{"id":61046,"date":"1990-10-18T11:59:14","date_gmt":"1990-10-18T09:59:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61046"},"modified":"2013-11-19T12:01:42","modified_gmt":"2013-11-19T10:01:42","slug":"bfh-urteil-vom-18-10-1990-v-r-35_85-bstbl-1991-ii-s-157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-18-10-1990-v-r-35_85-bstbl-1991-ii-s-157\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 18.10.1990 (V R 35\/85) BStBl.     1991 II S. 157"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 18.10.1990 (V R 35\/85) BStBl. 1991 II S. 157<\/strong><\/p>\n<p><strong>Leistungen der W\u00e4scherei eines Krankenhauses (das die Voraussetzungen des \u00a7 67 AO 1977 erf\u00fcllt) sind weder nach \u00a7 4 Nrn. 16 oder 18 UStG 1973 noch nach \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 beg\u00fcnstigt.<\/strong><\/p>\n<p>UStG 1973 \u00a7 4 Nrn. 16, 18, \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8; AO 1977 \u00a7\u00a7 14, 64, 65, 66, 67, 68.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG M\u00fcnster<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Sachverhalt<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) ist ein gemeinn\u00fctziger Verein, der dem Deutschen Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband als Mitglied angeschlossen ist. In den Streitjahren 1977 bis 1979 betrieb der Kl\u00e4ger eine Klinik f\u00fcr Diabetes-Kranke. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) fiel diese in den Anwendungsbereich der Bundespflegesatzverordnung (BPflV) vom 25. April 1973 (BGBl I 1973, 333) und erf\u00fcllte damit die Voraussetzungen als Zweckbetrieb i. S. des \u00a7 67 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO 1977).<\/p>\n<p>In den Wirtschaftsr\u00e4umen im Keller der Klinik befand sich eine W\u00e4scherei, die in erster Linie die hauseigene Krankenhausw\u00e4sche besorgte. Ab 1. April 1977 wurde gem\u00e4\u00df \u00a7 6 des Krankenhausgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen auch die Krankenhausw\u00e4sche f\u00fcr die A-Klinik (die ebenfalls die Voraussetzungen des \u00a7 67 Abs. 1 AO 1977 erf\u00fcllte), ferner ab November 1979 die Krankenhausw\u00e4sche der Privatklinik D gewaschen.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">Die Ums\u00e4tze aus der W\u00e4scherei betrugen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">1977:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 61.202 DM,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">1978:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 87.440 DM und<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">1979:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 98.670 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Aufgrund der nur kostendeckenden Preise wurden keine Gewinne erzielt. Das Verh\u00e4ltnis der W\u00e4schereileistungen f\u00fcr eigene W\u00e4sche und fremde W\u00e4sche wurde, gemessen nach Kilogramm gewaschener W\u00e4sche, wie folgt ermittelt:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">1977:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">Eigene W\u00e4sche:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 78,87 v.H.,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">\u00a0A-Klinik:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 25,13 v.H.;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">\u00a01978:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">Eigene W\u00e4sche:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 68,95 v.H.,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">\u00a0A-Klinik:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 31,05 v.H.;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">\u00a01979:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">Eigene W\u00e4sche:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 68,30 v.H.,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">\u00a0A-Klinik:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 30,38 v.H.,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"607\">Klinik D:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1,32 v.H..<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211; FA -) vertrat die Auffassung, der Kl\u00e4ger unterhalte mehrere wirtschaftliche Gesch\u00e4ftsbetriebe, n\u00e4mlich neben der Krankenanstalt u.a. die W\u00e4scherei, die seit dem 1. April 1977 zu mehr als 20 v.H. Leistungen an Au\u00dfenstehende erbringe. Nur die Krankenanstalt sei Zweckbetrieb gem\u00e4\u00df \u00a7 67 AO 1977, nicht aber auch die W\u00e4scherei.<\/p>\n<p>Das FA unterwarf die Ums\u00e4tze aus der (Fremd-)W\u00e4scherei der Umsatzsteuer (mit dem Regelsteuersatz).<\/p>\n<p>Einspruch und Klage gegen die Umsatzsteuerbescheide 1977 bis 1979 hatten keinen Erfolg.<\/p>\n<p>Mit der Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger Verletzung des \u00a7 4 Nr. 16 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1973 und UStG 1980 sowie des \u00a7 4 Nr. 18 UStG 1973.<\/p>\n<p>Zu \u00a7 4 Nr. 16 UStG 1973\/1980 tr\u00e4gt er im wesentlichen vor: Die Ums\u00e4tze der W\u00e4scherei f\u00fcr die beiden anderen Kliniken seien mit dem Betrieb eines Krankenhauses \u00fcblicherweise eng verbundene Ums\u00e4tze im Sinne der Vorschrift. Das FG habe zu Unrecht die gesetzlichen Formulierungen des UStG 1973 und des UStG 1980 vorbehaltlos gleichgesetzt. Die Fassung des UStG 1980 (&#8222;eng verbunden&#8220;) l\u00f6se sich deutlich noch weiter von einer typisierenden Betrachtungsweise, wie sie schon zu Unrecht auf \u00a7 4 Nr. 16 UStG 1973 unter Bezugnahme auf eine nicht n\u00e4her definierte Verkehrsauffassung vorgenommen worden sei. W\u00e4re diese Gleichstellung richtig, h\u00e4tte es einer Anpassung des UStG zum 1. Januar 1980 an die 6. Richtlinie des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (6. EG-Richtlinie) vom 17. Mai 1977 (Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften &#8211; ABlEG &#8211; L 145\/1) nicht bedurft.<\/p>\n<p>Aufgrund der beabsichtigten Anpassung der Vorschrift an Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. b und Buchst. g der 6. EG-Richtlinie sei die neue Fassung (enge Verbundenheit) so auszulegen, da\u00df den beiden Richtlinienbestimmungen in ihrem Zusammenhang Rechnung getragen werde. Die wechselseitige Dienstleistungshilfe zwischen mehreren gemeinn\u00fctzigen K\u00f6rperschaften sei dem Zweckbetriebscharakter des Krankenhauses (Einrichtung von anerkannt sozialem Charakter i. S. der EG-Richtlinie) enger verbunden i. S. des \u00a7 4 Nr. 16 UStG 1980 als die ggf. in der Praxis verbreitete Verfahrensweise, Krankenhausvorrichtungen den (nicht hilfsbed\u00fcrftigen) Krankenhaus\u00e4rzten f\u00fcr die Aus\u00fcbung ihrer freiberuflichen T\u00e4tigkeit gegen Entgelt zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Welche Ums\u00e4tze &#8222;\u00fcblicherweise&#8220; mit dem Betrieb eines Krankenhauses verbunden seien (\u00a7 4 Nr. 16 UStG 1973), m\u00fcsse vor allem wertend unter Ber\u00fccksichtigung des sozialen F\u00f6rderungscharakters der gesetzlichen Steuerbefreiungen und etwa sogar bestehender gesetzlicher Auflagen (hier z.B. \u00a7 6 des Krankenhausgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen) bestimmt werden und nicht nach einer vorgeblich typisierenden Betrachtungsweise. Es sei keine sachgerechte Gesetzesauslegung, das als un\u00fcblich zu bezeichnen, was Krankenh\u00e4user in Ausf\u00fchrung gesetzlicher Auflagen leisteten. Schon vom Sachverhalt her sei es eine ungerechtfertigte, unzutreffende Unterstellung, W\u00e4schereileistungen f\u00fcr ein anderes Krankenhaus als nicht typisch zu beurteilen, wie beispielhaft die in Kopie beigef\u00fcgte Landtagsdrucksache Nordrhein-Westfalen Nr. 9\/2.324 vom 24. Januar 1983 ausweise. Im \u00fcbrigen k\u00f6nne das, was f\u00fcr ein bestimmtes Krankenhaus typisch sei, nur nach der individuellen Struktur des betreffenden Hauses beurteilt werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich habe das FG \u00a7 4 Nr. 16 UStG 1973 zu Unrecht im Hinblick auf die &#8222;Wettbewerbsneutralit\u00e4t und die Besteuerung anderer Wascheinrichtungen&#8220; einengend ausgelegt. Ein derartiges Argument, das zudem im Wortlaut der Vorschrift keine St\u00fctze habe, k\u00f6nne allenfalls dann von einiger Bedeutung sein, wenn sich das betreffende Krankenhaus mit eigener Wascheinrichtung damit am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligte. Davon k\u00f6nne indessen gerade nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Rechtsprechung (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 29. August 1984 I R 68\/81, BFHE 142, 234, BStBl II 1985, 120) keine Rede sein. Da\u00df die Dienstleistungshilfe zwischen gemeinn\u00fctzigen K\u00f6rperschaften und insbesondere Einrichtungen der Wohlfahrtspflege nicht an diesem Ma\u00dfstab zu messen sei, ergebe sich dar\u00fcber hinaus aus \u00a7 58 AO 1977.<\/p>\n<p>Zu \u00a7 4 Nr. 18 UStG 1973 tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger im wesentlichen vor:<\/p>\n<p>Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. g der 6. EG-Richtlinie schlie\u00dfe die Leistungen einer anerkannten Organisation der freien Wohlfahrtspflege an die andere ein. Zu Unrecht nehme das FG insbesondere an, \u00a7 4 Nr. 18 UStG 1973 sei nicht erf\u00fcllt, weil die Waschleistungen an die anderen Kliniken nicht &#8222;unmittelbar&#8220;, sondern allenfalls mittelbar den Patienten (sowohl den eigenen als auch denen der anderen Kliniken) zugute komme. Das widerspreche dem Urteil des BFH vom 8. Juli 1971 V R 1\/68 (BFHE 103, 247, BStBl II 1972, 70). Dem habe sich neuerdings sehr deutlich und generell die Verwaltung in den Umsatzsteuer-Richtlinien (UStR) angeschlossen.<\/p>\n<p>In der m\u00fcndlichen Verhandlung hat sich der Kl\u00e4ger zus\u00e4tzlich noch auf \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 berufen und geltend gemacht, die W\u00e4schereileistungen f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user w\u00fcrden im Rahmen eines sog. Zweckbetriebs i. S. von \u00a7 66 AO 1977 ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Umsatzsteuer 1977, 1978 und 1979 auf 0 DM festzusetzen.<\/p>\n<p>Das FA tritt der Revision entgegen.<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Die Revision ist unbegr\u00fcndet. Das FG hat zutreffend das Eingreifen der Befreiungsvorschriften des \u00a7 4 Nrn. 16 und 18 UStG 1973 verneint. Dar\u00fcber hinaus hat die Revision auch nicht teilweise Erfolg, weil auch die &#8211; im bisherigen Verfahren nicht gepr\u00fcfte &#8211; Vorschrift des \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 (erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz f\u00fcr Leistungen der K\u00f6rperschaften, die ausschlie\u00dflich und unmittelbar beg\u00fcnstigte Zwecke verfolgen) nicht eingreift.<\/p>\n<p>1. Nach \u00a7 4 Nr. 16 UStG 1973 sind steuerfrei: Die mit dem Betrieb (u.a.) der Krankenh\u00e4user \u00fcblicherweise verbundenen Ums\u00e4tze (die weiteren Voraussetzungen nach Buchst. b der Vorschrift sind nicht fraglich).<\/p>\n<p>Mit dem Betrieb der Krankenh\u00e4user \u00fcblicherweise verbundene Ums\u00e4tze sind nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 1. Dezember 1977 V R 37\/75, BFHE 124, 103, BStBl II 1978, 173) Krankenhausleistungen, die regelm\u00e4\u00dfig und allgemein bei dem laufenden Betrieb des Krankenhauses vorkommen, f\u00fcr diesen typisch sind und damit unmittelbar oder mittelbar zusammenh\u00e4ngen. Im Anschlu\u00df an diese Auslegung hat das FG ohne Rechtsversto\u00df die Leistungen der W\u00e4scherei an andere Krankenh\u00e4user als nicht befreit &#8211; weil nicht \u00fcblicherweise mit dem Betrieb eines Krankenhauses verbunden &#8211; behandelt. Ums\u00e4tze (also Leistungen gegen Entgelt), die \u00fcblicherweise mit dem Betrieb der Krankenh\u00e4user verbunden sind, sind grunds\u00e4tzlich solche, die an die Patienten als Benutzer der Krankenh\u00e4user ausgef\u00fchrt werden. Dies ergibt sich nicht nur aus dem Wortlaut, sondern auch aus dem Zweck der Befreiungsvorschrift, die nach dem vorbezeichneten Urteil in BFHE 124, 103, BStBl II 1978, 173 die Sozialversicherungstr\u00e4ger als Kostentr\u00e4ger f\u00fcr ihre Versicherten (und, typisierend, die selbst zahlenden Privatpatienten), nicht aber den Tr\u00e4ger eines Krankenhauses beg\u00fcnstigen soll. Die aus Erw\u00e4gungen der kostendeckenden Auslastung der Anstaltsw\u00e4scherei angeordneten W\u00e4schereileistungen f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user sind aber unmittelbar auf die Interessen des Krankenhaustr\u00e4gers zugeschnitten und damit nicht vom Beg\u00fcnstigungszweck der Vorschrift erfa\u00dft. Die Fremdleistungen des W\u00e4schereibetriebs sind jedenfalls keine Leistungen, die mit den Krankenhausleistungen an die Patienten des Krankenhauses des Kl\u00e4gers \u00fcblicherweise zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Aus der Anpassung der Fassung des \u00a7 4 Nr. 16 &#8211; im Streitfall noch nicht einschl\u00e4gigen &#8211; UStG 1980 und aus den dahinterstehenden Bestimmungen des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. b und g der 6. EG-Richtlinie ergibt sich nichts Abweichendes f\u00fcr die Auslegung der Vorschrift. Soweit der Hinweis des Kl\u00e4gers auf die Richtlinienbestimmungen als Berufung auf die zum 1. Januar 1980 versp\u00e4tet umgesetzte Richtlinie f\u00fcr die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1978 und vom 1. Januar bis 31. Dezember 1979 gewertet werden sollte (vgl. dazu Urteil des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften &#8211; EuGH &#8211; vom 14. Juli 1988 Rs. 207\/87, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211; UR &#8211; 1989, 118), geht diese Berufung ins Leere. Zum einen sind die Leistungen, deren Befreiung der Kl\u00e4ger beantragt, gerade nicht &#8222;inhaltlich unbedingt und hinreichend genau&#8220; von der Richtlinienbestimmung erfa\u00dft. Die in Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. b der 6. EG-Richtlinie verlangte enge Verbindung mit der &#8222;Krankenhausbehandlung&#8220; und der &#8222;\u00e4rztlichen Heilbehandlung&#8220; l\u00e4\u00dft sich hinsichtlich der W\u00e4schereiums\u00e4tze jedenfalls nicht aus der Bestimmung ableiten. Zum anderen fehlt es daran, da\u00df die Richtlinienregelung dem betroffenen Steuerpflichtigen g\u00fcnstiger als das nationale Recht ist. Denn nach Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchst. b der 6. EG-Richtlinie sind Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst\u00e4nden von der in Absatz 1 Buchst. b, g (und anderen) vorgesehenen Steuerbefreiung ausgeschlossen, wenn<\/p>\n<p>&#8211; sie zur Aus\u00fcbung der T\u00e4tigkeiten, f\u00fcr die Steuerbefreiungen gew\u00e4hrt wird, nicht unerl\u00e4\u00dflich sind;<\/p>\n<p>&#8211; sie im wesentlichen dazu bestimmt sind, der Einrichtung zus\u00e4tzliche Einnahmen durch T\u00e4tigkeiten zu verschaffen, die im unmittelbaren Wettbewerb mit T\u00e4tigkeiten von der Mehrwertsteuer unterliegenden gewerblichen Unternehmen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Soweit (bei W\u00e4schereileistungen eines Krankenhauses an andere Krankenhaustr\u00e4ger) nicht schon die erstgenannte Einschr\u00e4nkung greift, kommt die Beg\u00fcnstigung jedenfalls deshalb nicht zum Zuge, weil die W\u00e4schereit\u00e4tigkeit der Krankenhausw\u00e4scherei im unmittelbaren Wettbewerb mit der T\u00e4tigkeit von gewerblichen W\u00e4schereiunternehmen steht. Da die Wettbewerbsklausel der Richtlinienbestimmung t\u00e4tigkeitsbezogen ist und nur auf &#8222;zus\u00e4tzliche Einnahmen&#8220;, nicht also Gewinne, gerichtet ist, kommt es auf die sonstigen, mit der W\u00e4schereileistung f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user verfolgten Zwecke nicht an. Ebensowenig ist grunds\u00e4tzlich der &#8222;Marktanteil&#8220; der Krankenhausw\u00e4scherei ma\u00dfgebend (auf den offenbar die vom Kl\u00e4ger herangezogene Landtagsdrucksache abstellt).<\/p>\n<p>2. Revisionsrechtlich ist das Urteil auch nicht zu beanstanden, soweit es die Voraussetzungen des \u00a7 4 Nr. 18 UStG 1973 als nicht erf\u00fcllt ansieht.<\/p>\n<p>Nach dieser Vorschrift sind von den steuerbaren Ums\u00e4tzen steuerfrei: Die Leistungen der amtlich anerkannten Verb\u00e4nde der freien Wohlfahrtspflege und der der freien Wohlfahrtspflege dienenden K\u00f6rperschaften, Personenvereinigungen und Verm\u00f6gensmassen, die einem Wohlfahrtsverband als Mitglied angeschlossen sind, wenn<\/p>\n<p>a) diese Unternehmer ausschlie\u00dflich und unmittelbar gemeinn\u00fctzigen, mildt\u00e4tigen oder kirchlichen Zwecken dienen,<\/p>\n<p>b) die Leistungen unmittelbar dem nach der Satzung, Stiftung oder sonstigen Verfassung beg\u00fcnstigten Personenkreis zugute kommen und<\/p>\n<p>c) die Entgelte f\u00fcr die in Betracht kommenden Leistungen hinter den durchschnittlich f\u00fcr gleichartige Leistungen von Erwerbsunternehmen verlangten Entgelten zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n<p>Das FG hat zutreffend ausgef\u00fchrt, da\u00df die W\u00e4schereileistungen an andere Krankenh\u00e4user nicht i. S. des \u00a7 4 Nr. 18 Satz 1 Buchst. b UStG 1973 unmittelbar dem beg\u00fcnstigten Personenkreis (im wesentlichen Patienten des Krankenhauses) zugute kommen. Nach der Rechtsprechung des Senats wird das Merkmal der Unmittelbarkeit durch die jeweiligen Leistungsbeziehungen bestimmt (vgl. BFH, Urteil vom 26. Oktober 1989 V R 25\/84, BFHE 158, 488, BStBl II 1990, 98, m. Nachw.). Erw\u00e4gungen des Gemeinn\u00fctzigkeitsrechts der AO 1977 k\u00f6nnen zur Auslegung des \u00a7 4 Nr. 18 UStG insoweit nicht herangezogen werden.<\/p>\n<p>Der Hinweis des Kl\u00e4gers auf das BFH-Urteil vom 8. Juli 1971 V R 1\/68 (BFHE 103, 247, BStBl II 1972, 70) und Abschn. 103 UStR st\u00fctzt sein Begehren nicht. Der Senat kann offenlassen, ob er die Auslegung des Begriffs der Unmittelbarkeit hinsichtlich beider Tatbestandsvoraussetzungen des \u00a7 4 Nr. 18 Satz 1 Buchst. a und b UStG 1973 durch das vorbezeichnete Urteil weiterhin f\u00fcr zutreffend h\u00e4lt. Denn die Leistungen der W\u00e4scherei des Kl\u00e4gers an die Krankenh\u00e4user anderer Tr\u00e4ger sind mit der Personalgestellung an Tr\u00e4ger anderer gemeinn\u00fctziger Einrichtungen zur Erf\u00fcllung des eigenen satzungsm\u00e4\u00dfigen Zwecks (vgl. auch \u00a7 58 Nr. 3 AO 1977) nicht vergleichbar. Im vorliegenden Fall, der W\u00e4scherei f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user, handelt es sich nur um Leistungen, die unmittelbar den jeweiligen Krankenhaustr\u00e4gern zugute kommen. Diese erst verwenden die W\u00e4sche unmittelbar zugunsten ihrer Patienten.<\/p>\n<p>3. Dem Revisionsantrag des Kl\u00e4gers kann auch nicht (teilweise) nach \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 entsprochen werden.<\/p>\n<p>Nach dieser Vorschrift erm\u00e4\u00dfigt sich die Steuer auf den halben Steuersatz (bis 31. Dezember 1977:5,5 v.H., vom 1. Januar 1978 bis 30. Juni 1979: 6 v.H., ab 1. Juli 1979: 6,5 v.H.) f\u00fcr die Leistungen der K\u00f6rperschaften, die ausschlie\u00dflich und unmittelbar gemeinn\u00fctzige, mildt\u00e4tige oder kirchliche Zwecke verfolgen (\u00a7\u00a7 51 bis 68 AO 1977). Das gilt nicht f\u00fcr Leistungen, die im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch\u00e4ftsbetriebs ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die (entgeltlichen) Leistungen des W\u00e4schereibetriebs an andere Krankenh\u00e4user wurden im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch\u00e4ftsbetriebs (\u00a7 14 AO 1977) ausgef\u00fchrt. Die (beg\u00fcnstigenden) Voraussetzungen eines Zweckbetriebs i. S. von \u00a7\u00a7 64 ff. AO 1977 sind nicht erf\u00fcllt. \u00a7 64 AO 1977 sieht folgendes vor: Schlie\u00dft das Gesetz die Steuerverg\u00fcnstigung insoweit aus, als ein wirtschaftlicher Gesch\u00e4ftsbetrieb (\u00a7 14 AO 1977) unterhalten wird, so verliert die K\u00f6rperschaft f\u00fcr die Werte (Verm\u00f6gen, Eink\u00fcnfte, Ums\u00e4tze), die zu diesem Betrieb geh\u00f6ren, die Steuerverg\u00fcnstigung, soweit nicht ein Zweckbetrieb (\u00a7\u00a7 65 bis 68 AO 1977) gegeben ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr Krankenh\u00e4user richtet sich die Anerkennung als Zweckbetrieb nach der Spezialregelung des \u00a7 67 AO 1977 (gegen\u00fcber der Grundsatzregelung des \u00a7 65 AO 1977). Nach \u00a7 67 AO 1977 ist ein Krankenhaus, das in den Anwendungsbereich der BPflV f\u00e4llt, ein Zweckbetrieb, wenn mindestens 40 v.H. der j\u00e4hrlichen Pflegetage auf Patienten entfallen, bei denen nur Entgelte f\u00fcr allgemeine Krankenhausleistungen (\u00a7\u00a7 5, 6 und 21 BPflV) berechnet werden.<\/p>\n<p>Der Begriff &#8222;Krankenhaus&#8220; ist weder in \u00a7 67 AO 1977 noch in sonstigen Steuergesetzen definiert. \u00a7 67 AO 1977 bezieht sich indes auf den Anwendungsbereich der BPflV (in der hier ma\u00dfgeblichen Fassung vom 25. April 1973, BGBl I 1973, 333), die auf \u00a7 10 des Gesetzes zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenh\u00e4user und zur Regelung der Krankenhauspfleges\u00e4tze vom 29. Juni 1972 &#8211; KHG &#8211; (BGBl I 1972, 1.009) beruht. \u00a7 2 Nr. 1 KHG definiert Krankenh\u00e4user als Einrichtungen, in denen durch \u00e4rztliche und pflegerische Hilfeleistungen Krankheiten, Leiden oder K\u00f6rpersch\u00e4den festgestellt, geheilt oder gelindert werden sollen oder Geburtshilfe geleistet wird und in denen die zu versorgenden Personen untergebracht oder verpflegt werden k\u00f6nnen. Diese Definition gilt (gedeckt durch die mittelbare Bezugnahme in \u00a7 67 AO 1977) allgemein im Steuerrecht (vgl. ferner Abschn. 82 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211; EStR &#8211; zu \u00a7 7f des Einkommensteuergesetzes &#8211; EStG -; Scholtz in Koch, Abgabenordnung, 3. Aufl., 1986, \u00a7 67 Rz. 3; DWT Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft, &#8222;Die Besteuerung der Krankenh\u00e4user&#8220; 1988, S. 12, m. w. N.).<\/p>\n<p>Nur in diesem Umfang ist \u00a7 67 AO 1977 Spezialregelung zur allgemeinen Definition des Zweckbetriebs durch \u00a7 65 AO 1977. Eine wirtschaftliche Bet\u00e4tigung mit anderem Gegenstand f\u00fchrt als wirtschaftlicher Gesch\u00e4ftsbetrieb insoweit jeweils zur Steuerpflicht bzw. zur Anwendung des vollen Steuersatzes nach den einschl\u00e4gigen Vorschriften (z.B. \u00a7 5 Abs. 1 Nr. 9 des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes &#8211; KStG &#8211; 1977, \u00a7 3 Nr. 6 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes &#8211; GewStG -, \u00a7 3 Abs. 1 Nr. 12 Satz 2 des Verm\u00f6gensteuergesetzes &#8211; VStG -, \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973), sofern dieser (weitere) Betrieb nicht als Zweckbetrieb nach \u00a7\u00a7 65 bis 68 AO 1977 beurteilt werden kann (vgl. auch DWT, Die Besteuerung der Krankenh\u00e4user, S. 45 ff.).<\/p>\n<p>Da\u00df der wirtschaftliche Gesch\u00e4ftsbetrieb &#8222;W\u00e4schereieinrichtung&#8220; nach \u00a7 66 AO 1977 als Einrichtung der Wohlfahrtspflege Zweckbetrieb ist, hat das FG in anderem Zusammenhang zutreffend verneint (Urteil S. 11). Eine Behandlung des W\u00e4schereibetriebs als Zweckbetrieb der Wohlfahrtspflege scheitert schon daran, da\u00df die Voraussetzung des \u00a7 66 Abs. 2 AO 1977: &#8222;planm\u00e4\u00dfige, zum Wohle der Allgemeinheit und nicht des Erwerbes wegen ausge\u00fcbte Sorge f\u00fcr &#8230;&#8220; nicht erf\u00fcllt ist. Die W\u00e4schereileistungen f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user dienen im Streitfall vielmehr planm\u00e4\u00dfig eigenwirtschaftlichen Zwecken des Kl\u00e4gers, n\u00e4mlich der Erzielung von Einnahmen und der Auslastung der W\u00e4scherei.<\/p>\n<p>Der W\u00e4schereibetrieb kann nicht nach \u00a7 68 Nr. 2 AO 1977 als Zweckbetrieb beurteilt werden. Nach dieser Vorschrift kommen als Zweckbetriebe insbesondere in Betracht:<\/p>\n<p>a) Landwirtschaftliche Betriebe und G\u00e4rtnereien, die der Selbstversorgung von K\u00f6rperschaften dienen und dadurch die sachgem\u00e4\u00dfe Ern\u00e4hrung und ausreichende Versorgung von Anstaltsangeh\u00f6rigen sichern,<\/p>\n<p>b) andere Einrichtungen, die f\u00fcr die Selbstversorgung von K\u00f6rperschaften erforderlich sind, wie Tischlereien, Schlossereien,<\/p>\n<p>wenn die Lieferungen und sonstigen Leistungen dieser Einrichtungen an Au\u00dfenstehende dem Wert nach 20 v.H. der gesamten Lieferungen und sonstigen Leistungen des Betriebes &#8211; einschlie\u00dflich der an die K\u00f6rperschaft selbst bewirkten &#8211; nicht \u00fcbersteigen. Die Regelung betrifft insgesamt sog. Selbstversorgungsbetriebe (vgl. Scholtz in Koch, a.a.O., \u00a7 68 Rz. 4).<\/p>\n<p>Der W\u00e4schereibetrieb ist also dem Grunde nach eine Einrichtung zur Selbstversorgung des Krankenhausbetriebs des Kl\u00e4gers. Das vom FG festgestellte Verh\u00e4ltnis der W\u00e4schereileistungen f\u00fcr den eigenen Bedarf zu den Leistungen f\u00fcr andere Krankenh\u00e4user zeigt aber, da\u00df die Leistungen der W\u00e4scherei an Au\u00dfenstehende dem Wert nach 20 v.H. der gesamten sonstigen Leistungen \u00fcbersteigen. Da das FG im Anschlu\u00df an das FA die (unentgeltlichen) Leistungen an den eigenen Krankenhausbetrieb des Kl\u00e4gers selbst und die (entgeltlichen) Leistungen an die anderen Krankenh\u00e4user anhand des einheitlichen Ma\u00dfstabs der Menge gewaschener W\u00e4sche ermittelte (vgl. dazu Glanegger\/G\u00fcroff, Gewerbesteuergesetz, 1988, \u00a7 3 Anm. 98), ist seine Feststellung, da\u00df die &#8222;Fremdleistungen&#8220; 20 v.H. der gesamten W\u00e4schereileistung \u00fcbersteigen, nicht zu beanstanden.<\/p>\n<p>&#8222;Au\u00dfenstehende&#8220; (vorher in \u00a7 9 Abs. 2 GemV: &#8222;Dritte&#8220;) &#8211; jeweils nicht definiert &#8211; sind nach dem Sinnzusammenhang der Vorschrift andere als die K\u00f6rperschaft (als Selbstversorger) selbst, deren Angeh\u00f6rige (vgl. Scholtz in Koch, a.a.O., \u00a7 68 Rz. 4) oder die beg\u00fcnstigten Benutzer. Da\u00df die anderen Krankenh\u00e4user als Empf\u00e4nger der W\u00e4schereileistungen ebenfalls beg\u00fcnstigte Krankenh\u00e4user (Zweckbetriebe i. S. des \u00a7 67 AO 1977) waren, f\u00fchrt nicht zur Annahme eines Zweckbetriebs nach \u00a7 68 Nr. 2 AO 1977. Die ausdehnende Rechtsprechung zur unmittelbaren Zweckverfolgung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 51, 57 AO 1977 (vgl. BFHE 103, 247, BStBl II 1972, 70) bei Leistungen an andere, gemeinn\u00fctzigen Zwecken dienende Einrichtungen kann nicht auf die Frage des &#8222;beg\u00fcnstigten&#8220; Empf\u00e4ngerkreises im Rahmen der Wettbewerbsklausel als Zweckbetriebsvoraussetzung (zur Abgrenzung der partiellen Steuerpflicht) zus\u00e4tzlich angewendet werden.<\/p>\n<p>\u00a7 68 Nr. 2 AO 1977 ist insbesondere auch die spezielle Regelung zu \u00a7 65 Nr. 3 AO 1977, also zum (sch\u00e4dlichen) Merkmal des Wettbewerbs zu nicht beg\u00fcnstigten Betrieben &#8222;in gr\u00f6\u00dferem Umfang &#8230;, als es bei Erf\u00fcllung der steuerbeg\u00fcnstigten Zwecke unvermeidbar ist&#8220;. Daher kommt es &#8211; die Unvermeidbarkeit bis zu dem angegebenen Satz von 20 v.H. letztlich unterstellt &#8211; auf die Merkmale des \u00a7 65 Nr. 3 AO 1977 im \u00fcbrigen nicht an (vgl. Rader, ABC der Gemeinn\u00fctzigkeit, 2. Aufl., 1987, unter &#8222;Selbstversorgungseinrichtung&#8220;; Tipke\/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 13. Aufl., \u00a7 68 AO 1977 Tz. 3; Scholtz in Koch, a.a.O., \u00a7 68 Rz. 2).<\/p>\n<p>\u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 beg\u00fcnstigt somit nicht die W\u00e4schereileistungen, da sie im Rahmen eines wirtschaftlichen Gesch\u00e4ftsbetriebs und nicht eines Zweckbetriebs ausgef\u00fchrt wurden. Sie sind nicht mit dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz zu erfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 18.10.1990 (V R 35\/85) BStBl. 1991 II S. 157 Leistungen der W\u00e4scherei eines Krankenhauses (das die Voraussetzungen des \u00a7 67 AO 1977 erf\u00fcllt) sind weder nach \u00a7 4 Nrn. 16 oder 18 UStG 1973 noch nach \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG 1973 beg\u00fcnstigt. 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