{"id":60742,"date":"2013-10-26T11:52:24","date_gmt":"2013-10-26T09:52:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60742"},"modified":"2013-10-26T11:52:24","modified_gmt":"2013-10-26T09:52:24","slug":"x-r-31-12-arbeitsvertraege-zwischen-nahen-angehoerigen-unschaedliche-erwaehnung-ueberholter-bescheide-im-revisionsantrag-erweiterung-des-klageantrags-im-zweiten-rechtsgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-12-arbeitsvertraege-zwischen-nahen-angehoerigen-unschaedliche-erwaehnung-ueberholter-bescheide-im-revisionsantrag-erweiterung-des-klageantrags-im-zweiten-rechtsgang\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;31\/12 &#8211; Arbeitsvertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Unsch&auml;dliche Erw&auml;hnung &uuml;berholter Bescheide im Revisionsantrag &#8211; Erweiterung des Klageantrags im zweiten Rechtsgang"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 31\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Arbeitsvertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Unsch&auml;dliche Erw&auml;hnung &uuml;berholter Bescheide im Revisionsantrag &#8211; Erweiterung des Klageantrags im zweiten Rechtsgang<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei Arbeitsvertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen ist die Intensit&auml;t der erforderlichen Pr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit der Vertragsbedingungen auch vom Anlass des Vertragsschlusses abh&auml;ngig.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Leistet der als Arbeitnehmer besch&auml;ftigte Angeh&ouml;rige unbezahlte Mehrarbeit &uuml;ber seine vertragliche Stundenzahl hinaus, steht dies der Annahme, das Arbeitsverh&auml;ltnis sei tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt worden, grunds&auml;tzlich nicht entgegen. Etwas anderes gilt nur, wenn die vereinbarte Verg&uuml;tung schlechterdings nicht mehr als Gegenleistung f&uuml;r die T&auml;tigkeit des Angeh&ouml;rigen angesehen werden kann und deshalb auf das Fehlen eines Rechtsbindungswillens zu schlie&szlig;en ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die unterbliebene F&uuml;hrung von Arbeitszeitnachweisen betrifft &#8211;sofern nicht aus einem betriebsinternen Fremdvergleich Gegenteiliges folgt&#8211; in der Regel nicht die Frage der Fremd&uuml;blichkeit der Arbeitsbedingungen, sondern hat vorrangig Bedeutung f&uuml;r den dem Steuerpflichtigen obliegenden Nachweis, dass der Angeh&ouml;rige tats&auml;chlich Arbeitsleistungen jedenfalls in dem vertraglich vereinbarten Umfang erbracht hat (Abgrenzung zum BFH-Urteil vom 21. Januar 1999 IV R 15\/98, BFH\/NV 1999, 919).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren 2005 bis 2007 als Einzelunternehmer eine Werbe- und Medienagentur. Er ermittelte seinen Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich. Zum 1.&nbsp;Januar 2005 schloss er mit seinem Vater (V) einen Arbeitsvertrag. Danach wurde V als B&uuml;rohilfskraft mit einer Arbeitszeit von zehn Stunden w&ouml;chentlich zu einem Monatslohn von 400&nbsp;EUR eingestellt. V war im Jahr 2004 wegen Berufsunf&auml;higkeit aus dem Forstdienst ausgeschieden und bezog seither eine Rente.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 1.&nbsp;Februar 2005 schloss der Kl&auml;ger auch mit seiner Mutter (M) einen Arbeitsvertrag. M sollte ebenfalls als B&uuml;rohilfskraft mit zehn Wochenstunden t&auml;tig werden, allerdings nur einen Monatslohn von 200&nbsp;EUR erhalten. Mit Wirkung vom 1.&nbsp;August 2005 wurde die Wochenarbeitszeit der M auf 20 Stunden und der Monatslohn auf 800&nbsp;EUR erh&ouml;ht, womit dieses Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis regul&auml;r sozialversicherungspflichtig wurde. Neben ihrer T&auml;tigkeit f&uuml;r den Kl&auml;ger erzielte M aus einem Gartenpflegebetrieb in den Streitjahren Einnahmen zwischen 2.612&nbsp;EUR und 5.725&nbsp;EUR j&auml;hrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften wurden &#8211;einschlie&szlig;lich der f&uuml;r geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte geltenden Beitragspflichten&#8211; vom Kl&auml;ger beachtet. Eine im Jahr 2007 durchgef&uuml;hrte Pr&uuml;fung des Rentenversicherungstr&auml;gers, die sich u.a. auf die Streitjahre 2005 und 2006 bezog, blieb ohne Beanstandungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) wurde der Kl&auml;ger &quot;gelegentlich&quot; von einer weiteren B&uuml;rokraft unterst&uuml;tzt, deren Jahreslohn 665&nbsp;EUR (2005) bzw. 660&nbsp;EUR (2006) betragen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung versagte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt -FA-) den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die an V und M gezahlten Arbeitsl&ouml;hne mit der Begr&uuml;ndung, es seien keine Aufzeichnungen &uuml;ber die tats&auml;chlich geleisteten Arbeitszeiten gef&uuml;hrt worden. Das FA erh&ouml;hte den Gewinn des Kl&auml;gers in den angefochtenen Bescheiden &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Gewinns und die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r 2005 bis 2007 entsprechend. Das FG hat hierzu im Tatbestand seines Urteils die folgenden Betr&auml;ge mitgeteilt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2005:&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;8.335,20&nbsp;EUR,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2006:&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;9.234,00&nbsp;EUR,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2007:&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">14.919,93&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verwaltungsverfahren erkl&auml;rte der Kl&auml;ger, zum Aufgabengebiet des V habe der Finanzbereich, das Controlling, der Zahlungsverkehr, die Ablage der Kontoausz&uuml;ge und das Vorbereiten der Kostenbelege f&uuml;r das Steuerb&uuml;ro geh&ouml;rt. M habe den Telefondienst, die Reinigung der Betriebsr&auml;ume, die Pflege der Betriebsfahrzeuge, umfangreiche Kurierfahrten sowie die Auftragstermin&uuml;berwachung &uuml;bernommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zeitlich nach der genannten, auf die Veranlagungssteuern bezogenen Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;hrte das FA beim Kl&auml;ger noch eine Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung u.a. f&uuml;r die Streitjahre durch, die ohne Beanstandungen blieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies die Einspr&uuml;che zur&uuml;ck und vertrat in den Einspruchsentscheidungen die Auffassung, der tats&auml;chlich von V und M geleistete Arbeitsumfang d&uuml;rfte gering gewesen sein. Es erscheine zweifelhaft, ob M neben ihrer eigenen gewerblichen T&auml;tigkeit noch 20&nbsp;Stunden pro Woche f&uuml;r den Kl&auml;ger habe arbeiten k&ouml;nnen. Dass auch die familienfremde Teilzeitbesch&auml;ftigte keinen Arbeitszeitnachweis gef&uuml;hrt habe, sei im Hinblick auf den Fremdvergleich unbeachtlich, weil wegen des insoweit bestehenden Interessengegensatzes beide Seiten auf die Einhaltung der Vertragspflichten achten w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren f&uuml;hrte der Kl&auml;ger aus, die vom FA zitierte Rechtsprechung betreffe Arbeitsverh&auml;ltnisse mit Ehegatten oder minderj&auml;hrigen Kindern, nicht aber mit berufserfahrenen Elternteilen. Die im Betrieb erwirtschafteten Umsatzerl&ouml;se w&auml;ren ohne die Hilfe von Arbeitnehmern nicht erzielbar gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG h&ouml;rte V in der m&uuml;ndlichen Verhandlung &quot;informatorisch&quot; an. V erkl&auml;rte, er habe seit Gr&uuml;ndung der Werbeagentur (im Jahr 2002) dort mitgearbeitet, daf&uuml;r zun&auml;chst aber keinen Lohn erhalten. Anfang 2005 h&auml;tten der Kl&auml;ger und er sich f&uuml;r den Abschluss eines geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses entschieden, damit er &uuml;ber die Berufsgenossenschaft abgesichert sei. Er habe etwa eine Stunde t&auml;glich f&uuml;r Boteng&auml;nge ben&ouml;tigt. Dar&uuml;ber hinaus habe er Fahrten unternommen, darunter auch Auslandsreisen, zum Teil gemeinsam mit dem Kl&auml;ger. Aufgrund dieser Reisen habe seine tats&auml;chliche Arbeitszeit die vereinbarten zehn Wochenstunden stets &uuml;berschritten. Da sich der Betrieb noch in der Aufbauphase befunden habe, habe er nicht &uuml;ber ein h&ouml;heres Gehalt nachgedacht. Teilweise habe auch M Arbeiten &uuml;bernommen, &quot;weil es einfach notwendig war&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage in diesem Punkt ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2013, 15). Es f&uuml;hrte aus, bei Vertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen m&uuml;sse sichergestellt sein, dass die Vertragsbeziehungen dem betrieblichen Bereich zuzurechnen seien und es sich nicht um private Unterhaltsleistungen handele. Hier seien zwar die Inhalte der schriftlichen Arbeitsvertr&auml;ge fremd&uuml;blich. Insbesondere sei das Fehlen von Regelungen zur Art der Arbeitsleistungen und zur konkreten Verteilung der Arbeitszeit unsch&auml;dlich, weil die geschuldeten Leistungen bestimmbar seien und derartige Vereinbarungen bei geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen auch im Verh&auml;ltnis zwischen fremden Dritten nicht immer ausdr&uuml;cklich getroffen w&uuml;rden. Ferner &uuml;berschreite der Umfang der von M und V ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten den Rahmen dessen, was &uuml;blicherweise als Hilfeleistung auf lediglich familienrechtlicher Grundlage erbracht werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings seien die Arbeitsverh&auml;ltnisse tats&auml;chlich nicht wie vereinbart durchgef&uuml;hrt worden. Denn V habe &quot;immer mehr als die vereinbarten 10 Wochenstunden gearbeitet&quot;. Auch M habe &quot;teilweise zus&auml;tzliche Arbeiten &uuml;bernommen&quot;. Damit h&auml;tten beide Elternteile &quot;ein weitaus h&ouml;heres Arbeitspensum als vertraglich geschuldet geleistet&quot;; die vertragliche Vereinbarung einer Arbeitszeit von zehn bzw. 20 Wochenstunden sei nicht durchgef&uuml;hrt worden. Es entspreche regelm&auml;&szlig;ig dem Interesse eines Arbeitnehmers, nur die vereinbarte Arbeitszeit zu erbringen. Zudem seien bei Arbeitsverh&auml;ltnissen unterhalb der Schwelle einer Vollzeitbesch&auml;ftigung &quot;Arbeitszeitnachweise unter Fremden durchaus &uuml;blich&quot;. Weil die vereinbarten Wochenarbeitszeiten zur Erledigung der von den Eltern &quot;auf dem Papier&quot; angegebenen Arbeiten eher gro&szlig;z&uuml;gig bemessen gewesen seien und M einen eigenen Kleinbetrieb gef&uuml;hrt habe, sei eine Kontrolle der tats&auml;chlichen Arbeitsleistung angezeigt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2005 gab das FG der Klage hinsichtlich eines im Revisionsverfahren nicht mehr streitigen Punktes teilweise statt. Im Hinblick darauf hat das FA am 25.&nbsp;Mai 2012 &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r alle Streitjahre und am 16.&nbsp;Juli 2013 erneut &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r das Streitjahr 2005 erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren hinsichtlich der Lohnaufwendungen weiter. Selbst wenn die zus&auml;tzlich geleisteten Arbeitsstunden auf famili&auml;rer Gef&auml;lligkeit beruhen sollten, d&uuml;rfe dies nicht dazu f&uuml;hren, dass der Lohnaufwand, der f&uuml;r den vertragsgem&auml;&szlig; erbrachten Teil der Arbeitsleistung angefallen sei, nicht als Betriebsausgabe anerkannt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidungen vom 1.&nbsp;Juni 2010 teilweise aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Gewinns f&uuml;r 2005 bis 2007 vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2010 (Streitjahre 2005 und 2006) bzw. 7.&nbsp;April 2010 (Streitjahr 2007) sowie die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2005 bis 2007 vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2010 (Streitjahre 2005 und 2006) bzw. 7.&nbsp;April 2010 (Streitjahr 2007) dahingehend zu &auml;ndern, dass f&uuml;r die Arbeitsverh&auml;ltnisse mit V und M Lohnaufwendungen in H&ouml;he von 8.335,20&nbsp;EUR (2005), 9.234,00&nbsp;EUR (2006) bzw. 14.919,93&nbsp;EUR (2007) als Betriebsausgaben ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es vertritt die Auffassung, soweit das FG die Behauptung als glaubhaft angesehen habe, V und M h&auml;tten tats&auml;chlich mehr Arbeitsstunden geleistet als vertraglich vereinbart war, sei der Fremdvergleich nicht erf&uuml;llt, da ein familienfremder Arbeitnehmer Mehrarbeit nur gegen Freizeitausgleich oder zus&auml;tzliche Verg&uuml;tung geleistet h&auml;tte. In solchen F&auml;llen sei auch eine Anerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses mit der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nicht m&ouml;glich, da ansonsten der Dokumentationsmangel durch die Behauptung geleisteter Mehrarbeit jederzeit geheilt werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger in seinem Revisionsantrag noch die Bescheide vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2010 bzw. 7.&nbsp;April 2010 bezeichnet, obwohl diese durch die zwischenzeitlich ergangenen &Auml;nderungsbescheide vom 25.&nbsp;Mai 2012 bzw. vom 16.&nbsp;Juli 2013 gegenstandslos geworden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) muss die Revisionsbegr&uuml;ndung die Erkl&auml;rung enthalten, inwieweit das Urteil angefochten und dessen Aufhebung beantragt wird (Revisionsantr&auml;ge). Nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung kann auf einen f&ouml;rmlichen Revisionsantrag sogar ganz verzichtet werden, wenn sich aus der Revisionsbegr&uuml;ndung das Prozessbegehren des Revisionskl&auml;gers unzweifelhaft ergibt (Senatsurteil vom 7.&nbsp;Juli 2004 X&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 206, 292, BStBl II 2004, 975, unter II.A.). Dann ist aber die Erw&auml;hnung &uuml;berholter Bescheide im Revisionsantrag erst recht unsch&auml;dlich, zumal aus der Formulierung des Antrags im vorliegenden Fall deutlich hervorgeht, welche &Auml;nderung der Kl&auml;ger erstrebt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Revision ist auch begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG, den streitgegenst&auml;ndlichen Arbeitsvertr&auml;gen sei die ertragsteuerrechtliche Anerkennung allein deshalb zu versagen, weil die als Arbeitnehmer besch&auml;ftigten Angeh&ouml;rigen mehr Arbeitsstunden geleistet h&auml;tten als vertraglich vereinbart und keine Stundenaufzeichnungen gef&uuml;hrt worden seien, erweist sich als rechtsfehlerhaft (dazu unten 1.). Der Senat kann auf der Grundlage der vom FG getroffenen Feststellungen nur in Bezug auf den mit V geschlossenen Arbeitsvertrag eine eigene abschlie&szlig;ende Beurteilung vornehmen (unten&nbsp;2.), nicht aber in Bezug auf den mit M geschlossenen Arbeitsvertrag, weil die Feststellungen des FG insoweit widerspr&uuml;chlich sind (unten&nbsp;3.). Die Sache geht daher zur Nachholung tragf&auml;higer Feststellungen an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit der vom FG gegebenen Begr&uuml;ndung kann der Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die Lohnaufwendungen des Kl&auml;gers nicht versagt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Beurteilung, ob Vertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen durch die Einkunftserzielung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) veranlasst oder aber durch private Zuwendungs- oder Unterhalts&uuml;berlegungen (&sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 und 2 EStG) motiviert sind, ist seit der Neuausrichtung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung im Anschluss an den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 7.&nbsp;November 1995&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;802\/90 (BStBl II 1996, 34, unter B.I.2.) die Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten. Zwar ist weiterhin Voraussetzung, dass die vertraglichen Hauptpflichten klar und eindeutig vereinbart sowie entsprechend dem Vereinbarten durchgef&uuml;hrt werden. Jedoch schlie&szlig;t nicht mehr jede geringf&uuml;gige Abweichung einzelner Sachverhaltsmerkmale vom &Uuml;blichen die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses aus. Vielmehr sind einzelne Kriterien des Fremdvergleichs im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung unter dem Gesichtspunkt zu w&uuml;rdigen, ob sie den R&uuml;ckschluss auf eine privat veranlasste Vereinbarung zulassen (zum Ganzen Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Dezember 1998 X&nbsp;R&nbsp;139\/95, BFH\/NV 1999, 780, unter II.1., und vom 13.&nbsp;Juli 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/97, BFHE 191, 250, BStBl II 2000, 386, unter 2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze gelten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes auch f&uuml;r die Gewerbesteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In Bezug auf Arbeitsverh&auml;ltnisse geht die st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung davon aus, dass Lohnzahlungen an einen im Betrieb des Steuerpflichtigen mitarbeitenden Angeh&ouml;rigen als Betriebsausgaben abziehbar sind, wenn der Angeh&ouml;rige aufgrund eines wirksamen, inhaltlich dem zwischen Fremden &Uuml;blichen entsprechenden Arbeitsvertrags besch&auml;ftigt wird, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung erbringt und der Steuerpflichtige seinerseits alle Arbeitgeberpflichten, insbesondere die der Lohnzahlung, erf&uuml;llt (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Januar 1989 X&nbsp;R&nbsp;168\/87, BFHE 156, 134, BStBl II 1989, 453, unter 1., und vom 26.&nbsp;August 2004 IV&nbsp;R&nbsp;68\/02, BFH\/NV 2005, 553, unter II.1.a., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist &#8211;ebenso wie bei Darlehensvertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen (vgl. dazu BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Juni 1991 IX&nbsp;R&nbsp;150\/85, BFHE 165, 53, BStBl II 1991, 838)&#8211; die Intensit&auml;t der erforderlichen Pr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit der Vertragsbedingungen auch vom Anlass des Vertragsschlusses abh&auml;ngig. H&auml;tte der Steuerpflichtige im Falle der Nichtbesch&auml;ftigung seines Angeh&ouml;rigen einen fremden Dritten einstellen m&uuml;ssen, ist der Fremdvergleich weniger strikt durchzuf&uuml;hren als wenn der Angeh&ouml;rige f&uuml;r solche T&auml;tigkeiten eingestellt wird, die &uuml;blicherweise vom Steuerpflichtigen selbst oder unentgeltlich von Familienangeh&ouml;rigen erledigt werden (vgl. zu derartigen Fallgestaltungen BFH-Urteil vom 17.&nbsp;M&auml;rz 1988 IV&nbsp;R&nbsp;188\/85, BFHE 153, 117, BStBl II 1988, 632).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vor diesem Hintergrund bestehen revisionsrechtlich keine Bedenken gegen die W&uuml;rdigung des FG, dass die Inhalte der Arbeitsvertr&auml;ge einem Fremdvergleich standhalten und der Umfang der geschuldeten T&auml;tigkeiten den Rahmen der familienrechtlichen Hilfeleistungspflicht &uuml;berstiegen hat. Weil dies im Revisionsverfahren auch zwischen den Beteiligten nicht mehr umstritten ist, sieht der Senat insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als rechtsfehlerhaft erweist sich die angefochtene Entscheidung jedoch insoweit, als das FG allein den Umstand, dass V und M Mehrarbeit geleistet (unten aa) und die tats&auml;chliche Zahl ihrer Arbeitsstunden nicht aufgezeichnet haben (unten bb), als ausreichend angesehen hat, um den Betriebsausgabenabzug zu versagen. Eine solche Rechtsfolge darf nur gezogen werden, wenn einer Abweichung der tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung von dem vereinbarten Inhalt des Vertrags ein derartiges Gewicht zukommt, dass dies unter Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtbildes der Verh&auml;ltnisse eine Nichtanerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses rechtfertigt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 553, unter II.2.). Dies ist hier nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In der Leistung von Mehrarbeit hat das FG eine Abweichung der tats&auml;chlichen Durchf&uuml;hrung der Arbeitsverh&auml;ltnisse von dem vertraglich Vereinbarten in Bezug auf eine Hauptleistungspflicht gesehen. Dies trifft zwar bei abstrakter Betrachtung zu. Die daraus vom FG gezogenen Schl&uuml;sse vermag der Senat aber nicht zu teilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Hauptleistungspflicht des Arbeitnehmers ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;611 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs die Leistung der versprochenen Dienste. Leistet ein Angeh&ouml;rigen-Arbeitnehmer die von ihm arbeitsvertraglich geschuldeten Dienste nicht, stellt dies ein gewichtiges Indiz gegen die ertragsteuerrechtliche Anerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses dar (vgl. oben b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall haben V und M &#8211;jedenfalls nach den Feststellungen des FG (zu deren Bindungswirkung siehe aber unten 2. und 3.)&#8211; die genannte Hauptleistungspflicht indes erf&uuml;llt, da sie zumindest im Umfang der vertraglich vereinbarten zehn bzw. 20 Wochenstunden f&uuml;r den Kl&auml;ger t&auml;tig geworden sein sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bedenken des FG beruhen vielmehr allein darauf, dass V und M ihre arbeitsvertraglichen Pflichten nicht nur erf&uuml;llt, sondern &uuml;bererf&uuml;llt haben. Ein solches Verhalten &#8211;und das damit m&ouml;glicherweise eintretende Missverh&auml;ltnis zwischen der Arbeitsleistung und der daf&uuml;r bezogenen Verg&uuml;tung&#8211; steht der ertragsteuerrechtlichen Anerkennung jedoch selbst dann nicht entgegen, wenn die Mehrarbeit durch das N&auml;heverh&auml;ltnis zwischen dem Kl&auml;ger und seinen Angeh&ouml;rigen veranlasst gewesen sein sollte (dazu unten (2)). Im &Uuml;brigen hat das FG nicht ber&uuml;cksichtigt, dass die &Uuml;bererf&uuml;llung arbeitsvertraglicher Pflichten &#8211;anders als die Nichterf&uuml;llung von Hauptleistungspflichten&#8211; auch zwischen fremden Dritten nicht v&ouml;llig un&uuml;blich ist (unten (3)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Leistet ein Angeh&ouml;rigen-Arbeitnehmer unbezahlte Mehrarbeit, l&auml;sst dies die &#8211;darin notwendigerweise liegende&#8211; vollst&auml;ndige Erf&uuml;llung seiner vertraglichen Hauptleistungspflicht unber&uuml;hrt. Die freiwillige Mehrarbeit kann aus dem Arbeitsverh&auml;ltnis abgespalten und der famili&auml;ren N&auml;hebeziehung zugeordnet werden, ohne dass sich daraus in Bezug auf die ertragsteuerrechtliche Anerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses Konsequenzen ergeben, die f&uuml;r den Steuerpflichtigen nachteilig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies folgt bereits aus der st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu Fallgestaltungen, in denen der Steuerpflichtige mit seinem als Arbeitnehmer besch&auml;ftigten nahen Angeh&ouml;rigen nur eine deutlich unterhalb des Fremdvergleichslohns liegende Verg&uuml;tung vereinbart. Der BFH zieht die Ernsthaftigkeit eines solchen Angeh&ouml;rigen-Arbeitsvertrags nicht in Zweifel (Urteil vom 28.&nbsp;Juli 1983 IV&nbsp;R&nbsp;103\/82, BFHE 139, 376, BStBl II 1984, 60, unter 1.a, m.w.N.: Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 25&nbsp;% des Fremdvergleichslohns; Urteil vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1990 IV&nbsp;R&nbsp;115\/89, BFHE 160, 463, BStBl II 1990, 776, unter 2.: Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 1\/3 des Tariflohns; Urteil in BFH\/NV 2005, 553, unter II.2.). Danach k&ouml;nnen Angeh&ouml;rige nicht nur entscheiden, ob, sondern auch in welchem Umfang eine Mitarbeit auf arbeitsvertraglicher oder aber familienrechtlicher Grundlage geschehen soll; eine Aufteilung des Vorgangs im Sinne einer &quot;Teilentgeltlichkeit&quot; ist m&ouml;glich (so ausdr&uuml;cklich BFH-Urteil in BFHE 139, 376, BStBl II 1984, 60, unter 1.a). Gleiches gilt, wenn der Steuerpflichtige von einem nahen Angeh&ouml;rigen ein Darlehen zu einem unterhalb der Marktzinsen liegenden Zinssatz erh&auml;lt (BFH-Urteil in BFHE 165, 53, BStBl II 1991, 838).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung eines un&uuml;blich niedrigen Arbeitslohns betrifft zwar &#8211;anders als der vorliegend zu beurteilende Fall der Erbringung von Mehrarbeit ohne Mehrverg&uuml;tung&#8211; nicht die tats&auml;chliche Durchf&uuml;hrung, sondern den fremd&uuml;blichen Inhalt des Arbeitsvertrags. Wertungsm&auml;&szlig;ig sind beide Fallgruppen aber vergleichbar, da das &Auml;quivalenzverh&auml;ltnis zwischen dem Umfang der Arbeitsleistung und der daf&uuml;r bezogenen Verg&uuml;tung im Vergleich zu dem zwischen fremden Dritten &Uuml;blichen jeweils zugunsten des Steuerpflichtigen &#8211;und damit zu Lasten des von ihm besch&auml;ftigten Angeh&ouml;rigen&#8211; verschoben ist. F&uuml;r die ertragsteuerrechtliche Anerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses, bei der es entscheidend um die Abgrenzung zwischen Betriebsausgaben und Unterhaltsleistungen geht (vgl. oben a), ist eine solche Verschiebung des &Auml;quivalenzverh&auml;ltnisses zu Lasten des besch&auml;ftigten Angeh&ouml;rigen aber deshalb nicht von wesentlicher Indizwirkung, weil jedenfalls die vergleichsweise niedrige, tats&auml;chlich gezahlte &#8211;und damit allein als Betriebsausgabe in Betracht kommende&#8211; Verg&uuml;tung in vollem Umfang eine Gegenleistung f&uuml;r eine erbrachte Arbeitsleistung des Angeh&ouml;rigen darstellt. Der Schluss, dass es sich bei den Zahlungen des Steuerpflichtigen um Unterhaltsleistungen &#8211;also Zuwendungen&#8211; an seinen Angeh&ouml;rigen handeln k&ouml;nnte, liegt angesichts der vom Angeh&ouml;rigen tats&auml;chlich erbrachten werthaltigen Gegenleistung fern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes gilt nach den Grunds&auml;tzen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nur, wenn die vereinbarte Verg&uuml;tung im Verh&auml;ltnis zur Arbeitsleistung so niedrig ist, dass sie schlechterdings nicht mehr eine Gegenleistung f&uuml;r die T&auml;tigkeit des Angeh&ouml;rigen sein kann und deshalb angenommen werden muss, dass die Beteiligten sich nicht rechtsgesch&auml;ftlich haben binden wollen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 139, 376, BStBl II 1984, 60, unter 1.a). Davon kann im Streitfall aber keine Rede sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dar&uuml;ber hinaus hat das FG sich nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Erbringung unbezahlter Mehrarbeit &uuml;berhaupt als un&uuml;blich angesehen werden kann. In der Praxis mag ein solches Arbeitnehmerverhalten zwar nicht die Regel sein, kommt aber auch zwischen Arbeitsvertragsparteien, die zueinander nicht in einem famili&auml;ren N&auml;heverh&auml;ltnis stehen, nicht nur in ganz ungew&ouml;hnlich gelagerten Ausnahmef&auml;llen vor. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind vielf&auml;ltig: Von Bedeutung m&ouml;gen Sorgen des Arbeitnehmers um den Erhalt seines Arbeitsplatzes, aber auch die Gepflogenheiten der jeweiligen Branche sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die unterbliebene F&uuml;hrung von Arbeitszeitnachweisen betrifft im Streitfall nicht die Frage der Fremd&uuml;blichkeit des Arbeitsverh&auml;ltnisses, sondern hat allein Bedeutung f&uuml;r den &#8211;dem Steuerpflichtigen obliegenden&#8211; Nachweis, dass der Angeh&ouml;rige Arbeitsleistungen jedenfalls in dem vertraglich vereinbarten Umfang tats&auml;chlich erbracht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG missversteht die von ihm angef&uuml;hrten BFH-Entscheidungen, wenn es ihnen entnimmt, in einem Fall wie dem vorliegenden sei die F&uuml;hrung von Arbeitszeitnachweisen fremd&uuml;blich, so dass ihr Fehlen die Anerkennung des Arbeitsverh&auml;ltnisses ausschlie&szlig;e. Damit w&uuml;rde das Vorhandensein von Arbeitszeitaufzeichnungen (z.B. Stundenzettel) in den Rang eines Tatbestandsmerkmals erhoben, was weder der Rechtsprechung des BVerfG (vgl. den Beschluss in BStBl II 1996, 34) noch den vom FG zitierten BFH-Entscheidungen entnommen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV. Senat des BFH hat in seinem Urteil vom 21.&nbsp;Januar 1999 IV&nbsp;R&nbsp;15\/98 (BFH\/NV 1999, 919, unter 1.b) &#8211;zur Frage des notwendigen Inhalts eines Arbeitsvertrags zwischen nahen Angeh&ouml;rigen&#8211; ausgef&uuml;hrt: &quot;Gerade bei einem Arbeitsverh&auml;ltnis, das Hilfst&auml;tigkeiten von untergeordneter Bedeutung zum Gegenstand hat, werden das Aufgabengebiet und der zeitliche Einsatz des Arbeitnehmers auch in Arbeitsvertr&auml;gen unter fremden Dritten nicht stets in allen Einzelheiten festgelegt, sondern der Weisungsbefugnis des Arbeitgebers &uuml;berlassen (&#8230;). Zum Nachweis der vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung k&ouml;nnen dann aber Belege (z.B. Stundenzettel) &uuml;blich sein&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diese Aussage zitiert der IV.&nbsp;Senat zwei instanzgerichtliche Entscheidungen (FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 16.&nbsp;M&auml;rz 1995&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;323\/91, EFG 1995, 705, rkr.; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 18.&nbsp;April 1996&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;1449\/93&nbsp;E, EFG 1996, 1152, rkr.), in denen jedoch das Fehlen von Arbeitszeitnachweisen nicht von entscheidender Bedeutung f&uuml;r die Klageabweisung war, sondern vielmehr jeweils nur einen Randaspekt darstellte, der die schon aus anderen Gr&uuml;nden gebotene W&uuml;rdigung, ein Arbeitsverh&auml;ltnis sei nicht anzuerkennen, abrundete. Im Urteil des IV. Senats, der ohnehin eher vorsichtig formuliert (Belege &quot;k&ouml;nnen &#8230; &uuml;blich sein&quot;), ging es nicht etwa um die Erbringung von Mehrarbeit; vielmehr gab der BFH dem FG die Kl&auml;rung der Frage auf, ob es &uuml;berhaupt gen&uuml;gend Aufgaben f&uuml;r den formal als Arbeitnehmer gef&uuml;hrten Angeh&ouml;rigen gab (BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 919, unter 2.). Dieser Hinweis bezieht sich auf die Funktion von Stundenzetteln, dem Steuerpflichtigen den Nachweis zu erm&ouml;glichen, dass der Arbeitnehmer seine Hauptleistungspflichten erf&uuml;llt hat. Dass auch der IV.&nbsp;Senat die Arbeitszeitnachweise letztlich nicht als entscheidend angesehen hat, folgt zudem daraus, dass er das klageabweisende Urteil des FG aufgehoben und die Sache an das FG zur&uuml;ckverwiesen hat. Eine solche Zur&uuml;ckverweisung w&auml;re aber nicht erforderlich gewesen, wenn die &#8211;im dortigen Fall unstreitig fehlenden&#8211; Arbeitszeitnachweise von entscheidender Bedeutung f&uuml;r den IV.&nbsp;Senat gewesen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Beschluss vom 17.&nbsp;Mai 2001 IV&nbsp;B&nbsp;71\/00 (BFH\/NV 2001, 1390, unter 2.c) hat der IV.&nbsp;Senat dann auf die Grunds&auml;tze seiner Entscheidung in BFH\/NV 1999, 919 Bezug genommen. Dem lag &#8211;ausweislich des Tatbestands des vorinstanzlichen Urteils&#8211; ein Arbeitsvertrag mit dem im Zeitpunkt des Vertragsschlusses erst 17 Jahre alten, noch die Schule besuchenden und unterhaltsberechtigten Sohn des dortigen Kl&auml;gers zugrunde, den das FG nicht anerkannt hatte, weil es nicht hatte feststellen k&ouml;nnen, in welchem Umfang der Sohn &uuml;berhaupt Arbeitsleistungen erbracht hatte. Damit ist der vorliegende Fall, in dem der Kl&auml;ger Arbeitsvertr&auml;ge mit vollj&auml;hrigen, von ihm finanziell unabh&auml;ngigen und nicht konkret unterhaltsbed&uuml;rftigen Angeh&ouml;rigen abgeschlossen hat, die ihre Hauptleistungspflichten erf&uuml;llt haben, nicht vergleichbar. Dies gilt auch f&uuml;r den weiteren von der Vorinstanz und dem FA angef&uuml;hrten BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Mai 2005 IV&nbsp;B&nbsp;140\/03 (juris, unter 2.b), in dem die Tatsacheninstanz die tats&auml;chliche Erbringung der vereinbarten Arbeitsleistung durch die Angeh&ouml;rigen-Arbeitnehmer ebenfalls nicht hatte feststellen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG N&uuml;rnberg im Urteil vom 3.&nbsp;April 2008 VI&nbsp;140\/2006 (EFG 2008, 1013, rkr.) zun&auml;chst &#8211;auf eher zweifelhafter Tatsachengrundlage&#8211; die Fremd&uuml;blichkeit des Arbeitsvertrags, die Lohnzahlung und die tats&auml;chliche Erbringung der vereinbarten Arbeitsleistungen unterstellt, aber gleichwohl das F&uuml;hren von Arbeitszeitnachweisen f&uuml;r erforderlich h&auml;lt, selbst wenn in dem Betrieb f&uuml;r fremde Arbeitskr&auml;fte mit vergleichbaren Aufgaben keine Aufzeichnungen gef&uuml;hrt worden sind, k&ouml;nnte der erkennende Senat dem nicht folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &Uuml;bereinstimmung damit hat auch der VI.&nbsp;Senat des BFH eine finanzgerichtliche Entscheidung, die ma&szlig;gebend auf das Fehlen von Stundenzetteln gest&uuml;tzt worden war, beanstandet (Urteil vom 18.&nbsp;Oktober 2007 VI&nbsp;R&nbsp;59\/06, BFHE 219, 208, BStBl II 2009, 200, unter II.2.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Da vorliegend das FG ausdr&uuml;cklich festgestellt hat, dass sowohl V als auch M nicht allein die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden, sondern sogar noch dar&uuml;ber hinausgehende Arbeitsleistungen erbracht haben, bedurfte es keines weiteren Nachweises durch eine Aufzeichnung der konkret geleisteten Arbeitsstunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach den vorstehend dargestellten Grunds&auml;tzen erf&uuml;llen die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r den mit V geschlossenen Arbeitsvertrag die Voraussetzungen des Betriebsausgabenabzugs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen V und dem Kl&auml;ger bestand ein Arbeitsvertrag, dessen Inhalt das FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise als fremd&uuml;blich gew&uuml;rdigt hat. Die vertraglichen Vereinbarungen sind auch tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt worden. Umst&auml;nde, die gegen die vollst&auml;ndige und p&uuml;nktliche Lohnzahlung durch den Kl&auml;ger sprechen w&uuml;rden, sind weder vom FA vorgetragen noch vom FG festgestellt worden. Auch die &#8211;im Streitfall durch den Rentenversicherungstr&auml;ger und das FA gepr&uuml;fte und f&uuml;r korrekt befundene&#8211; sozialversicherungs- und lohnsteuerrechtliche Behandlung l&auml;sst Schl&uuml;sse auf die Ernsthaftigkeit und damit die steuerrechtliche Beachtlichkeit arbeitsvertraglicher Abreden zu (vgl. BFH-Urteil in BFHE 139, 376, BStBl II 1984, 60, unter 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Umstand, dass V unbezahlte Mehrarbeit geleistet hat, steht der W&uuml;rdigung, er habe seine arbeitsvertragliche Hauptleistungspflicht erf&uuml;llt, nicht entgegen (vgl. oben 1.c&nbsp;aa). Das &Auml;quivalenzverh&auml;ltnis zwischen Leistung und Gegenleistung ist im Streitfall erkennbar nicht in einem solchen Ma&szlig;e gest&ouml;rt, dass ein Rechtsbindungswillen der Arbeitsvertragsparteien zu verneinen w&auml;re. Dass V keinen Arbeitszeitnachweis gef&uuml;hrt hat, ist f&uuml;r den Kl&auml;ger im Streitfall nicht nachteilig, weil das FG sich aus anderen Umst&auml;nden &#8211;insoweit revisionsrechtlich bedenkenfrei&#8211; die &Uuml;berzeugung hat verschaffen k&ouml;nnen, dass V jedenfalls die arbeitsvertraglich vereinbarte Stundenzahl geleistet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Hinsichtlich des mit M geschlossenen Arbeitsvertrags ist dem Senat eine eigene Entscheidung nicht m&ouml;glich, da die von der Vorinstanz hierzu getroffenen Feststellungen teilweise widerspr&uuml;chlich sind und teilweise nicht durch die vom FG herangezogenen Entscheidungsgrundlagen getragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat seine Feststellung, auch M habe ein &quot;weitaus h&ouml;heres Arbeitspensum als vertraglich geschuldet geleistet&quot;, allein auf die &quot;informatorische&quot; Vernehmung des V gest&uuml;tzt. Dieser hatte ausweislich des Vernehmungsprotokolls in Bezug auf M allerdings lediglich ausgef&uuml;hrt: &quot;Teilweise hat auch meine Frau Arbeiten &uuml;bernommen, weil es einfach notwendig war.&quot; Damit hat der Zeuge aber nur bekundet, dass M tats&auml;chlich im Betrieb des Kl&auml;gers gearbeitet habe, nicht aber, dass sie die vertraglich vereinbarte Zahl von 20 Wochenstunden &quot;weitaus&quot; &uuml;berschritten habe. Andere Erkenntnisquellen als die Aussage des V hat das FG f&uuml;r seine Feststellung nicht herangezogen; die Entscheidung wird daher insoweit nicht durch hinreichende tats&auml;chliche Grundlagen getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Widerspr&uuml;chlich ist die Vorentscheidung insoweit, als das FG einerseits ausgef&uuml;hrt hat, auch M habe &quot;ein weitaus h&ouml;heres Arbeitspensum als vertraglich geschuldet geleistet&quot;, andererseits aber die Auffassung vertreten hat, die vereinbarten Wochenarbeitszeiten d&uuml;rften zur Erledigung der angegebenen Arbeiten eher gro&szlig;z&uuml;gig bemessen gewesen sein. Die letztgenannte Formulierung k&ouml;nnte darauf schlie&szlig;en lassen, dass das FG Zweifel hatte, ob M tats&auml;chlich Arbeitsleistungen in dem vertraglich vereinbarten Umfang von 20 Wochenstunden erbracht hat. Auch das FA hat in s&auml;mtlichen Verfahrensabschnitten &#8211;bis hinein ins Revisionsverfahren&#8211; entsprechende Zweifel ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzuweisen ist allerdings darauf, dass diese Zweifel &#8211;anders als FA und FG offenbar meinen&#8211; jedenfalls ohne n&auml;here Ermittlungen, an denen es bisher fehlt, nicht darauf gest&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, dass M zus&auml;tzlich zu ihrer beim Kl&auml;ger ausge&uuml;bten Halbtagsbesch&auml;ftigung noch Einnahmen aus Gartenpflegearbeiten erzielt hat. Denn die insoweit vom FG festgestellten Einnahmen (in den Streitjahren zwischen 2.612&nbsp;EUR und 5.725&nbsp;EUR j&auml;hrlich) sind derart gering, dass sie ohne das Vorliegen besonderer Umst&auml;nde nicht geeignet erscheinen, eine Arbeitnehmerin ernsthaft an der Ausf&uuml;llung einer Halbtagsstelle zu hindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Aufkl&auml;rung des Umfangs der tats&auml;chlich von M erbrachten Arbeitsleistungen geht die Sache daher an das FG zur&uuml;ck. Sollte sich ergeben, dass die T&auml;tigkeit der M f&uuml;r den Kl&auml;ger einen gr&ouml;&szlig;eren Umfang als die vereinbarten 20 Wochenstunden hatte, w&uuml;rde dies nach den unter 2. dargestellten Grunds&auml;tzen dem Betriebsausgabenabzug nicht entgegenstehen. Sollte das FG hingegen feststellen, dass M tats&auml;chlich weniger Arbeitsstunden geleistet hat als es ihrer arbeitsvertraglichen Verpflichtung entsprach, w&auml;re eine Hauptleistungspflicht des Arbeitsvertrags nicht entsprechend der Vereinbarung durchgef&uuml;hrt worden. Das FG h&auml;tte daraus &#8211;je nach dem Schweregrad des Mangels der Vertragsdurchf&uuml;hrung&#8211; die entsprechenden Schl&uuml;sse f&uuml;r die ertragsteuerrechtliche W&uuml;rdigung zu ziehen. Sollte der Umfang der von M erbrachten Arbeitsleistungen nicht aufkl&auml;rbar sein, h&auml;tte der Kl&auml;ger, der die Feststellungslast f&uuml;r den Betriebsausgabenabzug tr&auml;gt (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 919, unter 3.), mit seinen Arbeitnehmern aber nicht die F&uuml;hrung von Arbeitszeitnachweisen vereinbart hat, die Folgen der Unaufkl&auml;rbarkeit zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. F&uuml;r das weitere Verfahren weist der Senat &#8211;insoweit ohne die rechtliche Bindungswirkung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;5 FGO&#8211; auf die folgenden Gesichtspunkte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die H&ouml;he der durch das FA vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossenen Betr&auml;ge f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 im Tatbestand seines Urteils unzutreffend wiedergegeben. Ausweislich der Mehr-Weniger-Rechnung des Betriebspr&uuml;fers (Anlage&nbsp;6 zum Betriebspr&uuml;fungsbericht), die Grundlage f&uuml;r die angefochtenen Bescheide war, wurde Lohnaufwand in H&ouml;he von 12.110&nbsp;EUR (2005) bzw. 14.919,93&nbsp;EUR (2006) nicht als Betriebsausgabe anerkannt. Demgegen&uuml;ber beziehen sich die vom FG genannten Betr&auml;ge von 8.335,20&nbsp;EUR (2005) bzw. 9.234,00&nbsp;EUR (2006) lediglich auf die Nettol&ouml;hne (vgl. Tz.&nbsp;1.5 des Betriebspr&uuml;fungsberichts); das FA hat aber auch f&uuml;r die vom Kl&auml;ger f&uuml;r V und M geleisteten Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und Abzugssteuern den Betriebsausgabenabzug versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im zweiten Rechtsgang wird das urspr&uuml;ngliche Klageverfahren, das noch nicht abgeschlossen war, fortgesetzt (BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Februar 1997 IX&nbsp;R&nbsp;63\/95, BFHE 182, 287, BStBl II 1997, 409, unter 2., und vom 16.&nbsp;Mai 2007 II&nbsp;R&nbsp;36\/05, BFH\/NV 2007, 1827, unter II.5.). Daher kann ein Klageantrag im zweiten Rechtsgang unter denselben Voraussetzungen erweitert werden, die f&uuml;r eine Erweiterung des Klageantrags im ersten Rechtsgang gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r 2007 hat das FG &#8211;auf der Grundlage der von ihm vorgenommenen rechtlichen Beurteilung folgerichtig&#8211; keine Feststellungen zur tats&auml;chlichen H&ouml;he der auf V und M entfallenden Lohnaufwendungen des Kl&auml;gers getroffen. Der vom FA f&uuml;r 2007 hinzugerechnete Betrag von 14.919,93&nbsp;EUR beruht auf einer Sch&auml;tzung des FA nach den Verh&auml;ltnissen des Vorjahres 2006, da die Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers auf Nachfrage des FA nicht bereit war, die tats&auml;chlichen Lohnaufwendungen des Jahres 2007 zu nennen. Das FG wird den Kl&auml;ger daher erneut zur Mitwirkung auffordern und aus einer weiteren Verweigerung der Mitwirkung ggf. Schl&uuml;sse zum Nachteil des Kl&auml;gers ziehen k&ouml;nnen (vgl. Senatsurteil vom 15.&nbsp;Februar 1989 X&nbsp;R&nbsp;16\/86, BFHE 156, 38, BStBl II 1989, 462).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nicht durch den Akteninhalt getragen wird auch die Feststellung des FG, der Kl&auml;ger sei lediglich von einer einzigen weiteren &#8211;familienfremden&#8211; B&uuml;rokraft &quot;gelegentlich&quot; unterst&uuml;tzt worden. Ausweislich der in den Akten befindlichen Lohnjournale wurden vielmehr mehrere familienfremde Mitarbeiterinnen besch&auml;ftigt. So bestanden im Jahr 2005 geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit Frau N und Frau E, im Jahr 2006 mit Frau S. Zudem stellte der Kl&auml;ger zum 1.&nbsp;August 2006 Frau T als Auszubildende ein; dieses Ausbildungsverh&auml;ltnis unterlag der regul&auml;ren Sozialversicherungspflicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2007 beliefen sich die betrieblichen Lohnkosten ausweislich der Gewinn- und Verlustrechnung auf 43.882,79&nbsp;EUR (Summe der Positionen &quot;L&ouml;hne und Geh&auml;lter&quot;, &quot;Aushilfsl&ouml;hne und Pauschalsteuer&quot; sowie &quot;gesetzliche Sozialversicherung&quot;). Wenn man die nach der Sch&auml;tzung des FA auf M und V entfallenden Betr&auml;ge (Arbeitgeberaufwand brutto insgesamt 14.919,93&nbsp;EUR) abzieht, entf&auml;llt der verbleibende Betrag von 28.962,86&nbsp;EUR auf Arbeitsverh&auml;ltnisse mit fremden Dritten. Da dieser Betrag nicht allein mit den geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und dem Ausbildungsverh&auml;ltnis erkl&auml;rt werden kann, muss der Kl&auml;ger zumindest ein weiteres sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverh&auml;ltnis begr&uuml;ndet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf das damit aufgezeigte Bestehen weiterer Arbeitsverh&auml;ltnisse kann das FG erneut pr&uuml;fen, ob in Bezug auf die unterbliebene Aufzeichnung der Arbeitsstunden ein betriebsinterner Fremdvergleich m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.7.2013, X R 31\/12 Arbeitsvertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Unsch&auml;dliche Erw&auml;hnung &uuml;berholter Bescheide im Revisionsantrag &#8211; Erweiterung des Klageantrags im zweiten Rechtsgang Leits&auml;tze 1. Bei Arbeitsvertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen ist die Intensit&auml;t der erforderlichen Pr&uuml;fung der Fremd&uuml;blichkeit der Vertragsbedingungen auch vom Anlass des Vertragsschlusses abh&auml;ngig. 2. Leistet der als Arbeitnehmer besch&auml;ftigte Angeh&ouml;rige &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-31-12-arbeitsvertraege-zwischen-nahen-angehoerigen-unschaedliche-erwaehnung-ueberholter-bescheide-im-revisionsantrag-erweiterung-des-klageantrags-im-zweiten-rechtsgang\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;31\/12 &#8211; Arbeitsvertr&auml;ge zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Unsch&auml;dliche Erw&auml;hnung &uuml;berholter Bescheide im Revisionsantrag &#8211; Erweiterung des Klageantrags im zweiten Rechtsgang<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60742","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60742","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60742"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60742\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}