{"id":61394,"date":"2013-12-19T17:38:42","date_gmt":"2013-12-19T15:38:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61394"},"modified":"2013-12-19T17:38:42","modified_gmt":"2013-12-19T15:38:42","slug":"ix-r-25-11-nutzung-zu-eigenen-wohnzwecken-par-4-satz-1-eigzulg-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-25-11-nutzung-zu-eigenen-wohnzwecken-par-4-satz-1-eigzulg-15\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;25\/11 &#8211; Nutzung zu eigenen Wohnzwecken (&sect; 4 Satz 1 EigZulG)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.1.2013, IX R 25\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Nutzung zu eigenen Wohnzwecken (&sect; 4 Satz 1 EigZulG)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren seit 1997 Eigent&uuml;mer eines Einfamilienhauses, einem Altbau mit 58&nbsp;qm Wohnfl&auml;che im Erdgeschoss und 40&nbsp;qm im Obergeschoss. An dem Objekt nahmen die Kl&auml;ger &#8211;nach Ma&szlig;gabe der 2001 erteilten Baugenehmigung&#8211; in der Zeit von 2001 bis 2005 umfassende Bauma&szlig;nahmen vor: Die zur Gartenseite gelegenen Au&szlig;enw&auml;nde wurden abgerissen und durch solche mit voller Geschossh&ouml;he ersetzt. Die Dachkonstruktion wurde ver&auml;ndert. Eine Solaranlage und eine W&auml;rmepumpe wurden eingebaut. An der Erdgeschosswohnung wurde ein Wintergarten angebaut. Weiterhin wurde ein Anbau errichtet, in welchem sich u.a. das neue Treppenhaus befindet. Die R&auml;umlichkeiten im Erd- und Obergeschoss sind ausschlie&szlig;lich &uuml;ber das neue Treppenhaus zu erreichen und durch Wohnungsabschlusst&uuml;ren abgeschlossen. Das bisherige Treppenhaus wurde im Erdgeschoss durch einen Deckeneinzug und im Obergeschoss durch einen Wandeinzug verschlossen. Es dient im Erdgeschoss noch als Zugang zum Keller und im Obergeschoss als Zugang zum Speicher.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Umbau betr&auml;gt die Wohnfl&auml;che im Erdgeschoss 92&nbsp;qm und im Obergeschoss 75&nbsp;qm. In beiden Etagen befinden sich sanit&auml;re Einrichtungen und K&uuml;chenanschl&uuml;sse. Die Baukosten f&uuml;r die gesamten Ma&szlig;nahmen betrugen 164.028,68&nbsp;EUR. Das Objekt wird nach wie vor dem Umbau von den Kl&auml;gern und ihren drei minderj&auml;hrigen Kindern bewohnt. Im Erdgeschoss befinden sich K&uuml;che, Bad, Diele, Wohn- und Arbeitszimmer, im Obergeschoss Bad, Eltern- und Kinderschlafzimmer. Die K&uuml;che im Obergeschoss ist nicht eingerichtet; der Raum wird als Kinderzimmer genutzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom Dezember 2006 beantragten die Kl&auml;ger die erh&ouml;hte Eigenheimzulage mit &ouml;kologischer Zusatzf&ouml;rderung ab 2006. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte den Antrag ab. Denn es sei keine neue abgeschlossene Wohnung, sondern nur ein Anbau geschaffen worden. Auch sei aufgrund der tats&auml;chlichen Nutzung des Erd- und Obergeschosses durch die Kl&auml;ger und ihre Kinder und wegen des Fehlens einer zweiten eingerichteten K&uuml;che ein Einfamilienhaus anzunehmen. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ansicht des Finanzgerichts (FG) habe das FA die Eigenheimzulage zutreffend festgesetzt. Zwar h&auml;tten die Kl&auml;ger im Obergeschoss ihres Objekts &#8211;unstreitig&#8211; eine in sich abgeschlossene Wohnung mit Sanit&auml;ranlage und K&uuml;chenanschl&uuml;ssen neu hergestellt. Die Wohnung werde aber nicht zu eigenen Wohnzwecken i.S. des &sect;&nbsp;4 Satz&nbsp;1 des Eigenheimzulagengesetzes (EigZulG) genutzt. Die Kl&auml;ger nutzten die Obergeschosswohnung zwar zusammen mit ihren Kindern; sie f&uuml;hrten dort aber schon mangels eingerichteter K&uuml;che keinen selbst&auml;ndigen Haushalt; vielmehr erstrecke sich der Haushalt der Kl&auml;ger &uuml;ber beide im Objekt vorhandenen Wohnungen. Ein eigenst&auml;ndiger Haushalt werde in keiner der beiden Wohnungen gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem stehe das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2007 IX&nbsp;R&nbsp;12\/06 (BFH\/NV 2007, 1833) mangels gleich gelagertem Sachverhalt (weitere Wohnung im selben Mehrfamilienhaus angeschafft) nicht entgegen. Zudem gebiete der F&ouml;rderungszweck nicht die erh&ouml;hte F&ouml;rderung von einzelnen Wohnr&auml;umen, die nicht als komplette Wohnung f&uuml;r eine Familie, sondern nur zus&auml;tzlich bzw. erg&auml;nzend zu einer bereits vorhandenen Wohnung genutzt w&uuml;rden.<br \/>Zutreffend habe das FA auch die &Ouml;kozulage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;3 EigZulG verwehrt; die &Ouml;kokomponente setze als Annexf&ouml;rderung die &#8211;hier nicht gegebene&#8211; Grundf&ouml;rderung voraus und gelte nicht bei Ausbauten und Erweiterungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;2, &sect;&nbsp;4 EigZulG). Zu Unrecht sei f&uuml;r die Wohnung im Obergeschoss die erh&ouml;hte Eigenheimzulage mit &ouml;kologischer Zusatzf&ouml;rderung versagt worden. Die Wohnung sei mit einem eigenen Wohnungsabschluss neu hergestellt worden. Das Einfamilienhaus insgesamt wie auch die Wohnung im Obergeschoss werde auch zu eigenen Wohnzwecken von den Kl&auml;gern und ihrer Familie genutzt. Nicht erforderlich sei, dass in der Obergeschosswohnung eine zweite K&uuml;che eingerichtet sei; das Vorhandensein s&auml;mtlicher K&uuml;chenanschl&uuml;sse reiche aus. Auch m&uuml;sse kein selbst&auml;ndiger Haushalt in der Obergeschosswohnung gef&uuml;hrt werden, wie der Fall des BFH (in BFH\/NV 2007, 1833) zeige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und das FA zu verpflichten, unter &Auml;nderung des Bescheids vom 6.&nbsp;August 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;November 2008 den Kl&auml;gern die erh&ouml;hte Eigenheimzulage mit &ouml;kologischer Zusatzf&ouml;rderung ab 2006 bis einschlie&szlig;lich 2012 zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist der Ansicht: Zwar sei eine neue Wohnung im Obergeschoss hergestellt worden; diese werde aber nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt. Denn Voraussetzung dazu sei, dass in der Wohnung &quot;ein (ganzer) Haushalt&quot; gef&uuml;hrt werde. Auch wenn &sect;&nbsp;4 EigZulG dies nicht ausdr&uuml;cklich vorsehe, so ergebe sich dies aus dem Sinn und Zweck der Eigenheimf&ouml;rderung. Zwar sei in der Obergeschosswohnung eine Nutzung im Rahmen eines (ganzen) Haushalts m&ouml;glich; tats&auml;chlich werde ein eigenst&auml;ndiger Haushalt in keiner der beiden Wohnungen (im Erd- und Obergeschoss) gef&uuml;hrt. Im Streitfall erstrecke sich der Haushalt &uuml;ber beide vorhandenen Wohnungen. Die &#8211;in Erg&auml;nzung zur Erdgeschosswohnung&#8211; erfolgte Mitbenutzung der Obergeschosswohnung ohne einen dort gef&uuml;hrten eigenst&auml;ndigen Haushalt reiche aber f&uuml;r eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nicht aus; insoweit m&uuml;sse &sect;&nbsp;4 EigZulG nach Sinn und Zweck einschr&auml;nkend ausgelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat w&auml;hrend des Revisionsverfahrens antragsgem&auml;&szlig; mit Bescheid vom 25.&nbsp;Mai 2012 die Eigenheimzulage ab 2011 wegen einer zus&auml;tzlichen Kinderzulage f&uuml;r ein in 2011 geborenes Kind ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden begr&uuml;ndet; die Vorentscheidung ist daher aufzuheben. Sie hat &uuml;ber den Eigenheimzulagenbescheid vom 6.&nbsp;August 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;November 2008 entschieden. W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist am 25.&nbsp;Mai 2012 ein ge&auml;nderter Eigenheimzulagenbescheid f&uuml;r 2011 und 2012 ergangen. Damit liegt dem FG-Urteil insoweit ein nicht mehr wirksamer Bescheid zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil insoweit keinen Bestand haben kann (vgl. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;August 2003 IV&nbsp;R&nbsp;20\/02, BFHE 203, 143, BStBl II 2004, 10; vom 26.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 232, 463, BStBl II 2011, 540, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar enth&auml;lt der &Auml;nderungsbescheid zur streitigen Frage keine &Auml;nderungen; gleichwohl ist nach &sect;&nbsp;127 FGO eine Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG geboten. Denn das FG hat &#8211;aus seiner Sicht folgerichtig&#8211; keine Feststellungen &uuml;ber Grund und H&ouml;he der Zusatzf&ouml;rderung nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;3 EigZulG getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch in der Sache begr&uuml;ndet.<br \/>a) Bei der Obergeschosswohnung der Kl&auml;ger handelt es sich um ein beg&uuml;nstigtes Objekt i.S. von &sect;&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EigZulG. Mit den Beteiligten geht das FG zutreffend davon aus, dass die in sich abgeschlossene Obergeschosswohnung mit eigenen Sanit&auml;r- und K&uuml;chenanschl&uuml;ssen (erstmals) neu hergestellt wurde. Dabei ist es unerheblich, ob die durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen (auch) bau-technisch zu einem Neubau gef&uuml;hrt haben (vgl. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2006 IX&nbsp;R&nbsp;19\/05, BFHE 215, 467, BStBl II 2007, 693; BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;August 2012 IX&nbsp;B&nbsp;62\/12, BFH\/NV 2012, 1785). Auf die fehlende K&uuml;chenm&ouml;blierung kommt es ebenfalls nicht an (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1833).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;4 Satz 1 EigZulG besteht der Anspruch auf Eigenheimzulage nur f&uuml;r die Kalenderjahre, in denen der Anspruchsberechtigte die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Danach dient eine Wohnung eigenen Wohnzwecken, wenn sie vom Steuerpflichtigen selbst oder ggf. den mit ihm in einer Haushaltsgemeinschaft lebenden Familienangeh&ouml;rigen tats&auml;chlich zum Wohnen genutzt wird (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Mai 1999 IX&nbsp;B&nbsp;38\/99, BFHE 188, 395, BStBl II 1999, 587, unter 2., m.w.N.). Der Begriff der Nutzung zu Wohnzwecken umschreibt einen durch eine auf Dauer angelegte H&auml;uslichkeit, die Eigengestaltung der Haushaltsf&uuml;hrung und des h&auml;uslichen Wirkungskreises gekennzeichneten Lebenssachverhalt (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Juli 1997 X&nbsp;R&nbsp;143\/94, BFH\/NV 1998, 160, m.w.N.). Ist diese Nutzung auf Dauer angelegt, so reicht es aus, dass ihm die Wohnung st&auml;ndig zur Verf&uuml;gung steht (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 1998, 160; BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Mai 2002 IX&nbsp;B&nbsp;208\/01, BFH\/NV 2002, 1284).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kann die tats&auml;chliche Wohnnutzung i.S. von &sect;&nbsp;4 EigZulG auch darin bestehen, dass das beg&uuml;nstigte Objekt lediglich einen Teil der Eigengestaltung der Haushaltsf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen umfasst. Der Steuerpflichtige muss &#8211;entgegen der Ansicht von FA und FG&#8211; im beg&uuml;nstigten Objekt gerade nicht einen eigenst&auml;ndigen (&quot;ganzen&quot;) Haushalt f&uuml;hren. Vielmehr reicht es aus und ist auch mit dem Sinn und Zweck des EigZulG vereinbar, wenn er mit der beg&uuml;nstigten Wohnung nur einen Teil seines gesamten Wohnbedarfs abdeckt und die Wohnung im Rahmen seines Lebensf&uuml;hrungskonzepts etwa f&uuml;r Freizeitzwecke und\/oder als Hauswirtschaftsraum nutzt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1833; Th&uuml;ringer FG, Urteil vom 3.&nbsp;April 2008 II&nbsp;951\/04, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Diesen Grunds&auml;tzen entspricht die Vorentscheidung nicht; sie ist daher aufzuheben. Die Obergeschosswohnung mit Bad, Eltern- und Kinderschlafzimmer wird nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) unstreitig zu eigenen Wohnzwecken der Kl&auml;ger genutzt (&sect;&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EigZulG). Entsprechend ist das FA verpflichtet, den Kl&auml;gern die beantragte Eigenheimzulage (Grundf&ouml;rderung) zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist aber nicht spruchreif. Da den Kl&auml;gern die Grundf&ouml;rderung nach dem Eigenheimzulagengesetz zusteht, kommt auch die &ouml;kologische Zusatzf&ouml;rderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;3 EigZulG in Betracht. Hierzu hat das FG &#8211;aus seiner Sicht folgerichtig&#8211; keine hinreichenden Feststellungen &uuml;ber Grund und H&ouml;he dieser F&ouml;rderung getroffen; diese wird es nunmehr nachholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.1.2013, IX R 25\/11 Nutzung zu eigenen Wohnzwecken (&sect; 4 Satz 1 EigZulG) Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren seit 1997 Eigent&uuml;mer eines Einfamilienhauses, einem Altbau mit 58&nbsp;qm Wohnfl&auml;che im Erdgeschoss und 40&nbsp;qm im Obergeschoss. 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