{"id":60948,"date":"2013-11-09T13:34:16","date_gmt":"2013-11-09T11:34:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=60948"},"modified":"2013-11-09T13:34:16","modified_gmt":"2013-11-09T11:34:16","slug":"iii-b-47-13-kindergeld-bei-krankheitsbedingter-ausbildungsunterbrechung-beweiserhebung-keine-revisionszulassung-bei-blossen-rechtsanwendungsfehlern-im-einzelfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-47-13-kindergeld-bei-krankheitsbedingter-ausbildungsunterbrechung-beweiserhebung-keine-revisionszulassung-bei-blossen-rechtsanwendungsfehlern-im-einzelfall\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;47\/13 &#8211; Kindergeld bei krankheitsbedingter Ausbildungsunterbrechung &#8211; Beweiserhebung &#8211; Keine Revisionszulassung bei blo&szlig;en Rechtsanwendungsfehlern im Einzelfall"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.9.2013, III B 47\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld bei krankheitsbedingter Ausbildungsunterbrechung &#8211; Beweiserhebung &#8211; Keine Revisionszulassung bei blo&szlig;en Rechtsanwendungsfehlern im Einzelfall<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter einer im April 1989 geborenen Tochter (T). Diese begann im August 2008 eine Ausbildung. Die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) setzte Kindergeld f&uuml;r den Zeitraum August 2008 bis Juli 2011 fest. T war nach einer Best&auml;tigung ihrer Krankenversicherung vom 29.&nbsp;November 2011 in der Zeit vom 7.&nbsp;Januar 2010 bis zum 7.&nbsp;Juli 2011 wegen Krankheit arbeitsunf&auml;hig. In einer sp&auml;teren Stellungnahme des &auml;rztlichen Dienstes der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vom 4.&nbsp;August 2011 wurde bescheinigt, dass T &#8211;mit Einschr&auml;nkungen&#8211; wieder dazu in der Lage sei, berufliche T&auml;tigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt zu erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Bescheid vom 13.&nbsp;Dezember 2011 lehnte die Familienkasse den Antrag der Kl&auml;gerin ab, weiterhin Kindergeld f&uuml;r T zu gew&auml;hren. Der dagegen gerichtete Einspruch wurde zur&uuml;ckgewiesen (Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Juni 2012). Im Verlauf des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens setzte die Familienkasse Kindergeld f&uuml;r den August 2012 fest. Im &Uuml;brigen &#8211;Zeitraum August 2011 bis Juni 2012&#8211; hatte die Klage keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, nach der sozialmedizinischen Stellungnahme vom 4.&nbsp;August 2011 sei T im Streitzeitraum wieder dazu in der Lage gewesen, berufliche T&auml;tigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erbringen. Aber auch wenn T weiterhin arbeitsunf&auml;hig gewesen w&auml;re, h&auml;tte die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf Kindergeld. Sei klar, dass die Fortf&uuml;hrung des Ausbildungsverh&auml;ltnisses objektiv unm&ouml;glich oder unzumutbar sei, so k&ouml;nne ein Kind trotz eines fortbestehenden Ausbildungswillens nicht nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) ber&uuml;cksichtigt werden. In einem derartigen Fall komme allenfalls eine Ber&uuml;cksichtigung nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG in Betracht. Hierf&uuml;r sei es jedoch nicht ausreichend, dass sich T bei der zust&auml;ndigen Kammer &uuml;ber die M&ouml;glichkeit, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln, informiert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Nichtzulassungsbeschwerde r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, das FG habe den Sachverhalt nicht gen&uuml;gend aufgekl&auml;rt, auch seien ihm bei der Rechtsanwendung grunds&auml;tzliche Fehler unterlaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei als Beweis f&uuml;r die &uuml;ber den 7.&nbsp;Juli 2007 hinaus bestehende Arbeitsunf&auml;higkeit eine Best&auml;tigung der X-BKK vom 29.&nbsp;November 2011 angeboten worden. Dies habe das FG nicht ber&uuml;cksichtigt. Auch der Vortrag zu den K&uuml;ndigungen des Ausbildungsverh&auml;ltnisses und den anschlie&szlig;enden Verfahren vor dem Arbeitsgericht (AG) h&auml;tte Anlass zur weiteren Erforschung des Sachverhalts sein m&uuml;ssen. Das FG h&auml;tte die Akten des arbeitsgerichtlichen Verfahrens beiziehen oder zumindest auf die Vorlage der Schrifts&auml;tze hinwirken m&uuml;ssen. H&auml;tte es die gebotene Aufkl&auml;rung betrieben, so w&auml;re die vor dem AG vorgetragene Arbeitsunf&auml;higkeit durch eine &auml;rztliche Karteikarte belegt worden. Weiterhin w&auml;re es durch eine Begutachtung der T und durch das Zeugnis der behandelnden &Auml;rzte m&ouml;glich gewesen, die Arbeitsunf&auml;higkeit im Streitzeitraum festzustellen. Durch die Beiziehung der Verfahrensakten w&auml;re klar geworden, dass T einen Grad der Behinderung von 40&nbsp;% habe. Anlass zur weiteren Erforschung des Sachverhalts habe auch deshalb bestanden, weil das FG die Stellungnahme des &auml;rztlichen Dienstes der Agentur f&uuml;r Arbeit vom 27.&nbsp;September 2010 zitiert habe, in der ausgef&uuml;hrt werde, dass die berufliche Leistungsf&auml;higkeit der T auf weniger als drei Stunden t&auml;glich gesunken sei. Ebenso habe es das FG unterlassen nachzuforschen, ob sich T um einen anderen Ausbildungsplatz bem&uuml;ht habe. Auch h&auml;tte sich dem Gericht aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, zur Frage des Vorliegens und der Unm&ouml;glichkeit einer Fortf&uuml;hrung des Ausbildungsverh&auml;ltnisses weitere Sachaufkl&auml;rung zu betreiben. Es h&auml;tte ohne weitere Sachverhaltsaufkl&auml;rung nicht davon ausgehen d&uuml;rfen, dass T keine Bem&uuml;hungen um einen Ausbildungsplatz unternommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus sei grunds&auml;tzlich rechtsfehlerhaft, dass das FG die Frage der Arbeitsunf&auml;higkeit offengelassen habe. Es habe einerseits die Arbeitsunf&auml;higkeit der T verneint und den diesbez&uuml;glichen Vortrag als Schutzbehauptung abgetan, andererseits habe es unterstellt, dass die Ausbildung aus Krankheitsgr&uuml;nden nicht auf Dauer habe fortgesetzt werden k&ouml;nnen. Insoweit widerspreche die angefochtene Entscheidung den Denkgesetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet, soweit sie &uuml;berhaupt den Darlegungserfordernissen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;gt. Sie wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gte Verfahrensmangel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) liegt nicht vor. Das FG hat nicht die Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amts wegen. Hierbei haben die Beteiligten mitzuwirken (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 FGO). Kommen sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht nach, vermindert sich die Ermittlungspflicht des FG. Stellen Beteiligte, die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung rechtskundig vertreten sind, keine auf eine weitere Sachaufkl&auml;rung gerichteten Antr&auml;ge, kommt eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch das FG nur in Betracht, wenn sich dem FG eine weitere Aufkl&auml;rung auch ohne Antrag h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;September 2006 V&nbsp;B&nbsp;126\/05, BFH\/NV 2006, 2300).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da die Verpflichtung zur Sachaufkl&auml;rung zu den Verfahrensvorschriften geh&ouml;rt, auf deren Beachtung die Prozessbeteiligten verzichten k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung), muss der Beschwerdef&uuml;hrer auch vortragen, dass die Nichterhebung eines angebotenen Beweises in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ger&uuml;gt wurde oder weshalb diese R&uuml;ge nicht m&ouml;glich war (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juli 1998 V&nbsp;R&nbsp;68\/96, BFHE 186, 161, BStBl II 1998, 637). Wird geltend gemacht, dem FG h&auml;tte sich eine Beweiserhebung auch ohne Beweisantrag aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, so muss dargelegt werden, warum der im finanzgerichtlichen Verfahren fachkundig vertretene Kl&auml;ger nicht von sich aus in der m&uuml;ndlichen Verhandlung einen entsprechenden Beweisantrag gestellt hat (z.B. Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;November 2003 III&nbsp;B&nbsp;7\/03, BFH\/NV 2004, 645).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die unterbliebene Beiziehung der Akten des AG, aus denen sich nach ihrer Ansicht ergeben h&auml;tte, dass T w&auml;hrend des streitigen Zeitraums noch nicht arbeitsf&auml;hig war. Sie hat jedoch nicht vorgetragen, weshalb nicht sie selbst in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die Beiziehung dieser Akten beantragt hat. Aus der Niederschrift &uuml;ber den Termin vom 27.&nbsp;Februar 2013 ergibt sich nicht, dass die rechtskundig vertretene Kl&auml;gerin einen derartigen Antrag gestellt h&auml;tte. Entsprechendes gilt f&uuml;r den Vortrag, das FG h&auml;tte die Arbeitsf&auml;higkeit der T durch ein Gutachten kl&auml;ren lassen und Nachforschungen zu deren Bem&uuml;hungen um einen Ausbildungsplatz anstellen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch die R&uuml;ge, das FG habe ein Beweisangebot &quot;&uuml;bergangen&quot;, weil es die Best&auml;tigung der X-BKK vom 29.&nbsp;November 2011 &uuml;ber die Arbeitsunf&auml;higkeit der T nicht ber&uuml;cksichtigt habe, hat keinen Erfolg. Aus dieser Best&auml;tigung, die im finanzgerichtlichen Verfahren vorgelegt wurde, geht nicht hervor, dass T im streitigen Zeitraum arbeitsunf&auml;hig war. Das FG hatte daher keinen Anlass, sie bei der Entscheidungsfindung zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Weshalb eine Stellungnahme des &auml;rztlichen Dienstes der Agentur f&uuml;r Arbeit vom 27.&nbsp;September 2010 Anlass f&uuml;r eine Beweisaufnahme &uuml;ber eine Arbeitsunf&auml;higkeit der T im Zeitraum August 2011 bis Juni 2012 h&auml;tte sein sollen, ist nicht ersichtlich. Dem FG brauchte sich eine entsprechende Beweisaufnahme nicht aufzudr&auml;ngen, da in der zeitnahen Stellungnahme des &auml;rztlichen Dienstes der Bundesagentur vom 4.&nbsp;August 2011 bescheinigt wurde, dass T mit gewissen Einschr&auml;nkungen wieder einer beruflichen T&auml;tigkeit nachgehen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch soweit die Kl&auml;gerin die Fehlerhaftigkeit des angefochtenen Urteils r&uuml;gt, macht sie keinen Mangel geltend, der zur Zulassung der Revision f&uuml;hren k&ouml;nnte. Etwaige Fehler in der Anwendung des materiellen Rechts im konkreten Einzelfall rechtfertigen f&uuml;r sich genommen nicht die Zulassung der Revision (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;167\/11, BFH\/NV 2013, 754; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;24 und &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;34). Auch Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sind in der Regel materiell-rechtliche Fehler und k&ouml;nnen nicht als Verfahrensmangel ger&uuml;gt werden (BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1165). Eine Ausnahme hiervon kommt nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO nur dann in Betracht, wenn das angefochtene Urteil derart schwerwiegende Fehler bei der Auslegung des revisiblen Rechts aufweist, dass die Entscheidung des FG objektiv willk&uuml;rlich erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (z.B. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Dezember 2011 X&nbsp;B&nbsp;85\/11, BFH\/NV 2012, 749). Dies ist schon nicht vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen trifft es nicht zu, dass das FG einerseits die Arbeitsunf&auml;higkeit der T verneint und andererseits unterstellt hat, dass T die Ausbildung aus Krankheitsgr&uuml;nden nicht habe fortsetzen wollen. Vielmehr hat das FG im Rahmen einer Hilfserw&auml;gung dargelegt, dass die Klage nach seiner Einsch&auml;tzung auch dann keinen Erfolg gehabt h&auml;tte, wenn T im streitigen Zeitraum arbeitsunf&auml;hig gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.9.2013, III B 47\/13 Kindergeld bei krankheitsbedingter Ausbildungsunterbrechung &#8211; Beweiserhebung &#8211; Keine Revisionszulassung bei blo&szlig;en Rechtsanwendungsfehlern im Einzelfall Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter einer im April 1989 geborenen Tochter (T). Diese begann im August 2008 eine Ausbildung. Die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) setzte Kindergeld f&uuml;r den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-47-13-kindergeld-bei-krankheitsbedingter-ausbildungsunterbrechung-beweiserhebung-keine-revisionszulassung-bei-blossen-rechtsanwendungsfehlern-im-einzelfall\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;47\/13 &#8211; Kindergeld bei krankheitsbedingter Ausbildungsunterbrechung &#8211; Beweiserhebung &#8211; Keine Revisionszulassung bei blo&szlig;en Rechtsanwendungsfehlern im Einzelfall<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-60948","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60948"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60948\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}