{"id":61582,"date":"2014-02-16T14:34:59","date_gmt":"2014-02-16T12:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61582"},"modified":"2014-02-16T14:34:59","modified_gmt":"2014-02-16T12:34:59","slug":"v-r-30-11-verzicht-auf-aussetzungszinsen-gemaess-par-237-abs-4-ao-ivm-par-234-abs-2-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-30-11-verzicht-auf-aussetzungszinsen-gemaess-par-237-abs-4-ao-ivm-par-234-abs-2-ao\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;30\/11 &#8211; Verzicht auf Aussetzungszinsen gem&auml;&szlig; &sect; 237 Abs. 4 AO i.V.m. &sect; 234 Abs. 2 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2013, V R 30\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Verzicht auf Aussetzungszinsen gem&auml;&szlig; &sect; 237 Abs. 4 AO i.V.m. &sect; 234 Abs. 2 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist seit 1.&nbsp;August 1998 umsatzsteuerrechtlich Organtr&auml;ger der X-GmbH. Die X-GmbH bezog als Unternehmer im August und September 1998 sowie im zweiten Quartal 1999 im Inland steuerpflichtige Leistungen von dem im Ausland ans&auml;ssigen Unternehmer U, f&uuml;r die sie nach &sect;&sect;&nbsp;51&nbsp;ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) in der damals geltenden Fassung verpflichtet war, Umsatzsteuer einzubehalten und abzuf&uuml;hren. Streitig ist, ob ihr im Hinblick auf eine f&uuml;r diese Umsatzsteuer gew&auml;hrte Aussetzung der Vollziehung (AdV) ein Anspruch auf Erlass von Aussetzungszinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;4 der Abgabenordnung (AO) zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X-GmbH bezog die steuerpflichtigen Leistungen der U zur Durchf&uuml;hrung von Konzerten einer Musikgruppe, die sie im Inland veranstaltete. Die Konzertveranstaltungen der X-GmbH selbst waren aufgrund einer der Musikgruppe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes&nbsp;1993 (UStG) erteilten Bescheinigung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;b UStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>U erteilte der X-GmbH Rechnungen ohne Steuerausweis. Die Kl&auml;gerin meldete f&uuml;r die von U bezogenen Leistungen als Leistungsempf&auml;nger Umsatzsteuer nach den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;51&nbsp;ff. UStDV&nbsp;a.F. im sog. Abzugsverfahren an. Da die Kl&auml;gerin abweichend von ihrer Steuererkl&auml;rung ebenso wie U von im Inland nichtsteuerbaren Leistungen ausging, legten beide gegen die Steueranmeldung der Kl&auml;gerin Einspruch ein. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wies die Einspr&uuml;che durch Einspruchsentscheidung als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen erhob U Klage zum Finanzgericht (FG), der das FG stattgab. Auf die Revision des FA entschied der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 6.&nbsp;November 2002 V&nbsp;R&nbsp;57\/01 (BFH\/NV 2003, 857), dass die Klage der U gegen die Steueranmeldung der Kl&auml;gerin zwar zul&auml;ssig sei, entgegen dem Urteil des FG aber f&uuml;r die Leistungen ein inl&auml;ndischer Leistungsort und damit eine inl&auml;ndische Steuerpflicht in Betracht komme. Die Sache wurde zur weiteren Sachaufkl&auml;rung an das FG zur&uuml;ckverwiesen. Im zweiten Rechtsgang wies das FG die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Die hiergegen eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde hatte keinen Erfolg (BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2006 V&nbsp;B&nbsp;113\/05, BFH\/NV 2006, 2103).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die aufgrund der Voranmeldungen f&uuml;r die Kl&auml;gerin bestehenden Zahlungsverpflichtungen setzte das FG auf Antrag der Kl&auml;gerin mit Beschluss vom 13.&nbsp;Juli 1999 7&nbsp;B&nbsp;7355\/98 (Entscheidungen der Finanzgerichte 1999, 1104) die Vollziehung der im Abzugsverfahren angemeldeten Umsatzsteuer gegen Sicherheitsleistung aus. Zur Stellung der danach erforderlichen Sicherheitsleistung schlossen das FA und U im Fr&uuml;hjahr 2000 eine Verpf&auml;ndungsvereinbarung, nach der U ein Bankguthaben als Sicherheit verpf&auml;ndete. Mit Verf&uuml;gung vom 5.&nbsp;Mai 2000 gew&auml;hrte das FA der Kl&auml;gerin die Vollziehungsaussetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 12.&nbsp;Oktober 2004 teilte ein Vertreter der Kl&auml;gerin, Rechtsanwalt R, dem FA telefonisch mit, dass U beabsichtige, das Festgeldkonto aufzul&ouml;sen und mit den Geldmitteln die Steuerschuld zu tilgen. Das FA erkl&auml;rte hierzu mit Schreiben vom 29.&nbsp;Oktober 2004, dass dem nicht entsprochen werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Zustellung des BFH-Beschlusses in BFH\/NV 2006, 2103 stellte das FA die bis dahin in der Vollziehung ausgesetzte Umsatzsteuer durch Bescheid vom 17.&nbsp;Oktober 2006 f&auml;llig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 24.&nbsp;Oktober 2006 setzte das FA gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin Aussetzungszinsen fest. Hiergegen legte die Kl&auml;gerin am 27.&nbsp;November 2006 Einspruch ein (&quot;erster Einspruch&quot;) und beantragte die Aussetzungszinsen teilweise zu erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 29.&nbsp;Dezember 2006 regte das FA unter Hinweis darauf, dass der Einspruch keine Aussicht auf Erfolg habe, an, die Erfolgsaussichten zu &uuml;berdenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2007 (&quot;erste Einspruchsentscheidung&quot;) wies das FA den Einspruch gegen den Zinsbescheid als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Das FA wies darauf hin, dass Anhaltspunkte f&uuml;r eine sachliche Unbilligkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;4 AO i.V.m. &sect;&nbsp;234 Abs.&nbsp;2 AO nicht gegeben seien. &Uuml;ber die gegen diese Einspruchsentscheidung erhobene Klage ist noch nicht entschieden. Das FG setzte diese Klage bis zur rechts- oder bestandskr&auml;ftigen Entscheidung &uuml;ber den Antrag auf teilweisen Verzicht auf Aussetzungszinsen aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Oktober 2007 legte die Kl&auml;gerin Einspruch (&quot;zweiter Einspruch&quot;) gegen die Ablehnung des Antrags auf Teilerlass der Aussetzungszinsen durch die Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2007 ein, die die Kl&auml;gerin insoweit als Ablehnungserstbescheid ansah. Das FA wies diesen Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;April 2009 gleichfalls als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck (&quot;zweite Einspruchsentscheidung&quot;). Der Gesetzgeber habe die Zinsh&ouml;he absichtlich pauschal festgelegt. Es sei unerheblich, dass der Nachzahlungsbetrag zu einem geringeren Zinssatz angelegt worden sei. Die H&ouml;he des Zinssatzes sei unabh&auml;ngig vom Vorliegen einer Sicherheitsleistung. Die Kosten f&uuml;r eine Sicherheitsleistung rechtfertigten daher keinen Zinsverzicht. Ob die Kl&auml;gerin am 12.&nbsp;Oktober 2004 die Aufhebung der Vollziehung beantragt habe, sei unerheblich, da sie ein derartiges Begehren im Anschluss an die Ablehnung vom 29.&nbsp;Oktober 2004 nicht weiter verfolgt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen erhob die Kl&auml;gerin Klage zum FG. Die Klage wurde &quot;namens und in Vollmacht&quot; f&uuml;r die Kl&auml;gerin auf Briefpapier der R-Partnerschaftsgesellschaft erhoben und ebenso wie die folgenden Schrifts&auml;tze Plural (&quot;wir&quot;) abgefasst und stets von zwei Rechtsanw&auml;lten unterschrieben. Erstmals im Zusammenhang mit einem Antrag auf Terminsverlegung legte die Kl&auml;gerin die von ihr am 1.&nbsp;August 2011 erteilte Prozessvollmacht, die nur eine Bevollm&auml;chtigung f&uuml;r Rechtsanwalt R enthielt, vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg. Nach dem Urteil des FG war die Klage zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet. Der Zul&auml;ssigkeit der Klage stehe auch nicht entgegen, dass das FA in der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2007 den beantragten Erlass abgelehnt habe. Die Zinspflicht sei bewusst typisierend geregelt worden. F&uuml;r den Fall der Bestellung einer Sicherheit best&auml;nden keine Besonderheiten. Die Ermessensaus&uuml;bung durch das FA lasse keinen Ermessensfehler erkennen. Ein Teilerlass w&auml;re nur m&ouml;glich gewesen, wenn die Kl&auml;gerin im Anschluss an die Ablehnung der Aufhebung der Vollziehung vom 29.&nbsp;Oktober 2004 alles Gebotene unternommen h&auml;tte, um dieses Begehren weiter zu verfolgen. Die Kl&auml;gerin habe nicht einmal einen f&ouml;rmlichen Antrag auf Vollziehungsaufhebung gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ging zudem davon aus, dass trotz einer nur auf R lautenden Prozessvollmacht dem Antrag des Rechtsanwalts R auf urlaubsbedingte Terminsverlegung nicht nachzukommen gewesen sei, da die Kl&auml;gerin w&auml;hrend des &uuml;ber vier Jahre andauernden Klageverfahrens die Prozessvertretung durch die R-Partnerschaftsgesellschaft zumindest geduldet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil des FG wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, f&uuml;r die sie Verletzung materiellen und formellen Rechts anf&uuml;hrt. Es liege eine Ermessensreduzierung auf Null vor, so dass allein der Zinsverzicht rechtm&auml;&szlig;ig sei. Die Ablehnung des Billigkeitserlasses sei rechtswidrig. Hierdurch sei es zu einer aufgedr&auml;ngten und aufgezwungenen weiteren Vollziehungsaussetzung gegen ihren Willen gekommen. Dass U und nicht sie Partei der Verpf&auml;ndungsvereinbarung und sie, die Kl&auml;gerin, nicht Haftungs-, sondern Entrichtungsschuldner gewesen sei, sei unerheblich. Sie k&ouml;nne gleichwohl die Einwendungen der U geltend machen, da sie auch als Entrichtungsschuldner nur wie der Steuerschuldner belastet werden solle. Hierf&uuml;r spreche auch der Rechtsgedanke des &sect;&nbsp;48 AO. Dem Wunsch nach Aufhebung einer Vollziehungsaussetzung st&auml;nden keine sch&uuml;tzenswerten Rechte des FA entgegen. Es komme dabei nicht darauf an, dass alles getan werde, um die Vollziehungsaufhebung zu erreichen. Weiter m&uuml;sse der Gleichlauf zwischen Nachzahlungs- und Erstattungszinsen gew&auml;hrleistet werden. Eine Zahlung der ausgesetzten Steuerschuld aus anderen Mitteln sei unzumutbar gewesen, da sich aus der Aufl&ouml;sung der Verpf&auml;ndungsvereinbarung f&uuml;r das FA keinerlei Risiken ergeben h&auml;tten. Eine Zinspflicht sei auch im Hinblick auf die geringe Verzinsung des verpf&auml;ndeten Kontos sachlich unbillig. Es liege kein gerechter Ausgleich vor. Aufgrund der Verpf&auml;ndung h&auml;tten keine weiter gehenden Zinsvorteile erlangt werden k&ouml;nnen. Die Verpf&auml;ndungsvereinbarung habe nur dazu gedient, einen Arrest abzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG beruhe auch auf einer Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs. Nach der von ihr, der Kl&auml;gerin, erteilten Prozessvollmacht sei nur ein bestimmter Prozessbevollm&auml;chtigter allein bevollm&auml;chtigt gewesen. Dieser habe an der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG aufgrund einer Urlaubsabwesenheit nicht teilnehmen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die im Zinsbescheid vom 24.&nbsp;Oktober 2006 festgesetzten Zinsen insoweit zu erlassen, als der gesetzliche Zinssatz f&uuml;r Aussetzungszinsen den auf dem Festgeldkonto gew&auml;hrten Zins in H&ouml;he von 2,49&nbsp;% &uuml;bersteigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Rechtsanwalt R habe am 12.&nbsp;Oktober 2004 lediglich telefonisch mitgeteilt, dass die Kl&auml;gerin mit der Verzinsung des verpf&auml;ndeten Festgeldkontos in H&ouml;he von 2,49&nbsp;% unzufrieden gewesen sei und den Treuhandvertrag k&uuml;ndigen wollte, um den wirtschaftlichen Nachteil im Hinblick auf die Aussetzungszinsen von j&auml;hrlich 6&nbsp;% zu kompensieren und daher die Steuerschuld zu tilgen. Das FA habe hierzu mit Schreiben vom 29.&nbsp;Oktober 2004 mitgeteilt, dass die nach der Verpf&auml;ndungsvereinbarung vorgesehenen Bedingungen noch nicht eingetreten seien und einer Vertrags&auml;nderung nicht zugestimmt werde. Im Gegensatz zu U habe die Kl&auml;gerin nichts im Hinblick auf eine Tilgung der Steuerschuld unternommen. Auch U sei in der Folgezeit unt&auml;tig geblieben. Die Kl&auml;gerin sei auch nicht Partei der zwischen dem FA und U geschlossenen Verpf&auml;ndungsvereinbarung gewesen. Weiter sei die Kl&auml;gerin nicht Haftungs-, sondern Entrichtungsschuldner. Die Vollziehungsaussetzung h&auml;tte jederzeit durch Zahlung beendet werden k&ouml;nnen. Daher sei die AdV nicht durch das FA aufgedr&auml;ngt worden. Ein Billigkeitserlass komme auch deshalb nicht in Betracht, weil sich Bund und Land im Zeitraum der Vollziehungsaussetzung zu einem h&ouml;heren Zinssatz als dem des Festgeldkontos h&auml;tten finanzieren m&uuml;ssen. Die Ablehnung der Aufhebung der Verpf&auml;ndungsvereinbarung sei auch nicht rechtsmissbr&auml;uchlich gewesen. Ein Versto&szlig; gegen Treu und Glauben liege schon deshalb nicht vor, da es bereits an einer Disposition der Kl&auml;gerin im Hinblick auf ein Handeln des FA fehle. Es liege auch kein Versto&szlig; gegen den Schutzzweck des &sect;&nbsp;361 AO vor. Das FA habe mit der Ablehnung des Zinserlasses auch nicht sein Ermessen fehlerhaft ausge&uuml;bt. Durch die auf dem verpf&auml;ndeten Konto aufgelaufenen Zinsen habe sich die dem FA zustehende Zugriffsmasse erh&ouml;ht. Die Verzinsungsregelung setze keinen tats&auml;chlichen Zinsschaden voraus. Es handele sich um eine bewusste Typisierung, die f&uuml;r den Fall einer Sicherheitsleistung keine Sonderbehandlung erforderlich mache.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;gerin der geltend gemachte Erlassanspruch nicht zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Aussetzungszinsen k&ouml;nnen aus Billigkeitsgr&uuml;nden erlassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit ein Einspruch oder eine Anfechtungsklage gegen einen Steuerbescheid, eine Steueranmeldung oder einen Verwaltungsakt, der einen Steuerverg&uuml;tungsbescheid aufhebt oder &auml;ndert, oder gegen eine Einspruchsentscheidung &uuml;ber einen dieser Verwaltungsakte endg&uuml;ltig keinen Erfolg gehabt hat, ist der geschuldete Betrag, hinsichtlich dessen die Vollziehung des angefochtenen Verwaltungsakts ausgesetzt wurde, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO zu verzinsen. Auf die Zinsen kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;4 AO i.V.m. &sect;&nbsp;234 Abs.&nbsp;2 AO ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn ihre Erhebung nach Lage des einzelnen Falls unbillig w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der Rechtsprechung des BFH bezweckt die Verzinsung nach &sect;&nbsp;237 AO, den Nutzungsvorteil abzusch&ouml;pfen, den der Steuerpflichtige dadurch erh&auml;lt, dass er w&auml;hrend der Dauer der Aussetzung &uuml;ber eine Geldsumme verf&uuml;gen kann, die nach dem erfolgslos angefochtenen Steuerbescheid dem Steuergl&auml;ubiger zusteht. Die Regelung zielt auf einen Ausgleich zwischen den Zinsvorteilen des Steuerpflichtigen und dem Zinsverlust des Steuergl&auml;ubigers ab, so dass die Verzinsung dazu dient, dem Steuergl&auml;ubiger den Nutzungsvorteil zuzuwenden, der ihm f&uuml;r den nach dem materiellen Steuergesetz geschuldeten Betrag geb&uuml;hrt. Zur Erreichung dieses Zwecks kn&uuml;pft &sect;&nbsp;237 AO im Interesse der Verfahrensentlastung generell an den endg&uuml;ltigen Ausgang eines gegen die Steuerfestsetzung gef&uuml;hrten Verfahrens an. Bei der im Rahmen der Anwendung der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;4 AO i.V.m. &sect;&nbsp;234 Abs.&nbsp;2 AO gebotenen Abw&auml;gung ist deshalb zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Gesetzgeber den Ausgang des Rechtsbehelfsverfahrens als das beste Mittel ansieht, um einen Ausgleich zwischen den Geldnutzungsinteressen des Steuergl&auml;ubigers und denen des Steuerpflichtigen herbeizuf&uuml;hren. Daher ist es f&uuml;r den Regelfall angemessen, die Entscheidung &uuml;ber die Festsetzung von Aussetzungszinsen als automatische Folge des Verfahrensausgangs &uuml;ber die Steuerfestsetzung anzusehen, so dass hiervon nur in besonders begr&uuml;ndeten Einzelf&auml;llen abzuweichen ist (vgl. BFH-Urteil vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2010 II&nbsp;R&nbsp;2\/09, BFH\/NV 2010, 1602).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht entschieden, dass keine Umst&auml;nde vorliegen, die einen Billigkeitserlass erfordern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat braucht im Billigkeitsverfahren nicht zu entscheiden, ob die mit Schreiben vom 29.&nbsp;Oktober 2004 kundgegebene Ablehnung des FA, die Verpf&auml;ndungsvereinbarung aufzuheben und das Festgeldkonto freizugeben, rechtswidrig war. Denn mit diesem Schreiben reagierte das FA auf den nur m&uuml;ndlich vorgetragenen Freigabewunsch. Anders als bei einem schriftlichen Antrag auf Freigabe, der dar&uuml;ber hinaus weiter dargelegt h&auml;tte, wie das FA ohne Gef&auml;hrdung des Steueranspruchs einer Freigabe h&auml;tte zustimmen k&ouml;nnen, bestand f&uuml;r das FA keine Veranlassung f&uuml;r eine weitere Sachbehandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es liegt auch keine aufgedr&auml;ngte oder aufgezwungene Vollziehungsaussetzung oder ein &quot;Zahlungsverbot&quot; vor, da es der Kl&auml;gerin und U freistand, die Vollziehungsaussetzung z.B. durch Zahlung zu beenden, wodurch die Verzinsungspflicht nach &sect;&nbsp;237 AO geendet h&auml;tte (vgl. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;November 1991 X&nbsp;R&nbsp;103\/89, BFHE 166, 311, BStBl II 1992, 319, unter 3.b). Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Fortdauer der Verzinsung war nicht die unterbliebene Freigabe durch das FA, sondern die Nichttilgung der Steuerschuld. Nur unter dieser Voraussetzung, die im Streitfall nach den Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht gegeben ist, k&ouml;nnte sich die Frage nach einem Verursachungsbeitrag des Staates stellen. Auf die Parteistellung im Hinblick auf die Verpf&auml;ndungsvereinbarung kommt es daher nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein Billigkeitsgrund ergibt sich auch nicht aus der Stellung einer Sicherheit, die durch die Verpf&auml;ndung, anders als bei einer B&uuml;rgschaftsvereinbarung, dazu f&uuml;hrt, dass der Kontoinhaber den Zugriff auf Geldmittel verliert. Denn dieser Nachteil beruht auf der Vereinbarung zur Leistung der Sicherheit. U h&auml;tte es insoweit auch offen gestanden, die Sicherheit in anderer Weise, wie z.B. durch Bankb&uuml;rgschaft, zu erbringen. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass dies im vorliegenden Fall ggf. nicht m&ouml;glich war, ergeben sich aus den insoweit ma&szlig;geblichen Feststellungen des FG nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dass die Zinspflicht der H&ouml;he nach (&sect;&nbsp;238 AO) die von der Kl&auml;gerin erzielten Zinsen &uuml;bersteigt, begr&uuml;ndet schlie&szlig;lich auch keinen Anspruch auf Billigkeitserlass (vgl. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Mai 2011 X&nbsp;B&nbsp;184\/10, BFH\/NV 2011, 1659).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Es liegt auch kein Verfahrensfehler vor. Das FG hat den Terminsverlegungsantrag zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Verhinderung des Prozessvertreters kein erheblicher Grund f&uuml;r eine Terminsverlegung, wenn der Termin durch ein anderes Mitglied der mit der Prozessf&uuml;hrung beauftragten Soziet&auml;t sachgerecht wahrgenommen werden kann (z.B. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2012 IX&nbsp;B&nbsp;61\/12, BFH\/NV 2013, 80, m.w.N.). Gleiches gilt f&uuml;r Partnerschaftsgesellschaften. Im Streitfall ist als Prozessbevollm&auml;chtigter f&uuml;r die Kl&auml;gerin w&auml;hrend des gesamten FG-Verfahrens die R-Partnerschaftsgesellschaft, nicht aber entsprechend der erstmals am 1.&nbsp;August 2011 erteilten Vollmachturkunde Rechtsanwalt R, gesch&auml;ftsans&auml;ssig bei der R-Partnerschaftsgesellschaft, aufgetreten. Bereits die Einspruchsentscheidung war an die R-Partnerschaftsgesellschaft, nicht aber an Rechtsanwalt R pers&ouml;nlich adressiert. In &Uuml;bereinstimmung damit teilte Rechtsanwalt R auf Briefpapier der R-Partnerschaftsgesellschaft nach Ablehnung des Antrags auf Terminsverlegung durch das FG (am 7.&nbsp;Juli 2011) im Schriftsatz vom 14.&nbsp;Juli 2011 dem FG mit, zwar sei die Kanzlei R-Partnerschaftsgesellschaft &quot;mandatiert&quot;, die Vertrauensbeziehung bestehe jedoch zu Rechtsanwalt R, der urlaubsbedingt verhindert sei. Erstmals mit Schriftsatz vom 27.&nbsp;Juli 2011, nach erneuter Ablehnung der Verlegung des Termins, legte die Kl&auml;gerin zur Begr&uuml;ndung, eine anderweitige Vertretung im Termin am 10.&nbsp;August 2011 sei nicht m&ouml;glich, eine auf R lautende Prozessvollmacht vom 1.&nbsp;August 2011 vor. Bei dieser Sachlage konnte das FG zu Recht von einer zumindest konkludenten Bevollm&auml;chtigung der Partnerschaftsgesellschaft durch die Kl&auml;gerin ausgehen, so dass der in der Person des Rechtsanwalts R, nicht aber auch in Person der anderen Mitglieder der Partnerschaftsgesellschaft, geplante Urlaub kein hinreichender Grund f&uuml;r eine Terminsverlegung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2013, V R 30\/11 Verzicht auf Aussetzungszinsen gem&auml;&szlig; &sect; 237 Abs. 4 AO i.V.m. &sect; 234 Abs. 2 AO Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist seit 1.&nbsp;August 1998 umsatzsteuerrechtlich Organtr&auml;ger der X-GmbH. Die X-GmbH bezog als Unternehmer im August und September 1998 sowie im zweiten Quartal 1999 im Inland &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-30-11-verzicht-auf-aussetzungszinsen-gemaess-par-237-abs-4-ao-ivm-par-234-abs-2-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;30\/11 &#8211; Verzicht auf Aussetzungszinsen gem&auml;&szlig; &sect; 237 Abs. 4 AO i.V.m. &sect; 234 Abs. 2 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61582","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61582"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61582\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}