{"id":60938,"date":"2013-11-09T13:34:03","date_gmt":"2013-11-09T11:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60938"},"modified":"2013-11-09T13:34:03","modified_gmt":"2013-11-09T11:34:03","slug":"i-b-60-12-minderung-einer-rueckstellung-wegen-kuenftiger-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-60-12-minderung-einer-rueckstellung-wegen-kuenftiger-vorteile\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;60\/12 &#8211; Minderung einer R&uuml;ckstellung wegen k&uuml;nftiger Vorteile"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2013, I B 60\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Minderung einer R&uuml;ckstellung wegen k&uuml;nftiger Vorteile<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. In der Sache streitig ist die Berechtigung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) zur Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Rekultivierungen in den Streitjahren 2002 bis 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der Kl&auml;gerin, einer GmbH, ist u.a. die F&ouml;rderung, die Veredelung und die Ver&auml;u&szlig;erung von Kies und Sand. Die F&ouml;rderung erfolgte in der Grube X, einem gepachteten Grundst&uuml;ck in Y. Im Zusammenhang mit der erteilten Kiesabbaugenehmigung gab das zust&auml;ndige Landratsamt Rekultivierungsauflagen vor, die eine Auff&uuml;llung, Planierung und Bepflanzung der abgebauten Fl&auml;chen vorsahen. Hierf&uuml;r bildete die Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2002 eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von &#8230; EUR, zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2003 eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von &#8230; EUR und zum 31.&nbsp;M&auml;rz 2004 eine R&uuml;ckstellung in H&ouml;he von &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die gebildeten R&uuml;ckstellungen mit der Begr&uuml;ndung nicht an, k&uuml;nftige Einnahmen aus Kippgeb&uuml;hren seien bei der Bewertung einer R&uuml;ckstellung zu ber&uuml;cksichtigen. Aufgrund der H&ouml;he der an den Bilanzstichtagen zu erwartenden Kippentgelte k&ouml;nnten keine R&uuml;ckstellungen gebildet werden. Hiervon ausgehend erlie&szlig; das FA entsprechende K&ouml;rperschaftsteuerbescheide und Bescheide &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen eingelegten Einspr&uuml;che blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen wies die daraufhin erhobene Klage durch Urteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;3897\/09, das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1533 ver&ouml;ffentlicht worden ist, zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Nichtzulassungsbeschwerde beantragt die Kl&auml;gerin, die Revision gegen das FG-Urteil zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen &#8211;soweit sie von der Kl&auml;gerin hinreichend dargetan worden sind&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Rechtssache kommt unter dem von der Kl&auml;gerin hervorgehobenen Gesichtspunkt, ob eine Kompensation mit k&uuml;nftigen Vorteilen im Rahmen der R&uuml;ckstellungsbewertung lediglich dann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;c des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) vorgenommen werden darf, wenn bereits entsprechende Vertr&auml;ge abgeschlossen worden sind oder ob bereits eine auf der allgemeinen Lebenserfahrung beruhende Mindestwahrscheinlichkeit ausreicht, keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt (Senatsbeschluss vom 29.&nbsp;Februar 2012 I&nbsp;B&nbsp;88\/11, BFH\/NV 2012, 1089, m.w.N.). Hierf&uuml;r muss eine Rechtsfrage herausgestellt werden, deren Beantwortung durch den Bundesfinanzhof (BFH) aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei soll es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein muss (BFH-Beschl&uuml;sse vom 9.&nbsp;September 2005 IV&nbsp;B&nbsp;6\/04, BFH\/NV 2006, 22; vom 28.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;B&nbsp;75\/05, BFH\/NV 2006, 2243; vom 22.&nbsp;April 2013 III&nbsp;B&nbsp;109\/12, BFH\/NV 2013, 1129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der aufgeworfenen Rechtsfrage aufgrund mangelnder Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit nicht erf&uuml;llt. Denn die Rechtsfrage ist offensichtlich so zu beantworten, wie es das FG getan hat (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;B&nbsp;108\/10, BFH\/NV 2011, 1924; vom 12.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;B&nbsp;27\/12, BFH\/NV 2013, 545; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2013 I&nbsp;B&nbsp;26\/12, BFH\/NV 2013, 1061; BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2013 VII&nbsp;B&nbsp;232\/12, BFH\/NV 2013, 1131; vom 13.&nbsp;Juni 2013 X&nbsp;B&nbsp;232\/12, BFH\/NV 2013, 1416). Der Abschluss schuldrechtlicher Vertr&auml;ge ist f&uuml;r eine Kompensation mit k&uuml;nftigen Vorteilen nicht erforderlich (so auch Urteile des FG K&ouml;ln vom 14.&nbsp;Dezember 2005&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;2927\/03, EFG 2006, 877, und des S&auml;chsischen FG vom 31.&nbsp;August 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;905\/08, juris; Frotscher in Frotscher, EStG, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;425; Meurer in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;862).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Bewertung von R&uuml;ckstellungen sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;c EStG 2002 k&uuml;nftige Vorteile, die mit der Erf&uuml;llung der Verpflichtung voraussichtlich verbunden sein werden, wertmindernd zu ber&uuml;cksichtigen, soweit sie nicht als Forderungen zu aktivieren sind. Eine voraussichtliche Verbundenheit besteht bereits dann, wenn mehr Gr&uuml;nde f&uuml;r als gegen den Vorteilseintritt sprechen, mit anderen Worten der Vorteilseintritt &uuml;berwiegend wahrscheinlich ist (so bereits Urteil des FG K&ouml;ln in EFG 2006, 877; &auml;hnlich Schmidt\/Kulosa, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;476, und Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 13.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;3356\/08&nbsp;F, EFG 2011, 884: begr&uuml;ndete Aussicht auf den Erfolgseintritt; vgl. auch Kiesel in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1178). Lediglich die blo&szlig;e M&ouml;glichkeit eines Erfolgseintritts ist nicht ausreichend (insoweit zutreffend BTDrucks&nbsp;14\/443, 23; s. auch Bl&uuml;mich\/Ehmcke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;977b; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;476; Werndl in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;Da&nbsp;24). Denn dem Adjektiv &quot;voraussichtlich&quot; kommt nach dem allgemeinen Sprachgebrauch die Bedeutung von &quot;mit ziemlicher Gewissheit zu erwarten&quot; (Duden, Das Bedeutungsw&ouml;rterbuch, 2.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;729 &quot;voraussichtlich&quot;) bzw. &quot;vermutlich&quot;, &quot;wahrscheinlich&quot; oder &quot;aller Voraussicht nach&quot; zu (Duden, Die sinn- und artverwandten W&ouml;rter, 2.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;741 &quot;voraussichtlich&quot; i.V.m. S. 48 &quot;anscheinend&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit in den Gesetzesmaterialien und Teilen der Literatur demgegen&uuml;ber die Auffassung vertreten wird, f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung sog. Kippentgelte bed&uuml;rfe es bereits abgeschlossener Vertr&auml;ge (BTDrucks&nbsp;14\/443, 23; Fischer in Kirchhof, EStG, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;156; Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;667; Werndl in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, ebenda; noch weiter gehend einschr&auml;nkend Mayer-Wegelin in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;504g), folgt der beschlie&szlig;ende Senat dem nicht. Diese Auffassung hat, wovon das FG insoweit zu Recht ausgeht, im Gesetzeswortlaut keinen Niederschlag gefunden (so auch Urteil des FG K&ouml;ln in EFG 2006, 877) und l&auml;sst sich mit dem Adjektiv &quot;voraussichtlich&quot; in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;c EStG 2002 nicht vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r dieses Verst&auml;ndnis spricht auch, dass damit die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung und ihrer Minderung aufgrund voraussichtlich mit der Erf&uuml;llung der Verpflichtung verbundener Vorteile parallel laufen. Auch eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten darf &#8211;neben anderen Voraussetzungen&#8211; nur gebildet werden, wenn die Geltendmachung der Verpflichtung nach den Verh&auml;ltnissen am Bilanzstichtag wahrscheinlich ist (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 239, 66, BStBl II 2013, 123), weil mehr Gr&uuml;nde f&uuml;r als gegen die Inanspruchnahme bestehen (Senatsurteile vom 1.&nbsp;August 1984 I&nbsp;R&nbsp;88\/80, BFHE 142, 226, BStBl II 1985, 44; vom 6.&nbsp;Dezember 1995 I&nbsp;R&nbsp;14\/95, BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406; BFH-Urteile vom 27.&nbsp;November 1997 IV&nbsp;R&nbsp;95\/96, BFHE 185, 160, BStBl II 1998, 375; vom 18.&nbsp;Januar 2007 IV&nbsp;R&nbsp;42\/04, BFHE 216, 340, BStBl II 2008, 956; Crezelius in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;121). Ein Gleichlauf der Voraussetzungen f&uuml;r die Passivierung der R&uuml;ckstellung und ihre Minderung wegen zu erwartender Vorteile ist geboten, um die tats&auml;chlich eintretende Minderung der steuerlichen Leistungsf&auml;higkeit exakt bemessen zu k&ouml;nnen (auf die effektive Minderung der steuerlichen Leistungsf&auml;higkeit abstellend auch BTDrucks&nbsp;14\/23, 172, und BTDrucks&nbsp;14\/265, 173).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin hat eine grunds&auml;tzliche Bedeutung nicht dadurch in der durch &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO gebotenen Weise dargelegt, dass sie die Frage aufgeworfen hat, ob f&uuml;r die Bemessung der k&uuml;nftigen Vorteile Umst&auml;nde ohne Belang seien, die nicht in der Hand der Kl&auml;gerin liegen. Insoweit hat die Kl&auml;gerin keine entscheidungserhebliche abstrakte Rechtsfrage formuliert. Die ordnungsgem&auml;&szlig;e Konkretisierung einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO erfordert grunds&auml;tzlich, dass die Rechtsfrage mit &quot;Ja&quot; oder &quot;Nein&quot; beantwortet werden kann; nicht ausreichend ist hingegen eine Rechtsfrage, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt und damit auf die Antwort &quot;Kann sein&quot; hinausl&auml;uft (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2012, 1089, m.w.N.). Letzteres ist bei der pauschal gestellten Rechtsfrage der Kl&auml;gerin der Fall, die nicht nach Umst&auml;nden differenziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache damit begr&uuml;ndet, dass das FG-Urteil auf der Rechtsfrage beruhe, dass im Rahmen der bei Steinbr&uuml;chen &uuml;blichen Rekultivierungspflichten eine &uuml;ber die einzeln angesetzten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die einzeln vorzunehmenden Arbeitsschritte hinaus k&uuml;nftige Vorteile gegengerechnet werden k&ouml;nnen, gen&uuml;gt die Begr&uuml;ndung ebenfalls nicht den Anforderungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO. Die Kl&auml;gerin hat schon nicht schl&uuml;ssig dargelegt, dass dem FG-Urteil dieser Rechtssatz &uuml;berhaupt entnommen werden kann. Ungeachtet dessen l&auml;sst die Begr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin nicht erkennen, dass es sich um eine f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits erhebliche Frage handelt. Sie hat nicht konkret erl&auml;utert, inwieweit die Entscheidung davon abh&auml;ngt, ob die Vorteile nur in H&ouml;he der jeweiligen Arbeitsschritte oder auch &uuml;ber die einzelnen Arbeitsschritte hinaus gegengerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Aufgrund der von der Kl&auml;gerin vorab unter 1. bis 3. hervorgehobenen Aspekte bedarf es ebenfalls keiner Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO). Denn die Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts erfordert als spezieller Tatbestand der Grundsatzrevision (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) gleichfalls das Herausstellen einer &#8211;im Streitfall fehlenden&#8211; kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage, deren Kl&auml;rung in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren zu erwarten ist (BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;August 2006 III&nbsp;B&nbsp;198\/05, BFH\/NV 2006, 2281, und vom 14.&nbsp;Mai 2013 X&nbsp;B&nbsp;176\/12, BFH\/NV 2013, 1445), was im Streitfall nicht geschehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Soweit die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt, die Revision sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 2 FGO zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen, entspricht die Begr&uuml;ndung ebenso nicht den Darlegungsanforderungen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Darlegung dieses Zulassungsgrundes setzt die Gegen&uuml;berstellung einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil einerseits und der herangezogenen Divergenzentscheidung andererseits voraus (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;August 2005 IX&nbsp;B&nbsp;58\/05, BFH\/NV 2005, 2044; vom 18.&nbsp;Januar 2011 X&nbsp;B&nbsp;34\/10, BFH\/NV 2011, 813; vom 14.&nbsp;Mai 2013 X&nbsp;B&nbsp;184\/12, BFH\/NV 2013, 1257). Keine Divergenz wird demgegen&uuml;ber bezeichnet, wenn keine Abweichung bei den abstrakten Ma&szlig;st&auml;ben besteht, auch wenn deren Anwendung auf den Einzelfall fehlerhaft sein sollte. Ein blo&szlig;er Subsumtionsfehler begr&uuml;ndet keine Divergenz (BFH-Beschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;Januar 2002 VII&nbsp;B&nbsp;41\/01, BFH\/NV 2002, 932, und vom 16.&nbsp;April 2002 X&nbsp;B&nbsp;140\/01, BFH\/NV 2002, 1046).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Darlegungsanforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt vor, das FG-Urteil weiche von dem Urteil des S&auml;chsischen FG vom 31.&nbsp;August 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;905\/08 (juris) ab, weil das S&auml;chsische FG nicht von einem auf die Zukunft bezogenen Wahrscheinlichkeitserfordernis ausgehe, sondern lediglich die in der Vergangenheit erzielten Erl&ouml;se betrachte und diese ohne Zukunftsbetrachtung auf die Zukunft projiziere. Das Vorbringen ist schon deshalb unschl&uuml;ssig, weil die Entscheidung &uuml;ber die Wahrscheinlichkeit eines Vorteilseintritts von Natur aus nur eine in die Zukunft gewandte Betrachtung sein kann, was auch vom S&auml;chsischen FG nicht anders gesehen wird (von einer &Uuml;bereinstimmung der abstrakten Ma&szlig;st&auml;be beider Urteile geht auch TK, Deutsche Steuer-Zeitung 2012, 491 aus). Es hat zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit lediglich f&uuml;r den konkreten Einzelfall Umst&auml;nde aus der Vergangenheit gew&uuml;rdigt und diese f&uuml;r die Zukunft zugrunde gelegt, was eine &#8211;auf eine Abweichung im Abstrakten bezogene&#8211; Divergenzr&uuml;ge nicht zu begr&uuml;nden vermag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Soweit die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt, die Entscheidung des FG sei greifbar rechtswidrig, hat sie nicht in ausreichendem Ma&szlig;e begr&uuml;ndet, dass die Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen ist (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Schwerwiegende Fehler des FG bei der Auslegung revisiblen Rechts, die geeignet sind, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen, k&ouml;nnen zwar die Zulassung der Revision rechtfertigen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;Juli 2002 V&nbsp;B&nbsp;152\/01, BFH\/NV 2002, 1600, m.w.N., und vom 1.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;B&nbsp;4\/08, BFH\/NV 2009, 35). Zur Begr&uuml;ndung eines solchen qualifizierten Rechtsanwendungsfehlers muss jedoch schl&uuml;ssig vorgetragen werden, weshalb das Urteil willk&uuml;rlich und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar erscheint und daher das Vertrauen der Allgemeinheit in die Rechtsprechung besch&auml;digen kann (BFH-Beschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;B&nbsp;267\/02, BFHE 202, 91; vom 13.&nbsp;Oktober 2003 IV&nbsp;B&nbsp;85\/02, BFHE 203, 404, BStBl II 2004, 25; vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;B&nbsp;81\/09, BFH\/NV 2011, 1181). Nicht ausreichend ist allein die R&uuml;ge einer materiell-rechtlich unzutreffenden Rechtsanwendung (BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;55\/10, BFH\/NV 2011, 1131; vom 21.&nbsp;Dezember 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;110\/11, BFH\/NV 2012, 604; Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Juni 2012 I&nbsp;B&nbsp;148\/11, BFH\/NV 2012, 1802).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Darlegungsanforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin nicht. Sie hat der Auslegung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;c EStG 2002 durch das FG lediglich eine eigene W&uuml;rdigung gegen&uuml;bergestellt, was allein f&uuml;r die Begr&uuml;ndung eines qualifizierten Rechtsanwendungsfehlers nicht ausreichend ist (vgl. Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;Mai 2009 I&nbsp;B&nbsp;16\/09, juris). Der Zulassungsgrund des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO ist vielmehr nur dann gegeben, wenn das Urteil unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist und sich deshalb der Schluss aufdr&auml;ngt, dass es auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht (Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;November 2004 I&nbsp;B&nbsp;43\/04, BFH\/NV 2005, 707; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;76). An Ausf&uuml;hrungen hierzu fehlt es in der Beschwerdebegr&uuml;ndung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Schlie&szlig;lich hat die Kl&auml;gerin nicht in der nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO gebotenen Weise dargelegt, dass ein Verfahrensmangel vorliegt, auf dem die Entscheidung des FG beruhen kann (vgl. &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Darlegungen der Kl&auml;gerin zur Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) durch eine &Uuml;berraschungsentscheidung sind nicht ausreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r kann vorliegen, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Rechtsauffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;Juli 2012 IX&nbsp;B&nbsp;3\/12, BFH\/NV 2012, 1635). Einer umfassenden Er&ouml;rterung der f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte bedarf es dabei nicht (BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Mai 2000 VI&nbsp;B&nbsp;100\/00, BFH\/NV 2000, 1235). Auch obliegt dem FG keine allgemeine Hinweispflicht in dem Sinne, dass es seine m&ouml;gliche Beurteilung irgendwie andeuten m&uuml;sse (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;68\/12, BFH\/NV 2013, 362, und vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2013 X&nbsp;B&nbsp;139\/12, BFH\/NV 2013, 978).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die ordnungsgem&auml;&szlig;e R&uuml;ge eines solchen Verfahrensfehlers ist es nicht ausreichend vorzutragen, von dem Ausgang des FG-Verfahrens &uuml;berrascht zu sein. Vielmehr ist im Einzelnen anzuf&uuml;hren, zu welchen tats&auml;chlichen oder rechtlichen Gesichtspunkten im Verlauf des Prozesses trotz der Vertretung durch einen fachkundigen Prozessbevollm&auml;chtigten eine &Auml;u&szlig;erung nicht m&ouml;glich war (Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;September 2002 I&nbsp;B&nbsp;107\/01, BFH\/NV 2003, 68; BFH-Beschl&uuml;sse vom 15.&nbsp;September 2004 II&nbsp;B&nbsp;63\/03, BFH\/NV 2005, 211; vom 19.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;40\/12, BFH\/NV 2013, 222).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen Anforderungen entspricht die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin nicht. Sie tr&auml;gt nicht vor, dass ihr durch die Art der Prozessf&uuml;hrung des FG die M&ouml;glichkeit genommen worden w&auml;re, zu der aus ihrer Sicht zutreffenden H&ouml;he der Kippgeb&uuml;hr Stellung zu nehmen. Aus ihrem Vortrag ergibt sich lediglich die f&uuml;r eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r nicht gen&uuml;gende &Uuml;berraschung dar&uuml;ber, dass das FG die zwischen den Beteiligten nicht streitige H&ouml;he der Kippgeb&uuml;hr nicht weiter vertieft hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenso wenig hat die Kl&auml;gerin in der gebotenen Weise dargelegt, dass das FG seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) verletzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die R&uuml;ge der unzureichenden Sachaufkl&auml;rung (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz 1 FGO) setzt voraus, dass die zur Begr&uuml;ndung vorgetragenen Tatsachen &#8211;ihre Richtigkeit unterstellt&#8211; einen solchen Verfahrensmangel ergeben (BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;September 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;81\/05, BFH\/NV 2006, 2297, und vom 29.&nbsp;Februar 2008 IV&nbsp;B&nbsp;21\/07, BFH\/NV 2008, 974). Wird geltend gemacht, das FG h&auml;tte unabh&auml;ngig von einem entsprechenden Beweisantrag der Kl&auml;gerin den Sachverhalt von Amts wegen weiter aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, sind die Tatsachen anzugeben, aus denen sich ergibt, dass sich dem FG eine weitere Sachaufkl&auml;rung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Auch sind die (angeblich) aufkl&auml;rungsbed&uuml;rftigen Tatsachen anzugeben. Ferner bedarf es Ausf&uuml;hrungen dazu, inwiefern eine weitere Sachaufkl&auml;rung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einem anderen Ergebnis h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;November 2008 X&nbsp;B&nbsp;112\/08, BFH\/NV 2009, 161, und Senatsbeschluss in BFH\/NV 2012, 1802).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entsprechende Ausf&uuml;hrungen lassen sich der Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin nicht entnehmen. Die Kl&auml;gerin hat nur vorgetragen, sie habe davon ausgehen d&uuml;rfen, dass das FG die H&ouml;he der Kippgeb&uuml;hr nicht ohne eigene Sachaufkl&auml;rung &uuml;bernehmen werde. Sie hat nicht erl&auml;utert, weshalb sich dem FG auch ohne ausdr&uuml;ckliches Bestreiten der H&ouml;he der Kippgeb&uuml;hr durch die Kl&auml;gerin weitere Ermittlungen aufdr&auml;ngen mussten und zu welchem konkreten Ergebnis die Ermittlungen gef&uuml;hrt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.8.2013, I B 60\/12 Minderung einer R&uuml;ckstellung wegen k&uuml;nftiger Vorteile Tatbestand 1&nbsp; I. In der Sache streitig ist die Berechtigung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) zur Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Rekultivierungen in den Streitjahren 2002 bis 2004. 2&nbsp; Gegenstand der Kl&auml;gerin, einer GmbH, ist u.a. die F&ouml;rderung, die Veredelung und die Ver&auml;u&szlig;erung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-60-12-minderung-einer-rueckstellung-wegen-kuenftiger-vorteile\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;60\/12 &#8211; Minderung einer R&uuml;ckstellung wegen k&uuml;nftiger Vorteile<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}