{"id":61426,"date":"2013-12-19T17:44:32","date_gmt":"2013-12-19T15:44:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61426"},"modified":"2013-12-19T17:44:32","modified_gmt":"2013-12-19T15:44:32","slug":"x-r-33-10-austrittsleistung-einer-schweizerischen-oeffentlich-rechtlichen-pensionskasse-ist-steuerpflichtig-und-nicht-steuerbefreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-10-austrittsleistung-einer-schweizerischen-oeffentlich-rechtlichen-pensionskasse-ist-steuerpflichtig-und-nicht-steuerbefreit\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;33\/10 &#8211; Austrittsleistung einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse ist steuerpflichtig und nicht steuerbefreit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, X R 33\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Austrittsleistung einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse ist steuerpflichtig und nicht steuerbefreit<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine Austrittsleistung, die von einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse nach dem 31. Dezember 2004 ausgezahlt wird, ist als &quot;andere Leistung&quot; mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG zu besteuern.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die erst durch das AltEinkG begr&uuml;ndete Steuerpflicht verst&ouml;&szlig;t weder gegen den Vertrauensschutzgrundsatz noch gegen das R&uuml;ckwirkungsverbot.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Austrittsleistung kann gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 2005 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin war vom 1.&nbsp;August 1991 bis zum 31.&nbsp;Juli 2005 bei dem Kanton Basel-Stadt teilzeitbesch&auml;ftigt. Am 1.&nbsp;August 1995 trat sie der Pensionskasse des Basler Staatspersonals (PKBS) bei. Von 1990 bis zu diesem Zeitpunkt war sie Mitglied einer anderen schweizerischen Pensionskasse gewesen. Deren Austrittsleistung wurde von der PKBS als Eintrittsleistung entgegengenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die PKBS wird vom Kanton Basel-Stadt als Vorsorgeeinrichtung mit eigener Rechtspers&ouml;nlichkeit unterhalten. Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes &uuml;ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25.&nbsp;Juni 1982 (&#8211;BVG-, Systematische Sammlung des Bundesrechts [SR] 831.40, www.admin.ch) zum 1.&nbsp;Januar 1985 f&uuml;hrt sie die obligatorische Vorsorge gem&auml;&szlig; dem BVG durch und unterliegt den ma&szlig;gebenden Bundesgesetzen (&sect;&nbsp;1 des Gesetzes betreffend die Pensionskasse des Basler Staatspersonals in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung &#8211;PKG&#8211;), zu denen insbesondere auch aufgrund des Verweises in Art.&nbsp;27 BVG das Bundesgesetz &uuml;ber die Freiz&uuml;gigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 17.&nbsp;Dezember 1993 (&#8211;FZG&#8211;, Systematische Sammlung des Bundesrechts [SR] 831.42, www.admin.ch) geh&ouml;rt. Sie ist im Register f&uuml;r die berufliche Vorsorge des Kantons Basel-Stadt eingetragen und garantiert in jedem Fall die Mindestleistungen aufgrund des BVG (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 bis 4 PKG), das sog. Obligatorium. Die PKBS geh&ouml;rt zu den &ouml;ffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen, die grunds&auml;tzlich nur der beruflichen Vorsorge f&uuml;r Arbeitnehmer von Bund, Kantonen und Gemeinden und anderen &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgebern dienen. Sie haben ihre eigenen Rechtsgrundlagen im &ouml;ffentlichen Recht. Bei der PKBS ist das vor allem das PKG, in dem insbesondere die Mitgliedschaft (&sect;&sect;&nbsp;4&nbsp;ff. PKG), die Beitragspflichten der Mitglieder (&sect;&sect;&nbsp;6 und 12&nbsp;ff. PKG) und die Leistungen der PKBS (&sect;&sect;&nbsp;19&nbsp;ff. PKG) geregelt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sowohl nach &sect;&nbsp;20 PKG als auch nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;5 FZG haben Versicherte, die eine Vorsorgeeinrichtung verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt (Freiz&uuml;gigkeitsfall), Anspruch auf eine Austrittsleistung &#8211; unabh&auml;ngig davon, ob es sich um die obligatorische oder die &uuml;berobligatorische berufliche Vorsorge handelt. Um dem Vorsorgezweck zu entsprechen, hat ein Versicherter nur in den in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 PKG bzw. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 FZG genannten F&auml;llen das Recht, die Austrittsleistung als Barauszahlung zu verlangen. Dazu geh&ouml;rt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a PKG bzw. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a FZG das endg&uuml;ltige Verlassen der Schweiz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beendete am 31.&nbsp;Juli 2005 ihre Besch&auml;ftigung bei dem Kanton Basel-Stadt, ohne ein neues Arbeitsverh&auml;ltnis zu begr&uuml;nden. Aufgrund ihres Ausscheidens aus dem Dienstverh&auml;ltnis und wegen des endg&uuml;ltigen Verlassens der Schweiz erhielt sie am 6.&nbsp;Oktober 2005 eine Austrittsleistung als Barauszahlung in H&ouml;he von 62.581,85&nbsp;CHF.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) besteuerte die Austrittsleistung in H&ouml;he von 40.365&nbsp;EUR (=&nbsp;62.581,85&nbsp;CHF) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa S&auml;tze&nbsp;3&nbsp;ff. des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG) mit einem Besteuerungsanteil von 50&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger sind der Auffassung, die Kl&auml;gerin habe aufgrund der bisherigen Handhabung der Besteuerung der Einmalauszahlungen aus der Pensionskasse durch die Finanzverwaltung davon ausgehen k&ouml;nnen, dass die Pensionskassenauszahlung steuerlich nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. zu behandeln sei. Die Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe habe erstmals in einer Verf&uuml;gung vom 19.&nbsp;September 2005 angeordnet, die Einmalauszahlungen wie Rentenzahlungen zu behandeln und sie der Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu unterwerfen. Diese Gleichstellung sei gesetzeswidrig und versto&szlig;e gegen den Vertrauensschutzgrundsatz.&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1798 ver&ouml;ffentlichten Urteil stattgegeben. Zwar handele es sich bei der Austrittsleistung um eine steuerbare sonstige Einnahme i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, sie sei jedoch nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision bringt das FA vor, die Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerfreiheit der Austrittsleistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG l&auml;gen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Verfahren beigetreten, ohne einen Antrag zu stellen. Es unterst&uuml;tzt das Vorbringen des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage nur in dem durch den Urteilstenor umschriebenen Umfang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deutschland besitzt f&uuml;r die Austrittsleistung, die die Kl&auml;gerin erhalten hat, das Besteuerungsrecht (unter 1.). Die Leistungen der PKBS sind als Leistungen einer gesetzlichen Rentenversicherung anzusehen (unter 2.). Die Austrittsleistung ist als andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG steuerpflichtig (unter 3.) und nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG steuerfrei (unter 4.). Die Besteuerung der Austrittsleistung verst&ouml;&szlig;t weder gegen den verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz (unter 5.) noch gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (unter 6.). Die von der Kl&auml;gerin bezogene Austrittsleistung ist jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG erm&auml;&szlig;igt zu besteuern (unter 7.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Versorgungsleistungen einer Schweizer Pensionskasse an einen vormals im Schweizer &ouml;ffentlichen Dienst t&auml;tigen Arbeitnehmer, die auch auf Beitragsleistungen des Arbeitnehmers beruhen, unterfallen weder dem Kassenstaatsprinzip mit einer Zuweisung des Besteuerungsrechts an den Kassenstaat Schweiz gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11.&nbsp;August 1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) zuletzt ge&auml;ndert durch das Revisionsprotokoll vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2002 (BGBl II 2003, 68, BStBl I 2003, 166 &#8211;DBA-Schweiz&#8211;) noch sind sie abkommensrechtlich als Ruhegehalt gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;18 DBA-Schweiz anzusehen (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Dezember 2010 I&nbsp;R&nbsp;92\/09, BFHE 232, 137, BStBl II 2011, 488, unter II.2.a). Damit ist die Auffangnorm des Art.&nbsp;21 DBA-Schweiz einschl&auml;gig, nach der die in den vorstehenden Artikeln nicht ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnten Eink&uuml;nfte einer in einem Vertragsstaat ans&auml;ssigen Person nur in diesem Staat &#8211;im Streitfall Deutschland&#8211; besteuert werden k&ouml;nnen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 232, 137, BStBl II 2011, 488, unter II.2.b, m.w.N.; Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;142\/09, BFH\/NV 2010, 1275, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Leistungen der PKBS sind als Leistungen einer gesetzlichen Rentenversicherung anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Leibrenten und andere Leistungen, die aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG erbracht werden, sind als sonstige Eink&uuml;nfte mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG der Besteuerung zu unterwerfen. Zu diesen Leistungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen geh&ouml;ren auch Leistungen aus ausl&auml;ndischen gesetzlichen Rentenversicherungen (Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2010, 1275, und vom 14.&nbsp;Juli 2010 X&nbsp;R&nbsp;37\/08, BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Anwendung des deutschen Steuerrechts ist stets eine rechtsvergleichende Qualifizierung der ausl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte nach deutschem Recht vorzunehmen. Vergleichbarkeit von Alterseink&uuml;nften ist dann anzunehmen, wenn die ausl&auml;ndische Leistung in ihrem Kerngehalt den gemeinsamen und typischen Merkmalen der inl&auml;ndischen Leistung entspricht, d.h. nach Motivation und Funktion gleichwertig ist. Ma&szlig;gebliche Gesichtspunkte sind die Essentialia der nationalen Norm, also deren Funktion und Struktur nach nationalem Verst&auml;ndnis (Senatsurteil in BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628; s.a. Urteil des Bundessozialgerichts &#8211;BSG&#8211; vom 21.&nbsp;Juli 2009 B&nbsp;7\/7a AL&nbsp;36\/07&nbsp;R, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das wesentliche Charakteristikum der Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG ist, dass sie die sog. erste Schicht des von der Sachverst&auml;ndigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen (&#8211;Sachverst&auml;ndigenkommission&#8211;, Schriftenreihe des BMF Bd.&nbsp;74) der Neuregelung zugrunde gelegten &quot;Drei-Schichten-Modells&quot; bilden und der Basisversorgung des Versicherten dienen. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats sind wesentliche Merkmale der Basisversorgung die Zahlung der Renten erst bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze bzw. bei Erwerbsunf&auml;higkeit und die Funktion als Entgeltersatzleistung in der Grundkonzeption der Lebensunterhaltssicherung (vgl. auch die entsprechende Rechtsprechung des BSG, z.B. Urteile vom 21.&nbsp;Juli 2009 B&nbsp;7\/7a&nbsp;AL&nbsp;36\/07 R, n.v., und vom 18.&nbsp;Dezember 2008 B&nbsp;11&nbsp;AL&nbsp;32\/07&nbsp;R, BSGE 102, 211, unter 2.). Die tats&auml;chliche Verwendung als Altersversorgung wird dadurch grunds&auml;tzlich sichergestellt, dass die Rentenversicherungsanspr&uuml;che nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht ver&auml;u&szlig;erbar, nicht &uuml;bertragbar und nicht kapitalisierbar sind (Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2010, 1275, und in BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628). Weitere Merkmale sind, dass die Beitragszahlungen auf einer gesetzlichen Anordnung beruhen, die Versicherung f&uuml;r den betroffenen Personenkreis obligatorisch ist und die Leistungen als Leistungen &ouml;ffentlich-rechtlicher Art zu erbringen sind (vgl. BSG-Urteil in BSGE 102, 211, zu &sect;&nbsp;142 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Sozialgesetzbuchs Drittes Buch).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zum schweizerischen Recht hat das FG die nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bindenden Feststellungen getroffen, dass die PKBS die berufliche Vorsorge f&uuml;r die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staates und der angeschlossenen Institutionen bezweckt und die Versicherten und deren Angeh&ouml;rige gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Tod und Invalidit&auml;t sch&uuml;tzt. Die Kl&auml;gerin hat aufgrund der gesetzlich angeordneten Mitgliedschaft in der PKBS Anspr&uuml;che sowohl auf obligatorische als auch auf &uuml;berobligatorische Leistungen. Zu diesen Leistungen geh&ouml;ren neben den Alters- und Invalidenrenten (&sect;&sect;&nbsp;30 bis 35 PKG) und den Hinterlassenen- und andere Leistungen (&sect;&sect;&nbsp;38 bis 44 PKG) auch die Austrittsleistungen (&sect;&sect;&nbsp;19 bis 20a PKG) sowie die Austrittsentsch&auml;digung f&uuml;r Wohneigentum (&sect;&nbsp;20b PKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die obligatorische Vorsorge wird zudem durch das BVG garantiert, da die Pensionskasse in jedem Fall die Mindestleistungen des BVG gew&auml;hrt. Hierzu z&auml;hlen Altersleistungen (Art.&nbsp;13 bis 17 BVG), Hinterlassenenleistungen (Art.&nbsp;18 bis 22 BVG), Invalidenleistungen (Art.&nbsp;23 bis 26a BVG), die Wohneigentumsf&ouml;rderung (Art.&nbsp;30a bis 30g BVG) sowie die Freiz&uuml;gigkeitsleistungen, die im FZG geregelt sind. Der Anspruch auf Austrittsleistung ergibt sich aus Art.&nbsp;27 BVG i.V.m. Art.&nbsp;15&nbsp;ff. FZG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die obligatorischen und &uuml;berobligatorischen Leistungen werden unterschiedlich berechnet. Die &uuml;berobligatorischen Leistungen aufgrund des PKG sind im Regelfall h&ouml;her als die obligatorischen aufgrund des BVG, insbesondere weil die PKBS die Altersleistungen in der Abteilung&nbsp;I nicht dem Beitragsprimat, sondern dem Leistungsprimat unterstellt hat; die PKBS garantiert aber in jedem Fall die Mindestleistungen des BVG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Unter Ber&uuml;cksichtigung der vorstehenden Erl&auml;uterungen ist die W&uuml;rdigung des FG revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob sie aus dem Obligatorium oder dem &Uuml;berobligatorium stammt&#8211; als Leistung einer gesetzlichen Rentenversicherung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die von der Kl&auml;gerin an die PKBS zu erbringenden Beitragszahlungen beruhten auf einer gesetzlichen Anordnung: Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 PKG hatte das Mitglied grunds&auml;tzlich einen wiederkehrenden Betrag von 8&nbsp;% des anrechenbaren Lohnes zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Mitgliedschaft in der PKBS ist obligatorisch: Nach &sect;&nbsp;4 PKG geh&ouml;ren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (des Basler Staatspersonals) der Kasse als Mitglieder an, sofern sie nach den Bestimmungen des BVG der obligatorischen Versicherung unterstellt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach den Feststellungen des FG entspricht das Rechtsverh&auml;ltnis zwischen der PKBS und der Kl&auml;gerin einem &ouml;ffentlich-rechtlichen gesetzlichen Schuldverh&auml;ltnis zwischen einer &ouml;ffentlich-rechtlich organisierten Vorsorgeeinrichtung und einem versicherten Arbeitnehmer. Sowohl in der obligatorischen als auch in der &uuml;berobligatorischen beruflichen Vorsorge beruhen die Rechtsbeziehungen zwischen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtung PKBS und der Kl&auml;gerin nicht auf einem Vorsorgevertrag, sondern wurden unmittelbar durch das PKG in Verbindung mit dem BVG und FZG begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch die Leistungen der PKBS stimmen im Wesentlichen mit denen der deutschen Rentenversicherung &uuml;berein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Entscheidend ist, dass sowohl die obligatorischen als auch die &uuml;berobligatorischen Leistungen der PKBS &#8211;ebenso wie die Leistungen der deutschen Rentenversicherung&#8211; darauf ausgerichtet sind, die Sicherung des Lebensunterhalts im Alter oder f&uuml;r die Hinterbliebenen zu gew&auml;hrleisten. Dass das PKG ebenso wie das BVG f&uuml;r die Versicherten bei der obligatorischen Vorsorge zus&auml;tzliche Leistungen vorsieht und auch bestimmte Kapitalleistungen erlaubt, &auml;ndert nichts an der grunds&auml;tzlichen Einordnung einer Versorgungseinrichtung als gesetzliche Rentenversicherung, solange die unterschiedlichen Leistungen &#8211;insbesondere die Kapitalisierungsm&ouml;glichkeiten&#8211; den gesetzlich vorgesehenen Umfang nicht &uuml;berschreiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dies ist bei den von der PKBS gew&auml;hrten Leistungen nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar f&ouml;rdert die PKBS auch die Bildung des Wohneigentums (Art.&nbsp;30c BVG, &sect;&nbsp;20b PKG). Die Wohneigentumsf&ouml;rderung ist indes nach Schweizer Recht eine besondere Form der Altersversorgung und mit den Regelungen der &sect;&sect;&nbsp;92a&nbsp;ff. EStG vergleichbar. Zudem ist durch die Regelung in Art.&nbsp;30d Abs.&nbsp;1 BVG, wonach der bezogene Betrag im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung des Wohneigentums zur&uuml;ckzuzahlen ist, gew&auml;hrleistet, dass der Betrag auch nicht mittelbar frei verf&uuml;gbar wird (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1275).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso ist es daher unerheblich, wenn das schweizerische Recht von dem Grundsatz, dass der Leistungsanspruch vor F&auml;lligkeit weder verpf&auml;ndet noch abgetreten werden kann (Art.&nbsp;39 BVG), insoweit gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;30b BVG, eine Ausnahme macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein anderer Leistungsunterschied im Vergleich zur deutschen gesetzlichen Rentenversicherung liegt darin, dass der Versicherte gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 BVG ein Viertel seines Altersguthabens als Kapitalabfindung erhalten kann. Dieses Wahlrecht &auml;ndert jedoch nichts daran, dass die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen in der Regel als Rente ausgerichtet sind, wie in Art.&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 BVG ausdr&uuml;cklich geregelt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechendes gilt f&uuml;r die streitgegenst&auml;ndliche Barauszahlung der Austrittsleistung in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 PKG bzw. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 FZG, die &#8211;wie das FG ausgef&uuml;hrt hat&#8211; als Ausnahmeregelung nach der Beendigung einer versicherungspflichtigen T&auml;tigkeit in der Schweiz den Zweck hat, den Aufbau einer eigenen wirtschaftlichen Existenz zu erm&ouml;glichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Insgesamt betreffen die gerade aufgezeichneten Leistungsunterschiede nur Randbereiche des Vorsorgeangebots der Pensionskasse, die den gesetzlich vorgezeichneten Umfang nicht &uuml;berschreiten und die nichts an der &#8211;mit der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung &uuml;bereinstimmenden&#8211; Grundausrichtung des BVG und des PKG &auml;ndern, den Lebensunterhalt der Mitglieder im Alter und f&uuml;r die Hinterbliebenen zu sichern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Dass die Kl&auml;gerin Leistungen von der PKBS erhalten hat, die &uuml;ber das nach dem BVG garantierte Obligatorium hinausgehen, &auml;ndert ebenfalls nichts an der Einordnung der PKBS als Versicherung der Basisversorgung. Auch die deutsche gesetzliche Rentenversicherung kannte in der Vergangenheit eine H&ouml;herversicherung (vgl. &sect;&nbsp;234 des Sozialgesetzbuchs Sechstes Buch &#8211;SGB VI&#8211; in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 1997 geltenden Fassung). Ebenso erm&ouml;glichen die &#8211;ebenfalls der sog. ersten Schicht zuzurechnenden&#8211; berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke eine freiwillige H&ouml;herversicherung und erbringen zudem in der Regel bessere Leistungen als die gesetzliche Rentenversicherung (vgl. Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, Rz&nbsp;67).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit ergibt die rechtsvergleichende Qualifikation, dass die PKBS mit der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar ist, so dass ihre Leistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu besteuern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Austrittsleistung der PKBS ist eine &quot;andere Leistung&quot; i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG, obwohl sie keine wiederkehrende Leistung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Besteuerungsgegenstand der sonstigen Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;22 EStG wird seit Inkrafttreten des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) f&uuml;r die Fallgruppen des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG autonom durch die Begriffe &quot;Leibrenten und andere Leistungen&quot; in Verbindung mit den Aufz&auml;hlungen und Definitionen in den nachfolgenden Doppelbuchst.&nbsp;aa und bb umschrieben. &quot;Andere Leistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG liegen damit unabh&auml;ngig davon vor, ob sie auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG erf&uuml;llen, insbesondere wiederkehrend sind. Das hat zur Konsequenz, dass auch einmalige Kapitalleistungen als &quot;andere Leistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG steuerpflichtig sind, sofern die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa oder bb EStG erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dieses Ergebnis entspricht zun&auml;chst dem im Gesetzgebungsverfahren zum Ausdruck gekommenen Willen des Gesetzgebers, da der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG den Steuergegenstand bewusst um &quot;andere Leistungen&quot; erweiterte, um Kapitalleistungen besteuern zu k&ouml;nnen, die andernfalls nicht steuerbar gewesen w&auml;ren (vgl. BTDrucks 15\/3004, 19). Die Einbeziehung von Einmalleistungen in die Besteuerung entspricht vor allem dem Sinn und Zweck der durch das AltEinkG normierten nachgelagerten Besteuerung, wonach Altersbez&uuml;ge der Besteuerung unterliegen, sofern die Beitr&auml;ge, auf denen sie beruhen, aus unversteuertem Einkommen stammen oder zu einer steuerlichen Entlastung gef&uuml;hrt haben. Dies gilt unabh&auml;ngig von der Form ihrer Auszahlung, also unabh&auml;ngig davon, ob sie einmalig oder laufend geleistet werden (vgl. hierzu ausf&uuml;hrlich das Senatsurteil vom heutigen Tag X&nbsp;R&nbsp;3\/12, unter II.1., www.bundesfinanzhof.de\/entscheidungen, Datum der Ver&ouml;ffentlichung: 4.&nbsp;Dezember 2013, auf das zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Gegensatz zur Auffassung des FG ist die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der im Streitjahr geltenden Rechtslage waren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG Kapitalabfindungen aufgrund der gesetzlichen Rentenversicherung und aufgrund der Beamten-(Pensions-)Gesetze steuerfrei. Die Begrenzung der Steuerfreiheit auf gesetzlich normierte Abfindungen und Beitragsr&uuml;ckerstattungen durch &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a bis d EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) gilt erst mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2006, so dass die Neuregelung im Streitjahr nicht zur Anwendung kommt. Dennoch ist die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin nicht steuerbefreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Gegensatz zur Auffassung des FA scheitert die Steuerfreiheit nicht daran, dass es sich um die Kapitalabfindung einer schweizerischen Pensionskasse handelt. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG enth&auml;lt keine Beschr&auml;nkung auf die Leistungen eines inl&auml;ndischen Versorgungstr&auml;gers (vgl. Senatsurteil vom 29.&nbsp;April 2009 X&nbsp;R&nbsp;31\/08, BFH\/NV 2009, 1625, zur Steuerfreiheit des Geburtengelds einer schweizerischen Krankenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;1a EStG). Die Kl&auml;ger weisen zudem zu Recht darauf hin, dass der Begriff der gesetzlichen Rentenversicherung in den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;10 und 22 EStG nicht anders als der identische Begriff in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG ausgelegt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin ist jedoch keine mit einer Kapitalabfindung der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG vergleichbare Leistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Anwendung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG auf eine Kapitalleistung einer entsprechenden ausl&auml;ndischen Rentenversicherung ist nur gerechtfertigt, wenn diese ausl&auml;ndische Kapitalleistung wie eine von der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung gew&auml;hrte Kapitalabfindung qualifiziert werden k&ouml;nnte. Das bedeutet, die Leistungen m&uuml;ssen sich im Wesentlichen entsprechen und demselben Zweck dienen (&auml;hnlich auch Senatsurteil in BFH\/NV 2009, 1625, unter II.3.b zur Steuerfreiheit des von einer Kollektiv-Krankentagegeldversicherung geleisteten Geburtengeldes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;1a EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kapitalabfindung eines Rentenanspruchs bei endg&uuml;ltigem Verlassen des Hoheitsgebiets ist dem deutschen Rentenversicherungssystem fremd. Kapitalabfindungen werden nur ausnahmsweise gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;107 SGB&nbsp;VI im Falle der Wiederverheiratung von Witwen\/ Witwern geleistet. Ziel dieser Regelungen ist es, den mit der erneuten Eheschlie&szlig;ung eingetretenen Verlust des Anspruchs auf Witwen-\/Witwerrente bzw. Versorgungsbez&uuml;ge auszugleichen (vgl. z.B. Kreikebohm\/von&nbsp;Koch, SGB VI, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;107 Rz&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kapitalabfindungen der deutschen Versorgungssysteme kompensieren damit den Wegfall der bestehenden Renten- oder Versorgungsanspr&uuml;che. Sie sind mit der Barauszahlung der Austrittsleistung nicht vergleichbar, die nicht f&uuml;r den Verlust des Anspruchs auf Versorgungsleistungen gew&auml;hrt wird, sondern vielmehr einen Auszahlungsmodus von erworbenen Anspr&uuml;chen darstellt, wenn die Voraussetzungen des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 FZG bzw. des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 PKG erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Unterschiedlichkeit der Leistungen zeigt sich zudem darin, dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 PKG die H&ouml;he der Austrittsleistung der Kl&auml;gerin dem Barwert der erworbenen Leistungen entspricht; mindestens umfasst die Austrittsleistung die vom Mitglied pers&ouml;nlich geleisteten Beitr&auml;ge zuz&uuml;glich eines Zuschlags von 4&nbsp;% pro Altersjahr nach dem 20.&nbsp;Altersjahr, wobei die Austrittsleistung in H&ouml;he des BVG-Guthabens stets garantiert ist (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;5 PKG), w&auml;hrend die Witwen-\/Witwerrente pauschal das Vierundzwanzigfache der Monatsleistung betr&auml;gt (vgl. &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;VI).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dem Ergebnis, dass die Kapitalabfindung einer schweizerischen Pensionskasse nicht mit der steuerfreien Kapitalabfindung der deutschen Rentenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG vergleichbar ist, steht auch nicht der Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1275 entgegen. Zwar k&ouml;nnte die dort gew&auml;hlte Formulierung, eine Kapitalabfindung i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG liege vor, wenn die Abfindung zur Abgeltung eines Renten- oder Pensionsanspruchs geleistet werde, so verstanden werden, dass auch die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin, die zur Abgeltung ihrer Versorgungsanspr&uuml;che gezahlt wird, darunter fallen k&ouml;nnte. Die in dem Senatsbeschluss gew&auml;hlte Formulierung ist jedoch in ihrem Kontext zu sehen. Es war &uuml;ber die Auszahlung eines Teils des Altersguthabens zur F&ouml;rderung des Wohneigentums zum eigenen Bedarf gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;30c BVG zu urteilen. Der Senat sah die Leistung nicht als Ersatz f&uuml;r den Fortfall eines Renten- oder Pensionsanspruchs an, sondern als Leistung einer dem Berechtigten zustehenden Rente in lediglich ver&auml;nderter Zahlungsweise, n&auml;mlich in kapitalisierter Form. Einer weiteren Differenzierung bedurfte es daher in dem Beschluss nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die durch das AltEinkG ohne &Uuml;bergangsregelung eingef&uuml;hrte Steuerpflicht f&uuml;r Kapitalabfindungen verst&ouml;&szlig;t nicht gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In st&auml;ndiger Rechtsprechung hat der erkennende Senat entschieden, dass die &Auml;nderung der Rentenbesteuerung durch das AltEinkG den verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gt und einer einzelfallbezogenen Abw&auml;gung der wechselseitigen Interessen standh&auml;lt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Senatsurteile vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;53\/08 (BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, unter B.II.2.) und vom 4.&nbsp;Februar 2010 X&nbsp;R&nbsp;52\/08 (BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.2.b) und X&nbsp;R&nbsp;58\/08 (BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, unter B.II.2.) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dieses Ergebnis gilt nicht nur f&uuml;r die Neuordnung der Besteuerung der laufenden Renten, sondern auch f&uuml;r die Besteuerung von einmaligen Kapitalabfindungen und wird durch die neuere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur unechten R&uuml;ckwirkung best&auml;tigt (Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;748, 753,&nbsp;1738\/05, BVerfGE 127, 61; 2&nbsp;BvL&nbsp;14\/02, 2\/04, 13\/05, BVerfGE 127, 1, und 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/03,&nbsp;57,58\/06, BVerfGE 127, 31, sowie vom 10.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;6\/07, BGBl I 2012, 2344).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzgeber ist verpflichtet, soweit er f&uuml;r k&uuml;nftige Rechtsfolgen an zur&uuml;ckliegende Sachverhalte ankn&uuml;pft, dem verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz in hinreichendem Ma&szlig;e Rechnung zu tragen. Bei der notwendigen Interessenabw&auml;gung zwischen dem Vertrauen des Steuerpflichtigen in den Fortbestand der Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Disposition (im Streitfall dem Eintritt der Kl&auml;gerin in die schweizerische Pensionskasse) und dem Gemeinwohlinteresse an der &Auml;nderung der Alterseink&uuml;nftebesteuerung ist zwar zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Auswirkungen der Neuregelung bei einer einmaligen Kapitalleistung &#8211;wie bei der Austrittsleistung der Kl&auml;gerin&#8211; besonders gravierend sind. Es wurde nicht lediglich der steuerpflichtige Anteil einer Rente erh&ouml;ht, vielmehr wurde die Austrittsleistung einer schweizerischen Pensionskasse erstmals durch die Neufassung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG steuerpflichtig. Hatte ein Steuerpflichtiger einer schweizerischen Pensionskasse n&auml;mlich ohne Unterbrechung mindestens zw&ouml;lf Jahre angeh&ouml;rt, konnte er bis Ende 2004 die Kapitalabfindung steuerfrei vereinnahmen (vgl. Grenzg&auml;ngerhandbuch der OFD Karlsruhe, Stand&nbsp;2002, Fach&nbsp;B Teil&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Rz&nbsp;2.6). Dies traf auch auf die Kl&auml;gerin zu, die seit 1990 Mitglied einer schweizerischen Pensionskasse war. Ab 2003 h&auml;tte sie unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 PKG bzw. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 FZG die Barauszahlung ihrer Austrittsleistung insoweit steuerfrei vereinnahmen k&ouml;nnen. Damit hatte sie bereits eine Position inne, die &uuml;ber eine &#8211;(vertrauens-)rechtlich nicht besonders gesch&uuml;tzte&#8211; Erwartungshaltung hinausging, Leistungen sp&auml;ter steuerfrei vereinnahmen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die nachtr&auml;gliche Entwertung dieser bereits verfestigten Position ist aber gerechtfertigt, da eine gesetzliche Neuregelung der Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte verfassungsrechtlich geboten war. Die verfassungsrechtlich geforderte Beseitigung der Ungleichbehandlung bei gleichzeitiger Ber&uuml;cksichtigung der Finanzierbarkeit der Neuregelung f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte konnte nur erreicht werden, wenn alle Alterseink&uuml;nfte der nachgelagerten Besteuerung unterworfen wurden. Nachgelagerte Besteuerung bedeutet aber, dass nach der gesetzlichen Neuregelung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG die Zufl&uuml;sse aus dem Verm&ouml;gen, das aus Beitr&auml;gen aufgebaut wurde, die die Steuerbelastung des Steuerpflichtigen in der Beitragsphase gemindert haben, sowie die Wertsteigerungen dieses Verm&ouml;gens vom Gesetzgeber als steuerpflichtiges Einkommen angesehen werden (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.1.c&nbsp;cc&nbsp;bbb). Das muss sowohl f&uuml;r die Zufl&uuml;sse in der Form von Renten gelten, die nicht mehr nur mit dem Ertragsanteil der Besteuerung unterliegen, als auch f&uuml;r den Zufluss einer Einmalzahlung. Eine Nichteinbeziehung der Kapitalabfindungen, die auf steuerlich entlasteten Beitr&auml;gen beruhen, in die gesetzliche Neuregelung h&auml;tte zu einem Systembruch in Gestalt ungerechtfertigter Bevorzugung gef&uuml;hrt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im &Uuml;brigen auf die ausf&uuml;hrlichen Erl&auml;uterungen in dem Senatsurteil vom heutigen Tage in der Rechtsache X&nbsp;R&nbsp;3\/12 unter II.4. Bezug genommen (www.bundesfinanzhof.de\/entscheidungen, Datum der Ver&ouml;ffentlichung: 4.&nbsp;Dezember 2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Grundsatz von Treu und Glauben fordert nicht die Beibehaltung der bisherigen steuerlichen Handhabung der Austrittsleistungen durch die baden-w&uuml;rttembergische Finanzverwaltung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Verdr&auml;ngung gesetzten Rechts durch den Grundsatz von Treu und Glauben kann nur in besonders gelagerten F&auml;llen in Betracht kommen, in denen das Vertrauen des Steuerpflichtigen in ein bestimmtes Verhalten der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsgef&uuml;hl in einem so hohen Ma&szlig;e schutzw&uuml;rdig ist, dass demgegen&uuml;ber die Grunds&auml;tze der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen (z.B. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Februar 1980 VII&nbsp;R&nbsp;101\/77, BFHE 130, 90, 95; vom 31.&nbsp;Oktober 1990 I&nbsp;R&nbsp;3\/86, BFHE 163, 478, BStBl II 1991, 610). In diesem Zusammenhang verlangt der Grundsatz von Treu und Glauben einen Vertrauenstatbestand, aufgrund dessen der Steuerpflichtige disponiert hat (BFH-Urteile in BFHE 163, 478, BStBl II 1991, 610, m.w.N.; vom 10.&nbsp;April 1991 XI&nbsp;R&nbsp;25\/89, BFH\/NV 1991, 720, und vom 26.&nbsp;April 1995 XI&nbsp;R&nbsp;81\/93, BFHE 178, 4, BStBl II 1995, 754). Der Vertrauenstatbestand besteht in einer bestimmten Position oder einem bestimmten Verhalten des einen Teils, aufgrund dessen der andere bei objektiver Beurteilung annehmen konnte, jener werde an seiner Position oder seinem Verhalten konsequent und auf Dauer festhalten (z.B. BFH-Urteile in BFHE 163, 478, BStBl II 1991, 610, und in BFHE 178, 4, BStBl II 1995, 754). Ein sch&uuml;tzenswertes nachhaltiges Vertrauen in den Fortbestand der fr&uuml;heren Rechtsauffassung ist demzufolge nur dann und solange gegeben, als der Steuerpflichtige nicht mit ihrer &Auml;nderung rechnen musste oder ihm zumindest Zweifel h&auml;tten kommen m&uuml;ssen (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Februar 1979 III&nbsp;R&nbsp;16\/78, BFHE 127, 476, BStBl II 1979, 455).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt es an einem diesen Grunds&auml;tzen entsprechenden Vertrauenstatbestand, auf den sich die Kl&auml;gerin h&auml;tte berufen k&ouml;nnen und der urs&auml;chlich f&uuml;r ihre Disposition &#8211;den Antrag auf Barauszahlung der Austrittsleistung im Jahr 2005 zu stellen&#8211; war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Vertrauenstatbestand, auf den die Kl&auml;gerin ihre Disposition gr&uuml;ndete, war eine Verwaltungspraxis (vgl. z.B. Grenzg&auml;ngerhandbuch, a.a.O., Fach&nbsp;B Teil&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Rz&nbsp;2.6), deren gesetzliche Grundlage mit dem Inkrafttreten des AltEinkG, das die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Altersvorsorgeaufwendungen sowie die Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte grundlegend neu regelte, entfallen war. Ein berechtigtes Vertrauen auf einen Fortbestand der Verwaltungspraxis in dem OFD-Bezirk &uuml;ber den 31.&nbsp;Dezember 2004 hinaus konnte sich bei der Kl&auml;gerin infolgedessen nicht bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Selbst wenn den Kl&auml;gern dahingehend gefolgt w&uuml;rde, dass im Zeitpunkt der Beantragung der Austrittsleistung am 31.&nbsp;Juli 2005 die Rechtslage trotz des in Kraft befindlichen AltEinkG noch nicht gekl&auml;rt gewesen sei, weil die OFD Karlsruhe erstmals in der Verf&uuml;gung vom 19.&nbsp;September 2005 zur steuerlichen Behandlung von Einmalauszahlungen aus einer schweizerischen Pensionskasse aufgrund der gesetzlichen Neuregelung Stellung genommen und diese nunmehr im Gegensatz zur fr&uuml;heren Behandlung als steuerpflichtige Renten behandelt habe, fehlt es dennoch an einer ausreichenden Vertrauensbasis f&uuml;r eine Disposition der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat bereits mehrfach entschieden, dass bei einer noch nicht gekl&auml;rten Rechtslage kein Vertrauenstatbestand gegeben ist (vgl. z.B. Urteile vom 18.&nbsp;Februar 1982 IV&nbsp;R&nbsp;85\/79, BFHE 135, 311, BStBl II 1982, 397; vom 10.&nbsp;Juni 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;79\/05, BFHE 222, 320, BStBl II 2008, 863, und vom 14.&nbsp;Juli 2009 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/07, BFH\/NV 2009, 1815, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die von der Kl&auml;gerin bezogene Austrittsleistung kann jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert werden, weil sie eine Verg&uuml;tung f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG gilt seit der Ersetzung des Begriffs &quot;Entlohnung&quot; durch den der &quot;Verg&uuml;tung&quot; auch f&uuml;r Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG (R&nbsp;34.4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Einkommensteuer-Richtlinien 2005 &#8211;EStR&#8211;; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;125; Horn in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;34 EStG Rz 60; Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;27; Schmidt\/Wacker, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;45).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da die mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG jedes sich &uuml;ber mindestens zwei Veranlagungszeitr&auml;ume erstreckende, der Erzielung von Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 7 EStG dienende Verhalten ist (ebenso HHR\/Horn, &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;62; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;122), muss bei den Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG auf die Beitragszahlungen in die Einrichtungen der Basisversorgung (u.a. gesetzliche Rentenversicherungen, berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen) abgestellt werden. Nur aufgrund dieser Beitragsleistungen k&ouml;nnen sp&auml;ter Leibrenten und andere Leistungen vereinnahmt werden. Im Streitfall kann aus der nunmehr ma&szlig;geblichen Sicht des AltEinkG kein Zweifel am Vorliegen eines mehrj&auml;hrigen auf die Erzielung von Eink&uuml;nften gerichteten Verhaltens bestehen, da die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin auf ihren von 1990 bis einschlie&szlig;lich 2005 geleisteten Beitr&auml;gen beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zur notwendigen Unterscheidung der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;34 EStG von den Eink&uuml;nften, die der Regelbesteuerung unterliegen, setzen alle Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 EStG eine atypische Zusammenballung voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies rechtfertigt sich aus dem Zweck der Regelung, Progressionsnachteile auszugleichen. Deshalb sind au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte grunds&auml;tzlich nur gegeben, wenn die zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nfte in einem einzigen Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Eink&uuml;nften erh&ouml;hte steuerliche Belastungen entstehen (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Februar 1972 IV&nbsp;R&nbsp;8\/68, BFHE 105, 255, BStBl II 1972, 529; vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1975 VI&nbsp;R&nbsp;55\/73, BFHE 115, 366, BStBl II 1975, 690; vom 2.&nbsp;September 1992 XI&nbsp;R&nbsp;63\/89, BFHE 171, 416, BStBl II 1993, 831; vom 28.&nbsp;Juli 1993 XI&nbsp;R&nbsp;74\/92, BFH\/NV 1994, 368; vom 14.&nbsp;Oktober 2004 VI&nbsp;R&nbsp;46\/99, BFHE 206, 573, BStBl II 2005, 289; vom 29.&nbsp;Mai 2008 IX&nbsp;R&nbsp;55\/05, BFH\/NV 2008, 1666, und vom 21.&nbsp;April 2009 VIII&nbsp;R&nbsp;65\/06, BFH\/NV 2009, 1973).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Zusammenballung ist hier gegeben. Die auf den Beitragszahlungen bis 2005 beruhende gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG steuerpflichtige Austrittsleistung wurde im Streitjahr vollst&auml;ndig ausgezahlt &#8211; mit dem entsprechenden nachteiligen Progressionseffekt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Um dem Charakter der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 EStG Rechnung zu tragen, darf die Zusammenballung der Eink&uuml;nfte nicht dem vertragsgem&auml;&szlig;en oder typischen Ablauf der jeweiligen Eink&uuml;nfteerzielung entsprechen (so auch R&nbsp;34.4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStR; HHR\/Horn, &sect;&nbsp;34 EStG Rz&nbsp;67; Mellinghoff in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;28; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar war die Geltendmachung der Kapitalabfindung hier &quot;vertragsgem&auml;&szlig;&quot;, weil sowohl das PKG als auch das FZG eine solche M&ouml;glichkeit ausdr&uuml;cklich vorsahen. Sie war aber atypisch, da wesentliches Charakteristikum der von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG erfassten Eink&uuml;nfte ist, dass sie der Basisversorgung des Versicherten dienen. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats sind wesentliche Merkmale der Basisversorgung, dass die Renten erst bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze bzw. bei Erwerbsunf&auml;higkeit gezahlt werden und als Entgeltersatzleistung in der Grundkonzeption der Lebensunterhaltssicherung dienen (vgl. auch die entsprechende Rechtsprechung des BSG, z.B. Urteile vom 21.&nbsp;Juli 2009 B&nbsp;7\/7a&nbsp;AL&nbsp;36\/07 R, n.v., und in BSGE 102, 211, unter 2.). Die tats&auml;chliche Verwendung als Altersversorgung wird dadurch grunds&auml;tzlich sichergestellt, dass die Rentenversicherungsanspr&uuml;che nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht ver&auml;u&szlig;erbar, nicht &uuml;bertragbar und nicht kapitalisierbar sind (Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2010, 1275, und in BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628). F&uuml;r den Bereich der Basisversorgung sind daher ausschlie&szlig;lich Rentenzahlungen typisch. Kapitalauszahlungen wie die Austrittsleistung der Kl&auml;gerin stellen lediglich eine eng begrenzte Ausnahmeregelung dar, die im Streitfall auf der Qualifikation der PKBS als gesetzliche Rentenversicherung beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dass der Gesetzgeber auch im Bereich der Altersvorsorge ein Bed&uuml;rfnis nach progressionsmildernden Regelungen f&uuml;r den Fall des Bezugs von Einmalleistungen sieht, zeigt die Rechtsentwicklung bei Leistungen aus Kapitallebensversicherungen: Im Rahmen der Beratungen des AltEinkG hatte der Finanzausschuss zun&auml;chst vorgesehen, f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitallebensversicherungen, die aufgrund der seinerzeit vorgenommenen Neuregelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG k&uuml;nftig steuerpflichtig sein sollten, die Progressionswirkung durch Schaffung eines &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;6 EStG abzumildern (BTDrucks 15\/2986, 25 und 15\/3004, 21). Durch den Vermittlungsausschuss wurde diesem Anliegen indes dadurch &#8211;weitergehend&#8211; Rechnung getragen, dass anstelle einer Regelung in &sect;&nbsp;34 EStG unter bestimmten Voraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG lediglich die H&auml;lfte des Unterschiedsbetrags zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beitr&auml;ge anzusetzen ist (Anlage zu BTDrucks 15\/3230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Berechnung der festzusetzenden Einkommensteuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, X R 33\/10 Austrittsleistung einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse ist steuerpflichtig und nicht steuerbefreit Leits&auml;tze 1. Eine Austrittsleistung, die von einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse nach dem 31. Dezember 2004 ausgezahlt wird, ist als &quot;andere Leistung&quot; mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG zu besteuern. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-10-austrittsleistung-einer-schweizerischen-oeffentlich-rechtlichen-pensionskasse-ist-steuerpflichtig-und-nicht-steuerbefreit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;33\/10 &#8211; Austrittsleistung einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse ist steuerpflichtig und nicht steuerbefreit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61426\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}