{"id":61432,"date":"2013-12-19T17:44:30","date_gmt":"2013-12-19T15:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61432"},"modified":"2013-12-19T17:44:30","modified_gmt":"2013-12-19T15:44:30","slug":"x-r-3-12-kapitalleistungen-berufsstaendischer-versorgungseinrichtungen-sind-steuerpflichtig-koennen-aber-ermaessigt-besteuert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-3-12-kapitalleistungen-berufsstaendischer-versorgungseinrichtungen-sind-steuerpflichtig-koennen-aber-ermaessigt-besteuert-werden\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;3\/12 &#8211; Kapitalleistungen berufsst&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen sind steuerpflichtig, k&ouml;nnen aber erm&auml;&szlig;igt besteuert werden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, X R 3\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Kapitalleistungen berufsst&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen sind steuerpflichtig, k&ouml;nnen aber erm&auml;&szlig;igt besteuert werden<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kapitalleistungen, die von berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen nach dem 31. Dezember 2004 gezahlt werden, sind als &quot;andere Leistungen&quot; mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG zu besteuern.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die durch das AltEinkG begr&uuml;ndete Steuerpflicht von Kapitalleistungen verst&ouml;&szlig;t weder gegen den Gleichheitssatz noch gegen das R&uuml;ckwirkungsverbot.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Kapitalleistungen berufsst&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Vom Versorgungswerk der Apothekerkammer Nordrhein (Versorgungswerk) erhielt der 1949 geborene Kl&auml;ger im M&auml;rz 2009 eine einmalige Kapitalzahlung in H&ouml;he von 350.642,34&nbsp;EUR. Ferner bezieht er seitdem ein vorgezogenes monatliches Altersruhegeld in H&ouml;he von 242&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) besteuerte sowohl die Kapitalleistung als auch die Rentenzahlungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG) mit einem Besteuerungsanteil von 58&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger sind der Ansicht, die Kapitalzahlung sei nicht steuerpflichtig. Es handele sich weder um eine Leibrente noch um eine andere Leistung i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, da sie eine Einmalzahlung und keinen wiederkehrenden Bezug darstelle. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG m&uuml;sse im Kontext mit Satz&nbsp;1 dieser Vorschrift gesehen werden, der nur &quot;Eink&uuml;nfte aus wiederkehrenden Bez&uuml;gen&quot; erfasse. Das Alterseink&uuml;nftegesetz (AltEinkG) vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) habe daran nichts ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gehe man demgegen&uuml;ber davon aus, es komme auf die &auml;u&szlig;ere Form der Zahlung nicht an und eine Wiederkehr der Leistungen sei f&uuml;r die steuerliche Erfassung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG nicht erforderlich, m&uuml;sse dies auch f&uuml;r Einmalzahlungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG gelten. Hier lehne das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die Erfassung einmaliger Leistungen jedoch ausdr&uuml;cklich ab (Schreiben vom 13.&nbsp;September 2010, BStBl I 2010, 681, Rz&nbsp;195&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Satzung des Versorgungswerks das Kapitalisierungswahlrecht nur f&uuml;r den Teil des Deckungskapitals vorsehe, der auf Beitragszahlungen vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 beruhe, seien die zugrunde liegenden Beitr&auml;ge ebenso wie Beitr&auml;ge zu den Altvertr&auml;gen einer Kapitallebensversicherung unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b des Einkommensteuergesetzes in der vor dem Inkrafttreten des AltEinkG geltenden Fassung (EStG a.F.) abziehbar gewesen. Daher m&uuml;sse die Einmalzahlung aus einem Versorgungswerk einkommensteuerrechtlich ebenso behandelt werden wie die Einmalzahlung aus einer &quot;alten&quot; Kapitallebensversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Versorgungswerk h&auml;tte zudem aufgrund der bestehenden Kapitalabfindungsm&ouml;glichkeit ohne Satzungs&auml;nderung gar nicht als Basisversorgung der sog. ersten Schicht anerkannt werden k&ouml;nnen. Nur wegen dieser Satzungs&auml;nderung k&ouml;nnten die Beitr&auml;ge auch ab 2005 als Sonderausgaben abgezogen werden. H&auml;tte das Versorgungswerk die Satzung nicht ge&auml;ndert, best&uuml;nde die Gefahr einer Doppelbesteuerung, da &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a und &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG nicht systemkonform aufeinander abgestimmt worden seien. W&auml;hrend f&uuml;r den Sonderausgabenabzug der Beitr&auml;ge gefordert werde, dass die berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen Leistungen zu erbringen h&auml;tten, die denen der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar seien, fehle diese Voraussetzung bei der Besteuerung der entsprechenden Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein vergleichbares Problem ergebe sich bei einem privaten Rentenversicherungsvertrag, der in einen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG beg&uuml;nstigten Vertrag umgewandelt worden sei. Hier vertrete die Finanzverwaltung die Auffassung, die Umwandlung f&uuml;hre zur Beendigung des bestehenden Vertrags und zum Abschluss eines neuen Basisrentenversicherungsvertrags. Konsequenz sei &#8211;bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen&#8211; die Besteuerung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 681, Rz&nbsp;148). Vor diesem Hintergrund h&auml;tte der Gesetzgeber unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung auch f&uuml;r die vor 2005 begr&uuml;ndeten Anwartschaften aus berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen, die die Voraussetzungen f&uuml;r die Basisversorgung nicht erf&uuml;llten, Bestandsschutz gew&auml;hren m&uuml;ssen. Es sei nicht begr&uuml;ndbar, dass Auszahlungen aus Altanwartschaften, die nur wegen einer Satzungs&auml;nderung der sog. ersten Schicht zuzurechnen seien, steuerlich erheblich schlechter gestellt w&uuml;rden als Auszahlungen der sog. dritten Schicht, obwohl im Rahmen des durch das AltEinkG eingef&uuml;hrten Drei-Schichten-Modells die sog. erste Schicht als besonders schutz- und f&ouml;rderungsw&uuml;rdig anzusehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kapitalzahlung in H&ouml;he von 350.642,34&nbsp;EUR und der monatlichen Rentenleistung in H&ouml;he von 242&nbsp;EUR liege kein einheitliches Rentenstammrecht zugrunde, so dass auch keine einheitliche Besteuerung der Rente und der Einmalzahlung in Betracht komme. Die Aufspaltung in eine Rentenanwartschaft &#8211;basierend auf den ab 2005 entrichteten Beitr&auml;gen&#8211; und in eine Kapitalzahlung sei dem Umstand geschuldet, dass die urspr&uuml;ngliche Satzung des Versorgungswerks die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG nicht erf&uuml;llt habe und daher eine Anpassung geboten gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen w&uuml;rden Kapitalauszahlungen und laufende Renten auch bei Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht &#8211;als Teil der sog. dritten Schicht&#8211; nicht stets einheitlich behandelt. So unterliege der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beitr&auml;ge im Erlebensfall oder bei R&uuml;ckkauf des Vertrags der Besteuerung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG, <em>soweit<\/em> nicht die lebenslange Rente gew&auml;hlt werde, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG zu besteuern sei. G&auml;be es die Regelung in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG nicht, w&uuml;rde ein einheitlicher Vertrag &#8211;als Rentenversicherungsvertrag mit Teilkapitalauszahlung&#8211; wohl insgesamt der Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG unterliegen mit der Folge, dass die Teilkapitalauszahlung steuerlich nicht erfasst werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem versto&szlig;e die Steuerpflicht der Kapitalzahlung gegen das Verbot der Doppelbesteuerung. Der Kl&auml;ger habe im Zeitraum von 1981 bis 2004 Beitr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 194.899&nbsp;EUR an das Versorgungswerk entrichtet. Nachpr&uuml;fungen h&auml;tten ergeben, dass bereits in den Jahren 1997 bis 2004&nbsp;&nbsp;54.351&nbsp;EUR aus versteuertem Einkommen in das Versorgungswerk eingezahlt worden seien, dies entspreche im Durchschnitt 63,45&nbsp;% der insgesamt in das Versorgungswerk eingezahlten Beitr&auml;ge. Werde dieser Durchschnittssatz auf die gesamten Einzahlungen angewendet, seien 123.664&nbsp;EUR (63,45&nbsp;% von 194.899&nbsp;EUR) aus versteuertem Einkommen in das Versorgungswerk eingezahlt worden. Daraus ergebe sich &#8211;falls &uuml;berhaupt von einer Steuerpflicht der Kapitalzahlung ausgegangen werde&#8211; die folgende steuerliche Bemessungsgrundlage:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kapitalauszahlung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">350.642&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">abzgl. versteuerte Beitr&auml;ge<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/.&nbsp;&nbsp;<span style=\"text-decoration:underline\">123.664<\/span>&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Zwischensumme<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">226.978&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Besteuerungsanteil 58&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">131.647&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem sei, wenn man wie das FA ein einheitliches Rentenstammrecht annehme, die kapitalisierte Rentenzahlung kein typischer Ablauf f&uuml;r die Basisversorgung, so dass konsequenterweise die Tarifbeg&uuml;nstigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 EStG gew&auml;hrt werden m&uuml;sse (vgl. auch R&nbsp;34.4 Abs.&nbsp;1 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211;EStR&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren wies das Finanzgericht (FG) die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1062 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung ihrer Revision wiederholen und erg&auml;nzen die Kl&auml;ger ihr Vorbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2009 vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;August 2011 insoweit zu &auml;ndern, dass die Einnahmen des Kl&auml;gers i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG um die Kapitalzahlung aus dem Versorgungswerk in H&ouml;he von 350.642,34&nbsp;EUR gemindert werden,<br \/>hilfsweise<br \/>dass die Kapitalzahlung nur in H&ouml;he von 226.978&nbsp;EUR x 58&nbsp;%&nbsp;= 131.647&nbsp;EUR als sonstige Eink&uuml;nfte i.S. von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG angesetzt und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger f&uuml;hrt zur Aufhebung des Urteils und der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;August 2011 sowie zur &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids 2009 in dem durch den Urteilstenor umschriebenen Umfang. Das FG hat zwar zu Recht die Entscheidung des FA nicht beanstandet, die vom Kl&auml;ger bezogene Kapitalzahlung in H&ouml;he von 350.642,34&nbsp;EUR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG mit einem Besteuerungsanteil von 58&nbsp;% zu besteuern. Zu Unrecht hat es aber die Anwendung des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Kapitalzahlung des Versorgungswerks handelt es sich um eine andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG (unter 1.). Ihre Besteuerung mit dem Besteuerungsanteil des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG verletzt weder den Gleichheitssatz (unter 2.) noch das Verbot der Doppelbesteuerung (unter 3.) oder das der R&uuml;ckwirkung (unter 4.). Die Kapitalzahlung kann nicht lediglich in H&ouml;he von 226.978&nbsp;EUR mit dem Besteuerungsanteil von 58&nbsp;% besteuert werden (unter 5.). Sie ist jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 EStG erm&auml;&szlig;igt zu besteuern (unter 6.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte Eink&uuml;nfte aus &quot;wiederkehrenden Leistungen&quot;. Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG geh&ouml;ren zu den in Satz&nbsp;1 bezeichneten Eink&uuml;nften auch Leibrenten und &quot;andere Leistungen&quot;, die u.a. aus den gesetzlichen Rentenversicherungen und den berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen erbracht werden, soweit sie der Besteuerung unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Auslegung einer Gesetzesbestimmung ist der in der Norm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers, so wie er sich aus dem Wortlaut der Vorschrift und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den sie hineingestellt ist (Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;794\/95, BVerfGE 105, 135, unter B.II.1.a, m.w.N.). Um den objektiven Willen des Gesetzgebers zu erfassen, k&ouml;nnen alle herk&ouml;mmlichen Auslegungsmethoden herangezogen werden. Sie schlie&szlig;en einander nicht aus, sondern erg&auml;nzen sich gegenseitig. Das gilt auch f&uuml;r die Heranziehung der Gesetzesmaterialien, soweit sie auf den objektiven Gesetzesinhalt schlie&szlig;en lassen. Sie d&uuml;rfen jedoch nicht dazu verleiten, die Vorstellungen der gesetzgebenden Instanzen dem objektiven Gesetzesinhalt gleichzusetzen. Der Wille des Gesetzgebers kann bei der Auslegung des Gesetzes daher nur insoweit ber&uuml;cksichtigt werden, als er in dem Gesetz selbst einen hinreichend bestimmten Ausdruck gefunden hat (so BVerfG-Beschluss vom 17.&nbsp;Mai 1960&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;11\/59, 11\/60, BVerfGE 11, 126, unter B.I.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ist &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG so auszulegen, dass eine Besteuerung als &quot;andere Leistung&quot; nicht zugleich das Vorliegen wiederkehrender Bez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der auslegungsbed&uuml;rftige Wortlaut des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG ist so zu verstehen, dass der Besteuerungsgegenstand der sonstigen Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;22 EStG f&uuml;r die Fallgruppen des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG autonom durch die Begriffe &quot;Leibrenten und andere Leistungen&quot; in Verbindung mit den Aufz&auml;hlungen und Definitionen in den nachfolgenden Doppelbuchst.&nbsp;aa und bb umschrieben wird. Die &quot;anderen Leistungen&quot; des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG liegen damit unabh&auml;ngig davon vor, ob sie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG wiederkehrend sind (so im Ergebnis z.B. Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;142\/09, BFH\/NV 2010, 1275, unter II.2.e; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;74\/11, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; FG M&uuml;nster, Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;1280\/08&nbsp;E, EFG 2012, 1753; BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 681, Rz&nbsp;143; die h.M. in der Literatur, vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;4, 41; Fischer in Kirchhof, EStG, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;38; Bauschatz in Korn, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;94; L&uuml;sch in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;88; a.A. Killat-Risthaus in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;277; zweifelnd Lindberg in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;151). Dass in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;2 EStG als Bemessungsgrundlage f&uuml;r den der Besteuerung unterliegenden Anteil der Jahresbetrag der Rente gesondert genannt wird, steht einer solchen Auslegung nicht entgegen, da es sich um eine notwendige Spezialvorschrift f&uuml;r Rentenbez&uuml;ge handelt, auf die &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG in erster Linie zugeschnitten ist (vgl. auch Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;74\/11, n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Auffassung der Kl&auml;ger, die &quot;anderen Leistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG m&uuml;ssten ebenfalls das in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG genannte Merkmal der &quot;wiederkehrenden Bez&uuml;ge&quot; erf&uuml;llen (so auch HHR\/Killat-Risthaus, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;277), steht der ausdr&uuml;ckliche Wille des Gesetzgebers entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gesetzgebungsverfahren zum AltEinkG wurde der urspr&uuml;ngliche Gesetzesentwurf hinsichtlich der steuerlichen Behandlung der Beitr&auml;ge und Leistungen berufsst&auml;ndischer Versorgungswerke durch den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages (Finanzausschuss) mit der Begr&uuml;ndung ge&auml;ndert, die berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen stellten ein auf &ouml;ffentlich-rechtlicher Grundlage beruhendes Ersatzsystem zur gesetzlichen Rentenversicherung dar (BTDrucks 15\/3004, 17). Infolgedessen sind die an die Versorgungswerke geleisteten Beitr&auml;ge nicht mehr wie Beitr&auml;ge zugunsten privater Leibrentenprodukte zu behandeln, sondern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG wie Beitr&auml;ge zugunsten der gesetzlichen Rentenversicherung, sofern vergleichbare Leistungen gew&auml;hrt werden. Auf der Leistungsseite wurde in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG der Besteuerungsgegenstand bewusst um die &quot;anderen Leistungen&quot; erweitert. Zur Begr&uuml;ndung wies der Finanzausschuss ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass bei berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen und Pensionskassen Teilkapitalisierungen zul&auml;ssig seien, die andernfalls nicht steuerbar w&auml;ren (BTDrucks 15\/3004, 19). Eine Einschr&auml;nkung der &quot;anderen Leistungen&quot; auf Kinderzusch&uuml;sse u.&Auml;. und damit eine Nichteinbeziehung von Kapitalzahlungen ist den Materialien &#8211;im Gegensatz zur Auffassung der Kl&auml;ger&#8211; nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Wille des Gesetzgebers, neben den Leibrenten auch andere Leistungen zu besteuern, ist sowohl in Bezug auf die steuerliche Behandlung der Beitr&auml;ge als auch in Bezug auf die Besteuerung der entsprechenden Leistungen aus den berufsst&auml;ndischen Versorgungswerken durch den im Vergleich zum Regierungsentwurf ge&auml;nderten Gesetzeswortlaut in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG und &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG hinreichend deutlich zum Ausdruck gekommen. Demgegen&uuml;ber sind die gesetzgeberischen Erw&auml;gungen, die dem urspr&uuml;nglichen, aber nicht zum Gesetz gewordenen Entwurf oder einer fr&uuml;heren Gesetzesfassung zugrunde gelegen haben, unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Besteuerung der Kapitalleistungen der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG entspricht dem Sinn und Zweck des AltEinkG und den darin enthaltenen grundlegenden Wertungen. Dazu geh&ouml;ren die Einordnung der berufsst&auml;ndischen Versorgung in die Basisversorgung des sog. Drei-Schichten-Modells (unter (1)), der &Uuml;bergang zur nachgelagerten Besteuerung bei der Basisversorgung (unter (2)) sowie die Kohortenl&ouml;sung der &Uuml;bergangsregelung (unter (3)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die gesetzliche Neuregelung beruht auf dem von der Sachverst&auml;ndigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211;Sachverst&auml;ndigenkommission&#8211; erarbeiteten Drei-Schichten-Modell (vgl. auch den Abschlussbericht der Sachverst&auml;ndigenkommission, BMF-Schriftenreihe Bd.&nbsp;74, S.&nbsp;13&nbsp;ff.). Die sog. erste Schicht bildet dabei die Basisversorgung, die sog. zweite Schicht dient der Zusatzversorgung (betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente) und die sog. dritte Schicht umfasst Kapitalanlageprodukte, die der Alterssicherung dienen k&ouml;nnen, aber nicht m&uuml;ssen. Zur sog. ersten Schicht geh&ouml;ren Leibrenten und andere Leistungen, die aus einem durch Beitr&auml;ge erworbenen Anspruch gegen einen gesetzlichen oder privaten Versorgungstr&auml;ger auf lebensl&auml;ngliche Versorgung fr&uuml;hestens ab seinem 60.&nbsp;Lebensjahr (ab 2014 ab dem 62.&nbsp;Lebensjahr) gezahlt werden und bei denen die Anwartschaften nicht vererblich, nicht &uuml;bertragbar, nicht beleihbar, nicht ver&auml;u&szlig;erbar und nicht kapitalisierbar sein d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zuordnung der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke zur Basisversorgung und damit zur sog. ersten Schicht ist folgerichtig. Auch ist die Unterscheidung der berufsst&auml;ndischen Versorgung von den auf einem freiwilligen Entschluss beruhenden sog. R&uuml;rup-Renten des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG nicht zu beanstanden, da &quot;berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen&quot; nach der Legaldefinition in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch &ouml;ffentlich-rechtliche Versicherungs- oder Versorgungseinrichtungen einer Berufsgruppe sind, in der die Mitgliedschaft durch Gesetz angeordnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die zutreffende Qualifizierung der berufsst&auml;ndischen Versorgung als Basisversorgung sind die steuerlichen Regelungen f&uuml;r Kapitalanlageprodukte der sog. dritten Schicht, die der vorgelagerten Besteuerung unterliegen, nicht anwendbar. Die Hinweise der Kl&auml;ger auf die steuerliche Behandlung von Kapitalzahlungen und Renten aus privaten Kapitallebensversicherungsvertr&auml;gen gehen daher fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die zweite Grundentscheidung des AltEinkG ist der &Uuml;bergang zur nachgelagerten Besteuerung f&uuml;r den Bereich der Basisversorgung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Das Konzept der nachgelagerten Besteuerung ersetzt die bisherige Ertragsanteilsbesteuerung von Altersrenten. Der Gesetzgeber hat sich damit grunds&auml;tzlich von seiner fr&uuml;heren Sichtweise gel&ouml;st. Vor Inkrafttreten des AltEinkG handelte es sich bei den ausbezahlten Versicherungsleistungen um eine &#8211;nicht steuerbare&#8211; Verm&ouml;gensumschichtung; d.h. nur die &quot;Ertr&auml;ge&quot;, die sich aus der Annahme einer &quot;fiktiven Verzinsung&quot; der ratierlichen Auszahlung ergaben, unterlagen der Ertragsanteilsbesteuerung. Die neue nachgelagerte Besteuerung geht dagegen von einem Verm&ouml;gensaufbau und nicht mehr von einer Verm&ouml;gensumschichtung aus. Der Verm&ouml;gensaufbau, d.h. der Erwerb von Renten- bzw. Versorgungsanwartschaften, wird dem Steuerpflichtigen aus unversteuerten Mitteln erm&ouml;glicht. Konsequenz dieses Konzepts ist, dass nunmehr nicht nur die &quot;Ertr&auml;ge&quot; aus dem Verm&ouml;gen, das aus steuerlich entlasteten Beitr&auml;gen aufgebaut wurde, sondern auch der R&uuml;ckfluss des Altersvorsorgeverm&ouml;gens als solches einschlie&szlig;lich der damit verbundenen Wertsteigerungen vom Gesetzgeber als steuerpflichtiges Einkommen angesehen werden. Demgem&auml;&szlig; kann es auf die Form der Auszahlung nicht mehr ankommen, so dass auch einmalige, nicht wiederkehrend erbrachte Leistungen der Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG unterliegen (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2010, 1275, unter II.2.e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) F&uuml;r die Basisversorgung sind damit die fr&uuml;heren gesetzgeberischen Grundentscheidungen &uuml;berholt; sie k&ouml;nnen zur Gesetzesauslegung nicht mehr herangezogen werden. Infolgedessen geht die Argumentation der Kl&auml;ger fehl, die Kapitalleistung und Renten beruhten auf keinem einheitlichen Rentenrecht, sondern seien getrennt zu behandeln. F&uuml;r s&auml;mtliche Leistungen der Basisversorgung kommt es steuerlich nicht mehr auf das Vorliegen eines solchen Rentenrechts an. Vielmehr sind die Leistungen &#8211;jedenfalls nach Ablauf des &Uuml;bergangszeitraums&#8211; voll steuerpflichtige Eink&uuml;nfte. Diese bestehen bei Leistungen aus berufsst&auml;ndischen Versorgungswerken &#8211;jedenfalls solange noch Altanwartschaften bestehen&#8211; nicht nur aus Rentenzahlungen, sondern ggf. auch aus einer Kapitalleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die dritte f&uuml;r die Behandlung der Kapitalleistung der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke wesentliche Entscheidung des Gesetzgebers ist die &Uuml;berf&uuml;hrung der bestehenden unterschiedlichen Altersvorsorge- und Alterseink&uuml;nftesysteme der Basisversorgung in das System der nachgelagerten Besteuerung durch die Kohortenl&ouml;sung im Rahmen der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelungen der &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;4&nbsp;ff. und &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa S&auml;tze&nbsp;3&nbsp;ff. EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) In die &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG sind alle Leistungen der Basisversorgung einzubeziehen, unabh&auml;ngig davon, ob sie wiederkehrend sind oder nicht. Dies gilt nicht nur f&uuml;r den 2040 erreichten Endzustand der nachgelagerten Besteuerung, sondern muss zwingend auch f&uuml;r die &Uuml;bergangsregelung gelten, da es deren Aufgabe ist, den vorgefundenen Rechtszustand in die neue gesetzgeberische Konzeption des AltEinkG zu &uuml;berf&uuml;hren. Die &Uuml;bergangsregelung gilt f&uuml;r s&auml;mtliche Leistungen, und damit auch f&uuml;r die Kapitalzahlung der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke. F&uuml;r eine Herausnahme bestimmter Leistungen dieser Einrichtungen aus der f&uuml;r die Basisversorgung geltenden &Uuml;bergangsregelung fehlt eine gesetzliche Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die Kl&auml;ger machen indes geltend, der Sonderausgabenabzug f&uuml;r die Beitr&auml;ge stimme nicht mit der Besteuerung der Leistungen aus berufsst&auml;ndischen Versorgungswerken &uuml;berein, da es in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG auf die Vergleichbarkeit der Leistungen nicht ankomme, w&auml;hrend in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG gefordert werde, dass die berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen Leistungen erbr&auml;chten, die denen der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Die unterschiedlichen Anforderungen in &sect;&nbsp;10 und &sect;&nbsp;22 EStG in Bezug auf die berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke beruhen jedoch nicht auf einem Versehen des Gesetzgebers, sondern sind die konsequente Umsetzung der Kohortenl&ouml;sung der &Uuml;bergangsregelung, nach der ab 2005 alle Leistungen mit dem gesetzlich vorgegebenen Besteuerungsanteil zu besteuern sind. Diese Besteuerungsanordnung gilt unabh&auml;ngig davon, ob die Leistungen auf Beitr&auml;gen beruhen, die zu einem Zeitpunkt geleistet wurden, in dem das Versorgungswerk &#8211;wie im Streitfall&#8211; die ab 2005 geltenden Voraussetzungen f&uuml;r den Sonderausgabenabzug (noch) nicht erf&uuml;llte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) H&auml;tte der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG f&uuml;r die Leistungen der berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen ebenfalls ein mit dem der gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbares Leistungsspektrum gefordert, k&ouml;nnten die Leistungen, die auf vor 2005 geleisteten Beitr&auml;gen beruhen, nicht wie die anderen Leistungen der Basisversorgung besteuert werden. Konsequenterweise w&uuml;rde dies aber nicht nur f&uuml;r Kapitalzahlungen der berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen gelten, sondern auch f&uuml;r deren Rentenleistungen. Diese k&ouml;nnten infolgedessen nur mit dem Ertragsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG besteuert werden. Ein solches Ergebnis widerspr&auml;che jedoch der Konzeption des AltEinkG, nach der s&auml;mtliche Leibrenten der Basisversorgung, also der gesetzlichen Rentenversicherungen, aus landwirtschaftlichen Alterskassen, aus berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen sowie aus vergleichbaren privaten Rentenversicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG als sonstige Eink&uuml;nfte mit einem in der &Uuml;bergangsphase festgelegten Besteuerungsanteil zu besteuern sind. Die Ertragsanteilsbesteuerung ist demgegen&uuml;ber f&uuml;r die Basisversorgung nicht (mehr) realit&auml;tsgerecht, da sie implizit zur Voraussetzung hat, dass die Beitr&auml;ge, auf denen die Leibrente beruht, s&auml;mtlich aus versteuertem Einkommen geleistet wurden (siehe BTDrucks 15\/2150, 40 unter Bezugnahme auf das Urteil des BVerfG vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99, BVerfGE 105, 73).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) Dementsprechend hat der Finanzausschuss den urspr&uuml;nglichen Entwurf des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, in dem vorgeschlagen wurde, Leibrenten aus gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG, <em>die nach dem 31.&nbsp;Dezember 2004 abgeschlossen worden sind<\/em>, der Basisbesteuerung zu unterwerfen, insoweit modifiziert, als er den die zeitliche Bedingung bezeichnenden Relativsatz gestrichen hat. Dadurch sollte &#8211;laut Gesetzesbegr&uuml;ndung&#8211; sichergestellt werden, dass sich die Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG auch auf bereits bestehende Vertr&auml;ge erstreckt, um so eine Besteuerungsl&uuml;cke zu schlie&szlig;en (vgl. BTDrucks 15\/3004, 19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Das Konzept der nachgelagerten Besteuerung ist verfassungsrechtlich so lange nicht zu beanstanden, wie die entsprechenden Beitr&auml;ge zu einer steuerlichen Entlastung gef&uuml;hrt haben (Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710). Insoweit ist den Kl&auml;gern zuzugeben, dass es durch die unterschiedlichen Anforderungen in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG und &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu einer unzul&auml;ssigen Doppelbesteuerung kommen kann, wenn n&auml;mlich die berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen keine den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbaren Leistungen gew&auml;hren. Die an sie geleisteten Beitr&auml;ge w&auml;ren dann zwar nicht als Sonderausgaben abziehbar, die daraus resultierenden Leistungen m&uuml;ssten aber dennoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG versteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke haben jedoch ihre Satzungen zwischenzeitlich den gesetzlichen Vorgaben angepasst (vgl. HHR\/Killat-Risthaus, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;281), so dass sich dieses Problem nur bei solchen Leistungen stellt, die auf Beitr&auml;gen beruhen, die vor 2005 eingezahlt wurden. Diese Beitr&auml;ge waren aber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG a.F. im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG a.F. ebenso wie die Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen abziehbar; bei einem nichtselbstst&auml;ndig T&auml;tigen war zudem der entsprechende Arbeitgeberanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 EStG a.F. steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig davon ist jedoch &#8211;ebenso wie bei allen anderen Leistungen der Basisversorgung&#8211; zu pr&uuml;fen, ob im jeweiligen Einzelfall die gesetzliche &Uuml;bergangsregelung zu einer verfassungsrechtlich unzul&auml;ssigen Doppelbesteuerung f&uuml;hrt (siehe dazu unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Einbeziehung der Kapitalzahlung in die Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG verst&ouml;&szlig;t weder im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von Versicherungsvertr&auml;gen, die in R&uuml;rup-Vertr&auml;ge umgewandelt wurden (unter a), noch im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von privaten Lebens- oder Rentenversicherungen (unter&nbsp;b) gegen den Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger weisen darauf hin, dass nach Auffassung der Finanzverwaltung die Umwandlung eines Kapitallebensversicherungsvertrags in einen R&uuml;rup-Rentenvertrag zur Beendigung des bestehenden Vertrags und zum Abschluss eines neuen Basisvertrags f&uuml;hre (vgl. BMF-Schreiben in BStBl I 2010, 681, Rz&nbsp;148). Im Vergleich dazu werde der &Uuml;bergang eines bisher nicht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG erf&uuml;llenden Versorgungswerks in ein solches, das diese Voraussetzungen erf&uuml;llt, einkommensteuerrechtlich anders behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grund f&uuml;r diese Ungleichbehandlung ist darin zu sehen, dass der wirtschaftliche Gehalt der berufsst&auml;ndischen Versorgung trotz der notwendig gewordenen Satzungsanpassungen im Wesentlichen gleich geblieben ist, da es die vorrangige Aufgabe eines Versorgungswerks ist, den Kammerangeh&ouml;rigen und deren Familienangeh&ouml;rigen eine Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung zu gew&auml;hren (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.&nbsp;Februar 2011 I&nbsp;R&nbsp;47\/09, BFHE 233, 109, BStBl II 2012, 601, unter III.2.b&nbsp;bb). Demgegen&uuml;ber bedeutet die Umwandlung eines Lebensversicherungsvertrags in einen R&uuml;rup-Vertrag den Wechsel in einen vollkommen anderen Vertragstyp, so dass die Ungleichbehandlung durch sachliche Unterschiede gerechtfertigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der unterschiedlichen Behandlung der Kapitalzahlung des berufsst&auml;ndischen Versorgungswerks im Vergleich zu der Kapitalabfindung einer privaten Lebensversicherung, f&uuml;r die als Teil der sog. dritten Schicht das Prinzip der vorgelagerten Besteuerung gilt, ist ebenfalls kein Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz zu sehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bereits im Urteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710 (unter II.2.b&nbsp;cc) hat der erkennende Senat entschieden, dass in der weiteren Anwendung der Ertragsanteilsbesteuerung (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG) auf private Leibrentenversicherungen keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung zu Lasten der Bezieher von Rentenleistungen der Basisversorgung (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG) zu sehen ist. Das gilt insbesondere auch f&uuml;r die steuerliche Behandlung der Renten aus Leibrentenversicherungen, die vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 abgeschlossen worden sind. Die dem dortigen Urteil zugrunde liegenden Erw&auml;gungen gelten auch im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Rahmen der Neuregelung hat der Gesetzgeber Beitragszahlungen der sog. dritten Schicht, d.h. auch an Rentenversicherungen, die nicht von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG erfasst sind, aus dem Bereich der beg&uuml;nstigten Altersvorsorgeaufwendungen herausgenommen; er beg&uuml;nstigt nur noch Altvertr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b EStG im Rahmen der &#8211;in der Praxis regelm&auml;&szlig;ig schon durch andere Aufwendungen ausgesch&ouml;pften&#8211; H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 EStG sowie im Rahmen der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4a EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund beruht der gesetzgeberische Ansatz, Anspr&uuml;che aufgrund solcher Vertr&auml;ge lediglich der Ertragsanteilsbesteuerung zu unterwerfen, auf der folgerichtigen Umsetzung der neuen gesetzgeberischen Konzeption. Haben sich n&auml;mlich die Beitragszahlungen nicht steuermindernd ausgewirkt, dann ist es gerechtfertigt, nur den Teil der Rente steuerlich zu erfassen, der zus&auml;tzlich zum angesparten Rentenkapital als Zinsanteil zur Auszahlung gelangt (Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b&nbsp;cc). Nichts anderes kann f&uuml;r die Besteuerung von Kapitalleistungen privater Rentenversicherungen gelten: Wurden diese vor 2005 abgeschlossen, k&ouml;nnen die Auszahlungen &#8211;wie bei jeder anderen privaten Rentenversicherung auch&#8211; entweder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG oder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG besteuert oder steuerfrei vereinnahmt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dass die Beitr&auml;ge f&uuml;r private Rentenversicherungen in der Vergangenheit in einem &auml;hnlichen Ausma&szlig; wie die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung oder f&uuml;r ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk steuermindernd waren, ist unerheblich. Es liegt im Wesen einer &Uuml;bergangsregelung, einen vorgefundenen Rechtszustand gleitend in eine neue gesetzgeberische Konzeption zu &uuml;berf&uuml;hren. Sind nach dieser neuen Konzeption die Einzahlungen in Rentenversicherungsvertr&auml;ge nicht bzw. nur in einem geringeren Umfang steuerlich beg&uuml;nstigt, liegt es im Rahmen des weiten gesetzgeberischen Spielraums, bei der Besteuerung der Rentenzufl&uuml;sse aus solchen Rentenvertr&auml;gen zugunsten des Steuerpflichtigen die in der Vergangenheit gew&auml;hrten Steuervorteile zu vernachl&auml;ssigen und sich an der ab dem Jahr 2005 geltenden gesetzlichen Neukonzeption zu orientieren. Die von dem Gesetzgeber aus Praktikabilit&auml;tsgr&uuml;nden gew&auml;hlte L&ouml;sung, die Leistungen von privaten Rentenversicherungen, die nicht unter &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG fallen, entweder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG oder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. und &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG&nbsp;n.F. zu besteuern, stellt eine zul&auml;ssige Pauschalierung dar (vgl. dazu im Einzelnen Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Besteuerung der Kapitalzahlung verst&ouml;&szlig;t im Streitfall nicht gegen das Verbot der Doppelbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In seinem Urteil in BVerfGE 105, 73 (unter D.II.) fordert das BVerfG, die steuerliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez&uuml;gen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen &quot;in jedem Fall&quot; so aufeinander abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird, ohne jedoch den Begriff &quot;doppelte Besteuerung&quot; zu konkretisieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BVerfG sowie des erkennenden Senats ist eine doppelte Besteuerung gegeben, wenn die steuerliche Belastung der Vorsorgeaufwendungen h&ouml;her ist als die steuerliche Entlastung der Altersbez&uuml;ge, dabei gilt grunds&auml;tzlich das Nominalwertprinzip (siehe auch BVerfG-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;14\/02, 2\/04, 13\/05, BVerfGE 127, 1, unter III.2.c). Bei der Ermittlung der steuerlichen Belastung der Aufwendungen ist der Sonderausgabenabzug anhand der Beitragss&auml;tze der gesetzlichen Sozialversicherung aufzuspalten. In die Berechnung der steuerlichen Entlastung der Altersbez&uuml;ge sind die bisher vereinnahmten sowie die der statistischen Wahrscheinlichkeit nach zu erwartenden Leistungen einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den dem FG-Urteil zugrunde liegenden Zahlen, an die der erkennende Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gebunden ist, hat der Kl&auml;ger in den Jahren von 1981 bis 2004 Betr&auml;ge in H&ouml;he von 194.899&nbsp;EUR an das Versorgungswerk entrichtet. Aufgrund der Berechnung des Anteils der steuerwirksamen Aufwendungen an den gesamten geleisteten Vorsorgeaufwendungen der Jahre 1997 bis 2004, der auf die gesamte Vertragslaufzeit &uuml;bertragen wurde, gehen die Beteiligten und das FG &uuml;bereinstimmend davon aus, dass 63,45&nbsp;% der Aufwendungen aus versteuertem Einkommen geleistet wurden. Diese Sch&auml;tzung f&uuml;hrt dazu, dass die Vorsorgeaufwendungen in H&ouml;he von 123.664&nbsp;EUR steuerbelastet waren. Dem ist der steuerfreie Teil der Kapitalleistung in H&ouml;he von 147.269&nbsp;EUR (42&nbsp;% von 350.642&nbsp;EUR) gegen&uuml;berzustellen. Bereits diese Berechnung zeigt, dass eine Doppelbesteuerung erkennbar nicht gegeben ist. Daher kann der Senat darauf verzichten, auch die ab 2005 geleisteten Vorsorgeaufwendungen und die bislang erhaltenen und entsprechend der statistischen Lebenserwartung k&uuml;nftig zu erwartenden Rentenzahlungen in die Berechnung mit einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Kl&auml;ger r&uuml;gen, die ab 2005 geltende Besteuerung auch einmaliger Kapitalzahlungen stelle eine Ungleichbehandlung im Verh&auml;ltnis zur fr&uuml;heren Nichtbesteuerung dar, machen sie keinen Versto&szlig; gegen den Gleichheitssatz, sondern die Verletzung des Vertrauensschutzgrundsatzes geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die durch das AltEinkG ab 2005 eingef&uuml;hrte Steuerpflicht f&uuml;r Kapitalleistungen verst&ouml;&szlig;t indes nicht gegen das im Rechtsstaatsprinzip verankerte R&uuml;ckwirkungsverbot.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In st&auml;ndiger Rechtsprechung hat der erkennende Senat entschieden, die &Auml;nderung der Rentenbesteuerung durch das AltEinkG gen&uuml;ge den Anforderungen an den verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz und halte einer einzelfallbezogenen Abw&auml;gung der wechselseitigen Interessen stand. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Senatsurteile vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;53\/08 (BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567, unter B.II.2.), und vom 4.&nbsp;Februar 2010 X&nbsp;R&nbsp;52\/08 (BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.2.b) und X&nbsp;R&nbsp;58\/08 (BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, unter B.II.2.) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch unter Ber&uuml;cksichtigung der neueren Rechtsprechung des BVerfG zur unechten R&uuml;ckwirkung (Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;748,&nbsp;753,&nbsp;1738\/05, BVerfGE 127, 61; in BVerfGE 127, 1, und 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/03,&nbsp;57,&nbsp;58\/06, BVerfGE 127, 31, sowie vom 10.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;6\/07, BGBl I 2012, 2344) ist nicht nur die Besteuerung der laufenden Renten, sondern auch die steuerliche Behandlung von Kapitalleistungen der berufsst&auml;ndischen Versorgungswerke verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzgeber ist verpflichtet, soweit er f&uuml;r k&uuml;nftige Rechtsfolgen an zur&uuml;ckliegende Sachverhalte ankn&uuml;pft, dem verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutz in hinreichendem Ma&szlig;e Rechnung zu tragen. Die Interessen der Allgemeinheit, die mit der Regelung verfolgt werden, und das Vertrauen des Einzelnen auf die Fortgeltung der Rechtslage sind gegeneinander abzuw&auml;gen. Der Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit muss gewahrt sein. Eine unechte R&uuml;ckwirkung ist mit den Grunds&auml;tzen grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Vertrauensschutzes daher nur vereinbar, wenn sie zur F&ouml;rderung des Gesetzeszwecks geeignet und erforderlich ist und wenn bei einer Gesamtabw&auml;gung zwischen dem Gewicht des entt&auml;uschten Vertrauens und dem Gewicht und der Dringlichkeit der die Rechts&auml;nderung rechtfertigenden Gr&uuml;nde die Grenze der Zumutbarkeit gewahrt bleibt (st&auml;ndige Rechtsprechung des BVerfG, vgl. z.B. Beschluss in BVerfGE 127, 1, unter C.II.1.c, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit ist eine Interessenabw&auml;gung notwendig zwischen dem Vertrauen des Steuerpflichtigen in den Fortbestand der Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Disposition (im Streitfall dem Eintritt des Kl&auml;gers in das Versorgungswerk) und dem Gemeinwohlinteresse an der &Auml;nderung der Alterseink&uuml;nftebesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Gesetzes&auml;nderung ist beim Bezug einmaliger Kapitalleistungen &#8211;wie im Streitfall&#8211; besonders gravierend, da nicht lediglich ein steuerpflichtiger Anteil erh&ouml;ht, sondern derartige Leistungen erstmals durch die Neufassung des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG steuerpflichtig wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis Ende 2004 h&auml;tte der Kl&auml;ger &#8211;bei Erf&uuml;llung der satzungsm&auml;&szlig;igen Voraussetzungen&#8211; die Kapitalauszahlung steuerfrei vereinnahmen k&ouml;nnen. Dabei kann es dahinstehen, ob diese Steuerfreiheit aufgrund einer analogen Anwendung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. gew&auml;hrt worden w&auml;re oder ob nicht bereits die Auskehrung des bei Eintritt des Versorgungsfalls vorhandenen Verm&ouml;genswerts als nicht steuerbar anzusehen gewesen w&auml;re (siehe dazu Senatsbeschluss vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2006 X&nbsp;B&nbsp;5\/05, BFH\/NV 2006, 1091).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hatte damit vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 bereits eine Rechtsposition inne, die &uuml;ber die &#8211;vertrauensrechtlich nicht besonders gesch&uuml;tzte&#8211; Erwartungshaltung hinausging, Leistungen sp&auml;ter steuerfrei vereinnahmen zu k&ouml;nnen. Die Position des Kl&auml;gers kann infolgedessen mit derjenigen eines Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers verglichen werden, der ein Grundst&uuml;ck mehr als zwei Jahre vor der Verl&auml;ngerung der Spekulationsfrist durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 erworben hatte. Da durch die Gesetzes&auml;nderung eine bereits verfestigte Verm&ouml;gensposition nachtr&auml;glich entwertet wurde, hat das BVerfG in dieser Konstellation einen erh&ouml;hten Rechtfertigungsbedarf gesehen (Beschluss in BVerfGE 127, 1, unter C.II.2.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die besondere Rechtfertigung ergibt sich im Streitfall daraus, dass eine gesetzliche Neuregelung der Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte ihrerseits verfassungsrechtlich geboten war, da sonst die Besteuerung der Beamtenpensionen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. wegen Unvereinbarkeit mit dem Gleichheitssatz nicht mehr m&ouml;glich gewesen w&auml;re (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73; vgl. auch Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1253, unter B.II.2.). Das Ziel des Gesetzgebers, die verfassungsrechtlich geforderte Beseitigung der Ungleichbehandlung bei gleichzeitiger Ber&uuml;cksichtigung der Finanzierbarkeit der Neuregelung f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte, konnte nur dadurch erreicht werden, dass alle Alterseink&uuml;nfte der Basisversorgung in die nachgelagerte Besteuerung sowie in die zu diesem Ziel f&uuml;hrende &Uuml;bergangsregelung einbezogen wurden. Nachgelagerte Besteuerung bedeutet aber &#8211;wie bereits unter II.1.b&nbsp;cc(2) dargestellt&#8211; auch, dass die Zufl&uuml;sse aus dem Verm&ouml;gen, das aus Beitr&auml;gen aufgebaut wurde, die die Steuerbelastung des Steuerpflichtigen in der Beitragsphase gemindert haben, sowie die Wertsteigerungen dieses Verm&ouml;gens vom Gesetzgeber als steuerpflichtiges Einkommen angesehen werden. Das gilt sowohl f&uuml;r den Zufluss einer Rente, die nicht mehr lediglich mit dem Ertragsanteil der Besteuerung unterliegt, als auch f&uuml;r den Zufluss einer Einmalzahlung. Die Nichteinbeziehung einer teilweise auf steuerlich entlasteten Beitr&auml;gen beruhenden Kapitalleistung in die gesetzliche Neuregelung h&auml;tte zu einem Systembruch gef&uuml;hrt, der seinerseits zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung gef&uuml;hrt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts dieser &#8211;verfassungsrechtlich gebotenen&#8211; grundlegenden Systemumstellung sind die Anforderungen des Vertrauensschutzgrundsatzes daher im Ergebnis ebenfalls auf die strikte Beachtung des Verbots der doppelten Besteuerung (vgl. dazu bereits unter II.3.) beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kapitalzahlung kann &#8211;im Gegensatz zur Auffassung der Kl&auml;ger&#8211; nicht lediglich unter Zugrundelegung eines Betrags in H&ouml;he von 226.978&nbsp;EUR mit dem Besteuerungsanteil von 58&nbsp;% besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG ist die gesamte Kapitalzahlung als &quot;andere Leistung&quot; mit dem Besteuerungsanteil, der sich aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG ergibt und der im Streitfall 58&nbsp;% betr&auml;gt, der Besteuerung zu unterwerfen. Dem Gesetz ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, dass der Besteuerungsanteil nicht auf den vollen Betrag der Kapitalleistung, sondern auf einen Unterschiedsbetrag, wie z.B. in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG gesetzlich vorgesehen, anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Regelung w&uuml;rde auch der Grundkonzeption des AltEinkG nicht gerecht, in der die Leistungen der Basisversorgung aufgrund der nachgelagerten Besteuerung als voll steuerpflichtige Eink&uuml;nfte angesehen werden (vgl. dazu oben unter II.1.b&nbsp;cc(2)). Lediglich f&uuml;r den &Uuml;bergangszeitraum bis 2040 werden die Eink&uuml;nfte nur anteilig mit dem Besteuerungsanteil des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG besteuert. Dies ist der bislang nicht vollst&auml;ndigen Abziehbarkeit der zugrunde liegenden Beitr&auml;ge geschuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die vom Kl&auml;ger bezogene Kapitalzahlung kann jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert werden, weil sie eine Verg&uuml;tung f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG gilt seit der Ersetzung des Begriffs &quot;Entlohnung&quot; durch den der &quot;Verg&uuml;tung&quot; auch f&uuml;r Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG (vgl. R&nbsp;34.4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStR; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;125; HHR\/Horn, &sect;&nbsp;34 EStG Rz&nbsp;60; Mellinghoff in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;27; Schmidt\/Wacker, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;45).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da die mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG jedes sich &uuml;ber mindestens zwei Veranlagungszeitr&auml;ume erstreckende, der Erzielung von Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 7 EStG dienende Verhalten ist (ebenso HHR\/Horn, &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;62; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;122), muss bei den Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG auf die Beitragszahlungen in die Einrichtungen der Basisversorgung (u.a. gesetzliche Rentenversicherungen, berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen) abgestellt werden. Nur aufgrund dieser Beitragsleistungen k&ouml;nnen sp&auml;ter Leibrenten und andere Leistungen vereinnahmt werden. Im Streitfall kann aus der nunmehr ma&szlig;geblichen Sicht des AltEinkG kein Zweifel am Vorliegen eines mehrj&auml;hrigen auf die Erzielung von Eink&uuml;nften gerichteten Verhaltens bestehen, da die Kapitalzahlung des Versorgungswerks auf den vom Kl&auml;ger in der Zeit von 1981 bis einschlie&szlig;lich 2004 geleisteten Beitr&auml;gen beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zur notwendigen Unterscheidung der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte des &sect;&nbsp;34 EStG von den Eink&uuml;nften, die der Regelbesteuerung unterliegen, setzen alle Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 EStG eine atypische Zusammenballung voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies rechtfertigt sich aus dem Zweck der Regelung, Progressionsnachteile auszugleichen. Deshalb liegen au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte grunds&auml;tzlich nur dann vor, wenn die zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nfte in einem einzigen Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Eink&uuml;nften erh&ouml;hte steuerliche Belastungen entstehen (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Februar 1972 IV&nbsp;R&nbsp;8\/68, BFHE 105, 255, BStBl II 1972, 529; vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1975 VI&nbsp;R&nbsp;55\/73, BFHE 115, 366, BStBl II 1975, 690; vom 2.&nbsp;September 1992 XI&nbsp;R&nbsp;63\/89, BFHE 171, 416, BStBl II 1993, 831; vom 28.&nbsp;Juli 1993 XI&nbsp;R&nbsp;74\/92, BFH\/NV 1994, 368; vom 14.&nbsp;Oktober 2004 VI&nbsp;R&nbsp;46\/99, BFHE 206, 573, BStBl II 2005, 289; vom 29.&nbsp;Mai 2008 IX&nbsp;R&nbsp;55\/05, BFH\/NV 2008, 1666, und vom 21.&nbsp;April 2009 VIII&nbsp;R&nbsp;65\/06, BFH\/NV 2009, 1973).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzung ist hier gegeben. Die auf den Beitragszahlungen vor 2005 beruhende, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG steuerpflichtige Kapitalleistung wurde im Streitjahr vollst&auml;ndig ausgezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Um dem Charakter der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 EStG Rechnung zu tragen, darf die Zusammenballung der Eink&uuml;nfte nicht dem vertragsgem&auml;&szlig;en oder typischen Ablauf der jeweiligen Eink&uuml;nfteerzielung entsprechen (so auch R&nbsp;34.4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStR; HHR\/Horn, &sect;&nbsp;34 EStG Rz 67; Mellinghoff in Kirchhoff, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;28; Sieker, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;B&nbsp;129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar war die Geltendmachung der Kapitalzahlung im Streitfall vertrags- bzw. satzungsgem&auml;&szlig;, weil die Satzung des Versorgungswerks eine solche M&ouml;glichkeit ausdr&uuml;cklich vorsah. Sie war aber atypisch, da wesentliches Charakteristikum der von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG erfassten Eink&uuml;nfte ist, dass sie der Basisversorgung des Versicherten dienen. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats sind wesentliche Merkmale der Basisversorgung, dass die Renten erst bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze bzw. bei Erwerbsunf&auml;higkeit gezahlt werden und als Entgeltersatzleistung in der Grundkonzeption der Lebensunterhaltssicherung zugutekommen. Die tats&auml;chliche Verwendung als Altersversorgung wird dadurch grunds&auml;tzlich sichergestellt, dass die Rentenversicherungsanspr&uuml;che nicht beleihbar, nicht vererblich, nicht ver&auml;u&szlig;erbar, nicht &uuml;bertragbar und nicht kapitalisierbar sind (Senatsentscheidungen in BFH\/NV 2010, 1275, und vom 14.&nbsp;Juli 2010 X&nbsp;R&nbsp;37\/08, BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Bereich der Basisversorgung sind daher ausschlie&szlig;lich Rentenzahlungen typisch. Seit dem Inkrafttreten des AltEinkG k&ouml;nnen berufsst&auml;ndische Versorgungswerke Kapitalleistungen nur noch gew&auml;hren, soweit diese auf Beitr&auml;gen beruhen, die vor dem Jahr 2005 geleistet worden sind. Dies stellt eine eng begrenzte und auslaufende Ausnahmeregelung dar; eine Satzungsregelung, die Kapitalleistungen auch noch insoweit erm&ouml;glichen w&uuml;rde, als sie auf ab dem Jahr 2005 geleisteten Beitr&auml;gen beruhen, w&uuml;rde der Einordnung eines solchen Versorgungswerks als Basisversorgung entgegenstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dass der Gesetzgeber auch im Bereich der Altersvorsorge ein Bed&uuml;rfnis nach progressionsmildernden Regelungen f&uuml;r den Fall des Bezugs von Einmalleistungen sieht, zeigt die Rechtsentwicklung bei Leistungen aus Kapitallebensversicherungen: Im Rahmen der Beratungen des AltEinkG hatte der Finanzausschuss zun&auml;chst vorgesehen, f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Kapitallebensversicherungen, die aufgrund der seinerzeit vorgenommenen Neuregelung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG k&uuml;nftig steuerpflichtig sein sollten, die Progressionswirkung durch Schaffung eines &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;6 EStG abzumildern (BTDrucks 15\/2986, 25 und 15\/3004, 21). Durch den Vermittlungsausschuss wurde diesem Anliegen indes dadurch &#8211;weitergehend&#8211; Rechnung getragen, dass anstelle einer Regelung in &sect;&nbsp;34 EStG unter bestimmten Voraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG lediglich die H&auml;lfte des Unterschiedsbetrags zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beitr&auml;ge anzusetzen ist (Anlage zu BTDrucks 15\/3230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Berechnung der festzusetzenden Einkommensteuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, X R 3\/12 Kapitalleistungen berufsst&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen sind steuerpflichtig, k&ouml;nnen aber erm&auml;&szlig;igt besteuert werden Leits&auml;tze 1. Kapitalleistungen, die von berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen nach dem 31. Dezember 2004 gezahlt werden, sind als &quot;andere Leistungen&quot; mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG zu besteuern. 2. 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