{"id":61449,"date":"2013-12-19T17:44:16","date_gmt":"2013-12-19T15:44:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61449"},"modified":"2013-12-19T17:44:16","modified_gmt":"2013-12-19T15:44:16","slug":"iv-r-13-10-zustimmung-des-fa-zur-wahl-eines-abweichenden-wirtschaftsjahrs-fuer-den-gewerbebetrieb-eines-land-und-forstwirts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-13-10-zustimmung-des-fa-zur-wahl-eines-abweichenden-wirtschaftsjahrs-fuer-den-gewerbebetrieb-eines-land-und-forstwirts\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;13\/10 &#8211; Zustimmung des FA zur Wahl eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Land- und Forstwirts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.11.2013, IV R 13\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zustimmung des FA zur Wahl eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Land- und Forstwirts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kann ein Land- und Forstwirt erst nach Beginn des Wirtschaftsjahrs f&uuml;r seinen Betrieb erkennen, dass sich aus diesem Betrieb ein Gewerbebetrieb herausgel&ouml;st hat, reicht es f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Wahlrechts zur Bestimmung eines dem land- und forstwirtschaftlichen Wirtschaftsjahr entsprechenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb aus, wenn er dem FA einen einheitlichen Jahresabschluss f&uuml;r den Gesamtbetrieb verbunden mit einer sachlich nachvollziehbaren Aufteilung des Gewinns auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und den Gewerbebetrieb vorlegt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Das FA erkl&auml;rt konkludent seine Zustimmung zur Wahl eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Land- und Forstwirts, wenn es im Einkommensteuerbescheid der Steuererkl&auml;rung folgt, der eine solche Gewinnermittlung f&uuml;r das abweichende Wirtschaftsjahr zugrunde liegt. Die Zustimmung kann nach &sect; 130 Abs. 2 AO zur&uuml;ckgenommen werden, wenn sich nachtr&auml;glich ihre Rechtswidrigkeit herausstellt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Landwirt. Ab dem Wirtschaftsjahr 2000\/2001 wurde die Tierhaltung zum Gewerbebetrieb, weil der Tierbestand die Vieheinheitengrenze nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) &uuml;berstieg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Gewinn des landwirtschaftlichen Betriebs ermittelt der Kl&auml;ger durch Bestandsvergleich (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG). Wirtschaftsjahr ist der Zeitraum vom 1.&nbsp;Juli bis 30.&nbsp;Juni (landwirtschaftliches Normalwirtschaftsjahr gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Tierhaltung gewerblich geworden war, ermittelte der Kl&auml;ger zun&auml;chst den Gewinn f&uuml;r Landwirtschaft und Gewerbebetrieb weiterhin einheitlich. Von dem so ermittelten Gewinn ordnete er der Landwirtschaft einen Anteil zu, der dem von der landwirtschaftlichen Unternehmensberatung f&uuml;r diesen Betriebszweig ermittelten kalkulatorischen Gewinn entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den landwirtschaftlichen Gewinn des Wirtschaftsjahrs 2000\/2001 ber&uuml;cksichtigte der Kl&auml;ger in den Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 je zur H&auml;lfte (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2001 erfasste er den Gewinn aus Gewerbebetrieb des Wirtschaftsjahrs 2000\/2001 in voller H&ouml;he (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG) sowie die H&auml;lfte des landwirtschaftlichen Verlusts des Wirtschaftsjahrs 2001\/2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) und erlie&szlig; entsprechende Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001. Die Bescheide ergingen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend einer Au&szlig;enpr&uuml;fung, die im Jahr 2005 stattfand und auch die Jahre 2000 und 2001 umfasste, legte der Kl&auml;ger nachtr&auml;glich erstellte Abschl&uuml;sse auf den 30.&nbsp;Juni 2001 und 2002 jeweils f&uuml;r den landwirtschaftlichen Betrieb und den Betrieb der gewerblichen Tierhaltung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer war der Auffassung, dass der Gewinn aus der gewerblichen Tierhaltung f&uuml;r das Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr ermittelt werden m&uuml;sse. Dem entsprechend bildete er ein Rumpfwirtschaftsjahr f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Juli bis 31.&nbsp;Dezember 2000 und legte der Gewinnermittlung f&uuml;r das Folgejahr ein mit dem Kalenderjahr &uuml;bereinstimmendes Wirtschaftsjahr zugrunde. Dem folgend erlie&szlig; das FA entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem auf das erfolglose Einspruchsverfahren folgenden Klageverfahren wies der Berichterstatter des Finanzgerichts (FG) darauf hin, dass die Versagung der Zustimmung zur Umstellung des Wirtschaftsjahrs eine Ermessensentscheidung sei, die das FA durch einen selbstst&auml;ndig anfechtbaren Verwaltungsakt ausspreche (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;September 1999 IV&nbsp;R&nbsp;4\/98, BFHE 190, 328, BStBl II 2000, 5). Ein solcher Verwaltungsakt sei im Streitfall aber noch nicht ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA teilte dem Kl&auml;ger daraufhin mit, dass es die Abgabe der Gewinnermittlungen f&uuml;r die Wirtschaftsjahre 2000\/2001 und 2001\/2002 als Antrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG ansehe. Dieser Antrag werde abgelehnt. Die mit den Einkommensteuererkl&auml;rungen erkl&auml;rten Gewinne f&uuml;r die beiden Betriebe seien gesch&auml;tzt worden. Eine derartige Sch&auml;tzung erf&uuml;lle die Voraussetzungen einer getrennten Buchf&uuml;hrung nicht. Gewinnermittlungen durch Gegen&uuml;berstellung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben seien erst w&auml;hrend der Betriebspr&uuml;fung im Jahr 2005 eingereicht worden. Da die Umstellung des Wirtschaftsjahrs nicht r&uuml;ckwirkend erfolgen k&ouml;nne, k&ouml;nne dem Antrag auf Ermittlung des Gewinns nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 nicht entsprochen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen mit Zustimmung des FA erhobene Sprungklage hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG entschied, das FA habe einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr nicht durch die urspr&uuml;nglich erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;en Einkommensteuerveranlagungen 2000 und 2001 zugestimmt. Denn durch eine Veranlagung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung bringe das FA zum Ausdruck, dass es noch keine abschlie&szlig;ende Pr&uuml;fung des Steuerfalls vorgenommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sei im Streitfall auch nicht verpflichtet, einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr zuzustimmen. Selbst wenn der Kl&auml;ger &#8211;soweit m&ouml;glich&#8211; ab dem 1.&nbsp;Juli 2000 getrennte Ertrags- und Aufwandskonten f&uuml;r seine gewerbliche Tierhaltung gef&uuml;hrt habe, fehle es jedenfalls an der nach R&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Einkommensteuer-Richtlinien (EStR) 2000 (jetzt R&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStR 2012) erforderlichen Fertigung getrennter Abschl&uuml;sse f&uuml;r die beiden Betriebe. Die in den Einkommensteuererkl&auml;rungen 2000 und 2001 erkl&auml;rten Gewinne des gewerblichen Betriebs seien durch Sch&auml;tzung ermittelt worden, indem die sich aus den zusammengefassten Abschl&uuml;ssen ergebenden Gewinne um kalkulatorisch ermittelte Ergebnisbeitr&auml;ge des landwirtschaftlichen Betriebs verringert worden seien. Dieser Mangel habe durch die nachtr&auml;glich w&auml;hrend der Au&szlig;enpr&uuml;fung aufgestellten getrennten Abschl&uuml;sse nicht mehr behoben werden k&ouml;nnen. Das Recht zur Wahl eines vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahrs sei von der regelm&auml;&szlig;igen Erstellung von Abschl&uuml;ssen f&uuml;r den Gewerbebetrieb abh&auml;ngig. Das Merkmal der Regelm&auml;&szlig;igkeit erf&uuml;llten die erst im Nachhinein und anlassbezogen gefertigten Abschl&uuml;sse f&uuml;r die Wirtschaftsjahre 2000\/2001 und 2001\/2002 nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1592 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung des &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG, weil das FG die erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;e Veranlagung f&uuml;r das vom Kalenderjahr abweichende Wirtschaftsjahr des Gewerbebetriebs nicht als Zustimmung zum abweichenden Wirtschaftsjahr beurteilt habe und das FA auch nicht f&uuml;r verpflichtet halte, dem abweichenden Wirtschaftsjahr f&uuml;r die gewerbliche Tierhaltung ab 1.&nbsp;Juli 2000 zuzustimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil und den ablehnenden Bescheid vom 23.&nbsp;Juni 2008 aufzuheben und das FA zu verpflichten, der Bestimmung des nach &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG f&uuml;r das Wirtschaftsjahr des landwirtschaftlichen Betriebs ma&szlig;gebenden Zeitraums vom 1.&nbsp;Juli bis 30.&nbsp;Juni als Zeitraum des Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb &#8211;gewerbliche Tierhaltung&#8211; ab 1.&nbsp;Juli 2000 zuzustimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich im Wesentlichen der Begr&uuml;ndung des angefochtenen Urteils an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und des ablehnenden Bescheids vom 23.&nbsp;Juni 2008 (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FA hat der Bestimmung des abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb des Kl&auml;gers (gewerbliche Tierhaltung) bereits durch den Erlass des unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 2001 zugestimmt. Eine R&uuml;cknahme oder ein Widerruf dieser Zustimmung durch den Bescheid vom 23.&nbsp;Juni 2008 ist rechtswidrig, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger hat rechtm&auml;&szlig;ig die Ermittlung des Gewinns f&uuml;r den Gewerbebetrieb f&uuml;r die Wirtschaftsjahre vom 1.&nbsp;Juli 2000 bis zum 30.&nbsp;Juni 2001 und vom 1.&nbsp;Juli 2001 bis zum 30.&nbsp;Juni 2002 gew&auml;hlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG ist Wirtschaftsjahr bei Gewerbetreibenden, deren Firma nicht im Handelsregister eingetragen ist, das Kalenderjahr. Sind sie jedoch gleichzeitig buchf&uuml;hrende Land- und Forstwirte, so k&ouml;nnen sie mit Zustimmung des FA den f&uuml;r den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ma&szlig;gebenden Zeitraum als Wirtschaftsjahr f&uuml;r den Gewerbebetrieb bestimmen, wenn sie f&uuml;r den Gewerbebetrieb B&uuml;cher f&uuml;hren und f&uuml;r diesen Zeitraum regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger erf&uuml;llte in den Streitjahren die Voraussetzungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung dieses Wahlrechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Buchf&uuml;hrender Land- und Forstwirt i.S. des &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG sind nach der Legaldefinition in &sect;&nbsp;8c Abs.&nbsp;3 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (EStDV) solche Land- und Forstwirte, die aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder ohne eine solche Verpflichtung B&uuml;cher f&uuml;hren und regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse machen. Das Aufstellen einmaliger Abschl&uuml;sse, wie etwa einer Er&ouml;ffnungs- oder Schlussbilanz, ist ebenso wenig ausreichend wie die Durchf&uuml;hrung vorbereitender Jahresabschlussarbeiten (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Februar 1989 IV&nbsp;R&nbsp;307\/84, BFH\/NV 1990, 632, unter 2. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Das Wahlrecht steht danach solchen Steuerpflichtigen nicht zu, die den land- und forstwirtschaftlichen Gewinn durch &Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG oder nach Durchschnittss&auml;tzen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a EStG ermitteln; Entsprechendes gilt f&uuml;r Landwirte, die den Gewinn unter Nichtbeachtung der Gewinnermittlungsvorschriften durch Vollsch&auml;tzung ermitteln (sog. Sch&auml;tzungslandwirte; s. dazu Leing&auml;rtner\/Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap.&nbsp;21, Rz&nbsp;58; Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, C&nbsp;Rz&nbsp;335&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unterh&auml;lt der Land- und Forstwirt neben dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb auch einen Gewerbebetrieb, ist dem Wortlaut des &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz 2 EStG zufolge Voraussetzung f&uuml;r die Wahl eines mit dem land- und forstwirtschaftlichen Wirtschaftsjahr &uuml;bereinstimmenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb, dass auch f&uuml;r den Gewerbebetrieb B&uuml;cher gef&uuml;hrt und f&uuml;r den betreffenden Zeitraum regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse gemacht werden. Kein Wahlrecht zur Bestimmung eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb besteht also dann, wenn dessen Gewinn durch &Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG oder unter Versto&szlig; gegen die Gewinnermittlungsvorschriften durch Sch&auml;tzung ermittelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Gesetz geht in &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG von der Vorstellung aus, dass der Steuerpflichtige sich der Existenz zweier Betriebe bewusst ist, denn nur in diesem Fall kann der Steuerpflichtige dar&uuml;ber entscheiden, auf welche Weise und f&uuml;r welchen Zeitraum er den Gewinn f&uuml;r den Gewerbebetrieb ermitteln will. Keine Regelung enth&auml;lt das Gesetz f&uuml;r den Fall, dass dem Steuerpflichtigen die Existenz eines zweiten Betriebs nicht bekannt ist. Unter dieser Voraussetzung kann der Steuerpflichtige naturgem&auml;&szlig; nur eine einheitliche Entscheidung &uuml;ber Art und Zeitraum seiner Gewinnermittlung treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So liegen die Dinge auch, wenn der Steuerpflichtige von einem einheitlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ausgeht, ohne erkennen zu k&ouml;nnen, dass nach objektiven Kriterien ein Teil der aus seiner Sicht einheitlichen betrieblichen T&auml;tigkeit ein Gewerbebetrieb ist. Die f&uuml;r diesen Fall bestehende Gesetzesl&uuml;cke ist nach Auffassung des erkennenden Senats dahingehend zu f&uuml;llen, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Wahlrechts dann erf&uuml;llt sind, wenn f&uuml;r den aus Sicht des Steuerpflichtigen bestehenden einheitlichen Betrieb insgesamt B&uuml;cher gef&uuml;hrt und regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse aufgestellt werden. Damit ist sichergestellt, dass s&auml;mtliche Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle ordnungsgem&auml;&szlig; buchm&auml;&szlig;ig erfasst sind und dass das Betriebsverm&ouml;gen zum Ende des Wirtschaftsjahrs aufgrund einer umfassenden Inventur ermittelt worden ist. Die auf den herausgel&ouml;sten Gewerbebetrieb entfallenden Teile der Buchf&uuml;hrung und Inventur k&ouml;nnen teils unmittelbar, teils im Wege der Sch&auml;tzung bestimmt werden. Dass die Aufteilung feststehender Gesamtbetr&auml;ge teilweise im Wege der Sch&auml;tzung erfolgt, steht der Aus&uuml;bung des Wahlrechts nicht entgegen. Derartige Sch&auml;tzungen werden sich auch bei einer von Beginn eines Gewinnermittlungszeitraums an bestehenden getrennten Buchf&uuml;hrung nicht vermeiden lassen, weil landwirtschaftlicher Betrieb und gewerblicher Tierhaltungsbetrieb in vielf&auml;ltiger Weise eng miteinander verflochten sind und Betriebsausgaben h&auml;ufig zusammengefasst f&uuml;r beide Betriebe anfallen (z.B. L&ouml;hne, Ausgaben f&uuml;r Maschinen, Mieten und Pachten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach den Feststellungen des FG steht f&uuml;r den Senat fest, dass dem Kl&auml;ger zum Ende des Wirtschaftsjahrs 2000\/2001 am 30.&nbsp;Juni 2001 und bei Einrichtung der Buchf&uuml;hrung f&uuml;r das am 1.&nbsp;Juli 2001 beginnende landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr noch nicht bekannt war, dass seine Tierhaltung nicht mehr Bestandteil des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs sein konnte, sondern wegen &Uuml;berschreitens der Vieheinheitengrenze des &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG kraft Gesetzes zu einem Gewerbebetrieb geworden war. Denn die &Uuml;berschreitung der Vieheinheitengrenze konnte fr&uuml;hestens bei Aufstellung des Abschlusses f&uuml;r das landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr 2000\/2001 und damit nach dem 30.&nbsp;Juni 2001 erkannt werden. Dem Kl&auml;ger war es danach f&uuml;r den Betrieb der gewerblichen Tierhaltung weder f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2000\/2001 noch f&uuml;r das, wie erforderlich, gesamte Wirtschaftsjahr 2001\/2002 m&ouml;glich, eigenst&auml;ndige B&uuml;cher zu f&uuml;hren und auf deren Grundlage Abschl&uuml;sse aufzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Wahlrecht zur Bestimmung eines dem landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahr entsprechenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den gewerblichen Tierhaltungsbetrieb stand dem Kl&auml;ger zu, weil er f&uuml;r den aus seiner Sicht einheitlichen Betrieb B&uuml;cher gef&uuml;hrt und Jahresabschl&uuml;sse aufgestellt hat. Nach den Feststellungen des FG wurden f&uuml;r den landwirtschaftlichen Betrieb einschlie&szlig;lich der zum Gewerbebetrieb gewordenen Tierhaltung B&uuml;cher gef&uuml;hrt. Die Einnahmen aus der Landwirtschaft und aus der (inzwischen gewerblichen) Tierhaltung waren auf den jeweiligen Konten (gesondert) erfasst worden. Entsprechendes gilt f&uuml;r die Ausgaben, soweit sie nicht beide Betriebe &#8211;die bis zur Gewerblichkeit der Tierhaltung Betriebszweige der Landwirtschaft waren&#8211; betrafen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Kl&auml;ger hat das Wahlrecht zur Bestimmung des Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb entsprechend dem landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahr f&uuml;r die Wirtschaftsjahre 2000\/2001 und 2001\/2002 ordnungsgem&auml;&szlig; ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Aus&uuml;bung des Wahlrechts zur Bestimmung des abweichenden Wirtschaftsjahrs durch den Steuerpflichtigen ist in &sect;&nbsp;4a EStG keine bestimmte Form vorgeschrieben. Das Wahlrecht wird grunds&auml;tzlich durch die Erstellung des Jahresabschlusses ausge&uuml;bt (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;89\/02, BFH\/NV 2004, 936, unter II.1.a der Gr&uuml;nde; in BFH\/NV 1990, 632, unter 2. der Gr&uuml;nde). Der Steuerpflichtige kann aber auch au&szlig;erhalb des Veranlagungsverfahrens die Zustimmung des FA zu einer sp&auml;teren Umstellung beantragen (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Januar 1963 IV&nbsp;46\/62&nbsp;S, BFHE 76, 385, BStBl III 1963, 142; R&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStR 2012; Jahndorf, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4a Rz&nbsp;A&nbsp;93, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kann der Steuerpflichtige erst nach Beginn eines Wirtschaftsjahrs f&uuml;r einen aus seiner Sicht einheitlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb erkennen, dass sich aus diesem ein Gewerbebetrieb herausgel&ouml;st hat, kann auch das Wahlrecht erst mit der Kenntnis davon ausge&uuml;bt werden. F&uuml;r das begonnene Wirtschaftsjahr k&ouml;nnen dann keine eigenst&auml;ndigen B&uuml;cher des Gewerbebetriebs mehr gef&uuml;hrt werden; in der Folge kann auch kein aus einer eigenst&auml;ndigen Buchf&uuml;hrung entwickelter Jahresabschluss f&uuml;r den Gewerbebetrieb aufgestellt werden. Zur Aus&uuml;bung des Wahlrechts reicht es in einem solchen Fall aus, wenn der Steuerpflichtige dem FA den einheitlichen Jahresabschluss verbunden mit einer sachlich nachvollziehbaren Aufteilung des Gewinns auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und den Gewerbebetrieb vorlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mit den Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre hat der Kl&auml;ger jeweils die Jahresabschl&uuml;sse f&uuml;r den einheitlichen Betrieb auf den 30.&nbsp;Juni 2001 und 2002 vorgelegt. Beigef&uuml;gt waren Betriebszweigabrechnungen einer landwirtschaftlichen Unternehmensberatung, aus denen sich die Aufteilung des Gewinns auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und den Gewerbebetrieb ergab. Die dort ausgewiesenen Betr&auml;ge hatte der Kl&auml;ger in die Anlagen L und GSE der Einkommensteuerkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre &uuml;bernommen. Damit hat er sein Wahlrecht zur Bestimmung des abweichenden Wirtschaftsjahrs erkennbar ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA hat der Wahl des Wirtschaftsjahrs wirksam zugestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zustimmung des FA zu der Wahl eines Wirtschaftsjahrs ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung eine Ermessensentscheidung (u.a. BFH-Urteile in BFHE 190, 328, BStBl II 2000, 5, unter 2.b der Gr&uuml;nde, m.w.N.; vom 12.&nbsp;Juli 2007 X&nbsp;R&nbsp;34\/05, BFHE 218, 349, BStBl II 2007, 775, unter II.3. der Gr&uuml;nde; zu &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;August 2009 I&nbsp;B&nbsp;215\/08, BFH\/NV 2010, 57, unter II.2.c der Gr&uuml;nde, sowie zur entsprechenden Regelung in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;5 EStG a.F. BFH-Urteile in BFHE 76, 385, BStBl III 1963, 142; vom 12.&nbsp;M&auml;rz 1965 VI&nbsp;109\/64&nbsp;U, BFHE 82, 113, BStBl III 1965, 287; anderer Ansicht Jahndorf, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;4a Rz&nbsp;B&nbsp;141&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei der Aus&uuml;bung seines Ermessens hat das FA die betriebswirtschaftlichen Erw&auml;gungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r die Umstellung des Wirtschaftsjahrs und die gegen die Umstellung sprechenden &ouml;ffentlichen Belange &#8211;die Vermeidung nicht gerechtfertigter Steuervorteile&#8211; gegeneinander abzuw&auml;gen (u.a. BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Oktober 1969 I&nbsp;R&nbsp;167\/66, BFHE 97, 257, BStBl II 1970, 85, unter 1. der Gr&uuml;nde; vom 24.&nbsp;April 1980 IV&nbsp;R&nbsp;149\/76, BFHE 131, 292, BStBl II 1981, 50, unter 1. der Gr&uuml;nde). Allein der Umstand, dass der Steuerpflichtige durch die Umstellung des Wirtschaftsjahrs eine &quot;Steuerpause&quot; erlangt, reicht jedoch f&uuml;r eine Versagung der Zustimmung nicht aus (BFH-Urteil in BFHE 82, 113, BStBl III 1965, 287). Zwar verwendet das Gesetz in &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG (&quot;Einvernehmen&quot;) und in &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG (&quot;Zustimmung&quot;) unterschiedliche Formulierungen. Gleichwohl gelten nach gefestigter Rechtsprechung in beiden F&auml;llen dieselben Voraussetzungen (BFH-Urteile in BFHE 131, 292, BStBl II 1981, 50, unter 1. der Gr&uuml;nde; in BFHE 97, 257, BStBl II 1970, 85, unter 1. der Gr&uuml;nde; in BFHE 76, 385, BStBl III 1963, 142).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Aus&uuml;bung des Ermessens bei Umstellung des Wirtschaftsjahrs nach &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG hat die Finanzverwaltung in R&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStR 2000 (jetzt R&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStR 2012) geregelt. Danach ist dem Antrag zu entsprechen, wenn der Steuerpflichtige B&uuml;cher f&uuml;hrt, in denen die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben f&uuml;r den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb und f&uuml;r den Gewerbebetrieb getrennt aufgezeichnet werden und der Steuerpflichtige f&uuml;r beide Betriebe getrennte Abschl&uuml;sse fertigt. Die Geldkonten brauchen nicht getrennt gef&uuml;hrt zu werden. Keine Regelung enthalten die EStR allerdings zu der erstmaligen Wahl eines Wirtschaftsjahrs in einem Fall, in dem aus einem einheitlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb ein Gewerbebetrieb herausgel&ouml;st wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Zustimmung bzw. Ablehnung durch das FA ist keine bestimmte Form vorgeschrieben. Das FA kann die Zustimmung durch schl&uuml;ssiges Verhalten des f&uuml;r die Veranlagung zust&auml;ndigen Sachbearbeiters erkl&auml;ren (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Januar 1974 I&nbsp;R&nbsp;141\/72, BFHE 111, 307, BStBl II 1974, 238, unter 2. der Gr&uuml;nde; Jahndorf, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;4a Rz&nbsp;A&nbsp;95). Es versagt die Zustimmung durch selbstst&auml;ndig anfechtbaren Verwaltungsakt (BFH-Urteile in BFHE 190, 328, BStBl II 2000, 5, unter 2.b der Gr&uuml;nde; vom 15.&nbsp;Juni 1983 I&nbsp;R&nbsp;76\/82, BFHE 139, 146, BStBl II 1983, 672, unter II.1. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung von FA und FG hat das FA im Streitfall bereits dadurch der Bestimmung des abweichenden Wirtschaftsjahrs zugestimmt, dass es in dem unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenen Einkommensteuerbescheid 2001 der Erkl&auml;rung des Kl&auml;gers gefolgt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Mit der erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;en Veranlagung hat das FA aus der insoweit ma&szlig;geblichen Sicht des Erkl&auml;rungsempf&auml;ngers konkludent seine Zustimmung zum abweichenden Wirtschaftsjahr erkl&auml;rt. Auch wenn dieser Verwaltungsakt mit der Steuerfestsetzung verbunden war, &auml;ndert das nichts daran, dass es sich hierbei um eine gesonderte Entscheidung handelt (s. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Juli 2012 I&nbsp;R&nbsp;32\/11, BFHE 237, 307, Rz&nbsp;15, zur Verbindung mit einer Billigkeitsma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;163 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Da der Kl&auml;ger die Erkl&auml;rung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r das FA erkennbar aus dem mit der Steuererkl&auml;rung eingereichten einheitlichen Jahresabschluss mit beigef&uuml;gten Betriebszweigabrechnungen abgeleitet hatte, konnte er die erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;e Veranlagung dahin verstehen, dass das FA mit der Zugrundelegung der Gewinnermittlung dem Grunde nach einverstanden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar hat das FA durch den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung zum Ausdruck gebracht, dass es keine abschlie&szlig;ende Entscheidung &uuml;ber die Festsetzung der Einkommensteuer treffen wollte und getroffen hat (vgl. &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO). Ein Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ist jedoch nur f&uuml;r die Steuerfestsetzung (&sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO) bzw. die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Um einen solchen Bescheid handelt es sich aber bei der Zustimmung zur Gewinnermittlung f&uuml;r ein abweichendes Wirtschaftsjahr nicht. Die mit dem Vorbehaltsvermerk verbundene Suspendierung der materiellen Bestandskraft des Steuerbescheids ber&uuml;hrt den von der eigentlichen Steuerfestsetzung abzugrenzenden Gegenstand der Entscheidung &uuml;ber die Zustimmung zum abweichenden Wirtschaftsjahr nicht (s. BFH-Beschluss in BFHE 237, 307, Rz&nbsp;18, zur Verbindung mit einer Billigkeitsma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;163 AO). Insofern richtet sich die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Zustimmung allein nach &sect;&sect;&nbsp;118&nbsp;ff. AO; die f&uuml;r das Festsetzungs- und Feststellungsverfahren geltenden Regelungen in &sect;&sect;&nbsp;155&nbsp;ff. AO sind nicht anwendbar. An den unterschiedlichen verfahrensrechtlichen Grundlagen f&uuml;r die Zustimmung einerseits und den Steuerbescheid andererseits kann sich auch dann nichts &auml;ndern, wenn die Zustimmung konkludent im Zusammenhang mit dem Erlass eines Steuerbescheids erteilt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der angefochtene Ablehnungsbescheid vom 23.&nbsp;Juni 2008 steht im Widerspruch zu der konkludent erteilten Zustimmung. Das FA konnte sich mit dem Bescheid nicht wirksam von der Zustimmung l&ouml;sen. Der Bescheid kann nicht in eine R&uuml;cknahme der Zustimmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;130 AO oder einen Widerruf der Zustimmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;131 AO umgedeutet werden. Denn die Voraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;130, 131 AO liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;130 AO kann die Finanzbeh&ouml;rde einen rechtswidrigen Verwaltungsakt mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft oder f&uuml;r die Vergangenheit unter n&auml;her bezeichneten Voraussetzungen zur&uuml;cknehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FA kann die Erteilung einer Zustimmung nach &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 EStG unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;130 Abs.&nbsp;2 AO zur&uuml;cknehmen, wenn es nachtr&auml;glich erkennt, dass die Zustimmung, ein Recht i.S. des &sect;&nbsp;130 Abs.&nbsp;2 AO, rechtswidrig war. Dem Interesse der Finanzverwaltung an einem z&uuml;gigen Verwaltungsvollzug ohne Notwendigkeit einer sofortigen abschlie&szlig;enden Pr&uuml;fung wird damit hinreichend Rechnung getragen, auch ohne dass die Zustimmung unter einen ausdr&uuml;cklichen Nachpr&uuml;fungsvorbehalt gestellt werden muss oder kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zustimmung war im Streitfall jedoch rechtm&auml;&szlig;ig. Wie oben ausgef&uuml;hrt, lagen die Voraussetzungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Wahlrechts und damit f&uuml;r die Erteilung der Zustimmung vor. Das Zustimmungserfordernis dient dazu, im &ouml;ffentlichen Interesse ungerechtfertigte Steuervorteile zu vermeiden. Solche Vorteile kommen jedoch grunds&auml;tzlich nicht in Betracht, wenn der Zeitraum des landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahrs (auch) f&uuml;r die zum Gewerbebetrieb gewordene Tierhaltung beibehalten wird. Dass infolge der gesetzlichen Regelung durch &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG der gewerbliche Gewinn (erst) als in dem Veranlagungszeitraum bezogen gilt, in dem das Wirtschaftsjahr endet, und dass dadurch der Gewinn des ersten Halbjahrs des Gesamtgewinns aus dem verselbstst&auml;ndigten Gewerbebetrieb erst im folgenden Veranlagungszeitraum besteuert wird, bewirkt zwar insoweit eine &quot;Steuerpause&quot;. Diese ist aber keine Folge einer Gestaltung durch den Steuerpflichtigen, sondern zwangsl&auml;ufige Folge der gesetzlich bestimmten Herausl&ouml;sung eines Gewerbebetriebs aus einem einheitlichen Betrieb. Sie steht deshalb einer Zustimmung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein Ermessensfehlgebrauch des FA ist nicht zu erkennen. Im Gegenteil war im Streitfall die Zustimmung des FA die allein ermessensgerechte Entscheidung (sog. Ermessensreduzierung auf Null). Anderenfalls w&auml;re, wie der Kl&auml;ger dargelegt hat, zun&auml;chst ein Rumpfwirtschaftsjahr zu bilden, um zu dem in &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG vorgeschriebenen Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr &uuml;berzugehen (&sect;&nbsp;8b Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStDV). Da die M&ouml;glichkeit, von dem Wahlrecht des &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG Gebrauch zu machen, unver&auml;ndert bestehen bliebe und eine Umstellung aus den der Regelung zugrunde liegenden Erw&auml;gungen (weiterhin) sinnvoll w&auml;re, m&uuml;sste der Steuerpflichtige das Wirtschaftsjahr sodann erneut umstellen, so dass wiederum ein Rumpfwirtschaftsjahr zu bilden w&auml;re (&sect;&nbsp;8b Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStDV). Ein solches Ergebnis f&uuml;hrte daher gerade bei (buchf&uuml;hrenden) landwirtschaftlichen Betrieben, deren Tierhaltung durch Strukturwandel zu einem Gewerbebetrieb geworden ist, zu unn&ouml;tigen Komplizierungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein Widerruf der rechtm&auml;&szlig;ig erteilten Zustimmung nach &sect;&nbsp;131 AO kommt ebenfalls nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein rechtm&auml;&szlig;iger beg&uuml;nstigender Verwaltungsakt darf nach &sect;&nbsp;131 Abs.&nbsp;2 AO mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft nur widerrufen werden,<br \/>(1) wenn der Widerruf durch Rechtsvorschrift zugelassen oder im Verwaltungsakt vorbehalten ist,<br \/>(2) wenn mit dem Verwaltungsakt eine Auflage verbunden ist und der Beg&uuml;nstigte diese nicht oder nicht innerhalb einer ihm gesetzten Frist erf&uuml;llt hat,<br \/>(3) wenn die Finanzbeh&ouml;rde aufgrund nachtr&auml;glich eingetretener Tatsachen berechtigt w&auml;re, den Verwaltungsakt nicht zu erlassen, und wenn ohne den Widerruf das &ouml;ffentliche Interesse gef&auml;hrdet w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt. Die Zustimmung zur Wahl des abweichenden Wirtschaftsjahrs ist ein beg&uuml;nstigender Verwaltungsakt. Dieser war &#8211;wie oben dargelegt&#8211; rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bedarf keiner n&auml;heren Begr&uuml;ndung, dass weder ein Widerruf der Zustimmung durch Rechtsvorschrift zugelassen war, noch damit eine Auflage verbunden war, noch nachtr&auml;glich Tatsachen eingetreten sind, die die Finanzbeh&ouml;rde zur Wahrung des &ouml;ffentlichen Interesses berechtigen k&ouml;nnten, die Zustimmung zu widerrufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verwaltungsakt enthielt auch keinen Widerrufsvorbehalt. Zwar wurde die Zustimmung konkludent durch die &Uuml;bernahme der in dem Jahresabschluss zum 30.&nbsp;Juni 2001 f&uuml;r den Gewerbebetrieb enthaltenen Besteuerungsgrundlagen in den Einkommensteuerbescheid 2001 erteilt, der unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erlassen wurde. Der Vorbehaltsvermerk nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO kann jedoch nicht zugleich als Widerrufsvorbehalt i.S. des &sect;&nbsp;131 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO f&uuml;r die Zustimmung nach &sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG ausgelegt werden. Das folgt aus der Wirkung des Vorbehaltsvermerks und der gesetzlichen Beschr&auml;nkung seiner Zul&auml;ssigkeit auf die Verfahren der Steuerfestsetzung und der gesonderten Feststellung von Besteuerungsgrundlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Widerruf w&auml;re schlie&szlig;lich selbst bei Existenz eines Widerrufsvorbehalts schon deshalb unzul&auml;ssig, weil die Zustimmung infolge einer Ermessensreduzierung auf Null geboten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision des Kl&auml;gers hat danach in vollem Umfang Erfolg. Der Senat entscheidet in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Das angefochtene Urteil und der ablehnende Bescheid vom 23.&nbsp;Juni 2008 waren aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.11.2013, IV R 13\/10 Zustimmung des FA zur Wahl eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Land- und Forstwirts Leits&auml;tze 1. Kann ein Land- und Forstwirt erst nach Beginn des Wirtschaftsjahrs f&uuml;r seinen Betrieb erkennen, dass sich aus diesem Betrieb ein Gewerbebetrieb herausgel&ouml;st hat, reicht es f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Wahlrechts zur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-13-10-zustimmung-des-fa-zur-wahl-eines-abweichenden-wirtschaftsjahrs-fuer-den-gewerbebetrieb-eines-land-und-forstwirts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;13\/10 &#8211; Zustimmung des FA zur Wahl eines abweichenden Wirtschaftsjahrs f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Land- und Forstwirts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61449","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61449"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61449\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}