{"id":60378,"date":"2013-10-06T11:10:33","date_gmt":"2013-10-06T09:10:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60378"},"modified":"2013-10-06T11:10:33","modified_gmt":"2013-10-06T09:10:33","slug":"iii-b-122-12-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtssache-fehlende-klaerungsfaehigkeit-bei-bindung-nach-par-118-abs-2-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-122-12-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtssache-fehlende-klaerungsfaehigkeit-bei-bindung-nach-par-118-abs-2-fgo\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;122\/12 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit bei Bindung nach &sect; 118 Abs. 2 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2013, III B 122\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit bei Bindung nach &sect; 118 Abs. 2 FGO<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Sofern die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) behaupteten Zulassungsgr&uuml;nde in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt wurden, liegen sie nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Familienkasse X ist aufgrund eines Organisationsaktes im Wege des gesetzlichen Parteiwechsels in die Beteiligtenstellung der Agentur f&uuml;r Arbeit Y &#8211;Familienkasse&#8211; eingetreten (vgl. dazu Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 V&nbsp;B&nbsp;17\/10, BFH\/NV 2011, 1105, unter II.A.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin m&ouml;chte die Rechtsfrage gekl&auml;rt wissen, welches Verhalten der Familienkasse geeignet sei, bei dem Kindergeldempf&auml;nger das Vertrauen zu begr&uuml;nden, dass das zu Unrecht gezahlte Kindergeld nicht zur&uuml;ckgefordert werde. Dieser Rechtsfrage kommt jedoch aus mehreren Gr&uuml;nden keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie ber&uuml;hrt bereits nicht das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts. Der Grundsatz von Treu und Glauben (Verwirkung) steht nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH einer R&uuml;ckforderung des Kindergeldes nur dann entgegen, wenn sich der R&uuml;ckzahlungsschuldner nach dem gesamten Verhalten der Familienkasse darauf verlassen durfte und verlassen hat, dass diese das Recht in Zukunft nicht geltend machen werde (Senatsurteil vom 22.&nbsp;September 2011 III&nbsp;R&nbsp;82\/08, BFHE 235, 336, BStBl II 2012, 734, unter II.5.). Hierf&uuml;r sind besondere Umst&auml;nde erforderlich, die die Geltendmachung des R&uuml;ckforderungsanspruchs als illoyale Rechtsaus&uuml;bung erscheinen lassen. Bei einem Massenverfahren wie dem Kindergeldrecht ist dabei ein besonders eindeutiges Verhalten der Familienkasse zu fordern, dem zu entnehmen ist, dass sie auch nach Pr&uuml;fung des Falles unter Ber&uuml;cksichtigung ver&auml;nderter Umst&auml;nde von einem Fortbestehen des Kindergeldanspruchs ausgeht und ein anderer Eindruck bei dem Kindergeldempf&auml;nger nicht entstehen kann. Dem Verhalten der Familienkasse muss also die konkludente Zusage zu entnehmen sein, dass der Kindergeldempf&auml;nger mit einer R&uuml;ckforderung des Kindergeldes nicht zu rechnen braucht (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;56\/01, BFHE 203, 472, BStBl II 2004, 123, unter II.3.b bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob solche besonderen Umst&auml;nde tats&auml;chlich vorliegen, ist jedoch keine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage, sondern bestimmt sich nach den Gegebenheiten im konkreten Einzelfall (BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;September 2008 X&nbsp;B&nbsp;88\/08, BFH\/NV 2008, 1984).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben ist kein Kl&auml;rungsbedarf erkennbar. Der BFH hat &#8211;wie vorstehend ausgef&uuml;hrt&#8211; die Grunds&auml;tze, unter welchen Voraussetzungen die R&uuml;ckforderung von zu Unrecht ausgezahltem Kindergeld verwirkt ist, bereits hinreichend gekl&auml;rt (z.B. BFH-Urteil in BFHE 203, 472, BStBl II 2004, 123; Senatsurteil in BFHE 235, 336, BStBl II 2012, 734). Ein erneuter Kl&auml;rungsbedarf wird in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich w&auml;re die aufgeworfene Rechtsfrage auch in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsf&auml;hig. An der Kl&auml;rungsf&auml;higkeit fehlt es insbesondere dann, wenn der BFH in einem Revisionsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an entsprechende Tatsachenfeststellungen des Finanzgerichts (FG) gebunden w&auml;re (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 771). Im Streitfall kam das FG unter W&uuml;rdigung der im Streitfall gegebenen (tats&auml;chlichen) Umst&auml;nde zu dem Ergebnis, dass sich dem Verhalten der Familienkasse nicht die konkludente Zusage entnehmen lasse, die Kl&auml;gerin brauche nicht mehr mit einer R&uuml;ckforderung des Kindergeldes zu rechnen. An diese &#8211;jedenfalls vertretbare&#8211; Tatsachenw&uuml;rdigung, gegen die keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen vorgebracht sind (s. dazu unter 4.), w&auml;re der Senat gebunden (z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2008 IV&nbsp;R&nbsp;50\/06, BFHE 220, 324, BStBl II 2009, 35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Aus den gleichen Gr&uuml;nden scheidet eine Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) aus. Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt daher ebenfalls das Vorliegen einer kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus (Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;Januar 2006 III&nbsp;B&nbsp;2\/05, BFH\/NV 2006, 910).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) sind teils unzul&auml;ssig, teils unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit der Behauptung, das FG habe gegen seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) versto&szlig;en, weil es bei Pr&uuml;fung der Verwirkung mehrere &#8211;sich in den Akten befindliche&#8211; Schreiben der Familienkasse nicht ber&uuml;cksichtigt habe, wird keine Verletzung der gerichtlichen Ermittlungspflicht schl&uuml;ssig dargelegt. Es wird nicht ger&uuml;gt, das FG habe es verfahrensfehlerhaft unterlassen, den Sachverhalt weiter aufzukl&auml;ren. Hiermit macht die Kl&auml;gerin vielmehr geltend, das FG habe gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO versto&szlig;en, weil es seiner Tatsachenw&uuml;rdigung nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens zugrunde gelegt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO liegt jedoch nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO hat das Gericht insbesondere den Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Prozessbeteiligten (quantitativ) vollst&auml;ndig und (qualitativ) einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen (z.B. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;April 2005 IX&nbsp;B&nbsp;194\/03, BFH\/NV 2005, 1354, m.w.N.). &sect;&nbsp;96 FGO gebietet aber nicht, alle im Einzelfall gegebenen Umst&auml;nde im Urteil zu er&ouml;rtern; vielmehr ist im Allgemeinen davon auszugehen, dass ein Gericht auch denjenigen Akteninhalt und Vortrag in Erw&auml;gung gezogen hat, mit dem es sich in den schriftlichen Entscheidungsgr&uuml;nden nicht ausdr&uuml;cklich auseinandergesetzt hat (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Dezember 2007 X&nbsp;B&nbsp;89\/07, BFH\/NV 2008, 599; vom 15.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;B&nbsp;159\/07, BFH\/NV 2008, 1341). Allerdings ist &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO verletzt, wenn das FG bei seiner Entscheidung von einem Sachverhalt ausgeht, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder wenn eine nach den Akten klar feststehende Tatsache oder sonst Teile des Gesamtergebnisses des Verfahrens unber&uuml;cksichtigt geblieben sind (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.&nbsp;April 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;251\/05, BFH\/NV 2007, 1521; vom 30.&nbsp;Mai 2007 X&nbsp;B&nbsp;176\/06, BFH\/NV 2007, 1698).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach Auffassung der Kl&auml;gerin habe das FG bei Pr&uuml;fung der Verwirkung den Akteninhalt insbesondere insoweit unber&uuml;cksichtigt gelassen, als das Landesamt Z (Z) &#8211;die f&uuml;r die Kl&auml;gerin vormals zust&auml;ndige Familienkasse&#8211; s&auml;mtliche Bez&uuml;gemitteilungen seit Februar 2007 an ihre belgische Adresse gerichtet und es der Kl&auml;gerin eine entsprechende Meldebescheinigung ausgestellt habe. Zudem finde sich in der Kindergeldakte (Blatt&nbsp;9) ein Vermerk der Familienkasse vom 26.&nbsp;Mai 2009, wonach &quot;laut Blatt&nbsp;5 der Akte &#8230; die KGB und die Kinder seit dem &#8230;.2007 in Belgien&quot; lebten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Vorbringen ergibt sich aber nicht der ger&uuml;gte Verfahrensversto&szlig;. Das FG stellte im Tatbestand der angegriffenen Entscheidung fest, dass die Bez&uuml;gemitteilungen der Z an die belgische Adresse der Kl&auml;gerin gerichtet waren. Zudem f&uuml;hrte es dort aus, dass die Z die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 8.&nbsp;Februar 2007 von der Meldung unterrichtete, dass dem Sozialversicherungstr&auml;ger der Kl&auml;gerin die &Auml;nderung ihrer Anschrift mitgeteilt wurde. Es ist daher nicht ersichtlich, dass das FG diese Umst&auml;nde bei der Tatsachenw&uuml;rdigung au&szlig;er Acht gelassen haben soll. Soweit der in der Kindergeldakte befindliche Aktenvermerk vom 26.&nbsp;Mai 2009 betroffen ist, legt die Kl&auml;gerin bereits nicht dar, aus welchen Gr&uuml;nden ein interner Vermerk geeignet gewesen sein soll, gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ein dahingehendes Vertrauen zu begr&uuml;nden, dass das Kindergeld nicht zur&uuml;ckgefordert werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Sollte sich die Kl&auml;gerin mit dem Vortrag, das FG habe die vorstehend genannten Aktenteile unber&uuml;cksichtigt gelassen, auch gegen die Sachverhaltsw&uuml;rdigung des FG wenden wollen, kann dies ebenfalls nicht die Zulassung der Revision nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO begr&uuml;nden. Mit Einw&auml;nden gegen die Richtigkeit der Tatsachenw&uuml;rdigung wird kein Verfahrensmangel, sondern ein materieller Mangel geltend gemacht (Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;167\/11, BFH\/NV 2013, 754). Materielle Fehler &#8211;so sie denn vorliegen&#8211; rechtfertigen jedoch im Allgemeinen nicht die Zulassung der Revision (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 754).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2013, III B 122\/12 Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit bei Bindung nach &sect; 118 Abs. 2 FGO Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Sofern die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) behaupteten Zulassungsgr&uuml;nde in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt wurden, liegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-122-12-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtssache-fehlende-klaerungsfaehigkeit-bei-bindung-nach-par-118-abs-2-fgo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;122\/12 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit bei Bindung nach &sect; 118 Abs. 2 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60378"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60378\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}