt der Betriebsver&auml;u&szlig;erung in vollem Umfang der Gewerbesteuer, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungspreis in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge gezahlt wird und der Ver&auml;u&szlig;erer einkommensteuerrechtlich die Zuflussbesteuerung w&auml;hlt (Best&auml;tigung des BMF-Schreibens vom 11. November 2011, BStBl I 2011, 1314, Tz 18.06).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn ist unter den Voraussetzungen des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 (&sect; 18 Abs. 3 UmwStG 2006) auch dann gewerbesteuerpflichtig, wenn der aus der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft hervorgegangene Betrieb der Personengesellschaft oder nat&uuml;rlichen Person als solcher nicht Gegenstand der Gewerbesteuer ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war bis zum 1.&nbsp;Januar 2001 alleiniger Gesellschafter einer GmbH, die eine Wirtschaftspr&uuml;fungs- und Steuerberatungspraxis betrieb. Durch notariell beurkundeten Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2000 wurde die GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 1.&nbsp;Januar 2001 auf den Kl&auml;ger verschmolzen. Der Kl&auml;ger f&uuml;hrte ertragsteuerrechtlich die Buchwerte der GmbH fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung zum 2.&nbsp;Januar 2001 ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger die nunmehrige Einzelpraxis an eine Wirtschaftspr&uuml;fungs- und Steuerberatungs-Partnerschaftsgesellschaft (PartG). Die entsprechende Vereinbarung vom 12.&nbsp;Januar 2001 sah einen Kaufpreis von 2,65&nbsp;Mio.&nbsp;DM vor, davon 2,5&nbsp;Mio.&nbsp;DM f&uuml;r den Mandantenstamm und 150.000&nbsp;DM f&uuml;r das Inventar. In &sect;&nbsp;6 hie&szlig; es: &quot;Der Gesamtkaufpreis ist zum 2.1.2001 f&auml;llig. Er wird lebensl&auml;nglich unver&auml;nderlich in monatlichen Raten von je DM&nbsp;17.562,00 &#8211; beginnend am 31.1.2001 gezahlt. Die Mindestlaufzeit der Rentenzahlungen betr&auml;gt 15&nbsp;Jahre, unabh&auml;ngig vom Erleben von Herrn &#8230; &lt;Kl&auml;ger&gt;.&quot; In einer Fu&szlig;note wurde hierzu erl&auml;utert, dass die Parteien auf der Grundlage der Sterbetafel 1995\/1997 von einer weiteren statistischen Lebenserwartung des Kl&auml;gers von 28,33&nbsp;Jahren und einem &quot;Faktor&quot; von 7&nbsp;% ausgingen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einkommensteuerrechtlich w&auml;hlte der Kl&auml;ger die sog. Zuflussbesteuerung des in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge anfallenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns. Allerdings vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, die Differenz zwischen dem Barwert der Rentenzahlungen und dem Buchwert des auf die PartG &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens unterliege gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 (UmwStG 1995) &#8211;seit 2006 &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UmwStG&#8211; der Gewerbesteuer. Er ermittelte f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 1.758.315&nbsp;DM und setzte den Gewerbesteuermessbetrag 2001 mit dem im vorliegenden Verfahren angefochtenen Bescheid auf 83.115&nbsp;DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG), dessen Urteil in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 1754 ver&ouml;ffentlicht ist, hielt die Vorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 sowohl nach ihrem Wortlaut als auch nach ihrem Zweck f&uuml;r anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision vertritt der Kl&auml;ger die Auffassung, bereits der Wortlaut des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 sei vorliegend nicht erf&uuml;llt. Es fehle an dem dort vorausgesetzten &quot;Aufgabe- oder Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn&quot;, weil bei Wahl der Zuflussbesteuerung von vornherein kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn realisiert werde. Wahlrechte der einkommensteuerrechtlichen Gewinnermittlung seien f&uuml;r die Gewerbesteuer zwingend zu &uuml;bernehmen. Auf den Objektsteuercharakter der Gewerbesteuer k&ouml;nne das FG sich nicht berufen, da hieraus nur Rechtsfolgen abgeleitet werden k&ouml;nnten, soweit der Gesetzgeber entsprechende positiv-rechtliche Regelungen geschaffen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der Sinngehalt des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG&nbsp;1995 spreche daf&uuml;r, diese Vorschrift vorliegend nicht anzuwenden. Das einkommensteuerrechtliche Wahlrecht werde auf den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung gest&uuml;tzt. Es solle verhindern, dass der Rentenberechtigte einen Betrag versteuern m&uuml;sse, der ihm im Fall eines Versterbens vor Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung tats&auml;chlich gar nicht zuflie&szlig;e. Der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz gelte aber auch im Gewerbesteuerrecht. Die Nichtbesteuerung der Rente bei der Gewerbesteuer sei Ausfluss der im Tatbestand des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 dokumentierten Entscheidung des Gesetzgebers, dass nur ein innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach der Umwandlung realisierter Aufgabe- oder Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn Gewerbesteuer ausl&ouml;se. Demgegen&uuml;ber begr&uuml;nde diese Vorschrift kein umfassendes System, nach dem stille Reserven, deren Aufdeckung bei der Kapitalgesellschaft der Gewerbesteuer unterlegen h&auml;tten, auch bei einer Realisation nach dem Zeitpunkt der Umwandlung stets der Gewerbesteuer zu unterwerfen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso zeige die Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995, dass diese Auffassung zutreffe. Denn der Gesetzgeber habe die genannte Vorschrift geschaffen, obwohl er die langj&auml;hrige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zum Wahlrecht in F&auml;llen der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge gekannt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem w&uuml;rde eine zwingende Sofortbesteuerung bei der Gewerbesteuer einen gleichheitswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschluss darstellen, wenn zugleich bei der Einkommensteuer das Wahlrecht zur Zuflussbesteuerung gew&auml;hrt w&uuml;rde. Zumindest aus Billigkeitsgr&uuml;nden und zur Vermeidung einer &Uuml;berma&szlig;besteuerung sei auch f&uuml;r die Gewerbesteuer die M&ouml;glichkeit einer nachgelagerten Besteuerung zu er&ouml;ffnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erstmals im Revisionsverfahren hat der Kl&auml;ger behauptet, die Leibrente sei nur ein Teil der gesamten Gegenleistung f&uuml;r die &Uuml;bertragung der Einzelpraxis gewesen. Als weitere Verg&uuml;tungskomponente seien dem Kl&auml;ger Gesellschaftsrechte an der PartG einger&auml;umt worden. Daraus folge, dass die gew&auml;hlte Gestaltung nicht missbr&auml;uchlich, sondern zur Erreichung des zivilrechtlich gewollten Ziels zwingend erforderlich gewesen sei. Denn Gesellschafter einer PartG k&ouml;nnten nur nat&uuml;rliche Personen sein (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes). Der GmbH sei die M&ouml;glichkeit einer Beteiligung an der PartG daher verwehrt gewesen, so dass sie zuvor in ein Einzelunternehmen habe umgewandelt werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil, die Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Oktober 2007 und den Gewerbesteuermessbescheid 2001 vom 2.&nbsp;April 2007 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist der Auffassung, in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 sei die Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs ausl&ouml;sender Moment f&uuml;r den Anfall von Gewerbesteuer. Die Aus&uuml;bung des einkommensteuerrechtlichen Wahlrechts zur Zuflussbesteuerung f&uuml;hre nicht dazu, dass die Realisierung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns r&uuml;ckwirkend beseitigt werde. Die Verwirklichung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns sei von dessen einkommensteuerrechtlicher Erfassung zu trennen. Da &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 verdr&auml;ngt werde, komme es nicht darauf an, dass diese Vorschrift grunds&auml;tzlich zu einer identischen Aus&uuml;bung von Wahlrechten bei der Einkommen- und Gewerbesteuer zwinge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 wolle gerade Gestaltungen wie die im Streitfall verwirklichte erfassen. Im &Uuml;brigen gehe der Ver&auml;u&szlig;erer bei einer Ver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge bewusst das Risiko ein, bei einem vorzeitigen Versterben einen zu hohen Barwert zu versteuern. Diesem Risiko stehe die gleich gro&szlig;e Chance gegen&uuml;ber, &uuml;berdurchschnittlich lange zu leben und damit Teile des Rentenzuflusses ohne Steuerbelastung zu vereinnahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht erkannt, dass das einkommensteuerrechtliche Wahlrecht, in F&auml;llen der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge die Besteuerung erst im Zeitpunkt und nach Ma&szlig;gabe des Zuflusses dieser Bez&uuml;ge als laufende, nicht tarifbeg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte eintreten zu lassen, im Rahmen der gewerbesteuerrechtlichen Spezialregelung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 nicht zur Anwendung kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ver&auml;u&szlig;ert ein Steuerpflichtiger seinen Betrieb gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge &#8211;insbesondere gegen eine Leibrente&#8211;, gew&auml;hren ihm sowohl die Rechtsprechung als auch die Finanzverwaltung (f&uuml;r das Streitjahr R&nbsp;139 Abs.&nbsp;11 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211;EStR&#8211; 2001; heute R&nbsp;16 Abs.&nbsp;11 EStR 2012) hinsichtlich der Einkommensteuer Erleichterungen. Dabei hat sich die Rechtsprechung in drei Schritten entwickelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Reichsfinanzhof (RFH) und &#8211;daran anschlie&szlig;end&#8211; die fr&uuml;he Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ging zun&auml;chst davon aus, dass wiederkehrende Bez&uuml;ge <em>zwingend<\/em> erst bei ihrem Zufluss der Besteuerung unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausgangspunkt war insoweit das RFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 1930 VI&nbsp;A&nbsp;706\/28 (RStBl 1930, 580), dem allerdings der Sonderfall umsatz- oder gewinnabh&auml;ngiger wiederkehrender Bez&uuml;ge zugrunde lag. Bei wiederkehrenden Bez&uuml;gen in dieser Form fehlt es bereits an der Ermittelbarkeit eines &#8211;f&uuml;r die Sofortbesteuerung erforderlichen&#8211; Kapitalwerts im Zeitpunkt der Betriebsver&auml;u&szlig;erung. Der RFH f&uuml;hrte hierzu aus, schon die Sch&auml;tzung des Gegenwartswerts (=&nbsp;Barwert) sei mit ganz erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Falle die Sch&auml;tzung zu hoch aus, werde ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn besteuert, der niemals tats&auml;chlich erzielt werde und f&uuml;r dessen Besteuerung die M&ouml;glichkeit, in Zukunft &#8211;bei Nichteintritt der urspr&uuml;nglichen Prognose&#8211; einen steuerlichen Ver&auml;u&szlig;erungsverlust zu haben, keinen gen&uuml;genden Ausgleich biete. Auch w&uuml;rden dem Steuerpflichtigen bei einer Sofortbesteuerung h&auml;ufig die Mittel zur Entrichtung der Steuer fehlen. Ferner m&uuml;ssten die Eink&uuml;nfte noch auf Jahre hinaus unter Anwendung der Grunds&auml;tze ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung ermittelt werden, obwohl der Verk&auml;ufer l&auml;ngst aufgeh&ouml;rt habe, Gewerbetreibender zu sein und B&uuml;cher zu f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen von diesen Billigkeits- und Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen ist der vom RFH angenommene Zwang zur Zuflussbesteuerung in der Entscheidung nicht dogmatisch fundiert begr&uuml;ndet worden (&quot;Der Senat glaubt daher, eine vern&uuml;nftige Besteuerung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns, soweit das Entgelt in laufenden Bez&uuml;gen besteht, auf andere Weise herbeif&uuml;hren zu m&uuml;ssen. Er l&auml;sst sich dabei von dem Gedanken leiten, dass nicht auf alle gewerblichen Eink&uuml;nfte unter allen Umst&auml;nden und in jeder Beziehung die Regeln anzuwenden sind, die das EStG f&uuml;r den Normalfall (laufender Gewerbebetrieb) aufstellt.&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sp&auml;ter hat der RFH diese Rechtsgrunds&auml;tze dann &#8211;ohne erneute Begr&uuml;ndung&#8211; auch auf Leibrenten erstreckt (Urteil vom 19.&nbsp;Februar 1936 VI&nbsp;A&nbsp;903\/34, RStBl 1936, 768), obwohl dort ohne Weiteres ein Barwert h&auml;tte ermittelt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat diese Rechtsprechung zun&auml;chst &uuml;bernommen. Den fr&uuml;hen Entscheidungen hierzu l&auml;sst sich entnehmen, dass das Gericht ebenfalls von einem <em>Zwang<\/em> zur Zuflussbesteuerung ausging (vgl. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Januar 1959 I&nbsp;200\/58&nbsp;U, BFHE 68, 500, BStBl III 1959, 192; vom 23.&nbsp;Januar 1964 IV&nbsp;85\/62&nbsp;U, BFHE 79, 16, BStBl III 1964, 239; vom 16.&nbsp;Juli 1964 IV&nbsp;377\/62&nbsp;U, BFHE 80, 410, BStBl III 1964, 622, unter 2.b; vom 3.&nbsp;August 1966 IV&nbsp;350\/62, BFHE 86, 733, und vom 28.&nbsp;September 1967 IV&nbsp;288\/62, BFHE 90, 324, BStBl II 1968, 76, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur weiteren Begr&uuml;ndung hat der BFH ausgef&uuml;hrt, bei Vornahme einer Sofortbesteuerung w&uuml;rde, wenn der Rentenberechtigte fr&uuml;her stirbt als nach der statistischen Lebenserwartung zu erwarten w&auml;re, ein zu hoher Gewinn versteuert; wenn der Rentenberechtigte aber sp&auml;ter stirbt, w&uuml;rde ein zu niedriger Gewinn versteuert (BFH-Urteil in BFHE 86, 733). H&auml;ufiger wurde indes allein der Gesichtspunkt einer drohenden &Uuml;berma&szlig;besteuerung bei fr&uuml;hzeitigem Tod in den Vordergrund gestellt, ohne zugleich die sich f&uuml;r &quot;langlebige&quot; Steuerpflichtige ergebende Chance zur Erzielung eines steuerlichen Vorteils zu erw&auml;hnen (vgl. z.B. die Zusammenstellung der Argumente im BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Januar 1971 I&nbsp;R&nbsp;147\/69, BFHE 101, 218, BStBl II 1971, 302, unter 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kriterien, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, damit &quot;wiederkehrende Bez&uuml;ge&quot; anzunehmen sind, die der Zuflussbesteuerung unterliegen, haben im Laufe der Zeit mehrfach gewechselt. Der RFH hatte vor allem auf das Vorhandensein eines &quot;Wagnisses&quot; abgestellt (Urteil in RStBl 1936, 768). Die fr&uuml;he BFH-Rechtsprechung hat diesen Gesichtspunkt dann als nicht so entscheidend bezeichnet und stattdessen den Versorgungscharakter der Bez&uuml;ge herangezogen (Urteile in BFHE 68, 500, BStBl III 1959, 192, und in BFHE 79, 16, BStBl III 1964, 239). Sp&auml;ter hat der BFH wieder verst&auml;rkt den Wagnischarakter betont (Urteil vom 26.&nbsp;Juli 1984 IV&nbsp;R&nbsp;137\/82, BFHE 141, 525, BStBl II 1984, 829, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die zweite Phase der Rechtsprechungsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Steuerpflichtigen ein <em>Wahlrecht<\/em> zwischen der Sofortbesteuerung und der Zuflussbesteuerung einger&auml;umt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hie&szlig; es schon fr&uuml;h &#8211;im BFH-Urteil in BFHE 68, 500, BStBl III 1959, 192&#8211;, man werde dem Steuerpflichtigen folgen m&uuml;ssen, wenn er zur Erlangung der Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) Kaufpreisraten behaupte; in sp&auml;teren Jahren sei er dann jedoch an seine &quot;Wahl&quot; gebunden. In dieser Entscheidung sollte dem Steuerpflichtigen aber ersichtlich kein &quot;Wahlrecht&quot; im Rechtssinne einger&auml;umt werden, sondern eher ein gewisser Vorrang hinsichtlich der Sachverhaltsdarstellung, an der er sich aber auch in sp&auml;teren Jahren festhalten lassen m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erstmals im BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juni 1968 IV&nbsp;254\/62 (BFHE 92, 561, BStBl II 1968, 653, unter 1.b) ist die Formulierung enthalten &#8211;nicht tragend und beschr&auml;nkt auf die Fallgruppe solcher wiederkehrender Leistungen, die der Versorgung dienen&#8211;, der Berechtigte k&ouml;nne zwischen der Sofort- und der Zuflussbesteuerung w&auml;hlen. Begr&uuml;ndungserw&auml;gungen oder Nachweise auf fr&uuml;here Entscheidungen finden sich hier nicht. In derselben Entscheidung wurde bei wagnisbehafteten Bez&uuml;gen hingegen noch ausdr&uuml;cklich ein <em>Zwang<\/em> zur Zuflussbesteuerung angenommen (BFH-Urteil in BFHE 92, 561, BStBl II 1968, 653, unter 1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abweichend hat der BFH im Urteil vom 30.&nbsp;Januar 1974 IV&nbsp;R&nbsp;80\/70 (BFHE 111, 477, BStBl II 1974, 452, unter 2.a) ausgef&uuml;hrt, auch bei wagnisbehafteten Bez&uuml;gen &#8211;deren wichtigster Fall die Leibrente sei&#8211; bestehe ein derartiges Wahlrecht. Dass dies eine &Auml;nderung der Rechtsprechung darstellte, kommt in der Entscheidung &#8211;die sich auf ihre &quot;&Uuml;bereinstimmung mit der Verwaltungspraxis&quot; beruft&#8211; nicht zum Ausdruck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Begr&uuml;ndung f&uuml;r dieses Wahlrecht hat der BFH sp&auml;ter nachgeliefert: Es beruhe auf einer teleologischen Reduktion des &#8211;grunds&auml;tzlich zwingenden&#8211; Anwendungsbereichs der &sect;&sect;&nbsp;16,&nbsp;34 EStG im Verh&auml;ltnis zu &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG und auf dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung (BFH-Urteil in BFHE 141, 525, BStBl II 1984, 829, unter 1.; ebenso BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Juli 2010 IX&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 230, 380, BStBl II 2010, 969, unter II.1.c, und vom 11.&nbsp;November 2010 IV&nbsp;R&nbsp;17\/08, BFHE 232, 28, BStBl II 2011, 716, unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In j&uuml;ngeren Entscheidungen betont der BFH verst&auml;rkt, dass es sich bei der Sofortbesteuerung um den gesetzlichen Normalfall handele und die Zuflussbesteuerung &quot;eine auf Billigkeitserw&auml;gungen unter Ber&uuml;cksichtigung des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatzes beruhende Ausnahmeregelung&quot; darstelle (Beschl&uuml;sse vom 12.&nbsp;Mai 1999 IV&nbsp;B&nbsp;52\/98, BFH\/NV 1999, 1330, unter 3., und vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2007 XI&nbsp;B&nbsp;56\/06, BFH\/NV 2007, 1306, unter 1.a&nbsp;bb). Daraus folgt, dass der Gewinn aus einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung auch dann, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge gezahlt wird, grunds&auml;tzlich bereits im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung zu versteuern ist; zu einer Zuflussbesteuerung kann es nur kommen, wenn dies vom Steuerpflichtigen ausdr&uuml;cklich gew&auml;hlt wird (BFH-Beschluss in BFH\/NV 1999, 1330).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den (Sonder-)Fall umsatz- oder gewinnabh&auml;ngiger Bez&uuml;ge bleibt es jedoch auch nach den Grunds&auml;tzen der neueren Rechtsprechung wegen der fehlenden M&ouml;glichkeit zur Sch&auml;tzung eines Kapitalwerts des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns bei der zwingenden Zuflussbesteuerung (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;8\/01, BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zweck der &#8211;im Streitfall entscheidungserheblichen&#8211; Norm des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 ist es, zu verhindern, dass die in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG getroffene Anordnung, wonach die T&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaften &quot;stets und in vollem Umfang&quot; als Gewerbebetrieb gilt und daher bei diesen Steuergegenst&auml;nden auch Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne der Gewerbesteuer unterliegen, dadurch unterlaufen wird, dass deren Betrieb erst nach einer Umwandlung auf ein Personenunternehmen (nat&uuml;rliche Person oder Personengesellschaft) ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben wird und der hierbei erzielte Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn in Anwendung der allgemeinen gewerbesteuerrechtlichen Grunds&auml;tze nicht mehr der Gewerbesteuer unterfiele (vgl. Bericht des Finanzausschusses zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 1997 vom 5.&nbsp;November 1996, BTDrucks 13\/5952, 53; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 6.&nbsp;November 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2360\/07, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2009, 499, unter I.; BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;23\/01, BFHE 197, 425, BStBl II 2004, 474, unter II.1.b&nbsp;bb; vom 20.&nbsp;November 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/05, BFHE 216, 103, BStBl II 2008, 69, unter II.1., und vom 26.&nbsp;April 2012 IV&nbsp;R&nbsp;24\/09, BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703, unter II.1.a&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wortlaut und Normzweck gebieten es, die genannte Vorschrift auch dann anzuwenden, wenn es sich bei dem &quot;Betrieb&quot; der nat&uuml;rlichen Person um ein Betriebsverm&ouml;gen handelt, das der Erzielung freiberuflicher Eink&uuml;nfte dient und als solches gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG nicht Steuergegenstand der Gewerbesteuer w&auml;re (ganz herrschende Literaturauffassung, vgl. Trossen in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;4, 8, 41; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;18 UmwStG Rz&nbsp;149, 229; Schnitter in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;18 UmwStG Rz&nbsp;82; Pung in D&ouml;tsch\/Pung\/ M&ouml;hlenbrock, Kommentar zum KStG und EStG, &sect;&nbsp;18 UmwStG [SEStEG], Rz&nbsp;49; W&uuml;llenkemper, EFG 2011, 1755, 1756). Denn die von einer Kapitalgesellschaft erwirtschafteten Gewinne &#8211;einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne&#8211; unterliegen aufgrund der Rechtsform dieses Steuergegenstandes (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG) auch dann der Gewerbesteuer, wenn die eigentliche T&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaft ausschlie&szlig;lich freiberuflicher Art ist. Zudem hat sich der Gesetzgeber mit dem Zugriff auf den innerhalb der F&uuml;nf-Jahres-Frist des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 erzielten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn erkennbar von der Vorstellung einer fortdauernden gewerbesteuerrechtlichen Verstrickung des Verm&ouml;gens der umgewandelten Kapitalgesellschaft leiten lassen (dazu noch ausf&uuml;hrlich unten 3.b&nbsp;bb, m.w.N.). Daraus folgt zugleich, dass es f&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 auf die gewerbesteuerrechtliche Verstrickung bei der fr&uuml;heren Kapitalgesellschaft, nicht aber auf den gewerbesteuerrechtlichen Status des neuen Unternehmenstr&auml;gers ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Danach hat das FG zutreffend den Barwert der vereinbarten Rentenzahlungen der Gewerbesteuer unterworfen. Dies folgt sowohl aus dem Wortlaut (dazu unten&nbsp;a) als auch aus dem Sinngehalt (unten&nbsp;b) des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG&nbsp;1995. Die vom Kl&auml;ger begehrte Herausnahme des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns aus der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer l&auml;sst sich weder auf die Entstehungsgeschichte der Norm (unten&nbsp;c), die Ankn&uuml;pfung des Gewerbeertrags an den nach dem EStG zu ermittelnden Gewinn (unten d), die f&uuml;r die Zuerkennung des einkommensteuerrechtlichen Wahlrechts herangezogenen Erw&auml;gungen (unten&nbsp;e) noch auf den allgemeinen Gleichheitssatz (unten&nbsp;f) st&uuml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 sind im Streitfall erf&uuml;llt: Der Kl&auml;ger hat seinen Betrieb &#8211;bei dem es sich nach den Ausf&uuml;hrungen unter 2. nicht zwingend um einen Gewerbebetrieb handeln muss&#8211; innerhalb von f&uuml;nf Jahren, nachdem ein Verm&ouml;gens&uuml;bergang von einer Kapitalgesellschaft auf ihn stattgefunden hatte (hier: die mit Wirkung zum Ablauf des 1.&nbsp;Januar 2001 vollzogene Verschmelzung), ver&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei dieser Ver&auml;u&szlig;erung ist &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; auch ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH ist der Tatbestand der Betriebsver&auml;u&szlig;erung mit der &Uuml;bertragung des wirtschaftlichen Eigentums auf den Erwerber verwirklicht. In diesem Zeitpunkt entsteht der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob der vereinbarte Kaufpreis sofort f&auml;llig, in Raten zahlbar oder langfristig gestundet ist und wann der Verkaufserl&ouml;s dem Ver&auml;u&szlig;erer tats&auml;chlich zuflie&szlig;t (Beschluss vom 19.&nbsp;Juli 1993 GrS&nbsp;2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897, unter C.II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger demgegen&uuml;ber anf&uuml;hrt, diese Entscheidung habe keinen Fall betroffen, in dem der Ver&auml;u&szlig;erungspreis in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge gezahlt worden sei, ist zum einen darauf hinzuweisen, dass die vom Gro&szlig;en Senat gew&auml;hlte Formulierung allgemeine Geltung beansprucht. Zum anderen hat die sp&auml;tere Rechtsprechung die zitierte Aussage des Gro&szlig;en Senats ausdr&uuml;cklich auch auf Leibrenten erstreckt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, unter II.2.c&nbsp;bb&nbsp;aaa: &quot;die Vereinbarung einer Kaufpreisleibrente [hat] zur Folge, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn &#8211;ebenso wie bei in Raten zu erf&uuml;llenden oder langfristig gestundeten Kaufpreisforderungen&#8211; bereits im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung des wirtschaftlichen Eigentums auf den Erwerber verwirklicht wird&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Richtigkeit dieser Aussage wird besonders deutlich anhand der Rechtsprechung zu der Frage, ob in F&auml;llen eines Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses, der nur <em>teilweise<\/em> in wiederkehrenden Bez&uuml;gen, im &Uuml;brigen aber in einer Einmalzahlung besteht, der Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG trotz Anwendung der Zuflussbesteuerung in Anspruch genommen werden kann. Die Gew&auml;hrung dieses Freibetrags setzt voraus, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn einen bestimmten Betrag nicht &uuml;bersteigt. Der BFH hat hierzu schon fr&uuml;h &#8211;noch zu einer Zeit, in der er von einer <em>zwingenden<\/em> Zuflussbesteuerung des in wiederkehrenden Bez&uuml;gen bestehenden Teils des Ver&auml;u&szlig;erungspreises ausging&#8211; seine mittlerweile st&auml;ndige Rechtsprechung begr&uuml;ndet, dass f&uuml;r die Entscheidung dar&uuml;ber, wie hoch der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s sei und ob der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn den gesetzlichen Schwellenwert &uuml;bersteige, nicht nur die festen Kaufpreisteile, sondern auch die Rentenzahlungen zu ber&uuml;cksichtigen seien (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;August 1967 IV&nbsp;R&nbsp;81\/67, BFHE 90, 287, BStBl II 1968, 75). W&ouml;rtlich f&uuml;gte er hinzu: &quot;Auch die Rentenzahlungen sind Teil des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses und Teile des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns&quot; (BFH-Urteil in BFHE 90, 324, BStBl II 1968, 76, unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Kl&auml;ger kann sich f&uuml;r seine Auffassung, in F&auml;llen, in denen einkommensteuerrechtlich die Zuflussbesteuerung gew&auml;hlt werde, entstehe von vornherein kein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn, nicht auf das BFH-Urteil in BFHE 68, 500, BStBl III 1959, 192 berufen. Zwar findet sich im letzten Satz dieser Entscheidung tats&auml;chlich die vom Kl&auml;ger hervorgehobene Aussage, die monatlichen Zahlungen dienten der Versorgung der Gesellschafter, was zur Folge habe, &quot;dass im Streitjahr nach den Grunds&auml;tzen der Rechtsprechung ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nicht realisiert ist&quot;. Diese Aussage entspricht jedoch weder dem damaligen noch &#8211;erst recht&#8211; dem heutigen Stand der Dogmatik (siehe dazu die Darstellung unter 1. der vorliegenden Entscheidung). So wurde auf der Rechtsfolgenebene seinerzeit kein Wahlrecht zwischen der Sofort- und der Zuflussbesteuerung gew&auml;hrt, sondern ein Zwang zur Zuflussbesteuerung angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch der Normzweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG&nbsp;1995 spricht &#8211;anders als der Kl&auml;ger meint&#8211; im Streitfall nicht gegen, sondern f&uuml;r eine sofortige gewerbesteuerrechtliche Erfassung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie bereits dargelegt (oben 2.), soll die genannte Vorschrift verhindern, dass die bei Kapitalgesellschaften &quot;stets und in vollem Umfang&quot; angeordnete Gewerbesteuerpflicht von Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinnen dadurch unterlaufen wird, dass eine Kapitalgesellschaft in ein Personenunternehmen umgewandelt wird und dieses nur wenig sp&auml;ter &#8211;diese zeitliche Komponente wird vom Gesetzgeber durch Vorgabe eines F&uuml;nf-Jahres-Zeitraums typisiert&#8211; ohne Gewerbesteuerbelastung ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im vorliegenden Verfahren zu beurteilende Fallgestaltung wird in geradezu prototypischer Weise von diesem Normzweck erfasst. Der Kl&auml;ger hat seine Einzelpraxis nur einen Tag, nachdem diese durch die &#8211;ohne Aufdeckung stiller Reserven vorgenommene&#8211; Umwandlung der GmbH entstanden war, mit erheblichem Gewinn ver&auml;u&szlig;ert. W&auml;re die vom Kl&auml;ger vertretene Auslegung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 zutreffend, k&ouml;nnte er den gesamten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ohne Gewerbesteuerbelastung vereinnahmen, obwohl die stillen Reserven &#8211;die wirtschaftlich bereits in der Kapitalgesellschaft entstanden waren&#8211; im Falle ihrer Realisierung durch die Kapitalgesellschaft &quot;stets und in vollem Umfang&quot; der Gewerbesteuer unterlegen h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Gesetzgeber hat sich mit dem Zugriff auf den innerhalb der F&uuml;nf-Jahres-Frist des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 erzielten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn erkennbar von der Vorstellung einer fortdauernden gewerbesteuerrechtlichen Verstrickung des Verm&ouml;gens der umgewandelten Kapitalgesellschaft leiten lassen (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung; vgl. BFH-Entscheidungen in BFHE 216, 103, BStBl II 2008, 69, unter II.3.c; vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 217, 162, BStBl II 2008, 73, unter II.2.a; vom 9.&nbsp;Januar 2009 IV&nbsp;B&nbsp;27\/08, BFHE 224, 115, BStBl II 2011, 393, unter II.1.d&nbsp;dd&nbsp;(1), und in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703, unter II.1.a&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kapitalgesellschaften wird aber &#8211;soweit ersichtlich&#8211; weder von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung noch von der Finanzverwaltung ein Wahlrecht zur Vermeidung der gesetzlichen Sofortbesteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns zugestanden, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge vereinnahmt wird. Die GmbH h&auml;tte daher &#8211;w&auml;re sie nicht kurz vor der beabsichtigten Betriebsver&auml;u&szlig;erung auf den Kl&auml;ger verschmolzen worden&#8211; den Gewinn sowohl k&ouml;rperschaft- als auch gewerbesteuerrechtlich im Zeitpunkt des &Uuml;bergangs des wirtschaftlichen Eigentums an den betrieblichen Wirtschaftsg&uuml;tern in voller H&ouml;he &#8211;nach Ma&szlig;gabe des Barwerts der vereinbarten Rentenzahlungen&#8211; versteuern m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dar&uuml;ber hinaus vertritt der Kl&auml;ger die Auffassung, bei einer Kapitalgesellschaft k&ouml;nne es &#8211;anders als bei einer nat&uuml;rlichen Person&#8211; auch bei Anwendung der Sofortbesteuerung niemals dazu kommen, dass bei vorzeitigem Tod des Rentenberechtigten Gewinne besteuert w&uuml;rden, die tats&auml;chlich gar nicht angefallen seien. Dem vermag der Senat ebenfalls nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger tr&auml;gt zur Begr&uuml;ndung seiner Auffassung vor, die Kapitalgesellschaft k&ouml;nne den aktivierten Anspruch auf die laufenden Rentenzahlungen im Zeitpunkt des Todes des Rentenberechtigten gewinnmindernd abschreiben. Dabei wird aber verkannt, dass eine Kapitalgesellschaft, die ihren gesamten Betrieb ver&auml;u&szlig;ert hat, neben den laufenden Rentenzahlungen keine weiteren positiven Eink&uuml;nfte erzielt, mit denen sie den einmaligen hohen Aufwand aus der vollst&auml;ndigen Abschreibung des Rentenanspruchs verrechnen k&ouml;nnte. Die Kapitalgesellschaft k&ouml;nnte lediglich eine Minderung der f&uuml;r das Jahr des Wegfalls des Rentenanspruchs zu zahlenden K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer auf 0&nbsp;EUR erreichen, zudem im Wege des Verlustr&uuml;cktrags &#8211;beschr&auml;nkt auf die K&ouml;rperschaftsteuer (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&#8211;), nicht aber f&uuml;r die Gewerbesteuer (vgl. &sect;&nbsp;10a GewStG)&#8211; eine Erstattung der f&uuml;r den unmittelbar vorangehenden Veranlagungszeitraum gezahlten Steuer. Im &Uuml;brigen k&ouml;nnte die Kapitalgesellschaft den Aufwand aus dem Wegfall des Rentenanspruchs im Regelfall steuerlich nicht nutzen. Sie wird daher insoweit nicht erheblich anders behandelt als eine nat&uuml;rliche Person, zu deren Privatverm&ouml;gen ein im Rahmen einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung begr&uuml;ndeter Rentenanspruch geh&ouml;rt, und bei der der Wegfall dieses Anspruchs infolge eines &#8211;gemessen an der statistischen Lebenserwartung&#8211; ungew&ouml;hnlich fr&uuml;hen Todes nicht zu einer Minderung des bereits nach Ma&szlig;gabe des statistischen Rentenbarwerts versteuerten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns f&uuml;hrt (vgl. dazu BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 1999 IV&nbsp;R&nbsp;67\/98, BFHE 190, 150, BStBl II 2000, 179).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger hiergegen vorbringt, die GmbH k&ouml;nne durchaus noch andere Eink&uuml;nfte erzielen oder aber aufgrund eines Beschlusses ihrer Gesellschafter aufgel&ouml;st und abgewickelt werden, so dass Besteuerungszeitraum der gesamte Abwicklungszeitraum sei (&sect;&nbsp;11 KStG), beruht dies auf Sachverhaltsunterstellungen, die f&uuml;r den vorzunehmenden Vergleich unbeachtlich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auf die Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 kann sich der Kl&auml;ger ebenfalls nicht mit Erfolg berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger tr&auml;gt hierzu vor, der Gesetzgeber habe im Zeitpunkt der Schaffung der genannten Norm die langj&auml;hrige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zur Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge gekannt. Aus dem Umstand, dass der Gesetzgeber es gleichwohl unterlassen habe, &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 um eine ausdr&uuml;ckliche Regelung zu erg&auml;nzen, die in F&auml;llen der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge gewerbesteuerrechtlich stets die Sofortbesteuerung anordne, sei daher zu schlie&szlig;en, dass er solche Gestaltungen habe zulassen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem ist nicht zu folgen. Den Gesetzesmaterialien l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass dem Gesetzgeber bei Schaffung der Norm das vorliegend vom Kl&auml;ger verwirklichte Modell &#8211;das entgegen dem klaren Normzweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 zu einer vollst&auml;ndigen Vermeidung der Gewerbesteuer aufgrund kurzfristiger Umwandlung einer Kapitalgesellschaft auf ein Personenunternehmen f&uuml;hren w&uuml;rde&#8211; &uuml;berhaupt bewusst war. Die genannte Regelung ist im Jahr 1994 geschaffen worden (Umwandlungssteuergesetz vom 28.&nbsp;Oktober 1994, BGBl I 1994, 3267). Die &#8211;soweit ersichtlich&#8211; erste &Auml;u&szlig;erung in der Literatur zu der hier zu beurteilenden Frage stammt aus dem Jahr 2000 (Patt, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2000, 1115). Die Finanzverwaltung hat sogar erst nach Anh&auml;ngigkeit des vorliegenden Revisionsverfahrens &uuml;berhaupt zu diesem Modell Stellung genommen (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 11.&nbsp;November 2011, BStBl I 2011, 1314, Tz&nbsp;18.06).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen w&auml;re auf der Basis dieser Argumentation des Kl&auml;gers das von ihm beanspruchte Wahlrecht zur Zuflussbesteuerung nicht nur gewerbesteuerrechtlich, sondern auch einkommensteuerrechtlich in Zweifel zu ziehen. Denn der jeweilige Gesetzeswortlaut l&auml;sst weder im EStG noch im GewStG noch im UmwStG erkennen, dass ein solches Wahlrecht bestehen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auf die in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG getroffene Anordnung, wonach Gewerbeertrag der nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnde Gewinn &#8211;ver&auml;ndert um bestimmte, hier nicht streitige Betr&auml;ge&#8211; ist, kann der Kl&auml;ger sein Begehren ebenfalls nicht st&uuml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings trifft es zu, dass &#8211;obwohl &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG keine verfahrensrechtliche Bindung an den jeweils konkret im Einkommensteuerbescheid angesetzten Gewinn enth&auml;lt&#8211; im Anwendungsbereich dieser Norm bilanzsteuerrechtliche Wahlrechte f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer nicht anders als f&uuml;r Zwecke der Einkommensteuer ausge&uuml;bt werden d&uuml;rfen (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;52\/04, BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847, unter II.C.1.c, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes betrifft die zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge entwickelte h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &#8211;auch soweit der Steuerpflichtige das Wahlrecht zur Zuflussbesteuerung aus&uuml;bt&#8211; nicht die laufende Gewinnermittlung, sondern allein den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 1988 I&nbsp;R&nbsp;44\/83, BFHE 155, 368, BStBl II 1989, 323, unter 5.2.). Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne werden durch &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG aber &#8211;aufgrund des Objektsteuercharakters der Gewerbesteuer (vgl. BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Februar 1994 III&nbsp;R&nbsp;23\/89, BFHE 174, 372, BStBl II 1994, 709, unter 1.)&#8211; ohnehin nicht erfasst. Der Umstand, dass Betriebsver&auml;u&szlig;erungen in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 der Gewerbesteuer unterliegen, findet seine Grundlage daher nicht in der regelm&auml;&szlig;igen einkommen- oder gewerbesteuerrechtlichen Behandlung von Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen, sondern ausschlie&szlig;lich in der Spezialregelung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 und den dieser Regelung zugrunde liegenden Erw&auml;gungen zur Vermeidung bestimmter Gestaltungen in Umwandlungsf&auml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erst diese fehlende Anwendbarkeit der im GewStG enthaltenen Regelvorschriften er&ouml;ffnet &uuml;berhaupt den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995. Denn bei dieser Norm handelt es sich um einen subsidi&auml;ren Ausnahmetatbestand, der nur dann anwendbar ist, wenn der entsprechende Gewinn nicht schon nach den allgemeinen Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;2, 7 GewStG der Gewerbesteuer unterliegt (BFH-Entscheidungen in BFHE 216, 103, BStBl II 2008, 69, unter II.1.&nbsp;2.; in BFHE 224, 115, BStBl II 2011, 393, unter II.1.d&nbsp;dd&nbsp;(1), und in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703, unter II.1.a&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn aber die Vorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 nicht der f&uuml;r den Regelfall geltenden einkommen- oder gewerbesteuerrechtlichen Teleologie folgt, dann kann der Kl&auml;ger daraus, dass dem Steuerpflichtigen einkommensteuerrechtlich in den F&auml;llen der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen wiederkehrende Bez&uuml;ge aufgrund von Billigkeitserw&auml;gungen in Verbindung mit dem Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz das Wahlrecht einger&auml;umt wird, die Sofortbesteuerung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns zu vermeiden, im Anwendungsbereich der genannten gewerbesteuerrechtlichen Spezialregelung nichts ihm G&uuml;nstiges ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls folgt nichts anderes aus der j&uuml;ngst vom IV.&nbsp;Senat des BFH (Urteil vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;33\/09, BFH\/NV 2013, 1122, unter B.II.1.b bb (1)) gew&auml;hlten Formulierung, im Fall des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 sei &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG dahin auszulegen, dass sich der Gewerbeertrag einer &uuml;bernehmenden Personengesellschaft auch auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 erstrecke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung des IV.&nbsp;Senats ist zu der Frage ergangen, ob der &#8211;durch &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 <em>Satz&nbsp;2<\/em> UmwStG 1995 der Gewerbesteuer unterworfene&#8211; Gewinn eines Mitunternehmers aus der Ver&auml;u&szlig;erung seines Mitunternehmeranteils im Gewerbesteuermessbescheid der Mitunternehmerschaft oder aber in einem eigenen, gegen den Mitunternehmer pers&ouml;nlich ergehenden Bescheid anzusetzen sei. Vorliegend geht es demgegen&uuml;ber um den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer freiberuflichen Einzelpraxis, die als solche niemals Steuergegenstand i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG sein k&ouml;nnte und f&uuml;r die daher auch kein Gewerbeertrag i.S. des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG zu ermitteln ist. In einem solchen Fall steht die durch &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 angeordnete fortdauernde gewerbesteuerrechtliche Verstrickung des Verm&ouml;gens der fr&uuml;heren Kapitalgesellschaft (vgl. dazu oben 3.b&nbsp;bb, m.w.N.) im Vordergrund. Im &Uuml;brigen zitiert auch der IV.&nbsp;Senat in seiner angef&uuml;hrten Entscheidung (unter B.II.1.b&nbsp;aa (1), (2)) zustimmend die st&auml;ndige Rechtsprechung, wonach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 als spezialgesetzlicher und gegen&uuml;ber den &sect;&sect;&nbsp;2, 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand anzusehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auf die umfangreichen Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers zum Verst&auml;ndnis des Objektsteuercharakters der Gewerbesteuer und zu den Grenzen der M&ouml;glichkeiten, aus dem Objektsteuercharakter rechtliche Folgen abzuleiten, kommt es danach nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Eine gewerbesteuerliche Nichtber&uuml;cksichtigung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns l&auml;sst sich jedenfalls im Streitfall auch nicht auf diejenigen Erw&auml;gungen st&uuml;tzen, die die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung dazu bewogen haben, dem Steuerpflichtigen einkommensteuerrechtlich die M&ouml;glichkeit zur Wahl der Zuflussbesteuerung einzur&auml;umen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Entwicklung dieses Wahlrechts hat die Rechtsprechung den Gesichtspunkt in den Vordergrund gestellt, dass es dem Steuerpflichtigen aus Billigkeits- und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgr&uuml;nden m&ouml;glich sein soll, dem Risiko, im Falle eines fr&uuml;hen Todes letztlich mehr versteuert zu haben als ihm tats&auml;chlich zugeflossen ist, durch Wahl der Zuflussbesteuerung zu begegnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der im Rahmen jeder Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung erforderlichen Abw&auml;gung &uuml;berwiegen im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 &#8211;und erst recht unter den besonderen Bedingungen des Streitfalls&#8211; die Gesichtspunkte, die gegen eine &Uuml;bertragung des zur Einkommensteuer entwickelten Wahlrechts auf die Gewerbesteuer sprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Aus&uuml;bung des Wahlrechts f&uuml;hrt einkommensteuerrechtlich &#8211;&uuml;ber die Totalperiode gesehen&#8211; im Regelfall nicht zu einer gravierenden &Auml;nderung der Gesamtsteuerbelastung. Seine rechtlichen Wirkungen beschr&auml;nken sich &#8211;wie auch in &sect;&nbsp;163 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung vorgesehen&#8211; weitgehend auf eine zeitliche Streckung der anfallenden Steuerzahlungen. Der Steuerpflichtige &quot;erkauft&quot; sich diese zeitliche Streckung dadurch, dass er die Beg&uuml;nstigungen der &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG (Freibetrag) und &sect;&nbsp;34 EStG (erm&auml;&szlig;igter Steuersatz) verliert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gewerbesteuerrechtlich w&uuml;rde das Wahlrecht hingegen zu einer vollst&auml;ndigen Vermeidung dieser &#8211;nicht geringen&#8211; Steuer f&uuml;hren. Die gewerbesteuerrechtliche Rechtsfolge des Wahlrechts w&auml;re daher ungleich gravierender als bei der Einkommensteuer. Begehrt ein Steuerpflichtiger aber unter den Gesichtspunkten der Billigkeit und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ein Absehen von der gesetzlich angeordneten Regelbesteuerung, m&uuml;ssen die auf der Tatbestandsebene f&uuml;r sein Begehren sprechenden Billigkeits- und Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgesichtspunkte umso gewichtiger sein, je gravierender die von ihm begehrte Rechtsfolge ist. Es ist aber nicht ersichtlich, dass zus&auml;tzlich zu denjenigen Gesichtspunkten, die einkommensteuerrechtlich die Zuerkennung des Wahlrechts rechtfertigen m&ouml;gen, noch spezifisch gewerbesteuerrechtliche Gesichtspunkte hinzutreten k&ouml;nnten, die die dortige ungleich gravierendere Rechtsfolge unter Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgesichtspunkten als noch vertretbar erscheinen lassen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gerade im vorliegenden Fall sind bereits einkommensteuerrechtlich die f&uuml;r das Wahlrecht sprechenden Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgesichtspunkte im Vergleich zu dem Regelfall, der der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung bei Schaffung des Wahlrechts vor Augen stand, deutlich abgeschw&auml;cht. Denn im Falle eines sehr fr&uuml;hen Todes des Kl&auml;gers h&auml;tte auch bei Anwendung der Sofortbesteuerung keineswegs ein unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iges Ungleichgewicht zwischen der einkommensteuerrechtlich angesetzten Bemessungsgrundlage und den tats&auml;chlich zugeflossenen Rentenbetr&auml;gen gedroht. Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass die Parteien des Unternehmenskaufvertrags eine Mindestlaufzeit der Rentenzahlungen von 15&nbsp;Jahren vereinbart haben. Allein der &#8211;dem Kl&auml;ger bzw. seinen Rechtsnachfolgern garantiert zuflie&szlig;ende&#8211; Kapitalwert einer auf 15&nbsp;Jahre begrenzten monatlichen Zahlung von 17.562&nbsp;DM betr&auml;gt aber bereits 2.173.613,60&nbsp;DM (Vervielf&auml;ltiger 10,314 gem&auml;&szlig; Anlage&nbsp;9a zu &sect;&nbsp;13 des Bewertungsgesetzes &#8211;BewG&#8211;), liegt also bei &uuml;ber 82&nbsp;% des im Vertrag als Barwert der gesamten Rentenzahlung angegebenen Betrags von 2.650.000&nbsp;DM. Im H&ouml;chstfall droht dem Kl&auml;ger daher das Risiko, den Differenzbetrag von 18&nbsp;% des Barwerts versteuern zu m&uuml;ssen, obwohl er nicht zugeflossen ist. Selbst wenn dem Kl&auml;ger darin zu folgen sein sollte, dass die Berechnung des Kapitalwerts im Streitfall nicht nach der Anlage&nbsp;9a zu &sect;&nbsp;13 BewG, sondern nach Ma&szlig;gabe des von den Vertragsparteien zugrunde gelegten Zinssatzes von 7&nbsp;% vorzunehmen w&auml;re, erg&auml;be sich ein beachtlicher garantierter Kapitalbetrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In jedem Falle ist die etwaige Versteuerung der nicht zugeflossenen Differenz &#8211;zumindest bei Einbeziehung der im Folgenden noch zu benennenden Gesichtspunkte in die Abw&auml;gung&#8211; nicht als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Steuerzugriff anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ohnehin ist die Erw&auml;gung, im Falle einer Sofortversteuerung nach Ma&szlig;gabe des Barwerts drohe dem Steuerpflichtigen eine &Uuml;berma&szlig;besteuerung, wenn er vor Erreichen der statistisch zu erwartenden Lebenserwartung sterbe, im Rahmen der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung ein zwar noch tragf&auml;higer, aber nicht allzu gewichtiger Gesichtspunkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn beim vorzeitigen Ableben des Rentenberechtigten handelt es sich nicht um eine St&ouml;rung des Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts. Das Ende der Laufzeit einer Rente durch den Tod des Rentenberechtigten ist ein bereits im Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft ber&uuml;cksichtigter, dem Ver&auml;u&szlig;erungspreis immanenter Umstand, der vom Ver&auml;u&szlig;erer bewusst als ein Faktor hingenommen wird, der den Ver&auml;u&szlig;erungspreis begrenzt. L&auml;sst er sich auf ein Erl&ouml;schen der Rentenzahlungen schon bei seinem Tod ein, so konkretisiert sich durch dieses Ereignis nur das Wagnis, das er als Inhalt des Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts &#8211;in Aus&uuml;bung seiner Privatautonomie&#8211; akzeptiert hat (vgl. zum Ganzen BFH-Urteil in BFHE 190, 150, BStBl II 2000, 179, unter 2.b; ebenso BFH-Urteil in BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, unter II.2.c&nbsp;aa&nbsp;bbb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat hat &#8211;zur Rentenbesteuerung nach &sect;&nbsp;22 EStG im Falle vorzeitigen Versterbens&#8211; bereits ausgef&uuml;hrt, der Umstand, dass ein Steuerpflichtiger vor Erreichen der statistischen Lebenserwartung versterbe, von ihm erlangte Rentenzahlungen aber gleichwohl mit dem gesetzlich festgelegten Anteil besteuert w&uuml;rden, sei eine verfassungsrechtlich zul&auml;ssige Typisierung. In einem solchen Fall verwirkliche sich das typische Rentenrisiko (Beschluss vom 18.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;50\/09, BFH\/NV 2010, 2270, unter 3.a&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor allem aber steht dem Risiko, bereits vor Erreichen der durchschnittlich erwartbaren Lebenserwartung zu sterben, die &#8211;statistisch genau gleich gro&szlig;e&#8211; Chance gegen&uuml;ber, ein h&ouml;heres Lebensalter als der Durchschnitt des entsprechenden Geburtsjahrgangs zu erreichen (vgl. hierzu bereits BFH-Urteil in BFHE 86, 733). Chancen und Risiken entsprechen sich; sie werden mathematisch und wirtschaftlich durch die g&auml;ngigen Methoden zur Ermittlung des Barwerts abgebildet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist es durchaus m&ouml;glich, einen Rentenanspruch am allgemeinen Markt zu ver&auml;u&szlig;ern und hierf&uuml;r eine Einmalzahlung zu erlangen. &quot;Der Markt&quot; ist also in der Lage, das Langlebigkeitsrisiko zu quantifizieren und steht als &quot;Tauschpartner&quot; f&uuml;r eine Einmalzahlung zur Verf&uuml;gung. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind die von der Rechtsprechung herangezogenen Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserw&auml;gungen (&Uuml;berma&szlig;besteuerung) im Rahmen der vorliegend vorzunehmenden spezifisch gewerbesteuerrechtlichen Abw&auml;gung nur von eingeschr&auml;nktem Gewicht, da der Rentenberechtigte mit dem Rentenstammrecht einen &#8211;im Idealfall: jederzeit&#8211; realisierbaren Verm&ouml;genswert erhalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist der Steuerpflichtige im Rahmen seiner Privatautonomie im Regelfall frei, die Art des Ver&auml;u&szlig;erungspreises zu vereinbaren. Diese Erw&auml;gung findet sich bereits in der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 155, 368, BStBl II 1989, 323, unter 5.1.). Hat der Steuerpflichtige sich aber bewusst und privatautonom gegen eine Einmalzahlung und f&uuml;r eine Leibrente entschieden, ist das Gewicht derjenigen Gr&uuml;nde, die die gesetzgebende, vollziehende oder rechtsprechende Gewalt unter Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgesichtspunkten dazu zwingen k&ouml;nnten, eine Steuererleichterung zu gew&auml;hren, die auf F&auml;lle beschr&auml;nkt ist, in denen der Ver&auml;u&szlig;erungspreis als Leibrente vereinbart wird, als eher gering anzusehen. Auch im Streitfall ist weder vom FG festgestellt noch sonst ersichtlich, dass die PartG nur bei Vereinbarung einer Leibrente bereit gewesen sein k&ouml;nnte, den Betrieb zu erwerben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nur erg&auml;nzend tritt die Erw&auml;gung hinzu, dass bei der Einkommensteuer als einer vom Leistungsf&auml;higkeitsprinzip beherrschten Personensteuer Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgesichtspunkte tendenziell von gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung sind als bei der Gewerbesteuer. Denn diese wird als eine von der Person des Betriebsinhabers unabh&auml;ngige Objektsteuer vom Leistungsf&auml;higkeitsprinzip lediglich durch den in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG enthaltenen Verweis ber&uuml;hrt, nicht aber beherrscht (vgl. auch BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Oktober 2012 I&nbsp;B&nbsp;128\/12, BFHE 238, 452, BStBl II 2013, 30, unter II.2.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem sind im Gewerbesteuerrecht aufgrund des dort tragenden Objektsteuercharakters unstreitig weder die Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;16, 34 EStG &#8211;auf deren teleologische Reduktion die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung das einkommensteuerrechtliche Wahlrecht st&uuml;tzt&#8211; noch die stattdessen vom BFH angewandte Regelung &uuml;ber nachtr&auml;gliche Betriebseinnahmen (&sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG) anwendbar. Schon dies zeigt, dass gerade in Bezug auf die in diesen F&auml;llen einkommensteuerrechtlich ma&szlig;gebenden Normen gewerbesteuerrechtlich eine andere Ausgangslage gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Umstand, dass eine Kapitalgesellschaft nicht Gesellschafterin einer PartG sein kann, ist f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls ohne Belang. Bei &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 handelt es sich um eine typisierende Vorschrift, deren Anwendung nicht voraussetzt, dass im konkreten Einzelfall eine missbr&auml;uchliche Gestaltung gew&auml;hlt worden ist (vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 197, 425, BStBl II 2004, 474, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Der Kl&auml;ger sieht in der zwingenden gewerbesteuerrechtlichen Sofortbesteuerung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns bei gleichzeitiger Zuerkennung des Wahlrechts zur Zuflussbesteuerung f&uuml;r Zwecke der Einkommensteuer einen gleichheits- und damit verfassungswidrigen Beg&uuml;nstigungsausschluss. Dies ist indes nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der &#8211;vom Kl&auml;ger beanstandete&#8211; fehlende Gleichlauf zwischen Einkommen- und Gewerbesteuer ist im Streitfall allein dadurch entstanden, dass der Kl&auml;ger mehrere steuerlich g&uuml;nstige Gestaltungen kombiniert hat, von denen die eine aber in den tatbestandlichen Anwendungsbereich einer speziellen, typisierenden Missbrauchsvermeidungsvorschrift (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995) f&auml;llt. H&auml;tte der Kl&auml;ger die von ihm beherrschte GmbH den Betrieb unmittelbar ver&auml;u&szlig;ern lassen, w&auml;re es zu einem Gleichlauf von K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer gekommen, weil bei beiden Steuerarten &#8211;mangels Zuerkennung des Wahlrechts zur Zuflussbesteuerung auch zugunsten von Kapitalgesellschaften (oben unter b&nbsp;bb)&#8211; die Sofortbesteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns auch insoweit zwingend ist, als er in Form wiederkehrender Bez&uuml;ge vereinbart wird. H&auml;tte der Kl&auml;ger die GmbH zwar auf sich verschmolzen, den Betrieb aber gegen eine Einmalzahlung ver&auml;u&szlig;ert, w&auml;re es ebenfalls zu einem Gleichlauf von Einkommen- und Gewerbesteuer gekommen, weil der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn bei beiden Steuerarten ohne die M&ouml;glichkeit, ein Wahlrecht auszu&uuml;ben, sofort zu versteuern gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es besteht keine verfassungsrechtliche Verpflichtung des Gesetzgebers, bei der Kombination mehrerer steuersparender Gestaltungen, von denen die eine in den tatbestandlichen Anwendungsbereich einer Missbrauchsvermeidungsvorschrift f&auml;llt, auch dann einen systematischen Gleichlauf von Einkommen- und Gewerbesteuer zu gew&auml;hrleisten, wenn dadurch gar keine Gewerbesteuer anfiele, der vordergr&uuml;ndig vom Kl&auml;ger angestrebte Gleichlauf also ebenfalls nicht zu erreichen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend hat das BVerfG zu &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 bereits entschieden, der Umstand, dass die genannte Vorschrift Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne eines Personenunternehmens innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft gewerbesteuerrechtlich erfasse, wohingegen dies bei anderen Personenunternehmen, die nicht aus der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft hervorgegangen seien oder bei denen die Umwandlung l&auml;nger als f&uuml;nf Jahre zur&uuml;ckliege, nicht der Fall sei, sei durch den Zweck der Vorschrift, Umgehungsgestaltungen zu verhindern, sachlich gerechtfertigt (BVerfG-Beschluss in NJW 2009, 499, unter IV.2.b&nbsp;aa). Daraus folgt, dass auch im vorliegenden Fall im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf die &Uuml;bernahme des aus spezifisch einkommensteuerrechtlichen Gr&uuml;nden geschaffenen Wahlrechts f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegenteil w&auml;re es weder mit dem zwingenden Charakter des Steuerrechts (vgl. hierzu BFH-Urteil in BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532, unter II.2.c&nbsp;aa&nbsp;aaa) noch mit dem Grundsatz der Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes) vereinbar, wenn Ertr&auml;ge, die der Gesetzgeber mittels einer klaren gesetzlichen Regelung der Gewerbesteuer unterworfen wissen will, aufgrund einer blo&szlig;en Willensentscheidung des Steuerpflichtigen (Wahlrechtsaus&uuml;bung) dieser Besteuerung vollst&auml;ndig entzogen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Die Auffassung des erkennenden Senats stimmt im Ergebnis mit der &uuml;berwiegenden Literaturmeinung &uuml;berein (vgl. Patt, FR 2000, 1115, 1122; im Anschluss daran Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect;&nbsp;18 UmwStG Rz&nbsp;237; Schmitt in Schmitt\/H&ouml;rtnagl\/ Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;18 UmwStG Rz&nbsp;55; Pung in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;18 UmwStG [SEStEG] Rz&nbsp;61; W&uuml;llenkemper, EFG 2011, 1755; a.A. Neu\/Hamacher, Deutsches Steuerrecht 2010, 1453 und GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2012, 280, 284; ebenso Neu\/Schiffers\/ Watermeyer, GmbHR 2011, 729, 737&nbsp;f.; Ottersbach in Lademann, &sect;&nbsp;18 UmwStG n.F. Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Senat hat erwogen, dem Begehren des Kl&auml;gers dadurch Rechnung zu tragen, dass er im Wege richterlicher Rechtsfortbildung die Vorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 dahingehend auslegt, dass bei Wahl der Zuflussbesteuerung die in den nachtr&auml;glichen betrieblichen Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;2 EStG bestehende einkommensteuerrechtliche Bemessungsgrundlage &#8211;zeitlich unbegrenzt&#8211; auch gewerbesteuerrechtlich zu erfassen w&auml;re. Auch dies w&uuml;rde vorliegend zu einem vollen Erfolg der Revision des Kl&auml;gers f&uuml;hren, da die im Streitjahr 2001 zugeflossenen Rentenbetr&auml;ge den Buchwert des steuerlichen Kapitalkontos der ver&auml;u&szlig;erten Einzelpraxis noch nicht erreicht haben. In den Folgejahren w&auml;re dann der nach Abzug des Freibetrags und ggf. Anwendung des gewerbesteuerrechtlichen Staffeltarifs verbleibende Teil der jeweils zugeflossenen Rentenzahlungen der Gewerbesteuer zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige L&ouml;sung ist dem Senat indes verwehrt, da sie die Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung (vgl. hierzu BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;944\/00, NJW 2004, 2513, unter 1.b&nbsp;dd; vom 25.&nbsp;Januar 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;918\/10, BVerfGE 128, 193, unter B.I.3.b, und vom 26.&nbsp;September 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2216\/06,&nbsp;469\/07, NJW 2012, 669, unter B.II.1.a) &uuml;berschritte. Der Senat w&uuml;rde damit Befugnisse beanspruchen, die von der Verfassung dem Gesetzgeber &uuml;bertragen sind, indem er sich aus der Rolle des Normanwenders in die einer normsetzenden Instanz begeben und damit der Bindung an Recht und Gesetz entziehen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn nach der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs existiert kein Steuergegenstand (&sect;&nbsp;2 GewStG) mehr, aus dem &#8211;unter Umst&auml;nden jahrzehntelang&#8211; die Gewerbesteuerzahlungen zu erbringen w&auml;ren. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 fingiert zwar &#8211;in Abweichung von den allgemeinen gewerbesteuerrechtlichen Vorschriften&#8211; einmalig einen Steuergegenstand im Zeitpunkt der Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder -aufgabe. Diese Ausnahmevorschrift w&uuml;rde aber weit &uuml;berdehnt, wenn man sie auch zur Grundlage der Fiktion eines dauernden Steuergegenstandes machen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch m&uuml;sste es dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben, die Folgen zu regeln, die ein Umzug des &#8211;nach der Betriebsver&auml;u&szlig;erung als &quot;Privatperson&quot; anzusehenden&#8211; Steuerpflichtigen in eine andere Gemeinde w&auml;hrend der Rentenlaufzeit mit sich bringen w&uuml;rde. Hebeberechtigt ist nach &sect;&nbsp;4 GewStG diejenige Gemeinde, in der eine Betriebsst&auml;tte unterhalten wird. Der Senat w&uuml;rde sich die Rolle des Normgebers anma&szlig;en, wenn er &#8211;notwendige&#8211; Regelungen dazu treffen w&uuml;rde, welche Gemeinde nach einem Umzug des Steuerpflichtigen als hebeberechtigt anzusehen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Soweit der Kl&auml;ger erstmals im Revisionsverfahren behauptet, der Rentenanspruch sei nicht die einzige Gegenleistung der PartG gewesen, sondern er habe als weitere Verg&uuml;tungskomponente Gesellschaftsrechte an der PartG erhalten, ist dies &#8211;mangels entsprechender Feststellungen des FG&#8211; revisionsrechtlich unbeachtlich (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen w&uuml;rde sich bei Zugrundelegung dieses neuen Vorbringens des Kl&auml;gers der anzusetzende Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s &#8211;und damit die streitgegenst&auml;ndliche Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags&#8211; noch erh&ouml;hen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der anl&auml;sslich einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung erzielte Gewinn als laufender Gewinn gilt, soweit auf der Seite des Ver&auml;u&szlig;erers und des Erwerbers dieselben Personen Unternehmer oder Mitunternehmer sind (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG). Dies h&auml;tte zur Folge, dass insoweit bereits einkommensteuerrechtlich kein Wahlrecht zur Zuflussbesteuerung best&uuml;nde; die vom Kl&auml;ger aufgeworfene gewerbesteuerrechtliche Problematik w&uuml;rde sich dann von vornherein nicht mehr stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Antrag, die Zuziehung des Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO), ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren; zust&auml;ndig ist deshalb das Gericht des ersten Rechtszugs, im Streitfall das FG (vgl. Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;23\/05, BFHE 224, 61, BStBl II 2009, 407, unter II.5., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 40\/10 Im Anwendungsbereich des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente &#8211; Zeitpunkt der Besteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns Leits&auml;tze 1. Wird der Betrieb einer Personengesellschaft oder nat&uuml;rlichen Person ver&auml;u&szlig;ert, der innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor der Ver&auml;u&szlig;erung aus der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft hervorgegangen war, unterliegt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-40-10-im-anwendungsbereich-des-par-18-abs-4-umwstg-1995-gewerbesteuerpflicht-auch-bei-betriebsveraeusserung-gegen-leibrente-zeitpunkt-der-besteuerung-eines-veraeusserungsgewinns\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;40\/10 &#8211; Im Anwendungsbereich des &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsver&auml;u&szlig;erung gegen Leibrente &#8211; Zeitpunkt der Besteuerung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60004\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}