{"id":60374,"date":"2013-10-06T11:10:31","date_gmt":"2013-10-06T09:10:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60374"},"modified":"2013-10-06T11:10:31","modified_gmt":"2013-10-06T09:10:31","slug":"x-b-16-17-13-aussetzung-des-verfahrens-klaerung-der-notwendigkeit-eines-gewinnfeststellungsbescheids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-16-17-13-aussetzung-des-verfahrens-klaerung-der-notwendigkeit-eines-gewinnfeststellungsbescheids\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;16-17\/13 &#8211; Aussetzung des Verfahrens &#8211; Kl&auml;rung der Notwendigkeit eines Gewinnfeststellungsbescheids"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.8.2013, X B 16-17\/13; X B 16\/13; X B 17\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Aussetzung des Verfahrens &#8211; Kl&auml;rung der Notwendigkeit eines Gewinnfeststellungsbescheids<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) sind Eheleute. Die Kl&auml;gerin gr&uuml;ndete zum 1.&nbsp;April 1995 die Firma F mit Sitz in T. Angemietet waren insoweit gewerbliche R&auml;ume in A-Stadt, B-Stra&szlig;e 1. Der Kl&auml;ger betrieb das Y Ingenieurb&uuml;ro zun&auml;chst in D-Stadt, meldete es aber ab dem 1.&nbsp;Januar 1996 als freiberufliches Ingenieurb&uuml;ro in C-Stadt, E-Stra&szlig;e 2 an. Der Sitz der im Februar 1995 gegr&uuml;ndeten Y-GmbH befand sich ebenfalls in C-Stadt, E-Stra&szlig;e 2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger waren bis zum 30.&nbsp;April 1996 in D-Stadt gemeldet und meldeten sich sodann nach C-Stadt, E-Stra&szlig;e 2 um. Ihnen standen zudem zwei Wohnungen in A-Stadt, G-Stra&szlig;e 3 zu Wohnzwecken zur Verf&uuml;gung. Sie gaben sowohl gegen&uuml;ber dem Beklagten und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) anl&auml;sslich einer pers&ouml;nlichen R&uuml;cksprache am 16.&nbsp;Mai 1997 als auch gegen&uuml;ber dem FA A-Stadt in einem Schreiben vom 12.&nbsp;Juni 1997 an, sich vorwiegend in A-Stadt aufzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen dem FA und dem FA A-Stadt kam es wegen der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Einkommensbesteuerung zu einem negativen Kompetenzstreit. Nachdem die Kl&auml;ger im Dezember 1997 erkl&auml;rten, sich (wieder) &uuml;berwiegend in C-Stadt aufzuhalten, erkannte das FA seine &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit als Wohnsitz-FA an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Ergebnisse einer Au&szlig;enpr&uuml;fung und steuerstrafrechtlicher Ermittlungsma&szlig;nahmen bei der Firma F legte das FA f&uuml;r die Jahre 1996 bis 1999 den Einkommensteuerfestsetzungen der Kl&auml;ger ge&auml;nderte Besteuerungsgrundlagen zugrunde. Infolge erheblicher Verlustvortr&auml;ge des Kl&auml;gers blieb es trotz der Gewinnerh&ouml;hungen wie zuvor bei Steuerfestsetzungen von 0&nbsp;DM. Mit Bescheiden vom 17.&nbsp;April 2008 stellte das FA die zum 31.&nbsp;Dezember 1995 bis zum 31.&nbsp;Dezember 1999 verbleibenden Verluste f&uuml;r die Kl&auml;ger fest. Diese Bescheide sind jeweils Gegenstand der vor dem Finanzgericht (FG) gef&uuml;hrten Verfahren 12&nbsp;K&nbsp;146\/09 (Kl&auml;gerin) und 12&nbsp;K&nbsp;126\/09 (Ehemann).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschl&uuml;ssen vom 19.&nbsp;November 2012 setzte das FG beide Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bis zur bestandskr&auml;ftigen Entscheidung &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb der Firma F f&uuml;r die Jahre 1996 bis 1999 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Verfahrensaussetzung f&uuml;r das Streitjahr 1996 wendet sich das FA mit den vorliegenden Beschwerden. Es sei unklar, warum das FG auch f&uuml;r das Jahr 1996 von dem Erfordernis einer gesonderten Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b der Abgabenordnung (AO) ausgehe. Die Kl&auml;ger seien zwar in C-Stadt gemeldet gewesen, h&auml;tten sich nach eigenen Angaben jedoch noch im Laufe des Jahres 1997 &uuml;berwiegend in A-Stadt, dem Ort der Gesch&auml;ftsleitung der Firma F, aufgehalten. Eine gesonderte Feststellung setze dagegen voraus, dass die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die gesonderte Feststellung und f&uuml;r die Veranlagung zur Einkommensteuer am Schluss des Gewinnermittlungszeitraums auseinander falle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA begehrt mit seinen Beschwerden, denen das FG nicht abgeholfen hat, die Fortf&uuml;hrung der finanzgerichtlichen Verfahren wegen der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 1996.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben sich in den Beschwerdeverfahren nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerden sind unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Verbindung der Verfahren beruht auf &sect;&nbsp;73 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat mit den angefochtenen Beschl&uuml;ssen zutreffend entschieden, dass die Verfahren wegen der gesonderten Verlustfeststellungen auch f&uuml;r das Jahr 1996 auszusetzen sind bis bestandskr&auml;ftig feststeht, ob und in welcher H&ouml;he das FA A-Stadt den Gewinn der Firma F gesondert feststellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO kann das Gericht, wenn die Entscheidung des Rechtsstreits ganz oder zum Teil von dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverh&auml;ltnisses abh&auml;ngt, das den Gegenstand eines anderen anh&auml;ngigen Rechtsstreits bildet, anordnen, dass die Verhandlung bis zur Erledigung des anderen Rechtsstreits auszusetzen sei (Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;203\/12, BFH\/NV 2013, 511). Ist ein Grundlagenbescheid noch nicht ergangen, ist ein Klageverfahren gegen den Folgebescheid zwingend auszusetzen (Senatsurteil vom 17.&nbsp;Mai 1995 X&nbsp;R&nbsp;64\/92, BFHE 177, 478, BStBl II 1995, 640, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Besteuerung nat&uuml;rlicher Personen nach dem Einkommen und Verm&ouml;gen ist das FA zust&auml;ndig, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder in Ermangelung eines Wohnsitzes seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Bei mehrfachem Wohnsitz eines verheirateten Steuerpflichtigen, der von seinem Ehegatten nicht dauernd getrennt lebt, ist der Wohnsitz ma&szlig;gebend, an dem sich die Familie vorwiegend aufh&auml;lt (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO). Dem f&uuml;r die Besteuerung zust&auml;ndigen FA obliegt auch die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 (heute Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3) des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eink&uuml;nfte aus einer gewerblichen T&auml;tigkeit werden nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO gesondert festgestellt, wenn das f&uuml;r die gesonderte Feststellung zust&auml;ndige FA (vgl. &sect;&nbsp;18 AO) nicht auch f&uuml;r die Steuern vom Einkommen (vgl. &sect;&nbsp;19 AO) zust&auml;ndig ist. Nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO ist f&uuml;r die gesonderte Feststellung nach &sect;&nbsp;180 AO bei gewerblicher T&auml;tigkeit das FA &ouml;rtlich zust&auml;ndig, in dessen Bezirk sich die Gesch&auml;ftsleitung befindet. Tatbestandsm&auml;&szlig;ige Voraussetzung f&uuml;r den Erlass eines gesonderten Gewinnfeststellungsbescheids gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO ist somit &#8211;wie vom FA zutreffend angef&uuml;hrt&#8211; das Auseinanderfallen der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die gesonderte Gewinnfeststellung (&sect;&nbsp;18 AO) und f&uuml;r die Steuern vom Einkommen (&sect;&nbsp;19 AO). Bei gewerblichen Eink&uuml;nften ist dies dann gegeben, wenn sich die Gesch&auml;ftsleitung des Betriebs in einem anderen als dem Bezirk des Wohnsitz-FA befindet. Ma&szlig;gebend hierf&uuml;r sind die Verh&auml;ltnisse zum Schluss des Gewinnermittlungszeitraums.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Abtrennung der Feststellung einer Besteuerungsgrundlage von dem eigentlichen Steuerfestsetzungsverfahren einschlie&szlig;lich der Verlustfeststellung bewirkt notwendigerweise eine Kompetenzverteilung zwischen den f&uuml;r die Feststellung der Besteuerungsgrundlage und den f&uuml;r die Festsetzung der Steuer einschlie&szlig;lich der Verlustfeststellung zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rden. Wegen dieser Kompetenzverteilung und des sich aus &sect;&nbsp;86 AO ergebenden Legalit&auml;tsprinzips kann die Entscheidung &uuml;ber das Erfordernis oder Nichterfordernis einer gesonderten Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO verbindlich nur in dem &#8211;ggf. noch einzuleitenden&#8211; Grundlagenverfahren getroffen werden. Dementsprechend ist ein (positiver oder negativer) Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b AO schon dann zu erlassen, wenn das Erfordernis einer gesonderten Feststellung behauptet wird oder auf Grund des (ggf. streitigen) Sachverhalts m&ouml;glich erscheint (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;November 2006 XI&nbsp;B&nbsp;156\/05, BFH\/NV 2007, 401, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG die Verfahren der Kl&auml;ger wegen der gesonderten Feststellung des jeweils verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 1996 im Ergebnis zutreffend ausgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Ausf&uuml;hrungen des FG befand sich die Gesch&auml;ftsleitung der Firma F nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse in den Jahren 1996 bis 1999 in A-Stadt. Als zust&auml;ndiges Wohnsitz-FA hat das FG f&uuml;r diese Jahre demgegen&uuml;ber das FA angesehen. Zwar weist das FA zu Recht darauf hin, das FG f&uuml;hre im Tatbestand seiner Entscheidung aus, die Kl&auml;ger h&auml;tten noch im Folgejahr sowohl gegen&uuml;ber dem FA als auch gegen&uuml;ber dem FA A-Stadt erkl&auml;rt, sich &uuml;berwiegend in A-Stadt aufzuhalten. Es sei daher nicht klar, warum das FG ohne weitere Ausf&uuml;hrungen zu der Annahme gelange, die Kl&auml;ger h&auml;tten ihren Wohnsitz bereits zum Ende des Jahres 1996 in C-Stadt gehabt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Punkt bestand jedoch ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen dem FA und dem FA A-Stadt. Anders als das FA ging das FA A-Stadt trotz der Erkl&auml;rungen der Kl&auml;ger nicht von seiner &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO aus. Bei Zugrundelegung dieser Ansicht mussten die Eink&uuml;nfte der Firma F deshalb auch f&uuml;r das Jahr 1996 gesondert festgestellt werden &#8211; unterstellt, das FA A-Stadt stimmt mit dem FG &uuml;berein, dass sich die Gesch&auml;ftsleitung der Firma F in A-Stadt befindet. Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;ger nach der Darstellung des FG im Dezember 1997 ge&auml;u&szlig;ert, sich <span style=\"text-decoration:underline\">wieder<\/span> &uuml;berwiegend in C-Stadt aufzuhalten. Von daher ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich auch in der ersten Zeit nach ihrem Umzug aus D-Stadt im Jahr 1996 vorwiegend in C-Stadt &#8211;und damit im Bezirk des FA&#8211; aufhielten und den Schwerpunkt ihres Aufenthalts erst im Jahr 1997 f&uuml;r einige Monate nach A-Stadt verlegten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da es nach alledem auch f&uuml;r das Jahr 1996 m&ouml;glich erscheint, dass das FA A-Stadt eine gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte der Firma F durchzuf&uuml;hren hat, hat das FG die Verfahren gegen den Verlustfeststellungsbescheid zum 31.&nbsp;Dezember 1996 zu Recht ausgesetzt. Die verbindliche Entscheidung &uuml;ber das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen der gesonderten Feststellung (Auseinanderfallen der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die gesonderte Feststellung und f&uuml;r die Veranlagung zur Einkommensteuer) kann nur in diesem Grundlagenverfahren und damit zun&auml;chst vom FA A-Stadt getroffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Da die Beschwerden keinen Erfolg haben, ist eine Kostenentscheidung ungeachtet dessen zu treffen, dass die vorliegenden Beschwerdeverfahren als unselbst&auml;ndige Zwischenverfahren zu den noch beim FG anh&auml;ngigen Klageverfahren anzusehen sind (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 511, m.w.N.). Nur bei erfolgreichen Beschwerden &#8211;oder einer Erledigung der Hauptsache im Beschwerdeverfahren&#8211; sieht der BFH im Hinblick auf die Unselbst&auml;ndigkeit des Beschwerdeverfahrens von einer Kostenentscheidung ab (vgl. Beschluss vom 17.&nbsp;Februar 2004 IV&nbsp;B&nbsp;209\/03, BFH\/NV 2004, 966, unter 3., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.8.2013, X B 16-17\/13; X B 16\/13; X B 17\/13 Aussetzung des Verfahrens &#8211; Kl&auml;rung der Notwendigkeit eines Gewinnfeststellungsbescheids Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) sind Eheleute. Die Kl&auml;gerin gr&uuml;ndete zum 1.&nbsp;April 1995 die Firma F mit Sitz in T. 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