{"id":61569,"date":"2014-02-16T14:37:24","date_gmt":"2014-02-16T12:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61569"},"modified":"2014-02-16T14:37:24","modified_gmt":"2014-02-16T12:37:24","slug":"viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirt-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirt-11\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr&auml;gen zum Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2012, VIII R 31\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr&auml;gen zum Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Ehegatten. Der Kl&auml;ger ist selbst&auml;ndiger Zahnarzt, der seinen Gewinn durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) ermittelt. Im Streit ist, ob Aufwendungen f&uuml;r nacheinander geleaste, sowohl betrieblich als auch privat genutzte Kfz in vollem Umfang Betriebsausgaben sind und der Entnahmewert f&uuml;r den privaten Nutzungsanteil nach der sog. 1&nbsp;%-Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG angesetzt und abgegolten werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu der Auffassung, dass die Kfz nicht als betrieblich anzusehen seien und deshalb lediglich die der betrieblichen Nutzung von &#8211;unstreitig&#8211; 30&nbsp;% entsprechenden anteiligen Kosten als Betriebsausgaben abzugsf&auml;hig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch gegen die dementsprechend erteilten &Auml;nderungsbescheide blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) gab der daraufhin erhobenen Klage statt. In seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 1441 ver&ouml;ffentlichten Urteil f&uuml;hrte es im Wesentlichen aus: Das obligatorische Nutzungsrecht aus dem Leasingvertrag sei ein selbst&auml;ndiges immaterielles Wirtschaftsgut. Aufgrund der konkreten Nutzungsverh&auml;ltnisse sei es weder notwendiges Betriebsverm&ouml;gen noch notwendiges Privatverm&ouml;gen. Jedoch habe der Kl&auml;ger das Nutzungsrecht eindeutig dem Betrieb zugeordnet und damit gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen gebildet, was auch bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG m&ouml;glich sei. Da der Kl&auml;ger im Streitfall weder zivilrechtlicher noch &#8211;nach Ma&szlig;gabe der Vertragsbedingungen&#8211; wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer der Kfz geworden sei, habe er das nicht bilanzierungsf&auml;hige Nutzungsrecht aus einem schwebenden Gesch&auml;ft nicht in ein Anlageverzeichnis aufnehmen m&uuml;ssen, ebenso wenig in ein Abschreibungsverzeichnis. Es m&uuml;sse deshalb f&uuml;r die Zuordnung des Nutzungsrechts zum gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen ausreichen, wenn der Leasingvertrag nach au&szlig;en erkennbar f&uuml;r das Unternehmen abgeschlossen worden sei und die gesamten Kfz-Aufwendungen einschlie&szlig;lich der Zahlungen aus dem Leasingvertrag von Anfang an zeitnah als betrieblicher Aufwand verbucht worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision macht das FA die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG) geltend, au&szlig;erdem Divergenz zu h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung (insbesondere zu dem Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/06, BFH\/NV 2008, 1662).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG K&ouml;ln vom 20.&nbsp;Mai 2009 14&nbsp;K&nbsp;4223\/06 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei eine sachlich nicht gerechtfertigte und auch sonst nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung, wenn einerseits nach der Rechtsprechung &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG auch auf Leasingfahrzeuge Anwendung finde, aber nur f&uuml;r solche mit mehr als 50&nbsp;% betrieblicher Nutzung gelten solle, w&auml;hrend bei im Anlageverm&ouml;gen des Unternehmens erfassten Fahrzeugen mit einem betrieblichen Nutzungsanteil von 30 bis 50&nbsp;% diese Regelung nicht gelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil h&auml;lt einer revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung nicht stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist von einer vollst&auml;ndigen Ber&uuml;cksichtigung der Kfz-Aufwendungen als Betriebsausgaben ausgegangen und hat im Gegenzug eine den Gewinn erh&ouml;hende Entnahme in Gestalt der privaten Nutzung der Kfz angenommen, die nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG zu bewerten sei. Der Kl&auml;ger hat jedoch in den Streitjahren durch die Nutzung der geleasten Kfz f&uuml;r private Zwecke keinen Entnahmetatbestand verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entnahmen sind alle Wirtschaftsg&uuml;ter einschlie&szlig;lich Nutzungen und Leistungen, die der Steuerpflichtige f&uuml;r sich, f&uuml;r seinen Haushalt oder f&uuml;r andere betriebsfremde Zwecke im Lauf des Wirtschaftsjahres aus dem Eink&uuml;nfte generierenden Betrieb herausgel&ouml;st hat (vgl. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Die auf die betriebsfremde Verwendung betrieblicher Wirtschaftsg&uuml;ter entfallende Wertabgabe darf den betrieblichen Gewinn nicht mindern. Bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich hat deshalb eine Hinzurechnung der Entnahmen zum Gewinn zu erfolgen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Ihre Bewertung erfolgt nach den Regelungen in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG. Auch bei der &Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG muss wegen des Postulats der Totalgewinngleichheit (vgl. Schmidt\/Heinicke, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;10, m.w.N.) im Ergebnis eine ausgewiesene Gewinnminderung aufgehoben werden, soweit sie auf eine Entnahme entf&auml;llt (vgl. des N&auml;heren Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;340&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Grundvoraussetzung der (Nutzungs-)Entnahme eines Wirtschaftsguts ist dessen Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 1662; vom 13.&nbsp;Februar 2003 X&nbsp;R&nbsp;23\/01, BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2006 IV&nbsp;R&nbsp;36\/04, BFH\/NV 2006, 1277; ablehnend FG K&ouml;ln, Beschluss vom 29.&nbsp;Januar 2007&nbsp;&nbsp;14&nbsp;V&nbsp;4485\/06, EFG 2007, 578). Die Zugeh&ouml;rigkeit zum Betriebsverm&ouml;gen erfordert, dass das Wirtschaftsgut dem Betriebsinhaber zuzurechnen ist, d.h. bei materiellen Wirtschaftsg&uuml;tern, dass er dar&uuml;ber als zivilrechtlicher oder wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer verf&uuml;gen kann (vgl. Schmidt\/ Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;128; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;151&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne die Grundvoraussetzung einer Entnahme ist &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG &#8211;sowohl in der Grundregelung des Satzes&nbsp;1 wie auch in der Ausnahmevorschrift des Satzes&nbsp;2&#8211; nicht anwendbar. Die Vorschrift regelt (nur) die Bewertung der Entnahmen; sie schafft keinen eigenen, gesonderten Entnahmetatbestand (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;59\/06, BFH\/NV 2009, 1617).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall geh&ouml;rten die Kfz nicht zum Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers, weil er weder zivilrechtlicher noch wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer war. Im Zusammenhang mit der Pr&uuml;fung des wirtschaftlichen Eigentums hat das FG festgestellt, dass die Grundmietzeit erheblich k&uuml;rzer war als die betriebsgew&ouml;hnliche Nutzungsdauer, weder ein Recht auf Vertragsverl&auml;ngerung noch ein Kaufoptionsrecht bestand und schlie&szlig;lich die Beteiligung des Kl&auml;gers an einem etwaigen Verkaufserl&ouml;s &uuml;ber dem zugrunde gelegten Marktpreis regelm&auml;&szlig;ig nicht zu einem nennenswerten Ertrag gef&uuml;hrt h&auml;tte. Auf der Grundlage dieser den BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Tatsachenfeststellungen hat das FG wirtschaftliches Eigentum des Kl&auml;gers zutreffend verneint. Dar&uuml;ber besteht zwischen den Beteiligten auch kein Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG f&uuml;hrt auch das jeweilige obligatorische Nutzungsrecht des Kl&auml;gers aus den Leasingvertr&auml;gen &#8211;aus mehreren Gr&uuml;nden&#8211; nicht zur Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Abschluss eines zivilrechtlichen Vertrags, der ein obligatorisches Nutzungsrecht an einem fremden Wirtschaftsgut begr&uuml;ndet, kann dem Betrieb des Nutzungsberechtigten nur bei betrieblicher Veranlassung zugeordnet werden. Dient der Vertragsabschluss &#8211;wie im Streitfall&#8211; sowohl betrieblichen wie auch au&szlig;erbetrieblichen Zwecken, ist eine aus dem Veranlassungszusammenhang folgende Zuordnung des Vertrags zum Betrieb oder aber zur au&szlig;erbetrieblichen Sph&auml;re davon abh&auml;ngig, ob der Zweck der betrieblichen oder aber der au&szlig;erbetrieblichen Nutzung des Nutzungsgegenstands &uuml;berwiegt. &Uuml;berwiegt wie hier &#8211;ungeachtet der Bezeichnung der geleasten Kfz als &quot;Gesch&auml;ftsfahrzeuge&quot;&#8211; der private Nutzungszweck, k&ouml;nnen Rechte aus dem Vertrag jedenfalls nicht notwendiges Betriebsverm&ouml;gen sein, da dies erst bei einem betrieblichen Nutzungsanteil von mehr als 50&nbsp;% angenommen wird (Bode in Kirchhof, EStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;42, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Nutzungsrecht aus dem Leasingvertrag geh&ouml;rt auch nicht zum gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen. Zwar kann das Nutzungsrecht als immaterielles Wirtschaftsgut (Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;176; Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;102) grunds&auml;tzlich m&ouml;glicher Gegenstand einer Sacheinlage wie auch eines origin&auml;ren Erwerbs sein. Dies setzt jedoch voraus, dass es sich um ein Wirtschaftsgut handelt, das bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Bilanzierung in der Bilanz angesetzt werden darf (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 1980 VIII&nbsp;R&nbsp;74\/77, BFHE 129, 485, BStBl II 1980, 244, m.w.N.); dazu muss ein fassbarer Wert des immateriellen Wirtschaftsguts feststellbar sein (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;August 1986 I&nbsp;R&nbsp;150\/82, BFHE 149, 25, BStBl II 1987, 455). Hiervon ausgehend ist ein obligatorisches Nutzungsrecht grunds&auml;tzlich nicht bilanzierbar, wenn dem ein schwebendes Gesch&auml;ft zugrunde liegt (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Juni 1997 IV&nbsp;R&nbsp;16\/95, BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808; vom 25.&nbsp;Oktober 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;65\/91, BFHE 176, 359, BStBl II 1995, 312, m.w.N.; vom 1.&nbsp;September 2011 II&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFH\/NV 2011, 2066, m.w.N.; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;176). Dies gilt insbesondere bei fortlaufend zeitraumbezogen verwirklichten Dauerschuldverh&auml;ltnissen (vgl. Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;618), solange das bestehende Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten nicht durch Vorleistungen oder Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde gest&ouml;rt ist (BFH-Urteil in BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808, m.w.N.). Ein fortlaufend gezahltes Leistungsentgelt kann folglich nicht als Anschaffungskosten eines immateriellen Wirtschaftsguts &quot;Nutzungsrecht&quot; aktiviert werden (BFH-Urteil in BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808). Das nicht bewertungsf&auml;hige Nutzungsrecht als solches ist dann auch nicht als Gegenstand einer Entnahme anzusehen und zu bewerten. Das gilt gleicherma&szlig;en bei Betrieben, deren Gewinn &#8211;wie im Streitfall&#8211; nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch im Streitfall ist nicht ersichtlich, dass das Nutzungsrecht einen &uuml;ber die fortlaufend erm&ouml;glichte und vom Kl&auml;ger fortlaufend entgoltene Nutzung des jeweiligen Kfz hinausgehenden eigenen, fassbaren Wert gehabt h&auml;tte. Nach alledem kommt ihm f&uuml;r die Gewinnermittlung keine Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG regelt die Bewertung der Privatnutzung eines betrieblichen Kfz. Die Vorschrift regelt nach Wortlaut und systematischem Zusammenhang weder die private Nutzung eines Kfz, das nicht Betriebsverm&ouml;gen ist, noch die Privatnutzung von Wirtschaftsg&uuml;tern, die keine Kfz sind, wie etwa ein Recht zur Nutzung eines (fremden, &uuml;berwiegend nicht betrieblich genutzten) Kfz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG in der Fassung, die f&uuml;r bis 31.&nbsp;Dezember 2005 endende Wirtschaftsjahre galt (EStG a.F.), auf F&auml;lle der vorliegenden Art (Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50&nbsp;% eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren) scheidet aus (a.A. Wacker, Neue Wirtschafts-Briefe, Fach&nbsp;3, S.&nbsp;10119, 10129). Eine Regelungsl&uuml;cke, die Voraussetzung einer gesetzesanalogen Rechtsanwendung w&auml;re, besteht nicht. Soweit Rechtsprechung und Verwaltung &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG a.F. auch auf Leasingfahrzeuge angewandt haben, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Leasingnehmers standen, betraf dies ausdr&uuml;cklich nur Sachverhalte mit einer mehr als 50&nbsp;%igen betrieblichen Nutzung (BFH-Urteil in BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472; Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 3.&nbsp;November 1999 V&nbsp;88\/99, EFG 2000, 165; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 12.&nbsp;Mai 1997 IV&nbsp;B&nbsp;2&nbsp;-S&nbsp;2177-&nbsp;29\/97, BStBl I 1997, 562, und vom 21.&nbsp;Januar 2002 IV&nbsp;A&nbsp;6&nbsp;-S&nbsp;2177-&nbsp;1\/02, BStBl I 2002, 148, jeweils Tz.&nbsp;1). &Uuml;ber die Frage, ob der vorgenannten Auffassung zur Erstreckung der 1&nbsp;%-Regelung auf Leasingfahrzeuge bei einer mehr als 50&nbsp;%igen betrieblichen Nutzung zu folgen ist (zweifelnd BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 1277), ist im Streitfall nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist auch kein Gesetzeszweck ersichtlich, der &#8211;&uuml;ber den Wortlaut des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG a.F. hinausgehend&#8211; die Einbeziehung von Nutzungsrechten an &uuml;berwiegend privat genutzten Kfz in den Regelungsbereich der Vorschrift gebieten k&ouml;nnte. Die grob typisierende Vorschrift dient zur Vereinfachung der Bewertung (vgl. Ausschussempfehlung an den Bundesrat zum Jahressteuergesetz 1996, BTDrucks 13\/1686, S.&nbsp;8; BFH-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;24\/08, BFHE 228, 499, BStBl II 2010, 903) der Nutzungsentnahme von betrieblichen Kfz f&uuml;r private Zwecke. Es geht darum, &quot;komplizierte Lebenssachverhalte im Zusammenhang mit der Erfassung der (&#8230;) betrieblichen bzw. privaten Kfz-Nutzung &uuml;bersichtlicher und verst&auml;ndlicher zu machen&quot; (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;August 2000 III&nbsp;R&nbsp;2\/00, BFHE 193, 101, BStBl II 2001, 332). Dieser Vereinfachungszweck erfordert kein extensives Normverst&auml;ndnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG ist vielmehr eine Ausnahmevorschrift, die bei einer eng umgrenzten &#8211;wenn auch praktisch bedeutsamen&#8211; Fallgruppe von der allgemeinen Regel der Bewertung von Entnahmen mit dem Teilwert (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG), bei Nutzungsentnahmen mit den anteiligen Selbstkosten (vgl. nur BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 1617; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;506, m.w.N.), abweicht. Gegen eine Ausweitung des Regelungsbereichs des Satzes&nbsp;2 auf einen Sachverhalt wie im Streitfall spricht nicht zuletzt die Gesetzgebungsgeschichte. Dem Entwurf der Bundesregierung zu einem Gesetz zur Eind&auml;mmung missbr&auml;uchlicher Steuergestaltungen (BRDrucks 937\/05, S.&nbsp;9) ist zu entnehmen, dass der Gesetzgeber des Jahressteuergesetzes 1996 nicht davon ausgegangen ist, dass Kfz mit einer geringeren betrieblichen Nutzung als 50&nbsp;% als gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen auch im Rahmen der &Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG zu ber&uuml;cksichtigen sind. Erst infolge der Anerkennung von gewillk&uuml;rtem Betriebsverm&ouml;gen auch bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG durch das BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Oktober 2003 IV&nbsp;R&nbsp;13\/03 (BFHE 203, 373, BStBl II 2004, 985) hat der Gesetzgeber sich gezwungen gesehen, f&uuml;r Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.&nbsp;Dezember 2005 beginnen (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;16 Satz&nbsp;11 EStG), eine mehr als 50&nbsp;%ige betriebliche Nutzung des betreffenden Kfz zur Tatbestandsvoraussetzung zu machen, da sich andernfalls zahlreiche Fallgestaltungen ergeben w&uuml;rden, &quot;bei denen die 1&nbsp;%-Regelung zu einem ungerechtfertigten Vorteil f&uuml;r den Steuerpflichtigen f&uuml;hrt, weil der Gesetzgeber bei der Schaffung der Regelung von einer durchschnittlichen privaten Nutzung von 30 bis 35&nbsp;v.H. ausgegangen ist&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund verbietet sich auch schon f&uuml;r die Streitjahre eine Gesetzesauslegung, die &uuml;ber den Wortlaut hinausginge und im Hinblick auf die relativ geringe betriebliche Nutzung einen vom Gesetzgeber ersichtlich nicht bezweckten, der Sache nach ungerechtfertigten Vorteil f&uuml;r den Steuerpflichtigen herbeif&uuml;hren w&uuml;rde, da bei niedrigem betrieblichen Nutzungsanteil die Vorschrift des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG tendenziell Subventionswirkung hat (vgl. Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;513, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;ger haben eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu denjenigen ger&uuml;gt, die eigene Kfz im gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen halten, oder zu Steuerpflichtigen mit nicht eigenen, aber zu mehr als 50&nbsp;% betrieblich genutzten Leasingfahrzeugen. Dieser Einwand kann jedoch keine andere Entscheidung herbeif&uuml;hren:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine gegen&uuml;ber dem Streitfall abweichende Behandlung eigener &#8211;auch wirtschaftlich eigener&#8211; Kfz des Steuerpflichtigen ist deshalb gerechtfertigt, weil solche Kfz gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen sein k&ouml;nnen mit damit verbundenen weiteren m&ouml;glichen Auswirkungen auf die Gewinnermittlung, etwa bei der Erfassung stiller Reserven, die auch zulasten des Steuerpflichtigen ausschlagen k&ouml;nnen. Nur eigene Kfz k&ouml;nnen als solche dem Betriebsverm&ouml;gen zur Nutzung entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Leasingfahrzeuge, die kein wirtschaftliches Eigentum des Leasingnehmers sind, unterfallen nicht dem Wortlaut des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG a.F. (s. unter II.1.a&nbsp;aa und bb dieses Urteils). Soweit nach der Verwaltungsauffassung Leasingfahrzeuge gleichwohl einzubeziehen sind, soll dies nur f&uuml;r Fahrzeuge mit mehr als einer 50&nbsp;%igen betrieblichen Nutzung gelten (BMF-Schreiben in BStBl I 1997, 562, und in BStBl I 2002, 148, jeweils Tz.&nbsp;1). An diese norminterpretierenden Verwaltungsanweisungen sind die Gerichte nicht gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen kann die Verwaltungsauffassung indes als sachlichen Rechtfertigungsgrund f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, dass die 1&nbsp;%-Regelung jedenfalls typischerweise weniger subventionierend wirkt, je h&ouml;her der betriebliche Nutzungsanteil eines Fahrzeugs ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Ergebnis bleibt es deshalb bei der Steuerfestsetzung durch das FA, wonach nur die auf die vor&uuml;bergehende betriebliche Nutzung der geleasten Kfz entfallenden Selbstkosten (vgl. Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;360 &quot;Nutzung&quot;; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;507) als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.11.2012, VIII R 31\/09 Keine Anwendung der sog. Ein-Prozent-Regel bei Nutzungsrecht an fremden Kfz mit weniger als 50 % eigenbetrieblicher Nutzung und ohne wirtschaftliches Eigentum in vor 2006 beginnenden Wirtschaftsjahren &#8211; Zuordnung von Nutzungsrechten aus Leasing-Vertr&auml;gen zum Betriebsverm&ouml;gen &#8211; Zweck und Anwendungsvoraussetzungen von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-31-09-keine-anwendung-der-sog-ein-prozent-regel-bei-nutzungsrecht-an-fremden-kfz-mit-weniger-als-50-eigenbetrieblicher-nutzung-und-ohne-wirtschaftliches-eigentum-in-vor-2006-beginnenden-wirt-11\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; Keine Anwendung der sog. 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