{"id":60826,"date":"2013-11-09T13:33:30","date_gmt":"2013-11-09T11:33:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60826"},"modified":"2013-11-09T13:33:30","modified_gmt":"2013-11-09T11:33:30","slug":"i-r-48-12-ansaessigkeit-abkommensberechtigung-und-schachtelprivilegierung-einer-us-amerikanischen-s-corporation-nach-massgabe-des-dba-usa-1989-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-48-12-ansaessigkeit-abkommensberechtigung-und-schachtelprivilegierung-einer-us-amerikanischen-s-corporation-nach-massgabe-des-dba-usa-1989-2008\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;48\/12 &#8211; Ans&auml;ssigkeit, Abkommensberechtigung und Schachtelprivilegierung einer US-amerikanischen &quot;S-Corporation&quot; nach Ma&szlig;gabe des DBA-USA 1989\/2008"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2013, I R 48\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Ans&auml;ssigkeit, Abkommensberechtigung und Schachtelprivilegierung einer US-amerikanischen &quot;S-Corporation&quot; nach Ma&szlig;gabe des DBA-USA 1989\/2008<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. F&uuml;r die Beurteilung, ob eine &quot;Gesellschaft&quot; i.S. des Art. 3 Abs. 1 Buchst. e DBA-USA 1989\/2008 vorliegt, ist die Rechtsordnung des Quellenstaats ma&szlig;geblich. Die Aus&uuml;bung des steuerlichen Wahlrechts, in den USA als sog. S-Corporation nicht mit der dortigen Corporate Tax besteuert zu werden, &auml;ndert aus deutscher Sicht nichts an der Einordnung als juristische Person (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 20. August 2008 I R 39\/07, BFHE 222, 509, BStBl II 2009, 234).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine sog. S-Corporation, welche in den USA infolge der Aus&uuml;bung des steuerlichen Wahlrechts wie eine Personengesellschaft behandelt wird, gilt nach Art. 1 Abs. 7 DBA-USA 1989\/2008 insoweit als eine in den USA abkommensberechtigte Person, als die von der Gesellschaft bezogenen Eink&uuml;nfte in den USA bei ihren in den USA ans&auml;ssigen Gesellschaftern wie Eink&uuml;nfte dort Ans&auml;ssiger besteuert werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Wer Nutzungsberechtigter i.S. des Art. 10 Abs. 2 DBA-USA 1989\/2008 ist, bestimmt sich nach dem nationalen Steuerrecht des Ans&auml;ssigkeitsstaats der aussch&uuml;ttenden Kapitalgesellschaft. Bei der Aussch&uuml;ttung einer deutschen Kapitalgesellschaft an eine S-Corporation ist aus deutscher Sicht die S-Corporation als mit der Dividende beschr&auml;nkt K&ouml;rperschaftsteuerpflichtige unbeschadet der in Art. 1 Abs. 7 DBA-USA 1989\/2008 fingierten Abkommensberechtigung die Nutzungsberechtigte der Dividende.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Der S-Corporation ist infolge ihrer Qualifizierung als juristische Person in Deutschland das sog. Schachtelprivileg nach Art. 10 Abs. 2 Satz 1 Buchst. a DBA-USA 1989\/2008 zu gew&auml;hren (Anschluss an Senatsurteil vom 20. August 2008 I R 39\/07, BFHE 222, 509, BStBl II 2009, 234).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine Kapitalgesellschaft US-amerikanischen Rechts mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Sie hat nach Subchapter&nbsp;S (&sect;&sect;&nbsp;1361 bis 1378) des Internal Revenue Code (IRC) f&uuml;r die Besteuerung als sog. &quot;S-Corporation&quot; optiert und ist daher in den USA nicht k&ouml;rperschaftsteuerpflichtig; ihre Eink&uuml;nfte werden stattdessen unmittelbar bei den in den USA ans&auml;ssigen Gesellschaftern besteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr 2008 war die Kl&auml;gerin an der im Inland ans&auml;ssigen A-GmbH mit einem Gesch&auml;ftsanteil von 50&nbsp;v.H. beteiligt. Diese sch&uuml;ttete in jenem Jahr an die Kl&auml;gerin einen Gewinn von 1.028.031&nbsp;EUR aus und behielt hierauf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) i.V.m. &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG&nbsp;2002) und Art.&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und einiger anderer Steuern vom 29.&nbsp;August 1989 in seiner Fassung des Protokolls zur &Auml;nderung des am 29.&nbsp;August 1989 unterzeichneten Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverk&uuml;rzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und einiger anderer Steuern (&Auml;nderungsprotokoll) vom 1.&nbsp;Juni 2006 (BGBl II 2006, 1186, BStBl I 2008, 767) &#8211;DBA-USA 1989\/2008&#8211; Kapitalertragsteuer sowie nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5, &sect;&nbsp;4 des Solidarit&auml;tszuschlaggesetzes (SolZG 1995) darauf entfallenden Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von insgesamt 21,1&nbsp;v.H., also von 216.914,54&nbsp;EUR, ein. Die Kl&auml;gerin beantragte beim Beklagten und Revisionsbeklagten (dem Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern &#8211;BZSt&#8211;) unter Hinweis auf das sog. Schachtelprivileg nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/2008 und die danach gebotene Reduzierung der Kapitalertragsteuer auf 5&nbsp;v.H. der Bruttodividende die Teilerstattung der Steuerabzugsbetr&auml;ge. F&uuml;r den Fall, dass die Verg&uuml;nstigung des Schachtelprivilegs des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/2008 nicht anwendbar sein sollte, beantragte die Kl&auml;gerin hilfsweise gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;5 des &Auml;nderungsprotokolls vom 1.&nbsp;Juni 2006 die Anwendung des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA vor Inkrafttreten des &Auml;nderungsprotokolls vom 1.&nbsp;Juni 2006 (DBA-USA 1989\/1991).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BZSt entsprach dem Antrag nur zum Teil; der Kl&auml;gerin als sog. &quot;S-Corporation&quot; stehe nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b DBA-USA 1989\/2008 lediglich ein Anspruch auf Erm&auml;&szlig;igung der Abzugsteuern auf 15&nbsp;v.H. zu, die beanspruchte weiter gehende Abkommensverg&uuml;nstigung jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage blieb erfolglos; das Finanzgericht (FG) K&ouml;ln wies sie mit Urteil vom 24.&nbsp;April 2012&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;3928\/09, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1853, als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Revision st&uuml;tzt die Kl&auml;gerin auf die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und den angefochtenen Bescheid dahin abzu&auml;ndern, dass der Erstattungsbetrag auf insgesamt 165.512,99&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BZSt beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur anderweitigen Festsetzung des Erstattungsbetrags. Das FG hat der Kl&auml;gerin das sog. Schachtelprivileg nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/2008 zu Unrecht versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach Art.&nbsp;29 Abs.&nbsp;2 DBA-USA 1989\/2008 i.V.m. &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG 2002 und &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 kann der Gl&auml;ubiger von Kapitalertr&auml;gen die v&ouml;llige oder teilweise Erstattung der einbehaltenen und abgef&uuml;hrten Kapitalertragsteuer (hier gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;a EStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 sowie &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5, &sect;&nbsp;4 SolZG 1995, jeweils i.V.m. Art.&nbsp;29 Abs.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008) verlangen, wenn diese Eink&uuml;nfte nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung nicht oder nur nach einem niedrigeren Steuersatz besteuert werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall liegen die Voraussetzungen f&uuml;r eine &#8211;&uuml;ber die schon bisher gew&auml;hrte in H&ouml;he von 62.709,89&nbsp;EUR hinausgehende&#8211; Quellensteuerabsenkung auf 5&nbsp;v.H. des Bruttobetrags der Gewinnaussch&uuml;ttungen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin kann sich daf&uuml;r allerdings nicht auf Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a (i.V.m. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b) DBA-USA 1989\/1991 st&uuml;tzen. Zwar st&uuml;nde ihr als S-Corporation, welche nach Ma&szlig;gabe des sog. Typenvergleichs eine korporationsrechtliche Struktur aufweist und deswegen aus der insoweit ma&szlig;gebenden deutschen Sicht eine Gesellschaft i.S. von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;e DBA-USA 1989\/1991 bzw. DBA-USA 1989\/2008 ist, ein solcher Anspruch nach damaliger Abkommenslage zu; der Senat verweist dazu, um Wiederholungen zu vermeiden, auf sein Urteil vom 20.&nbsp;August 2008 I&nbsp;R&nbsp;39\/07 (BFHE 222, 509, BStBl II 2009, 234). Doch ist Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/1991 nach Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;5 des &Auml;nderungsprotokolls vom 1.&nbsp;Juni 2006 auf die streitige Dividendenzahlung im Jahr 2008 nicht mehr anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 des &Auml;nderungsprotokolls vom 1.&nbsp;Juni 2006 tritt dieses Protokoll an dem Tag in Kraft, an dem die Ratifikationsurkunden ausgetauscht werden. Es ist nach Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Vorschrift in beiden Vertragsstaaten bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern auf die Betr&auml;ge anzuwenden, die am oder nach dem 1.&nbsp;Januar des Jahres gezahlt oder gutgeschrieben werden, in dem dieses Protokoll in Kraft tritt. Die Ratifikationsurkunden sind zwischen der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) und den USA am 28.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl II 2008, 117) ausgetauscht worden. Das DBA-USA 1989\/2008 ist daher nach Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des &Auml;nderungsprotokolls bei den im vorliegenden Klageverfahren streitigen Abzugsteuern auf jene Betr&auml;ge anzuwenden, die am oder nach dem 1.&nbsp;Januar 2007 gezahlt oder gutgeschrieben worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aus Gr&uuml;nden des &uuml;bergangsweisen Vertrauensschutzes erm&ouml;glicht es Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;5 des &Auml;nderungsprotokolls vom 1.&nbsp;Juni 2006 aber, die r&uuml;ckwirkende &Auml;nderung ab dem 1.&nbsp;Januar 2007 auf Antrag abweichend von Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 des &Auml;nderungsprotokolls in F&auml;llen zu vermeiden, in denen eine Person, die Anspruch auf die Verg&uuml;nstigungen aus dem Abkommen in der nicht durch das &Auml;nderungsprotokoll vom 1.&nbsp;Juni 2006 ge&auml;nderten Fassung hat, nach dem Abkommen in der nicht ge&auml;nderten Fassung Anspruch auf weiter gehende Verg&uuml;nstigungen als nach dem Abkommen in der durch dieses &Auml;nderungsprotokoll ge&auml;nderten Fassung h&auml;tte. Das Abkommen ist f&uuml;r solche F&auml;lle auf Antrag der betreffenden Person in der nicht ge&auml;nderten Fassung als Ganzes f&uuml;r einen Zeitraum von zw&ouml;lf Monaten ab dem Zeitpunkt, zu dem die Bestimmungen dieses &Auml;nderungsprotokolls nach Absatz&nbsp;2 in Kraft treten w&uuml;rden, weiterhin auf diese Person anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r im Streitjahr bezogene Dividenden ist die Ausnahmeregelung damit auch dann nicht einschl&auml;gig, falls die Verg&uuml;nstigungen, welche das DBA-USA 1989\/2008 gew&auml;hrt, hinter jenen des DBA-USA 1989\/1991 zur&uuml;ckbleiben sollten: Zwar unterscheidet das &Auml;nderungsprotokoll in Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 zwischen dem Zeitpunkt seines Inkrafttretens einerseits und andererseits dem Zeitpunkt, in welchem das &Auml;nderungsprotokoll erstmals anzuwenden ist. F&uuml;r den letzteren Zeitpunkt wird wiederum danach unterschieden, um welche Steuern es sich handelt. Richtig ist es auch, dass Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;5 des &Auml;nderungsprotokolls in insofern missverst&auml;ndlicher Weise allein den Zeitpunkt des Inkrafttretens aufgreift und diesen als den ma&szlig;gebenden Zeitpunkt daf&uuml;r bestimmt, in dem der zw&ouml;lfmonatige Verschonungszeitraum zu laufen beginnt. Doch verkn&uuml;pft die Verschonungsregelung den Beginn jenes Zeitraums mit &quot;den Bestimmungen dieses Protokolls nach Abs.&nbsp;2&quot;, was in dann doch wieder unmissverst&auml;ndlicher Weise jene (Grund-)Regelungen in ihrer Gesamtheit einbezieht, also sowohl was den Zeitpunkt des Inkrafttretens als auch des erstmaligen Anwendens anbelangt. Zutreffend weist das FG darauf hin, dass sich dieses Regelungsverst&auml;ndnis noch deutlicher aus dem &#8211;ausweislich der Schlussformel des &Auml;nderungsprotokolls&#8211; gleicherma&szlig;en verbindlichen englischsprachigen Text der Regelung ergibt; dort wird n&auml;mlich nicht isoliert auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens abgestellt (&quot;&#8230; shall enter into force &#8230;&quot;, s. den Eingangssatzteil von Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 sowie den Schlusssatzteil in Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des &Auml;nderungsprotokolls), sondern auf denjenigen Zeitpunkt des erstmaligen Anwendens (&quot;&#8230; shall have effect &#8230;&quot; bzw. &quot;&#8230; would have effect &#8230;&quot;, s. ebenfalls Eingangssatzteil in Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 sowie in Abs.&nbsp;5 des &Auml;nderungsprotokolls). Und zu Recht weist das BZSt auch darauf hin, dass das Auslegungsergebnis andernfalls sinnwidrig w&auml;re: Das novellierte Abkommen w&auml;re f&uuml;r im Abzugswege erhobene Steuern nach Ma&szlig;gabe der Grundregelung in Art.&nbsp;XVII Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des &Auml;nderungsprotokolls erstmals f&uuml;r Betr&auml;ge anzuwenden, welche am oder nach dem 1.&nbsp;Januar 2007 gezahlt oder gutgeschrieben werden. Daran w&uuml;rde sich bei der von der Kl&auml;gerin bef&uuml;rworteten Lesart auch dann nichts &auml;ndern, wenn von der Verschonungsregelung des Abs.&nbsp;5 der Vorschrift Gebrauch gemacht wird. Mit anderen Worten: Genau f&uuml;r jene Betr&auml;ge, f&uuml;r die ein etwaiger Vertrauensschutz einzufordern w&auml;re, bliebe die Person, die die Abkommensverg&uuml;nstigungen in Anspruch nehmen m&ouml;chte, ungesch&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die erstrebte Herabsetzung der einbehaltenen Quellensteuern folgt jedoch aus der nunmehrigen Regelungslage des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/2008.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dieser Vorschrift k&ouml;nnen Dividenden auch in dem Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ans&auml;ssig ist, nach dem Recht dieses Staats besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn die Dividenden von einer im anderen Vertragsstaat ans&auml;ssigen Person als Nutzungsberechtigtem bezogen werden, 5&nbsp;v.H. des Bruttobetrags der Dividenden nicht &uuml;bersteigen, wenn der Nutzungsberechtigte eine Gesellschaft ist, der unmittelbar &uuml;ber mindestens 10&nbsp;v.H. der stimmberechtigten Anteile der die Dividenden zahlenden Gesellschaft geh&ouml;ren. In allen anderen F&auml;llen ist nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b DBA-USA 1989\/2008 das Besteuerungsrecht dieses Staats (Quellenstaat) auf 15&nbsp;v.H. des Bruttobetrags der Dividende begrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anders als nach fr&uuml;herer Abkommenslage ist die Kl&auml;gerin keine in dem anderen Vertragsstaat ans&auml;ssige Gesellschaft i.S. von Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008. Ans&auml;ssig im Sinne dieser Vorschrift ist n&auml;mlich, wie sich aus der daf&uuml;r ma&szlig;gebenden Begriffsbestimmung in Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008 ergibt, eine solche Gesellschaft nur dann, wenn sie nach dem Recht dieses Staats dort aufgrund des Ortes ihrer Gesch&auml;ftsleitung, des Ortes der Gr&uuml;ndung oder eines anderen &auml;hnlichen Merkmals steuerpflichtig ist. Als &quot;S-Corporation&quot; erf&uuml;llte die Kl&auml;gerin diese Ans&auml;ssigkeitsmerkmale im Streitjahr in den USA indessen nicht, weil nach US-amerikanischem Recht nicht sie selbst der amerikanischen Ertragsbesteuerung unterlag; besteuert wurden dort vielmehr ihre Gesellschafter. Im Einzelnen verweist der Senat dazu, um auch insoweit Wiederholungen zu vermeiden, erneut auf sein Urteil in BFHE 222, 509, BStBl II 2009, 234 (m.w.N.; s. auch Schnitger in Endres\/Jacob\/Gohr\/ Klein, DBA Deutschland\/USA, Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der neuerliche Vortrag der Kl&auml;gerin, unter bestimmten Umst&auml;nden k&ouml;nne nach US-amerikanischem Steuerrecht auch eine S-Corporation einer begrenzten Steuerpflicht unterliegen, widerspricht dem nicht. Zwar mag eine &quot;abstrakte&quot; Steuerpflicht im Ans&auml;ssigkeitsstaat im Einzelfall durchaus gen&uuml;gen, um eine Schachtelprivilegierung zu begr&uuml;nden; eine unilaterale Steuerbefreiung im anderen Vertragsstaat steht dem nicht entgegen (vgl. Senatsurteil vom 6.&nbsp;Juni 2012 I&nbsp;R&nbsp;52\/11, BFHE 237, 356). Doch muss sich eine solche abstrakte Steuerpflicht dennoch auch auf die konkret in Rede stehende Besteuerungssituation beziehen, woran es nach gegenw&auml;rtiger Erkenntnis und nach den den Senat bindenden tatrichterlichen Feststellungen aber gerade fehlt. Dass die Kl&auml;gerin in ihrer Funktion als Arbeitgeberin in den USA bestimmte Sozialabgaben abzuf&uuml;hren verpflichtet ist, hat damit unabh&auml;ngig davon nichts zu tun, dass sich die Frage der Ans&auml;ssigkeit nach Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/ 2008 auch auf &quot;&auml;hnliche Merkmale&quot; erstreckt und dass solche Merkmale wom&ouml;glich keine ortsbezogenen sein m&uuml;ssen (vgl. Wolff in Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Art.&nbsp;4 USA Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Allerdings wird die tats&auml;chlich fehlende Ans&auml;ssigkeit durch Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;7 DBA-USA 1989\/2008 mittels Regelungsfiktion substituiert (ebenso Anger\/Wagemann, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2012, 648; Anger\/Sewtz, IStR 2009, 273; Renger\/ Faller, GmbH-Rundschau 2012, 1028; Plewka\/Renger, Internationale Wirtschafts-Briefe &#8211;IWB&#8211; Heft&nbsp;1\/2009, Fach&nbsp;3 Gruppe&nbsp;2 S.&nbsp;1397; Kleutgens\/Sinewe, Recht der Internationalen Wirtschaft, Beilage&nbsp;2 zu Heft 12\/2006, 1, 3; wohl auch Mittermaier in Wassermeyer\/Richter\/Schnittker, Personengesellschaften im Internationalen Steuerrecht, Tz.&nbsp;32.125; Jacob, Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht &#8211;JbFStR&#8211; 2011\/2012, S.&nbsp;534, 538; derselbe, Steueranwaltsmagazin &#8211;SAM&#8211; 2011, 42, 47; Wehr&szlig;e, Grenz&uuml;berschreitende Besteuerung von Personengesellschaften, 2011, S.&nbsp;113&nbsp;f.; L&uuml;dicke in Brunsbach\/Endres\/L&uuml;dicke\/Schnitger [Hrsg.], Deutsche Abkommenspolitik &#8211; Trends und Entwicklungen 2011\/2012 -, Institut f&uuml;r Finanzen und Steuern e.V. &#8211;IFSt&#8211;, Schrift Nr.&nbsp;480\/2012, S.&nbsp;53&nbsp;ff., 56; Fox in Raupach\/Pohl\/ T&ouml;ben\/Sieker [Hrsg.], Praxis des Internationalen Steuerrechts, 2008, S.&nbsp;215, 219&nbsp;ff.; Gosch, BFH\/PR 2009, 77; anders z.B. Wolff in Wassermeyer, a.a.O., Art.&nbsp;1 USA Rz&nbsp;113; Schnitger in Endres\/Jacob\/Gohr\/Klein, a.a.O., Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;73; Eimermann, IStR 2009, 58; Oellerich, Internationale Steuer-Rundschau &#8211;ISR&#8211; 2012, 15; wohl auch Mouldi\/Loose, Betriebs-Berater 2012, 2163; Dremel in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, DBA, Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;146, und unter Umst&auml;nden Bahns\/Keuthen, IStR 2010, 750; unklar Sch&ouml;nfeld, IStR 2007, 274, 276 einerseits, in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, a.a.O., Art.&nbsp;10 Rz&nbsp;454 andererseits).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Nach Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;7 DBA-USA 1989\/2008 gelten Eink&uuml;nfte oder Gewinne, welche von einer oder &uuml;ber eine Person erzielt werden, die nach dem Recht eines der Vertragsstaaten als solche nicht steuerpflichtig ist, als von einer in einem Staat ans&auml;ssigen Person erzielt, soweit sie im Sinne der Steuergesetze dieses Staats als Eink&uuml;nfte oder Gewinne einer ans&auml;ssigen Person gelten. Die Tatbestandsvoraussetzungen dieser komplex formulierten Regelung sind im Streitfall erf&uuml;llt: Die Dividendenzahlungen der A-GmbH wurden von einer sog. S-Corporation erzielt, die nach dem Recht der USA jedenfalls mit diesen Zahlungen dort zwar nicht steuerpflichtig ist. Die Eink&uuml;nfte oder Gewinne werden jedoch fiktiv als solche angesehen, welche insoweit von einer in den USA ans&auml;ssigen &#8211;und damit abkommensberechtigten&#8211; Person erzielt werden, als sie im Ergebnis einer in den USA ans&auml;ssigen Person als Eink&uuml;nfte oder Gewinne zugerechnet (und dort mit diesen Eink&uuml;nften oder Gewinnen ggf. besteuert) werden. Letztere in den USA ans&auml;ssige Person(en) ist der (bzw. sind die) Gesellschafter der Kl&auml;gerin. Auf diese Weise wird gew&auml;hrleistet, dass diese Personen mit den betreffenden Eink&uuml;nften oder Gewinnen in den Abkommensschutz einbezogen werden. &quot;Fingiert&quot; wird also zun&auml;chst die abkommensrechtliche Zuordnung der Eink&uuml;nfte oder Gewinne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) In dieser Zuordnung ersch&ouml;pft sich die Rechtsfolge der Regelung aber nicht. Vielmehr erstreckt sich deren Rechtsfolge, wie dem insoweit letztlich unmissverst&auml;ndlichen Wortlaut der Regelung entnommen werden kann, zugleich darauf, die Eink&uuml;nfte oder Gewinne als &quot;von einer in den USA ans&auml;ssigen Person&quot; erzielt anzusehen. Auch das Zurechnungssubjekt und dessen Ans&auml;ssigkeit werden also abweichend von den Voraussetzungen des Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008 von der Fiktion erfasst. Dass diejenige in den USA ans&auml;ssige Person, f&uuml;r welche die amerikanischen Gesetze fiktive Eink&uuml;nfte oder Gewinne nach dem letzten Halbsatz der Norm voraussetzen, mit jener in den USA ans&auml;ssigen Person &uuml;bereinstimmt oder &uuml;bereinstimmen muss, f&uuml;r die die Regelung fiktive Eink&uuml;nfte oder Gewinne anordnet, l&auml;sst sich dem Abkommenstext nicht entnehmen. Dieser spricht durchg&auml;ngig nur neutral von &quot;einer&quot;, nicht aber &quot;der&quot; im Sinne derselben Person. In den USA ans&auml;ssige Person der betreffenden, von dieser Person fiktiv erzielten Eink&uuml;nfte oder Gewinne kann sonach irgendeine Person sein, welche die f&uuml;r diesen Begriff ma&szlig;gebenden Voraussetzungen des Art.&nbsp;4 DBA-USA 1989\/2008 sowie des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d DBA-USA 1989\/2008 erf&uuml;llt, also auch die mit den Eink&uuml;nften oder Gewinnen nicht steuerpflichtige Person, &quot;von&quot; der oder &quot;&uuml;ber&quot; die die Eink&uuml;nfte oder Gewinne erzielt werden, im Streitfall sonach die Kl&auml;gerin. Im Ergebnis hat sich hiernach die Regelungslage gegen&uuml;ber der vorherigen Abkommensfassung in diesem Punkt damit nicht ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r dieses Verst&auml;ndnis lassen sich (ohne dass dies allerdings ausschlaggebend w&auml;re) denn wohl auch die &quot;Technical explanations&quot; der US-amerikanischen Steuerverwaltung zu Art.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008 (im Internet abrufbar unter http:\/\/www.irs. gov\/pub\/irs-trty) best&auml;tigend heranziehen: Ma&szlig;gebend ist auch danach n&auml;mlich allein, ob und in welchem Umfang die betreffenden Personen in den USA nach dortigem Steuerrecht als Bezieher der Eink&uuml;nfte und Gewinne angesehen werden, um sodann daraus die beschriebenen Wirkungen &#8211;die steuerliche Behandlung als in den USA ans&auml;ssig&#8211; abzuleiten: &quot;For example, if a German company pays interest to an entity that is treated as fiscally transparent for U.S. tax purposes, the interest will be considered derived by a resident of the U.S. only to the extent that the taxation laws of the United States treats one or more U.S. residents (whose status as U.S. residents is determined, for this purpose, under U.S. tax law) as deriving the interest for U.S. tax purposes&quot; (s. dazu auch Schnitger in Endres\/ Jacob\/Gohr\/Klein, a.a.O., Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;76, Gohr, daselbst, Art.&nbsp;10 Rz&nbsp;71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Kl&auml;gerin hat die in Rede stehenden Dividenden auch als nutzungsberechtigte Gesellschaft i.S. von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a DBA-USA 1989\/2008 erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Begriff des Nutzungsberechtigten wird im Abkommen selbst nicht definiert. Er ist dennoch ein abkommensrechtlicher, f&uuml;r dessen Auslegung in Einklang mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 DBA-USA 1989\/2008 nur dann auf das nationale Recht des jeweiligen Anwenderstaats zur&uuml;ckzugreifen ist, wenn der Zusammenhang des Abkommens nichts anderes erfordert. Ein solcher vorrangiger Abkommenszusammenhang fehlt indessen. Ausschlaggebend ist in diesem Punkt deshalb allein das nationale Recht des Quellenstaats, hier also von Deutschland. Wegen der Einzelheiten verweist der Senat einmal mehr auf sein Urteil in BFHE 222, 509, BStBl II 2009, 234.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Dieses Urteil ist zwar noch zum DBA-USA 1989\/1991 ergangen. Die Regelungslage hat sich infolge der Novellierung des DBA-USA 1989\/1991 aber auch insoweit nicht ge&auml;ndert, auch nicht durch Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;7 DBA-USA 1989\/2008. Denn diese Norm bestimmt lediglich, dass eine Person des anderen Vertragsstaats die betreffenden Eink&uuml;nfte oder Gewinne als dort ans&auml;ssige Person bezieht. Sie gew&auml;hrleistet dadurch f&uuml;r jene Eink&uuml;nfte und Gewinne, dass &#8211;unter den beschriebenen Umst&auml;nden einer voneinander abweichenden Qualifizierung des eink&uuml;nftevereinnahmenden Rechtstr&auml;gers durch den Ans&auml;ssigkeits- und den Quellenstaat&#8211; der letztere verpflichtet ist, die Abkommensvorteile f&uuml;r jene Eink&uuml;nfte einzur&auml;umen. Darauf allein zielt der Zweck der Bestimmung ab (vgl. Denkschrift zum &Auml;nderungsprotokoll zum DBA-USA 1989\/2008, dort zu Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;7, BTDrucks 16\/2708, S.&nbsp;35), und das deckt sich auch mit der systematischen Platzierung der Vorschrift unter Art.&nbsp;1 DBA-USA 1989\/2008, der den &quot;Allgemeinen Geltungsbereich&quot; des Abkommens festlegt und in diesem Zusammenhang (in seinem Abs.&nbsp;1) die Abkommensberechtigung der betreffenden Personen und die daraus abzuleitende Inanspruchnahme von Abkommensverg&uuml;nstigungen mit der Ans&auml;ssigkeit jener Personen in einem der beiden Vertragsstaaten verkn&uuml;pft. Die Bestimmung legt jedoch gerade nicht &#8211;dar&uuml;ber hinaus&#8211; fest, welcher Person die Eink&uuml;nfte konkret zuzurechnen sind, und schon gar nicht ordnet sie eine sog. Qualifikationsverkettung an, welche den Quellenstaat an die steuerliche Qualifizierung des Rechtstr&auml;gers im Ans&auml;ssigkeitsstaat binden k&ouml;nnte. F&uuml;r einen derartig weitgehenden Regelungsgehalt gibt der Regelungswortlaut nichts her. Die Frage nach der Bestimmung des Eink&uuml;nftebeziehers und desjenigen, welchem die Eink&uuml;nfte zuzurechnen sind, sind vielmehr auch hier strikt auseinanderzuhalten, und die Einkommenszurechnung verbleibt &#8211;wie abkommensrechtlich sonst auch (z.B. &#8211;bezogen auch auf &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 EStG&#8211; Senatsurteil vom 21.&nbsp;Mai 1997 I&nbsp;R&nbsp;79\/96, BFHE 184, 281, BStBl II 1998, 113; Gosch in Kirchhof, EStG, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;25; Kaeser\/Wassermeyer in Wassermeyer, a.a.O., Art 10 MA Rz&nbsp;40 [alt&nbsp;34])&#8211; allein in der Hand des jeweiligen Anwenderstaats (ebenso z.B. Kreienbaum\/ N&uuml;rnberger, IStR 2006, 806, 811; Anger\/Sewtz, IStR 2009, 273; Anger\/Wagemann, IStR 2012, 648, 649; Jacob, JbFStR 2011\/2012, S.&nbsp;534, 538; derselbe, SAM 2011, 42, 47 und IStR 2011, 98; Wehr&szlig;e, a.a.O., S.&nbsp;113&nbsp;f.; Fox in Raupach\/Pohl\/T&ouml;ben\/Sieker [Hrsg.], a.a.O., S.&nbsp;214; L&uuml;dicke, IFSt, Schrift Nr.&nbsp;480\/2012, S.&nbsp;53&nbsp;ff., 56, dort unter Hinweis auf die sog. anwenderstaatsorientierte Betrachtungsweise, s. dazu Senatsurteil vom 25.&nbsp;Mai 2011 I&nbsp;R&nbsp;95\/10, BFHE 234, 63; L&uuml;dicke in D&ouml;tsch\/ Herlinghaus\/H&uuml;ttemann\/L&uuml;dicke\/Sch&ouml;n [Hrsg.], Die Personengesellschaft im Steuerrecht, 2011, S.&nbsp;95&nbsp;ff., S.&nbsp;112&nbsp;ff.; anders z.B. Wolff in Wassermeyer, a.a.O., Art.&nbsp;1 USA Rz&nbsp;113, Art.&nbsp;10 USA Rz&nbsp;61&nbsp;ff.; Eimermann, IStR 2009, 58; Dremel in Sch&ouml;nfeld\/ Ditz, a.a.O., Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;146; Oellerich, ISR 2012, 15; wiederum unklar Sch&ouml;nfeld, IStR 2007, 274, 276 einerseits, in Sch&ouml;nfeld\/Ditz, a.a.O., Art.&nbsp;10 Rz&nbsp;454 andererseits).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es mag in Anbetracht dessen dahinstehen, ob das hier gefundene Auslegungsergebnis auch in diesem Punkt mit der beschriebenen Verwaltungspraxis der US-amerikanischen Steuerverwaltung in Gestalt der Technical Explanations in jeglicher Hinsicht &uuml;bereinstimmt oder ob die USA auf ihre in Erstattungsf&auml;llen ansonsten als ma&szlig;gebend beanspruchten nationalen Zurechnungsregeln mit Blick auf ein andernfalls drohendes &quot;Leerlaufen&quot; von Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;7 DBA-USA 1989\/2008 &quot;in kritischen F&auml;llen&quot; (so Wolff in Wassermeyer, a.a.O., Art.&nbsp;10 USA Rz&nbsp;62) verzichten (s. dazu Wolff, ebenda, aber auch Schmitger in Endes\/Jacob\/ Gohr\/Klein, a.a.O., Art.&nbsp;1 Rz&nbsp;76). Sollte die Neuregelung tats&auml;chlich unvollkommen sein, lie&szlig;e sich dem vermittels Abkommensauslegung jedenfalls nicht abhelfen; es w&auml;re den Vertragsstaaten dann vielmehr abzuverlangen, das ggf. Gemeinte klarer zum Ausdruck zu bringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich ist die Kl&auml;gerin berechtigt, die Erstattung nach Ma&szlig;gabe von Art.&nbsp;29 Abs.&nbsp;2 DBA-USA 1989\/2008 und &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 zu beanspruchen. Es gilt auch insoweit die sog. anwenderstaatsorientierte, nicht aber eine sog. abkommensorientierte Sichtweise, so dass die &#8211;von der Behandlung der S-Corporation als transparentes Steuersubjekt in den USA abweichende&#8211; Behandlung als intransparentes Steuersubjekt nach deutscher Rechtslage abermals durchschl&auml;gt (s. aber &#8211;f&uuml;r Zahlungen nach dem 30.&nbsp;Juni 2013&#8211; nunmehr &sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;11 i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;59a Satz&nbsp;6 EStG 2009 i.d.F. der &Auml;nderung durch das Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften vom 26.&nbsp;Juni 2013, BGBl I 2013, 1809, BStBl I 2013, 790). Der Senat verweist dazu auf sein Urteil in BFHE 234, 63 (s. dazu auch Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;50d Rz&nbsp;10a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dass die Kl&auml;gerin wom&ouml;glich verlangen kann, ihr die einbehaltenen Quellensteuern dar&uuml;ber hinaus und in vollem Umfang zu erstatten, weil dieser Einbehalt gegen die unionsrechtlich verb&uuml;rgte Freiheit des Kapitalverkehrs gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;56 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft i.d.F. des Vertrags von Nizza zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, der Vertr&auml;ge zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaften und einiger damit zusammenh&auml;ngender Rechtsakte &#8211;Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 2002, Nr.&nbsp;C-325, 1&#8211; (jetzt Art.&nbsp;63 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union i.d.F. des Vertrags von Lissabon zur &Auml;nderung des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union und des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft &#8211;AEUV&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union 2008, Nr.&nbsp;C-115\/47) verst&ouml;&szlig;t (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 20.&nbsp;Oktober 2011 C-284\/09 &quot;Kommission .\/. Deutschland&quot;, Slg. 2011, I-9879), steht auf einem anderen Blatt. Ein solcher Freiheitsversto&szlig; wirkt zwar prinzipiell auch gegen Drittstaaten (s. EuGH-Urteil vom 13.&nbsp;November 2012 C-35\/11 &quot;Test Claimants in the FII Group Litigation&quot;, IStR 2012, 924) und k&ouml;nnte damit auch die in den USA ans&auml;ssige Kl&auml;gerin erfassen (s. zur Diskussion Lemaitre, IWB 2013, 269, 276, m.w.N.). Ein dadurch ausgel&ouml;ster etwaiger Erstattungsanspruch w&auml;re aber jedenfalls nicht gegen&uuml;ber dem hier beklagten BZSt, sondern &#8211;auf anderer Rechtsgrundlage&#8211; gegen&uuml;ber dem zust&auml;ndigen Finanzamt geltend zu machen (vgl. Senatsurteil vom 11.&nbsp;Januar 2012 I&nbsp;R&nbsp;25\/10, BFHE 236, 318, m.w.N.). &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;5 KStG 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;39 des Gesetzes &uuml;ber die Finanzverwaltung, jeweils i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung des EuGH-Urteils vom 20.&nbsp;Oktober 2011 in der Rechtssache C-284\/09 (BGBl I 2013, 561), die insoweit neuerlich einen Erstattungsanspruch beim BZSt erm&ouml;glichen, &auml;ndern daran nichts, weil diese gesetzlichen Neuregelungen (u.a.) voraussetzen, dass der anspruchsberechtigte Gl&auml;ubiger der Kapitalertr&auml;ge eine Gesellschaft i.S. des Art.&nbsp;54 AEUV oder des Art.&nbsp;34 des Abkommens &uuml;ber den Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum ist (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a KStG 2002 in der vorgenannten Fassung) und seinen Sitz und Ort der Gesch&auml;ftsleitung innerhalb des Hoheitsgebietes eines Mitgliedstaats der Europ&auml;ischen Union oder eines Staats hat, auf den das Abkommen &uuml;ber den Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum Anwendung findet (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b KStG 2002 in der vorgenannten Fassung). An beidem fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die von der Vorinstanz vertretene Rechtsauffassung weicht von jener des erkennenden Senats ab. Ihr Urteil war aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Der angefochtene Freistellungsbescheid wird dahin abge&auml;ndert, dass der Betrag &uuml;ber die Erstattung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer und des darauf entfallenden Solidarit&auml;tszuschlags antragsgem&auml;&szlig; in H&ouml;he von 16,1&nbsp;v.H. des ausgesch&uuml;tteten Gewinns von 1.028.031&nbsp;EUR errechnet und der Erstattungsbetrag dementsprechend in dieser H&ouml;he mit 165.512,99&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.6.2013, I R 48\/12 Ans&auml;ssigkeit, Abkommensberechtigung und Schachtelprivilegierung einer US-amerikanischen &quot;S-Corporation&quot; nach Ma&szlig;gabe des DBA-USA 1989\/2008 Leits&auml;tze 1. F&uuml;r die Beurteilung, ob eine &quot;Gesellschaft&quot; i.S. des Art. 3 Abs. 1 Buchst. e DBA-USA 1989\/2008 vorliegt, ist die Rechtsordnung des Quellenstaats ma&szlig;geblich. Die Aus&uuml;bung des steuerlichen Wahlrechts, in den USA als sog. S-Corporation &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-48-12-ansaessigkeit-abkommensberechtigung-und-schachtelprivilegierung-einer-us-amerikanischen-s-corporation-nach-massgabe-des-dba-usa-1989-2008\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;48\/12 &#8211; Ans&auml;ssigkeit, Abkommensberechtigung und Schachtelprivilegierung einer US-amerikanischen &quot;S-Corporation&quot; nach Ma&szlig;gabe des DBA-USA 1989\/2008<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60826","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60826"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60826\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}