{"id":60940,"date":"2013-11-09T13:34:12","date_gmt":"2013-11-09T11:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60940"},"modified":"2013-11-09T13:34:12","modified_gmt":"2013-11-09T11:34:12","slug":"iv-b-62-13-beiladung-eines-ehemaligen-gesellschafters-zum-klageverfahren-eines-anderen-ehemaligen-gesellschafters-gegen-einen-gewinnfeststellungsbescheid-nur-bei-selbstbetroffenheit-is-des-par-40-ab-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-62-13-beiladung-eines-ehemaligen-gesellschafters-zum-klageverfahren-eines-anderen-ehemaligen-gesellschafters-gegen-einen-gewinnfeststellungsbescheid-nur-bei-selbstbetroffenheit-is-des-par-40-ab-3\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;62\/13 &#8211; Beiladung eines ehemaligen Gesellschafters zum Klageverfahren eines anderen ehemaligen Gesellschafters gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid nur bei Selbstbetroffenheit i.S. des &sect; 40 Abs. 2 FGO &#8211; Umfang des Klagebegehrens gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2013, IV B 62\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Beiladung eines ehemaligen Gesellschafters zum Klageverfahren eines anderen ehemaligen Gesellschafters gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid nur bei Selbstbetroffenheit i.S. des &sect; 40 Abs. 2 FGO &#8211; Umfang des Klagebegehrens gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind ehemalige Gesellschafter (Kommanditisten) der X GmbH &#038;&nbsp;Co. KG (KG). Weitere Kommanditisten der KG waren in dem Streitjahr 1990 A und B, die beide zwischenzeitlich verstorben und von der Beigeladenen C beerbt worden sind. Die KG hat ihren Gesch&auml;ftsbetrieb zum 31.&nbsp;Dezember 1990 endg&uuml;ltig eingestellt und ist sp&auml;testens nach Durchf&uuml;hrung des Konkursverfahrens erloschen und damit vollbeendet. Die ehemalige Komplement&auml;rin der KG, die Y-GmbH (Komplement&auml;r-GmbH), ist zwischenzeitlich ebenfalls erloschen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Januar 1996 erlie&szlig; der Beklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der KG einen Bescheid f&uuml;r 1990 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (im Weiteren Gewinnfeststellungsbescheid).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den Gewinnfeststellungsbescheid haben die Kl&auml;ger Einspruch eingelegt. Mit Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;April 2012 hat das FA den Gewinnfeststellungsbescheid teilweise abge&auml;ndert und im &Uuml;brigen den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die am 18.&nbsp;Mai 2012 beim Finanzgericht (FG) eingegangene Klage. Die zu den FG-Akten gereichte Prozessvollmacht ist ausschlie&szlig;lich von den Kl&auml;gern unterschrieben. Das FG ist auf Grund der Bezeichnung des Rubrums in der Klageschrift vom 18.&nbsp;Mai 2012 davon ausgegangen, dass die Klage nicht nur namens der Kl&auml;ger, sondern auch namens der ehemaligen KG sowie der Komplement&auml;r-GmbH erhoben worden ist. Auf entsprechende Hinweise der Berichterstatterin hat der Prozessbevollm&auml;chtigte die Klage der ehemaligen KG und der Komplement&auml;r-GmbH zur&uuml;ckgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Klageschrift vom 18.&nbsp;Mai 2012 wird ohne weitere Begr&uuml;ndung der Gegenstand des Klagebegehrens wie folgt bezeichnet:<br \/>&quot;1. H&ouml;he des Gewinns aus Gewerbebetrieb,<br \/>2. Verteilung der H&ouml;he der Gewinne zwischen allen Feststellungsbeteiligten (auch der Komplement&auml;r-GmbH),<br \/>3. H&ouml;he der Verlustfeststellungen nach &sect;&nbsp;15a EStG f&uuml;r die Feststellungsbeteiligten D, E, B und A.<br \/>4. H&ouml;he der Sonderbetriebseinnahmen und Sonderbetriebsausgaben der Feststellungsbeteiligten D, E, B und A.<br \/>5. H&ouml;he der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne der Feststellungsbeteiligten D, E, B und A.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sodann enth&auml;lt die Klageschrift den Hinweis, dass eine weitere Klagebegr&uuml;ndung sowie eine Klageerweiterung vorbehalten bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 23.&nbsp;August 2012 nahmen die Kl&auml;ger ausf&uuml;hrlich zu dem Streitgegenstand (Gegenstand des Klagebegehrens) Stellung. Danach begehrten sie, &#8211;im Einzelnen benannte&#8211; mit dem Betrieb der KG zusammenh&auml;ngende und von den Kl&auml;gern get&auml;tigte Aufwendungen bei diesen als Betriebsausgaben bzw. Sonderbetriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Lediglich bez&uuml;glich der Aufwendungen f&uuml;r einen von den Gesellschaftern A und B gef&uuml;hrten Rechtsstreit, die ebenfalls der Kl&auml;ger &uuml;bernommen hatte, machten die Kl&auml;ger hilfsweise geltend, diese &#8211;soweit sie beim Kl&auml;ger nicht zu ber&uuml;cksichtigen seien&#8211; bei B als Sonderbetriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Beigeladene mit Beschluss vom 2.&nbsp;April 2013&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;1617\/12 zu dem Klageverfahren der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) notwendig beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Beschwerde der Kl&auml;ger. Sie halten die Beiladung f&uuml;r rechtsfehlerhaft, da die Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO nicht vorl&auml;gen. Die Beigeladene sei durch die hier allein streitigen Sonderbetriebsausgaben der Kl&auml;ger in keiner Weise von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat der Beschwerde nicht abgeholfen und in dem internen Beschluss vom 3.&nbsp;Juni 2013 unter Verweis auf den Klageschriftsatz vom 18.&nbsp;Mai 2012 ausgef&uuml;hrt, dass nicht nur das Sonderbetriebsverm&ouml;gen in Streit stehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des Beiladungsbeschlusses. Das FG hat C zu Unrecht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO sind Dritte beizuladen (notwendige Beiladung), wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect;&nbsp;48 FGO nicht klagebefugt sind (&sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Vollbeendigung einer KG hat zur Folge, dass die KG selbst kein Klagerecht mehr in Anspruch nehmen kann. Die Klagebefugnis gegen&uuml;ber den Gewinnfeststellungsbescheiden steht nunmehr uneingeschr&auml;nkt den beteiligten Gesellschaftern zu. Deshalb m&uuml;ssen nach der Vollbeendigung einer Personengesellschaft die ehemaligen Gesellschafter einen die Zeit ihrer Mitgliedschaft betreffenden Gewinnfeststellungsbescheid selbst&auml;ndig angreifen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;40\/08, BFH\/NV 2012, 393, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Mai 1999 VIII&nbsp;B&nbsp;94\/98, BFH\/NV 1999, 1483). Zu dem Klageverfahren eines ehemaligen Gesellschafters sind grunds&auml;tzlich alle gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO klagebefugten ehemaligen Gesellschafter, die nicht selbst Klage erhoben haben, beizuladen, soweit sie vom Ausgang des Rechtsstreits i.S. des &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO selbst betroffen sind (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2011 IV&nbsp;R&nbsp;37\/08, BFH\/NV 2011, 1120, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine notwendige Beiladung der nicht klagenden ehemaligen Gesellschafter (Beteiligten) ist allerdings nicht geboten, wenn sie steuerrechtlich von dem Ausgang des Rechtsstreits unter keinem denkbaren Gesichtspunkt betroffen sein k&ouml;nnen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 1120) oder wenn die Klage offensichtlich unzul&auml;ssig ist (BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Juni 2012 IV&nbsp;B&nbsp;147\/11, BFH\/NV 2012, 1614, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Davon ausgehend war C als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen Gesellschafter der vollbeendeten KG, A und B, nicht beizuladen. Denn die ehemaligen Gesellschafter A und B sind von dem Ausgang des vorliegenden Rechtsstreits nicht i.S. des &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO selbst betroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird gegen einen Feststellungsbescheid i.S. von &sect;&sect;&nbsp;179, 180 der Abgabenordnung (AO) Klage erhoben, ist zu beachten, dass Streitgegenstand die einzelnen gesondert festgestellten Besteuerungsgrundlagen sein k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 AO). Diese sind selbst Regelungsgegenstand dieses Steuerverwaltungsakts. Das gilt z.B. f&uuml;r Regelungen zur Qualifikation der Eink&uuml;nfte, zum Vorliegen einer Mitunternehmerschaft, zur H&ouml;he des Gesamtgewinns, des laufenden Gewinns, eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns oder eines Sondergewinns (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2011 IV&nbsp;R&nbsp;15\/08, BFHE 233, 290, BStBl II 2011, 764, m.w.N.). Der Feststellungsbescheid stellt sich daher als eine Zusammenfassung einzelner Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen dar, die &#8211;soweit sie eine rechtlich selbst&auml;ndige W&uuml;rdigung enthalten&#8211; auch als selbst&auml;ndiger Gegenstand eines Klageverfahrens in Betracht kommen und demgem&auml;&szlig; einem eigenst&auml;ndigen prozessualen Schicksal unterliegen (BFH-Urteil in BFHE 233, 290, BStBl II 2011, 764).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Klage gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid kann demzufolge verschiedene Zielsetzungen haben. Welche Besteuerungsgrundlagen der Kl&auml;ger mit seiner Klage angreift und damit zum Streitgegenstand des finanzgerichtlichen Verfahrens gemacht hat, ist durch Auslegung der Klageschrift oder der darin ausdr&uuml;cklich in Bezug genommenen Schriftst&uuml;cke zu ermitteln (BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Januar 1977 IV&nbsp;R&nbsp;3\/75, BFHE 122, 2, BStBl II 1977, 509, und in BFHE 233, 290, BStBl II 2011, 764).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vorliegend begehren die Kl&auml;ger ausweislich der Klagebegr&uuml;ndungsschrift vom 23.&nbsp;August 2012 ausschlie&szlig;lich die Ber&uuml;cksichtigung weiterer Sonderbetriebsausgaben. Streitgegenstand ist damit nur die Feststellung der jeweiligen Sondergewinne der Kl&auml;ger. Unerheblich ist, dass die Kl&auml;ger in der Klageschrift vom 18.&nbsp;Mai 2012 zun&auml;chst den Gegenstand des Klagebegehrens ohne jede Begr&uuml;ndung auch auf weitere Feststellungen erstreckt haben. Denn ma&szlig;geblich f&uuml;r die Auslegung des Klagebegehrens ist das gesamte Klagevorbringen. Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;ger bereits im Einspruchsverfahren nur die Ber&uuml;cksichtigung weiterer Sonderbetriebsausgaben beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Von dem Rechtsstreit betreffend die Sonderbetriebsausgaben der Kl&auml;ger sind die ehemaligen Gesellschafter A und B unter keinem denkbaren Gesichtspunkt betroffen. Insoweit steht auch C als deren Rechtsnachfolgerin keine eigene Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Beiladung der C ist auch nicht im Hinblick auf den von den Kl&auml;gern gestellten Hilfsantrag gerechtfertigt, Aufwendungen f&uuml;r einen von den Gesellschaftern A und B gef&uuml;hrten Rechtsstreit, die ebenfalls der Kl&auml;ger &uuml;bernommen hatte, (hilfsweise) bei B als Sonderbetriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von einer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;3 und 5 FGO insoweit grunds&auml;tzlich notwendigen Beiladung der C als Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Gesellschafters B ist vorliegend deshalb abzusehen, weil die Klage hinsichtlich dieses Hilfsantrages offensichtlich unzul&auml;ssig ist (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1614, m.w.N.). Denn bez&uuml;glich der Feststellung des Sondergewinns des ehemaligen Gesellschafters B fehlt es an der eigenen Rechtsverletzung der Kl&auml;ger; ihnen steht daher insoweit keine Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Kostenentscheidung war nicht zu treffen, da die Entscheidung &uuml;ber die Beiladung in einem unselbst&auml;ndigen Zwischenverfahren ergeht (&sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO) und die Kosten dieses Nebenverfahrens eine Einheit mit den Kosten des Klageverfahrens bilden (BFH-Beschluss in BFH\/NV 1999, 1483).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2013, IV B 62\/13 Beiladung eines ehemaligen Gesellschafters zum Klageverfahren eines anderen ehemaligen Gesellschafters gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid nur bei Selbstbetroffenheit i.S. des &sect; 40 Abs. 2 FGO &#8211; Umfang des Klagebegehrens gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind ehemalige Gesellschafter (Kommanditisten) der X GmbH &#038;&nbsp;Co. 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