{"id":61571,"date":"2014-02-16T14:37:25","date_gmt":"2014-02-16T12:37:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61571"},"modified":"2014-02-16T14:37:25","modified_gmt":"2014-02-16T12:37:25","slug":"v-r-1-12-wirkung-des-tabelleneintrags-kostenpflicht-bei-bescheidungsurteil-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-1-12-wirkung-des-tabelleneintrags-kostenpflicht-bei-bescheidungsurteil-8\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;1\/12 &#8211; Wirkung des Tabelleneintrags &#8211; Kostenpflicht bei Bescheidungsurteil)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2012, V R 1\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Wirkung des Tabelleneintrags &#8211; Kostenpflicht bei Bescheidungsurteil)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter einer Kommanditgesellschaft (KG), &uuml;ber deren Verm&ouml;gen durch Beschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2004 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet wurde. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) meldete Umsatzsteuer 2003 zur Insolvenztabelle an. Die Forderung wurde in die Insolvenztabelle eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 21.&nbsp;April 2008 reichte der Kl&auml;ger f&uuml;r die KG eine Umsatzsteuererkl&auml;rung 2003 beim FA ein, aus der sich ein niedrigerer Steuerbetrag ergab. Eine &Auml;nderung des Tabelleneintrags lehnte das FA durch Bescheid vom 26.&nbsp;September 2008 ab, da die rechtskr&auml;ftige Feststellung zur Tabelle nach &sect;&nbsp;178 der Insolvenzordnung (InsO) wie ein Urteil wirke und die Voraussetzungen eines Korrekturtatbestandes nach &sect;&sect;&nbsp;173, 130 der Abgabenordnung (AO) nicht vorl&auml;gen. So komme eine R&uuml;cknahme nach &sect;&nbsp;130 AO nicht in Betracht, da der Schuldner aufgrund des Insolvenzverfahrens nicht g&uuml;nstiger gestellt werden d&uuml;rfe als er im normalen Veranlagungsverfahren st&uuml;nde. In der Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;September 2009 wies das FA darauf hin, dass eine &Auml;nderung nach &sect;&sect;&nbsp;130&nbsp;f. AO ausscheide, da es sich weder bei der Anmeldung zur Insolvenztabelle noch bei der Feststellung durch den Insolvenzverwalter um einen Verwaltungsakt handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Klage zum Finanzgericht (FG) hatte keinen Erfolg. Das FG f&uuml;hrte f&uuml;r die Klageabweisung an, dass dem Kl&auml;ger nach &sect;&sect;&nbsp;130&nbsp;f. AO und &sect;&sect;&nbsp;172&nbsp;f. AO kein Anspruch auf &Auml;nderung der Tabellenanmeldung zustehe. Hierf&uuml;r spreche der eindeutige Wortlaut des &sect;&nbsp;178 Abs.&nbsp;3 InsO. Der Kl&auml;ger k&ouml;nne auch nach &sect;&sect;&nbsp;578&nbsp;ff. der Zivilprozessordnung keine &Auml;nderung verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Revision, die er auf die Verletzung materiellen Rechts st&uuml;tzt. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei &sect;&nbsp;178 Abs.&nbsp;3 InsO einschr&auml;nkend auszulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die ablehnende Entscheidung des FA vom 26.&nbsp;September 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;September 2009 aufzuheben und das FA zu verpflichten, &uuml;ber den Antrag des Kl&auml;gers auf &Auml;nderung der widerspruchslos in die Tabelle eingetragenen Umsatzsteuer-Insolvenzforderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;130 AO nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;178 Abs.&nbsp;3 InsO lasse nach seinem klaren Wortlaut keinen Raum f&uuml;r eine einschr&auml;nkende Auslegung. Es sei dem Kl&auml;ger zumutbar gewesen, der Forderungsanmeldung zu widersprechen. Im Streitfall beruhe die festgestellte Forderung auf einer Sch&auml;tzung der Jahressteuerschuld. Die Rechtsprechung betreffe demgegen&uuml;ber nur den Fall, dass sich Betr&auml;ge aus Umsatzsteuervoranmeldungen durch die Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rung erledigt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist mit der Ma&szlig;gabe begr&uuml;ndet, dass das Urteil des FG aufzuheben ist und das FA verpflichtet wird, &uuml;ber den Antrag des Kl&auml;gers auf &Auml;nderung der widerspruchslos in die Tabelle eingetragenen Umsatzsteuer-Insolvenzforderung 2003 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;130 AO nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen zu entscheiden (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;178 Abs.&nbsp;3 InsO wirkt die &quot;Eintragung in die Tabelle &#8230; f&uuml;r die festgestellten Forderungen ihrem Betrag und ihrem Rang nach wie ein rechtskr&auml;ftiges Urteil gegen&uuml;ber dem Insolvenzverwalter und allen Insolvenzgl&auml;ubigern&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Senat mit Urteil vom 24.&nbsp;November 2011 V&nbsp;R&nbsp;13\/11 (BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298, unter II.4.) entschieden hat, ist &sect;&nbsp;178 Abs.&nbsp;3 InsO dahingehend einschr&auml;nkend auszulegen, dass der Eintragung zur Insolvenztabelle bei Anspr&uuml;chen aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis dieselbe Wirkung wie der beim Bestreiten vorzunehmenden Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;185 InsO i.V.m. &sect;&nbsp;251 Abs.&nbsp;3 AO zukommt und wie diese unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;130 AO ge&auml;ndert werden kann. Der Senat nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen hierauf Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Urteil des FG, dem bei seiner Entscheidung das Senatsurteil in BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298 nicht bekannt war, entspricht diesen Grunds&auml;tzen nicht. Es war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Das FA hat die nach der Rechtsprechung des Senats erforderliche Ermessensentscheidung noch nicht getroffen, die daher nachzuholen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie der erkennende Senat im Urteil in BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298 entschieden hat, hat das FA &uuml;ber den Antrag auf &Auml;nderung des Tabelleneintrags nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;130 Abs.&nbsp;1 AO eine Ermessensentscheidung zu treffen. Dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;130 Abs.&nbsp;1 AO die R&uuml;cknahme des Verwaltungsakts ungeachtet des Ablaufs der Rechtsbehelfsfrist in das Ermessen der Finanzbeh&ouml;rden gestellt hat, zeigt, dass einerseits nicht jeder als rechtswidrig erkannte belastende Verwaltungsakt zur&uuml;ckzunehmen ist, w&auml;hrend es andererseits auch nicht dem Zweck der Erm&auml;chtigung zur Ermessensaus&uuml;bung entspricht, das Ermessen grunds&auml;tzlich nicht zugunsten der Steuerpflichtigen auszu&uuml;ben. Bei der Entscheidung, ob einem Begehren auf R&uuml;cknahme eines unanfechtbaren Verwaltungsakts zu entsprechen ist, hat die Verwaltung daher im konkreten Fall abzuw&auml;gen, ob dem Prinzip der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung und der Gerechtigkeit im Einzelfall oder dem Interesse der Allgemeinheit am Eintritt von Rechtsfrieden und Rechtssicherheit der Vorzug zu geben ist. Dabei kommt es auf die Schwere und Offensichtlichkeit des Rechtsversto&szlig;es sowie darauf an, weshalb die Rechtswidrigkeit des Verwaltungsakts erst nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist vom Steuerpflichtigen geltend gemacht wird (BFH-Urteil in BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298). Deshalb ist das Ermessen durch das FA in der Regel ermessensfehlerfrei ausge&uuml;bt, wenn der Adressat die Gr&uuml;nde, die seiner Auffassung nach eine R&uuml;cknahme rechtfertigen, mit einem fristgerecht eingelegten Einspruch gegen den Bescheid h&auml;tte vorbringen k&ouml;nnen und keine besonderen Umst&auml;nde vorliegen, nach denen vom Adressaten die Rechtsverfolgung im Einspruchsverfahren unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde billigerweise nicht erwartet werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FA hat in seinem Ablehnungsbescheid vom 26.&nbsp;September 2008 &sect;&nbsp;130 AO allein deshalb f&uuml;r nicht anwendbar gehalten, weil der Schuldner aufgrund des Insolvenzverfahrens nicht g&uuml;nstiger gestellt werden d&uuml;rfe als er im normalen Veranlagungsverfahren st&uuml;nde. Die im Zusammenhang mit der &Auml;nderungsbefugnis nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO angestellten Erw&auml;gungen sind dabei, auch wenn vergleichbare Kriterien auch bei der Ermessensentscheidung nach &sect;&nbsp;130 AO von Bedeutung sein k&ouml;nnen, insoweit nicht zu ber&uuml;cksichtigen, weil das FA die M&ouml;glichkeit einer &Auml;nderung &#8211;wie die Einspruchsentscheidung best&auml;tigt&#8211; schlechthin verneint hat. Auch der Einspruchsentscheidung ist keine Ermessensaus&uuml;bung zu entnehmen, da die Anwendung von &sect;&nbsp;130 AO allein deshalb abgelehnt wurde, weil die Anmeldung zur Insolvenztabelle kein Verwaltungsakt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Damit liegt im Streitfall ebenso wie in dem in BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298 entschiedenen Sachverhalt und anders als in dem vom Senat mit Urteil vom 24.&nbsp;November 2011 V&nbsp;R&nbsp;20\/10 (BFH\/NV 2012, 711) entschiedenen Fall keine Ermessensentscheidung vor, die erkennen l&auml;sst, dass das FA die den Streitfall betreffenden Ermessensgesichtspunkte gegeneinander abgewogen hat. Diese Ermessensentscheidung ist unter Beachtung des Senatsurteils in BFHE 235, 137, BStBl II 2012, 298 (unter II.5.) nachzuholen. Dabei kann je nach den weiteren Umst&auml;nden des Streitfalls das Unterbleiben eines Widerspruchs gegen die Forderungsanmeldung ein Gesichtspunkt sein, der es erlaubt, von einer &Auml;nderung abzusehen. Allein der Umstand, dass die Forderungsanmeldung auf einer Sch&auml;tzung beruhte, ist demgegen&uuml;ber kein Grund, der bei einer unzutreffenden Sch&auml;tzung die Ablehnung einer &Auml;nderung rechtfertigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auf die zwischen den Parteien streitige Frage der Bindungswirkung eines Best&auml;tigungsschreibens war wegen des im Revisionsverfahren auf Verbescheidung eingeschr&auml;nkten Antrags nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;90a Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;121 FGO durch Gerichtsbescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO. Die Kosten des Klageverfahrens waren dem Kl&auml;ger und dem FA je zur H&auml;lfte aufzuerlegen. Hat &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Kl&auml;ger mit seinem Verpflichtungsantrag (hier: das FA zur Minderung des Tabelleneintrags entsprechend seiner Er-kl&auml;rung zu verpflichten) letztlich nur ein Bescheidungsurteil erstritten, ist, wenn &#8211;wie hier&#8211; keine besonderen Umst&auml;nde vorliegen, regelm&auml;&szlig;ig eine Kostenteilung angebracht (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;September 1992 X&nbsp;R&nbsp;169\/90, BFH\/NV 1993, 510; vom 2.&nbsp;Juni 2005 III&nbsp;R&nbsp;66\/04, BFHE 210, 265, BStBl II 2006, 184). Da der Kl&auml;ger seinen Antrag im Revisionsverfahren auf Bescheidung beschr&auml;nkt hat, hat das FA die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.12.2012, V R 1\/12 Wirkung des Tabelleneintrags &#8211; Kostenpflicht bei Bescheidungsurteil) Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter einer Kommanditgesellschaft (KG), &uuml;ber deren Verm&ouml;gen durch Beschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2004 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet wurde. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) meldete Umsatzsteuer 2003 zur Insolvenztabelle an. 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