{"id":61217,"date":"2013-11-28T20:41:42","date_gmt":"2013-11-28T18:41:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61217"},"modified":"2013-11-28T20:41:42","modified_gmt":"2013-11-28T18:41:42","slug":"iii-b-53-13-nachweis-der-voraussetzungen-eines-kindergeldanspruchs-nach-par-62-abs-1-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-53-13-nachweis-der-voraussetzungen-eines-kindergeldanspruchs-nach-par-62-abs-1-estg\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;53\/13 &#8211; Nachweis der Voraussetzungen eines Kindergeldanspruchs nach &sect; 62 Abs. 1 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.9.2013, III B 53\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Nachweis der Voraussetzungen eines Kindergeldanspruchs nach &sect; 62 Abs. 1 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter zweier am im Mai 1995 und im November 2001 geborener Kinder, f&uuml;r die sie im Streitzeitraum Februar 2008 bis Januar 2009 Kindergeld bezog.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Beklagten und Beschwerdegegnerin (die Familienkasse) aufgrund eines Meldedatenabgleichs bekannt wurde, dass die Kl&auml;gerin mit ihren Kindern seit dem &#8230; Januar 2008 nach Mittelamerika, verzogen war, wo sie als Lehrerin an einer deutschen Schule arbeitete, hob sie die Kindergeldfestsetzung mit Bescheid vom 9.&nbsp;Februar 2009 ab Februar 2008 auf und forderte das f&uuml;r den Zeitraum Februar 2008 bis Januar 2009 bereits ausbezahlte Kindergeld von der Kl&auml;gerin zur&uuml;ck. Den hiergegen gerichteten Einspruch wies die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Oktober 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Nach ihrer Eheschlie&szlig;ung meldete sich die Kl&auml;gerin am 2.&nbsp;Juli 2009 erneut in der Bundesrepublik Deutschland an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem gegen den R&uuml;ckforderungsbescheid f&uuml;r den Zeitraum Februar 2008 bis Januar 2009 gef&uuml;hrten Klageverfahren legte die Kl&auml;gerin ihre Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2007 und 2008 vor. Aus dem Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2008 ergaben sich dabei keine inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehrt die Kl&auml;gerin die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Familienkasse &#8230; der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist aufgrund eines Organisationsaktes (Beschluss des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Nr.&nbsp;21\/2013 vom 18.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;11 des Finanzverwaltungsgesetzes, Amtliche Nachrichten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Ausgabe Mai 2013, S.&nbsp;6&nbsp;ff., Nr.&nbsp;1 der Anlage 2) im Wege des gesetzlichen Parteiwechsels in die Beteiligtenstellung der Agentur f&uuml;r Arbeit &#8230;&nbsp;&nbsp;&#8211;Familienkasse&#8211; eingetreten (s. dazu Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 V&nbsp;B&nbsp;17\/10, BFH\/NV 2011, 1105, unter II.A.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtsfrage hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn ihre Beantwortung durch den BFH aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei soll es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein muss. Eine Rechtsfrage ist nicht mehr kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie bereits durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen (z.B. BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;B&nbsp;75\/05, BFH\/NV 2006, 2243).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Davon ausgehend fehlt es der von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Frage, wie der Nachweis der unbeschr&auml;nkten Einkommensteuerpflicht zu f&uuml;hren ist, an ihrer Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Grunds&auml;tze, nach denen sich bestimmt, ob jemand einen Wohnsitz (&sect;&nbsp;8 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) im Inland hat, sind durch langj&auml;hrige Rechtsprechung gekl&auml;rt (z.B. Senatsurteil vom 20.&nbsp;November 2008 III&nbsp;R&nbsp;53\/05, BFH\/NV 2009, 564). Nach &sect;&nbsp;8 AO hat jemand einen Wohnsitz dort, wo er eine Wohnung unter Umst&auml;nden innehat, die darauf schlie&szlig;en lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist nach den objektiven Umst&auml;nden zu beurteilen. Melderechtliche Angaben sind unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Umstand, der auf die Beibehaltung und Benutzung der Wohnung schlie&szlig;en l&auml;sst, ist die voraussichtliche Nutzungsdauer. Als Anhaltspunkt f&uuml;r die Beibehaltung und Nutzung ist regelm&auml;&szlig;ig auf die Sechsmonatsfrist des &sect;&nbsp;9 Satz&nbsp;2 AO zur&uuml;ckzugreifen, da in dieser Frist zum Ausdruck kommt, ab welcher Zeitdauer ein Aufenthalt nicht mehr nur vor&uuml;bergehend ist. Dies ist auch f&uuml;r &sect;&nbsp;8 AO ma&szlig;gebend, weil eine nur vor&uuml;bergehende Nutzung einer Wohnung keinen Wohnsitz begr&uuml;ndet (Senatsurteil vom 22.&nbsp;August 2007 III&nbsp;R&nbsp;89\/06, BFH\/NV 2008, 351).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei von vornherein auf mehr als ein Jahr angelegten Auslandsaufenthalten reichen kurzzeitige Besuche und sonstige kurzfristige Aufenthalte zu Urlaubs-, Berufs- oder famili&auml;ren Zwecken, die nicht einem Aufenthalt mit Wohncharakter gleichkommen und daher nicht &quot;zwischenzeitliches Wohnen&quot; in der bisherigen Wohnung bedeuten, nicht f&uuml;r die Annahme aus, der Inlandswohnsitz werde aufrechterhalten. Denn nicht nur die objektiven Wohnverh&auml;ltnisse m&uuml;ssen die M&ouml;glichkeit eines l&auml;ngeren Wohnens bieten. Insbesondere darf die Anwesenheit im Inland nicht nur Besuchscharakter haben (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;November 2000 VI&nbsp;R&nbsp;107\/99, BFHE 193, 558, BStBl II 2001, 294). Die Beurteilung, ob objektiv erkennbare Umst&auml;nde auf eine Beibehaltung und Nutzung der Wohnung schlie&szlig;en lassen, liegt weitgehend auf tats&auml;chlichem Gebiet. Insoweit ist der BFH als Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an die vom FG festgestellten Tatsachen und deren W&uuml;rdigung durch das FG gebunden. Er kann die Schlussfolgerungen des FG nur auf Verst&ouml;&szlig;e gegen die Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze hin &uuml;berpr&uuml;fen (Senatsurteil in BFH\/NV 2008, 351).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bereits aus dem Gesetz ergibt sich, dass eine unbeschr&auml;nkte Einkommensteuerpflicht nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nur bei deutschen Staatsangeh&ouml;rigen in Betracht kommt, die im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben und zu einer inl&auml;ndischen juristischen Person des &ouml;ffentlichen Rechts in einem Dienstverh&auml;ltnis stehen und Arbeitslohn aus einer inl&auml;ndischen &ouml;ffentlichen Kasse beziehen. Ein Dienstverh&auml;ltnis ist dabei anzunehmen, wenn der Angestellte (Besch&auml;ftigte) dem Arbeitgeber (&ouml;ffentliche K&ouml;rperschaft, Unternehmer, Haushaltsvorstand) seine Arbeitskraft schuldet (vgl. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 der Lohnsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung), d.h. wenn die t&auml;tige Person unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im gesch&auml;ftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso gekl&auml;rt ist, dass eine Lehrkraft nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 EStG unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig ist, wenn sich aus dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse ergibt, dass sie unter Fortfall ihrer Dienstbez&uuml;ge vom inl&auml;ndischen Arbeitgeber beurlaubt und von einem ausl&auml;ndischen Schultr&auml;ger angestellt ist, um an einer Schule im Ausland zu unterrichten (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1988 I&nbsp;R&nbsp;96\/84, BFHE 153, 215, BStBl II 1988, 768).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich ist auch gekl&auml;rt, dass eine Kindergeldberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG nur in Betracht kommt, wenn der Anspruchsteller aufgrund eines entsprechenden Antrags vom zust&auml;ndigen Finanzamt (FA) nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt wurde (Senatsurteil vom 24.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;R&nbsp;14\/10, BFHE 237, 239, BStBl II 2012, 897). Die Tatsache allein, dass im Einkommensteuerbescheid von einer unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht ausgegangen wurde, besagt nicht notwendigerweise, dass es sich um eine Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG gehandelt hat. Vielmehr kann einem solchen Bescheid z.B. auch eine &#8211;f&uuml;r die Familienkasse und das FG nicht bindende&#8211; unzutreffende Bejahung der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 EStG zugrunde liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Nachweis, dass das FA den Anspruchsteller nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG behandelt hat, kann insbesondere dadurch gef&uuml;hrt werden, dass sich dies unmittelbar aus dem Wortlaut oder Inhalt des Steuerbescheids selbst ergibt. Ist dies nicht der Fall, kommt es darauf an, ob der Anspruchsteller dem ihm gegen&uuml;ber ergangenen Einkommensteuerbescheid nach den ihm im Laufe des Veranlagungsverfahrens bekannt gewordenen Umst&auml;nden den Erkl&auml;rungsgehalt beimessen konnte, dass es sich um eine Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG handelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Neue Gesichtspunkte, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser bereits gekl&auml;rten Rechtsfragen durch den BFH erforderlich machen w&uuml;rden, sind nicht erkennbar. Insbesondere ergeben sich solche Gesichtspunkte nicht daraus, dass das FG den Einkommensteuerbescheid 2008 und das sich hieraus ergebende Fehlen von inl&auml;ndischen Eink&uuml;nften nicht f&uuml;r ausreichend gehalten hat, um das Vorliegen der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 EStG nachzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.9.2013, III B 53\/13 Nachweis der Voraussetzungen eines Kindergeldanspruchs nach &sect; 62 Abs. 1 EStG Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter zweier am im Mai 1995 und im November 2001 geborener Kinder, f&uuml;r die sie im Streitzeitraum Februar 2008 bis Januar 2009 Kindergeld bezog. 2&nbsp; Nachdem der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-53-13-nachweis-der-voraussetzungen-eines-kindergeldanspruchs-nach-par-62-abs-1-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;53\/13 &#8211; Nachweis der Voraussetzungen eines Kindergeldanspruchs nach &sect; 62 Abs. 1 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61217","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61217"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61217\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}